• #1

Unterschiedliche künftige Wohnortvorstellungen - Beziehung wenig sinnvoll?

Hallo meine Lieben,

vielleicht erinnert sich der ein oder andere an mein letztes Posting, kurze Auflösung - wir sind jetzt fest zusammen :)

Es könnte alles so wunderbar sein, wenn er nicht vor einigen Wochen die Wohnorthematik auf den Tisch gebracht hätte.
Schnelle Erklärung: Er (38) kommt aus dem Norden, ich (26) aus dem Süden - wir leben beide in München. Wobei ich ursprünglich aus dem bayrischen Wald komme. Ich lebe seit einem knappen Jahr hier, er schon deutlich länger, er besitzt hier auch Wohneigentum.

So, jetzt hat er mich gefragt, wo ich meine Zukunft sehe. Diese Frage kann ich ganz klar mit "Bayrischer Wald" beantworten - München ist für mich eine Erfahrung, mehr nicht. Natürlich habe ich auch hier einen Freundeskreis, aber meine Familie, meine langjährigen Freunde sind nunmal in meiner Heimat. Und dorthin möchte ich eines Tages zurück - das steht absolut fest.
Auf mich warten dort 2 Häuser, wenn meine Eltern irgendwann, Gott bewahre, dass das nicht schnell passiert, alt sind und nicht mehr für sich selbst sorgen können, werde und möchte ich bei ihnen sein und sie unterstützen. Des Weiteren möchte ich nicht, dass meine Kinder (sollte ich mal welche haben) in einer Großstadt mit dem hier üblichen Ghetto-Slang aufwachsen müssen. Grausam die Vorstellung. Ich bin und bleibe einfach ein Landkind.

Das Problem:
Er sagte, dass er es sich definitiv nicht vorstellen kann, München irgendwann zu verlassen. Definitiv nicht. Da hat er sich unmissverständlich ausgedrückt.
Er wäre bereit an den äußersten, nördlichen Stadtrand zu ziehen oder in nen Vorort, dass ich schneller auf der Autobahn gen Heimat wäre, mehr aber auch nicht. Seine Familie hat er hier im Übrigen nicht, die ist weiterhin im Norden von D.

Meine Fragestellung, bzw. Bitte um Erfahrungsberichte an euch, vllt. kennt ja jm. ne ähnliche Situation: Denkt ihr, er wird seine Meinung irgendwann ändern können?
Weil wenn nicht, wäre es in meinen Augen wenig sinnvoll, diese Beziehung aufrecht zu erhalten, da ich irgendwann definitiv nach Hause zurückkehren werde.

Vielen Dank schon mal :)
 
P

Provence

  • #2
Denkt ihr, er wird seine Meinung irgendwann ändern können?
Mal darüber nachgedacht, ob DU deine Meinung (vielleicht??) ändern könntest? Warum er? In solch einem Fall hilft wohl nur, eine Wohnung in der Mitte zu suchen. Oder sich zu trennen.

Ich selbst hätte große Probleme mit einem Partner/einer Partnerin, der /die schon mit 26 Jahren so stur festgefahren ist, dass ein Umdenken (Umlernen) ausgeschlossen wird. Uff.
 
  • #3
Meine Fragestellung, bzw. Bitte um Erfahrungsberichte an euch, vllt. kennt ja jm. ne ähnliche Situation: Denkt ihr, er wird seine Meinung irgendwann ändern können?

Nein wird er nicht, genauso wenig wie du es ja augenscheinlich auch nicht kannst. Er ist dazu deutlich älter als du und daher schon viel eingefahrener. Dazu kommt noch das vorhandene Eigentum.
Daher denke ich dass du die Beziehung beenden solltest, damit er sich eine Frau suchen kann die mit ihm in München bleiben möchte und du dir am besten einen Partner aus dem bayrischen Wald, einen der am besten schon dort lebt. Provinz vs. Großstadt ist für Menschen die das nicht kennen (und mögen) eine große Sache.
 
