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  • #1

Verbessert mehr Zwang zur Eigenverantwortung die Ehen?

Die Mitversicherung der nichterwerbstätigen Ehepartner (nicht der Kinder!) und die steuerlichen Vorteile durch das Ehegattensplitting ermöglichen vielen, sich darauf zu beschränken, dem Ehepartner "den Rücken freizuhalten" und keiner nennenswerten Erwerbstätigkeit mehr nachzugehen. Das belastet unser Sozialsystem enorm, verschwendet die Ausgaben für die Ausbildung, die auch von der Allgemeinheit aufgewandt worden sind und führt dazu, dass derjenige, der für zwei verdienen muss, sich gesundheitlich oft völlig überfordern muss und sich irgendwann ausgenutzt fühlt und der andere nur noch begrenzt am Leben teilnimmt und kein interessanter Partner mehr ist. Würde es die Ehen nicht verbessern, wenn die Ehe-Bonbons abgeschafft würden?
 
  • #2
Ich finde die Ehe als solche "alte nichtstimmige Tradition", die also längst nicht mehr stimmig ist und zu über 50% in Scheidung führt gehört ganz abgeschafft! Dann gebe es auch keine Scheidungen mehr, sondern nur noch Trennungen, so manche würden sich das überlegen und nicht so schnell das Handtuch schmeißen. Da man ja beim Gehen volle Absicherung in der Ehe hat, geht man auch schnell. Solange dies aber eine richtige Geldmaschine ist für bestimmte Berufsgruppen und Staat, solange wird eben fest gehalten. Nur wegen Steuervorteilen etc., würde ich niemals heiraten, da die Scheidung weitaus teurer wäre und weitere eheliche Vorteile brauch ich nicht! Die Ehe als solche hat für meine Begriffe hier in unserem Lande keine Werte mehr. m
 
  • #3
Wenn die Ehe zerstört ist, kann es nicht die Lösung sein, sie ganz abzuschaffen. Das wäre vergleichbar mit einer Forderung nach Abschaffung von Sicherheitsgurt und Airbag, weil es trotz dieser Errungenschaften noch zu viele Verkehrstote gibt.

Die korrekte Schlussfolgerung wäre gewesen, die Schuldfrage bei Scheidungen wieder einzuführen, denn so verliert jede Fremdgängerin ihren Trennungsbonus für sich und die Kinder und Männer würden (wie seit jeher) für ihre Fremdgängerei mit Unterhalt bestraft. Es würde sich also vor allem zugunsten der weiblichen Willkür einiges zum besseren ändern. Nur ist aber genau das politisch gar nicht gewünscht.
 
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  • #4
Zweifellos hast Du recht. Die Ehe und alle dazugehörigen Regelungen (Ehegattensplitting, Rücken-Freihalten als finanziell attraktives "Karrierekonzept"...) haben zu ihren Zeiten Großteils durchaus Sinn gemacht. Heute ist dies nicht mehr der Fall.

Am Ehegattensplitting kann man dies beispielhaft klar sehen. Das Konzept kommt aus den 30er Jahren, also aus einer Welt ohne Empfängnisverhütung (= großen Familien), ohne elektrischen Kühlschrank, mit Holzbefeuerung im Küchenherd... Beim damaligen Stand der Technik und der gesellschaftlichen Entwicklung waren Hausfrauen in einem sehr hohen Grade ausgelastet und spielten in der Volkswirtschaft eine nicht wegzudenkende Rolle.
Weiterhin war damals das Nach-oben-Heiraten im Prinzip der einzige Weg, wie eine Frau sozial aufsteigen konnte. Dies mag man jetzt gut finden oder auch nicht, jedoch befand sich die Gesellschaft eben auf dieser Entwicklungsstufe.

Deswegen aber im Zeitalter von Mikrowelle und Tiefkühltruhe den Frauen steuerliche Anreize zu bieten, um zuhause herumzusitzen, macht ganz evident wenig Sinn. Diese Anreize dann noch besonders ausgeprägt zu gestalten, wenn die Frau nach oben geheiraten hat (= hoher Lohnabtand zum Ehemann), macht ganz klar noch weniger Sinn - weder in volkswirtschaftlicher, noch in familienpolitsicher Hinsicht.

Auch die Ehe profitiert davon meist nicht. Der Mann wird in einer maßlosen Weise gestresst, um die Familie zu ernähren und jetzt auch seinen Teil der Familienarbeit zu erledigen.
Die Frau hingegen sitzt unterbeschäftigt zuhause herum. Selbst die kleinste Schreibkraft ist unzufrieden und jammert ständig, sie habe eine brillante Karriere geopfert, um ihrem Mann den Rücken frei zu halten.
Kommt der gestresste Mann am Feierabend nach hause, fliegen die Fetzen. Die unterbeschäftige Hausfrau versteht nicht mehr, dass Erwerbsarbeit stressig ist. Sie regt sich darüber auf, dass ihr Mann abends auch mal etwas Erholung braucht.
Der gestresste Mann hat kein Verständnis dafür, dass er jetzt für das Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl der Hausfrau zuständig ist, da dieser die Bestätigung im Berufsleben fehlt. Ergo steigt das Scheidungsrisiko und die Hausfrau will das "Opfern der brillanten Karriere" vergoldet bekommen.

