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Gast

  • #1

Verbittert durch Dating-Erfahrungen?

In den letzten Wochen und Monaten nach meiner letzten Beziehung hatte ich einige Dates mit Frauen bei denen ich etwas festgestellt habe, was mir zwei Freundinnen mehr oder weniger bestätigt haben:

Ich würde mich als lieb, ehrlich, humorvoll, offen, hilfsbereit, etwas naiv, ehrgeizig, verbindlich und etwas verkopft und deswegen manchmal kompliziert beschreiben. Das finde ich alles so für mich gut, wenn auch feminine Züge dabei sind und es macht meinen Charakter aus, mein Umfeld mit Freunden, Familie und dem Erfolg im Beruf.

Bis auf eine einzige Frau habe ich mit dem Verhalten der Frauen und teilweise auch direkter Aussage dieser aber durch die Bank die Erfahrung gemacht, dass sobald ich meinen Charakter mit oben beschriebenen Eigenschaften zeige und kein kalter Typ bin, ich relativ schnell auf negative Rückmeldung der Frauen stoße oder es einschläft. Eine Frau sagte mir sogar mal, dass es die Frau ist, die das Recht hat kompliziert zu sein und der Mann ihr bei ihren Probleme zuhören müsse (egal ob er es gleich wieder vergisst) und nicht er selbst so sein darf.

Die zwei Freundinnen von mir sagten, dass das eigentlich ein typisches Problem von Frauen in ihrem Umfeld ist. Deswegen haben sich nach Enttäuschungen mit Männern viele von ihnen auf total unverbindliches Kennenlernen, Mehrgleisigkeit, möglichst wenig Offenheit und Sensibilität und das "Willst du gelten, mach die selten"-Spiel eingestellt. Man könne ja später so sein, wie man wirklich ist.

Das Beschriebene habe ich bei fast jeder Frau in den letzten Monaten genauso mit voller Breitseite abbekommen, mit dem Ergebnis ihrer Zurückweisung oder meinem Abbruch, weil ich das Selten/Gelten-Spiel nicht mitmache.

Ich merke aber gerade in den letzten Wochen, dass mich das auch etwas verbittert und ich neuen Personen in meinem Leben viel misstrauischer begegne, was ich sehr, sehr schade finde, ich will mich davon eigentlich nicht "anstecken" lassen.

Kennt ihr das Problem? Wenn ja, wie geht ihr damit um?
 
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  • #2
Lieber FS,

ich (w) habe fast die gleiche Erfahrung gemacht wie Du. Bin noch nicht so lange wieder Single und bin eigentlich ein ganz offener Mensch, Dennoch verhalten sich bei mir die Männer ähnlich, wie Du es beschrieben hast. Wenig Offenheit, Oberflächlichkeit, Mehrgleisigkeit, Unverbindlichkeit und das "Willst Du gelten mach Dich selten" Spiel kenne ich mittlerweile auch. Ein Mann hat zugegeben, dass er verbittert und frustriert ist, sein Messlatte an eine neue Frau hängt mittlerweile unerfüllbar hoch. Er ist jahrelang Single.

Ich habe mir jedenfalls vorgenommen, bei der ganzen Partnersuche mir selber treu zu bleiben. Hoffentlich funktioniert das auch. Etwas Angst habe ich auch davor, irgendwann nach vielen Enttäuschungen total frustriert und oberflächlich zu werden.

Vielleicht hilft dann eine Dating-Pause und viel Kontakt zu "normalen" Menschen, die nicht gerade auf Partnersuche sind.
 
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Gast

  • #3
Ja, das kenne ich. In einem solchen Fall finde ich es am sinnvollsten, wenn Du eine gewisse Zeit mit Dates aussetzen tust. Denn wenn Du verbittert bist und schon mit negativen Gefühlen in die Dates gehst, wird es bestimmt nichts.

Trotzdem möchte ich Dir den Tipp geben, nicht ständig danach zu fragen, weshalb diese Dates schief gelaufen sind und ob Du Fehler gemacht hast. Denn wenn Dates nicht funktionieren, hat es meistens damit zu tun, dass es einfach nicht passt. Das heisst, Du hast die Richtige einfach noch nicht getroffen.
 
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Gast

  • #4
Früher habe ich das Dating Spiel noch mitgespielt, aber inzwischen ist mir das zu albern.
FS, die Frauen die du beschreibst sind für mich die typischen Tussis und persönlich verliere ich, sobald eine Frau anfängt in irgendeiner Form tussihaftes Verhalten an den Tag zu legen jegliches Interesse an ihr da ich weiß, dass so eine Frau überhaupt nicht zu mir passen würde.
Es gibt genug Männer, die über ein solches Verhalten von Frauen hinwegsehen können. Im Freundekreis wird dann etwas gejammert aber im großen und ganzen sind sie mit dem Status quo zufrieden. Ob du so ein Mann sein willst, musst du für dich selbst entscheiden.
 
  • #5
Ich bleibe mir selber treu. Weil ich diese Art am besten finde. Auch von außen betrachtet.
Wenn das trotzdem den Frauen nicht gefällt - na, dann halt eben nicht.

Selbst unverbindliche Gespräche "von Mensch zu Mensch" ist mir als Mann mit Frauen weniger möglich, als früher.
Vielleicht wird man(n) pauschal verdächtigt, man wolle die Frau nur zum Sex rum kriegen ?
Aber für den Sex (ggf. deren Seitensprung) sieht man ihnen nicht sexy genug aus ?

Aber einmal meine rotzfrechen, sexistischen Sprüche im Supermarkt -die kamen dort bei den Frauen an.
Sogar bei Frauen über 60+.
Soll man so als Mann sein ? ggf. jeden Tag in einer Partnerschaft ? Weil man sonst ihnen nicht gefällt ? *würg*
(Ich stand nur mit einer Schachtel Eier an der Kasse, und wurde von Allen vorgelassen. Dabei fielen mir zufällig lauter freche Sprüche dazu ein)

Eine Frau (geschätzt 40+) sprach mich im Cafè an., und wollte mich vermutlich zum ONS abschleppen.
Aber schon mein erster Satz (freundlich, wohlmeinend) schien sie abzutörnen, und sie verschwand unter einem gelogenen Vorwand.
Ich würde mich als lieb, ehrlich, humorvoll, offen, hilfsbereit, etwas naiv, ehrgeizig, verbindlich und etwas verkopft und deswegen manchmal kompliziert beschreiben. Das finde ich alles so für mich gut, wenn auch feminine Züge dabei sind
Tja, ..... und schon hast du bei den meisten Frauen verloren. Damit gilt man als "Klein-Doofie = der mit der hilfsbereiten Bohrmaschine"

Man darf als Mann heutzutage nie sein, wie eine Frau. Nicht ein klitzekleines Stück.

