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  • #1

Uralte Geheimnisse, unfreiwillige Vaterschaft

Meine Freundin hat mir anvertraut, dass sie vor 20 Jahren einen Mann regelrecht ein Kind angehängt hat. Sehr bewußt und überlegt.
Da ich sehr gerechtigkeitsbewußt bin, habe ich daran zu knapsen. Ich liebe sie und es ist rational Schnee von gestern. Ich wollte, sie hätte es für sich behalten. Wie seht ihr das? Gibt es bei Euch solche Geheimnisse, die Ihr lieber nicht sagen solltet/würdet?
 
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  • #2
Nö, mit Geheimnissen dieser Größenordnung kann ich nicht dienen. Dafür kann ich aber schon verstehen, dass Du mit diesem Geständnis, obwohl es Dich gar nicht direkt betrifft und schon 20 Jahre zurückliegt, ein Problem hast. Vermutlich würde ich die Frau fortan auch mit anderen Augen sehen. Ich meine, in den Bereichen Charakter und Partnerschaft ist das wohl eine der dicksten Büchsen der Pandora die man platzen lassen kann.

Würde mir eine Alte in einem Nebensatz erklären, dass sie sich und ihre Bedürfnisse mal so nebenbei über die eines anderen Menschen gestellt hat und damit quasi die Planung eines fremden Lebensentwurfes an sich gerissen und somit zwangsläufig schulterzuckend dessen Scheitern in Kauf genommen hat ( ... so ist es offensichtlich ja auch gekommen), hätte ich vermutlich auch leichte bis mittelstarke Zweifel hinsichtlich ihrer Integrität.

Zumal man solch egoistische und rücksichtslose Charaktermerkmale ja nicht einfach mal so über Nacht ablegt oder in anderen Bereichen und Lebenslagen ausknipst.

Ich wüsste nicht, ob ich eine bis dahin geliebte Frau nach einem solchen Geständnis weiterhin lieben könnte. Auch wenn mich das Problem grundsätzlich nicht beträfe. Denn das ist schon ziemlich starker Tobak. Warum sollte ich mich mit einer solchen Diktatoren-Doofnudel abquälen? Gibt doch weiß Gott genug andere Menschen!
 
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  • #3
Es gibt Geheimnisse. Sie würden mich in ein schlechteres Licht rücken. Deshalb: Jede Frau sollte ihr kleines Geheimnis haben...

Dass dich das beschäftigt glaube ich gern.
Aber: ein Mensch entwickelt sich. Manchmal sogar zum Besseren.

Verstehe ich das richtig? Bedeutet "Kind angehängt", dass sie schwanger von ihrem Partner wurde ohne ihn in die Familienplanung einbezogen zu haben? Oder das was ich (zunächst) vermute: ein Kind von einem anderen Mann als eigenes untergejubelt?
Ersteres habe ich auch gemacht, da mein Mann so Anwandlungen hatte von "Ein Kind reicht", "In der heutigen Zeit"...Letzteres finde ich deutlich verwerflicher (soll es aber viel häufiger geben, als angenommen).

Sprich sie doch darauf an. Sag ihr, dass du an diesem Geständnis ein bisschen rumknabberst. Vielleicht wird deine Haltung klarer, wenn sie reagiert:
"Ach, der war halt zu dumm, das zu merken." oder
"Ja, das war voll sch...würde ich heut nie wieder machen." oder
"Was ist schon dabei..."

Sie hatte sicher Gründe. Diese könnten dir helfen, zu verstehen (und hoffentlich nicht zu verachten)
 
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  • #4
Ich sehe es auch eher so, dass sie bewusst schwanger wurde und es dem Kindsvater als "Unfall" verkauft hat. Um zu wissen, wie "verwerflich" dies ist, müsste man mehr wissen. Mir ging es auch so ähnlich wie #2, nur dass ich es nicht gemacht habe und schwer bereue, dass ich so nie ein Kind bekommen habe. Mein Mann wollte immer warten und warten und dann doch kein Kind. Es gab echte Probleme und irgendwann später hat er selbst gemeint, dass ein Kind doch schön gewesen wäre. Dann war ich aber schon 44. Ich war stinksauer und darauf meinte er, ich hätte doch einfach die Pille absetzen können, er hätte es dann schon akzeptiert.

