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Gast

  • #1

Und ewig die beste Freundin meines Partners....

Wir sind beide Mitte 30 und seit 1,5 Jahren führen wir eine sehr schöne Partnerschaft. Mein Partner zeigt mir, dass ich ihm sehr viel bedeute und eigentlich könnte es wunderschön sein...
Aaaaaber.....
Er pflegt viele Freundschaften (natürlich fein!) , worunter auch viele weibliche Freundinnen sind (nicht so fein) . Soll sein, auch wenn es für mich ungewohnt ist, dass ein Mann so viele weibliche Freunde hat. Aber laut seinen Aussagen sind das nur platonische Freundschaften. Ok.
Jedoch gibt es darunter eine Freundin, mit der er früher (für eine sehr kurze Zeit) mehr als eine Freundschaft hatte. Danach ging es wieder in eine "normale" Freundschaft über.
Von dieser Frau spricht er immer sehr wertschätzend und liebevoll. Fast schwärmend.

Ich komme damit nicht zurecht, dass diese wundervolle Frau unbedingt seine (platonische) Freundin in seinem Leben weiterhin als Freundin bleiben soll. AUch wenn mich einige hier jetzt steinigen-ich war schon mal soweit dass ich ihm gesagt habe, ich will es nicht dass er sie weiterhin trifft. Habe ich dann zurückgenommen, weil es mir ja nicht zusteht, meinem Partner vorzuschreiben, wen er in sein Leben lässt.

Jedenfalls kommt es natürlich immer wieder bei ihm zu Treffen mit dieser Frau und danach bin ich dann immer fast soweit dass ich unsere Beziehung beenden will.
Mein Partner beteuert, dass da emotional nichts mehr bei ihm und bei ihr ist. Aber sein Verhalten, seine Wertschätzung ihr gegenüber sagt mir was anderes!

WIe ist Eure Erfahrung bei sowas?

Ist eine Frau, auch wenn man(n) mal mit ihr im Bett war, wirklich so wichtig als Freund, als Freundin? Muss es unbedingt diese Frau sein, mit der man mal schon im Bett war, um eine Freundschaft zu führen?

Ich könnte mit keinem Mann befreundet sein, mit dem ich mal im Bett war. Ich würde mich da nicht so locker fühlen. Auch meinem Partner gegenüber wäre es unfair (aus meiner Sicht).

Danke im Voraus für Eure Erfahrungen, Meinungen!
 
  • #2
Ich habe auch männliche "Freunde", bei denen ich mich gerade so locker, wertschätzend und liebevoll verhalte, weil ich schon mal mit ihnen im Bett war. Das sind Männer, mit denen mal etwas lief, aber meistens keine Beziehung und man ist im Guten auseinander gegangen. Man teilt dann eben eine andere Art von Vertrautheit und Nähe, auch, wenn es schon lange her und aktuell kein Thema mehr ist.

Das Problem bei solchen Konstellationen ist, dass je nach Anlass nicht ausgeschlossen ist, dass doch mal wieder was passiert (z.B. wenn beide gerade mal wieder Single sind, einer von beiden Streit mit dem Partner hatte, man sich abends zufällig beim Weggehen trifft und der Partner ist nicht dabei,...). Hier ist es maßgeblich, wie wichtig deinem Freund Treue ist. Dann wird er bei solchen Gelegenheiten nämlich an dich denken und sich korrekt verhalten. Und sie vielleicht auch. Unabhängig davon, ob du ihnen die Freundschaft "verboten" hast oder nicht.
 
  • #3
Was wirklich in ihm vorgeht, weiß ja hier niemand. Aber wenn Du ihm vertraust, solltest Du ihm das glauben.
Ich selber habe zwei sehr gute Freundinnen, die ich seit fünf Jahren bzw seit fast 20 Jahren kenne. In letztere war ich auch mal heftig verliebt, aber das ist lange her und sie ist mittlerweile meine engste Freundin, kennt mich besser als jeder andere mensch und mit ihr kann ich auch Beziehungsthemen ansprechen, die ich mit meiner Partnerin nicht diskutieren würde. Dennoch bin ich weder auf ihren mann eifersüchtig, noch habe ich sexuelle Empfindungen. Sie würde nie eine Bedrohung für eine neue Beziehung darstellen. Jede Frau, die dagegen interveniert, kann eigentlich nur verlieren.
Mit der Frau, die ich seit fünf Jahren kenne, kann ich in einem Bett schlafen.
Wir waren, seit wir uns kennen, immer in Beziehungen, mögen uns, freuen uns beim Wiedersehen, aber das ist eine Beziehung, wie Bruder und Schwester. Finde es schön, dass so etwas möglich ist.

Was würde denn passieren, wenn Du mal mit ihr sprichst?
Hätte Dein Partner etwas dagegen?

