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  • #1

Unter welchen Umständen könntet Ihr Fremdgehen verzeihen?

Ich selbst bin ja kategorisch der Meinung, dass Fremdgehen niemals toleriert werden darf. Eine Partnerschaft ist unwiderruflich zerstört, das Vertrauensverhältnis wird niemals wieder so sein wie vor der Tat, die Sexualität wird für immer belastet sein, denn immer wird die Tat mitschwingen. Auch hat es viel mit Stolz und Würde zu tun, Betrug nicht hinzunehmen. Ich bin mir sicher, dass ich niemals zögern würde, mich unverzüglich zu trennen, wenn ich das jemals erleben sollte.

Dennoch gibt es Menschen, die dazu Fragen stellen -- was sie tun sollen, ob sie sich trennen sollen, und es gibt Menschen, die Fremdgehen wirklich erduldet und die Partnerschaft unter welchen Bedingungen auch immer fortgesetzt haben.

Könntet Ihr Euch vorstellen, eine Partnerschaft nach Fremdgehen fortzusetzen? Warum? Unter welchen Umständen oder Bedingungen? Wäre das wirklich noch lebenswert?
 
G

Gast

  • #2
Unter keinen.
Wie heißt es : Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, auch wenn er doch die Wahrheit spricht.
 
G

Gast

  • #3
Ich kann mir vorstellen, eine Partnerschaft nach Fremdgehen fortzusetzen, wenn folgende Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind
- ich den Mann noch liebe oder der Überzeugung bin, nach meiner Enttäuschung und Wut zu diesem Gefühl zurückfinden zu können
- wir bereits lange zusammen sind, so dass wir auf einen gemeinsamen Weg zurückblicken, der uns letztlich doch weit mehr verbindet als ihn mit irgendjemandem sonst
- er das Fremdgehen aufrichtig bereut und den Kontakt zu der anderen dementsprechend so weit wie irgendmöglich eingestellt hat
- er sich über längere Zeit um mich und die Fortsetzung unserer Beziehung bemüht hat
- es das erstmalige Fremdgehen war und er mir verspricht, dass kein weiteres folgt (zweimal ließe ich es nicht durchgehen)
Darüber hinaus sollten wir eine Vorstellung haben, was schief gelaufen ist, dass es überhaupt so weit kommen konnte und wie wir es in Zukunft vielleicht verändenr können, d.h. in unserer Partnerschaft müssste sich etwas so verändern, dass es für uns als eine Veränderung zum Besseren wahrgenommen werden könnte.
Und ja, wenn man es schafft, doch wieder so an einem Strang zu ziehen, dann wäre es für mich lebenswert und ich würde nicht mehr auf der Betrugssache herumreiten.
 
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Gast

  • #4
da muss man m.E. unterscheiden: einen Ausrutscher kann man leichter verkraften, als eine längere heimliche Beziehung. Letzere wäre für mich ein absoluter Grund, die Beziehung zu beenden, weil ich in einer Scheinwelt gelebt hätte.
 
  • #5
Unter keinen Umständen, das geht einfach gar nicht.

Auch einmalige 'Ausrutscher' konnte und würde ich nicht tolerieren. Dabei geht es nicht nur um den Seitensprung, denn meine persönliche Einstellung ist die, dass es in der Beziehung einfach nicht STIMMEN KANN, wenn einer der beiden fremdgeht.

Schon der Begriff Ausrutscher existiert für mich nicht. Als erwachsener Mensch muss ich mich einfach so im Griff haben, dass das nicht passiert. Man rutscht nicht einfach nur mal so aus und man hat immer eine Wahl.

Für mich kam und käme die Fortsetzung der Beziehung auch deshalb nicht mehr in Frage, weil ich, um fair zu sein, ja auch meinen Anteil erkennen muss. Wenn einer von uns beiden fremdgehen würde, muss das Ursachen haben, die selten einer Person zugeordnet werden können.

Wer nicht (mehr) treu sein kann oder will, der soll sich ehrlich eingestehen, dass er eine Beziehung führt, die keine mehr ist und sich trennen. Dabei ist es auch unerheblich, ob man erwischt wird oder nicht. Natürlich ist mir auch klar, dass so etwas höchst selten so sein wird. Es geht hier bei der Frage ja aber um meine Einstellung/Meinung.

