• #61
Hallo Nora,

Thema Unterhalt, eigentlich sollte es bei Dir längst so sein.
Da unterstützt das Jugendamt - mit Vorschuss, bis zu einem bestimmten Alter, mit Beistandschaft.
Über die Beistandschaft versucht das Jugendamt in Deinem Namen und Auftrag den Unterhalt beim Vater zu holen, geht bis zum 18. Geburtstag das Kindes.
Sehr hilfreich, weil einem selbst zumindest dieser Ärger erspart bleibt und weil die ausstehenden Ansprüche gut dokumentiert werden.
Kann sehr wichtig sein, falls es mal umgekehrt passiert und der Vater Unterhalt von Kind möchte.
 
  • #62
Sehr hilfreich, weil einem selbst zumindest dieser Ärger erspart bleibt und weil die ausstehenden Ansprüche gut dokumentiert werden.
Kann sehr wichtig sein, falls es mal umgekehrt passiert und der Vater Unterhalt von Kind möchte.
Es ist in eurer Situation besonders wichtig, dass dokumentiert wird, dass er NICHT zahlt.
Wenn der Vater keinen Unterhalt gezahlt hat, ist das Kind auch nicht gegenüber seinem Vater unterhaltspflichtig. Und bei dem Alter des Vaters, wird es vielleicht nicht mehr lange dauern, bis das teure Pflegeheim ansteht.
 
N

nachdenkliche

  • #63
Nachdem ich ihm gestern in aller Ruhe und Freundlichkeit geschrieben habe, dass ich diese Sms - Tipperei nicht mehr aushalte un
...ich finde diese Form der Kommunikation in diesen wichtigen Angelegenheiten einfach unsäglich.
"Wie du meinst."
Und daraufhin schrieb er: "Dies ist meine letzte Sms."
..Siehst Du, er hat Dir auch wiedermal den richtigen Ratschlag gegeben! Verstehst Du nun endlich?
Schreibe ihm bitte nie wieder! Unterhaltsangelegenheiten nur über den Anwalt, wenn das nötig werden sollte. Alles Gute!
 
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  • #64
Hallo Blair, hallo Lionne69,

Das Thema Unterhalt ist natürlich auch eines der Themen, die ich mit dem Kindesvater nie besprechen konnte. Er hat Post vom Jugendamt bekommen, diese liegt seit August 2014 ungeöffnet bei ihm zuhause herum. Wenn ich am Telefon nachgefragt habe, ob er sich denn nicht mal um die Post vom Jugendamt kümmern mag, kam als Antwort "Ja, muss ich mal machen."
Und wenn ich insistiert habe, war er genervt und sagte, es sei SEINE Sache. Es war immer frustrierend und traurig, zu beobachten, dass er sich auch um Formalitäten nie gekümmert hat.
Er rafft sich einfach nicht auf, lebt stattdessen lieber in den Tag hinein und lässt sich mit Fotos des Kindes von mir versorgen, an denen er sich dann erfreut, stolz wie Bolle.
Er erhielt, wahrscheinlich aufgrund der Verweigerung, mitzuarbeiten, auch schon Post vom Amtsgericht. Aber auch diese Post öffnet er nicht.
Er sitzt diese Geschichte mit seinem letzten Kind einfach aus.
Zweimal musste er schon Unterhalt zahlen, wahrscheinlich denkt er sich, ein drittes Mal, nein, das sehe ich nicht ein.
Dass das bis zur Volljährigkeit des Kindes ist, wusste ich nicht. Ich bekomme Unterhaltsvorschuss bis zum 6. Lebensjahr. Danach, dachte ich, wäre die Sache ohnehin erledigt.
Ja, um so eine Beistandschaft werde ich mich kümmern.

Was passiert eigentlich, wenn er diese Briefe vom Amt weiterhin einfach ungeöffnet liegen lässt?

Er behauptet, er müsse nicht zahlen, da er zu wenig Geld hat. Aber warum kann er das dem Jugendamt nicht mitteilen?