Ich bin im Verein ganz böse angeeckt, weil ich mich für Geschirrspülmaschinen für den Verein interessierte und einsetzte. Schon das scheint ein reines Frauenthema zu sein.

Ich nenne auch bei keiner Frau mehr, wie gut und gerne ich mit Kindern umgehe. Selbst wenn die Date-Partnerin x-Kinder hat. Scheint inzwischen auch ein reines Frauenthema zu sein = für Männer verboten ?

Ich finde es zum kotzen, wenn man sich Gedanken machen muß, über was man sich mit einer Frau nicht (mehr) unterhalten darf. Weil sie dies nur bei Frauen akzeptieren, aber nicht bei Männern.

Am besten, man sagt wenig über sich, und lässt die Frau sich ihr eigenes Urteil bilden - macht sie ja sowieso. Bei Dates scheint mir: Alles was man sagt, kann auch gegen Einen verwendet werden.

Also nicht lange grübeln - ab zur nächsten Frau.
Wenn man zwei Frauen pro Woche datet - dann hat man seine Partnerin nach einem Jahr gefunden ?
*puh* - stressig. Aber so scheints mir inzwischen.
 
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Gast

  • #6
Ich finde es zum kotzen, wenn man sich Gedanken machen muß, über was man sich mit einer Frau nicht (mehr) unterhalten darf. Weil sie dies nur bei Frauen akzeptieren, aber nicht bei Männern.
Diese Gedanken muss man sich doch gar nicht machen, oder würdest du ernsthaft eine Beziehung in Betracht ziehen mit einer Frau bei der du auf der Hut sein musst, was du sagst?

Was es meiner Meinung so schwierig für unsereiner macht eine Partnerin zu finden ist, dass Frauen die diese Verhaltensweisen nicht an den Tag legen a) bereits vergeben b) eher unscheinbar c) rar und d) weniger unter Leute gehen oder zumindest nicht an die Orte wo ich bin.
 
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Gast

  • #7
Meiner Meinung nach solltest Du wirklich mit der Daterei eine kleine Pause einlegen, bevor Du noch verbitterst und Frauen nur noch mit Misstrauen begegnest und in dieser Zwangspause kannst Du mal Dein Beuteschema gründlich überdenken. Die Damen, die Du triffst sind einfach nur oberflächliche Tussis, die man an jeder Strassenecke findet.

w
 
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Gast

  • #8
Hola,

hmm, ich bin überrascht wie viele Menschen so negative Erfahrungen auf Portalen gemacht haben.
Auch wenn es mir keiner glaubt, ich habe auf Singleseiten oder Communities keine so extreme Probleme.

In meinem Profil steht klipp und klar was fernbleiben kann. Zb. Affären , irgendwelche Spiele u.ä.
Viele konnten nicht lesen, aber schreiben.
Mittlerweile habe ich wohl die richtigen Worte gefunden und es funktioniert. Oft werde ich deswegen schon angeschrieben.
Es wird zwar ein bissel ruhiger, aber dafür habe ich vorselektiert.
Was Gespräche betrifft, funktioniert es eigentlich gut.
Bin eher der unkonventionelle, freche Typ.
Was ich aber wichtig finde, ohne künstliches Gehabe etc.
Die Männer sind recht entspannt, wenn sie merken...die interpretiert nix rein, erwartet nichts...anderseits aber auch enttäuscht weil sie sich mehr erhoffen-da helfen oft auch keine klaren Ansagen.:-\

Dieses ich mach mich ja sowas von rar finde ich furchtbar.
Wenn ich die Faxen voll hab, nutze ich den logoutbutton.

Daher bin ich von Dating-Erfahrungen nicht verbittert.
Habe auch einige Dates erlebt, die teilweise so aussergewöhnlich waren (positiv/negativ), aber es löst eben keine Verbitterung aus.
Vielleicht liegt es daran, ich suche nicht wirklich online bzw erwarte nicht, dass ich dort den welchen finde. Bin eher für offline.
Sollte es dann doch passieren, würde es mich weghauen.:D
Viell. hilft:
In diese virtuelle Welt nicht allzu tief versinken, da leider nicht alle das gleiche Ziel haben oder sorry, einige verpeilt sind.(längere Pausen sind auch oft entspannend- man verpasst selten auf diesen Seiten etwas)
Meinen sie müssten beim nächsten den Spieß umdrehen(weil sie verschaukelt wurden) und wundern sich, warum nichts klappt.
Also Männers, es gibt auch Frauen die noch entspannt sein können.;)))
 
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Gast

  • #9
Verbittert bin ich (noch) nicht durch online-Dating-Erfahrungen, doch ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass man ein sehr dickes Fell braucht und jeder Sinn für Romantik abhanden kommen kann. Weil ich aber romantisch veranlagt bin und mich coole Mehrgleisigkeit nicht glücklich machen kann, werde ich nach Ablauf meines Abos kein Online-dating mehr betreiben. Sonst werde ich verbittert, ja: Als sehr attraktive, liebevolle und humorvolle Frau, die leider oft lange arbeiten muss, werde ich schon irgendwann und irgendwie im Leben eine neue Liebe erleben. Mein Abo läuft leider noch ein halbes Jahr, meine Motivation, wirklich über das Portal noch jemanden zu treffen geht gegen Null.......(W)
 
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Gast

  • #10
Es ist recht schwierig aufgrund deiner Fragestellung zu beschreiben, wie du dich effektiv verhältst. Ich glaube hier geht es nicht im geringsten um ein "darf man das" oder "wie soll ein Mann sein". Denn dafür gibt es heutzutage eine ganze Palette an Möglichkeiten und die verschiedensten Frauen werden die verschiedensten Erwartungen haben. Da hast du vielleicht die richtige noch nicht gefunden.

Ich frage mich allerdings schon was du unter "dich selber sein" verstehst und ob du deine neuen Bekanntschaften nicht abschreckst.
"Sich selber sein" ist so ein Dogma der modernen individualistischen Gesellschaft und wir glauben dran, dass wenn wir das nur schaffen, wir nie mehr irgend eine Krise oder Konflikt erleben werden. das ist aber, wie gesagt, mehr ein moderner Glaubenssatz als eine Tatsache mit Hand und Fuss.
Ich könnte mir zwei Szenarien vorstellen:
1. Du bist "dich selber" und die Frauen, denen du bis jetzt begegnet bist, merkten dann halt nach einiger Zeit, dass ihnen diese Person nicht gefällt. Das ist das Pech bei der Partnersuche das eben passieren kann.
2. Du hast nach kurzer Bekanntschaft schon den Anspruch, dich in der Kommunikation/Beziehung mit der Frau total hängen lassen zu dürfen. Alle deine negativen Eigenschaften einfach auszuleben, sie als Kummerkasten zu benutzen, unangenehme Gewohnheiten beibehalten usw. Mit der Logik "ich bin nur mich selber" testest du die Frau ob sie auch deine allerunangenehmsten Seiten toleriert. Das ist, mit Verlaub gesagt, respektlos.