Für alle anderen Probleme einer Beziehung, kann/soll/muss man gemeinsame Lösungen suchen. Zu schnelles Aufgeben ist da Bequemlichkeit und mangelder Arbeitswille/Interesse an der Beziehung.

Aber ein Seitensprung verursacht so viele kleine und große Scherben im Innersten, dass ein zusammenfügen für immer Flickwerk bleibt. Die Einheit (das fundament) ist und bleibt zerbrochen. Unter diesen Voraussetzungen, konnte ich bisher und will/werde ich auch für den Rest meines Lebens keine Beziehung führen.
 
G

Gast

  • #6
Zunaechst stimme ich #2 und #3 zu.

Treue ist für mich weitaus mehr als körperlich. Wichtig ist, dass der Partner auch in schwierigen Zeiten oder bei Krankheit noch zu mir steht. Die Freundschaft, Vertrautheit, etc. würde ich wegen einem Seitensprung nicht aufgeben wenn ich weiss, dass mein Partner mich dennoch liebt. Das ist doch weitaus wichtiger als ein Ausrutscher. Ich glaube, man sollte auch ein bisschen realistisch die Dinge mit der Treue sehen, vor allem, wenn man schon mehrere Jahre Ehe zusammen verbracht hat und diese, bis dass der Tod uns scheidet, halten möchte.
Absolute Treue zu verlangen, ist ein sehr hoher Anspruch gegen die Natur des Menschen (mit welchem Recht eigentlich?) und dessen sollte man sicht bewusst werden bevor man den Partner entsorgt.

w/34
 
G

Gast

  • #7
Ein absoluter Trennungsgrund wäre ein Seitensprung für mich nur, wenn die Umstände so wären, daß ich ohne die Trennung meine Selbstachtung verlöre. WARUM meine Partnerin Sex mit einem anderen Mann gehabt hat, wäre für die Beantwortung dieser Frage entscheidend, nicht die äußere Tatsache, DASS sie es getan hat.

m, 33
 
G

Gast

  • #8
Unter KEINEN Umständen. Ein wichtiger Fundament-Grundsatz meiner Beziehung wäre unwiderruflich zerstört. Und es wäre mir auch letztlich vollkommen egal, wie es dazu kommen konnte...Die "Andere" wäre immer mit im Bett,- ein sehr unschöner Gedanke mit dem ich nicht leben möchte. Natürlich wird die Liebe mit einem "Betrug" nicht gleichzeitig auf Null gesetzt, aber eine (Liebes) -Beziehung kann ich mit dem Mann nicht mehr führen.
W,50
 
G

Gast

  • #9
Ich, 41, w, habe ich es versucht, doch bin ich daran kläglich gescheitert. Mein Vertrauen war dahin, denn immer wenn eine Geschäftsreise anstand, kamen in mir diese Bilder hoch, mein Mann mit einer anderen Frau Ich habe mich getrennt und wir sind inzwischen geschieden!
Dabei habe ich nicht durch meinen Mann von dieser Affäre erfahren, sondern durch seinen Arbeitskollegen. Mein Mann versicherte mir danach, dass es nur einmal gewesen wäre, dabei belief sich diese die Angelegenheit seit mehr als über 2 Monate. Ich habe auf alles verzichtet, selbst auf den Unterhalt für meine kleine Tochter! Mir war eine schnelle Trennung, sprich Scheidung wichtiger als alles andere. Heute muss ich sagen, es war die richtige Entscheidung.

In manchen Berufsgruppen bietet sich das Fremdgehen förmlich an, z. B. bei Anwäten, so wie bei mir, bei Männern, die im Vorstand stehen und von daher beruflich viel unterwegs sind, sowie in anderen freien Berufen.

Ausserdem glaube ich, dass frau schon ziemlich n a i v sein muss, wenn sie glaubt, dass der Mann jeden Fremdgehgang beichten würde, da muss der Mann schon ein V o l l t r o t t e l sein! In diesem Falle hätte ich es aber gar nicht wissen wollen. Für manche Männer, die routiniert sind, ist dies kein Fremdgehen, sondern Entspannung und Wellness!