E

EarlyWinter

  • #4
Du hoffst, dass ER seine Menung ändert während Du selbst es nicht eine Sekunde in Erwägung ziehst, DEINE Meinung zu ändern? Liebe FS, nicht wirklich, oder? Warum sollte er. Liebe ist kein Argument, denn bei Dir zieht es auch nicht ;)
Also ich spreche jetzt mal für mich. Früher habe ich immer gesagt, wenn ich jemanden liebe gehe ich bis and Ende der Welt mit ihm. Jetzt mit ü40 ist diese Welt sehr geschrumpft, genau auf eine bestimmte Stadt :D Ich habe in meinem Alter genug Erfahrung um sagen zu können, dass ich für mich meine Heimat gefunden habe und setze da die Priorität. Ich wohne da und will nirgendwo anders hin. Nicht mal in das Umland. Ja, sehr kompromisslos aber in diesem Punkt ist es so. Ich war immer die Getriebene, die schon mal die Heimat verlassen und immer um jedes bisschen Glück kämpfen musste. Jetzt bin ich endlich in der Position, mein Leben entspannt genießen zu können wie ich das möchte. Und diese "Restlaufzeit" möchte ich nicht mehr auf Experimente verschwenden wo ich weiß, was ich will und es mir auch leisten kann, so zu leben. Ist aber nur meine Meinung. Sprich mit ihm aber Du sagst, er will "definitiv nicht". Dann nimm das ernst. Ich will ja auch definitiv nicht. Jede Diskussion ist da überflüssig.
 
  • #5
Na super!
Ich muss schon sagen, wenn jemand ein ausgemachter Städter ist wie Dein Freund, und der andere ein Landei, wie Du, dann gibt es da schon eine krasses Grundproblem, welche eigentlich eine Beziehungsanbahnung auschließt. Eine richtige Lösung gibt es deshalb dafür eigentlich auch nicht. Vermutlich ist ein Teilzeit-Modell, wo beide jeweils eine Zeit im jeweils anderen Bereich wohnen, eine Option. Alternativ könnte er sich ja vielleicht auf eine kleinere Stadt im bayrischen Wald einlassen.
Allgemein müsste man Deinen Freund nun fragen, was er für weitere Problemlösungen sieht. Andereseits musst Du Dich selbst fragen, wieso Du ihn jetzt plötzlich ändern willst (also zum Landei machen). Das hättest Du von vorherein ansprechen und klären müssen. Das ist nicht seine Schuld.
 
  • #6
Liebe FS,
wenn er ein Stadtmensch aus dem Norden ist, dann wirst Du ihn kaum in die Provinz des bayrischen Waldes verfrachten können. In München könnte ich als norddeutscher Stdatmensch auch leben, würde mir gefallen, weil das Wetter besser ist.
Im tiefen Bayern auf dem Land würde ich auch gegen Bezahlung nicht wohnen wollen, schon allein weil ich die Sprache nicht verstehe und somit aus dem sozialen Leben komplett raus wäre. Freizeitverhalten und berufliche Möglichkeiten in Stadt und Land unterscheiden sich gravierend. Ohne Luxus-Fitnesscenter mit Pool und mindestens einem halben Dutzend Saunen könnte ich nicht leben, ebensowenig ohne Filmfeste, ein breites Kulturprogramm mit vielen Kleinkunstbühnen, Restaurants und Cafes an jeder Ecke, die von morgens bis in die Nacht geöffnet sind an 7 Tagen in der Woche und tolle Shoppingmöglichkeiten in einer Vielzahl individueller Läden, auf Märkten mit internationalen Spezialitäten. Onlineshoppen ist mir zuwider und die Auswahl auf dem Land kenne ich - sie entspricht nicht meinem Lebensstil.

Ich habe meine Meinung nicht geändert, war bereit, später für einen Mann nach Bayern zu gehen, aber in die Stadt, nicht zu ihm in die Pampa. Ihn hält nicht Familie oder Freunde in der Stadt, das, was Dich aufs Land zieht, sondern ihn hält der Lebensstil und ich denke nicht, dass er seine Meinung ändert, genausowenig wie Du.

Aber Du solltest nicht mutmaßen und das Internet befragen, sondern ihn.
 
A

Ars_Vivendi

  • #7
Weil wenn nicht, wäre es in meinen Augen wenig sinnvoll, diese Beziehung aufrecht zu erhalten, da ich irgendwann definitiv nach Hause zurückkehren werde.

