• #1

Unternehmungen ohne den Partner

Hallo liebes Forum,

mich beschäftigt momentan eine Frage und ich würde gerne wissen wie ihr das so handhabt. Mein Freund und ich wohnen zusammen und unternehmen auch fast alles zusammen. Wir haben also sehr viel Zeit für uns und das finde ich auch gut so. Dennoch kommt es vor, dass ich auch mal etwas ohne ihn machen möchte. Leider reagiert er immer etwas eingeschnappt, wenn ich ihn nicht frage, ob er mitkommen möchte, wenn ich zB etwas mit meinen Mädels unternehme (was ca. alle 3 Monate allerhöchstens mal vorkommt). Er selbst ist auch schon mit seinen Kumpels feiern gegangen und hat mir zu verstehen gegeben, dass es eine reine Männerrunde sein wird, was ja auch nicht schlimm ist. Ab und zu brauche ich auch mal diesen "Abstand". Nur frage ich mich, wie ich ihm das erkläre, ohne ihn zu verletzen.

Am Freitag bin ich bei einer Freundin eingeladen mit der er ohnehin nichts zu tun hat und irgendwie habe ich das Bedürfnis mal wieder was ohne ihn zu machen. Er war auch etwas angesäuert als ich ihm gesagt habe, dass ich dann unterwegs bin ohne ihn zu fragen ob er mit will, aber muss ich meinen Partner denn immer überall dabei haben? Ich liebe ihn, aber ich genieße es eben auch mal etwas ohne ihn zu machen und freue mich dann um so mehr darauf wieder nach hause zu kommen.
Wie regelt ihr das in euren Beziehungen?
 
  • #2
Dein Bedürfnis auch einmal etwas ohne deinen Partner zu unternehmen ist völlig normal. Ich würde sogar sagen, dass es sich so liest, als wenn ihr zwei schon ein recht enges Verhältnis habt. Ihr lebt in einer gemeinsamen Wohnung UND unternehmt auch noch alles zusammen. Wow, Hut ab, dass ihr euch noch nicht total auf den Geist geht. Wenn ihr beide ein sehr ausgeprägtes Nähebedürfnis habt ist das ja ok, aber behalte dir das bei auch mal etwas ohne ihn zu unternehmen, wenn du das möchtest. Das ist wichtig. Was hat man denn sonst miteinander zu bereden? Was kann man sich erzählen was der andere nicht eh schon weiß? Wann kann man den Partner mal ein bisschen vermissen? Rede offen mit ihm.
 
  • #3
Hört sich schon ein bisschen vereinnahmend an. Ich würde versuchen, erstmal Ursachenforschung zu betreiben. Vermutlich ist er eifersüchtig und hat Angst, du treibst es zu wild o.Ä. Dann würde ich versuchen, ihm seine Angst zu nehmen, zeigen, dass er dir vertrauen kann (sollte aber eigentlich selbstverständlich sein) und ihn auch bisschen mehr anstupsen, seine eigenen Freundschaften zu pflegen.

In meiner Beziehung ist das kein Problem. Ich finde es sogar gut, wenn er mal seine Männerfreundschaften pflegt und nicht immer nur auf mir hockt. Ich kann deinen Wunsch sehr gut nachvollziehen! Dein Bedürfnis ist natürlich und gut! Alle 3 Monate finde ich sogar eher bedenklich! Da kann ja in der Zwischenzeit sonst was im Leben deiner Freundinnen vorgefallen sein, von dem man lieber live erzählt, als es dir per SMS mitzuteilen. Das solltest du durchaus öfter dürfen.

Ich habe nur eine Freundin, die er für etwas zu umtriebig hält, dann schaut er immer bisschen gequält, wenn wir weggehen, weil er denkt, dass sie mich in zu viele Bars schleppt und darüber hinaus ist sie eher ein bisschen mannstoll, aber angesäuert ist er nicht.