Jetzt hier nach ein paar Monaten EP-Erfahrung fühle ich mich in meiner Einschätzung bestätigt,
die guten Männer sind liiert, Angabe: Getrennt lebend, geschieden oder verwitwet - ich habe keinen aus diesen drei Varianten getroffen, die wirklich frei gewesen wären, die anderen wirklich freien und die es auch durchaus ernst gemeint hätten, konnte man schlichtweg vergessen.

Mein Fazit: Männer versuchen es eben immer, ein Leben lang nur Erbsensuppe essen zu müssen, daran glaube ich nicht - das ist eben bei Frauen und Männern nicht anders, macht euch nichts vor, so ist es nun einmal!
 
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Gast

  • #10
Unter gar keinen Umständen - selbst wenn ich meinen Partner in diesem Augenblick noch liebe!

Zum Glück sind wir ja nicht Sklaven unseres Triebes - es wurden uns Verstand und Mund/Sprache gegeben - Bevor es zum Fremdgehen kommt, kann man Verstand und Mund benutzen, um mit dem Partner in ein Gespräch zu kommen.
Wenn alles nicht hilft - saubere Trennung, danach kann man sich, ohne einen Haufen Scherben und Verletzungen zu produzieren, neu orientieren.
 
  • #11
Titelfrage: Unter gar keinen.

Einmalige Ausrutscher? Selten so gelacht-vielleicht gleich beim ersten Mal erwischt, einmalige Ausrutscher gibt es nicht.

Berufe in denen sich das anbietet? Nein, ich kenne keine. Ich arbeite in einem Beruf mit sehr viel Reisetätigkeit, Seminaren konkressen etc. der ja angeblich von Fremdgeherei durchseucht ist. Ich kann Euch versichern, nach allem was ich da so beobachten könnte ist das dabei auch nicht häufiger als beim Buchhalter

Mit welchem Recht ich Treue einfordere? Nun mit dem Recht dass Fremdgehen das Vertrauen, die Grundlage einer Beziehung zerstört. Wer Fremdgeht spricht die innere Kündigung aus.

Und Süss- da gibt doch noch Menschen die glauben die Gründe dafür feststellen zu können und danach entscheiden obs relevant ist oder nicht. Zum einen, der Fremdpopper wird niemals die Wahrheit sagen, meist auch gar nicht wissen. Es geht dabei primär um Selbstbestätigung (Psychologische Lehrmeinung)- wer will das wahrhaben? Und es interessiert mich auch nicht, wenn ich ein Problem haben löse ich es, auf die eine oder andere Art. Fremdgehen ist niemals eine Lösung sondern verursacht zusätzliche Probleme.

Ich wurde Betrogen und ich habe meine Entscheidung Sie rauszuschmeissen wohl überlegt und niemals bereut.
 
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Gast

  • #12
Ich war zum Glück selbst noch nicht in der Situation.

Aber wenn ich meinen Freundeskreis betrachte, viele sind gerade so um die Silberhochzeit herum, dann denke ich mir, dass ein Paar in so langer Zeit einfach intensiv zusammenwächst. Die Flamme der Leidenschaft lodert dann wohl meist nicht mehr, aber es besteht eine Zusammengehörigkeit und Vertrautheit, fast schon wie bei "Bruder und Schwester", die man wohl so einfach nicht aufgibt.

Wenn man immer nur kurze Beziehungen von vielleicht vier-fünf Jahren hatte, kann man das sicherlich nicht nachempfinden.

Meine Freudin meinte neulich, bezogen auf ihre eigene 33jährige Ehe: "Meine Ehe würde einen Seitensprung überstehen".

w54
 
  • #13
@#11: Tja, Du stichelst gegen jüngere Teilnehmer und dann kommt nichts als "meine Ehe WÜRDE überstehen"? Das ist ja dermaßen platt, man glaubt es kaum. Das denken viele, bis es denn dann passiert ist. Wenn der Stolz verletzt, die Würde genommen, die unheilbare Geschlechtskrankheit eingefangen ist, oder wenn man mit dem Fremdgeher im Bett liegt und seine hand eben nicht mehr den Zauber hat, sondern man nur noch daran denkt, dass er das auch mit der anderen gemacht hat.
 