Besteht ein gesamtgesellschaftliches Interesse daran, junge Paare durch steuerliche Anreize in solche Arrangements hineinzudrängen? Mir scheint, man kann dies klar verneinen.

m
 
  • #5
Die Ehe spielt sich zwischen zwei Menschen ab und somit hat auch niemand das recht sich in die Rollen einzumischen. Wenn der Mann Alleinverdiener sein will Undine Frau Hausfrau, so ist das nur Sache des Ehepaares. Der Staat subventioniert die Ehe um auch das Zeuegen von Nachwuchs zu unterstützen. Dr steuerliche Vorteil ist eh nicht groß genug um sich nur deswegen darauf einzulassen. Vor allem wenn man es gegen die Scheidungskosten aufrechnet. Momentan ist es ja noch nicht mal in Großstädten für arbeitende Frauen möglich eine Kinderbetreuung zu bekommen,Indie den Arbeitszeiten angepasst ist. Die meisten Einrichtungen haben Schliesszeiten, Ganztagsschulen gibt es nur wenige und der Hort in vielen Schulen geht nur bis 16.00 Uhr. Von den Kosten dafür will ich gar nicht sprechen, denn die sind zumindest in HH so hoch, dass sich das Arbeiten kaum lohnt. Damit Frauen schnell und unkompliziert arbeiten können ist eine umfassende, bezahlbare und verläßliche Kinderbetreuung nötig.
 
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  • #6
#3 @ #4

Du hast insofern recht, dass es angebracht wäre, mehr gesamtgesellschaftliche Ressourcen aufzuwenden, um die Betreuung von Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Zum Beispiel weil:
Ganztagsschulen gibt es nur wenige und der Hort in vielen Schulen geht nur bis 16.00 Uhr. Von den Kosten dafür will ich gar nicht sprechen.

Aus diesem Missstand kann man aber nicht ableiten, dass es deswegen sinnvoll sei, gesamtgesellschaftliche Ressourcen aufzuwenden, um (teuer ausgebildete) Frauen unterbeschäftigt und unproduktiv zuhause herumsitzen zu lassen. Etwa mit der Begründung:
Von den Kosten dafür [d. h. für die Kinderbetreuung] will ich gar nicht sprechen, denn die sind zumindest in HH so hoch, dass sich das Arbeiten kaum lohnt.

Vollends unsinnig ist es, dass dieses Aufwenden von gesamtgesellschaftlichen Ressourcen zur Subvention des zuhause Herumsitzens um so größer wird, je stärker die Frau nach oben geheiratet hat. Daran besteht nun wahrlich kein gesamtgesellschaftliches Interesse.

Mir erscheint es durchaus ok, wenn eine Frau sagt, dass der Stress auf dem Arbeitsmarkt nicht so ihr Ding ist. Wenn sie es dann auch noch schafft, sich einen Mann zu angeln, der sie versorgt, dann habe ich überhaupt nichts dagegen, dass Frauen zuhause bleiben.
Mir scheint es aber nicht angebracht, dass diese Frauen dann verlangen, dass ihr Verhalten vom (hart arbeitenden) Steuerzahler subventioniert wird.

m
 
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  • #7
Die Ehe als Institution ist absolut schützenswert.

Man könnte sich allerdings fragen, ob Steuervorteile nicht an Kindererziehung gekoppelt werden.
Freilich ist die Besteuerungsgrundlage der Haushalt (wirtschaftliche Einheit), und ich sehe darin durchaus einen Sinn. Dass hier - wo vermehrt Single und Menschen mit (oftmals zahlreichen) gescheiterten Beziehungen / Ehen vertreten sind - eine andere Meinung populär(er) sein dürfte, liegt auf der Hand.

Es liegt ein großer, auch gesellschaftlicher Wert in lebenslangen Schicksalsgemeinschaften. Und sie gelingen ja trotz aller teilweise absurden Regelungen (wozu ich die vollkommene Abschaffung des Schuldprinzips und die damit verbundene Einladung an Ehefrauen, ihrer "Selbstverwirklichung" Vorrang zu geben, wenn sie die Laune dazu überkommt, zähle) immer noch in der Mehrzahl der Fälle, auch das sei nicht vergessen.

m,49
 
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  • #8
Der Staat subventioniert nicht die Ehe, sondern der Staat suvbentioniert eine Hausfrau oder einen Hausmann, indem er es attraktiv gestaltet, dass einer zuhause bleibt, bzw. unattraktiv gestaltet, dass der "Zweite" einer regulären Arbeit nachgeht.

Wenn überhaupt dann wären das einzige förderungswürdige die Kinder, und die müssten auch ausserhalb der Ehe gefördert werden, eine finanzielle Förderung der Ehe an sich ist volkswirtschaftlich nicht von belang (und Moral-Subventionen dürften wohl kaum noch Mehrheiten finden).

Lösung wäre z.b. die Abschaffung des Ehegattensplittings und im Gegenzug die Erhöhung des Kindergeldes. Man könnte sogar noch darüber hinausgehen, und eine Pflicht zur Mitversicherung (Rente, Arbeitslosigkeit, usw.) von Hausfrauen oder Hausmännern durch den arbeitenden Ehegatten schaffen (und zwar nicht durch einen subventionierten Versicherungssatz), denn die Hausfrau oder der Hausmann sind in diesem Fall ja sozusagend "Hausangestellte" des arbeitenden Ehepartners, so entstünde für diese auch eine adäquate Absicherung.In jedem Fall würde sich dann Berufstätigkeit für den Hausmann/die Hausfrau wieder richtig lohnen und man würde es sich zweimal überlegen, ob man weiterhin als unqualifizierte Haushaltshilfskraft sein Jura-Studium im Haushalt verplempert.