Gruß
m(46)
 
G

Gast

  • #4
Das Problem bei solchen Konstellationen ist, dass je nach Anlass nicht ausgeschlossen ist, dass doch mal wieder was passiert (z.B. wenn beide gerade mal wieder Single sind, einer von beiden Streit mit dem Partner hatte, man sich abends zufällig beim Weggehen trifft und der Partner ist nicht dabei,...).
Das ist doch ein ganz zentraler Punkt, oder? Hier offenbart sich eine Enstellung zur Sexualität, die je nach Lage (aber wohl insgesamt nicht selten) ein gravierendes "Kompatibilitätsproblem" aufwirft.

Wenig überraschend, finde ich ich. Aber gut, dass Sie, Ann31, es mal deutlich aussprechen, denn es wird selten so offen gesagt und manchmal ganz besonders heftig (warum?) bestritten.

M50
 
G

Gast

  • #5
Liebe FS, ich werde dich nicht steinigen. :) Ich (m, 40) bin der Ansicht vom Beitrag #1.

"Freunschaften" zwischen den Geschlechtern sind wohl ein ewiges Thema.
In aller Regel wird sich eine Freunschaft zwischen zwei Männern deutlich von der Freundschaft zwischen einem Mann und einer Frau unterscheiden.
Bevor man also tiefer darüber nachdenkt, sollte man sich vielleicht erst einmal klar darüber werden, wie die eigene Definition einer Freunschaft ist.

Ausnahmen bestätigen die Regel und im Nachhinein ist man immer klüger. Aber, zwischen einem (hetero) Mann und einer (hetero) Frau im entsprechenden Alter wird Sexualität immer eine Rolle spielen. Und Sexualität hat - meines Erachtens - nichts in einer Freundschaft verloren. Anderenfalls heuchelt man sich (und anderen) nur etwas vor. Entweder ist die sexuelle Dynamik ganz offen oder unterschwellig - da mag man MICH jetzt steinigen - aber das ist nun mal unsere Natur.
Das heißt, es wird immer ein latentes Risiko bestehen, dass mehr aus so einer "Freundschaft" wird, unter bestimmten Umständen. Man könnte es auch ein "Damoklesschwert" für die bestehende Beziehung nennen.

Freundschaften zwischen den Geschlechtern haben außerdem auch immer etwas mit dem Ego (härter ausgedrückt: mit Minderwertigkeitskomplexen) zu tun. Mal mehr, mal weniger. Man braucht immer wieder die Rückversicherung des anderen Geschlechts darüber, dass man als potentieller Fortpflanzungspartner immer noch (gut) im Rennen ist.

Ich habe einige Frauen kennengelernt, welche mehrere "Kumpels" hatten. Allesamt(!) waren sie emotional instabil, ängstlich und schwer erreichbar. Sie ließen mich bis zu einem Punkt an sich ran und zogen dann die Notbremse. Aber sie brauchten ihre Kumpels um sich herum...

Verbieten kann man niemandem etwas aber Du liebe FS, bist nunmal diejenige, die damit leben darf und deine Gefühle schlagen Alarm. Also darfst du auch entscheiden, ob du das kannst/möchtest oder eben nicht. Auf jeden Fall würde ich mit dem Partner klar und deutlich darüber reden.

Viel Glück!
 
G

Gast

  • #6
Ich (m42) hatte vor und zu Beginn meiner aktuellen Beziehung verschiedene Freundinnen.
Die erste Freundin lernte ich mit 30 kennen. Bis dahin hatte ich ausschließlich männliche Freunde.
Gespräche unter Männern sind völlig anders. Da werden sensible Themen gern ausgeklammert, mögliche Minenfelder großräumig umschifft. Spaß und gute Laune stehen im Vordergrund. Es geht um die Arbeit, gemeinsame Interessen, Sport etc.. Eine gute Freundin geht da anders heran. Sie "nervt" auch mal. Bohrt in alten Wunden, bringt einen dazu sich mit Dingen auseinander zu setzen, die man lieber verdrängen würde. Gibt einem dabei aber emotionalen Halt und Wärme ohne dass es sich "schwul" anfühlt. Lässt einen Dinge aus verschiedenen Winkeln betrachten. Das hat mir nicht nur geholfen einen viel besseren Zugang zu meinem seelischen Innenleben zu finden, sondern auch Wege durch das Labyrinth aus Gedanken, Impulsen, Gefühlen und Emotionen.
Meine aktuelle Partnerin reagierte zunehmend eifersüchtig auf die Kontakte mit meinen Freundinnen.
Ich habe leider den Fehler begangen, diese Kontakte einschlafen zu lassen.
Heute vermisse ich die Möglichkeit, Dinge mit jemandem Vertrauten zu besprechen, die im Gespräch mit meiner Partnerin sehr schnell zu einem emotional aufgeheizten Streit werden können.
 
G

Gast

  • #7
Ein schwieriges Thema.
Immer wieder führen enge Freundschaften dieser Art zu Irritationen.