Hallo Lunamietze,

Du bist wenig kompromissbereit. Das Leben in der Großstadt (und München ist sicher eine attrakive Großstadt) und auf dem Land ist sehr unterschiedlich, der bayrische Wald ist für jemanden, der aus dem Norden Deutschlands kommt, sicher kein Traumziel. Ich weiß nicht, was ihr beruflich macht, aber auch da wird der bayrische Wald unter Umständen eher schwierig sein. Generell wird wohl kaum ein Mann mit Dir freudig von München dahin ziehen. An Deiner Stelle würde ich also mit dem Umzug nicht zu lange warten, wenn Du Familie willst, oder aber Dich gleich in Deiner Heimat umschauen. Ein guter Freund von mir hatte die gleiche Situation vor ein paar Jahren, da war die Partnerin aus dem Allgäu. Heute lebt sie auf einem Bauernhof bei einem Jugendfreund aus dem Allgäu, er ist in der Stadt verheiratet.
Ich denke nicht, dass er seine Meinung ändern wird. Im bayrischen Wald ist er immer ein Fremder auf dem Lande. Wenn Du Deine Meinung nicht ändern kannst oder mindestens einen Kompromiss eingehen, solltet ihr ein ernstes Gespräch führen...
 
G

Gast

  • #8
NEIN, wird er nicht !

So hat eine Beziehung keinen Sinn. Wenn das schon so anfängt, dann will ich nicht wissen, wo es noch Meinungsverschiedenheiten gibt!

Es zeigt sich schon, wie gut die Qualität einer Beziehung ist, indem man bereit ist, etwas für den anderen zu opfern. Das heißt keinenfalls die totale Selbstaufgabe, aber früher gab es so ein Problem nicht. Wenn man geliebt hat (wirklich geliebt hat), dann war es kein Problem zum anderen Partner zu ziehen. Du willst anscheinend nicht so recht und er anscheinend so überhaupt gar nicht.
DAS ist keine Beziehung, höchstens eine Affäre auf Zeit! Punkt. Da gibt es für mich gar nichts weiter zu diskutieren.
Mach dir deine eigenen Prioritäten im Leben bewusst!
 
G

Gast

  • #9
meine Glaskugel sagt...

Menschen und Lebenssituationen ändern sich. Vor allem in jungen Jahren ist es auf dem Land für viele kaum auszuhalten, auch später will somanche(r) auf das vielfältige Programm und die gute Infrastruktur einer Großstadt nicht verzichten. Auch die Jobchancen sind - je nach Berufsgruppe - in der Stadt meist größer.
Das sind alles Details, die wir über dich und deinen Freund nicht wissen.

Den Stadtrand finde ich einen geeigneten Kompromiss, da man dort Ruhe findet und trotzdem schnell und unkompliziert in der Stadt ist. Auch für Kinder ist das schön, sie wachsen schnell und das Angebot an weiterführenden Schulen ist in Stadtnähe auch größer.
Und was später mal ist... das Leben lässt sich nicht immer so planen, unverhofft kommt oft, vergiss das nicht. Manche zieht es nach einer stressigen Lebensphase ja dann plötzlich ans andere Ende der Welt...
 
G

Gast

  • #10
Des Weiteren möchte ich nicht, dass meine Kinder (sollte ich mal welche haben) in einer Großstadt mit dem hier üblichen Ghetto-Slang aufwachsen müssen. Grausam die Vorstellung.

Ähm......ich habe selbst mehr als 10 Jahre im Bay. Wald gelebt und finde die Vorstellung meine Kinder würden mit dem in der Gegend üblichen "Wouwou-Slang" aufwachsen gruselig!

Nein, jetzt mal Spaß bei Seite, genießt doch erst mal die gemeinsame Zeit und evtl. schätzt er ja nach einigen Besuchen in deiner Heimat die Gegend, das Umfeld, welches ich für Familien ideal fand.
 
  • #11
Stell Dir das doch mal anders herum vor:

Du bist als Bayerin in Hamburg und lernst dort einen norddeutschen Mann kennen. Dieser erklärt Dir, dass Du doch bitte mit in's schöne ostfriesische Rhauderfehn mitkommen sollst.

Und dabei ist doch schon Hamburg Dein Kompromiss, denn Du bist doch eigentlich eine Süddeutsche.

Merke: Metropolen in der Fremde sind oft einen Kompromiss wert., aber die jeweilige Pampa ist wirklich nur was für Leute, die dort geboren sind!

Übrigens ...wenn Du in München bist, dann kannst Du eigentlich gar nicht nach Haus zurückkehren ...denn Du BIST Zuhause! ...jedenfalls in dem Kontext, in dem zwei Deutsche aus verschiedenen Landesteilen über Orte sprechen! Mir ist natürlich klar, dass es sogar Leute gibt, die behaupten, dass auf zwei Seiten eines Kanals, oder im Tal und am Berghang jeweils ein ganz anderer Schlag Mensch wohnt und sie sich nicht zuhause fühlen würden...