Also frag erstmal nach, wie es war und warum sie es getan hat, wenn es dich so belastet.

@# 1 Deine Ausrucksweise, die Art, wie du von einer fremden Frau sprichst, die du nicht kennst - das wäre für mich eher etwas, was du verheimlichen solltest, das ist einer deiner schwarzen Flecke.
Unterste Schublade einfach.
 
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  • #5
Hier der FS:
Es war so, dass sie jemanden mit nach Hause genommen hat, weil sie ein Kind wollte. Als ihre Tochter dann da war, hat sie ihm vor der Entscheidung gestellt. Entweder zahlst Du Unterhalt und dann bist Du offiziell der Vater oder Du zahlst keinen Unterhalt und dann hat ihre Tochter nie einen Vater gehabt. Sie hat nun einen Vater, das war die Entscheidung.
 
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  • #6
Meine Freundin hat mir anvertraut, dass sie vor 20 Jahren einen Mann regelrecht ein Kind angehängt hat. Sehr bewußt und überlegt.
Da ich sehr gerechtigkeitsbewußt bin, habe ich daran zu knapsen. Ich liebe sie und es ist rational Schnee von gestern. Ich wollte, sie hätte es für sich behalten. Wie seht ihr das? Gibt es bei Euch solche Geheimnisse, die Ihr lieber nicht sagen solltet/würdet?

Aber warum?
Wegen sein Geld? Das ist schlimm und nicht gerecht.
Oder wegen die Liebe? Das kann ich verstehen, auch wenn es nicht richtig war... das Herz fand es ehrlich und richtig.

p.s. und ja jeder hat Geheimnisse. Ich bin auch sehr gerechtigkeitsbewusst, wurde jetzt aber nicht wieder alles an ein neuen Partner erzahlen - weil ich nicht wieder ewig darüber reden will. Wir alle machen Fehler. Ich kann mich noch im Spiegel anschauen. Und davon gibt es ehrlich gesagt leider wenigen.


w -35
 
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  • #7
Lieber FS, das klingt tatsächlich nicht nett.
Wie alt war sie damals? Sehr jung und unreif oder...
Gründe könnten darin liegen, dass sie Torschusspanik bekommen hat: Das Alter zum Kinder bekommen läuft und wenn man den richtigen Partner nicht findet gibt es zwei Möglichkeiten: sich einen Erzeuger suchen oder kinderlos bleiben. Das macht die Sache nicht besser aber besser nachvollziehbar. Wenn es denn so war...
 
  • #8
Immerhin hätte sie auf Unterhalt verzichtet, das lässt sie jetzt nicht ganz so übel dastehen. Trotzdem ist so etwas ein ziemlich dunkles Geheimnis. Da sind solche Scherze wie mal im Puff gewesen oder mal fremdgegangen Kinkerlitzchen dagegen.

Ich hätte Schwierigkeiten, so einer Frau zu vertrauen. Ob sie in den 20 Jahren wirklich eine solche charakterliche Entwicklung durchgemacht hat, dass sie das selbst als größten Fehler ihres Lebens sieht? Wahrscheinlich nicht. Wie hat sie es denn erzählt? Cool, als ob sie bei der Mathearbeit mal abgeschrieben hat, oder unter Tränen?

Pass auf, dass du ihr keinen Zugriff auf deine Finanzen gibst. Wenn du keine Kinder mehr willst, lass dich sterilisieren. Vertrauen kannst du ihr nicht mehr.
 
  • #9
...
Aber: ein Mensch entwickelt sich. Manchmal sogar zum Besseren.
...
sehe ich auch so.
Aber egal wie dem auch sei. Ich persönlich will nicht Schicksal spielen und über jemanden richten. Ich hüte ein ähnliches Geheimnis eines Freundes, der mich einweihte. Natürlich sehe ich ihn jetzt mit anderen Augen. Hätte ich so von ihm nie erwartet. Jedoch zeigt es mir auch: wir alle sind nur Menschen und so theatralisch das jetzt klingen mag: wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein. Jeder hat schon was auf dem Kerbholz und wer weiß welche Dinge man selbst in Zukunft noch begeht, von dem man von sich selbst dachte: Ich? Nie und nimmer!

