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Arianne

  • #1

Vereinsamung als Single

Basierend auf einem ähnlichen Eintrag hier im Forum im Rahmen eines anderen Themas, eröffne ich diese Diskussion, da ich nicht allein zu sein scheine mit meinem Problem.
Mit meinem langjährigen Ex-Partner pflegte ich (w, 35) viele Freundschaften zu anderen Paaren, welche inzwischen alle Familie haben. Seit ich von meinem Partner getrennt bin, bin ich aus diesem exklusiven "Paar-Club" ausgeschlossen und habe kaum noch Freunde.
Davor hatte ich durch einen langen, mehrjährigen Auslandsaufenthalt bereits Freunde verloren.
Es ist mir klar, dass ich mir einen neuen Freundeskreis aufbauen muss, was sich jedoch sehr schwierig gestaltet. Wie haben andere dieses Dilemma gelöst?
 
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  • #2
Einfach machen, statt lange nachzudenken. Ich war in der gleichen Situation nach meiner Scheidung mit Ende 40. Alle Freunde hatten Kinder im Teeniealter.
Um mich herum fand ich aber genug Singlefrauen in meinem Alter, mit denen ich viel unternahm: Kino mit anschließender Diskussion, Filmfeste, Lesungen, Vernissagen, Ausstellungen, Theater, Sport.
Darüber lernte ich weitere Leute kennen, meistens verheiratete Frauen. Die sahen das nicht so verbissen und luden mich trotzdem ein, wenn sie sich mit anderen trafen (fast alles Paare, aber auch ein paar Singlefrauen).Deren Kinder waren älter, machten schon viel allein.

Dann habe ich auch ein paar alte Kontakte reaktiviert, die während meiner Ehe, Vollzeitjob mit Zweitstudium usw. hinten runtergekippt waren.
Jetzt besteht mein engster Freundeskreis aus Langeitehepaaren und ein paar Singlefrauen. Es hat 3-4 Jahre gedauert, bis alles wieder stand.

Die ersten 2 Jahre nach der Trennung waren ziemlich schwierig, weil ich es falsch angegangen bin, mich zuviel in unverbindlichen, oberflächlichen Umfeldern bewegt haben (z.B. Fitnessstudio), Ausgehszene.
 
  • #3
Hi Arianne,
wie immer zu diesem Thema: das braucht Zeit und den Willen Leute kennen zu lernen. In allen anderen Posts auch zu lesen: Vereine, ausgehen, unter Menschen mischen.
Ich selbst war auch einige Jahre im Ausland und man merkt relativ schnell, wie sich die Spreu vom Weizen trennt. Nach 7 Jahren in die Heimat zurück und jetzt kann ich meine Freunde an einer Hand abzählen. Finde ich aber mittlerweile nicht mehr tragisch, da ich lieber (k)eine Hand voll Freunde habe, auf die ich mich 100% verlassen kann als zig Bekannte, die mir schneller meine Energie rauben als mir recht ist.
Mittlerweile bin ich seit 1,5 Jahren wieder in DE und merke, wie es langsam aber sicher besser wird, selbst ohne Vereine, jedes Wochenende Partymeile usw.
Nicht nur bei der Partnersuche wird man wählerischer sondern auch bei den Bekannten und letztlich auch bei Freunden. Ich muss und will mich nicht mit Minusmenschen beschäftigen, deshalb ziehe ich die "Einsamkeit" dem Drama vor.
Ich habe hier (und in anderen Foren) von einigen gelesen, die nicht alleine weggehen wollen, da man ja komisch angeschaut wird wenn man ohne Freunde unterwegs ist - völliger Quatsch!
Alleine auf einen Kaffee oder anderen Drink gehen ist immer super um einfach mal in's Gespräch zu kommen und ab da sieht man weiter. Alleine zur Single Party - besser als mit Begleitung! Als Hundebesitzer ist auch das Gassi gehen eine super Gelegenheit, die Tierliebe verbindet auch immer sofort (wenn man sich nicht direkt über Erziehungsmaßnahmen streitet...)
Einfach ist das nicht und ich bin auch mit einem mulmigen Gefühl alleine losgezogen aber siehe da - es funktioniert und niemand hat mir einen "Loser-Stempel" aufgedrückt.
Alles in allem ist Zeit das A & O an der Sache, da man weder die Freunde noch einen Partner von Jetzt auf Gleich findet.