  • #14
nie und in keinem Fall wollte und könnte ich das tollerieren. Ausrutscher gibt es nicht, wenn man das Bedürfnis hat mit einem anderen Menschen intim zu werden, dann fehlt einem in der Beziehung etwas. Meist spricht man noch nicht mal drüber und läßt den Partner ins offene Messer rennen. Bei einem Betrug wäre für mich die Beziehung beendet
 
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Gast

  • #15
Titelfrage: Unter gar keinen.

#10: Und was ist mit denen, die ständig Online-Kontakte pflegen/halten/neu knüpfen? Das zerstört das Vertrauen genauso - wie soll denn so Vertrauen aufgebaut werden...? Na?
Das wird doch von z. B. einer Reisetätigkeit extrem begünstigt. Ich speche aus Erfahrung (im Innendienst für Aussendienst zuständig gewesen und seeehr viel mitbekommen...)

Meist bin ich ja mit dir einer Meinung (erstaunlich, nicht wahr?) - aber manchmal würde ich dir schriftlich gerne den Hals umdrehen für soviel Egoismus - scheinst ja gerne mal im Alleingang Entscheidungen zu treffen und Küchenmöbel auszusuchen. (Und es interessiert mich auch nicht, wenn ich ein Problem haben löse ich es, auf die eine oder andere Art - na wie Napoleon eben - a weng grössenwahnsinnig...?)
 
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Gast

  • #16
Ich bin von meinem Ex mehrfach betrogen worde. Ich habe es verdrängt und wollte es nicht wahr haben.Ich habe mich leider nicht getrennt,weil ich mir eingeredet habe, unsere Kinder würden es nicht verstehen und ich müsste ihnen eine "Heile Welt" bieten.So ein Quatsch! Ich würde es nie wieder so machen. Ich leide immer noch obwohl das Trennungsjahr bald vorbei sein wird. Seine Ausreden waren auch nicht die Besten.Es gibt für mich KEINEN Grund Fremdgehen zu verzeihen. Und Menschen die Fremdgehen sind für mich Wiederlich.Ich kann nicht verstehen, dass diese noch in den Spiegel gucken können. Und Menschen, die wissen, dass diese nicht Singles sind und dennoch mit ihnen etwas anfangen sind genauso schlimm.Einfach nur Wiederlich und da bereue ich,dass man nicht mehr "schuldig" geschieden werden kann.
 
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  • #17
Hallo Frederika, ein Mensch mit dem ich eine Beziehung führe/verheiratet bin, kann durchaus fremdgehen (auch wenn es bisher, meines Wissens und Glaubens nach, noch nicht vorkam); er wüsste mit Sicherheit, dass dies ohne wenn und aber die Trennung nach sich zieht und hätte somit seine Wahl getroffen. Ein Mensch der fremdgeht, hat sich so stark von dem entfernt, was ich wichtig und anständig finde, dass mir die Trennung sogar leicht fiele, denn er wäre dann ja jemand der ohnehin nicht in mein Leben gehört. Ich selektiere auch in Hinsicht auf Freundschaften etc. enorm streng, wen ich in mein Leben lasse. Ich kann mir das vermutlich erlauben, da ich emotional nicht sehr bedürftig bin.

Der von Dir verwendete Begriff "verzeihen" ist mir fast zu emotional besetzt (das hörst Du vermutlich selten ;-) ), ist aus meiner Sicht ein fast zu starker Begriff; die Grundlage für eine Beziehung ist entzogen und das ganze war vermutlich ein Irrtum.

w/48
 
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  • #18
@#11: Deine Freundin meint wohl, die "Funktionalität" ihrer Ehe würde durch einen Seitensprung nicht beeinträchtigt werden. Wenn der andere nicht mehr der Mensch ist, den man liebt und mit dem man mit jeder Faser seines Körpers und seiner Seele verbunden sein will, spielt ein Seitensprung selbstverständlich keine Rolle.

w/48
 
G

Gast

  • #19
Wenn
- die Beziehung schon längere Zeit besteht
- die Sache ein "Ausrutscher" war, also keine längere Parallelbeziehung bestand

dann würde ich (m) das relativ problemlos wegstecken können.