Ach und: der werte Herr hätte ja selbst verhüten können ;-)
 
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  • #10
Hier der FS:
Es war so, dass sie jemanden mit nach Hause genommen hat, weil sie ein Kind wollte. Als ihre Tochter dann da war, hat sie ihm vor der Entscheidung gestellt. Entweder zahlst Du Unterhalt und dann bist Du offiziell der Vater oder Du zahlst keinen Unterhalt und dann hat ihre Tochter nie einen Vater gehabt. Sie hat nun einen Vater, das war die Entscheidung.

Sie hat sich sehnlich ein Kind gewünscht. Er hat offensichtlich nicht verhütet. Sie hat ihm die Wahl gelassen. Er hat sich entschieden. Das würde ich nicht in Kind anhängen nennen.

Ich habe mir auch immer ein Kind gewünscht und diesen Weg bewusst nicht gewählt, weil ich dem Kind es nicht zumuten wollte. Aber ansonsten kann ich nichts daran finden. Er wusste was er tat und sie hat ihm die Wahl gelassen. Das ist nicht, was man sich wünscht, aber das ist auch nicht total unredlich. Sie scheint eine sehr starke und unkonventionelle Frau zu sein, die zu dem steht was sie tut. Du musst drauf eingestellt sein, dass Sie die Dinge nicht immer so tut, wie man sie macht. Dafür ist sie aber auch bereit die Konsequenzen daraus zu tragen. Ich finde es sehr mutig, dass sie es Dir erzählt hat. Sie hätte eine Belohnung dafür verdient. Bist Du auch mit allem in Deinem Leben so ehrlich zu ihr gewesen?

W/48
 
  • #11
Erzählt sie es jedem, oder vertraute sie dir?
 
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  • #12
Immerhin hätte sie auf Unterhalt verzichtet, das lässt sie jetzt nicht ganz so übel dastehen. Trotzdem ist so etwas ein ziemlich dunkles Geheimnis. Da sind solche Scherze wie mal im Puff gewesen oder mal fremdgegangen Kinkerlitzchen dagegen.

Na, mal ganz ehrlich: Wieviele Männer haben ein uneheliches Kind aus einem Seitensprung und verheimlichen es der Ehefrau über Jahre. Das ist auch nicht besser.
Pass auf, dass du ihr keinen Zugriff auf deine Finanzen gibst. Wenn du keine Kinder mehr willst, lass dich sterilisieren. Vertrauen kannst du ihr nicht mehr.

Warum? Wieso sollte sie es auf sein Geld abgesehen haben? Ich sehe da absolut keinen Zusammenhang. Sie hätte damals auch aufs Geld verzichtet, hat dem Mann die Entscheidung überlassen, ob e Vater sein möchte oder nicht. Ich denke, sie wollte damals ein Kind. Vor 20 Jahren war es unmöglich, als alleinstehende Frau einfach zu einer Samenbank zu gehen. Sie wollte eben ein Kind um jeden Preis, zur Not auch ohne Vater.
Warum hätte sie das dem FS erzählen sollen, wenn sie ihm ein Kind anhängen wollte. Deine Logik verstehe ich nicht.
Sie hat es ihm gesagt, das ist eigentlich ein Vertrauensbeweis.
 
  • #14
Ihm die Wahl gelassen? Das war eine ziemlich üble emotionale Erpressung.
Redlich wäre gewesen, ihm zu überlassen, ob er Unterhalt zahlt, und die andere Frage, ob er das Kind sehen will, unabhängig davon zu halten.
Für mich stellt sich die Situation so da: "Du hast jetzt ein Kind, einen kleinen Hugo, aber du darfst ihn nur gelegentlich sehen, wenn du auch dafür zahlst. Dich hat niemand gefragt, ob du das willst, ob du das im Moment willst, und ob du das mit mir willst. Entweder du zahlst, oder du hörst nie wieder etwas von deinem Kind".
Die Damen: Würdet ihr euer Kind einfach in fremden Händen lassen, ohne jemals wieder von ihm zu hören? Dann zahlt man doch lieber, oder?

