• #1

Unglücklich mit Partner. Zusammenbleiben wegen des Kindes?

Ich bin seit 1,5 J. mit meinem Freund zusammen und wir haben einen kleinen Sohn von 13 Monaten. Die Schwangerschaft war damals nicht geplant.Ich bin sehr unglücklich in der Bez., da mein Freund mich schlecht behandelt. Er schreit mich wegen jeder Kleinigkeit an und zerstört in seinem Zorn Gegenstände. Dem Kleinen tut er nichts an und ist ein liebevoller Vater. Er entschuldigt es damit, dass er Stress auf der Arbeit hat sowie seinem Suchtverhalten (Kiffen) !!...Nach außen sind wir DIE perfekte Familie, jeder beneidet uns. Wenn ich den Leuten erzähle, dass er zu Hause ganz anders ist, nicht der tolle charmante Mann, glaubt mir NIEMAND -noch nicht mal meine eigene Familie!! Ich würde ihn am liebsten mal bei einen seiner Wutausbrüche filmen,damit man mir glaubt-traue mich aber nicht. Er redet ständig von Heirat und zweiten Kind, mir wird allein bei dem Gedanken schlecht.
soll ich das alles wegen des Kleinen weiterhin ertragen und ihn versuchen in Therapie zu schicken??? Liegt es an seiner Drogensucht oder ist das einfach sein Charakter, er ein Choleriker??
 
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  • #2
Julchen,

In jeder größeren Stadt gibt es Selbsthilfegrupoen von Angehörigen Süchtiger.
Da bekommst Du fast alle Deiner Fragen beantwortet.

Solange Du erträgst, seine Sucht mit trägst und hilfst die Fassade zu wahren, solange bleibt es wie es ist. Du bist Co-Abhängig.

Nachdem Du ein so kleines Kind hast, würde ich Dir dringend empfehlen, eine Familienberatungsstelle zu suchen. Dort bekommst Du kompetenten Rat und Unterstützung.
Die Fassade ist völlig egal, was DIE Leute denken, auch.

Es geht um Dich, und um Deinen Sohn. Der bekommt das Alles mit, die Atmosphäre, die Wutausbrüche, die Stimmung.

Du solltest Dich trennen, umgehend.
Falls Dein Freund Therapie gemacht hat, erfolgreich, DANN könnt Ihr, falls Du noch willst, über Familie nachdenken.

Momentan solltest Du die Verantwortung zumindest für Deinen Sohn übernehmen.
Unterstützung s. Oben.
Jetzt. Sofort.

Dein Freund kann sich nur selbst retten, vielleicht - vielleicht schreibt @frei was dazu.
Der Schaden, den ein Suchtkranker anrichten kann, dauerhaft, ist immens

W, 51
 
  • #3
Wenn dein Freund Sachen kaputt macht, aber mit deinem Kind lieb umgeht, dann geht er MOMENTAN mit deinem Kind lieb um. Das bedeutet nicht, dass es immer so bleibt. Jetzt ist das Kind süss und nett, aber sobald es seine Babyniedlichkeit verloren hat, in die Trotztphase kommt und aufmümpfig wird oder gar was zurück sagt, dann wird es sehr schnell vorbei sein mir Vatersliebe.
Man muß Kinder nicht schlagen, psychische Misshandlung ist auch eine Misshandlung und du brauchst nicht denken, dass das Kind diese Zwielichtigkeit des Vaters nicht merkt.
Ausserdem machst du dich strafbar, wenn du das Kind weiter solchem Vater aussetzst, es ist nicht so, dass es keine Fälle gibt, wo "liebevolle" Väter dem Kind was antun, normale gesunde Eltern kommen schon öfters an ihre Grenzen und hier haben wir einen Vater, der Drogen nimmt und ansonsten sich öfters nicht im Griff hat.
Willst du wirklich deinen Sohn ohne Mutter lassen, wen dessen Vater in seinem Anfall rein zufällig dich trifft und umbringt oder zum Pflegefall macht?
 
  • #4
Niemand muss dir glauben und niemand muss deine Gründe verstehen.
An deiner Stelle würde ich erstmal ganz schnell dafür sorgen, dass definitiv kein zweites Kind entsteht. Also lass dich vom Gynäkologen wegen langfristiger Verhütung beraten.
Und zum Thema Sucht: Du kannst ihm nicht helfen. Die Sucht und sein Verhalten wird sich auf die gesamte Familie auswirken. Der Begriff Co-Abhängigkeit wurde schon genannt. Dazu kannst du auch noch „erwachsene Kinder suchtkranker Eltern“ nachlesen und was sowas langfristig mit einem Kind macht. Ein Suchtkranker ist kein schlechter Mensch aber die Abhängigkeit macht die Familie kaputt und krank und wird auch dein Kind formen.
 