Eine Beziehung ist für mich viel mehr, -sehr viel mehr!- als sexuelle Treue.
Deshalb kann ein begrenztes Fehlverhalten für mich nicht das Ende einer ganzen Beziehung sein.

P.s.: Danke, #5! Manchmal fühle ich mich hier schon wie auf einem anderen Stern. ;-)
 
G

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  • #20
@11
Wie Bruder und Schwester kann man auch nach einer Trennung noch sein (auch Zusammengehörigkeit und Vertrautheit würde ich behaupten). Von daher denke ich, wäre es besser die Beziehung zu beenden und jeder kann sein eigenes Sexualleben leben.

Ich vermute, dass für mich dann die Beziehung beendet wäre, weil ich ständig die Angst hätte, dass sie es erneut tut. Dann würde ich sie am liebsten im Haus anketten, wenn sie nicht in meiner Nähe ist. (Anmerkung: ich bin nicht besonders eifersüchtig)
 
G

Gast

  • #21
Vielleicht kann man es auch so sehen:

Eine intakte Beziehung muß einen Seitensprung überstehen können. Sonst taugt sie einfach nicht viel. Auf jeden Fall nicht genug für den harten Lebensalltag.
 
  • #22
@#20: Ganz schön absurd diese Behauptung. In einer Beziehung, die das Attribut "intakt" verdient, tritt Fremdgehen einfach nicht auf -- denn sonst ist sie nicht intakt.

Vertrauen ist das Fundament einer Partnerschaft und Fremdgehen zerstört dieses Fundament nachhaltig und unumkehrbar.
 
  • #23
@11
sorry, wenns zum Fremdgehen kommt gibt es nichts mehr was überstanden werden kann. Dann ist die Substanz eben nicht mehr da. Auch Paare die sich seit 33 Jahren lieben haben noch Leidenschaft. Das gehört ursächlich zusammen und ich kenne etliche Paare die auch noch nach so langer Zeit die Leidenschft bewahrt haben. Meine Beziehung währte übrigens 20 Jahre, das hat nix mit der Dauer zu tun, da tuts nur noch sehr viel mehr weh.
@14
cool, was denkst Du denn so. Ich kann Dir versichern, Egoismus gehört nicht zu meinen Eigenschaften. Wenn ich ein Problem habe löse ich es, natürlich. Was denn sonst? Ich laufe nicht feige weg. Das hat aber nun ganz und gar nichts mit "im Alleingang Küchenmöbel raussuchen" zu tun. Wenn ich in der Beziehung das Gefühl habe es stimmt was nicht spreche ich meine Partnerin an und lasse keine Ausflüchte mehr zu (alles ok...nur damit man siene Ruhe hat). Und wenn dann das Problem auf dem Tisch ist geht man es gemeinsam an, das verstehe ich unter lösen des Problems. Einfach in fremde Arme zu flüchten ist feige.

Ach ja, ich hör auch die Geschichten von Kellegen... Wenn Du mit denen aber unterwegs bist merkst Du ganz schnell dass die meisten davon eine fremde Frau gar nicht ansprechen können. Im Aussendienst hast Du gar keine Zeit für den Käse, Tagsüber bist Du bei den Kunden, dann noch die Fahrt ins Hotel, was zu Essen organisieren und dann den Papierkram erledigen. Vielleicht noch eine Stunde Sport und das wars.

Online Kontakte neu knüfen? Wie kommst Du auf den Schluss daß ich das mache? Tu ich nicht, ich pflge nur Freundschaften (die übrigens meine Liebste alle kennen), mit keiner davon hatte ich je eine Beziehung und werde sie auch nicht haben. Aber auch nur mehr 1-2x im Jahr
 
  • #24
@#21
wenn du dich da man nicht irrst, frederika!
zitat:"In einer Beziehung, die das Attribut "intakt" verdient, tritt Fremdgehen einfach nicht auf -- denn sonst ist sie nicht intakt."