Von freier Wahl kann hier keine Rede sein, die hätte er gehabt, wenn er vorher von ihren Plänen erfährt, oder zumindest, wenn das Besuchsrechts nicht von der Kohle abhängig gewesen wäre.

Wer so einen Plan durchzieht, der hat eine ernsthafte psychische Störung. Die Frau scheint vollkommen empathiebefreit zu sein (solche Leute nennt man übrigens Psychopathen). Ob man dies in 20 Jahren von selbst ablegen kann, sollen die Fachleute beurteilen.
 
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  • #15
Kann *HUGO* #13 nur voll bestätigen. Das war echt Erpressung und egoistisch.

FS, ja ich wäre ziemlich geschockt, sehr enttäuscht und würde am Charakter meiner Partnerin ernsthaft zweifeln. Wie ich reagieren würde kann ich dir jedoch nicht sagen. m45
 
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  • #16
Sie hat sich sehnlich ein Kind gewünscht. Er hat offensichtlich nicht verhütet. Sie hat ihm die Wahl gelassen. Er hat sich entschieden. Das würde ich nicht in Kind anhängen nennen.

Er wurde nicht vor die Wahl gestellt sondern, wie Hugo schon treffend bemerkte, emotional erpresst. Eine "Wahl" hatte er doch erst, als das Kind schon da war und die hätte gegen einen an der Situation unschuldigen Säugling ausfallen müssen - klaro, machen sicher viele Väter. Und, unabhängig von der Verhütungsfrage, hat sie dem Mann natürlich ein Kind angehängt - wie sollte man das auch sonst definieren? Sie schleppte einen Mann vorsätzlich ab um ohne seine Kenntnis schwanger zu werden und ihren Trieb nach Mutterschaft zu stillen.

Wobei man natürlich einräumen muss, dass man(n) schon sehr naiv sein muss, die Verhütungsfrage gerade im Falle von Affairen, ONS und zunehmend auch immer mehr Beziehungen vertrauensvoll in die alleinigen Hände der Frau zu legen. Wer so handelt, muss ein zutiefst verblendetes Bild von der Damenwelt haben.

Mit der typischen Begründung "ich wurde hingehalten und habe deshalb einfach nicht mehr verhütet" verhält es sich so ähnlich, wie mit der Verhütungsfrage: Selbst schuld! Nicht hinhalten lassen, rechtzeitig trennen und Mann mit Kinderwunsch finden. Das sollte jeder Frau in der fertilen Phase (ca. 25 - 30 Jahre) möglich sein ohne andere Menschen für ihre Wünsche über die Klinge springen zu lassen.

[...] aber das ist auch nicht total unredlich. Sie scheint eine sehr starke und unkonventionelle Frau zu sein, die zu dem steht was sie tut. [...] Ich finde es sehr mutig, dass sie es Dir erzählt hat. Sie hätte eine Belohnung dafür verdient.

Gute Idee, lasst uns die Frau zur Heldin stilisieren. Das könnte man dann bspw. auch auf Männer übertragen, die für ihre (nicht untergeschobenen) Scheidungskinder keinen Unterhalt zahlen wollen. Schließlich kann man ihnen die gleichen Eigenschaften andichten: Unkonventionelles Verhalten, stehen zu ihren Entscheidungen und sind außerdem sehr mutig, wenn sie Dritten davon berichten. Dafür hätten sie eine Belohnung verdient.
 
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  • #17
Solche Geheimnisse sollten besser nicht ans Licht kommen, noch schlimmer ist es, wenn man selbst betroffen ist. Meine Ex hat mir die Schwangerschaft, kurz nach Beginn der Beziehung und als deren Ende schon feststand, auch als ungewollt verkaufen wollen und nach der von ihr so durchgesetzten Heirat später zugegeben, dass sie sogar gerechnet hat, damit es klappt. Das habe ich schon als enormen Vertrauensbruch empfunden. Der härteste Schlag kam aber viele Jahre später, als sich herausgestellt hat, dass sie mehrgleisig gefahren war und das Kind nicht von mir abstammt. Auf diese Erkenntnis hätte ich verzichten können.
 