Ich selbst habe keinen Kontakt zu Ex-Partnern. Hatte ich nie und wüsste auch nicht warum.
Mein Mann und ich auch (!) haben aber beide sehr guten Kontakt zu seiner Ex-Frau und deren jetztigem Mann; sie ist auch schon lange wieder verheiratet. Niemals käme ich auf die Idee, eifersüchtig auf sie zu sein, aus mehreren Gründen:

Ich finde sie sympthisch und sie mich.
Ich kenne und schätze ihren Mann.
Mein Mann unterhält keine wirklich enge Freudschaft zu ihr.
Sie sind eher wie Geschwister oder noch eher wie Cousin und Cousine: man kennt sich eben lange.
Er trifft sich nicht allein privat mit ihr zum Quatschen, Essen etc.
Wenn, dann sind wir zu Dritt oder zur Viert.
Die weitaus meisten Treffen haben mit Arbeit, Projekten, gegenseitiger praktischer Hilfe etc. zu tun
Der Kontakt zu ihr ist freundlich-entspannt, aber völlig frei von jeder Vertraulichkeit.
Die beiden führen keine Privatgespräche unter vier Augen, schon gar nicht über persönliche Dinge.
Er erzählt ihr nichts (und sie ihm auch nicht), was er mit mir nicht besprechen würde.
Die Beiden sind in keinster Weise vertrauter miteinander, als mein Mann und ich es sind.

Kreuzberger schreibt, dass seine engste Freundin ihn besser kennt als jeder andere Mensch, dass er mit ihr Beziehungsthemen anspricht, die er mit seiner Partnerin nicht diskutieren würde. Wenn mein Partner zu einer anderen Frau, gar zu seiner Ex, ein solches Verhältnis hätte, würde mich das ganz massiv stören. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, das so ein Mann als Partner für mich nicht in Frage käme.

Und das sage ich, die ich ein freundschaftliches Verhältnis zur Ex meines Mannes habe und mich der Kontakt der beiden zueinander nicht mal ansatzweise stört. Ganz im Gegenteil, ich würde es sehr bedauern, wenn sie aus irgenwelchen Gründen aus unserem Leben verschwinden würde.

In deinem Fall, liebe Fragestellerin, stört mich sehr, dass dein Partner weiss, wie sehr du unter dieser Freundschaft leidest, und dass er auf deine Gefühle keinerlei Rücksicht nimmt. Das finde ich unakzeptabel.

Wenn ich deinen Beitrag richtig verstehe, kennst du die Frau gar nicht.
Warum? Könnt ihr nicht mal alle zusammen was unternehmen? Vielleicht ändert sich dann deine Sichtweise. Vielleicht merkst du, dass die beiden wirklich wie Bruder und Schwester sind, vielleicht magst du sie auch, vielleicht freundest du dich mit ihr an.

Die Rücksichts- und Lieblosigkeit deines Partners, das mangelnde Verständnis und Einfühlungsvermögen, die Prioritäten, die er setzt - das alles würde mich sehr stören.
Ich kann dich gut verstehen.
 
G

Gast

  • #8
Habe ich dann zurückgenommen, weil es mir ja nicht zusteht, meinem Partner vorzuschreiben, wen er in sein Leben lässt.
Liebe FS,
ich könnte niemals aushalten, wenn mein Partner von einer realen Frau in meiner Gegenwart schwärmen würde. Da bin ich ein bisschen eigen. (vielleicht aber doch nicht) Da gäbe schon einen vorprogrammierten Zoff. Ich hätte diese Kränkung nicht an mich halten können, unmöglich. Es ist in meiner naiven Welt unvorstellbar, wenn diese Frau noch eine Exe wäre. Sicher man kann es nicht immer verhindern, dass Ex sich sehen, wenn sie z. B. zu einem gemeinsamen Freundeskreis gehören. Aber auch da müsste mein Partner auf der Hut sein. Ich würde auch nie tolerieren, dass mein Partner sich mit der Ex trifft. So wie ich mich kenne, da kann die Liebe noch so groß sein, würde das über kurz oder lang das Aus bedeuten. Ich kann einfach damit nicht umgehen. Punkt.

Erzähle ihm genau das, was du uns beschrieben hast, vielleicht wird er es verstehen und sein Verhalten überdenken. Im schlimmsten Fall macht er dir Vorwürfe, aber dadurch erfährst du deine Positionierung in seinem Leben und ob du überhaupt zu top - position gehörst. Es sei dem, du schweigst, um ihn nicht zu verlieren. Aber das wäre für mich Paradox.

Und als Partnerin habe ich WOHL das Recht über meine Gefühle zu sprechen.
 