Wenn mir ein Mensch begegnet, dann gehe ich zwar davon aus, dass er auch negative Seiten hat, denn die haben wir alle. Gleichzeitig erwarte ich aber doch ein Stück weit von meinem Gegenüber - egal ob potentieller Partner, Arbeitskolle oder Fremder auf der Strasse - dass er mir das zusammen sein mit ihm auch aktiv versucht angenehm zu machen. Ich tue schliesslich dasselbe.
Wenn ich eine negative Eigenschaft von mir selber kenne - "kompliziert" gehört zum Beispiel manchmal auch dazu - heisst das, dass ich mich selber akzeptiere damit, mich nicht fertig mache deswegen, aber auch weiss, inwiefern das schwierig sein kann für mein Gegenüber. Ich erwarte zwar, angenommen zu werden so wie ich bin - aber ich trage auch dazu bei, indem ich meine eigenen negativen Eigenschaften so weit wie möglich kenne und versuche mich so zu verhalten, dass das für andere Menschen auch erträglich ist.
Es ist eine gegenseitige Sache und ich unterstelle dir jetzt einfach mal, dass du das nicht verstanden hast. Du bist entweder zu egozentrisch oder zu faul, um zu versuchen deine negativen Eigenarten soweit zu managen, dass dein Gegenüber auch damit umgehen kann - oder zu bedürftig und du veranstaltest einen Beziehungs"test", indem du dich komplett gehen lässt und davon ausgehst, dass nur eine Frau, die das aushält, dich wirklich liebt.
 
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  • #11
Hier der FS:

Es beruhigt mich zunächst mal, dass ich nicht der einzige bin, dem es mit der Gefahr der Verbitterung so ergeht und der die Erfahrung gemacht hat, dass man für Singlebörsen-Dating ein weitaus "dickeres Fell" braucht.

Ich habe mir natürlich auch schon Gedanken gemacht, eine Pause einzulegen, werde nachdem ich eure Beiträge gelesen habe, das Ganze jedoch vorerst "nur" etwas zurückfahren. Meine letzte und noch sehr frisch Erfahrung bei dem Thema war leider eine unnötige Lüge (Frau drückt mich nach unserem Date von sich aus überraschend mehr als herzlich und sagt mir mit einem Lächeln ins Gesicht "Ich melde mich bei dir", mittlerweile seit über einer Woche Funkstille), die in mir schon die Skepsis gegenüber einem halbwegs sauberen Charakter neuer Date-Kontakte wachsen lassen hat.

Wenn ich eine negative Eigenschaft von mir selber kenne - "kompliziert" gehört zum Beispiel manchmal auch dazu - heisst das, dass ich mich selber akzeptiere damit, mich nicht fertig mache deswegen, aber auch weiss, inwiefern das schwierig sein kann für mein Gegenüber. Ich erwarte zwar, angenommen zu werden so wie ich bin - aber ich trage auch dazu bei, indem ich meine eigenen negativen Eigenschaften so weit wie möglich kenne und versuche mich so zu verhalten, dass das für andere Menschen auch erträglich ist.
Dein Fernurteil über mich fußt auf einer recht dünnen Grundlage, wenn du mir das hier Zitierte so vehement absprichst. Ich sehe mir Verhalten des Gegenübers, das in Konfrontation zu einer meiner Eigenschaften (Verlässlichkeit, Ehrlichkeit, Offenheit) steht, aus Toleranz, Rücksicht auf die Bedürfnisse des Gegenübers und einem kleinen Vertrauensbonus des bisherigen, angenehmen Kontaktes an, aber wenn wie ich mir wie in einem Fall mehrere Absagen zu Treffen einhandle, nicht telefoniert werden will, die Person aber gleichzeitig ihr Interesse an "lockerem" Kennenlernen beteuert, und das dann bedeutet, dass man sich ohne Not wie Auslandsreisen oder ähnliches vielleicht mal in vier Wochen wieder sieht, halte ich es weder für "egozentrisch", noch für "faul", wenn ich dann eine klare Ansage mache und bei völliger Ignoranz meiner Bedürfnisse die Person aus meinem Bekanntenkreis entfernen. Zumindest ich lerne niemand kennen, in dem ich einmal im Monat mein Schönes-Date-Gesicht aufsetze. Im Grunde trifft das von dir Kritisierte, die Ignoranz beidseitiger Bedürfnisse, also eher auf mein Gegenüber zu. Ich habe nur gelernt, sowohl meine Gefühle als auch Bedürfnisse RESPEKTVOLL zu kommunizieren. Das ist eine Offenheit, die so manchem der "Locker"-Fraktion sauer aufstößt.
 
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  • #12
Hallo FS,
wenn sich Verbitterungstendenzen, Dauerfrust und ähnliche negative Gefühle zeigen, ist die Zeit für eine längere Pause hinsichtlich Onlinedating gekommen.
 
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  • #13
Dein Fernurteil über mich fußt auf einer recht dünnen Grundlage, wenn du mir das hier Zitierte so vehement absprichst. Ich sehe mir Verhalten des Gegenübers, das in Konfrontation zu einer meiner Eigenschaften (Verlässlichkeit, Ehrlichkeit, Offenheit) steht, aus Toleranz, Rücksicht auf die Bedürfnisse des Gegenübers und einem kleinen Vertrauensbonus des bisherigen, angenehmen Kontaktes an, aber wenn wie ich mir wie in einem Fall mehrere Absagen zu Treffen einhandle, nicht telefoniert werden will, die Person aber gleichzeitig ihr Interesse an "lockerem" Kennenlernen beteuert, und das dann bedeutet, dass man sich ohne Not wie Auslandsreisen oder ähnliches vielleicht mal in vier Wochen wieder sieht, halte ich es weder für "egozentrisch", noch für "faul", wenn ich dann eine klare Ansage mache und bei völliger Ignoranz meiner Bedürfnisse die Person aus meinem Bekanntenkreis entfernen. Zumindest ich lerne niemand kennen, in dem ich einmal im Monat mein Schönes-Date-Gesicht aufsetze. Im Grunde trifft das von dir Kritisierte, die Ignoranz beidseitiger Bedürfnisse, also eher auf mein Gegenüber zu. Ich habe nur gelernt, sowohl meine Gefühle als auch Bedürfnisse RESPEKTVOLL zu kommunizieren. Das ist eine Offenheit, die so manchem der "Locker"-Fraktion sauer aufstößt.
Hi, ich bin's nochmal.
tut mir leid wenn ich dir auf die Füsse getreten bin.
Bloss: Ich verstehe was du meinst - jetzt, nachdem ich das ca. 4 mal durchgelesen habe, und ich bin nicht blöd und der deutschen Sprache durchaus mächtig (immerhin Akademikerin). "Kompliziert" ist offenbar noch gar kein Wort dafür. Schau mal, du gehst offenbar "respektvoll" und "offen" mit deinem Gegenüber um, das ist schön. Auf den Punkt bringst du aber nicht wirklich, was du sagen willst. Das wirkt dann auch nicht "offen", auch wenn es das dem Inhalt nach ist.
Dazu kommt dass du das Thema von deiner ursprünglichen Frage her jetzt offenbar geändert hast.
Es ist nicht ganz einfach, deinen Gedankengängen zu folgen. Damit musst du leben, oder versuchen es zu ändern, um besser kommunizieren zu können. Was erwähnte unverbindliche Dame betrifft, so lass dich doch von einem Einzelfall nicht fertig machen.
 