Wenn man dann noch beschränke Visamöglichkeiten für
 
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  • #9
@ #6

Du hast kein realistisches, aktuelles Bild von der Ehe. Nichts ist falscher als deine Ansicht:
Die EheEs liegt ein großer, auch gesellschaftlicher Wert in lebenslangen Schicksalsgemeinschaften.

Die Ehe kann ohne irgendwelches Federlesen und auch ohne eine Begründung aufgelöst werden. Wo ist da die "lebenslange Schicksalsgemeinschaft".

Beim heutigen Stand der gesellschaftlichen Entwicklung dient die Ehe im Kern nur noch dazu, dass die Frau im Trennungsfall ihre finanziellen Interessen besser wahrnehmen kann. Dies gilt vor allem dann, wenn sie nach oben geheiratet hat und / oder sich während der Ehe versorgen ließ, statt arbeiten zu gehen.

Der Slogan "bis dass der Tod Euch scheidet" kommt aus einer anderen Epoche. Diese Epoche ist rum!

m
 
  • #10
@ #6

Du hast kein realistisches, aktuelles Bild von der Ehe. Nichts ist falscher als deine Ansicht:


Die Ehe kann ohne irgendwelches Federlesen und auch ohne eine Begründung aufgelöst werden. Wo ist da die "lebenslange Schicksalsgemeinschaft".

Beim heutigen Stand der gesellschaftlichen Entwicklung dient die Ehe im Kern nur noch dazu, dass die Frau im Trennungsfall ihre finanziellen Interessen besser wahrnehmen kann. Dies gilt vor allem dann, wenn sie nach oben geheiratet hat und / oder sich während der Ehe versorgen ließ, statt arbeiten zu gehen.

Der Slogan "bis dass der Tod Euch scheidet" kommt aus einer anderen Epoche. Diese Epoche ist rum!

m
Du verwechselst das Problem mit der Lösung. Wenn gesellschaftliche Zustände eingerissen sind, dann sollte man eben nicht sagen, "diese Epoche ist rum", sondern versuchen, die Verlotterung wieder rückgängig zu machen. Bei Umweltverschmutzung würde schließlich auch niemand sagen, "wir haben nunmal Müll und Vergiftung in der Umwelt, finde dich damit ab, die Umwelt wird nie mehr so sauber wie früher". Ich frage mich die ganze Zeit, warum eine saubere Umwelt für die allermeisten Deutschen sehr viel wertvoller ist als eine gesunde Gesellschaft mit klaren moralischen Verhaltensregeln. Nur weil es verpönt ist, konservativ zu sein, heißt es noch lange nicht, dass man sich an die kaputten Zustände anpassen oder nichts dagegen unternehmen sollte. Sich selbst korrekt zu verhalten, reicht eben nicht, wenn Anderen ohne Ansatz von Sanktionen erlaubt wird, sich egoistisch bis asozial zu verhalten.
 
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  • #11
an 4: Nach einer angeregten Diskussion im Freundeskreis habe ich die Frage gestellt. Obwohl sowohl Männer als auch Frauen dabei waren, waren wir uns einig, dass die Ehe als Institution erhaltenswert ist, aber völlig von staatlicher Einmischung durch Subventionen befreit werden sollte. Gerade, wenn Du es so siehst, dass der Staat sich nicht in die Ehe einmischen soll, sollte er auch nicht auf Kosten der Allgemeinheit "Geldgeschenke" verteilen. Durch wesentlich höhere Kinderfreibeträge würde mehr Gerechtigkeit geschaffen. Meine Erfahrungen bezüglich der Betreungsmöglichkeiten der Kinder sind anders als Deine. Sowohl in der hiesigen Kleinstadt als auch in der benachbarten Großstadt ist die kompetente günstige Betreuung der Kinder
tagsüber - Probleme gäbe es sicher derzeit noch bei Schichtarbeitern - gesichert. Die Kosten der Kinderbetreuung in Hamburg kenne ich zufällig. Selbst wenn man wenig gelernt hat, lohnt sich Arbeiten bei Zahlung der Betreuungskosten immer noch. Außerdem sind die Kosten steuerlich absetzbar. Dass etliche Leute das nicht so sehen, zeigt gerade, dass das System krankt. Wenn jeder erwachsene arbeitsfähige Mensch zur Sicherung seiner Rente und seiner Krankenversicherung Beiträge zahlen müsste, würde sich das Arbeiten noch viel mehr lohnen und die Sozialsysteme entlasten.
 
  • #12
@ #6

Du hast kein realistisches, aktuelles Bild von der Ehe. Nichts ist falscher als deine Ansicht:


Die Ehe kann ohne irgendwelches Federlesen und auch ohne eine Begründung aufgelöst werden. Wo ist da die "lebenslange Schicksalsgemeinschaft".