  • #5
Ihr habt viel zu früh ein Kind bekommen, aber gut, es war ungeplant und das Kind kann nichts dafür. Wenn du jetzt schon weißt, dass du unglücklich bist mit ihm, dann ist es nicht DIE Beziehung fürs Leben. Nach 1,5 bis 3 Jahren, wenn die erste Verliebtheit nachlässt, man die rosarote Brille abnimmt und den Ernst des Alltags kennenlernt, merkt man, ob man wirklich zusammen passt oder nicht. Ihr tut es nicht. Niemals solltest du dich von einem Partner schlecht behandeln lassen. Eine Beziehung sollte keine Last darstellen, sondern beiden das Leben schöner und angenehmer machen. Wenn du ehrlich zu dir selbst bist, hast du schon beschlossen, dass du die Beziehung eigentlich nicht möchtest. Nur deine Ängste hindern dich vor der endgültigen Entscheidung. Aber am Ende wirst du dankbar sein, am Ende wird alles gut werden. Für Kinder ist eine liebe alleinerziehende Mutter besser als dauernde Streits und eine kaputte Eltern-Beziehung, wo alle leiden. Die Schwächsten kriegen letztendlich alles ab.
 
  • #6
wie kann Dein Partner, der Dich schlecht behandelt , ein liebevoller Vater sein. Der Punkt wird kommen wo das kippt. Wenn Du eine Tochter hast wird sie in dem Bewußt sein aufwachsen, dass Frauen schlecht behandelt werden. Hast Du einen Sohn , wird er in dem Bewußt sein aufwachsen, dass man Frauen schlecht behandelt.
Sorge für Dich, dass Du nicht nochmal schwanger wirst. Wer im Zorn Gegenstände kaputt macht, könnte auch vor anderem nicht halt machen. Wenn er seinen Stress nicht im Griff hat, solltest Du Dir Hilfe holen oder auch über eine Trennung nachdenken.
Es ist nicht immer leicht zu ignorieren was die anderen sagen, trotzdem Du und Dein Kind ihr müsst´es aushalten und nicht die anderen.
Alles Gute für Dich
 
  • #7
Ein Mann, der die Mutter seines Kindes schlecht behandelt, in welcher Form auch immer, ist per se schon mal kein guter Vater. Er sorgt nämlich für eine zeitnahe Trennung der Eltern des Kindes.
Und dies solltest du auch tun, dich trennen. Zu verantworten hat er es. Aber geh aus diesem unsäglichen Zustand raus, dann hast du endlich deine Ruhe und kannst dein eigenes Ding machen.
 
  • #8
Liebes Julchen88

Eine Freundin von mir hat sich so einen ähnlichen Mann ins Haus geholt. Nach aussen hin ein ganz Lieber, fast schüchtern. Zu Beginn auch ein ganz Romantischer, wenn auch schnell klar wurde, dass er sehr eifersüchtig ist. Super Vater, jedenfalls gegen aussen. Aber ihr gegenüber zunehmend abwertend, cholerisch, drohend. Genau diese Anfälle mit Möbel kaputt machen, wütend in die Wand boxen, gemeine Sachen sagen wenn es nicht nach seinem Willen geht. Niemals die Schwelle überschreitend, wo er sie wirklich schlägt, so kann sie nichts beweisen, ist aber eingeschüchtert von ihm.
Sie hat sich immer wieder versöhnt, und immer wieder kam eine neue "grosse Geste" des erneuerten Vertrauens. Heirat. Zweites Kind. Haus. Vielleicht auch in der Hoffnung, ihn zu besänftigen, ihm zu zeigen, dass sie ihn nicht verlässt usw. Er hat einen Keil zwischen sie und ihre Freunde getrieben - die Hälfte glaubt ihr, und die Hälfte glaubt, dass sie masslos übertreibt und den armen Mann wohl aufs Blut provoziert.
Und dann ist sie immer schon ganz dankbar, wenn er mal in die Therapie gegangen ist. Was eingesehen hat. Er wird gelobt für jeden "Fortschritt". Der ja eigentlich nichts anderes ist, als sich wie ein erwachsener Mann zu verhalten.
Mein Nachbar ist auch so einer. Zu mir, wenn ich ihm im Flur begegne, lieb wie ein Lämmchen. Und dann höre ich durch die Wände, wie er Sachen rumschmeisst in der Wohnung, die Freundin anschreit.
Was ich damit sagen will, ich glaube dir 100%. Diese Männer scheinen ihren Zorn recht selektiv aufdrehen und abklemmen zu können. So wie manche Frauen auf Kommando weinen können, können die auf Kommando ausrasten.
Dieses Verhalten ist eine Form der häuslichen Gewalt. Häusliche Gewalt ist mehr, als jemanden zu schlagen. Einschüchtern, drohen usw. gehört da auch dazu.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es deinem Sohn gut tut, in einer solchen Atmosphäre aufzuwachsen. Wenn er älter wird, bekommt er dieses Verhalten mit. Er wird seine eingeschüchterte Mutter sehen und den ausrastenden Vater. Er wird diese Stressmomente nicht vergessen. Selbst wenn dein Partner "nur" die Möbel kaputt macht und nicht den Sohn verprügelt, wird das doch Spuren in seiner jungen Seele hinterlassen.
Es tut mir wahnsinnig leid, dass deine Familie dir nicht glaubt. Du brauchst Menschen, mit denen du dich beraten kannst, wie es weiter gehen soll. Familienberatung, Suchtberatung (die beraten auch Angehörige). Wenn ich ehrlich bin, ich würde meiner besten Freundin, wäre sie an deiner Stelle, zu nichts anderem als zur Trennung raten. Dieses Ausharren, wem bringt das etwas, unterm Strich.
 