Wenn ich "Mädelszeit" brauche, sind das aber generell eh nie Clubs und auch nie mit Absturz oder ähnlichem verbunden. Einfach nur etwas trinken gehen, Konzert, essen gehen, etc. Er muss sich also nicht sorgen, ich läge besoffen in der Ecke.
W, 25
 
  • #4
Müssen tust du eben schon mal gar nichts! Und wie das andere regeln nützt dir bestimmt auch nichts? Wenn die Kompatibilität im Nähe und Distanzverhältnis stimmig und ausgeglichen ist und genügend Vertrauen für eine stimmige Beziehung da ist, dann kommen solche Reaktionen nicht zum Vorschein, so einfach ist das!
Alles andere ist sinn- u. zukunftsloser Kraftakt! Ihr habt diesbezüglich, weil unpassend schon ein sehr großes, vielfältiges und bekanntes Problem, was mit der Zeit wesentlich größer werden wird!
Hätte ich ein solches Problem, so würde ich darüber offen sprechen und meine Bedenken klar und unmissverständlich schon gleich zu beginn mitteilen, unter keinen Umständen falsche Rücksicht nehmen und unter den Tisch kehren, da geht der Schuss garantiert mit der Zeit hinten los, das Problem hast nicht nur du, ist also 100 000 mal bekannt und auch erkannt!
 
  • #6
In meiner Beziehung ist das so:

Ich bin so gut wie jedes Wochenende auf Achse (Freunde, Party, Auftritte, etc.). Mein Partner ist so gut wie nie dabei, denn bei meinen Freunden würde er sich nur langweilen, sehr gesellig ist er auch nicht, und mir wäre das unangenehm, wenn er nur schweigend dabei säße. Also macht lieber jeder seins. Außerdem haben er und ich sowieso einen anderen Alltag, was beruflich bedingt ist. Meistens muss er eh arbeiten, wenn ich am Wochenende ausgehe. Das kommt uns beiden sehr gelegen. Wenn er mal frei hat, dann möchte er auch eher ohne mich seine Freunde treffen, was ich auch gut verstehen kann. So haben wir uns immer viel zu berichten, wenn wir uns dann beide zu Haus beim Frühstück treffen. Wir unternehmen dafür aber häufig unter der Woche zu zweit etwas (Kino, mal ein Glas Wein trinken, Theater, Konzerte, Essen gehen,...). So kommt keiner zu kurz, alle sind zufrieden, das Leben ist schön.

Mich persönlich würde ein Zustand, wie von dir oben beschrieben, sehr einengen, damit könnte ich nicht gut leben. Ich kann auch die Sicht deines Partners nicht gut nachvollziehen, warum er überall dabei sein will? Hat er dir seine Gründe dafür mal mitgeteilt? Hat es was mit Eifersucht zu tun? will er dich einsperren oder unter Kontrolle behalten, so dass er eher als deine Aufsichtsperson fungieren will?

Vielleicht könntest du ihm ruhig und sachlich mal diese Fragen stellen. Ich habe leider keine Erfahrungen mit solchen Partnern gemacht, daher habe ich keinen brauchbaren Rat, was du jetzt machen könntest.
 
G

Ga_ui

  • #8
Ich finde, da gibt es nichts zu regeln. Selbst wenn ich das Bedürfnis hätte, besoffen in der Ecke zu liegen, wie hier jemand schreibt, kann ein Mann mir das nicht verbieten. Ich bin ja schließlich meine eigene Person und nicht sein Eigentum.

Du klingst sehr brav - zu brav - "ich gehe ja nur ins Kino, Eis essen..." Ohja, bald darfst du nicht mal mehr das, weil du deinem Freund keine Grenzen setzt und dich vor jedem Schritt fürchtest.

Gerade junge Frauen in deinem Alter sind häufig davon betroffen, einen Freund zu haben, der über sie bestimmt, was gut für sie ist und was ihnen nicht gefällt, wird ins Lächerliche gezogen. Leider kann man solchen Frauen nichts raten, weil sie alles mit sich machen lassen und zu sehr an diesen Typen hängen. Fazit ist dann ein gebrochener Selbstwert.

Lass locker, triff dich besser viel häufiger mit deinen Freundinnen, damit es für ihn "Normalzustand" wird. Er muss auch mal lernen, seine Frusttoleranz auszuhalten, wenn DU etwas machst, das ihm nicht gefällt.