LG Nora2
 
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  • #65
Es ist in eurer Situation besonders wichtig, dass dokumentiert wird, dass er NICHT zahlt.
Wenn der Vater keinen Unterhalt gezahlt hat, ist das Kind auch nicht gegenüber seinem Vater unterhaltspflichtig. Und bei dem Alter des Vaters, wird es vielleicht nicht mehr lange dauern, bis das teure Pflegeheim ansteht.
Ach du Schreck, aus diesem Blickwinkel habe ich das noch gar nicht betrachtet... Das fehlte noch, erst lässt er uns im Stich, dann das....
Da das Kind aber Vorschuss bekommt, müsste die Zahlungsunwilligkeit des Vaters ja eigentlich dokumentiert sein. Ich kümmere mich aber zur Sicherheit nochmal darum.
Wie kann ein erwachsener Mann sich einfach so aus sämtlichen Angelegenheiten ausklinken?
Ich wundere mich sowieso, dass er seit 2 Jahren unbehelligt von irgendwelchen Stellen fröhlich sein Leben lebt, als wäre er kinderloser Single. Während ich mich am Telefon per Anruf oder SMS hilflos seiner Verweigerungshaltung beugen muss, zur Not wird eben einfach der Hörer seinerseits aufgeknallt, dann erreiche ich ihn gar nicht mehr und hab das Nachsehen.
 
  • #66
...ich finde diese Form der Kommunikation in diesen wichtigen Angelegenheiten einfach unsäglich.

..Siehst Du, er hat Dir auch wiedermal den richtigen Ratschlag gegeben! Verstehst Du nun endlich?
Schreibe ihm bitte nie wieder! Unterhaltsangelegenheiten nur über den Anwalt, wenn das nötig werden sollte. Alles Gute!
Liebe nachdenkliche,

auch ich finde diese Art der Kommunikation unsäglich.
Es war aber leider die einzige Möglichkeit, mit ihm in Verbindung zu bleiben.
Telefonate wurden, sobald es um das Thema Kind und Vatersein ging, gnadenlos abgebrochen, Handy ausgemacht, fertig.
Zu Besuch kommt er nicht.
Wenn ich gar die Ansage machte, mir sei das zu dumm, diese Tipperei übers Handy und ich werde vorbeikommen, dann sagte er "Ich will dich nicht sehen, ich werde euch nicht reinlassen, ihr könnt euch die Fahrt sparen!"

Und es geht doch nicht nur um Unterhalt!

Am Ende dreht er es so: Da ich ihn nicht mehr per SMS kontaktiere, lege ich ihm ja Steine in den Weg und er KANN sich ja gar nicht um das Kind kümmern, denn die böse Mutter hält ja keinen Kontakt.
Dass das Unfug ist, weiss ich.

Warum das ein "richtiger Ratschlag" gewesen sein soll, erschliesst sich mir nicht. Er lässt uns im Stich, kümmert sich nicht, zahlt nicht, macht sich nie Gedanken darüber, wie er für sein Kind da sein kann, erwartet andererseits regelmässige Auskunft über das Kind und mich, Fotos vom Kind und Freundlichkeit ihm gegenüber, und ER gibt guten Rat, indem er mir ankündigt, er bocke jetzt wieder und schreibe mir nie wieder eine SMS?
Und zu meiner Verzweiflung über unser Problem (jawohl, UNSER, nicht MEINS) lediglich ein abschliessendes "Wie du meinst" abzulassen, finde ich auch mehr als unmöglich. Wie ICH meine? Es ist doch nicht meine Meinung! Es ist eine Katastrophe, die er zu gleichen Teilen mitverschuldet hat!

Gruss, Nora2
 
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N

nachdenkliche

  • #67
Warum das ein "richtiger Ratschlag" gewesen sein soll, erschliesst sich mir nicht. Er lässt uns im Stic
Nora!
Das war unbewusst von ihm ein richtiger Ratschlag und zwar dahingehend, dass er Dir damit (was ich auch unmöglich finde) sagen wollte, "Ich will Nnicht"! Verstehst Du?
was die Handytipperei betrifft, wenn das die einzige Form war ihn zu erreichen, dann ist das allerdings SEIN Schaden...Er muss Dir Unterhalt zahlen. Du kannst das dokumentieren fürs Jugendamt. Also, das waer von mir nicht böse gemeint!
 