V.m44
 
  • #12
Ich denke, Euer beider Lebenstil wird Euch auf Dauer im Wege stehen. Du bist mit dem Landleben verwachsen und er braucht die kulturelle und geistige Welt der Stadt.
Er zöge Deinetwegen aber an den Stadtrand- was wirfst Du in die Waagschale?
Das einzige, was Euch verbindet, ist das kleine Wörtchen "definitiv "...
Und das wird Euch definitiv auf längere Sicht im Wege stehen.
Ich weiß, wovon ich rede..
Mein Exmann und ich sind von HH aufs Land gezogen.
Nach 7 Jahren der geistigen und kulturellen Ödnis des Landlebens überdrüssig geworden, trennte ich mich und zog mit unserem Sohn wieder nach HH.
Mein jetziger Partner ist ebenfalls Hanseat und wir harmonieren wunderbar.
Fazit: Gleich und Gleich gesellt sich gern ;-)

Genieße die Zeit mit ihm und warte ab, wie es sich bei Dir entwickelt.
Überstürze nichts.
Liebe Grüsse,
W 48
 
  • #13
Was ist der FS wichtiger und bedeutender ? Dieser Mann - oder ihre Heimat ? Sie muß sich entscheiden, wenn sie nicht Beides zugleich haben kann, aber keine Kompromisse eingehen will. Und sollte mit ihrer Entscheidung glücklicher sein - als davor.

Alternativ einen neuen Partner in ihrer Heimat finden ?
Region Bayerischer Wald = stelle ich mir ganz anderer Typ Männer vor, als in Norddeutschland.

Manche Menschen (M+F) sind so heimat- und ggf. familienverbunden, dass sie das täglich wollen / brauchen, und darauf nicht verzichten wollen.
Das ist deren Platz, wo sie am liebsten leben wollen. Die brauchen einen dafür passenden Partner, der auch dort leben will.

Ich stieß vereinzelt auch auf Frauen, wo ich anfangs schnell merkte, dass sie an ihrem Wohnort bleiben wollen (ggf. ihre Heimat) z.B. um in der Nähe ihrer erwachsenen Kinder oder ihrer Eltern zu sein. Aber ich dort auf keinen Fall leben wollte. Also meine Entscheidung: Absage.
 
G

Gast

  • #14
Das kann man natürlich nie sagen, ob einer nicht seine Meinung ändert. Aber sieh Dich an, für Dich steht es auch fest, dass Du in der Stadt nicht leben willst. Vielleicht empfindet Dein Freund das andersrum genauso, dass er nicht "hinter den Wald" ziehen will. Er hat auch Wohneigentum, also wird er sich auch auf seinen Ort festegelegt haben.

Mein Ex wollte auch nicht aus seinem Umkreis weg, warf mir aber immer vor, dass ich nicht aus meinem Umkreis wegwollte.
War mit ein Trennungsgrund und hat die Beziehung extrem belastet, weil er auch nicht getrennt wohnen wollte und die Frau abends neben sich auf dem Sofa brauchte.

Zitat von lunamietze:
Auf mich warten dort 2 Häuser, wenn meine Eltern irgendwann, Gott bewahre, dass das nicht schnell passiert, alt sind und nicht mehr für sich selbst sorgen können, werde und möchte ich bei ihnen sein und sie unterstützen.
Kann ich gut verstehen.

Ich denke, euer großer Altersunterschied spielt auch eine Rolle. Das wäre ein Ausnahmemann, wenn er Dich ernst nimmt und auf Augenhöhe, was irgendwelche Lebensentscheidungen betrifft. Das gelingt ja nicht mal gleichaltrigen in einer Beziehung, dass beide Meinung gleich zählen.
Außerdem habe ich schon gehört, dass ein Mann seltener in das Wohneigentum einer Frau zieht, als umgekehrt.

Es gibt Landmenschen und Stadtmenschen. Wenn man das verbinden kann, indem man nah an einer Großstadt wohnt, finde ich das am besten, aber manche fühlen sich in kleinen Städten erstickt und auf dem Land wie tot. Einfach, weil das Stadtleben fehlt.
 