G

Gast

  • #9
Tja.. in meinem Fall war es mal so..
Ich hatte ein halbes Jahr eine Beziehung zu einem Mann, bei dem mir dann doch klar geworden ist, dass er nichts für mich ist. (wollte ständig bei mir sein, sehr klammernd, wollte mir permanent wirklich alles rechtmachen)
Nach dem beenden der Beziehung hat sich dann in den nächsten Wochen eine wahnsinnig innige Freundschaft entwickelt, in der bei beiden Seiten nichtsmehr an Gefühlen etc. vorhanden ist. Wir haben beide neue Partner und dennoch würde keiner von uns jemals wieder diese Freundschaft aufgeben, einfach weil sie einmalig ist. Auch sind wir sehr froh, dass wir die Beziehung damals beendet haben und sich das so weiterentwickelt hat.
Wenn da jemals ein Partner von mir was dagegen hätte, wüsste er ja wo die Tür ist..

w24
 
  • #10
Hab gerade mal nachgerechnet. Auf meinem letzten Geburtstag waren 6 Männer, mit denen ich schon geschlafen habe und mit denen ich jetzt gut befreundet bin. Mein Partner weiß das und kann da gut mit umgehen, weil wir uns vertrauen und lieben. Er kann sicher sein, dass mit diesen Freunden nichts mehr läuft. Schlimmer finde ich es, wenn man nach einer Beziehung überhaupt keinen Kontakt mehr hat. w51
 
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Gast

  • #11
Ich kann die Eifersüchteleien der Ehefrauen/ Partnerinnen auch nicht mehr hören Ich bin auch so eine "beste Freundin", seit Jahrzehnten. Mein Gott, wenn meine Freundschaften immer enden würden, sobald bei den Männern eine Partnerin auftaucht, müsste ich mir ja immer neue Freunde suchen, nur weil da mal wieder eine eifersüchtige Partnerin ist, die ihr Ego nicht im Zaum hat. Freundschaften, das zeichnet sie aus, haben oft jahrelang Bestand, gehen mit durch alle Zeiten des Freundes, ob mit oder ohne Partnerin und überdauern diese - oft länger als die sogenannten Partnerschaften. Es kann sich glücklich schätzen, wer solche Freunde hat, die das auch wertschätzen können. Oft profotieren die Partnerinnen sogar, aber in ihrem Egowahn merken die das gar nicht...
 
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Gast

  • #12
Liebe FS
Ich kann Dich sehr gut verstehen. Wenn mein Partner sich regelmässig allein mit seiner Ex treffen würde, hätte ich auch grosse Probleme damit. Die Frage stellt sich mir generell, warum ein Mann in einer glücklichen Beziehung noch weibliche Freunde braucht? Um mit ihr über unsere Beziehungsprobleme zu sprechen, wie jemand geschrieben hat? Um Gottes Willen nein! Am Schönsten finde ich es, wenn man pärchenweise was unternimmt oder mal auch zu dritt. Aber er immer allein mit ihr....nein, für mich absolut unverständlich.
 
G

Gast

  • #13
Ich kann die Eifersüchteleien der Ehefrauen/ Partnerinnen auch nicht mehr hören ...
Nur das Problem ist, dass solche Ehefrauen/Partnerinnen sich um deine Meinung nicht scheren. Und der Exen bleibt nichts anderes übrig, als es zu akzeptieren. Wir alle haben das Recht unser Leben so zu gestalten, wie es uns gefällt. Ich akzeptiere deine Ansichten und erwarte von dir, dass du auch meine akzeptierst. Und mit der Eifersucht hat das wenig zu tun, sondern mit der Einstellung. Mein Partner soll sich freuen mit mir als Frau die Zeit zu verbringen und nicht im Zweisamkeit mit „platonischen Gespielinnen“. Vielleicht sollen die Männer, die ihre Ex als besten Freund bezeichnen, sich zu Wort melden. Wäre für mich interessant, wie sie das wahrheitsgemäß rechtfertigen.
 
G

Gast

  • #14
#12 das meine ich: die Egozentrik der Partnerinnen - mein Partner s o l l nur mich haben. Welcher Mann darf nur e i n e Frau näher kennen im Leben? Gefängnis ist nichts dagegen....Liebe lässt frei und hat vor allem ein weites Herz und vertraut!
 
G

Gast

  • #15
Die Männer können pro/contra Freundschaft mit Frauen entscheiden. Die meisten Männer sind in solchen Dingen leider sehr feige und setzen lieber auf "Ruhe haben wollen". Später wundern sie sich dann, dass sie kein soziales Netz haben und ziemlich allein dastehen, wenn die Beziehung mal in die Binsen geht.

Ich war seit Kindergartenzeiten die beste Freundin eines Mannes, allerdings ohne je eine andere Beziehung als Freundschaft mit ihm zu haben. Beide ungeliebte Kinder von gefühlskalten Elternpaaren, hat uns unsere Freundschaft uns sehr viel Halt gegeben. Wann immer einer in Schwierigkeiten steckte, war der andere da, um in unterschiedlichen Rollen Schützenhilfe zu leisten - so tauchte ich schon mal in der Rolle als Partnerin auf, um ihm "lästige" Frauen vom Hals zu schaffen und er hat das für mich als Alibifreund genauso übernommen.