Viel Erfolg und Spaß!
 
  • #4
Ich finde, einer der wenigen Vorteile des Älterwerdens ist der, dass man sozial und psychisch weniger abhängig von anderen ist. Will sagen: Während ich früher todunglücklich war, wenn ich nicht häufig Leute um mich hatte, hat sich das doch inzwischen deutlich verbessert.

Wie @Trollo schon sagte: Man wird wählerischer, man muss sich nicht mehr auf Teufel komm raus alle möglichen Leute antun, nur um nicht einsam zu sein. Ich habe, acht Jahre nach einem berufsbedingten Umzug, inzwischen praktisch keine Freunde. Auf der Arbeit komme ich mit praktisch allen sehr gut aus, halte Smalltalk etc., aber mehr muss ich von den Leuten nun wirklich nicht sehen - also sage ich Einladungen zu Parties oder anderen Dingen ab, und mit der Weile bleiben die dann sowieso aus. Und das ist sehr angenehm so.

Fazit: Das Problem löst sich vielleicht auf bei der FS mit der Zeit einfach teilweise von selbst, indem sie sich mehr selbst genug ist.
 
  • #5
Hallo Arianne,
kommt ein wenig darauf wo Du lebst Kleinstadt, Großstadt?
Natürlich ist immer das Hobby ein guter Anknüpfungspunkt. Bei uns im Ort (Stadt mit ca. 300.000 Einwohnern) gibt ein paar Ü30 Partys wo man gut alleine hingehen kann. Dann Alpenverein, solltest Du gerne wandern. Oder aber auch Singletreffs. Das macht ein Freund von mir in München. Da geht´s nicht ums "anbaggern" sondern um gemeinsam Dinge zu unternehmen. Andernorts heißt das Freizeitclub ( google mal)
Musum, Kunstverein, Vernissagen,Yoga, Kochevents oder auch was Ehrenamtliches.
Trau´Dich auch mal alleine wohin zu gehen. Am Anfang kostet das evtl. Überwindung, doch mit der Zeit wirst Du merken, dass es Dir leichter fällt und es macht Dich auch unabhängig.
Ich habe schon überall nette Leute kennengelernt, doch mein Freundeskreis ist auch so groß genug. Doch ich kenne es , wie Du gerade, auch anders. Witzigerweise habe ich fast 15 Jahr im Fitnessstudio trainiert. Richtig kennengelernt habe ich dort nie jemand. Viel Glück!
 
  • #6
Mach Hobbies bei denen Du unter Leute kommst und versuche aktiv, mit anderen Frauen ins Gespräch zu kommen. Du kannst ja ganz offen sagen, dass Du wieder Kontakte suchst, weil Du lange in einer Beziehung warst...

Wenn es Dir schwerfällt, kannst Du das auch gezielt üben. Schau, dass Du regelmäßig immer wieder etwas neues ausprobierst und dort mit Leuten ins Gespräch kommst.

Beispiele: Zumba, unterschiedliche Tanzevents oder Kurse (Normal, Salsa, Tango, andere...), Fitnessstudio, Tennis, Italienischkurs an der Hochschule, Wanderverrein, Gemeindeabend, Spielegruppe, ...

Es gibt soviele Dinge, die man machen kann, bei denen man Leute kennenlernt. Wenn die Gelegenheiten da sind, ist der Rest nur eine Sache der Übung.
 