G

Gast

  • #15
Mal ehrlich, Provinz kann auch ganz schön sein, Heimat eben. Er hat diese aber wo anders und vermutlich ist die Vorstellung dort eines Tages dann zu Leben, für ihn genauso abturnend wie sie es für mich im Augenblick wäre.

Er scheint nicht so wahnsinnig Heimat verbunden zu sein, er sagt, München ist doch ok, hier bleibe ich.

Deinen Standpunkt kann ich verstehen wegen dem Erbe, aber vermutlich wirst du dich da entscheiden müssen.

Guter Rat ist hier teuer, vermutlich einfach mal abwarten, wie sich die Dinge entwickeln. Und wenn keine andere Lösung in Sicht scheint, wirst du dich wohl trennen müssen.
 
G

Gast

  • #16
Tja, dann muss eben einer nachgeben. Zwei Sturköpfe in einer Beziehung, verträgt sich meiner Ansicht nach nicht auf Dauer für eine glückliche Partnerschaft.
 
  • #17
Wie weit wäre es denn vom Münchner Nordrand bis in dein Dorf ?
Könnte man da jedes Wochenende fahren ?
Dann könntet ihr das ja später versuchen.
Falls ihr aber viel Nähe braucht, also zusammenwohnen wollt, wird das wohl nichts, da einer von euch beiden beim Nachgeben immer unglücklich wäre.
Übrigens spricht hier aus einigen Posts die Verachtung für Menschen, die gerne auf dem Land leben. Finde ich anmaßend. Allerdings denken viele so und ich halte es dafür für sehr schwierig, einen Mann, der selbst nicht vom Land ist, dazu zu bewegen, später mitzukommen. Selbst ein Mann, der aus einem anderen Dorf kommt, will nicht in dein Dorf, denn er hat in seinem eigenen ja auch die Eltern und das zu erbende Haus.
Gibt es in deinem Dorf einen interessanten Mann ? ;-) Dann gibt es keine Probleme, jedenfalls nicht dieses.

w 47
 
  • #18
Ihr seid ja beide Sturköpfe. Keiner will sich auch nur einen Zentimeter bewegen. Obwohl er ja mit dem Stadtrand dir schon ein kleines bisschen entgegenkommt.

Wenn Eure Liebe groß genug ist werdet ihr eine Lösung finden. Ansonsten hilft nur Trennung und dann war die Liebe wohl doch nicht so groß.....
 
  • #19
Das hat nichts mit Landmensch oder Stadtmensch zu tun. Das ist dein purer Egoismus, weil du deine Tradition und Familie nicht verlassen willst. Es geht nur um dich. Trenn dich, damit er die Chance hat, jemanden kennenzulernen, der mit ihm gemeinsam etwas neues aufbauen will.

Dein Beispiel kenne ich übrigens: er wird alles aufgeben müssen, so peu à peu und letztendlich trennt er sich immer mehr von seiner Familie, die ihren eigenen Sohn nicht mehr wieder erkennt, bis er schließlich ganz von deiner Familie, deinen Häusern usw aufgesaugt ist. Wie das ausgeht, kann ich dir nicht sagen, aber das Beispiel in der eigenen Familie ( München versus Niederbayern ) reicht mir völlig.
 
  • #20
NEIN, wird er nicht !

So hat eine Beziehung keinen Sinn. Wenn das schon so anfängt, dann will ich nicht wissen, wo es noch Meinungsverschiedenheiten gibt!
Sonst gibt es keine Meinungsverschiedenheiten :)

Das Wohneigentum seinerseits ist auch kein Argument, ich bekomme demnächst ein Haus, i-wann werden es zwei sein.

Beruflich gesehen würde er sich auch in meiner Heimat nicht schwer tun etwas adäquates zu finden, genauswenig wie ich.

Hinsichtlich der Sprache: Mich versteht er bis dato recht gut. Anfangs habe ich mich zusammengerissen und Hochdeutsch gesprochen, aber mittlerweile rede ich wie mir der Schnabel gewachsen ist -> und er versteht mich :) Gelegenlich benutzt er sogar so manch bayerischen Ausdruck - auch wenn es sich lächerlich anhört :D

Kultur, Cafes, Restaurants, Shopping - auch alles im bayrischen Wald machbar - man steigt ins Auto und 20min später ist man in ner Stadt... in München muss ich auch in die U-/S-Bahn um ins Zentrum zu gelangen.