und genau das stimmt nicht!
in untersuchungen kam eindeutig heraus, dass männer auch in beziehungen, die intakt sind, fremdgehen!
das fremdgehen ist KEIN indikator für eine nicht intakte beziehung.
es ist eher so, dass männer gerade dann, wenn es in einer beziehung/ehe gut läuft, gern mal fremdgehen!
es ist quasi aus eine entspannten grundsituation heraus.
...das ist das ergebnis aus untersuchungen, nicht meine intension;-)
es ist nicht grundsätzlich so, aber es gibt durchaus dieses szenario!
für das fremdgehen gibt es viele gründe.

ich sehe es auch so, dass eine intakte beziehung einen seitensprung verzeihen kann.
 
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  • #25
@5/18: Eure Anmerkungen sind aus meiner Sicht hochinteressant.

Die Bemerkung "Wichtig ist, dass der Partner auch in schwierigen Zeiten oder bei Krankheit noch zu mir steht." heißt für mich, wenn der Partner seine Funktion erfüllt, dann darf er auch fremdgehen, Hauptsache, wenn ich krank bin oder sonst ein Problem habe, ist er da.
Für mich ein eigenartiger Tausch, den ich, ehrlich gesagt, nicht brauche, auch weil ich dann ja selbst meinen Partner funktionalisiere.
Wenn ich krank bin oder in schwierigen Zeiten Unterstützung benötige, dann nicht zwingend von einem Partner mit dem ich schlafe und der fremdgeht. Ich denke nicht einmal, dass ich das wollte. Zwischenmenschliche "Unterstützung im Notfall" als Tausch gegen fremdgehen dürfen? Mit diesem Konzept kann ich mich nicht anfreunden, aber vielleicht funktionieren ja viele Beziehungen tatsächlich auf diese Weise. "Funktionieren" ist dabei für mich der Schlüsselbegriff, den ich ja auch hier im Forum recht häufig verwende.

Bei mir ist es eher umgekehrt: Wenn mein Partner fremdgeht, möchte ich garnicht, dass er "in schwierigen Zeiten oder bei Krankheit" vorgeblich zu mir steht, denn das würde auch ein Freund oder ein Kumpel oder eine Cousine tun. Sogar der ein oder andere meiner jahrzehntelangen Arbeitskollegen würde vermutlich in schwierigen Zeiten und Krankheit zu mir stehen. Dazu brauche ich keinen Partner der fremdgeht.

Auch "Eine Beziehung ist für mich viel mehr, -sehr viel mehr!- als sexuelle Treue." finde ich bemerkenswert, weil sich Liebesbeziehungen zwischen einem Mann und einer Frau ohne sexuelle Treue für mich auf andere Formen der Verbindung beziehen.
Wenn ich es richtig verstehe, bist Du der Ansicht, sexuelle Treue ist vernachlässigbar, weil für Dich andere Aspekte einer Beziehung wichtig bzw. wichtiger sind ("viel, sehr viel mehr, sind"), während ich denke, eine Liebesbeziehung zwischen Mann und Frau ohne sexuelle Treue ist wertlos (wohlgemerkt für mich wertlos, andere können das anders handhaben), wenn es sich nicht um eine platonische Liebe handelt.
Auch hier meine ich, was sollen das für wichtige bzw. wichtigere Aspekte einer Beziehung sein. Ich glaube einfach nicht daran, dass ein Mann oder eine Frau, die fremdgehen wirklich gute Partner sind, weil eine Beziehung ja "viel, sehr viel mehr, ist". Für mich klingt das nach, "o.k., treu bin ich zwar nicht, aber dafür schreibe ich Liebesgedichte an Dich" o.ä.. Treue ist für mich der ultimative Lakmustest zwischen zwei Menschen.