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  • #14
Hi, ich bin's nochmal.
tut mir leid wenn ich dir auf die Füsse getreten bin.
Bloss: Ich verstehe was du meinst - jetzt, nachdem ich das ca. 4 mal durchgelesen habe, und ich bin nicht blöd und der deutschen Sprache durchaus mächtig (immerhin Akademikerin). "Kompliziert" ist offenbar noch gar kein Wort dafür. Schau mal, du gehst offenbar "respektvoll" und "offen" mit deinem Gegenüber um, das ist schön. Auf den Punkt bringst du aber nicht wirklich, was du sagen willst. Das wirkt dann auch nicht "offen", auch wenn es das dem Inhalt nach ist.
Dazu kommt dass du das Thema von deiner ursprünglichen Frage her jetzt offenbar geändert hast.
Es ist nicht ganz einfach, deinen Gedankengängen zu folgen. Damit musst du leben, oder versuchen es zu ändern, um besser kommunizieren zu können. Was erwähnte unverbindliche Dame betrifft, so lass dich doch von einem Einzelfall nicht fertig machen.
Ach, nein, du bist mir überhaupt nicht auf den Fuß getreten, du bist mit deiner Beschreibung von einem Mensch, der von anderen sofortige 100%-Akzeptanz auch seiner schwierigen Seiten erwartet, bloß meiner Meinung nach an der Realität vorbeigeschossen ;)

Ich kann meine Grundfrage gerne nochmal zusammenfassen:

Mit Ehrlichkeit, Offenheit, Zuverlässigkeit, Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft bin ich fast nur bestraft worden und an Frauen geraten, die einen belügen, hinhalten, mehrgleisig fahren und unzuverlässig und unverbindlich sind und das "Rar machen"-Spiel spielen. Sobald jemand anfängt sich so zu verhalten, bin ich tolerant und warte etwas, dass die Person ihr Verhalten ändert, sage aber dann früh genug ehrlich heraus, dass ich mich damit beim Kennenlernen nicht wohl fühle. Sobald ich das machte, kam bisher von den Frauen der Vorwurf ich sei zu kompliziert, besonders als Mann dürfe ich nicht so sensibel sein.

In den letzten Wochen hat sich deswegen mein Verhalten schleichend und unentdeckt verändert: Ich bin zunehmend misstrauischer, fordernder und weniger offen. Mein gesunder Optimismus und der Glaube an gute Menschen beim Dating sind richtig erschüttert worden und ich will eigentlich meine positive Einstellung nicht durch solche Leute kaputt gehen sehen.

Kennt jemand das Problem und wenn ja, wie geht ihr damit um?
 
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  • #15
...an Frauen geraten, die einen belügen, hinhalten, mehrgleisig fahren und unzuverlässig und unverbindlich sind und das "Rar machen"-Spiel spielen. Sobald jemand anfängt sich so zu verhalten, bin ich tolerant und warte etwas, dass die Person ihr Verhalten ändert, sage aber dann früh genug ehrlich heraus, dass ich mich damit beim Kennenlernen nicht wohl fühle. Sobald ich das machte, kam bisher von den Frauen der Vorwurf ich sei zu kompliziert, besonders als Mann dürfe ich nicht so sensibel sein.

Kennt jemand das Problem und wenn ja, wie geht ihr damit um?
Mir fallen, nach einer Pause, die du einlegen könntest, zwei Möglichkeiten ein:

1. Du vergisst die Erfahrungen und probierst es mit anderen, die evtl. besser mit dir umgehen können und besser zu dir passen.

2. Wenn sich die Erfahrungen bei verschiedenen Frauen wiederholen: Du versuchst, es ernst zu nehmen, was diese Frauen sagen, wenn sie z. B. deine Sensibilität oder Kompliziertheit kritisieren. Du kannst doch nur entweder weitersuchen, oder dich verändern, um mit den Frauen klarzukommen.

Ich finde, dass man versuchen kann, den Vorwurf der Frauen zu verstehen. Ich gehe davon aus, dass sie noch nicht überzeugt waren von dir - daher wollten sie mehrgleisig fahren. Du kannst ihnen doch aufgrund ihres mangelnden Gefühles dir gegenüber keinen Vorwurf machen. Sie fühlen nunmal so. Die Alternative zum Mehrgleisigfahren ist der sofortige Kontaktabbruch mit dem Ergebnis, dass du die meisten Frauen gar nicht erst kennenlernst.

Du kannst deine Dates als Chance nutzen, innerhalb derer sich deine Datepartnerin in dich verlieben KANN. Hinterherlaufen und kompliziert sein macht aber nunmal nicht verliebt! Wenn sie sich erst einmal mit dir trifft, eröffnet dir das die Gelegenheit, ihr näher zu kommen, aber das funktioniert niemals über Forderungen oder Betteln.

Du schreibst, du sagst ehrlich, was dich am Verhalten der Frau stört. Du musst aber berücksichtigen, dass sie es nur ändert, wenn sie emotional dazu motiviert ist. Wenn du beginnst, sie zu bedrängen oder zu nerven, wird sie nichts ändern, sondern keinen Kontakt mehr haben wollen. Zuneigung muss freiwillig kommen. Es nützt nichts, darüber zu reden, wie man es gerne hätte, es ist immer noch ihre Sache, ob sie die Gefühle teilt. Und die Frauen sind nicht böse, aber sie wünschen sich eben auch, glücklich zu sein, und du vermittelst ihnen dieses Gefühl bisher nunmal nicht, was sich bei weiteren Bekanntschaften vielleicht noch ändern wird.
 
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Gast

  • #16
Hallo FS

Mir geht es genauso wie dir.
Der Eingangspost könnte glatt von mir sein.
Wenn ich mal wieder einen Korb erhalten habe, sage ich mir immer wer nicht will der hat schon und die Frau wird schon den Mann bekommen den sie verdient.
Mitlerweile bin ich auch zu der Überzeugung gelangt, dass Frauen unfähig sind Fehleinschätzungen zuzugeben.
 