Und wieso sollte ICH zu Kompromissen bereit sein, wenn er es doch auch nicht ist? Was will ich am Stadtrand, wenn ich dann immer noch gute 1,5h nach Hause brauche?

Meine große Hoffnung ist einfach, dass er irgendwann, und sei es erst in 10 Jahren, die Schnauze voll hat von Großstadtleben... man weiß doch nicht, was kommt und was das Leben bringt...
Ich weiß es natürlich auch nicht, aber ich würde es mir wünschen, irgendwann zurückzukehren.

Naja, in ein paar Wochen wird er mich nach Hause übers We begleiten - wer weiß, vllt. ist er dermaßen überwältigt, dass er bleiben will ^^ :)
Falls das Gegenteil eintritt, nun ja, dann wird an einer Trennung wohl nichts vorbeiführen, denn noch sind meine Eltern und Geschwister meine Familie und die steht über allem.
 
  • #21
Liebe "Frei",

w.o. gesagt, ca. 1,5h - sicher keine riesige Distanz, aber ich bin kein Freund von Wochenendbeziehungen und die richtigen Probleme werden dann auch irgendwann kommen, spätestens, wenn ein Kinderwunsch da ist - da sollte sich dann schon die Frage nach dem Zusammenziehen stellen.

Und jeder, der mir hier mangelnde Liebe vorwirft, irrt. Bzw.... Liebe... davon kann ich noch nicht sprechen, dafür ist das Ganze zu kurz. Ich bin bis über beide Ohren in ihn verliebt! Daher fällt mir das Ganze ja so unfassbar schwer... Ich will ihn, aber ich will auch meine Heimat.


:)
 
  • #22
Alternativ könnte er sich ja vielleicht auf eine kleinere Stadt im bayrischen Wald einlassen.

Ein Kompromiß ist oft die schlechteste aller Lösungen, weil unterm Strich niemand bekommt, was er will: für die FS ist die Kleinstadt nicht das von ihr präferierte Landleben, und ihrem Freund fehlt das, was eine Großstadt ausmacht. Fazit: beide sind unglücklich.

Die Differenzen werden mit zunehmendem Alter eher noch größer, ich selbst könnte heulen, wenn ich sehe, wie andere Menschen in einer Umgebung voller schöner Natur leben, den Wald in der Nähe haben, Wiesen, Felder, Obstbäume, während ich jedes Mal mit meiner Freundin in Streit gerate, wenn ich ihr vorschlage, aus der Großstadt hinauszufahren ins Grüne („nö, dafür geb' ich kein Geld aus, und auch du könntest was Sinnvolleres damit machen”).

Nein, Stadtmensch und Landei passen einfach nicht zusammen.
 
  • #24
Das Wohneigentum seinerseits ist auch kein Argument, ich bekomme demnächst ein Haus, i-wann werden es zwei sein.

Man sieht, dass Du das Thema nicht verstehst. Zwischen einer Wohnung in der Stadt und Häusern auf dem Land liegen Abgründe. Die Häuser würde ich nur haben wollen, wenn ich sie verkaufen kann, um mir eine tolle Wohnung in der Stadt zu kaufen :) - ansonsten Null Interesse.

Kultur, Cafes, Restaurants, Shopping - auch alles im bayrischen Wald machbar - man steigt ins Auto und 20min später ist man in ner Stadt...

Du verstehst das Stadtleben nicht. In der Stadt wohnt man da, wo man lebt, wo man das passende Umfeld hat und fährt nicht ins Zentrum. Da sind nur die Touris. Jede Stadt hat nach Interessen die verschiedensten Kieze.
Auf dem Land fährst Du in 20 Minuten 30-40 km, d.h. Du kannst Dir die Rückfahrt per Taxi schon mal nicht leisten - ok bayr. Wald highscort im Segment alkoholisiert Auto fahren.
Der Ausgehwut werden enge Grenzen gesetzt. An Cafes, Restaurants und Kultur musst Du nehmen, was Dir in dem 20 Minuten-Radius geboten wird, nicht was Du möchtest. Wenn Du auf modernes Tanztheater stehst hast Du verloren.
Das kannst Du nicht mit einem Großstadtangebot vergleichen, merkst Du aber nicht, weil Dir ohnehin das Interesse und somit auch das Verständnis für den Unterschied fehlt.