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  • #68
Ok Nora durchatmen.....Jetzt nicht mehr ärgern lassen. Gib ihm nicht so viel Raum in deinem Leben! Der Typ ist unmöglich, lass dich nicht immer wieder in den Strudel ziehen! Du merkst dass dich seine Nachrichten aufregen, also brich am besten den Kontakt ab.

Wahnsinn, dass Männer einfach so durchkommen. Für mich ist das Kindesvernachlässigung und gehört unter Strafe! Und das man so etwas ohne Konsequenzen durchgehen lässt ist Diskriminierung von Kindern! Meine Meinung!

w(28)
 
  • #69
Und zu meiner Verzweiflung über unser Problem (jawohl, UNSER, nicht MEINS) lediglich ein abschliessendes "Wie du meinst" abzulassen, finde ich auch mehr als unmöglich. Wie ICH meine? Es ist doch nicht meine Meinung! Es ist eine Katastrophe, die er zu gleichen Teilen mitverschuldet hat!
Wir haben mitgekriegt, daß du wütend bist, daß du etwas erwartest, was er nicht bereit ist zu geben. Wir haben noch nicht mitgekriegt, daß du bereit bist, die Konsequenzen zu ziehen und das Gejammer einzustellen. Solange du das nicht tust, kostet das deine wertvolle Energie, die du besser, klüger und nachhaltiger einsetzen könntest. Es ist dein Kopf, den du dauernd an die Wand knallst. Wo bleibt der Lerneffekt bei dir?
 
  • #70
Ich würde noch etwas in die Richtung "ich hoffe du erkennst irgendwann, was du deinem kind damit antust" schreiben und dann erst Mal gut sein lassen...
Bloss nicht - so wird nie Ruhe einkehren.

Und ich würde auf jeden Fall dafür sorgen, dass er den Unterhalt bezahlt! Und wenn du ihn zur Not verklagen musst - tu es!
Auch das nicht, weil sinnlos und so alles immer wieder aufgerissen wird. Die FS beschreibt den Endsechziger als arbeitslos, was meint: Rentner in Altersarmut, aber das klingt noch schrecklicher als Vater für ein Baby.

Wenn die FS Unterhaltsvorschuß für das Kind vom Jugendamt bekommt bis das Kind 12 ist, muss sie garnichts tun. Mehr ist von einem Rentner in Altersarmut auch nicht zu holen. Dann kann das Jugendamt sich kümmern, von dem Mann was einzuholen. Das JA hat bessere Chancen und die FS keinen Stress. Wenn das Jugendamt nicht mehr zahlt, kann die FS sich überlegen, ob sie was unetrnimmt. Dann ist der Mann weit in den 70ern, d.h. die Chancen, Unterhalt zu bekommen liegen ungefähr am Nullpunkt.

So ist das, wenn Frau den Vater schlecht wählt. Dann steht sie mit allem allein da und hat ein Kind, welches bei seinem Berufseintritt für einen unwilligen und unfähigen Vater unterhaltsplichtig wird. Das Kind wird sich für den Vater noch bei der Mutter bedanken.
 
  • #71
Nora!
Das war unbewusst von ihm ein richtiger Ratschlag und zwar dahingehend, dass er Dir damit (was ich auch unmöglich finde) sagen wollte, "Ich will Nnicht"! Verstehst Du?
was die Handytipperei betrifft, wenn das die einzige Form war ihn zu erreichen, dann ist das allerdings SEIN Schaden...Er muss Dir Unterhalt zahlen. Du kannst das dokumentieren fürs Jugendamt. Also, das waer von mir nicht böse gemeint!

Ja, entschuldige, dass ich mich so aufgeregt habe. Ich bin momentan runter mit den Nerven, es tut mir leid.
Ich meins auch nicht böse :)

LG an alle
 
  • #72
Ich bekomme Unterhaltsvorschuss bis zum 6. Lebensjahr. Danach, dachte ich, wäre die Sache ohnehin erledigt.
Genau so ist es auch! Danach kümmert sich das Jugendamt nicht mehr um den Unterhalt.
Dass das bis zur Volljährigkeit des Kindes ist, wusste ich nicht.
Das hast du falsch verstanden! Bis zur Volljährigkeit des Kindes kann das Jugendamt (oder du) den Vater auf Unterhaltszahlung bzw. Rückzahlung des vorgeschossenen Geldes verklagen.
Die 6 Jahre Unterhaltsvorschuss sind schnell vorbei. Danach bekommst du keinen Cent Kindesunterhalt mehr! Aber ein Kind wird ja mit zunehmendem Alter immer teurer, wie du bereits von deinen anderen Kindern wissen wirst. Du musst also, nachdem dein Kind 6 Jahre geworden ist, den Unterhalt vom Vater gerichtlich einklagen, wenn du dann noch etwas bekommen willst!