Ich würde ihn einmal mitnehmen. Ich würde die Frauenrunde mit Frauenthemen bestücken (Kosmetik, Nägel lackieren, Tratsch, über Romane diskutieren), so dass er selber merkt, dass das nichts für ihn ist. Vorteilig ist, wenn auch ältere Frauen dabei sitzen, die ihn bisschen aufziehen können. Ich finde das Verhalten schon SEHR seltsam. Entweder misstraut er dir hochgradig oder er ist extrem unselbstständig. Beides hat nichts in einer reifen Beziehung verloren.

Wenn er sich zudem mehr herausnimmt (Männerrunde) als du DARFST, sofort die Beziehung beenden! Ansonsten lebst du ein ungesundes Kontroll- und Machtverhältnis.
 
  • #9
Ich liebe ihn, aber ich genieße es eben auch mal etwas ohne ihn zu machen und freue mich dann um so mehr darauf wieder nach hause zu kommen.
So soll es auch sein, nur hast Du leider ein klammerndes Exemplar an Land gezogen, während Legionen von Männern genau unter dem gegenteiligen Syndrom leiden: sie würden gerne Aktivitäten pflegen, die ihre Liebste nicht teilt, fühlen sich aber von ihr, der solche Ambitionen total gegen den Strich gehen, ausgebremst.
 
W

wahlmünchner

  • #10
Vielleicht hat er gar nichts dagegen das du alleine unterwegs bist, sondern die Art wie du es kommunizierst...
..vielleicht mal eher Bescheid sagen und fragen ob das ok ist...
 
  • #11
Es gibt bei uns regelmäßig gemeinsame Zeit, z.B. durch unser Hobby (tanzen) und dadurch verbringen wir automatisch auch Zeit mit gemeinsamen Freunden u.a. bei Tanz-events. Daneben hat jeder noch seine eigenen Interessen und Freunde, sodass auch ausreichend Zeit für Aktivitäten ohne Partner bleibt. Es sollte m.E. eine gesunde Mischung sein, sonst würde ich mich eingeengt fühlen und mein Partner ebenfalls. Das setzt voraus, dass das Bedürfnis nach Nähe und Distanz übereinstimmt, sonst ist Stress vorprogrammiert.
 
  • #12
Klar. Sag ihm das du diese Zeit brauchst und gut ist. Er geht doch auch. Und wenn er nicht geht, musst du nicht auch zuhause bleiben. Was soll so was. Wenn meine Kleine marschiert, dann hat Vati aber sowas von Auszeit. Nur das tun was ich will. Küche unaufgeräumt lassen, im Fernsehen Schrott gucken, herumlungern, irgendetwas schrauben, mit den Jungs was auf die Beine stellen. Ach mir fallen tausend Dinge ein. Man brauch solche Auszeiten. Wir zumindest. Und freuen uns immer wenn der andere wieder gesund nach Hause kommt!
M45
 
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  • #13
Liebe moringa,

das ist sein Problem, nicht deines. Lass es auch bei ihm und bleib bei dem was du möchtest. In einer Beziehung sollte mein Partner sich darüber freuen wenn ich etwas unternehme das gut tut, denn wenn es mir gut geht, bringe ich dieses Gefühl der Zufriedenheit und die daraus neu gewonnen Eindrücke mit in die Beziehung. Sie wird dadurch lebendiger.
Wenn wir Single sind, sehnen wir uns nach Partnerschaft und in einer Partnerschaft sehnen wir uns nach uns selbst. Eine Mischung davon macht glücklich, sich in einer Partnerschaft verlieren schafft oft Abhängigkeiten. Jeder sollte auch ohne Partner glücklich sein können und die Zeit miteinander als Geschenk sehen. Dem Anderen aber auch seinen Freiraum gönnen, besonders dann, wenn er ihn sich ganz selbstverständlich selbst nimmt.

Alles Gute...
 
N

nachdenkliche

  • #14
Hi @moringa , Du hast die gleiche Frage schon ganz oft gestellt, aber ich glaube, Du setzt unsere Ratschläge für Dich einfach nicht um?
Es ist eine Klammer Beziehung zu der auch Du Deinen Anteil hast. Andere das für Dich und löse Dich daraus. Andere können das nicht für Dich tun!
 