  • #9
Ich würde ihn am liebsten mal bei einen seiner Wutausbrüche filmen,damit man mir glaubt-traue mich aber nicht.
Musst Du nicht. Man darf sich auch von sehr, sehr netten Männern trennen, ohne vor Verwandtschaft und Bekanntschaft Rechenschaft abzulegen. Wer Dir reinreden will mit "wie konntest du nur dieses tollen Mann verlassen", überschreitet eine Grenze, die Du setzen darfst und ihn drauf hinweisen darfst. Das kann ja freundlich sein, aber Du solltest sie einfach setzen und DEIN Leben FÜR DICH führen und nicht dafür, dass andere Leute das richtig finden. Die sagen dann nämlich auch später, dass Du hättest gehen sollen, sie hätten es ja gar nicht gewusst und es wäre Deine Schuld, wenn Du geblieben bist, und ob Du Dir nie Gedanken gemacht hast, wie das für das Kind aussieht, wenn es eine unglückliche Mutter hat.

Soll heißen, die können Dir genauso später das Bleiben in der Beziehung vorwerfen, wie sie Dir dann jetzt vorwerfen könnten, dass Du Dich trennst.

Es ist DEIN Leben, DEINE Entscheidungen, DEINE Verantwortung dafür, dass Du Deinen Kindern eine aufmerksamen und glückliche Mutter sein kannst.
 
  • #10
Du bist unglücklich, bekommst beim Gedanken an Heirat Panik - schon das allein zeigt, ne, da bleibt nur die Trennung. Nach 1,5 Jahren merkt man häufig, ob das was für Dauer ist oder nicht, und das ist unabhängig von Kind oder nicht. Sein Verhalten geht außerdem gar nicht. Aggressionen nicht Kontrollieren können ist langfristig für häusliche Gewalt im späteren Verlauf - auch gegenüber dem Kind - ein wichtiger Faktor. Was andere von außen denken ist Schnurz; man sieht ja Männern nicht an, ob die daheim ihre Frauen schlagen (oder andersrum, gibts natürlich auch). Dass lassen diese Menschen ja häufig nur dort raus. Wenn er das nicht mal einsieht und da eine Aggressionstherapie machen will oder so, würde ich mich sofort trennen. Dazu kommt aber noch wie oben gesagt: selbst wenn er sich in dem Punkt ändern will, aber du liebst ihn nicht, würde ich mich dennoch trennen. Kinder leiden unter Trennungen, aber sie leiden auch darunter, wenn ihre Eltern sich nicht lieben und nur ihnen zuliebe zusammen bleiben. Viel Kraft wünsche ich dir.
w, 37
 
  • #11
Drogensucht und häusliche Gewalt. DAMIT willst du dein Kind aufwachsen lassen?
Wenn das Jugendamt davon Wind bekommt, nehmen sie euch das Kind weg. Zu Recht, zumindest was den Vater betrifft.

Bitte trenne dich von diesem Mann, damit dein Sohn die Chance auf ein gutes Leben hat. Die Gefahr ist groß, dass er bei den schlechtern Vorbildern auf die schiefe Bahn gerät.

W35
 
  • #12
Danke für die Antworten.Ich habe wie man denken kann ein Selbstwertpoblem, dies vor der Bez. schon gehabt, welches durch ihn jetzt noch verstärkt wurde. Es gibt Phasen, in denen ich schwer depressiv bin und Gedanken habe, die man nicht haben sollte. Aktuell geht es mir ganz gut. Ich weiß, dass ich von ihm weg muss. Es ist aber verdammt schwer. Zudem null Unterstützung durch die Familie, da mir nicht geglaubt wird. Ich habe auch Angst, dass er mir mein Kind wegnimmt. Er ist rhetorisch sehr stark (Führungskraft)und würde mit Sicherheit auch vor Gericht Lügen über mich erzählen bzw betonen, dass ich psychisch labil ( durch ihn) bin, was natürlich auch stimmt😢
 
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  • #13
Er ist rhetorisch sehr stark (Führungskraft)und würde mit Sicherheit auch vor Gericht Lügen über mich erzählen bzw betonen, dass ich psychisch labil ( durch ihn) bin, was natürlich auch stimmt😢
Dann muss du dich an das Jugendamt wenden oder Psychologin und deine Situation schildern. Die Sache mit dem Handy ihn aufzunehmen ist eine sehr gute, auch wenn es eventuell nicht vor Gericht anerkannt wäre, du könntest es deiner Umgebung zeigen, so dass er dadurch seinen Glanz verliert und nicht mehr auf deren Unterstützung zählen kann.
In gewisser Weise kenne ich es auch, dass man rhetorisch platt gemacht wird. Hier könnte dir ein Gedanke helfen - wenn du in seinen Augen dumm, unbeholfen oder sonstwie blöd bist, warum hat er dann mit dir ein Kind ??Mit so einer dummen Frau?? Da muss er doch auch nicht besonders helle sein oder??
 