Du hättest dir den Mann, von dem du dich schwängern lässt, vorher mal anschauen sollen. Dass er im Rentenalter ist, wusstest du! Dass er kein Kind wollte, auch! Du bist für das Desaster deshalb auch mitverantwortlich! Stehe dazu, was du auch selbst verursacht hast, anstatt zu jammern und ihm allein die Schuld zuzuschieben!
Er wollte das Kind nicht! Begreife es doch endlich!

w50
 
  • #73
Es ist eine Katastrophe, die er zu gleichen Teilen mitverschuldet hat!
Natürlich ist er genetisch der Vater.

Aber er hat Dir tausend Signale gesendet, dass ihm das Kind egal ist - dumm-stolzes Gesäusel zählt nicht, nur Taten zählen - und Du als Person ihn ebenfalls nur nervt.

Du hättest seine Beschwerden und sein Gelaber seit Jahren komplett ignorieren und Dich innerlich von dem Kerl als Vater des Kindes verabschieden können, sollen und müssen. Das hast Du nicht getan, Du hast der Realität nicht ins Auge sehen wollen und das ist Dein Anteil.
Dass er sich jetzt wieder benimmt wie der Holzhacker im Walde, sollte Dir die Erkenntnis erleichtern, dass Du ihn schlicht in die Tonne treten musst. Tu das, stell Dich der Trauer und lebe dann befreiter weiter. Es wird Dir besser gehen, versprochen.
 
  • #74
Wenn die FS Unterhaltsvorschuß für das Kind vom Jugendamt bekommt bis das Kind 12 ist, muss sie garnichts tun.
Falsch! Unterhaltsvorschuss vom Jugendamt wird längstens 6 Jahre lang bezahlt und höchstens bis zum 12. Lebensjahr. Das bedeutet: Wenn der Unterhaltsvorschuss bereits mit der Geburt des Kindes beginnt, endet er mit dem 6. Geburtstag.
Wenn der Unterhaltsvorschuss z.B. erst beginnt, wenn das Kind 8 Jahre alt ist, weil die Eltern sich z.B. dann erst trennen und die Unterhaltsfrage dann erst aufkommt, bezahlt das Jugendamt bis zum 12. Geburtstag, also nur noch 4 Jahre lang.
Das Kind der FS bekommt bereits seit 2 Jahren Unterhaltsvorschuss, da es bereits 2 Jahre alt ist und der Kindesvater ja noch nie Unterhalt gezahlt hat. Konkret heißt das: In nicht einmal 4 Jahren ist es vorbei mit Kindesunterhalt!
Der Selbstbehalt für nichtberufstätige Kindesunterhaltspflichtige (hier: Kindesvater) beträgt zur Zeit 880,- monatlich. Das bedeutet, nur wenn man ihm nachweisen kann, dass er mehr als 880,- Einkommen im Monat hat, muss er Kindesunterhalt bezahlen. Im Rentenalter wird er auch nicht mehr verpflichtet, eine Arbeit aufzunehmen, um Kindesunterhalt zu zahlen.
Kann man immer nur wiederholen: Augen auf bei der Wahl des Kindesvaters!

w50
 
  • #75
Meines Wissens steht er als Vater NICHT in der Geburtsurkunde und nur allein das zählt. In der Geburturkunde ist kein Name angegeben, facto unbekannt. Da können sich keine Unterhaltsansprüche herleiten. Das Kind ist demnach auch nicht gesetzlich erbberechtigt.

Unterhaltsvorschuss erhält man sechs Jahre lang (in Ausnahmefällen: maximal bis zum 12. Lebensjahr des Kindes.)

