• #31
Hallo Tini, die Sommerferien fangen in drei Monaten an. Ist deine Überlegung nicht etwas spät? Ich meine das muss doch alles von langer Hand vorbereitet werden, der Schulwechsel, was passiert mit deiner Wohnung/Haus, wo wirst du arbeiten etc....

Das lässt sich doch alles nicht so schnell erledigen, da du ja eh schon total im Stress bist.
Da kommt dann noch eine Überforderung mehr dazu - nämlich der stressige Umzug mit allen Konsequenzen.
Ich denke das hättest du viel viel früher planen müssen.
Wenn ich mal von mir ausgehe.
 
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  • #32
Nachdem ich die Schilderung deiner sehr harten Arbeitstage als Ärztin gelesen habe, denke ich erst recht, dass du so schnell wie möglich Entlastung/ Hilfe brauchst. Zieh zu deiner Familie (muss ja nicht ins selbe Haus sein) und lass dir helfen. Was bringt es, wenn du jetzt deine Gesundheit ruinieren lässt?
Vielleicht kannst du ja nach dem Umzug öfter einen Tagesausflug in deine jetzige Heimatstadt machen, an Wochenenden, Feiertagen z.B.?
 
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  • #33
...erfahrungsgemäß bringen Beratungen ja, Therapien in den allermeisten Fällen nichts......
Es ist ein Wühlen im Dreck, der sich oft über Jahre hinzieht. Die Dinge annehmen und akzeptieren, wie sie sind und sich auf das konzentrieren, was gut ist, hilft eine ganze Menge mehr.
Nur kurz dazu, daimit die Diskussion passend zur Eingangsfrage bleibt. Ich wäre vorsichtig verallgemeinernd zu behaupten, dass Beratung und Therapie nichts bringen. So wie ich die vielen Berichte von der FS in Erinnerung habe, gab es ja früher schon Probleme. Und wenn ich als Medizinerin nicht erkenne, mit wem ich mich als Frau da einlasse, oder vielleicht nur immer gelernt und studiert habe, aber wenig Wissen über Beziehung, Männer, Persönlichkeitsstörungen mir rechtzeitig angeignet habe und auf diesem Niveau klagt, das liest sich für mich, als ob da einiges in der Schieflage ist

Gerade wenn man psychisch so angesclhlagen ist, ich habe es ja selber durch gemacht, war es für mich eine Wohltat und hat mich entlastet, wenn ich mich miit einer Fachkraft unterhalten habe, die was für mich tut, genau das vermisst ja die FS, und ich so seelisch Entlastung fand und viele gute Tipps nitmahm, mit der schwierigen Situation gut umzugehen und auch seelsich wieder stbailer zu werden. Auch als Vorbild für mein Kind, was nicht mit einer seelisch überforderten Mutter aufwacchsen sollte, was logischer Weise Spätfolgen hätte haben können.

Dazu hatt eich noch zwei wirklich hiflreiche und tolle Mutter-Kind-Kuren, die mir in vielerlei auch mit Nachwirkungen geholfen haben.

w
 
  • #34
Mehr Geld hilft ihr weder psychisch noch physich weiter. Es gibt Kündigungsfristen, für die Wohnung, evtl. noch Renovierung nach dem Auszug, spätestens in 10 Wpchen ist das Schuljahr in HH zu Ende. In 10 Wochen will die FS den Umzug geplant, gemanagt, alles gekündigt haben, die Kinder dort neu angemeldet haben usw? Das größere Kind muss dann jeden Tag mit dem Bus zum Gymnasium, na super... Also Leute.....

Dann qualifiziert sich die FS derzeit noch, kein Wunder, dass das alles zuviel ist. Warum die Qualifizierung, wenn sie mit dem Gedanken spielt in die Kleinstadt zu gehen? Oder braucht sie dort dringend die Qualifizierung?

Ist der FS eigentlich klar, dass das Leben, was sie führt, viele Ehefrauen auch führen? Die haben oft nicht mal die Zeit, mit Freundinnen auf einen Kaffee zu treffen und die schönen Geschäfte und das schicki Micki Hamburg (macht das seelisch wirklich so glücklich?) zu genießen.

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, ich war ja selber jahrelang AE-Mutter, dass es überhaupt keine helfende unterstützende Menschen im Umfeld zu finden sind. Ich hatte sie ja auch, aber vielleicht liegt es auch an meiner Persönlichkeit, dass man mir gerne half, oft von selber?

w
 
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  • #35
Ergänzung:

Bei mir im Haus wohnte eine AE-Mutter aus Finnland, die nicht mit ihren beiden Jungs nach der Trennung vom Kindesvater zurück nach Finnland darf, so entschied das Familiengericht, weil so die beiden Jungs keinen ausreichenden Kontakt zu ihrem Vater, der der Beschreibung von Tini" Kindesvater sehr ähnelt, hätten.