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  • #18
Meine Ex hat mir die Schwangerschaft, kurz nach Beginn der Beziehung und als deren Ende schon feststand, auch als ungewollt verkaufen wollen und nach der von ihr so durchgesetzten Heirat später zugegeben, dass sie sogar gerechnet hat, damit es klappt. Das habe ich schon als enormen Vertrauensbruch empfunden. Der härteste Schlag kam aber viele Jahre später, als sich herausgestellt hat, dass sie mehrgleisig gefahren war und das Kind nicht von mir abstammt.

Genau das ist der springende Punkt, weshalb ich den Blickwinkel des FS' auch nachvollziehen kann und ihm dringend raten würde, die neu gewonnene Skepsis ihr gegenüber auszubauen. In solche Menschen investiert man kein Vertrauen, ohne täglich prüfen zu müssen, ob eines der Küchenmesser im eigenen Rücken steckt oder das Shampoo mit Säure vertauscht wurde.

Eine solche Verhaltensweise ist keine Bagatelle oder ein harmloser Fehler, sondern lässt auf ein tiefergehendes Problem im Charakter schließen. Kühl, rücksichtslos, egoistisch, feige, hinterhältig, verlogen, uneinsichtig und triebgesteuert. Eine solche Persönlichkeit formt man sich über Jahre und legt sie auch nicht mehr ab.
 
  • #19
Sie hat ihm ein Kind angehängt und ist die Böse? Ich glaube, ich lese nicht richtig!

Hat sie ihn zum ungeschützten Sex gezwungen? Nein.
Hat sie das von ihm benutzte Kondom aus dem Papierkorb gefischt und sich selbst befruchtet? Nein.
Hat sie in einer vertrauensvollen Partnerschaft die gemeinsam beschlossene Verhütung ohne sein Wissen beendet? Nein.

Richtig ist: Er hatte einen one night stand und hat nicht verhütet. So schwängert man eben Frauen. Dass er dieses Risiko eingegangen ist, kann er nur sich selbst zum Vorwurf machen.

PS: Natürlich halte ich es für richtig, die Umsetzung eines Kinderwunsches als Paar gemeinsam anzugehen. Alleingänge sind hier das Ende jeder Beziehung. Aber wie hier das riskante, sorglose Verhalten des Mannes abgetan und die Frau als "Schuldige" dargestellt wird - da geht mir echt die Hutschnur hoch.
 
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  • #20
Richtig ist: Er hatte einen one night stand und hat nicht verhütet. So schwängert man eben Frauen. Dass er dieses Risiko eingegangen ist, kann er nur sich selbst zum Vorwurf machen.

Natürlich hätte er auch Vorsorge treffen müssen, das war schon eine dämliche Nachlässigkeit von ihm. Vielleicht lag sein Fehler auch in dem Vertrauen zu der Frau begründet, was offensichtlich - und jetzt schön aufpassen lieber FS - ein großer Fehler war.

Das ändert überhaupt nichts daran, dass die Frau unter verlogenem Vorsatz ihre Wünsche über die ihrer Mitmenschen gestellt hat.

Er hat aus Nachlässigkeit gehandelt und wollte niemandem Schaden zufügen, sie unter Vorsatz in dem Bewusstsein, zwei Lebensentwürfe, nämlich den des Vaters und des Kindes, zugunsten ihres eigenen entscheident zu verändern. Die Option des Scheiterns des Mannes und evtl. auch des Kindes musste sie damit ebenfalls in Kauf nehmen - was sie wohl auch kaltlächelnd tat.

Ja, wer ist denn hier der Böse? ... Immer der Mann, oder?
 
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  • #21
Richtig ist: Er hatte einen one night stand und hat nicht verhütet. So schwängert man eben Frauen. Dass er dieses Risiko eingegangen ist, kann er nur sich selbst zum Vorwurf machen.

Jo, exakto! Wenn man als Mann nicht weiss, wie sein Ding richtig funktioniert und was man damit alles anstellen kann, dann Gute Nacht.