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Gast

  • #17
Kennt jemand das Problem und wenn ja, wie geht ihr damit um?
Ja, das Problem kannte ich und hab auch versucht das Spiel mitzuspielen. Aber dafür bin ich einfach nicht geschaffen.
Daher, sobald ich bei einer Frau in der Kennenlernphase Verhaltensweisen bemerke die zu meinem Bild einer möglichen Partnerin nicht passen ziehe ich mich mit einem "wir passen nicht zueinander" zurück. Das ist manchmal nicht ganz einfach, schließlich wünschen wir uns alle eine Beziehung.
Aber sei ehrlich, würdest du mit einer Frau, die meint Spielchen spielen zu müssen alt werden? Ich nicht. Und solche Verhaltensweisen werden sich nicht ändern, sie sind zu sehr mit dem Charakter bzw. dem Wesen eines Menschen verknüpft. Allenfalls Schicksalsschläge vermögen das und das ist auch nichts was man anderen wünscht.
 
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Gast

  • #18
Der FS:

@Gast #14:

Mit der Frage nach Ungeduld und Erzwingen von Gefühle habe ich mich schon beschäftigt. So bin ich nicht. Es ist normal, dass Menschen emotional nicht gleichschnell und erzwungene Gefühle völlig wertlos sind. Ich erwarte da auch nichts. Jedoch erwarte ich in so einer Situation Folgendes:

Ehrlichkeit und Offenheit.

Ich es in so einem Fall bei Interesse an weiterem Kennenlernen für notwendig, dass man darüber spricht: Der eine sollte fair und ehrlich sein und zeigen, was er empfindet und dass er nicht (be)drängt. Der andere sollte genauso offen und ehrlich sein und seine Bedürfnisse nach mehr Zeit artikulieren. Meine letzte Freundin hat genau das gemacht. Sie hat mir gesagt, dass sie meine Gefühle respektiert, mich als Menschen sehr schätzt und sich mehr Zeit zum Kennenlernen wünscht. Die Zeit hat sie sich auch genommen ohne noch drei andere zu treffen, das wäre unglaubwürdig. Und dann war jeder meiner Zweifel beseitigt, meine ganzen Gedanken verflogen und wir hatten einfach eine wundervolle Zeit.

Was mir aber in den letzten Monaten bei einem Teil der Frauen passiert ist:

Statt mit mir offen zu sprechen, haben sie angefangen zu lügen, hinzuhalten, unzuverlässig zu werden, mehrgleisig zu fahren und das "Rar machen"-Spiel zu spielen. Habe ich dann von mir aus gesprochen, kam, dass ich zu sensibel, zu kompliziert sei und zu viel denken würde.

Zwei Erklärung, die mir Frauen im Freundeskreis gegeben habe, keine Ahnung, ob sie zutreffen:

A) Manche Frauen wollen nach schlechten Erfahrungen ein möglichst unverbindliches Kennenlernen und bloß keine Schwäche durch Offenbarung ihrer momentanen Gefühlslage zeigen.

B) Manchen Frauen lassen sich stark von ihren Gefühlen leiten, ohne sich dieser aber bewusst zu sein und dann kommt jemand wie ich, der sich seine Emotionen sogar so stark vergegenwärtigen kann, dass er sie genau ausdrücken kann. Das beängstigt und bedrängt sie dann unterbewusst sehr stark.

Mittlerweile habe ich begriffen, dass ich mit meinem Wesen eine selbstbewusste aber ebenso emotional verständnisvolle Frau brauche. Dieser Typ Frau begegnet mir in Single-Form aber nur selten im Alltag und beim Dating schon gar nicht. Letzteres mag daran liegen, dass ich als, m30, mit Ausstrahlung voller Zufriedenheit in einem "trendigen" Job nach dem Studium, meiner weichen Optik, die bei einem Teil gut ankommt und meiner Freizeit als sehr aufgeschlossener und sozialer Bar- und Club-Besucher meistens in Kontakt mit Frauen zwischen 19 und 25 komme und die vielleicht noch gar nicht auf einer solche Ebene mit beiden Beinen auf dem Boden denken wollen? Die vielleicht keinen solchen, tiefsinnigen Mann hinter dem ersten Eindruck erwarten? Ich will aber mein schönes Leben und meine Interesse nicht zwanghaft anpassen, bloß um meine Chancen zu steigern, eine Frau zu finden, die nicht nur optisch einladend ist, sondern auch innerlich zu mir passt. Umso mehr beginnen mich aber gleichzeitig meine Erfahrungen runterzuziehen.
 
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Gast

  • #19
Jedoch erwarte ich in so einer Situation Folgendes: Ehrlichkeit und Offenheit.

Ich es in so einem Fall bei Interesse an weiterem Kennenlernen für notwendig, dass man darüber spricht: Der eine sollte fair und ehrlich sein und zeigen, was er empfindet und dass er nicht (be)drängt. Der andere sollte genauso offen und ehrlich sein und seine Bedürfnisse nach mehr Zeit artikulieren.
Damit erwartest du sehr viel. Es sind Erwartungen, die häufig aus der "schwächeren", sprich emtional stärker involvierten Situation gestellt werden. Ob du selbst so offen kommunizieren würdest, wenn eine Frau dich stärker mag als umgekehrt, bleibt offen. Du wirst jetzt wahrscheinlich sagen, dass du dies tust. Meine Erfahrung zeigt mir aber, dass die Maßstäbe an sich selbst nicht so hoch angelegt werden, ohne dass die meisten Menschen dies überhaupt merken, da die eigene Moral auf den eigenen Gefühlen beruht.

Ich persönlich halte von den Erklärungen deiner Freundinnen nicht viel. Ich denke, dass all diese emotionalen Probleme keine Rolle spielen, wenn man verliebt ist. Ich würde das Verhalten der Frauen schlicht auf Egoismus zurückführen. Sie haben auch ein Recht auf diesen Egoismus. Auch, wenn du sagst, dass du sie nicht bedrängst, bist du derjenige, der Verbindlichkeit erwartet. Die entsprechenden Frauen erwarten jedoch nichts dergleichen, da ihnen die Situation zunächst relativ egal zu sein scheint. Sie haben noch andere an der Angel und leiden vielleicht wegen eines ganz anderen Mannes.

Wenn du eine Erwartung stellen möchtest, und auch Ehrlichkeit und Verbindlichkeit ist eine Erwartung, musst du zunächst einmal etwas geben. Sonst ist die Erwartung einseitig.

Ich habe Zeiten hinter mir, in denen ich einsam und voller Liebeskummer war. Ich habe dann auch verschiedene Männer getroffen, konnte mich aber nicht in sie verlieben, weil sie mir einfach nicht passten. Selbst wenn sie verletzt wurden durch mich, hielt ich mich immer noch für die insgesamt verletztere Person. Ich habe es überhaupt nicht eingesehen, mich mit den Verletzungen anderer zu beschäftigen. AUSSER sie interessierten sich für mich, ohne zu fordern, ohne etwas auf Partnerschaft zu lenken, ohne etwas zu wollen. Nur so schließe ich jemanden in mein Herz.