Die FSin müsste ihn für den Unterhalt in die Geburtsurkunde als Vater eintragen lassen. Dann muss er aber zunächst den geleisteten Unterhaltsvorschuß zurückzahlen, bevor er von seiner Rente weiterhin Unterhalt zahlen kann. Wie leistungsfähig er mit einer scheinbar kleinen Rente ist, weiß die FSin am Besten.
Im Gegenzug kann das gemeinsame Kind, wenn es in 15 Jahren volljährig ist, zum Unterhalt bei seiner Pflege belangt werden. Dafür wäre das Kind, wie seine anderen beiden Kinder, wiederum erbberechtigt.
 
  • #76
Und warum sagte er dann er liebt dieses Kind?
 
  • #78
Und warum sagte er dann er liebt dieses Kind?
Bla...bla...

Mein Ex hat ähnlichen Müll geredet und innerhalb von Jahrzehnten (ernsthaft) niemals ein Wochenende mit seinen Kindern verbracht. Gesehen haben sie ihn, wenn ich sie zu ihm gebracht habe, dann gab es Kino und vielleicht noch ein Eis und dann habe ich sie wieder abgeholt.
Ich wußte aber, was ich von dem Herrn zu halten hatte und habe 0,00 von ihm erwartet.

An ihren Taten sollt ihr sie erkennen....................
 
  • #79
Liebe Nora,

Ich habe das ganze Prozedere um Unterhalt gehabt, ohne Vorschuss, da die Kinder schon zu alt.
Über die Beistandschaft wurde ein Titel erwirkt, wieviel der Vater zahlen musste.
Bei Gericht wurde entschieden, dass er bei dem zu niedrigen Einkommen zu einem Zusatzverdienst verpflichtet war, damit gab es zumindest bis heute den Anspruch auf den Mindestunterhalt. Wird immer noch mehr jeden Monat, ist inzwischen pro Kind gute 20.000€.
Das Geld werden sie nicht sehen, aber es geht eben um die Verhinderung, dass sie eines Tages für diesen "Vater" zahlen.
Ob der Vater Briefe öffnet, etc., alles irrelevant, das Jugendamt regelt im Rahmen der Beistandschaft im Namen Deines Kindes alles notwendige. Du erteilst die entsprechende Vollmacht als Erziehungsberechtigte.
Es kann auch zu Pfändungsverfahren kommen, meist ohne Erfolg, aber zumindest zur Sicherung der Ansprüche.

Vorteil ist vor allem, Du kannst in Zukunft alle Kontakte mit ihm vermeiden und alle Streitereien. Die kosten viel zu viel eigene Energie und bleiben ergebnislos.

Ob Du wirklich mit Zwang den Umgang zwischen Kind und Vater haben willst, überlege es Dir. Das Kind spürt die Abneigung.
Vielleicht gibt es irgendwann in Deinem Leben jemanden, der gerne die Paparolle übernehmen mag, der fand sich bei mir auch - emotional und auch vom Verhalten ist er der Papa bis heute, obwohl unsere Partnerschaft nicht mehr existiert und meine beiden Söhne inzwischen erwachsen, der Ältere lebt bei ihm, mit dem jüngeren gibt es viele gemeinsame Aktionen.
 
  • #80
Hallo Andere Frau,
er hat die Vaterschaft anerkannt und dieses existiert schwarz auf weiß. Ist das nicht ausreichend? Ich frag nur.

Hallo saepe_inscia,
Ich will es mit ganzer Kraft versuchen, ich möchte nichts lieber, als dieses Karussel zu beenden! Ich trau mich nur noch nicht so richtig, weil ich ein enorm schlechtes Gewissen habe! Und Angst auch. Davor, dass er mich als Unperson hinstellt, die ihm sein Kind genommen hat bzw dem Kind den Vater. das bringt dieser Mensch fertig! Er dreht sich alles so, wie er es für seine Lebenslüge braucht...
Es sind immer die bösen Frauen schuld an seiner Misere.
 
