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  • #1

Verheiratet und Baby. Soll ich mich trennen?

Hallo, ich möchte nicht jammern, aber folgende Situation: ich bin verheiratet und wir haben ein knapp einjähriges Kind. Mein Mann und ich sind zusammen mehrere hundert km weit weg von unserer Heimat gezogen kurz nach Geburt unseres Sohnes. Das wegen seines Jobs. Meinem Mann versuche ich ständig den Rücken frei zu halten, erledige viel für ihn, weit über die Grenzen des normalen hinaus. Er kommt spät nach Hause, ich kann meinem Hobby so gut wie nicht mehr nachgehen, habe keinen Ausgleich zum Kind. Er motzt ständig nur an mir rum und wird ausfällig, wegen Kleinigkeiten. Alles muss sowieso blitzblank sein, auch sonst wird nur rumgemotzt. Ich habe das Gefühl, dass ich nur noch für ihn lebe um ihm ein angenehmes Leben zu gestalten. Wo bleibe ich? Manchmal abends hat er so 5 minuten wo er ganz lieb zu mir ist. Aber ich weiß ganz genau, dass es ansonsten eskaliert. Darum kann ich seine netten Gesten nicht mehr ernst nehmen, bei mir schwinden die Gefühle sehr stark. Einmal hat er mich auf den Arm geschlagen. Hat sich entschuldigt, aber die nächsten Tage ging es verbal wieder zur Sache. Langsam trage ich mich ernsthaft mit dem Gedanken der Trennung. Habe schon so oft mit ihm geredet aber er kann sich nicht ändern. Am We habe ich ihm den ganzen tag geholfen seine Sachen zu erledigen und es gab nur Ärger. Er sagt selbst er weiß nicht warum er so ist, er will so nicht sein, kann aber nicht anders. Was tun? Eine ehe zumal mit Kind gibt man nicht so schnell auf, andererseits habe ich das Gefühl kaputt zu gehen. Danke fürs Lesen!
 
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  • #2
Ziehe wenn es geht ein, zwei Wochen zu Deinen Eltern oder zu einer guten Freundin. Und warte seine Reaktion ab. Ich weiß nicht ob ich Dir im Moment raten soll das vorher anzukündigen, könnte auch nach hinten los gehen. Ich würde einfach Vormittags losfahren und ein Brief auf den Tisch legen. Nach zwei Wochen auf neutralem Boden treffen und sehen ob er "verstanden" hat was Dich bewegt / event sogar Angst macht.
 
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  • #3
Also ich weiß nur, wegen einmal auf den Arm hauen oder ausfällig werden, oder nicht mehr seinem beliebtem Hobby nachgehen, beende ich doch keine Ehe? Wenn jeder so denkt, wundert es mich gar nicht mehr, warum heute jede 2. Ehe den Bach runter geht. Denkt ihr eigentlich gar nicht mehr nach heutzutage? Du hast ein Baby, ja das ist anstrengend, es kommen aber auch wieder bessere Zeiten, wenn das Kind älter ist.
 
  • #4
Ich kann dein Problem begreifen! Verstehen kann ich es nicht so richtig, denn du beschreibst dieses Rumgemotze nicht wirklich. Wo liegt das Problem? Daß er mit nichts zufrieden ist? Daß er meckert?
Weißt du was schafft euch einfach mal nen freien Abend, ladet ein der Omas ein oder nehmt euch einen Babysitter und geht schön essen...und dann redet ihr mal ganz in Ruhe! In der Öffentlichkeit kann man sich nicht so gehen lassen.
Ist dir schon mal der Gedanke gekommen, daß ihn vielleicht die Verantwortung für dich und das Kind ganz allein sorgen zu müssen belastet?
Ich rate immer gern zu einer Teilzeitbetreuung des Kindes durch Kinderkrippe oder Tagesmutter und einen Job für die Mutter! Ist zwar auch unglaublich stressig, aber man muß sich anderweitig einrichten und mehr zusammenhalten!
 