  • #14
Liebe Julchen,

Manchmal ist die Welt grau. Der große schwarze Hund, der mal wieder heult... Ich denke, Du verstehst das Bild. Du weißt, dass diese Momente vorbei gehen.
Fühl Dich einfach mal verstanden und ganz lieb umarmt.
Du weißt, Du wirst gebraucht - Dein Kind braucht DICH!

Nun, ganz dringend - Familienberatungsstelle, Termin dort. SOS Kinderdorf, Caritas... Engagiert, kompetent.
Da bekommst Du die Unterstützung, die Du brauchst.
Man glaubt Dir auch - diese Geschichten sind für sie - leider - alltäglich.
Du brauchst Unterstützung, und Du mit Deinem Kind als Familie.
Du wirst es lernen ohne so einen Mann klar zu kommen, das kannst Du.

Es wird für Dich kein leichter Weg, schwere Depressionen, keinen Rückhalt in der Familie, dazu dieser Partner - oder gibt es vielleicht doch zumindest eine Freundin?

Aber es gibt Wege - Therapie, auch ggf. als stationär psychosomatische Akutklinik (keine Psychiatrie) mit Kind(!), gibt es. Da kommst Du mal zur Ruhe.
Ambulante Therapie, damit Du wurdet klar kommst.
Und die Unterstützung über die professionelle Ebene - deswegen als Erstes, Familienberatungsstelle.

Es ist mühsam, es ist nicht leicht. Aber wenn Du den ersten Schritt machst, diesen Termin, dann fängst Du einen neuen Weg an.

Es lohnt sich.

Liebe Grüße,
Lionne
 
  • #15
Dein Freund kann sich nur selbst retten, vielleicht - vielleicht schreibt @frei was dazu.
Hm... ja, es gibt gewisse Parallelen, aber ich sehe da nur das Kiffen und die sich anbahnende Gewalt.
Ich habe meine Geschichte hier schon so oft erzählt, dass die Stammleser das sicher nicht mehr ertragen können, wenn auch Julchen das wahrscheinlich noch nicht gelesen hatte.
Julchen, für dich hier kurz:
ONS, direkt schwanger geworden, Mann hatte kein Interesse.
Bei der Geburt wieder aufgetaucht und sich danach bei mir eingezeckt.
Er depressiv oder schmarotzender Simulant / simulierender Schmarotzer.
Ich alles ( das meine ich wörtlich ) bezahlt und gemacht.
Ich bin ihn bis heute nicht wirklich losgeworden, wenn ich auch keinen Kontakt mehr zu ihm habe, seit er uns mal ein Wochenende bedroht und gefangen gehalten hat, als meine Tochter acht war.
Jetzt ist sie 25 und erstaunlich gut gelungen, trotzdem.
Der Mann war ein Totalausfall.
Im letzten Jahr hat sich die Rechtslage geändert, genau passend zum Eintritt meiner Tochter ins Erwerbsleben. Bis dahin hätte sie nun seine Sozialhilfe bis zu ihrem eigenen Freibetrag übernehmen müssen, obwohl er niemals einen Cent Unterhalt bezahlt hat.
Jetzt ist es so, dass sie erst ab einem Jahreseinkommen von 100.000 € rangezogen wird, also vielleicht nie, yehaaaa !

Ok, Katastrophe die ganze Chose.
Andererseits hätte ich bis heute kein Kind, wenn ich auf einen guten Mann gewartet hätte.
Und wäre es besser gewesen, ihn nicht als Vater anzugeben ? Nein, auch das nicht, denn dann würde er jetzt auf einem Sockel stehen und ich wäre die Böse.
Bei mir ist alles gut gegangen, ich hatte da aber mehr Glück als Verstand.
Ach naja, wenn ich die Zeit zurück drehen könnte, würde ich trotzdem alles noch mal so machen, denn mein Leben mit Tochter war und ist einfach super.

Dazu bei Bedarf gerne nähere Erläuterung.
Hier nur schon soviel: ich habe es keine Sekunde bereut, genau dieses Kind, was genau diesen Vater mit einbezieht, bekommen zu haben.
Allerdings rate ich dir ganz dringend, und das war bei mir die Voraussetzung zum glücklichen Leben, den Kontakt soweit es irgend geht, einzuschränken.
Also ja, unbedingt trennen, ausziehen, allein klarkommen, den Vater nicht mitquatschen lassen. Kontakt zum Vater nur zulassen, wenn das mit der Gewalt aufhört... was es nicht wird.
Nach unserem Horrorwochenende hatte ich nie mehr Kontakt zu ihm ( dreimal gesehen seitdem ), meine Tochter ca. ein Jahr nicht, dann ca. ein weiteres Jahr nur in Begleitung meiner Eltern, dann ca. ein Jahr nur im öffentlichen Raum. Dann ist sie ca. zwei Jahre jede Woche in seine Wohnung gegangen und dann schlief das ein, weil er ohnehin immer nur im Bett lag.
Heute sieht sie ihn vielleicht ein- oder zweimal / Jahr.

w 53

@Lionne : bist du stolz auf mich ? So kurz habe ich das noch nie erzählt :)
 
  • #16
Und die nächste Suchtgeschichte.... diesmal sogar mit einem kleinen Baby. Herzlichen Glückwunsch!