  • #81
Er liebt das Kind, weil Du Dich dafür entschieden hast.
Er wollte mit Dir KEINE Kinder und auch nicht Euer Kind haben.
Aber er versteht, dass das Kind nichts dafür kann, wenn die Mutter ihren Willen durchsetzt und das Kind, gegen seinen Willen bekommt.
Dafür liebt er sein Kind.
Er würde sich ja auch um sein Kind kümmern, wenn Du deine Kinder bei Deinen Ex-Mann lässt und zu ihm ziehst.

Er wollte auf seine alten Tage nur ein bisschen Spass mit einer jungen Frau, ein bisschen Sommerfrische mit dir genießen, alles ohne Verpflichtung.

Doch die Verantwortung und Pflicht kam durch die Geburt auf ihn zugerollt.
Er sollte zu dir ziehen, also sein gewohntes Umfeld und seinen Freundes- und Bekanntenkreis aufgeben, sich um ein schreiendes Kleinkind kümmern, wo er sich nur seine Ruhe wünscht, Du bringst gleich noch zusätzlich 2 Kinder und einen Ex-Mann und einen Haufen Papier- und Behördenkram.

Die meisten alten Leute, die ich kenne, haben auf so etwas null Lust.
Sie sind gebrechlich, wünschen sich keine großen Veränderung im Alter mehr, keinen Umzug, keine Fernbeziehung über 200 km, mit schwieriger "Paar"-Beziehung, keine Diskussionen, ... und es kommt mit zunehmenden Alter noch Altersstarrsichtigkeit dazu, also er wird kaum zur Einsicht zu bewegen sein.

Dies ist aber unabhängig zu sehen, zur Vater-Kind-Beziehung. Das Kind liebt er.
Du bist "Paar"-Beziehung und bedeutest ihm zuviel Stress, dem geht er so aus dem Weg.
 
  • #82
Und warum sagte er dann er liebt dieses Kind?
Warum? Ganz einfach , weil er es kann und Papier /Telefon/SMS geduldig sind.
Es ist leicht gesagt"ich liebe das Kind" , wenn dem aber keine Taten folgen , ist es für die Katz'. Verantwortung übernehmen , für das Kind da sein ,es aufwachsen sehen , gute und schwierige Zeiten durchstehen, es im Arm halten , für das Kind sorgen...das ist für mich "Liebe".
Er hat sich gegen all das von Anfang an entschieden ,also kannst du seine Worte getrost vergessen.
Ich kann deine Lage nachvollziehen, war in ähnlicher Situation (der Vater meines Kindes hat mich verlassen ,als unser Kind 7 Monate alt war).Der Vater wurde nicht müde zu erwähnen ,wie sehr er den Kleinen liebt , aber getan hat er nichts für ihn.
Ich habe einen tollen Mann gefunden , er liebt meinen Sohn und sorgt und kümmert sich um ihn mit einer Selbstverständlichkeit , da braucht man keine großen Worte drumherum.
Alles Gute .
w,52
 
  • #83
Und warum sagte er dann er liebt dieses Kind?
Weil so ein Satz weder Mühe, noch Zeit, noch Geld kostet!
Mensch, Nora2, begreife es doch endlich: Der Mann hat allerhöchstens Gefühle wie ein Opa seinem Enkel gegenüber. Fotos vom Kind finden Opas schön, sind stolz auf ihren Enkel, und dann ist ein "Ach, ich liebe diese Kind!" schnell gesagt. Das kostet doch nichts!
Opas sind aber meistens froh, dass sie nicht mehr echte Verantwortung und anstrengende Aufgaben dem Enkel gegenüber übernehmen müssen. In dem Alter, um die 70, hat man auch die Kraft und Energie dafür nicht mehr! Und weil der Mann keine langjährige emotionale Bindung zu dir hat, hat er noch nicht mal das Bedürfnis, das Kind wenigstens wie seinen Enkel zu sehen und ab und zu Kontakt zu haben. Er wird auch immer Angst vor der Verantwortung haben, die dann im Raume steht, weil er ja der Vater ist. Das wird nichts mehr, finde dich damit ab!