Dann lernte er die Frau kennen, mit der er seit 30 Jahren zusammen ist und sie hat systematisch alle seine alten Freunde, insbesondere aber die anderen Frauen vergrault. Es hat unfassbare Szenen gegeben, z.B. hatte er panische Prüfungsangst und ich habe ihn in Rollenspielen auf seine mündlichen Prüfungen vorbereitet. Sie hat uns in der Stresssituation durch simmuliertes Leiden (Migräne und Co) belastet und hätte es lieber gesehen, dass er sein Studium nicht schafft, als das es mit meiner Hilfe gelingt. Sie selber hat ihm aber nicht geholfen, obwohl sie es meiner Meinung nach genauso gekonnt hätte. Es ging ja nicht um fachliches, sondern um Angstbewältigung.

Ich bin ihr immer mit Freundlichkeit begegnet und habe ihre extreme Eifersucht akzeptiert, weil auch sie so ein ungeliebtes Kind war. Irgendwann habe ich dann aufgegeben und mich zurückgezogen - jahrelang kein Kontakt mehr. Er hat die Probleme gesehen und konnte es nicht ändern, wollte die Konflikte in der Partnerschaft nicht. Ihm war unsere Freundschaft nicht so viel wert, um ihr Grenzen zu setzen. So müssen wir beide mit dem Verlust leben.
Vor 2 Jahren hat er sich noch mal gemeldet, weil er in einer sehr schlechten Phase steckte, danach noch ein paar mal Karten aus dem Urlaub usw. geschrieben. Ich habe nicht reagiert, weil ich weiß, dass sie sich nicht geändert hat. Für uns alle ist es so am besten, obwohl ich ihn vermisse - als Freund.
 
G

Gast

  • #16
Hier die FS,
danke für Eure zahlreichen Meinungen!
So gerne ich jene Ex-Frauen verstehen würde, die aus mir unerfindlichen Gründen immer noch mit den Ex-Partnern befreundet sein müssen-es gelingt mir einfach nicht.
Es ist als bestehende Freundin sehr sehr schwer, mit einem Partner zu leben, der immer noch Kontakt mit seiner Ex hat. Von ihr in höchsten Tönen schwärmt und den Kontakt als besonders wertvollen pflegt.
Aber hier gehen die Meinungen eben auseinander.
Ich für meinen Teil kann und werde es einfach nicht verstehen und leider auch nicht akzeptieren können
Deshalb habe ich meine Entscheidung getroffen, dass ich meinem Partner seine Ex-Freundin "lasse" und den beiden viel Glück bei dem Pflegen ihrer Freundschaft wünsche
Aber ohne mich.
Ich möchte einen Partner der sich ausschliesslich zu mir bekennt und keine Exen dafür braucht, um sich gut zu fühlen.
Es ist schade, aber so eine Freundschaft zur Ex ist anscheinend mehr wert als "nur" eine Partnerin/Freundin.
danke nochmals an Euch alle!
die FS
 
G

Gast

  • #17
Liebe FS,

glaub mir, du bist mit der Meinung nicht alleine. Ich würde behaupten, wir sind einfach Frauen von anderem Schlag. Was die Norm ist, kann ich dir nicht beantworten. Komischerweise nur - mein Freundeskreis, den ich seit meinem Studium pflege, scheint auch der Meinung zu sein. Alle Partner sind „angeheiratet“ und wenn eine Beziehung dem Untergang geweiht ist, so wird das „angeheiratete Teil“ aus unseren Kreisen entfernt, sodass keine Exen da zu treffen sind. (Was bis jetzt nur 2x vorgekommen ist) Vielleich hält deswegen unsere Freundschaft mehr als 20 Jahre.

Ich finde es richtig, dass du dich und deine Einstellung nicht leugnest. Eine richtige Portion Egoismus hält uns alle psychisch gesund, sonst müsstest du dich selber aufgeben und das ist keinem zu wünschen. Wir sind keine Samariter.

Ich wünsche dir, dass du den Richtigen kennenlernst, mit dem du dich ohne Worte verständigen kannst.
 
G

Gast

  • #18
Liebe FS,

du hast das subjektiv Richtige getan. Wenn dich die Situation unglücklich macht, dann liegt es an dir, daran etwas zu ändern.

Ich finde es etwas unangebracht, wenn sich die sog. besten Freundinnen damit rühmen, dass ihre Freundschaft jede Beziehung überdauert. Viele von ihnen bilden sich ein, wichtiger als jede andere Frau zu sein, wichtiger als die Partnerin selbst.

Selbst sind sie dann vielleicht beleidigt, wenn ihr bester Freund nicht mehr viel Zeit für sie hat, weil die feste Freundin zeitlich Vorrang hat.
Es gibt bestimmt Ausnahmen, aber jede Frau will die wichtigste Frau an der Seite ihres Mannes / Partners sein.
Mag sein, dass ich egoistisch und besitzergreifend bin. Aber im Endeffekt geht es immer darum, dass sich zwei Menschen finden, die ähnlich darüber denken.
Wenn beide beste gegengeschlechtliche Freunde haben, dann bringt jeder das notwendige Verständnis für den anderen auf.

Alles Liebe für dich!
Ich habe mich vor mehreren Jahren ebenso wie du gegen eine solche Beziehung entschieden und dies nie bereut.
 