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  • #5
Das ist aber schade! So wie Du schreibst, ist eigentlich eine Trennung das einzig Richtige. Wenn er Dich verbal fertig macht und auch noch gewalttätig Dir gegenüber wird - ja, nur das eine Mal (frag mal Frauen, die geschlagen werden, die haben auch liebe Männer) - gibt es eigentlich nichts mehr zu überlegen. Klar hält man als Frau den Rücken frei aber wir sind nicht mehr in den 50ern. Frauen sind selbstständige Menschen, deren Zufriedenheit steigt, wenn sie sich auch verwirklichen können. Und ich bin wahrlich keine Alice Schwarzer.
Was Du optional probieren kannst wäre m.E. eine Paartherapie! Ganz dringend. Wenn er seine Wut auf Dir ablädt, wird das nicht wieder besser und irgendwann versteht es Dein Kind und das leidet dann auch. Möchtest Du, dass Dein Sohn mal zusieht, wie er Dich runtermacht? Weißt Du wie hilflos er sich fühlen wird. Jetzt ist er klein, da ist die Trennung nicht so schlimm, wie wenn er es richtig versteht. Dein Mann braucht Hilfe, wenn er sich so stark verändert hat!
 
  • #6
https://www.elitepartner.de/forum/wie-ist-es-alleinerziehend-partnersuche-finanzen-etc-43264.html

Bist Du diese Fs? Ich würde was drauf wetten! Warum setzt Du Dich denn nicht erstmal mit den darin formulierten Hinweisen auseinander. Es kommt hier so oft vor, dass Leute ihre Fragestellung immer wieder anders formulieren... was soll denn das bringen? Dir wurde doch gesagt, dass ein gewalttätiger Mensch ein erhebliches Risiko ist, gerade wenn ein kleines Kind im Spiel ist... schütze Dich und das Kind- Deinen Mann musst Du deswegen nicht aufgeben, aber die Situation muss therapeutisch geklärt werden!
 
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  • #7
Also ich weiß nur, wegen einmal auf den Arm hauen oder ausfällig werden, ..... beende ich doch keine Ehe?

Aber exakt beendet man wegen sowas heutzutage eine Ehe - weswegen denn sonst? Körperliche Übergriffe sind der Gipfel des Unzumutbaren. Setzt man da nicht sofort eine klare, nicht zu überschreitende Grenze, sind den körperlichen und seelischen Verletzungen Tür und Tor geöffnet. Die FS hat keine Grenze gesetzt. Das bringt sie deutlich in die Rückenlage. Also muss sie jetzt nachlegen, um ihm seine Grenzen aufzuzeigen.

Jawohl, fahr wochenlang mit Baby in Deine alte Heimat. Lass' ihn mit seinem Sch... allein. Denk nach und such Dir eine Job, in Deiner alten Heimat, inkl.Kinderbetreuung - soll er doch zurück kommen, wenn ihm an Dir was liegt oder such' Dir einen Job mit Kinderbetreuung in Deiner neuen Heimat.
Richte Dich bitte nicht auf Hausmuttchen ein. Das geht mit so einem Mann nicht gut und Du zahlst später einen hohen Preis dafür. Wer einmal schlägt und unmittelbar nicht voll einen zurück bekommt, tut das immer wieder. Das hast Du versäumt. Er respektiert Dich nicht mehr, weiß, dass er Dich schlagen darf.

Sorry, er ist ein Lowperformer, schafft seinen neuen Job nicht, hat sich überschätzt oder was auch immer und lässt den Frust darüber an Dir aus - das ist die Realität. Zeig' ihm seine Grenzen auf, indem Du erst mal wochenlang verschwindest.
Kommst Du in eine versiffte Wohnung zurück, ist das der beste Grund, gleich wieder zu gehen, denn welche Frau will mit einem Schmutzfinken zusammen leben.

Mach' Dich wirtschaftlich von ihm unabhängig.Das Hausfrauenmodell ist out-of-time und das schon seit Jahrzehnten. Er kann seine Unterhaltsverpflichtungen doch ohnehin nicht erfüllen.
w, 56
 
  • #8
@FS: Mach deinem Ehemann klar, daß du seine Ehefrau + Partnerin - aber nicht die bezahlte Haushälterin oder Sekretärin bist. Da geht man unterschiedlich um.