w50
 
  • #84
Und warum sagte er dann er liebt dieses Kind?
Nora. Warum er das gesagt hat, kann 1000 Gründe haben. Keiner davon sollte für dich und dein Leben relevant sein.
Ich habe wirklich Angst um dich. Noch viel mehr um dein Kind, weil das sich noch nicht wehren kann.
Ich habe Angst, du kapierst es nie. Nie. Der Mann begleitet dich zur Abtreibung, aus seiner Sicht, und du kapierst es nicht. Noch nach Jahren nicht.
Nora, was stimmt nicht mit dir. Da ist massiv was falsch. Was brauchst du, was würde dir helfen, es endlich zu kapieren? Sag uns, was. Bitte.
Deine Art der Realtitätsverweigerung ist wirklich nur erschreckend und beängstigend. Und wäre mir völlig egal, total gleichgültig, weil du als Erwachsener tun und lassen kannst was du willst, dich selbst schädigen, solange du willst. Aber nicht dein Kind. Hör endlich auf dein Kind zu schädigen.
 
G

grünewelle

  • #85
Und warum sagte er dann er liebt dieses Kind?
Es tut fast schon ein bißchen weh, hier mitzulesen. Du hast es sehr schwer mit dem Loslassen, das tut mir echt leid.
Er tippt in sein Handy vielleicht ein, dass er ein für ihn wildfremdes Kind liebt. Aber was tut er? Taten sollten überzeugen, nicht ins Handy eingetipptes Gesäusel.
Ihr hatte eine realitätsferne Beziehung, eine Handybeziehung, diese diente ihm vielleicht zur Bespassung oder als Langeweile-Killer. Mehr will oder wollte er aber nicht von Dir und auch nicht vom Kind. Ich verstehe, dass man sowas partout nicht verstehen kann und einem ständig neue Gedanken in den Kopf schiessen, die nach einer Erklärung suchen.
Es gibt für Dich womöglich nie eine Erklärung, komm zur Ruhe, löse Dich von diesem Mann, nimm Abschied von Erwartungen und Wünschen, die nie erfüllt werden. Schwierig, ich weiß , ich hab das auch durchlebt, aber nicht unmöglich. Vielleicht holst Du Dir Hilfe dabei, das könnte Sinn machen. So eine Zeit des Durcheinanders ist wirklich sehr belastend und kann einem langfristig echt einen tiefen psychischen Knacks verpassen. Und es dauert bei Dir schon so lange und hält noch an.
Ich wünsche Dir alles Gute.
W
 
  • #86
Und Angst auch. Davor, dass er mich als Unperson hinstellt, die ihm sein Kind genommen hat bzw dem Kind den Vater. das bringt dieser Mensch fertig! Er dreht sich alles so, wie er es für seine Lebenslüge braucht...
Es sind immer die bösen Frauen schuld an seiner Misere.
Keine Sorge.

Wenn Dein Kind alt genug sein wird, kann es ja selbst Kontakt aufnehmen. Es wird sehr schnell bemerken, dass nur Geschwätz von seinem Vater kommt und sein Verhalten schnell einschätzen können.

Du darfst nur keine Schimpfkanonaden gegen ihn loslassen, sondern - zu gegebener Zeit, wenn es alt genug ist und Fragen stellt - ruhig und sachlich die Abfolge darstellen.

Notfalls tippe alle gespeicherten SMS ab oder drucke sie aus dem Smartphone aus. Zudem notiere Dir die Daten des realen Kontakts, daraus kann man doch schon ablesen, wie der Hase lief.

Kinder sind in keiner Weise doof, sei dessen versichert.

Aber Du solltest nun wirklich auf EUCH schauen - wenn Du Deine Energie für diesen Vollpfosten verpulverst, können Dir das Deine Kinder wirklich einmal später zum Vorwurf machen. Ermögliche Euch ein entspanntes, gutes Leben, dann tust Du wirklich etwas für die Zukunft der Kinder.
 