Beim heutigen Stand der gesellschaftlichen Entwicklung dient die Ehe im Kern nur noch dazu, dass die Frau im Trennungsfall ihre finanziellen Interessen besser wahrnehmen kann. Dies gilt vor allem dann, wenn sie nach oben geheiratet hat und / oder sich während der Ehe versorgen ließ, statt arbeiten zu gehen.

Der Slogan "bis dass der Tod Euch scheidet" kommt aus einer anderen Epoche. Diese Epoche ist rum!

m

Dass es heute so ist, ist keine Frage!
Aber das heißt nicht, daß die Ehe an sich (so wie sie früher war) nicht doch sinnvoll wäre - die Ehe als Vertrag mit gegenseitigen festgelegten Rechten und Pflichten.

Und daß es ohne festgelegte Rechte und Pflichten eben nicht geht, zeigt das Berufsleben - warum sollte das bei Beziehungen anders sein?
 
  • #13
Ehe bedeutet für mich füreinander da sein, wer dazu nicht bereit ist, der sollte sich noch nicht einmal einen Partner suchen, geschweige denn heiraten.

Wenn das Sorgen um den anderen als Zwang oder als Pflicht wahrgenommen ist, dann ist der Mensch einfach noch nicht reif für eine Partnerschaft, weil er noch nicht gelernt hat einen Menschen zu lieben.
 
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  • #14
#8 @ #9, #111 und #12

Oft wird (und teils meinetwegen sogar zutreffend) argumentiert, dieses oder jenes sei früher besser gewesen. Es ist aber zwecklos, deswegen zu fordern, man solle die Uhr der Geschichte wieder zurückdrehen, etwa indem man postuliert:
Du verwechselst das Problem mit der Lösung. Wenn gesellschaftliche Zustände eingerissen sind, dann sollte man eben nicht sagen, "diese Epoche ist rum", sondern versuchen, die Verlotterung wieder rückgängig zu machen. ... Nur weil es verpönt ist, konservativ zu sein, heißt es noch lange nicht, dass man sich an die kaputten Zustände anpassen oder nichts dagegen unternehmen sollte. Sich selbst korrekt zu verhalten, reicht eben nicht, wenn Anderen ohne Ansatz von Sanktionen erlaubt wird, sich egoistisch bis asozial zu verhalten.

Eine Ehe beinhaltet IMMER OHNE DASS DIE PARTNER DAS BEEINFLUSSEN KÖNNEN die Option, dass die Frau mit einem enormen finanziellen Profit wieder aussteigt (wozu sie keines Grundes bedarf). Der Mann kann dem nicht entgegenwirken, indem er etwa "konservativ" ist oder darauf beharrt "Sich selbst korrekt zu verhalten". Es ist der Frau sehr wohl "ohne Ansatz von Sanktionen erlaubt wird, sich egoistisch bis asozial zu verhalten" - und das mit einem enormen finanziellen Profit.

Das Problem ist gar nicht, dass Frauen etwa mit böser (finanzieller) Absicht heiraten würden. Das Problem ist eher, dass es zwangsläufig zu einer langjährigen Partnerschaft gehört, dass man auch mal gemeinsam schwierige Zeiten bewältigt. Wenn die Frau dann aber ständig die Versuchung einer finanziell attraktiven Scheidung vor Augen hat, dann ist eben ganz einfach nicht jede Frau dieser Versuchung gewachsen.

Das Zerrüttungsprinzip bietet der Frau nun einmal die Option, die Ehe ohne Grund, jedoch mit einem enormen finanziellen Profit zu verlassen. Da stellt sich doch die Frage, ob eine Beziehung dadurch verbessert wird, dass man der Frau (durch das Heiraten) diese Option bietet. Mir scheint, ein Paar hat bessere Chancen, eine Partnerschaft auf Augenhöhe zu leben und die Krisen des Alltags zu bewältigen, wenn der Frau nicht ständig vor Augen schwebt, dass ihr ein Ausstieg aus der Partnerschaft wahnsinnige Massen an Geld bringen würde.

m
 
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  • #15
Du verwechselst das Problem mit der Lösung. Wenn gesellschaftliche Zustände eingerissen sind, dann sollte man eben nicht sagen, "diese Epoche ist rum", sondern versuchen, die Verlotterung wieder rückgängig zu machen. Bei Umweltverschmutzung würde schließlich auch niemand sagen, "wir haben nunmal Müll und Vergiftung in der Umwelt, finde dich damit ab, die Umwelt wird nie mehr so sauber wie früher". Ich frage mich die ganze Zeit, warum eine saubere Umwelt für die allermeisten Deutschen sehr viel wertvoller ist als eine gesunde Gesellschaft mit klaren moralischen Verhaltensregeln. Nur weil es verpönt ist, konservativ zu sein, heißt es noch lange nicht, dass man sich an die kaputten Zustände anpassen oder nichts dagegen unternehmen sollte. Sich selbst korrekt zu verhalten, reicht eben nicht, wenn Anderen ohne Ansatz von Sanktionen erlaubt wird, sich egoistisch bis asozial zu verhalten.