Ich denke, wir kommen da nicht auf einen gemeinsamen Nenner, was wir auch nicht müssen, anregend finde ich Eure Gedanken auf jeden Fall. Eure Sichtweise ist meiner Meinung nach auch vollkommen in Ordnung, wenn Ihr das offen mit Euren Partnern kommuniziert und ihnen dieselben Freiräume zubilligt wie Euch selbst.

w/48
 
  • #26
Also ich bin nie fremdgegangen. Ich weiß aber , dass etwa die Hälfte der Erwachsenen in ihrem Leben fremdgehen, 5 % haben dagegen in ihrem Leben schlicht nie Sex.
Wenn man so eine moralische Abscheu davor hat, sie hier als Monster empfunden werden, mit einer Emotionalität, die ich nur bei Soziopathen entwickle, dann frage ich mich, wie ihr mit dieser Welt klarkommt, in der so viele "Monster" herumlaufen. Ich würde definitiv paranoid werden, wenn die Hälfte der Menschen Soziopathen wären (es sind aber nur 5 % der Männer, eh zuviel, aber für mich noch gerade managbar).

Ich finde, was #5 geschrieben hat, wunder- wunderschön, ich bin nun wirklich gerührt, und wenn ich mal etwas Vergleichbares in einem Profil gelesen hätte, hätte ich sicher sofort Kontakt gesucht. Manchmal hatte ich kurz mit dem Gedanken gespielt, ob ich in mein Profil schreibe "suche frigide Frau zum Leben", obwohl mir Sex, Freude geben und nehmen, wirklich Spass macht. Bei den anderen habe ich oft den Eindruck, dass die Beziehung nur für Sex da ist, der Rest passend gemacht wird. Der Eindruck ist sicher falsch, aber diese Fixierung auf den Sex, dies Absolute, das verstehe ich einfach nicht.
 
G

Gast

  • #27
@23
Und warum sollte man wenn die Beziehung gut läuft fremdgehen? Das ist doch vollkommen unlogisch eine gute Beziehung zu zerstören. Soetwas gibt es nicht oft, warum so leichtfertig solch ein ENORMES Risiko eingehen und der Frau, die einem so viel gibt weh zu tun? Die Studie muss ja nicht korrekt sein.
 
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  • #28
@25
Ich sehe kein Problem darin Fremdgeher als Monster zu sehen UND mit dem Leben klar zu kommen. Es gibt soviele schlechte Dinge, die viele Menschen miterleben mussten (teilweise als Kind) und immer noch sind sie noch nicht zusammen gebrochen.
 
  • #29
@#26
jemand der fremdgeht, will ja seine beziehung nicht zerstören, ganz im gegenteil!
er geht erst einmal davon aus, das es unentdeckt bleibt.
das risiko des entdeckt werdens wird in kauf genommen, da nach ansicht des fremdgängers, es eher als gering einzuschätzen ist.
das verbleibende restrisko wird wohl als kick empfunden.

wie die begründung für so ein verhalten aussieht, weiss ich nicht, so genau habe ich die studie nicht mehr im kopf.
es ist aber ein irrglaube, davon auszugehen, dass nur zerrüttete beziehungen, fremdgeher erzeugen.
sicher wird es in der mehrzahl so sein, oder dass die beziehungen eben schaal geworden sind, aber es gibt eben auch die anderen fälle, bei denen alles in ordnung ist - frei nach dem motto: geht es dem esel zu gut, begibt er sich auf´s eis;-)
 
  • #30
@#23: Ja, MadMax, da muss ich Dir durchaus recht geben. In diese Richtung argumentiere ich ja auch durchaus regelmäßig, wenn es darum geht, ob immer beide Schld haben oder nicht. Natürlich kann es auch in Beziehungen, die (scheinbar?) intakt sind und gut laufen zu Fremdgehen kommen. Es gibt einfach Fälle, in denen der Fremdgeher nicht aufgrund von schlechter Beziehung, mangelnden Sex oder sonstwas für greifbaren Gründen die tat begeht, sondern einfach nur weil er die Gelegenheit und keine Moral hat. Ja, das kommt sicherlich vor.

Aber, und das kann man doch wohl sagen, DANACH ist die Beziehung dann auf keinen Fall mehr Kontakt. Fremdgehen zerstört immer unwiderruflich.

Ich kann mir kein Szenario vorstellen, in der Fremdgehen verzeihlich wäre oder eine Beziehung Fremdgehen wirklich überstehen kann.

MadMax, kannst Du Dir das wikrlich vorstellen? Deine Frau betrügt Dich mit einem anderen Mann und Du sagst, "kann passieren"? Wirklich?!
 
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