Ganz ehrlich, fast JEDE Frau hat bestimmt schon einmal im Hinterkopf gehabt, dass sie einer flüchtigen Affäre ein Kind anhängen könnte, wenn sie nur wollte. Schau doch mal, als Mann weiss man das vielleicht nicht, weil man ja als Mann keinen Sex mit anderen Männer hat, aber als Frau weiss man das, dass kaum ein Mann beim Sex selbst verhüten möchte. Von zehn ist vielleicht ein ordnungsbewusster Herr dabei, den andere Männer vermutlich als "Trottel" bezeichnen würden, weil er Safer Sex praktiziert. Aber ansonsten fragt kein Mann nach Verhütung oder Kondomen. Es liegt in der Aufgabe der Frau, die Pille oder eine Spirale zu nehmen, da kommt man schon auf bösartige Gedanken, wie man sich als Frau rächen könnte.

Ich würde so etwas zwar nie machen, aber es gibt einfach so viele wahnsinnig unvernünftige Männer, die sich wie kleine Kinder verhalten und nicht mitdenken, was eigentlich Sache ist!

Ich bin sowieso der Ansicht, dass bei jedem Sex mal etwas passieren könnte, auch geschützt. Selbst im Bordell ist man schon ungewollt schwanger geworden! (Ist einer flüchtigen Bekannten von mir passiert, die Prostituierte ist, natürlich muss der Freier heute auch Alimente zahlen! Kam auch in den Medien der Fall. Wer sein Ding reinhängt, hat eben den Salat. So etwas nennt man Verantwortung für sein eigenes Tun übernehmenAlso pass auf!
 
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  • #22
Da hier von vor 20 Jahren gesprochen wird, gehe ich davon aus, dass die Partnerin damals, sowie der Kindsvater, Anfang 20 gewesen waren. Also vermutlich jung und naiv. Wie viele junge Frauen früher und auch wohl noch heute, meinen die, wenn man ein Kind bekommt, wird man von dem Vater für den Rest des Lebens versorgt. Super, ist doch einfach... Diese Frauen werden irgendwann eines Besseren belehrt. Aber dann ist ein Kind da, ein Mensch!

Wenn die Schwangerschaft ein Unfall gewesen wäre, hätte man das vernünftig klären können. Kein Thema. Diese Frau hat aber egoistisch gehandelt und - genau wie Hugo es beschrieben hat - ihn Emotional unter Druck gesetzt. Klar kann man jetzt argumentieren: Wieso hat er nicht verhütet? Gut, aber wie erwähnt, vermutlich waren beide damals dumm und jung. Es ändert aber nichts an der Tatsache das sie den "Fehler" bewusst und ohne Rücksicht auf die Konsequenzen gemacht hat.

Diese Frau hätte ihr Wissen lieber für sich behalten sollen. Das, lieber FS, würde ich Deiner Partnerin auch sagen, denn es beschäftigt Dich ja offensichtlich. Die Zeit wird klären inwiefern das eure Beziehung beeinflusst.
 
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  • #23
[mod]
Wenn Männer so großzügig mit ihrem Erbmaterial umgehen, dann müssen sie mit so was rechnen! Das hat nichts mit Recht oder Unrecht zu tun.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #24
Offen gesagt klingt die Fragestellung zu konstruiert um das zu 100% so zu übernehmen. Falls nur kleine Parameter abgeändert wurden, schreibe ich mal meine Meinung.

Eine ganz wichtige Tatsache vorweg: Durch Sex können Kinder entstehen. Das ist wirklich so! Dafür gibt es ca. 7,1 Mrd. Beweise auf dieser Welt. ;)

Vor 20 Jahren hätte die Freundin auch nur auf Unterhalt bestehen und ein Umgangsrecht trotzdem verweigern können. So war damals einfach die Rechtslage bei Nichtverheirateten. Es gab eine klare Entscheidungsmöglichkeit und der Kindsvater hat sich so entschieden wie er es für richtig hielt. *Punkt*

Wenn die Fragestellung tatsächlich so stimmt, ist deine Partnerin vermutlich nicht mehr oder nur gering fruchtbar und das Problem hätte sich für dich selbst erledigt.

Da ich sehr gerechtigkeitsbewußt bin, habe ich daran zu knapsen.