[mod]

Es kommt immer auf die Sichtweise drauf an: Für mich ist eine Errungenschaft unserer Gesellschaft daß ich a) Heiraten kann wen ich will, mit allen verkommenen, überkommenen und pervertiert juristischen Konsequenzen - SM pur; oder b) es einfach bleiben lasse. 40 Jahr in ein wilden Ehe lebe (gar schröcklich!), und keine Sau kümmerts. Das nenne ich Freiheit, wer sie sich nehmen lässt, selbst schuld und wer sich unterm Pantoffel in eine Richtung drängen lässt, die er eigentlich nicht beführwortet, dem ist eh nicht mehr zu helfen und der wird mit Recht ein Opfer der Frauen (die ihn erst ausnehmen und dann wie eine heisse Kartoffel fallen lassen, so funktioniert das seit 1000 Jahren und wer immer noch darauf reinfällt - aber das hatten wir ja schon...).
 
  • #16
#13: Was der Istzustand ist, wissen wir alle ziemlich genau. Es nützt nichts, zu wiederholen, was für Mißstände in der Rechtspraxis von Frauen schamlos ausgenutzt werden. Und die schlimmsten davon, wie lebenslanger Unterhalt nach dem ersten Tag der gemeinsamen Ehe, sind ja bereits beseitigt worden. Insofern geht schon mal der Einwand von anderen Usern ins Leere, nach dem die Uhr nicht mehr zurückzudrehen sein soll. Das ist das schlechteste Argument überhaupt. Meiner Meinung nach wird es langfristig keine andere Möglichkeit geben, als das Schuldprinzip bei Scheidungen wieder einzuführen. Dass wir noch am Anfang dieser Rückbesinnung stehen, ist kein Argument, zu behaupten, frühere Zeiten kämen nie wieder. Oftmals kamen die nämlich viel schneller als erwartet. Siehe Griechenland, wo Frauen plötzlich mangels Arbeitsplätzen wieder gezwungen sind, sich einen überlebensfähigen Mann zu suchen und keinen Hallodri oder Spanien, wo große Kinder mangels Arbeitsplatz wieder bei ihren Eltern einziehen, damit diese sich um ihre Enkelkinder kümmern können, weil die Kinderbetreuung wegen finanziellem Zusammenbruch der Kommunen weitgehend zusammengebrochen ist. Am Ende zählt nur, wer finanziell überlebensfähig ist. Und dass ohne Zwangsabzocke.
 
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  • #17
Das Problem ist gar nicht, dass Frauen etwa mit böser (finanzieller) Absicht heiraten würden. Das Problem ist eher, dass es zwangsläufig zu einer langjährigen Partnerschaft gehört, dass man auch mal gemeinsam schwierige Zeiten bewältigt. Wenn die Frau dann aber ständig die Versuchung einer finanziell attraktiven Scheidung vor Augen hat, dann ist eben ganz einfach nicht jede Frau dieser Versuchung gewachsen.
m

In welcher Welt lebst du?

Das Frauen früher mal einen sehr großen Profit aus einer Scheidung gewonnen haben, sind Einzelfälle, aber nicht die Realität in Deutschland. Nicht umsonst leben sehr viele geschiedene Single-Mütter von H4 oder auf H4-Niveau.

Das relativ neue Scheidungs- bzw. Unterhaltsrecht bestärkt die Frauen auch nicht mehr, im Gegenteil. Ich kenne beobachte in meinem Umfeld seit Jahren die Scheidungen und ich kenne keine einzige Frau, die hinterher den großen Reibach gemacht hat.

Ich kann auch aus meiner beruflichen Tätigkeit nicht bestätigen, dass viele Frauen nur heiraten, um dann später in Versuchung zu geraten, den Mann finanziell auszunehmen und wegen pille palle sich scheiden zu lassen.

w 48
 
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  • #18
#13 @ #16

Ich darf dich darauf aufmerksam machen, dass ich keineswegs gesagt habe:
dass viele Frauen nur heiraten, um dann später in Versuchung zu geraten, den Mann finanziell auszunehmen und wegen pille palle sich scheiden zu lassen.

Meine These war viel mehr, dass Frauen durchaus aus integren Gründen und aus Liebe heiraten. Eine Partnerschaft die Jahre und Jahrzehnte besteht, kann aber nicht nur andauernden, ununterbrochenen Sonnenschein bringen. Wenn also mal die Bewältigung eines Problems auf der Tagesordnung steht, dann bietet das Scheidungsrecht der Frau stets eine (finanziell auch heute noch extrem attraktive) Exit-Option. Diese Option wird auch durchaus häufig genutzt. Wir hatten hier im Forum z. B. schon Scheidungen, mit der Begründung, der Mann sei arbeitslos geworden.
Auch kommt an dieser Stelle immer das Argument "Ich zocke ihn ja gar nicht ob, ich will doch einfach nur, was mir von Rechts wegen zusteht!"

Zweifellos war eine Scheidung für die Frau noch attraktiver, bevor vor vier Jahren de facto die Versorgungsehe abgeschafft wurde. Aber auch heute ist es im Normalfall keineswegs so, dass
sehr viele geschiedene Single-Mütter von H4 oder auf H4-Niveau [leben].
Das sind seltene Fälle, wenn die Frau einen Mann mit geringer finanzieller Potenz geheiratet hat. Im Allgemeinen tun dies jedoch nur Damen, die ihrerseits ebenfalls am unteren Ende der sozialen Skala stehen. Vor allem bei Frauen, die Akademiker geheiratet haben, sieht dies gänzlich anders aus, vor allem wenn die Frau selbst keine Akademikerin ist.