  • #7
@Schnov. Ich kann absolut nachvollziehen, was du schreibst. Man ist lieber mit sich selbst allein, als mit den falschen Leuten, die einen schlimmstenfalls langweilen oder sonstwie nerven. Trotzdem verstehe ich auch Arianne. So sehr man sich selber genügen mag, der Mensch braucht doch ab und an Geselligkeit mit gleichgesinnten Menschen, manche mehr, manche weniger. In meinem Freundeskreis habe ich Paare, aber auch Singles. Ich schätze beiderlei Kontakte. @Arianne: es braucht wie gesagt Zeit, um einen Freundeskreis neu aufzubauen, wobei 1 - 2 Kontakte genügen mögen, wenn man mit diesen Personen wirklich eine Freundschaft aufbauen kann. Vielleicht wäre es Zeit, für ein neues Hobby und dann in diese Richtung "deine Fühler auszustrecken". Es gibt im Internet so viele Möglichkeiten, wie man dann mit Menschen mit ähnlichen Interessen in Kontakt treten kann. Vielleicht mal einen Kurs oder Workshop besuchen usw. Es gibt aber auch andere "allgemeinere" Plattformen, wo Menschen Menschen für gemeinsame Unternehmungen suchen. Natürlich wird man vielleicht auch mal solche Leute treffen, die man nicht mehr treffen möchte... aber es kann sich da durchaus etwas ergeben, was zu einer Freundschaft führen könnte. Viel Erfolg.
 
  • #8
Zuerst mal sich selber wohl fühlen:

Zuhause mal die Whg. neu streichen, einrichten, dekorieren. Warme, helle, freundliche Farben. Möbel anders stellen. Alles = Abwechslung. Und wieder gerne nach Hause kommen. (Bin selber gerade dabei)

Wettervorhersage studieren, danach Freizeit planen.
Gutes Wetter = draußen was unternehmen.
Schlechtes Wetter = zuhause was machen, z.B. was Neues kochen.
Und dafür vorher die Zutaten einkaufen.

Neue Wohnung - neues Leben - neue Freundinnen finden.
Und die z.B. "in meine neue Wohnung" einladen.
Dafür Kaffee, Tee, etc. einkaufen. Dazu Auswahl an kleinen Snacks. Ziel: Beisammensein - Kommunikation -> eigene Seele auftanken.

Draußen: Neue Wege gehen, und dabei Neues entdecken.
Mit dem Fahrrad oder den öff. Verkehrsmitteln in der Stadt auf Entdeckungstour = Abwechslung.

".... und wo ist der neue Mann ?"

Geduld. Gute Männer zu finden, die "trotzdem" Single sind - ist nicht einfach. Aber wenn man selber seelisch "fit" ist, fällt die Suche leichter. Und man kann die Suche "nebenbei" bei o.g. Aktivitäten betreiben. Aber aktiv suchen, von alleine kommt er nicht.

z.B. die Freundinnen könnten Leute kennen, die sich mit etwas auskennen, und helfen können. "Mein Computer spinnt - mein Auto auch - und der Fernseher will nicht wie ich"

Oder man unternimmt gemeinsam mit den Freundinnen draußen etwas = man hat eher Antrieb raus zu gehen. Ok, Frauen gruppenweise schreckt Männer ab. Aber man kann dabei sich von der Gruppe absetzen, wenn man ein "geeignetes Objekt" erspäht hat. (Habe ich mal gemacht, im Cafè eines Einkaufszentrums. Und dabei die Leute in der großen Halle beobachtet)

Jetzt Regenwetter = bin zuhause am arbeiten.
Den kommenden Mai schätze ich mit viel Sonne = raus gehen.
Bis dahin ist meine "neue" Wohnung fertig.

Ich bin momentan (auch) extrem pessimistisch. Trotzdem raffe ich mich auf, was zu tun. Aber zuerst für mich !
 
  • #9
gibt ein paar Ü30 Partys wo man gut alleine hingehen kann.
Bei dem Wort "Ü30 Partys“ fällt mir spontan der Song "Ü30-Partys“ von der Kabarettistin Martina Schwarzmann ein. Es ist zwar nur Satire, aber in jeder Satire ist ein Körnchen Wahrheit.:)

Liebe FS,

ich glaube das man gerade in den Großstädten eher Vereinsamt als am Land. Ich habe beide Lebensverhältnisse hinter mir. Von der Großstadt mit über 2 Mio. Einwohnern und auch das Provinzdorf mit 2.000 Einwohnern. In der Anonymität der Großstadt kann man viel schneller vereinsamen als im Dorf. Das Dorf hatte für mich auch den Vorteil, dass man alle eigentlich per DU kannte. Alle Mitmenschen, den Bürgermeister und alle VIP des Dorfes.:) In allen Orten Ü 10.000 Einwohner, wo ich lebte kannte ich noch nicht einmal den Bürgermeister.