G

Gast

  • #19
liebe FS,

ich kann Dich verstehen.
ich bin eine solche Ex-freundin, die nach Beziehungsende seit 20 jahren eine wunderbare Freundschaft mit dem Ex hat. Es ist eine Seelenverwandtschaft in der Sexualität nicht vorkommt einfach weil das nie so toll war mit uns.
Gelegentlich hat er sehr eifersüchüchtige Freundinnen dann ist der Kontakt eben selten.
Das finde ich nicht schlimm,, weil ich weiß: diese Freundschaft kann für immer halten, eine Beziehung, nach den Erfahrungen der Meisten hier, nicht.

Also etwas mehr Vertrauen. Dass Dein Freund schwärmt ist natürlich selten dämlich von ihm und man kann sich fragen, was das soll......er wird ja wissen, dass Dich das verletzt, nicht nett von ihm......

Alles gute!
w / 54
 
G

Gast

  • #20
Bei diesen "Freundschaften" mit den Exen ( aus der Richtunehtg der EX!!) geht es meistens darum, noch eine wichtige, bedeutende Rolle im Leben des Verflossenen zu spielen. es grenzt an Macht und Manipulation, um sein eigenes Ego zu streicheln und zu päppeln.
Ich spreche aus eigener Erfahrung: das Gefühl in dem Leben meines Ex eine noch wichtige Rolle zu spielen hat mir geschmeichelt und mein Selbstwert gesteigert. Ich wußte, dass er noch Gefühle für mich hatte und mich auch noch begehrte. Es war ein gutes Gefühl. Ich hatte sie in der Hand , die Leine. an der ich ihn hielt. Mal kürzer, mal länger , aber immer unerreichbar. Und auch als er versuchte sich abzunabeln und einer anderen Frau zuwendete , war ich die verständnisvolle "Freundin", die ihm Ratschläge gab, die jedoch insgeheim sich mit der "Neuen" verglich und als es dann nichts aus seiner Beziehung wurde, sich doch irgendwie bestätigt fühlte : "So eine wie MICH, wird er nie wieder finden". Es ist ein unfaires Spiel . Die "Neue" hatte gar keine Chance, weil ich zu präsent in seinem Leben war, weil wir zu oft und zu vertraulich miteinender kommuniziert haben, weil ich mich in sein Leben immer noch mit beiden Beinen gedrängt habe.
Es ist Macht und ein Gefühl der Überlegenheit. Scheußlich! Als es mir bewußt wurde, was da vor sich geht und was ich IHM in dem Leben anrichte, haben ich mich sehr schnell distanziert. Er war erstaunt, beleidigt, traurig, heute bestimmt froh darüber. Denn er hat einen freien Kopf und Herz , sich 100 % auf eine andere Frau einzulassen. Anders geht es nicht.
Ich möchte nicht seine Vertraute sein und Seelentrösterin. Diese Aufgabe steht einer Partnerin zu. Vor allem. Es ist sehr bedenklich, wenn Frauen enge Freundschaften mit gebundenen Männern pflegen wollen: sie spielen mit dem Feuer und müssen damit rechnen ( viele tuen es auch und das ist das perfide!), dass es der Beziehung des "Freundes" mit seiner Partnerin evtl. schadet. Auch der Partner spielt mit dem Feuer, wenn er vertraute "Freundschaften" mit anderen Frauen pflegt. Und wenn diese dann auch noch wichtiger als die eigene Beziehung und Partnerin ist (vor allem als ihre Gefühle und Unsicherheit dabei), dann brauchen sich solche Männer und ggf. Frauen nicht zu wundern , wenn das Leben einer Beziehung ausgeht.
Wenn neue Blüten und Knospen genug Wasser, Licht und Nahrung bekommen sollen, schneidet man die alten Triebe ab. Logisch. Neues entsteht auch NEUEM, nicht aus Altem.....
Es geht nicht prinzipiell um Freundschaften mit anderem Geschlecht, sondern um Ex Partner, die oft ihre Grenzen überschreiten und auch um die Neuen, die dadrunter leiden, dass der eigene in der Sache empathiebefreit ist.....und keine Prioritäten setzen kann/will....
 
G

Gast

  • #21
#19 Macht und Manipulation sind aber nicht das Wesen einer Freundschaft. Freundschaft geschieht auf Augenhöhe in Offenheit, insbesondere auch der Partnerin gegenüber. Die beste Freundin bezieht die Partnerin mit ein, wenn diese es möchte (meistens jedoch blockt sie ja schon da)
Das was du beschreibst ist keine Freundschaft, sondern eine Passivbeziehung, die aus der aktiven Zeit raus ist und in Ruhephase ist... aber unterschwellig noch eine Art Beziehung ist. Das ist mit bester Freundin aber nicht gemeint. Deshalb: die FS sollte immer den Kontakt mit der besten Freundin selber suchen, sie mit einbeziehen und sich selbst ein Bild machen....
 