Mal im Ernst: DEIN KIND BEKOMMT ALLES MIT! Es spürt es, es spürt deine Angst, die es mit der Muttermilch aufsaugt. Und das ist kein Scherz, es gibt dazu einige Studien. Selbst im Bauch bekommen Kinder die extremen Hormonschwankungen der Mutter durch Angst mit. Und das prägt sie. Auch dein Kind - ob du es hören willst oder nicht!
WENN (und nur, wenn) du eine gute Mutter bist, trennst du dich von einem suchtkranken Choleriker! Warum interessiert es dich was die anderen denken?! ES GEHT UM DEIN KIND UND DEINE SICHERHEIT!
Mein Gott...

w.,34
 
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  • #17
Er entschuldigt es damit, dass er Stress auf der Arbeit hat sowie seinem Suchtverhalten (Kiffen)
Hallo @Julchen88 , ich kann dir nicht mit einem guten Rat aus eigener Erfahrung weiterhelfen. Ich habe nur eine Verständnisfrage:
Ist er aggressiv wenn er etwas gekifft hat oder aggressiv wenn er nicht gekifft hat, bzw. wird er aggressiv wenn er nichts zu kiffen hat bzw. wenn er in der Situation nicht kiffen kann?
Hintergrund: Ich kenne aggressives Verhalten bei Marihuana/Haschisch-Nutzern nicht. Die Menschen, die ich kenne und die regelmäßig kiffen sind schläfrig und eher zurückhaltend. Aggressionen und Kiffen habe ich nur im Zusammenhang mit Alkohol erlebt.
Bevor jetzt Foristen auf mich eindreschen, nein ich will nicht den Wahrheitsgehalt der Schilderung von @Julchen88 angreifen.
 
  • #18
Ich bin seit 1,5 J. mit meinem Freund zusammen und wir haben einen kleinen Sohn von 13 Monaten.
Passt irgendwie nicht...

Bei Gewalt und bei erheblichen Suchtproblemen bleibt wohl nur, Dir Hilfe zu holen. Vielleicht in Selbsthilfegruppen, vielleicht aber noch besser beim Jugendamt.
Eine Beziehung kann man unter den Umständen kaum führen. Und heiraten und ein zweites Kind wäre der völlig falsche Schritt.
 
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  • #19
Wen außer ihm hast du denn als Unterstützung bei der Kinderbetreuung?
Wen hast du generell als Unterstützung?

In der Regel würde ich hier zur Trennung raten, aber da du suizidal bist eher nicht.
Denn nicht nur wütende Eltern auch depressive Eltern sind für das Kind eine mögliche Gefährdung.
Vor allem in diesem jungen Alter besteht die große Gefahr der Vernachlässigung.
Tatsächlich ist Vernachlässigung mit Blick auf die Langzeitfolgen sehr viel gravierender als jeder elterliche Wutausbruch.
Wer ist die weitere absichernde Instanz für sein Kind?
Kannst du bei deinen Eltern einziehen?

Machst du eine Therapie? Wenn nicht beginne solch eine.
Es gibt auch stationäre Behandlungen die speziell für Mütter mit Kindern sind. Du darfst also dein Kind mit dabei haben.

Warum willst du ihn filmen?
Trennung ist auch so legitim, ohne illegale Filmaufnahmen die auch dich in ein schlechtes Licht rücken.
Wovor hast du Angst? Das du dich mit deiner eigenen psychischen Situation befassen musst?
 
  • #20
Ich bin seit 1,5 J. mit meinem Freund zusammen und wir haben einen kleinen Sohn von 13 Monaten
Mmh, verstehe ich rein rechnerisch auch nicht.
Kiffen und Aggressionen passt m.E. auch nicht zusammen. Ich denke mal, der Typ ist generell aggressiv. Das wird auch nicht besser, wenn er eine Therapie gemacht hat. Wenn schon, dann eine Verhaltenstherapie, so dass er seine mangelnde Impulskontrolle in Griff bekommt.
Ne, da lehne ich mich jetzt mal weit aus dem Fenster, wenn es tatsächlich " nur " Kiffen ist, dann haben seine Aggressionen andere Gründe, die Dir letztendlich auch egal sein sollten.
Ich kann das Buch "Prügel" von Antje Joel empfehlen.
W,55
 
  • #21
Mmh, verstehe ich rein rechnerisch auch nicht
Die Schwangerschaft war nicht geplant, sie waren anscheinend gerade drei Monate zusammen, als sie schwanger geworden ist. Aggressionen könnte ich mir erklären, dass er nicht glücklich ist jetzt durch das Kind an die FS gebunden zu sein und sie schwanger zu verlassen ging nicht, da es ihm anscheinend sehr wichtig ist, wie er vor der Umgebung dasteht. Vielleicht denkt er, dass die FS ihn mit dem Kind binden wollte und er, so ein smarter Kerl, reingelegt wurde, sowas macht aggressiv, in der Tat.
 