Ich bin halt auch ein Zugvogel und bin mittlerweile an den Punkt angekommen, wo ich lieber in der Kleinstadt als in der Großstadt lebe. Hat vielleicht auch etwas mit dem Alter zu tun. Mit Ü20 hätte ich mir kein Leben auf dem Land vorstellen können und mit Ü50 kein Leben in der Großstadt mehr. Ich weiß aber nicht wie dies Morgen oder Übermorgen aussieht. Das ist halt die Gefahr eines Lebens als Zugvogel.
 
  • #10
Ich habe bedingt durch meinen letzten Job Freunde verloren sowie nach meiner ersten Beziehung. Zei Freundeskreiss, meiner und der meines EX, fusionierten. So lernten wir uns kennen. Was praktisch war während der Beziehung entpuppte sich danach als Problem.

Damals hatte ich alte Freundschaften "reaktiviert". Lose Bekanntschaften intensiviert. Und mir neue Hobbies gesucht, resp. Hobbies für die ich keine Zeit hatte, nun endlich gemacht. Bei mir hat sich im Rahmen von Vereinssport viele neue tolle Kontakte ergeben, auch jetzt noch wo ich inzischen ein gutes soziales Netz habe, baut sich das fast von selber aus.

Falls Du Sport magst, empfehle ich Dir einen Mannschaftssport (muss ja nicht Liga sein, eine Plauschmannschaft genügt ja). Ansonsten ein anderes Hobby mit Kontaktmöglichkeiten.
 
  • #11
...die Art von @ Marcelll54 ist auch meine.....bei schlechtem Wetter aktiv für Durchzug in meiner Behausung schaffen und bei schönem Wetter draußen. Das versöhnt Kopf, Hand und Fuß.
Ich habe gute Erfahrungen mit Annoncen gemacht, wo ich gezielt nach dem Singlerestmüll gesucht habe, oder auch kleine Feten veranstaltet. Irgendetwas ist immer hängengeblieben......
 
A

Arianne

  • #12
Danke für eure Antworten. Einiges mache ich schon, anderes werde ich ausprobieren. Besonders hilfreich ist auch, dass es vielen ähnlich ging und sie mit Geduld wieder rausfanden. Das macht Mut!
Hilfreich war auch der Beitrag von Magnus bezüglich Stadt-Land.
 
  • #13
Liebe Arianne. Es gibt im Internet Kontaktfreizeitbörsen. Wer Wandern mag, der kann so nette Leute kennenlernen, man führt ja während der Wanderung auch mal nette Gespräche und kehrt ein.

Oder ein Singletanzkurs, dort habe ich meinen neuen Partner kennengelernt, aber auch andere nette Menschen. Man trifft sich öfters und kann Gespräche und Kontakt bekommen.

Ein Ehrenamt, ein Engagement und nicht nur das Drehen um das eigene Leben und Problem kann auch hilfreich sein. Mir ging es immer dann am besten, wenn ich mich mal um was anderes gekümmert habe, nämlich in meinem Fall um herrenlose Tiere, und nicht nur den ganzen Tag über meine Probleme nachgedacht habe.

Wer lernt, an anderen Menschen aufrichtiges Interesse zu zeigen und bewusst nach Gelegenheiten sucht, ihnen auch mal was Gutes zu tun, der wird auch leichter Kontakt finden. Viel Glück
 
  • #14
Hallo Arianne.

Trotz zweier Schulkinder und eigenem Hobby, das viel mit anderen Menschen zu tun hat, könnte ich mich in die Vereinsamungsschublage stecken lassen.

Mach ich aber nicht.

Warum?

Weil ich alles genieße. Alles, was ich hier in meinen 4 Wänden (aktuell Umbauen, sonst viel lesen oder stricken) oder draußen (mein Hund, mein Hobby, Käffchentrinken oder wat weiß ich) mache, mache ich, weil ich möchte, dass es MIR gut geht.