Wenn du Ehrlichkeit willst, dann kannst du diese erhöhen, indem du Akzeptanz signalisierst, z. B. Akzeptanz, dass eine Frau noch andere trifft. Denn sie möchte vor allem selbst glücklich werden, und sich nicht mit deinem Glück beschäftigen. Das mag hart klingen, aber so ist jeder, wenn er nur ehrlich zu sich ist, auch du. Du fragst hier, wie du das bekommst, was du willst. Du willst Ehrlichkeit, andere wollen größtmögliche Freiheit.

Deinen letzten Absatz verstehe ich nicht ganz. Er deutet auf das typische Passungsproblem hin. Entweder du passt dich deiner "Zielgruppe" an, oder du veränderst dich. So ist es immer.
 
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Gast

  • #20
Der FS:

@ Gast #18:

Ich verstehe ehrlich gesagt ernsthaft nicht, warum es viel Forderung sein soll, dass jemand ehrlich und offen ist. Warum soll das viel sein? Das ist doch die Basis von Vertrauen und wo kein sich langsam aufbauendes Vertrauen entstehen kann und Lüge und Verschlossenheit herrscht, da kein Kennenlernen. Warum sollte jemand nicht offen und ehrlich sein?

Ich kann dir aus Erfahrung sagen, dass ich in der umgekehrten Situation genauso handle, darum verbittert mich es ja so, dass man mir respektloser umgeht. Ich war zwei Mal beim Kennenlernen in der Situation, dass ich weniger oder kaum etwas für eine Frau empfand, sie aber schon. Dabei habe ich etwas über mich gelernt: Ich bin sensibel, habe aber kein Problem damit, den Mut aufzubringen, offen zu sprechen und mein Gegenüber nicht durch Schweigen und Auslaufen lassen im Ungewissen zu lassen.

Gegen parallele Treffen im frühen Stadium (ein, zwei Treffen) habe ich gar nichts, so lange das auch mindestens auf Nachfrage offen kommuniziert wird. Wer hier verbirgt, hat verloren, weil er sich meinen Vertrauens-Boden unter den Füßen weggezogen hat, da ihm egal ist, ob sie jemand verletzt, wenn sich beim Gegenüber erste Gefühle entwickeln.

Als ich zwei Mal parallel gedatet habe (jeweils nur 2 Frauen, auf mehr kann ich ich nicht einlassen, da ich mit der Person schon vorab viel Austausch betreibe, wenn sie auf Partner- und nicht Affären-Suche ist), habe ich das auf eine Nachfrage auch zugegeben. Wo keine Ehrlichkeit, da kein Kennenlernen.

Auch, wenn du sagst, dass du sie nicht bedrängst, bist du derjenige, der Verbindlichkeit erwartet.
Ich erwartet nur Ehrlichkeit und Offenheit. Verbindlichkeit kann ich gar nicht erwarten. Diese kommt entweder von selbst und die Frau passt zu mir oder sie kommt eben nicht von selbst und ich ziehe nach einer Ansprache meiner Bedürfnisse aber keiner Änderung einen Schlussstrich unter die Bekanntschaft.
 
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Gast

  • #21
Der FS:

@ Gast #18:

Ich verstehe ehrlich gesagt ernsthaft nicht, warum es viel Forderung sein soll, dass jemand ehrlich und offen ist. Warum soll das viel sein? Das ist doch die Basis von Vertrauen und wo kein sich langsam aufbauendes Vertrauen entstehen kann und Lüge und Verschlossenheit herrscht, da kein Kennenlernen. Warum sollte jemand nicht offen und ehrlich sein?
Ganz einfach: Weil es keinem Vorteil bringt! Du schreibst selbst, dass du nach Ansprache deiner Bedürfnisse, aber keiner Änderung, einen Schlussstrich unter die Bekanntschaft ziehst. Die Frau will es sich aber noch offen halten, ob sie einen Schlussstrich zieht. Also verschweigt sie zunächst ihre Parallelkontakte.

Die Basis von Vertrauen interessiert erst, wenn man sich des anderen sicher ist. Wenn man ihn bloß als Kumpel betrachtet, interessiert es einen nicht sonderlich, weil es einen Kumpel, den man noch nicht lange kennt, schlicht nichts angeht, ob man andere trifft. Ich wäre schon genervt, wenn du auf die Idee kommst, dass es dich etwas angeht, nur weil DU dich "so fühlst".

Hast du mit den Frauen schon geschlafen? Wie weit ging euer Kontakt? Wenn ich mich einfach so mehrmals mit einem Mann treffe, erteile ich ihm keine Auskunft über das, was ich sonst noch tue. Entweder er lernt mich locker kennen, oder er kann gerne den Kontakt beenden - das macht mir nichts und ist immer noch das kleinere Übel als zu jemandem ehrlich zu sein, der meint, er dürfe alles wissen. Ich frage mich, wie du überhaupt denken kannst, Ehrlichkeit sei eine geringe Forderung. Es ist doch klar, dass man seine Mitmenschen nicht alles fragen kann, sondern dass sie bestimmte Bereiche für sich behalten, die andere nichts angehen?

Ich weiß nicht, wie die Frauen zu dir standen. Wenn ich jemanden als Kumpel treffe, sage ich das z. B. nicht genau im voraus, da ich die Gesellschaft genieße, aber eben nicht "mehr" will. Warum sollte ich alle vertreiben, wenn ich ihnen gleich offen lege, dass es nicht mehr wird? Viele Freundschaften sind aus so einer Art Kennenlernen entstanden und die Männer wissen das inzwischen überhaupt nicht mehr, dass sie einmal mehr wollen, da ich sie nie direkt abgelehnt, sondern sie einfach als Kumpel behandelt habe. Ich habe es nie erlebt, dass von einem Mann deshalb ein Kontakt beendet wurde. Wenn er zu viel wollte, verlief es sich meist von selbst, weil mich das natürlich auch Dauer auch nervt.

Das, was du als "Auslaufen lassen" bezeichnest, kann auch einfach ein Vergessen sein, Vergessen zu antworten, sich keine Gedanken machen. Du musst schon genau artikulieren, wenn du über etwas Bescheid wissen willst. Ich für meinen Teil gehe schon ans Telefon und bin nicht zu feige für eine Antwort. Ich behalte mir Kontakte nur einfach für das, was mir gefällt. Wenn ich eine Freundschaft wünsche, lenke ich es in Richtung Freundschaft, so wie du deine Kontakte gerne in Richtung Beziehung lenken würdest. Ich tue das, womit es mir am besten geht.
 