Wenn ihm Familie mit Kind zu sehr stresst, und er sich das einfacher vorgestellt hat, dann soll er mit der FS darüber reden. Anstatt seine Spannungen an ihr auszulassen.

Warum hat dieser Mann überhaupt -die FS- geheiratet, wenn er mit der FS so umgeht ?
Am We habe ich ihm den ganzen tag geholfen seine Sachen zu erledigen und es gab nur Ärger. Er sagt selbst er weiß nicht warum er so ist, er will so nicht sein, kann aber nicht anders. Was tun?
Scheint mir psychische Ursachen bei ihm zu sein ? Also soll er einen Psychologen fragen.
Oder nimmt er Medikamente mit psychischen Nebenwirkungen ?
 
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  • #9
Klingt als wäre er mit seinem Job überfordert. spät nachhause kommen ,die Nerven ständig gespannt, dass er wegen jeder Kleinigkeit hochgeht. Klar wer den Kopf voller Sorgen hat, kann kein mitfühlender Partner sein. ÜBertreibt er es vielleicht mit dem Versorgungsgedanken? Vielleicht lieber etwas weniger Geld und dafür mehr Zeit für sich, die Familie, die Partnerschaft? Sag ihm ganz klar, dass du die Situation nicht mehr lange tragen kanns. Ihm geht es schlecht, dir geht es schlecht. Er kann ja mit der Stuation unmöglich glücklich sein. Schaut, dass ihr mal ein Wochenende nur für euch habt, sprecht offen über das was euch beschäftigt, Sorgen macht, hört dem anderen zu!! versetzt euch in die Lage des anderen und schaut wie ihr euch beide! entlasten könnt.
Kann er mit dir über die Arbeit sprechen? Mütter erwarten oft, dass der Partner für ihren Alltag ein offenes Ohr hat, sie entlastet nach der Arbeit... auch vollkommen zu Recht! Aber das ist keine Einbahnstraße...
 
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  • #10
Renn, renn weg, so schnell, wie du kannst. Du hast einen Haustyrannen bei dir am Hals. Mit der Zeit wird es schlimmer. Natürlich wird er sich entschuldigen, nach dem er wieder ausfällig war. Meiner hat mir auch "SOrry" gesagt, nach dem er mich so geschubst hat, dass ich mir das Bein gebrochen habe. Du wirst immer eine Hoffnung haben, die sich nie erfüllen wird. Vielleicht kriegt ihr sogar noch mehr Kinder, wie ich. Das wird auch die Situation nicht verbessern, da deine Kinder dich festhalten werden. Wir waren auch im Ausland mit kleinen Kindern. Bis dann irgendwann meine Kinder, als sie fast erwachsen geworden sind, mir gesagt haben:" Mama, gehe weg, er ist unser Vater, aber er ist auch ein Haussadist". Ich habe mich selbst in diesen Jahren verloren. Jetzt langsam fängt mein Leben an. Und hör nur auf seine Entschuldigungen nicht, damit hält er dich an der Leine.
 
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  • #11
Fragestellerin, du hast ein Problem und eine Frage. Ich fürchte, das Forum kann sich bemühen dir Ideen zu geben aber nicht wirklich helfen, weil zu viele Details fehlen. Mir ist beispielsweise als erstes aufgefallen: Neuer Job und Umzug sprich ein ganz neues Leben und dazu noch eine Rollenverteilung die die Partner trennt - er außerhäußlich berufstätig, sie hausfrau plus Mutter plus Rückenfreihalterin . Also - viele Änderungen vor allem Wegfall Freundeskreis und Gewohnheiten auf allen Ebenen. Ich denke dir könnte ein Besuch bei einer Ehebaratung - alleine oder Gemeinsam mit ihm - helfen. W
 
  • #12
Schnapp Dir das Kind und hau ab bevor er richtig zuschlägt. Solche Situationen werden nicht besser, eher schlimmer. w52
 
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