Klingt offen gesagt nicht wirklich ehrlich ... Gibt es einen wesentlich kürzeren Zeitraum und damit einfach nur der Angst ein Kind "untergeschoben" zu bekommen?

In dem Fall hilft dir eine Vasektomie - und auch die offene Kommunikation mit deiner Partnerin darüber.
 
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  • #25
?..
Aber: ein Mensch entwickelt sich. Manchmal sogar zum Besseren.

Verstehe ich das richtig? Bedeutet "Kind angehängt", dass sie schwanger von ihrem Partner wurde ohne ihn in die Familienplanung einbezogen zu haben? Oder das was ich (zunächst) vermute: ein Kind von einem anderen Mann als eigenes untergejubelt?
Ersteres habe ich auch gemacht, da mein Mann so ...
Sie hatte sicher Gründe. Diese könnten dir helfen, zu verstehen (und hoffentlich nicht zu verachten)

Manchmal zum Besseren. Meisten aber nicht, eher sogar noch umgekehrt, spätestens dann, wenn es wieder einmal "zum Schwur" kommt. Viel Spaß dann...
 
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  • #26
Zum einen, Hut ab für ihr Vertrauen das sie dir entgegenbringt!

Zum andern, wer hat den Samen gegeben? Er oder? Und ja, Schnee von gestern.

Wenn ein Mann absolut kein Kind zeugen will, dann muss er dafür sorgen das es so ist.
Aber die meisten Männer wollen diese Verantwortung einfach an die Frau übertragen.
Voilà, das ist in diesem Fall wohl schief gegangen, daran hat er selbst Schuld!
 
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  • #27
Interessant, wie hat denn deine Freundin das vor 20 Jahren gemacht, ist der Mann dann schwanger geworden und hat das Kind aufgezogen, wenn sie es ihm angehängt hat? Ich dachte, die Frauen kriegen die Kinder. Dass du da 20 Jahre später ein Problem damit haben willst, ist ja wohl total daneben, das glaubst du doch selbst nicht, oder machst du dir gern Probleme, wo keine sind? Wenn das 20 Jahre her ist, brauchst du bestimmt auch keine Angst zu haben, dass du Vater eines weiteren ihrer Kinder werden könntest, also, kannst wieder an was anderes denken. Würde mich mal interessieren, an was.
 
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  • #28
Sie hat ihm ein Kind angehängt und ist die Böse? Ich glaube, ich lese nicht richtig!

Hat sie ihn zum ungeschützten Sex gezwungen? Nein.
Hat sie das von ihm benutzte Kondom aus dem Papierkorb gefischt und sich selbst befruchtet? Nein.
Hat sie in einer vertrauensvollen Partnerschaft die gemeinsam beschlossene Verhütung ohne sein Wissen beendet? Nein.

Thema Schrottimmobilien:

Wurden die Leute zur Unterschrift gezwungen? Nein.
Haben die Täter in den Papierkörben der Opfer gewühlt und sich Ihre Unterschriften so selbst auf Ihre Verträge gezaubert?
Nein.
Haben die Täter in einer vertrauensvollen Geschäftsbeziehung das moralische Vertrauensverhältnis ohne das Wissen der Opfer beendet? Nein.

Tja und eine Frage hast du nun leider vergessen:

Wird dadurch das unmoralische, miese Verhalten der Täter richtig? NEIN!


Unglaublich wie man Opfern jeglicher Art immer wieder ein kühles "selbst schuld" hinknallt.
Blos weil jemand ein Idiot ist (ja der ONS Mann war einer), heißt das noch lange nicht, das das eine Einladung ist, das auszunutzen und mich mies zu verhalten.
Wie absurd!
Das wird dann nur noch getopt von "Der Mann hatte damals ja die Wahl" - nette Umschreibung für eine emotionale Erpressung *Kopfschüttel

Und DAS ist doch der Punkt - wer so hinterhältig, schamlos und egoistisch ist, mit dem möchte man doch keine Beziehung?!
Es handelt sich doch hier nicht um eine Notlüge o.ä sondern um eine grundliegende Offenbarung des Charakters.
 
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