G

Gast

  • #22
@20
Nicht die FS ist dafür zuständig den Kontakt zu der Freundin zu suchen und sich mit einbeziehen lassen, sondern ihr Partner hat die Aufgabe, sie mit einzubeziehen, damit sie in die Freundschaft integriert ist. Darüber muss sie mit ihm sprechen. Blockt er ab, ist es eben keine "normale" Freundschaft , sondern ein hinterher "fühlen" einer alten Beziehung, wo die neue Partnerin keinen(kaum) Zugang hat.
Taktgefühl, Empathie, Rücksichtnahme müssen der Partnerin gelten, nicht der Ex-Freundschaft.
So funktioniert Beziehung. Nicht anders. Alles andere ist Egoismus und Lieblosigkeit, Respektlosigkeit.
 
G

Gast

  • #23
Eine wirkliche Freundschaft zwischen Mann und Frau ist etwas sehr schönes, aber meistens ist es eine Ex-Beziehung und die wurde von einem von beiden beendet, soll heißen, irgendwo hat es nicht funktioniert. Plötzlich ist er/sie aber Vertraute, Seelentröster und Ansprechpartner für Dinge, die der Partner nicht wissen sollte oder lösen kann. Dies ist äußerst bedenklich, weil sich der jeweilige Partner/in ausgeschlossen und beurteilt fühlt. Freundschaften wären für mich nur auf der absoluten Kumpelschiene zu tolerieren, und zwar unter Einbeziehung meiner Person. Ich würde es nicht über mein Herz bringen, Dinge mit einem Kumpel zu bereden, über die mein Partner nicht informiert ist. Sicher gibt es Krisenzeiten und dann ist man für einen Schubs und einen Rat der Freunde dankbar. Aber das kommt immerauf die Qualität der Freundschaften an. Nicht selten hält ein Partner den anderen mit Pseudofreunschaften in Schach.
 
G

Gast

  • #24
Ganz ehrlich, trau ihm nicht. Wenn er eine Beziehung mit Dir will, dann muss er sich entscheiden. Wenn er sich nicht für Dich entscheidet, dann bist Du nicht die Richtige für ihn. Wenn Du sie weiterhin neben Dir duldest, machst Du Dich nur nervlich fertig. Das bringt gar nix. Und darauf zu hoffen, dass er sich mit ihr in Zukunft nicht mehr trifft oder versteht macht auch keinen Sinn.
Mach Dich nicht kaputt. Wie würde er denn reagieren, wenn Du Dich mit nem anderen Kerl treffen würdest mit dem Du mal ne kurze Sache laufen hattest und jetzt noch ständig von ihm schwärmst?
Wenn Du ständig gegen die Freundin redest oder Dich aufregst machst Du die Bindung zwischen den Beiden nur stärker. Stell ihn stumpf vor die Entscheidung und bleib ruhig dabei. Wenn Du ihn verlierst, hast Du Zeit gewonnen, denn früher oder später wäre er weg gewesen. Entscheidet er sich für Dich, vertrau ihm. Spioniere ihm nicht nach.
Viel Glück!
 
  • #25
Aus eigener Erfahrung kann ich selber sagen:

Es ist ätzend für jemanden, wenn der Partner (oder umgekehrt auch die Partnerin) eine beste Freundin oder einen besten Freund hat - und umso schlimmer, wenn da mal was gelaufen ist!! Es zeugt nicht gerade von Reife, bei Problemen in der Beziehung lieber zur besten Freundin zu rennen, statt sich mit dem Partner einig zu werden.

Wer einen besten Freund oder beste Freundin braucht, um bei Unstimmigkeiten in der eigentlichen Beziehung alles mit dem besten Freund zu bereden, der ist wahrlich unreif, konfliktscheu und sucht in Wahrheit eher jemanden, der ihn bestätigt.

Man ist mit der besten Freundin "verbündet" gegen den "Gegner Partnerin". Nicht selten wissen "beste Freunde" intimste Details und auch über sehr intime Angelegenheiten Bescheid - auch über körperliche Merkmale des Partners, was eigentlich eine bodenlose Unverschämtheit dem Partner gegenüber ist!

Wer nicht in der Lage ist, Probleme mit seinem Partner selbst zu klären, der ist auch in Wahrheit nicht in der Lage, eine Beziehung zu führen, und braucht eher eine "Nanny" statt eine Beziehung - so einfach ist das!
 
G

Gast

  • #26
Also bei mir als beste Freundin ist das nicht so. Wir sprechen nicht über seine Partnerschaft, schon gar nicht über intime Details, sondern über das was u n s e r e Freundschaft ausmacht, gemeinsame Interessen, Themen usw. und was mich und ggf. ihn angeht, aber doch nichts über seine Partnerin. Das interessiert doch niemanden. Die beste Freundin für Partnerschaftskobflikte zu missbrauchen entspricht auch nicht dem Wesen einer Freundschaft. Ich glaube da gehen hier die Vorstellungen und Phantasien von Freundschaft ziemlich durcheinander.
 