Es gibt kaum ne Hunderunde (und ich geh in bestimmten Jahreszeiten täglich und stündlich dieselbe Runde), auf der ich nicht feine Gespräche führe, an die ich bei der nächsten Runde anknüpfen kann. Wenn ich ganz sicher sein will, dass ich angesprochen werde, hole ich in der S-Bahn mein Strickzeug raus - da sprechen mich zwar oft nur die alten weißhaarigen Ömchens an, aber das ist so zuckersüß, wie wir uns ne halbe Stunde über Strickmuster unterhalten können, dass ich selbst beim Schreiben noch grinsen muss.

Ich könnte mir vorstellen, dass dieses zeitweise mit sich selbst im Reinen sein sich auf die Umwelt auswirkt und besonders in diesen Momenten Menschen angezogen werden, die mir zeigen, dass es keinen Grund gibt, Angst vor Vereinsamung zu haben. Und ich wohne im größten Ballungsgebiet Deutschlands, als Zugereiste.
 
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  • #15
Ich bin auf dem besten Wege, mich an das Alleinsein und das Leben mit den immer mehr flügge werdenden Kindern zu gewöhnen. Ich hatte früher einen ziemlich beständigen Freundeskreis, der sich durch etliche Umzüge regelrecht in Luft auflöste. Dazu kam die eigene persönliche Entwicklung.
Ich bin kein "Herden-Tier" mehr. Mich erstaunt es auch immer wieder, wie sehr gerade Leute Ü40 so sehr auf der Suche nach einer Clique etc. sind. Sicherlich, der Mensch ist ein geselliges Wesen, aber sich nur über einen Freundeskreis zu definieren... Ich weiß nicht.... Inzwischen gehe ich lieber alleine ins Kino oder in Ausstellungen oder Konzerte, weil ich den Ort des Geschehens bei Nichtgefallen einfach verlassen kann - ohne mich irgendwem erklären zu müssen.
Nach der Trennung von meinem inzwischen Ex-Mann brachen auch etliche Kontakte weg. Es stellte sich heraus, dass sie von seiner Fremdgeherei wussten und diese auch deckten. Eine Frau, die ich im Laufe der Zeit und vor allem im Trennungsjahr als Freundin schätzte, benutzte mich als Alibi für ihre eigene Fremdgeherei - der Kontakt ist quasi seit drei Jahren eingeschlafen. Sowas brauche ich nicht.
Ich kenne hier im Ort etliche Leute durch meine Kinder und meine Arbeit. Aus dem Vereinsleben halte ich mich inzwischen raus - die Cliquenwirtschaft der "Eingeborenen" beäugt jeden sich vertiefenden Kontakt argwöhnisch.
@Seesturm hat es übrigens sehr schön geschrieben, danke.
 
  • #16
Also wer in der heutigen Zeit "einsam" ist, ist selbst Schuld, es sei denn man lebt auf dem Mond oder kann aufgrund körperlichen Beschwerden nicht das Haus verlassen.

Das Internet bietet viele Kontaktstellen und da meine ich nicht Partnersuche, sonderen Foren zum wandern, verreisen etc. in Singlegruppen. Dann Vereine, VHS-Kurse, überall wo Menschen sich treffen für ein gemeinsames Projekt.

Beruflich lernte ich ab Mitte 30, als sich der alte Freundeskreis total aufgelöst hatte nach und nach neue Leute kennen. Nicht unter Kollegen, aber durch Kunden, welche mich zu Events, Festen, Feiern einluden, dort traf ich auf andere Leute und so ergaben sich Kontakte über gemeinsames schwimmen gehen im Schwimmbad, Reitsport, radeln, Städtetouren zum shoppen usw,. allerdings Altersgruppen quer Beet von 27-67 Jahren. Ich gehe weder nach sozialem Status, noch Alter oder Familienstand, es muss einfach die Wellenlänge stimmen.

So belaufen sich meine sozialen Netzwerke über junge Leute Mitte 20 (könnten meine Kinder sein) aber ich verstehe mich blendend mit denen, über verheiratete Paare mit und ohne Kinder, geschiedene und verwitwete Frauen und ein paar Leute aus der Verwandtschaft.

Man sollte nur kommunikativ und vielseitig sein, dann klappt das und vor allem auf Leute zugehen, sich zu denken, lass die mal kommen, ist bei Suche nach Freunden der falsche Weg.