  • #22
Die Schwangerschaft war nicht geplant, sie waren anscheinend gerade drei Monate zusammen, als sie schwanger geworden ist.
wir hatten zum Zeitpunkt lediglich eine Affäre. (Arbeitskollegen)
Vielleicht denkt er, dass die FS ihn mit dem Kind binden wollte und er, so ein smarter Kerl, reingelegt wurde, sowas macht aggressiv, in der Tat
Warum möchte er dann ein zweites Kind??
Hallo @Julchen88 Ich kenne aggressives Verhalten bei Marihuana/Haschisch-Nutzern nicht. Die Menschen, die ich kenne und die regelmäßig kiffen sind schläfrig@Julchen88 angreifen.
Er ist aggressiv, wenn er nichts da hat oder bekommt. Während des Konsums ist er sehr umgänglich. Ob er noch andere Drogen nimmt, weiß ich nicht. Alkohol trinkt er selten.
 
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  • #23
Passt irgendwie nicht...

Bei Gewalt und bei erheblichen Suchtproblemen bleibt wohl nur, Dir Hilfe zu holen. Vielleicht in Selbsthilfegruppen, vielleicht aber noch besser beim Jugendamt.
Eine Beziehung kann man unter den Umständen kaum führen. Und heiraten und ein zweites Kind wäre der völlig falsche Schritt.
Doch, das kann passen, wenn es bei einem ONS/Affäre der beiden passiert ist (Verantwortung??), ungeplant war und sie dann spontan beschlossen haben WEGEN DEM KIND eine Beziehung anzufangen. Das passt sogar sehr gut in das Verhaltensmuster der FS, die Beziehung WEGEN DEM KIND jetzt auch nicht zu beenden. Leider...

Die FS scheint ein erhebliches, psychisches Problem zu haben, wenn sie glaubt, dass Kinder Liebe auslösen. Die Voraussetzung für ein Kind zu bekommen ist das vorherige Vorhandensein von Liebe. So wird das nichts. Ich hoffe wirklich, dass da zum Wohle des Kindes das Jugendamt einschreitet. Es klingt nach absoluter Verantwortungslosigkeit.
Dass ihr Freund noch ein zweites Kind möchte, kann sehr gut eine Parallelwirkung zur Droge sein: Diese betäubt, durch das Kind FÜHLT er etwas (positives). Das Kind ist jedoch nur ein Katalysator, ein NUTZGEGENSTAND für ihn (es steigert das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl, ähnlich wie eine Droge, da der Freund der FS dann das Gefühl hat "gebraucht zu werden"). Also ist er als Vater absolut ungeeignet (die FS als Mutter allerdings ebenfalls).

Und natürlich sind Leute während des Konsums oder direkt danach umgänglich. Das soll die Drogen ja machen: DÄMPFEN. Wenn er nicht drauf ist, DANN ZEIGT ER SEIN WAHRES GESICHT. Das Gesicht nach und während dem Konsum ist Schein. Die FS kapiert es nicht und hat von Suchtkernkrankungen und der Wirkung von Drogen offenbar keine Ahnung.

w.,34
 
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  • #24
Die Schwangerschaft war nicht geplant, sie waren anscheinend gerade drei Monate zusammen, als sie schwanger geworden ist. Aggressionen könnte ich mir erklären, dass er nicht glücklich ist jetzt durch das Kind an die FS gebunden zu sein und sie schwanger zu verlassen ging nicht, da es ihm anscheinend sehr wichtig ist, wie er vor der Umgebung dasteht. Vielleicht denkt er, dass die FS ihn mit dem Kind binden wollte und er, so ein smarter Kerl, reingelegt wurde, sowas macht aggressiv, in der Tat.
Das denke ich auch, aber mit der Einschränkung, das sie zuvor gar nicht zusammen waren oder ein ewiges hin & her...bis die bereits existente Schwangerschaft es in eine Beziehung brachte, dass wäre dann schon ungewollt den Mann mit Kind an sich binden. Und klar reagiert man sich an der „Ursache“ ab, die man nicht will, aber einen in die Situation brachte. Auch das die FSin Depression hat, er sich mehr um das Kind und auch ihre Belange kümmern muss, weil die FSin eingeschränkt funktioniert und ihr die Lebensfreude fehlt, zieht auch die Stimmung beim Partner runter. Ich kenne das auch, die steigende Aggression gegen wen ungeliebtes, mit wem man warum auch immer, es im Guten halten, zusammen bleiben und regeln will. Dieser doch noch zu irgendwas nützlich ist, und wenn für ein 2. Kind, weil er seine Tochter über alles liebt.
Die FSin kann ihm nichts mehr recht machen, weil sie Grundsätzlich ihn nervt, selbst wenn sie atmet, sie soll sich trennen, das ist keine Beziehung, er lehnt sie ab und schaut nicht mehr nachsichtig mit Liebe auf sie, wo Fehler und Missgeschicke erlaubt sind. Es läuft sowieso auf Trennung hinaus, sie ist sein ungeliebter Fußabtreter. Wegen dem Sorgerecht lass dich mal anwaltlich beraten.
 