  • #87
Ach Mensch, hallo liebe Leute,
Ich sitze hier mit einem dicken Kloß im Hals und bin wirklich erschüttert darüber, mit welcher Anteilnahme ihr meine Uneinsichtigkeit mir versucht, klarzumachen, mein Verrantsein, mein Nichtabfindenkönnen und -wollen....
Ich brauchte diese Massivität an Sätzen wie "seine Sms sind leeres Blabla", "Er will nicht!" und so weiter, im Kopf war alles da aber das Herz wollte sich immer sträuben.
Es reicht. Jede Zuwendung an diesen Mann ist eine zuviel, und ein Schlag ins Gesicht für das Kind, das er am liebsten abtreiben lassen wollte.
Ihr habt so recht, dieser Mann hat seine Chance verspielt, soll er sich zum Teufel scheren und mich und mein liebes Kind in Frieden lassen.
Wie verblendet und verkorkst bin ich....
Nächste Woche besuche ich erstmal seinen Opa, darauf freue ich mich schon und das Kindchen ruft schon die ganze Zeit fröhlich Oppa Oppa!
Ach Leute, ich danke euch von Herzen für eure Beiträge, euer Verständnis und vor allem für die härteren Ansagen.
Das tat weh aber es hat geholfen. Ich brauchte die.
Ganz liebe Grüße
 
  • #88
Liebe Saepe inscia,
Ja. Alles was von ihm die ganze Zeit kam, war leeres Geschwätz, dreist, vermessen, hohl, dumm und egozentrisch.
Danke!
LG
 
  • #89
Liebe Nora,

Fühl Dich jetzt erst mal gedrückt.

Nimm Dir selbst auch die Zeit, diesen Mann innerlich zu verabschieden - hilfreich kann sein
Dir richtig Zeit nimmst, einen Brief schreiben, mit allem, was war, was Du erlebt hat, was Du fühlst. Ein Abschiedsbrief, den Du aber auf keinen Fall abschickst. Eher vielleicht sehr feierlich verbrennst....
Mir hilft schreiben - in diesem Fall würde ich eine Liste machen. Was war positives, was war negatives (!). Warum und wie bin ich mit ihm zusammen gekommen - auch die Sehnsüchte, die es gab. Welche Gefühle hatte ich - alle, die ganze Palette, was fühle ich heute. Für so etwas nehme ich mir richtig Zeit, und dann ist sehr vieles viel klarer.

Und dann mal anschauen, was habe ich. Kinder, Freunde, sonstige Beziehungen - alles positive. Bei Dir ist doch da ein sehr schönes Gegengewicht.
Was kann ich, da ist als AE einiges.
Was ist an mir Gutes und Positives - auch ganz viel, Du vermittelst durchaus Stärke hier in Deinem Thread.
Nun, und wenn es möglich ist, mal einen Ausblick nach vorne - Wünsche, Träume... Ziele.
Regel die sachlichen Fragen (Unterhalt, usw.), und kümmere Dich um Dich, und Deine Kinder.

Bitte jetzt nicht anfangen, Dich mit Schuld Versagen, innerlichen Abwertungen fertig machen, wir sind alles Menschen, haben alle unsere Fehler gemacht.
Wichtig ist nur, daraus zu lernen - für die Zukunft.
Wenn Du es alleine nicht schaffst, gerade das ganze Aufarbeiten, würde ich mir professionelle Unterstützung bei einem guten Verhaltenstherapeuten suchen. Auch das ist möglich, nichts wofür man sich schämen müsste.

Hake dieses "Würstchen" ab, und schau nach vorne, nimm Dein Leben in die Hand - das kann so toll sein :).

Dir alles Gute.
 
  • #90
Es ist in eurer Situation besonders wichtig, dass dokumentiert wird, dass er NICHT zahlt.
Was soll das dann bringen?
Der Mann ist fast 70 und hat nichts. Wo nichts ist, hat der Kaiser sein Recht verloren.

Einen Aspekt sollte man aber auch nicht außer Acht lassen. Der Kindsvater ist nun 69 und somit ist seine Zeit auch sehr begrenzt. Den 18. Geburtstag des Kindes wird er wohl kaum noch erleben.
Dann kommt noch die Altersarmut dazu und egal ob jetzt die FS oder der Staat. Wo nichts ist, kann man auch nichts holen.
Hier darf am Ende der Staat den Unterhalt bezahlen und sonst niemand.

Eventuell sieht ja der Mann dies eher realistischer als die FS. Sollte er noch 10 J. Leben, hat er ja schon die durchschnittliche Lebenserwartung überragt.
Vielleicht kommt ja auch aus der Mischung Alter + Armut sein Verhalten. Die zeitliche Dauer ist begrenzt und das Einkommen ebenso.