G

Gast

  • #22
m40
Wer hier nur Freundschaften sucht, sollte sich doch bitte nicht bei EP anmelden. Dafür ist es nunmal nicht vorrangig vorgesehen. Einige hier im Forum klingen so, als ob sie viele Kontakte aufnehmen und ertsmal monatelang freundschaftlich unterwegs sind, was für Leute die ernsthaft einen Partner suchen natürlich nicht schön ist und Zeit kostet, die man lieber mit jemanden verbringt, welche ernsthaft suchen.
 
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Gast

  • #23
m40
Wer hier nur Freundschaften sucht, sollte sich doch bitte nicht bei EP anmelden. Dafür ist es nunmal nicht vorrangig vorgesehen. Einige hier im Forum klingen so, als ob sie viele Kontakte aufnehmen und ertsmal monatelang freundschaftlich unterwegs sind, was für Leute die ernsthaft einen Partner suchen natürlich nicht schön ist und Zeit kostet, die man lieber mit jemanden verbringt, welche ernsthaft suchen.
Es geht ja hier nicht nur um Kontakte, die man über EP sucht. Der FS sprach unter anderem von einem Kennenlernen in Kneipen. Und ich werde es mir immer offen halten, eine Freundschaft einzugehen, wenn es für mehr nicht reicht, egal in welchem "Pool" ich Männer finde. Es geht auch gar nicht darum, was man sucht. Man kann nicht auf Kommando etwas suchen. Man trifft Menschen, und mit denen kann sich das eine oder andere ergeben. Es mag sein, dass manche damit nicht klarkommen, andere aber doch, und die werden ihre lockere Haltung natürlich nicht ändern. Das Aufnehmen vieler Kontakte ist förderlich, wenn man letztlich auch eine Beziehung wünscht. Von Zeitverschwendung im Zusammenhang mit Dates zu sprechen weniger. Und ich frage mich ernsthaft, wie manche darauf kommen, dass andere ihre Haltung ändern, nur weil diese ihnen nicht passt. Wenn du Angst um deine Zeit hast, musst du Strategien finden, wie du zielgerichtet vorgehst, die Frauen werden sich nicht ändern.
 
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Gast

  • #24
Der FS:

@Gast #20:

Um ein Missverständnis aufzuklären: Meine zur Verbitterung führenden Erfahrungen beziehen sich einzig auf Online-Dating und dabei schließe ich fast alles andere als die Partnersuche aus. Das kommuniziere ich auch, um jeder Person, die sich Kumpel-Freund-Partner-Optionen offen lassen will, sofort abzuwinken.

Zu deinen Aussagen:

Im Umgang mit mir ist es ein Irrglaube, durch Verschweigen von Parallelkontakten etwas offen zu halten. Wer meine Frage beantwortet - niemand ist verpflichtet, ich habe kein Recht, dies zu fordern! -, hält sich bei mir erst etwas offen. Natürlich besteht die Gefahr, dass ich absage, keine Antwort auf meine Frage kommt aber einer automatischen Absage gleich. Ob meine Frage die Dame nervt, ist mir egal, mich nervt ihre mangelnde Offenheit auch, trotzdem breche ich nicht nach dem Motto "take it or leave it" ab, sondern gehe erst auf sie zu und suche das Gespräch.

Die Basis von Vertrauen aufzubauen, interessiert von Anfang an, da ich über Singlebörsen keinen Kumpel suche. Ich suche ausschließlich nach einer Partnerin, wenn ich mich mit SB-Kontakten treffe. Ausnahme: Ich traf schon mal eine Frau zum gemeinsamen Hobby. Danach schrieben wir, ich sagte ihr offen, dass ich es nett fand, für mich aber nur eine Bekanntschaft in Frage kommt. Jetzt machen wir hin und wieder was, wenn wir in derselben Stadt sind.

Natürlich habe ich mit den Frauen, mit denen ich diese negativen Erfahrungen gemacht habe, nicht geschlafen, da ich nach einem Partner suche, weshalb Vertrauen vor Sex kommt. Ohne diese Basis geht es, genau bis zum ONS oder zur Affäre, für den Rest ist sie uninteressant. Ich fände es auch bizarr, mir mit einer Frau den Partnerschafts-Gedanken offen zu halten und dann mit ihr zu schlafen, obwohl sie nicht sagen will, ob sie noch andere trifft. Das betrifft jede Art von Zärtlichkeit: Ich kuschle, küsse oder schlafe doch mit keiner Frau (wieder ONS & Affäre ausgeklammert), wenn sie mir nicht sagt, ob sie noch andere Männer trifft. Nichts für ungut, aber: Igitt.

Eine Frage: Wenn du jemanden als Kumpel triffst (in einer SB?!), du aber merkst, dass er Gefühle für dich hat, was machst du dann? Wahrscheinlich nicht ansprechen? Bist du dann so egoistisch, dass dir egal ist, dass die Person durch die Aufrechterhaltung des Kontaktes von dir noch mehr Gefühle entwickeln könnte? Wenn ja: Genau wegen solchen Frauen musste ich dazu übergehen, (leider) lockeres Kennenlernen aus Singlebörsen im Keim zu ersticken. Langsam gern, aber nicht sobald es das grundsätzliche Interesse angeht. Ich geb mir doch keine Mühe, wenn Frau nicht mal weiß, ob sie einen Partner sucht.

Zum "Auslaufen lassen": Nach etwas Warten (Sie könnte mich ja wirklich mit dem Ziel Prüfung einer Partnerschaft treffen, es aber langsam angehen lassen wollen) artikuliere ich mein Bedürfnis, wissen zu wollen, ob sie nach einem Partner sucht. Das ist meine Strategie, meine Energie nicht an die falschen Frauen zu verschwenden.
 
G

Gast

  • #25
Eine Frage: Wenn du jemanden als Kumpel triffst (in einer SB?!), du aber merkst, dass er Gefühle für dich hat, was machst du dann? Wahrscheinlich nicht ansprechen? Bist du dann so egoistisch, dass dir egal ist, dass die Person durch die Aufrechterhaltung des Kontaktes von dir noch mehr Gefühle entwickeln könnte? Wenn ja: Genau wegen solchen Frauen musste ich dazu übergehen, (leider) lockeres Kennenlernen aus Singlebörsen im Keim zu ersticken. Langsam gern, aber nicht sobald es das grundsätzliche Interesse angeht. Ich geb mir doch keine Mühe, wenn Frau nicht mal weiß, ob sie einen Partner sucht.

1. Auf deine Frage: Nein, ich würde es nicht ansprechen, wenn ich das Gefühl habe, ein Mann entwickelt Gefühle. Ich erwarte von einem Mann, dass er in der Lage ist, dies selbst anzusprechen. Bei einem Mann, der meiner Meinung nach stark um seine Gefühle kreist, würde ich umso weniger Rücksicht nehmen, da ich dann automatisch beginne, mich selbst und meine eigenen Gefühle und Bedürfnisse (z. B. das nach ruhigem, unkompliziertem Kontakt) zu schützen, wenn ein anderer sehr emotional herüberkommt. Ich gehe darauf nicht ein, wenn ich das Gefühl habe, jemand beachtet seine eigenen Bedürfnisse stärker als meine. So handhabe ich das normalerweise. Ich antworte diesbezüglich allgemein und nicht nur spezifisch auf die SB-Situation bezogen, da sonst evtl. der Kommentar nicht gesendet wird.