  • #25
. Also ist er als Vater absolut ungeeignet (die FS als Mutter allerdings ebenfalls).
Nur weil ich durch IHN krank geworden bin, bin ich automatisch eine schlechte Mutter??
Ich hatte mein Leben vorher gut im Griff und war recht glücklich. Wenn man aber mehrmals in der Woche angebrüllt wird wegen nix, funktioniert man irgendwann nicht mehr. Ich weiß auch, dass ich handeln muss, ich bin ja schließlich nicht dumm.
Die FS kapiert es nicht und hat von Suchtkernkrankungen und der Wirkung von Drogen offenbar keine Ahnung.
Woher auch? Ich hatte in meinem Leben vorher nie Kontakt zu Drogen.
 
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  • #26
Nur weil ich durch IHN krank geworden bin, bin ich automatisch eine schlechte Mutter??
Ich hatte mein Leben vorher gut im Griff und war recht glücklich. Wenn man aber mehrmals in der Woche angebrüllt wird wegen nix, funktioniert man irgendwann nicht mehr. Ich weiß auch, dass ich handeln muss, ich bin ja schließlich nicht dumm.
Wahrheit tut weh. Immerhin scheinst du langsam aufzuwachen.
Oh, eine Schulzuweisung. Ich wiederhole mal deine Aussage und du kannst mal überlegen, ob du dadrin die Logik findest:
Natürlich kannst du nichts dafür, dass du durch ihn krank geworden bist. Du konntest ja schließlich nicht vorher handeln.
Und? Merkst du was? DU bist für DICH verantwortlich! Nicht ER!

Woher auch? Ich hatte in meinem Leben vorher nie Kontakt zu Drogen.
Auch hier wieder: Verantwortung = null. Sich Wissen anzueignen ist DEINE VERANTWORTUNG. Und zwar, wenn man merkt, dass der andere nicht ganz sauber tickt. Und nicht erst dann, wenn er Dinge zerstört hat (Eigenverantwortung, Selbstachtsamkeit, Verantwortung DEINEM KIND gegenüber). Schuldzuweisungen machen es nicht besser. Übernimm endlich Verantwortung für dich und dein Kind. Dies zieht sich durch deinen ganzen Post.
Wenn er irgendwann dein Kind verprügelt, sagst du dann auch: "Hab ich doch nix mit zu tun, ist ja seine Schuld, woher hätte ich das wissen können, dass er ausholt?"

P.S.: Die fehlende Verantwortung zeigt bereits der Titel deines Themas "Zusammenbleiben WEGEN DEM KIND". Da gibst du dem Kind die Verantwortung ab. Bloß nichts selbst entscheiden und dann handeln. Es zieht sich wie ein roter Faden....
 
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  • #27
@Queequeg du magst Recht haben. Ich weiß das ALLES auch. Das Problem ist aber, dass ich null Energie hatte, zu handeln, mir Hilfe zu holen, mir war ALLES egal...

Im Nachhinein hätte ich mich natürlich nach den ersten Ausfällen bereits trennen sollen, man liest aber auch immer wieder, dass Trennungen schlimm für Kinder sind...Außerdem wollte ich ihm eine Chance geben, dachte es wäre nur eine Phase, vielleicht Stress bei der Arbeit. Gekifft hat er zu Beginn auch nur bei seinen Kumpels. Er wollte es vor mir verheimlichen...
Dazu kommt, dass ich dazu tendiere die Schuld bei mir zu suchen .. ok er hat schlechte Laune, muss wohl an mir, also bin ich noch netter, sag noch seltener meine Meinung
 
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  • #28
Eine ordentliche Trennung ist für das Kind nicht schlimm, sondern eine Veränderung.
Die Betonung liegt hierbei auf ordentlich.
Das heißt ohne Krieg zwischen den Erwachsenen, ohne Instrumentalisierung des Kindes.
Leider schreibst du ihm hier die totale Rolle des Buhmannes zu. Kiffen ist zwar illegal, aber letztlich ein Bagatelldelikt.
Da scheint eine gute Trennung in weiter Ferne.
Ich würde dir auch davon abraten zu einem Anwalt zu gehen.
Elterverantwortung beinhaltet die privatautonome Regelung der familiären Angelegenheiten.
Einen Anwalt zu nutzen mit dem Ziel einer Gerichtsverhandlung wird eurem Kind nicht gut tun.

Du hast auch meine Fragen nach deinem selbstfürsorglichem Handeln unbeantwortet gelassen.
Was auch sehr aussagekräftig ist.
 