W

wahlmünchner

  • #15
"Dazwischen haben sich kleinere Vorfälle ereignet, bei denen ich meistens gar nicht wusste was los war. Er ist plötzlich eingeschnappt, ein paar Stunden abweisend, auf einmal ist alles wieder super, er ist anhänglich, sagt er liebt mich und will mich heiraten. Dieses Auf und Ab geht jetzt seit etwa 3 Monaten und irgendwie weiß ich nicht mehr was ich noch tun soll.. "

Das sind deine Worte in einer anderem Zusammenhang. Ich stimme nachdenkliche zu:
die Probleme bleiben dieselben. Eure Beziehung ist nicht perfekt sondern von Beginn an mit seinem Klammern, Gezicke und seiner Selbstbezogenheit belastet. Du machst das mit..
Halte das nicht für reine Liebe, es ist eher eine Abhängigkeit die er da zu dir mit aufbaut..und die Abhängigkeit wird gegenseitig, wenn du immer mehr von deinem eigenem Umfeld verlierst.
Bedenke: dadurch wird eure Beziehung leider weder glücklicher, noch stabiler..
 
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G

Ga_ui

  • #16
Leute tun mit einem nur, was man zulässt! Klammernde Männer, Freunde, Mütter, etc. kann man "umerziehen".

Wenn eine Person mich nervt mit seiner übertriebenen Anhänglichkeit (z.B. 5 SMS/Anrufe pro Tag), dann wird einfach mal ein Tag lang das Handy ausgeschaltet. Oder eben auch 2 oder 3, um die Geduldsspanne bis ans Limit auszureizen.

So gewöhnt diese Person sich daran, dass ich eben nicht zu jeder Stunde zu sprechen bin, nicht auf Kommando, und ich auch nicht sein Springaffe bin. Sondern ich entscheide. Damit ist meine Zufriedenheit gesichert und vor allem die der Beziehung. Andere Leute passen sich an dein Verhalten schnell an und gewöhnen sich dran. Also keine Sorge!

Das ist wie bei einem Kleinkind. Wenn du alle 5 Minuten reagiert, dann will die Person immer mehr Aufmerksamkeit von dir vereinnahmen.

Treffen mache ich ohne meinen Partner aus. Nur wenn er mich gezielt fragt, wo ich bin (was selten vorkommt), dann sage ich ihm das und gut ist. Ich kriege dann ein schönes Lächeln und fertig. Da wird auch nicht nachgehakt. Andersrum hake ich auch nicht bei ihm nach, wo er jeden Tag ist.

Überdenke also auch mal, wie viel Freiheit DU deinem Partner überhaupt gewährst. Bist du vielleicht selber sehr anhänglich? Willst du selber sehr viel Freiraum, musst du mindestens den selben Freiraum auch gewähren, ohne nachzuhaken.
 
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  • #17
Liebe Fragestellerin,

meiner Meinung nach ist es eines der größten Probleme, welches sich nach einer Zeit in viele Beziehungen einschleicht: man vergisst den Partner als Lebensbereicherung zu sehen, vielmehr sieht man ihn/sie als kompletten Lebensmittelpunkt und lässt alles außen vor. So geht es deinem Partner wohl auch, er scheint sein Glück und Wohlwollen sehr von dir abhängig zu machen und darunter leidest du verständlicherweise.

Meiner Meinung nach ist es in jeder Beziehung unabdingbar, dass man zwar ein gemeinsames Leben führt, jedoch jeder noch sein EIGENES Leben hat, welches der eigenen Sinnstiftung und Förderlichkeit dienen soll.

Ich persönlich würde dies offen kommunizieren und darüber sprechen und ihm klar machen, dass du diese Zeit einfach brauchst mit deinen Freundinnen - was auch sicher Voraussetzung dafür ist, dass du in deiner Beziehung längerfristig glücklich sein kannst. Glaub mir, je länger ihr in diesem Zustand verharrt, desto schwieriger wird es - für beide Seiten - etwas daran zu ändern.