G

Gast

  • #27
Dass es platonische Freundschaften zwischen Mann und Frau geben kann-
ich, als Frau, glaube daran, aber ich denke, dass ehemalige männliche Bekannte oder Partner,mit denen ich befreunde, SEIN KÖNNTE, mehr Interesse an mir haben.
Ausserdem gibt es einen grossen Unterschied zwischen platonischen Freundschaften und den sogenannten Freundschaften plus.
Denn diese haben ja bereits für sich bewiesen, dass IHRE Freundschaft nicht
rein platonisch ist, sondern Anziehung besteht.
Dies beizubehalten und eben nur auf den Sex zu verzichten, weil der andere gerade einen Partner hat, finde ich schrecklich.
Es setzt den anderen unter Druck.
Auch wenn es momentan als ganz natürlich und erwachsen gerühmt wird-
womöglich über Jahre letztendlich ALLES zu teilen, was zu einer Beziehung gehört,
und nur mangels ein oder zwei unpassenden Dingen, doch keine Beziehung einzugehen,
halte ich für absolut unerwachsen.
Wie soll sich denn der neue Partner da fühlen?
Man fragt sich, ob womöglich nur das attraktivere Aussehen oder der bessere Sex zu einer Beziehung geführt haben, was ziemlich oberflächlich wäre.
Freundschaften mit Extra sind m.E. einfach nur ein neurotischer Weg, echte Nähe zu verhindern und trotzdem mitzunehmen, was der andere gibt.
Und das auch oftmals aus anderen Gründen, als der "Freund" wirklich erahnt.
 
G

Gast

  • #28
Auch ich befinde mich derzeit in dieser blöden Situation, wo es eine so genannte beste Freundin
gibt. Diese hat erst vor kurzem ein Baby zur Welt gebracht. Mit ihrem Partner gibt es ab und an Stress doch statt mit ihm darüber zu reden muss mein Partner als Ansprechpartner herhalten. Auf meine Frage, warum sie denn Probleme nicht mit ihrem Partner bespricht, meinte sie (Psychologin), dass sie das braucht, um quasi dann ein Gespräch mit ihrem Partner führen zu können.....sie ruft und mein Partner springt so nach dem Motto. ..ich finde das zum Kotzen bin erst seit ca einem halben Jahr mit meinem Freund zusammen.... irgendwie fehlt da dann irgendwo auch die Distanz. ...möchte kein " par inter pares" sein....auch gemeinsamen Freunden fällt ihr Verhalten ungut auf.....und um meinen Partner nicht zu verlieren, wurde er auch noch Taufpate von ihrem Kind. ....sagt mir mal jemand, bin ich etwa übertrieben "eifersüchtig" oder was meint ihr dazu?
 
G

Gast

  • #29
Auf meine Frage, warum sie denn Probleme nicht mit ihrem Partner bespricht, meinte sie (Psychologin), dass sie das braucht, um quasi dann ein Gespräch mit ihrem Partner führen zu können.
Das kann ich mir sogar vorstellen, weil sie die Meinung eines anderen Mannes hört und somit vielleicht den Standpunkt des Partners besser verstehen kann. Männer sehen eine Situation ja doch manchmal anders.

Das allerdings ist ätzend. Wenn Du dann zurückstecken musst, sollte er sich mal wirklich überlegen, ob das die richtig gesetzten Prioritäten sind.

Die Taufpatensache find ich jetzt nicht so schlimm, wenn er wirklich ein bester Freund ist.

Mein Ex hatte auch eine Freundin. Aber da ich sie kannte und nett fand und NIE das Gefühl hatte, ich sei von irgendwas ausgeschlossen oder nicht die Nummer Eins in seinem Leben (na gut, lassen wir mal die Mutter außen vor, da gab es schon ein paar Fälle), war das kein Problem, wenn die sich mal allein trafen. Wir führten eine Fernbeziehung, also wenn ich bei ihm war, war ich auch immer mit zu den Treffen.

Wenn jetzt einer drauf besteht, sich allein mit der besten Freundin zu treffen, oder wie hier in einem anderen Thread die BF die Partnerin nicht leiden kann und die sich seit drei Jahren nicht kennen, finde ich das allerdings nicht tragbar. Ebenso, wenn mit der BF Intimes aus der Beziehung besprochen wird sowie, wenn mit der BF mehr Vertrautheit da ist als mit der Partnerin. Also dass dort Dinge besprochen werden, die man mit der Partnerin nicht bespricht.
 
G

Gast

  • #30
Ein Mann, der eine beste Freundin hat, die zudem noch seine Ex-Freundin ist, ist als Partner nicht erstrebenswert, da die beste Freundin immer aus verschiedenen Gründen, die bereits oben teilweise erwähnt wurden, eine Rolle bei ihm spielen wird oder sie bei ihm spielen möchte (wenn die Beziehung von ihm aus beendet wurde). Das ist für eine Partnerschaft erheblich belastend, und erdrückt bzw. erstickt irgendwann die Beziehung. Deine Entscheidung – ihn loszulassen – zeigt nicht nur Dein gesundes Bauchgefühl, sondern auch eine große Stärke in Deiner Persönlichkeit.