Zählt man in diesem Falle des Nach-oben-Heiratens den gesamten Scheidungsgewinn zusammen (Unterhalt, Rentenansprüche, Vermögensausgleich...) dürfte der Gesamtgewinn typischerweise zwischen 5 und 15 Jahresgehältern der Frau liegen - die Versorgung während der Ehe gar nicht eingerechnet. Dafür muss eine alte Oma ganz schön lange stricken!

m
 
  • #19
Es kommt immer auf die Sichtweise drauf an: Für mich ist eine Errungenschaft unserer Gesellschaft daß ich a) Heiraten kann wen ich will, mit allen verkommenen, überkommenen und pervertiert juristischen Konsequenzen - SM pur; oder b) es einfach bleiben lasse. 40 Jahr in ein wilden Ehe lebe (gar schröcklich!), und keine Sau kümmerts. Das nenne ich Freiheit,
Du nennst es aber auch nur Freiheit, weil du wie viele Andere außer dieser Dekadenz kein gesundes gesellschaftliches Umfeld als Vorbild kennengelernt hast. Außerdem gibt es Milliarden von Menschen auf dieser Welt, für die "unsere" Zustände ein abschreckendes Beispiel sind, ja regelrecht zu Verachtung führt. Also bitte nicht den Fehler begehen und den Istzustand zum Sollzustand zu verklären. Denn Wirklichkeiten zum Optimum zu erheben ohne sich über die gesamtgesellschaftlichen Konsequenzen im klaren zu sein, nur weil man glaubt, "die Gesellschaft ginge einen nichts an", dieser Zustand hielt in der Menschheitsgeschichte noch nie lange an.

Am Ende haben diejenigen Recht, die übrigbleiben. Und das ist nunmal nicht die westlich-dekadente Kultur.
 
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  • #20
Lieber Fragesteller,

(ich nehme an du bist ein Hauptverdiener)

Ja. Du hast schon teilweise Recht. Zumindest lügen die Statistiken der Krankenkassen nicht:
einer brennt aus. Der andere ruht sich aus. Rotationsprinzip bei Paaren und echte Balance wäre besser ! Zum Glück sind viele Paare so klug dass so zu regeln, individuell.
Kinder mit 18-20 rechtfertigen sicher keine kostenlose Mitversicherung der Ehefrau wegen Kindererziehungszeiten/Rücken frei halten mehr. Die Frau muss sich nun privat versichern oder sie muss zusehen dass sie wieder sozialversicherungspflichtig arbeitet.
Wenn wir 80 Mio. Bürger haben und nur 37 Mio davon überhaupt gemeldet erwerbstätig sind läuft schwer etwas schief. Nehmen wir an wir ziehen Kinder, Jugendliche, Studenten, Auszubildende, Demente, Arbeitsunfähige, Kranke, die Mütter mit kleinen betreuungsintensiven Kindern ab befreit ab. Sind zu wenig. Das heisst Steuererhöhungen kommen, und die treffen alle unterschiedlich hart. Eine Ehe ist kein Grund lebenslang nur Ehefrau zu sein.
 
  • #21
Das hier dargestellte Frauenbild ist ja erschreckend realitätsfremd. Mir wird beim Lesen regelrecht übel.

In meinem engeren wie weiteren Bekanntenkreis sind ALLE Frauen in der Regel in Vollzeit berufstätig. In einer nicht unerheblichen Zahl der Fälle verdient sie mehr als er. Woher die hier postenden Männer die Rechtfertigung für ihre Zeilen nehmen ist mir schleierhaft.

Davon abgesehen finde ich auch, daß die kostenlose Mitversicherung des Ehepartners in der Krankenversicherung abgeschafft gehört. Und richtig ist selbstverständlich, daß es zunächst ausreichend Kinderbetreuungsmöglichkeiten geben muß, um eine volle Erwerbstätigkeit von Müttern zu gewährleisten
 
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  • #22
Lieber FS

die verehelichte Kleinfamilie ist die rechtlich-steuerlich begünstigte Norm. Vater, Mutter, Kind. dann kannst du noch deine Eltern unterstützen oder deinen Kindern die Ausbildung finanzieren. Inzwischen dehnt man es auf LGs aller Art aus, wenn Kinder da sind. Auch das ist als Erleichterung im Sinne des Staates. Aber den höheren Sinn wieso Ehefrauen selbst ohne Kinder nur steuerliche Vorteile haben muss man sicherlich in den nächsten 20 Jahren neu legitimieren. Die empirische Grundlage ist anders geworden. Der Staat hat auch kein Interesse an der exorbitanten Steigerung alleinlebender Singles, die mit Ach und Weh so durchkommen (besonders Alterssingles). Der Staat (mit der Gemeinschaft aller Steuerzahler) hat ein Interesse am Schutz der Familie als funktionierende (!) Wirtschafts-und Lebensgemeinschaft. Und zwar zu seiner eigenen Entlastung. Daher Privilegien. Aber diese setzen Anreize sich so oder so zu entscheiden. Im Moment haben wir ein Wirrwarr von Altbeständen und neuen Gesetzen.
 
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  • #23
Ich schließe mich Constanze vollständig an. Das negative Frauenbild hier ist erschreckend. Auch ansonsten stimme ich ihr zu. Nur der Vollständigkeit halber: Ich komme aus München, dass Frauen arbeiten ist keineswegs mehr auf den Osten beschränkt.