Meine große Hoffnung ist einfach, dass er irgendwann, und sei es erst in 10 Jahren, die Schnauze voll hat von Großstadtleben...

Schallendes Gelächter meinerseits. Der Mann ist Ende 30 und wird nicht jünger. Da lässt die berufliche Wechselwilligkeit nach, besonders wenn man in dem Alter bereits viele Jahre in der Firma ist und gewisse Besitzstände hat. So ist das, mit einem deutlich älteren Mann - Du verstehst seine Themen nicht mangels Lebenserfahrungen. Ein Mann, der mit Ende 30 nicht umziehen will, tut das mit Ende 40 garantiert nicht mehr. Da findet sich leichter eine andere Frau als ein guter Job. Dass Du das nicht vorwegnehmen kannst zeigt schon den Generationenkonflikt zwischen Euch.
Genieß die Zeit mit ihm und denk' dran, auf dem Land finden sich die Paare früh. Wenn Du zu lange zauderst und dann zurück gehst, hast du keine besonders gute Auswahl mehr.
 
  • #25
Er IST doch schon in der Fremde! (wieviele Autostunden braucht er noch gleich von München, bis zu seiner Familie?)

V.m44

Ja, aber er hat sich bewusst dafür entschieden hier zu wohnen und zu leben, dauerhaft. Zu seiner Familie hat er nicht das allerbeste Verhältnis, von daher nicht mit mir zu vergleichen.

Bevor ich nach München zog, wohnte ich folgendermaßen:
Ein ca. 2km langer Waldweg (ja, Waldweg, nicht mal geteert zwecks Naturschutz, einspurig) führte zu unserem Haus, man fährt an Wiesen vorbei und durch kleinere Waldabschnitte. Um das Haus herum - nichts, 3flächig von Wald umgeben, 1flächig ne Wiese. Der nächste Nachbar ca. 500m weg.
Wir haben Tiere im Sinne von Katzen und nen Hund, und Hühner, das übliche Kleingetier eben. Also bei weitem kein Bauernhof o.ä. :D
Auch ein Privatsee gehört dazu.
Könnt ihr euch vorstellen, wie es ist, morgens aufzuwachen, rauszugehen und einfach nur die Stille, das Vogelgezwitscher wahrzunehmen?
Hier in Muc: 2-Zimmer Wohnung mit ner Freundin, 3.ter Stock, Balkon. Keine Tiere möglich. Großstadt eben. Wobei man gelegentlich schon mal nen Vogel hört ;) Schräge Vögel gibts genügend.

Ergo: Ich will nicht mal in ne Kleinstadt oder in ein Dorf. Ich will genau in die Umgebung, die ich oben beschrieb.

Das hat nichts mit Landmensch oder Stadtmensch zu tun. Das ist dein purer Egoismus,

Dein Beispiel kenne ich übrigens: er wird alles aufgeben müssen, so peu à peu und letztendlich trennt er sich immer mehr von seiner Familie, die ihren eigenen Sohn nicht mehr wieder erkennt, bis er schließlich ganz von deiner Familie, deinen Häusern usw aufgesaugt ist. Wie das ausgeht, kann ich dir nicht sagen, aber das Beispiel in der eigenen Familie ( München versus Niederbayern ) reicht mir völlig.

So ein Quatsch!
Wie kannst du mir puren Egoismus unterstellen? Ist es aus meiner Sicht nicht genauso egoistisch von ihm von mir zu erwarten, in München zu bleiben?

Genausowenig will ich ihn in irgendeiner Art und Weise von seiner Familie entfremden. Die, wie gesagt, immer noch im Norden wohnt und er da vllt. 2mal jährlich hinfährt.
 
  • #26
Du willst alles und wirst es (vermutlich) nicht bekommen, so wie die Dinge liegen. Wenn Du wirklich so festgelegt bist auf Deinen Heimatort, dann berücksichtige das künftig bei der Partnerwahl von Anfang an. Alles Andere bringt nur Unglück.

Und richtig: mit "Liebe" hat Dein Vorgehen arg wenig zu tun.
 
  • #27
Ergo: Ich will nicht mal in ne Kleinstadt oder in ein Dorf. Ich will genau in die Umgebung, die ich oben beschrieb.

Wenn deine Wünsche in deinen Augen sowieso das einzig seligmachende sind dann mach halt Schluss, wo ist das Problem?
In diese Einsamkeit will wohl kaum ein Mann freiwillig ziehen.. und im Alter von Ende 30 sowieso nicht mehr. Da kannst du warten bis du schwarz wirst.
 