Bei uns läuft es so ab, wie oben schon mal erwähnt: Kalender, mit meinem Schatz nichts geplant --> Zeit für andere Leute. So handhaben wir es und fragen uns auch nicht ob es okay sei etwas zu unternehmen, sondern tun dies einfach. Es ist also bei uns mehr ein selbstverständliches "Heute Abend bin ich bei X zum Essen eingeladen." als "Ist es dir Recht wenn ich heute Abend bei X bin?".

Das eigene Leben zu leben und Dinge zu realisieren die einem wichtig sind, sind unabdingbar, sonst wird man auf Dauer unglücklich und trägt man dieses Unglück auch mit in die Beziehung rein.

Alles Liebe dir! Kommunikation ist alles!
 
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  • #18
Beide müssen die Möglichkeit haben für eigene Hobbies und Freunde - meine Meinung. Ich bin täglich 2-3 Stunden bei meinem Hobby und mein Partner bei seinem. Wir sehen uns jeden Abend noch, unterhalten uns, und am WE auch. Außerdem gibts auch gemeinsame Unternehmungen oder Treffen mit gemeinsamen Freunden. Sich gemeinsam ausschließlich miteinander zu beschäftigen oder vor dem TV zu hocken, wäre mir nicht genug.
 
  • #19
Liebe moringa,
wenn man auf deinen Nicknamen und dann auf die Anzahl deiner Beiträge klickt, sieht man sie alle untereinander aufgelistet und kann schnell einen Überblick über deine Situation bekommen. Du hast aktiv an deinen Bindungsängsten gearbeitet und kannst inzwischen Nähe zulassen, allerdings erlebst du durch deinen Partner jetzt das andere Extrem. Er war von Anfang an sehr klammernd und besitzergreifend, wurde dann eifersüchtig und eingeschnappt, deine Beschreibungen sind besorgniserregend, es ist keine Beziehung auf Augenhöhe, eher ganz im Gegenteil.
Lies mal Deinen Beitrag vom 11.12.
Die Beziehung kostest dich jetzt schon Kraft, das Verhalten deines Partners hat Ähnlichkeiten zu dem deines Vaters, achte darauf, dass es dir nicht ergehen wird, wie einst deiner Mutter. ( dein Beitrag vom 17.02.)
Du bist NICHT verantwortlich für die Gefühle deines Partners, er hat seine eigenen tiefsitzenden Probleme, also grenze dich von ihm ab und setze ihm deutliche Grenzen, lasse dir keine Schuldgefühle einreden und dich nicht klein machen. Arbeite vor allem an deinem Selbstwertgefühl, dazu möchte ich dir z.B. die Mitschnitte der Online-Seminare auf der Website von Robert Betz empfehlen, besonders "Erschaffe Klarheit, Frieden und Freiheit zwischen dir und dem Vater deiner Kindheit" / "...und der Mutter deiner Kindheit" und "Die Liebe zu dir selbst ist das grösste Geschenk für deine Mitmenschen". Viele Erkenntnisse und viel Kraft wünsche ich dir!


w 51
 
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  • #20
Beide müssen die Möglichkeit haben für eigene Hobbies und Freunde - meine Meinung. Ich bin täglich 2-3 Stunden bei meinem Hobby und mein Partner bei seinem. Wir sehen uns jeden Abend noch, unterhalten uns, und am WE auch. Außerdem gibts auch gemeinsame Unternehmungen oder Treffen mit gemeinsamen Freunden. Sich gemeinsam ausschließlich miteinander zu beschäftigen oder vor dem TV zu hocken, wäre mir nicht genug.
Also für mich klingt das schon nach Stress. Wenn ich jeden Tag 2-3 Stunden bei meinem Hobby bin und dazu noch normal arbeite, mich um den Haushalt kümmere, dann bleibt da keine Zeit neben dem Schlafen für meinen Partner. Wo ist da die Zeit Pläne für die Zukunft zu schmieden und umzusetzen? Wo die Zeit ausgiebig zu reden?Einfach mal auf der Couch zu liegen und zu kuscheln? Einen schönen Film zusammen zu sehen?
In der Woche sehe ich die nicht, und am Wochenende ist nach meiner Erfahrung immer genug anderes los. Da warten dann Freunde, Familie, etc.