Nach der Geburt meines Sohnes war ich 14 Monate zu Hause. Ich habe in dieser Zeit ganz bestimmt nicht faul rumgesessen. Wäsche waschen, gesundes Essen kochen, danach Küche aufräumen und - oft genug - auch gleich den Boden wischen, alles während einem ein fröhliches kleines Wesen dazwischen funkt, das ist nicht so einfach. Wenn man wieder arbeitet und das Kind in der Krippe ist, fällt viel Hausarbeit weg. Unter der Woche muss ich nicht mehr kochen, also fällt einmal Einkaufen, kochen und Küche aufräumen weg. Weil wir weniger in der Wohnung sind, machen wir auch weniger Unordnung und Dreck. Das einzige was gleich geblieben ist, sind die Wäscheberge. Natürlich ist es sehr anstrengend mit einem kleinen Kind fast Vollzeit zu arbeiten. Aber Hausfrauen haben nach meiner Erfahrung mehr Hausarbeit zu leisten, als arbeitende Frauen, einfach weil sie den ganzen Tag zu Hause sind. Es ist auch Arbeit, ein Kind zu betreuen. Ein Krabbelkind zu betreuen, ist auch körperlich sehr anstrengend. Während ich arbeite, wird diese Betreuungsarbeit von der Krippe geleistet. Ansonsten müsste ich sie zu Hause leisten, von "faul rumliegen" kann also keine Rede sein. Ich habe mein Kind sehr sehr gerne betreut und es fällt mir sehr schwer ihn in die Krippe zu geben. Aber den Trott aus Einkaufen, gesund kochen, putzen, etc., den vermisse ich nicht.

Vielleicht sollten wir einfach alle etwas mehr Respekt vor anderen Lebensmodellen haben und nicht immer so hart urteilen. Jedes Modell hat seine Vor und Nachteile. Aber pauschal alle Hausfrauen als faul oder gar abzockend zu beschreiben, wie das hier einige tun, das stößt mich ab. w 40
 
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  • #24
Lieber FS

ohne fiskalische Ehe-Bonbons, wie du es nennst, entfällt mit einer der letzten stichhaltigen Gründe zu heiraten. Natürlich blieben psychologische, religiöse, kulturelle Gründe erhalten.

Keiner unterstellt dass Ehefrauen im Haushalt untätig sind ! Im Gegenteil, sie haben viel Arbeit. Egal ob mit Job oder ohne. Die Ausgangsfrage von FS dreht sich hier aber um kostenlose Mitversicherung der Ehefrau über den arbeitenden Ehemann. Denn arbeitet der gar nicht gibt es auch keine kostenlose Mitversicherung.

Wie hoch der Anteil der kostenlos mitversicherten Frauen ist müsste man erst mal erheben bevor dazu Aussagen gemacht werden könnten.
 
  • #25
Mehr Zwang = weniger Privilegien bei Trauschein-Ehe.

Viele fühlen sich fürs arbeiten "bestraft", wegen der hohen Steuern, als Zweiteinkommen in der Ehe.
Es würden viele Ehepartner eher arbeiten gehen, bei weniger hohen Steuern dafür.

50 % der Ehemänner hätten nur geheiratet, wegen der Steuerersparnis dadurch.
(lt. einer Umfrage unter Ehemännern in Dtl., die bei der Umfrage erst kürzlich geheiratet haben)

Würde man dagegen das Ehegattensplitting auf Paare mit Kinder verlagern = weniger Männer heiraten ?
Denn dann keine Steuervorteile mehr, für kinderlose Paare, durch das heiraten.

Wer auch als Ehepartner genauso Steuern und Versicherungsbeiträge zahlen soll, wie als Single,
- wozu dann noch heiraten ? (werden sich Manche sagen)
Folge: Weniger Ehen..... und auch etwas weniger Kinder.

Aber umgekehrt: Wer dann trotzdem heiratet, dann wirklich aus Liebe - statt Steuerersparnis ?

Einige Paare heiraten nur, wegen der höheren Freibeträge bei Todesfall und Erbschaft des Partners.
z.B. um eine gemeinsame Immobilie vor dem Fiskus zu retten.
Denn was nützt alles rackern und zahlen, wenn man dann die (gemeinsame) Immobilie wegen der hohen Erbschaftssteuer verkaufen muß ?

Wir haben m.W. seit April 2007 die "Zwangsversicherung" in der gesetzl. Krankenkasse. (wenn nicht anderweitig krankenversichert)
Also Mindestbeitrag aktuell ca. 170,- Euro/Monat - auch wer kein Einkommen hat, auch kein "Hartz-4", UND nicht familienversichert ist.
Würde man dies auch von Ehepartnern verlangen, wären ggf. Beide darauf angewiesen, arbeiten zu gehen, trotz Trauschein.

Die Steuer- und Versicherungserleichterungen könnte man dann nur gewähren, wenn Kinder zu versorgen sind. (Auch nicht-leibliche Kinder)

Die Annahme, daß eine Hausfrau und Mutter zuhause weniger Arbeit hätte, wenn sie auch noch arbeiten ginge - dürfte m.E. in 99 % aller Fälle nicht zutreffen.
Sondern eher eine Dreifachbelastung haben: Eigener Job + Haushalt + Kinder.
Denn der (Ehe-)mann wird sich i.d.R. nach seiner Arbeit im Job "zu müde" für Hausarbeit + Kinder fühlen ? Oder gar "unter seiner Würde" ?