P

Provence

  • #28
Ja, aber er hat sich bewusst dafür entschieden hier zu wohnen und zu leben, dauerhaft.
Richtig! Er hat sich bewusst für MUC entschieden, dort seid ihr euch begegnet (du musst dich also auch irgendwann entschieden haben, in MUC zu leben, wenn auch nur »vorübergehend«, sonst wäre das nicht passiert).

Da du aber die unumkehrbare Vorstellung hast, wieder in dein Haus mitten im Wald zu ziehen, solltest du ihm das bald verständlich mitteilen und dich von ihm trennen. DU willst weg von dort, wo eure derzeitige Bleibe ist, nicht er.

Glaub mir: wenn du ihn irgendwann »überredet« hast, mit dir zu kommen, hält das nur wenige Jahre. Er wird immer seine Wahlheimat vermissen. Hätte er dich unter deinen »Bedingungen« (also mitten im Wald) kennengelernt, wäre kaum etwas aus euch geworden; ich meine damit eine ernsthafte Beziehung.
 
G

Gast

  • #29
Bevor ich nach München zog, wohnte ich folgendermaßen:
Ein ca. 2km langer Waldweg (ja, Waldweg, nicht mal geteert zwecks Naturschutz, einspurig) führte zu unserem Haus, man fährt an Wiesen vorbei und durch kleinere Waldabschnitte. Um das Haus herum - nichts, 3flächig von Wald umgeben, 1flächig ne Wiese. Der nächste Nachbar ca. 500m weg.
Wir haben Tiere im Sinne von Katzen und nen Hund, und Hühner, das übliche Kleingetier eben. Also bei weitem kein Bauernhof o.ä. :D
Auch ein Privatsee gehört dazu.
Könnt ihr euch vorstellen, wie es ist, morgens aufzuwachen, rauszugehen und einfach nur die Stille, das Vogelgezwitscher wahrzunehmen?

Also ich kann es mir sehr gut vorstellen und finde es wundervoll.
Aber da dein Partner nicht so denkt wie du, werdet ihr euch wohl trennen müssen. Da seid ihr nicht zu beneiden, aber ich sehe keinen anderen Weg, wenn er bei seiner Ansicht bleibt und du bei deiner. Das Einzige, was sonst in Frage käme, wäre eine Fernbeziehung auf Dauer ...
 
G

Gast

  • #30
Ich kann mir gut vorstellen, dass Du genau da wieder hinziehen willst.
Aber diese Ruhe erschreckt manche Menschen, macht sie depressiv.
Es ist nicht jeder Mensch ein "Hauseigentumstyp". Man muss viel dran machen usw. kommt dann immer als Argument, wenn man fragt "warum kein Haus".

Eine andere Sache wird auch noch Thema: Derjenige, der aus der Gegend, die er gern hat, wegziehen muss für eine Beziehung, ist ein Verlierer und wird sich auch so fühlen. Nicht nur wegen der Tatsache, dass er die Umgebung des Partners nicht mag, sondern auch, weil der andere nun seine Traumumgebung hat und man selber leidet unter der Umgebung.
Außerdem ist er alt genug, dass er seine Bedürfnisse kennt, soll heißen, dieses "wenn er erstmal da ist, wird er es schon mögen", kann man hier vergessen.

Unter dem ganzen liegt ein Machtkampf. Was ich wegen eures Alters dazu denke, habe ich schon in meinem Beitrag 13 geschrieben.

Fronten werden sich verhärten, Thema wird angstvoll ausgeklammert, weil es den Todesstoß für die Beziehung bedeutet und beide das wissen. Das wird bewirken, dass man sich nie fest aneinander binden will, weil diese wichtige Frage irgendwann ansteht. Man lebt sich einfach auseinander, weil man muss, denn der Schnitt wird kommen und dann will man sich nicht so weh tun. Kinder wird er mit Dir nicht wollen, es sei denn, er hofft, Du kommst noch "zu Verstand" und willst in der Stadt leben.

Dass dieser Mann sich ändert, glaube ich nicht. Sonst hätte er nicht JETZT schon gesagt: "Definitiv nicht" und sich da unmissverständlich ausgedrückt. Er hätte gesagt "mal sehen" oä.
Er WEISS, wie er nicht leben will, und das solltest Du ernst nehmen.
 
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