  • #29
Es geht um Dich und nicht um ihn oder das Kind, es zwingt Dich keiner, bei einem Choleriker, Stinkstiefel, whatever... zu bleiben, wenn Du daran zerbrichst und krank wirst, keine Freude mehr empfindest, und ein zu Hause sollte Freude bringen und nicht das du leise auf Zehenspitzen dich in deiner Wohnung zurück ziehst, um nicht zu stören. Du bist als Affäre schwanger geworden und wolltest das Kind, spätestens beim Schwangerschaftstest müsstest Du doch gedacht haben, was wäre, wenn er das Kind nicht will und wie Du in dem Fall ohne ihn als AE klarkommst. Du hättest dich auch gegen ihn und für das Kind entschieden, oder? Ihr lernt euch jetzt gleich als Familie kennen, auch die ganzen unliebsamen Seiten; und die meisten kiffen, weil sie runterkommen, abschalten und ihre Ruhe haben wollen. Dieses Scheiss-egal-Gefühl für sich brauchen, weil sie den Stress (Jobherausforderungen, Beziehungsanforderung, Verantwortung, negative Gefühle, Selbstzweifel, Lärm, Hektik, usw.) nicht aushalten und aushalten wollen, nicht in die Ruhe in sich finden oder andere Strategien haben sich zu entspannen. Auch hält er Dich so auf Abstand und lädt seinen ganzen Lebensfrust bei Dir ab. @realwoman hat es geschrieben, ein zweites Kind, um Dich an ihn zu binden, vlt. auch ein Lebensziel von ihm, Familie mit 2 Kindern, nach außen die Familienfassade topp und/oder auch Kinder als Rettungsanker und Zweck/Versuch, wegen der Kinder höre ich mit dem Kiffen irgendwann auf und ändere mein Leben. Was mit ihm los ist, ist egal, Dir geht es mit ihm nicht gut, also gehe; ein Kind braucht eine glückliche, zufriedene Mutter und keine die sich zwischen dem Kind und ihrem schwierigen Mann aufreibt, es beiden recht zu machen, sich selbst aufgibt und dabei vor die Hunde geht. Dein Körper schreit schon, dass Du handeln musst, deine Lebensfreude ist weg. Mache es mit deinem letzten Rest Selbstwert, bevor er dieses ganz in den Eimer gebrüllt hat und du denkst, überhaupt nichts mehr richtig zu können, schon gar nicht allein zu leben, Entscheidungen zu treffen und stark zu sein. Du bist es und setze die Stärke ein zu gehen und nicht zu dulden, auszuhalten und deinen Kindern zu erklären, warum der Vater, Dich für einen dummen, unfähigen Menschen hält bzw. als Fußabtreter behandelt.
Seine Tobsuchtsanfälle hältst Du nur aus, wenn es dich nicht mehr emotional berührt, also wenn er dir egal ist, was er denkt oder ihm missfällt. Nur dafür brauchst du dann keine Beziehung.
 
  • #30
Danke für die Antworten.Ich habe wie man denken kann ein Selbstwertpoblem, dies vor der Bez. schon gehabt, welches durch ihn jetzt noch verstärkt wurde. Es gibt Phasen, in denen ich schwer depressiv bin und Gedanken habe, die man nicht haben sollte. Aktuell geht es mir ganz gut. Ich weiß, dass ich von ihm weg muss. Es ist aber verdammt schwer. Zudem null Unterstützung durch die Familie, da mir nicht geglaubt wird. Ich habe auch Angst, dass er mir mein Kind wegnimmt. Er ist rhetorisch sehr stark (Führungskraft)und würde mit Sicherheit auch vor Gericht Lügen über mich erzählen bzw betonen, dass ich psychisch labil ( durch ihn) bin, was natürlich auch stimmt😢
Das ist die größte Angst von Müttern. ABER aus eigener Erfahrung kann ich dir nur sagen, so einfach ist das nicht. Vor allem nicht wenn ihm ein Verstoß gegen das BTM Gesetzt nachgewiesen wird.
Aber es geht eben nicht um ihn, weil du ihn nicht ändern wirst. Es sollte bei diesem Thema dringlichst um dich selber gehen.
Ich kann @Lionne69 nur vollumfänglich zustimmen. Fange an dich mit deiner Co Abhängigkeit auseinander zu setzen. Es gibt diese Gruppen die ein Anfang sein können. Holle dir zusätzlich psychologische Hilfe um dein Selbstwertthema angehen zu können. Lass dir helfen, damit du künftig bessere Partner in dein Leben ziehst.
Ein gewalttätiges Umfeld ist für Kinder nie gut. Soll dein Sohn von seinem Vater lernen wie man seinen Stress ungebremst auf seinen Lieben ab lädt?!
Ich widerspreche @Dianthus, weil ich eine ganz andere Erfahrung gemacht habe. Mir hat die Rechtsberatung damals sehr geholfen. Ich hatte nämlich auch Riesen Angst, dass mir der Vater unseren Sohn weg nimmt. Offiziell zu hören, das dies eben nicht so einfach ist, tat mir gut und ich fühlte mich deutlich sicherer. Auch der Prozess (den ich nicht wollte) hat mir klar gemacht, das die sorgsame Fassade meines Mannes damals ziemlich schnell bröckelte. Es hat viel mit mir gemacht und meine Selbstwahrnehmung wieder grade gerückt. Das war das positive daran. Auch wenn ich es zugunsten unseres Sohnes gerne vermieden hätte.
und so hart @Queequeg Worte auch sind. Die Dynamik dahinter stimmt. Verantwortung für sich selber zu übernehmen, wenn man in der Opferrolle bleibt ist so gut wie unmöglich. Also, mache dich auf und finde dein Selbstwert und komme damit auch wieder in die Verantwortung für dich und dein Kind. Dafür wünsche ich dir alle Kraft die du brauchst, Durchhaltewillen und sehr gute Therapeuten.