Emanzipierte Männer, die auch zuhause und bei den Kindern mithelfen - sind ja unter den Frauen kaum gefragt. (Auch nach meinen persönlichen Erfahrungen.)
(Trotz ggf. manch anderer allgemeiner Beteuerungen von Frauen)
Und 98 % der Frauen wollen lt.EP-Umfrage keinen Hausmann.

Mögliche Gegenrichtung (z.B. bei Änderungen der Ehe-Priviliegien):
- Getrennte Wohnungen = Jeder macht seinen eigenen Haushalt.
- Jeder arbeitet seinen Job und zahlt seine Steuern und Abgaben. (Also auch eigene Rentenbeiträge)
- Gemeinsames nach Absprache
- Heiraten nur noch bei Kinderwunsch.
- Gemeinsame Immobilie unnötig, da ja weiter getrennte Wohnungen.

Fazit: Will man was ändern, sollte man dies sehr gründlich prüfen.
So das die Gesellschaft sich "in die gewünschte Richtung" entwickelt. Statt ggf. in dessen Gegenteil.
Gesellschaftlich, fiskalisch, volkswirtschaftlich und sozial (-versichert) betrachtet.
 
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  • #26
Sollten die Vergünstigungen nicht arbeitender Ehepartner (gemeinsame Veranlagung, Mitversicherung) wegfallen, sollte auch die (auch die Ehe überdauernde) Unterhaltspflicht wegfallen.

Dann ist die rechtliche Ehe nur noch ein Zettel mit schönem Text.
 
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  • #27
Emanzipierte Männer, die auch zuhause und bei den Kindern mithelfen - sind ja unter den Frauen kaum gefragt. (Auch nach meinen persönlichen Erfahrungen.)
(Trotz ggf. manch anderer allgemeiner Beteuerungen von Frauen)
Und 98 % der Frauen wollen lt.EP-Umfrage keinen Hausmann.

Ich weis nicht, woher diese Annahmen kommen, aber nur aufgrund einiger persönlich gemachter Erfahrungen kann man nicht verallgemeinern. Vielleicht hat Mann die falschen Frauen gedatet, oder sich aufgedrängt, wenn man seine Referenzen zeigen will? Das käme mir schon sehr supekt vor, wenn Mann mir Papiere zeigen will, wie gut er mit Kindern kann.

Ich wünsche mir einen emanzipierten Mann, ich kenne einige Frauen, die so einen haben, es gibt sie also mehr als gedacht, leider wohl nicht ausreichend.

Einen Hausmann würde ich jetzt im reifen Alter auch nehmen, wenn er allerdings von H4 leben würde, dann nicht. Gebe ich ehrlich zu.

w 50
 
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  • #28
Hausfrauen, die ihren Ehemännern "den Rücken freihalten" sind bestimmt keine Faulpelze! Meine Güte, als meine Kinder klein gewesen sind, hatte ich 24/7 zu tun, auch nachts, wenn die Kinder mal krank gewesen sind. Einkaufen, frische Lebensmittel zubereiten, Marmelade einkochen, ein Gärtchen bestellen, Wäsche, bügeln, Papierkram, Wohnung reinigen - zwischendrin verheulte Schnupfennasen putzen und Trost spenden, spazierenstehen, während der Nachwuchs jedes Steinchen am Boden untersucht, Kuchenbacken, etc... Es gab von morgens bis abends zu tun, wenn das keine "Arbeit" sein soll, was denn dann? Würde sie von einer Zugehfrau gegen Geld geleistet werden, würde diese Arbeit wieder anerkannt werden - leistet aber die eigene Ehefrau und Mutter diesen Job, wird sie als "faule Zuhauserumsitzerin" abtituliert... Und ja, die Waschmaschine wäscht heute die Wäsche - aber bei den meisten Leuten mieft die Wäsche, weil sie zulange fertig in der Trommel liegenbleibt - am besten nur bei 40 Grad gewaschen. Fällt mir immer wieder auf, wie sehr bei manch anderen Leuten die Handtüchter nach nassen Waschlappen stinken und diesen Mief an an die Hände weitergeben, wenn man sich damit die Finger abtrocknet... Ein Haushalt sollte schon ordentlich geführt werden, und ein Waschtag bedeutet: Waschen, auf Leine trocknen, wegbügeln und zusammelegen - während die nächste Trommel in Arbeit ist. Ist das etwas KEINE Arbeit? Da kann durchaus ein ganzer Tag für draufgehen, erst recht, wenn die Kinder klein sind!

Ich bin heute wieder voll im Beruf und muss sagen, dass das Berufsleben UM EINIGES relaxter läuft als 24/7 zuhause - alleine schon dieser nervige Stillstress hat mir teilweise den Rest gegeben... Im Beruf fühle ich mich als Mensch - als Hausfrau eher als Höhlentroll, dessen Mühe nicht selten mit Füßen getreten wird.

Wer zuhause ist, hat mehr zu tun als man glaubt... Ich achte die Arbeit von Hausfrauen!
 
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