2. Ich bin der Auffassung, dass man sich generell gegenüber anderen Menschen Mühe gibt, und nicht nur dann, wenn man als Partner in Frage kommt. Du scheinst das eben anders zu sehen, womit ich kein Problem habe. Wenn du oder ein anderer Mann ein lockeres Kennenlernen im Keim erstickt, stört mich das nicht weiter, dann lerne ich lieber andere Männer kennen. Das ist deine Sache, wie du damit umgehst.

3. Zu deiner Hauptfrage: Du musst eben wissen, ob du Frauen verstehst, die ähnlich denken wie ich, oder ob du nach weiteren, anderen Frauen suchst. Ich kann die Kritik deiner Datepartnerinnen verstehen, schließe aber nicht aus, dass es vielleicht auch Frauen gibt, die dich verstehen. Ich zähle mich persönlich allerdings nicht dazu, ich hätte mich vermutlich ähnlich wie deine Datepartnerinnen verhalten. Ich denke, das hilft dir vielleicht, eine ehrliche Antwort bezüglich deinen Erfahrungen zu bekommen, die dir deine Datepartnerinnen anscheinend nicht geliefert haben.
 
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Gast

  • #26
Der FS:

Dass du es nicht selbst ansprichst, wenn ein Mann seine Gefühle nicht anspricht, kann ich gut verstehen. Er sollte seine Gefühle schon offen nennen, wenn er eine Reaktion will: Egal was Sie sucht, ich suche nach einer Frau, die dann mit einer Artikulation ihrer eigenen Bedürfnisse reagiert und wenn es "nur" eine Bitte um mehr Zeit zum Kennenlernen ist. Für einfach so im Raum stehen lassen, bin ich nicht der Typ und deswegen suche ich auch nur eine Frau, die das Reden darüber nicht als unangenehm empfindet. Meine bisherigen Partnerinnen waren das und alle bei denen es gescheitert ist, nicht.

Ich gebe mir nicht nur beim Dating, sondern auch mit anderen Menschen Mühe, aber nicht in einer Singlebörse: Da kommuniziere ich deutlich, dass ich darüber eine Partnerin suche, keine Kumpeline o.ä. Trotzdem gerate ich immer wieder an Frauen, die erst beeindruckt von meiner klaren Zielsetzung beeindruckt sind, dann aber doch das Kumpel/Freund/Partner-Rumrudern beginnen - das allein sehe ich noch nicht problematisch - und giftig reagieren, wenn ich sage: Hey, ich bin und werde kein Kumpel.

Es hilft mir durchaus, immerhin kann ich jetzt die Denkweise besser verstehen. Dir/Euch ist es egal, ob du nun einen Kumpel, Freund oder Partner findest und erst dann kannst du jemand kennenlernen, ohne dich eingeengt zu fühlen.
Ich kann über Singlebörsen jemandem Freiraum, Zeit und Lockerheit geben, wenn ich jedoch im Gegenzug auch weiß, dass ich nur als Partner und nicht auch noch als Kumpel o.ä. in Frage komme. Genau deswegen muss ich wohl lernen, neben der klaren Artikulation meinem einzigen Ziel Partnersuche dominanter aufzutreten, um Anzeichen von Kumpeltum im Keim zu ersticken, um nicht zu "leiden", wenn Gefühle komme, Sie aber die unverbindliche Kumpelschiene fährt. Das will ich aber eigentlich nicht, weil es nicht meinem Charakter entspricht, deswegen die Verbitterung.
 
G

Gast

  • #27
Es hilft mir durchaus, immerhin kann ich jetzt die Denkweise besser verstehen. Dir/Euch ist es egal, ob du nun einen Kumpel, Freund oder Partner findest und erst dann kannst du jemand kennenlernen, ohne dich eingeengt zu fühlen.
Genau so ist es. Es geht nicht darum, dass ich es als unangenehm empfinde, über meine Bedürfnisse zu reden, ich tue das sogar sehr gerne. Ich bin aber in gewissem Grade egoistisch, und suche mir selbst aus, wann ich darüber rede.

Ich kann über Singlebörsen jemandem Freiraum, Zeit und Lockerheit geben, wenn ich jedoch im Gegenzug auch weiß, dass ich nur als Partner und nicht auch noch als Kumpel o.ä. in Frage komme.
Mir wäre das schon zu unlocker, und ich würde nicht ehrlich antworten. Sorry, das ist nur die Wahrheit. Egal, wo man Menschen trifft, es lässt sich nicht im Voraus planen, wie sich etwas entwickelt.

Genau deswegen muss ich wohl lernen, neben der klaren Artikulation meinem einzigen Ziel Partnersuche dominanter aufzutreten, um Anzeichen von Kumpeltum im Keim zu ersticken, um nicht zu "leiden", wenn Gefühle komme, Sie aber die unverbindliche Kumpelschiene fährt. Das will ich aber eigentlich nicht, weil es nicht meinem Charakter entspricht, deswegen die Verbitterung.
Du kannst das natürlich versuchen, ich weiß aber nicht, ob es von Erfolg gekrönt ist, da dies dann noch beengender herüberkommt. Aber "Versuch macht klug".

Ich bin der Auffassung, dass sich Leiden nicht immer verhindern lässt. Ich wundere mich eher, dass du dich so schnell verliebst. Da es bei mir anders abläuft, gehe ich im Grunde jedes "Leidensrisiko" ein, wenn ich einmal Gefühle habe. Ich verliebe mich nicht in eine Reihe von Männern, die ich treffe. Haltungen wie deine kann ich daher nicht nachvollziehen und nehme sie auch nicht so ernst - ich sehe die Welt nunmal mit anderen Augen. Ich denke jemand, der sich schneller verliebt, findet auch schneller Ersatz und Trost, und in mir kommt dann automatisch der Gedanke, "soll er sich doch mal nicht so anstellen". Ich werde mich da auch keines anderen belehren lassen (schon gar nicht über das Internet), es sind einfach verschiedene Welten.

Ich kann deine Verhinderung von Leid nicht ganz nachvollziehen, da ich erwarten würde, dass ein Mann mehr in eine potentielle Beziehung investiert und mehr aushält. Auch ohne zu wissen, wie es ausgeht, alles gibt. So mache ich das auch. Aber vielleicht gibt es Frauen, die sich nicht bedrängt fühlen, wenn du von vornherein strikt deine Ziele formulierst, du musst es probieren. Ich denke, dass es nicht gerade reizfördernd ist.
 
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