Ich empfinde es als angenehm, wenn ich mit meinem Partner mindestens ein Hobby/Aktivität teile. So verbringen wir schon mal einen festen Abend zusammen, der uns gehört. Dann sind zwei Abende die Woche mit anderen Hobbys noch ganz ok, der Rest sollte flexibel für Paarzeit oder außerplanmäßige Aktivitäten frei sein. Gerade der Freitag Abend ist doch häufig mit Einladungen und Partys belegt.

Ich frage meinen Partner übrigens grundsätzlich, ob es ihn stört, wenn ich etwas in die Zeit packe, die bisher noch nicht verplant ist. Damit bekommt er ein Veto-Recht. Da er das aber so gut wie nie benutzt, ist das auch einfach möglich. Ich habe übrigens das gleiche Veto-Recht. Meist wird es bei uns nur dann eingesetzt, wenn der andere schon gemeinsame Pläne geschmiedet und eine Überraschung geplant hatte. Und genau dafür sollte es da sein.

Also liebe FS, stehe dafür ein einen gewissen Freiraum in der Beziehung zu bekommen, um eigenen Interessen nachzugehen. Aber pass auf, dass Du mit deinem Freiheitsdrang die Beziehung nicht zu niedrig priorisierst. Das kann sie auf Dauer zerstören.
 
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  • #21
In meiner Beziehung ist das so:

Ich bin so gut wie jedes Wochenende auf Achse (Freunde, Party, Auftritte, etc.). Mein Partner ist so gut wie nie dabei, denn bei meinen Freunden würde er sich nur langweilen, sehr gesellig ist er auch nicht, und mir wäre das unangenehm, wenn er nur schweigend dabei säße. Also macht lieber jeder seins. Außerdem haben er und ich sowieso einen anderen Alltag, was beruflich bedingt ist. Meistens muss er eh arbeiten, wenn ich am Wochenende ausgehe. Das kommt uns beiden sehr gelegen. Wenn er mal frei hat, dann möchte er auch eher ohne mich seine Freunde treffen, was ich auch gut verstehen kann. So haben wir uns immer viel zu berichten, wenn wir uns dann beide zu Haus beim Frühstück treffen. Wir unternehmen dafür aber häufig unter der Woche zu zweit etwas (Kino, mal ein Glas Wein trinken, Theater, Konzerte, Essen gehen,...). So kommt keiner zu kurz, alle sind zufrieden, das Leben ist schön.
So etwas ist keine Beziehung, keine Affäre, das ist eine armselige Wohngemeinschaft von Menschen, die sich absolut nichts auseinander machen, sich nicht nacheinander sehnen, sich sogar für einander schämen.
Die gemeinsam verbrachte Zeit sollte schon den größten Teil ausmachen und nicht als Kontaktbrosamen in der Woche und am Wochenende hat man etwas anderes vor. Wer sich so etwas gefallen läßt, der ist absolut zu bedauen, hat weder Stolz noch sonst etwas Ähnliches und vor allem liebt derjenige nicht.
Wahnsinnig romantisch, der Partner darf wochentags den Lückenfüller spielen, weil man am Wochenende etwas Besseres vorhat. Daran kann man gut sehen, was der Partner sich aus einem macht, wenn er lieber woanders ist!
 
W

wahlmünchner

  • #22
  • #23
Mein Freund spielt Fußball, also 3x die Woche Training und samstags ein Spiel. Ich habe ein Pferd, bei dem ich viel Zeit verbringe. So hat jeder seins, aber natürlich achten wir darauf auch viel zusammen zu unternehmen.

Meine ehemals beste Freundin hat einen Freund der sie sehr vereinnahmt. Jedes mal wenn ich nur mit ihr Kaffee trinken oder einkaufen war gab es Stress und das Handy läutete pausenlos.
Sowas würde ich nicht wollen, man ist doch auch in einer Beziehung noch ein eigenständiger Mensch und sollte seine Hobbies/ Freunde niemals vernachlässigen...
 
  • #24
Ich muss wohl noch was ergänzen. 1. Wir sehen sehr wenig TV (angeblich schaut man in Deutschland im Durchschnitt täglich 2 Stunden - das würde ich nie schaffen) und 2. Arbeiten beide weniger als 40 h die Woche. Weil sich jetzt schon ein paar Leute gewundert hatten.