Dabei ist die Entfernung mit Flugzeug viel schneller zu bewältigen, als manche Strecken in Deutschland.

Die Frau lebt jetzt als Akademikerin auf H4-Niveau und es ist vorprogrammiert, dass sie nie wieder auf halbwegs stabile Füsse kommt. Sie ist seelisch am Boden, kein gutes Vorbild für die Kinder, der Vater kümmert sich so lalala, es gibt immer wieder Probleme mit dem Kindesunterhalt, obwohl er sehr gut verdient, die beiden Jungs tun mir am meisten leid.

Hat die FS sich erkundigt, wie die Behörden in ihrem Fall entscheiden würden, wenn sie mit den Kindern einfach 500 km umziehen will? Der Kindesvater hat ja ein Mitspracherecht...

w
 
  • #36
Nur kurz dazu, daimit die Diskussion passend zur Eingangsfrage bleibt. Ich wäre vorsichtig verallgemeinernd zu behaupten, dass Beratung und Therapie nichts bringen. So wie ich die vielen Berichte von der FS in Erinnerung habe, gab es ja früher schon Probleme. Und wenn ich als Medizinerin nicht erkenne, mit wem ich mich als Frau da einlasse, oder vielleicht nur immer gelernt und studiert habe, aber wenig Wissen über Beziehung, Männer, Persönlichkeitsstörungen mir rechtzeitig angeignet habe und auf diesem Niveau klagt, das liest sich für mich, als ob da einiges in der Schieflage ist

Gerade wenn man psychisch so angesclhlagen ist, ich habe es ja selber durch gemacht, war es für mich eine Wohltat und hat mich entlastet, wenn ich mich miit einer Fachkraft unterhalten habe, die was für mich tut, genau das vermisst ja die FS, und ich so seelisch Entlastung fand und viele gute Tipps nitmahm, mit der schwierigen Situation gut umzugehen und auch seelsich wieder stbailer zu werden. Auch als Vorbild für mein Kind, was nicht mit einer seelisch überforderten Mutter aufwacchsen sollte, was logischer Weise Spätfolgen hätte haben können.

Dazu hatt eich noch zwei wirklich hiflreiche und tolle Mutter-Kind-Kuren, die mir in vielerlei auch mit Nachwirkungen geholfen haben.

w
Möchte diesem Post hier beipflichten, und @Pia62, deine Erfahrung ist es, dass Beratung oder Therapiestunden nichts bringen. Die Formulierung "Wühlen im Dreck" bedient dementsprechend auch ein Klischee. Wie wäre es mit "Aufarbeiten nicht zielführender Beziehungsstrukturen" oder so ähnlich.
Tini, wenn du einem narzisstischen Mann aufgesessen bist, und dir vier (!!!!) Affären hast bieten lassen, bevor du die Reißleine gezogen hast - du dich aber jetzt nach der Trennung selbst psychisch und physisch ausgebeutet hast, dich zudem sozial isoliert hast (obwohl du materiell vergleichsweise gut aufgestellt bist) dann zeigt mir das, dass die wichtigste Beziehung nicht stimmt: nämlich die zu dir selbst. Wie @Lionne69 würde ich mal parallel zu deinen Überlegungen ob Groß- oder Kleinstadt in der Richtung schauen, dass du diese verbesserst. Therapien helfen da durchaus. Auch wenn ich (so als Rabentochter) schon dominante Mutter höre, stellen sich mir die Nackenhaare auf.
 
  • #37
....liebe @Rabentochter......leider sind das zu 95 % meine Beobachtungen über viele Jahre hinweg. Es mag dem einen oder anderen helfen, oder auch geholfen haben. Ich bin jedoch der Meinung, dass das Leben die beste Therapie ist. Sich den Dingen, die aktuell so sind, wie sie sind, stellen und neue Wege und Lösungen suchen. Aufräumen, statt aufarbeiten wirkt auf jeden Fall nachhaltiger. Das Leben selbst in die Hand nehmen, ist aufarbeiten.....
 
  • #38
Nur ergänzend zu den Posts von @Wildblume und @Rabentochter (;-) es gibt noch mehr Rts).

Das Anschauen und Bearbeiten von Beziehungsmustern macht Sinn, vor allem, mit Blick auf potentielle künftige Beziehungen.
Obiges und wirklich noch wichtiger - die gute Beziehung zu einem selbst.

Das zu entwickeln, gelingt oft nur mit therapeutischer Unterstützung.
Kein Wühlen im Dreck sondern hinschauen, prüfen, aufarbeiten, abschließen und vor allem positiv zukunftsgerichtet arbeiten. Andere Wege, geänderte Denk- und Verhaltensmuster. Lebensqualität.

Das sollte jede /r für sich entscheiden, aber es kann durchaus entlastend und hilfreich sein., Man kann es ja erstmal ausprobieren, ob überhaupt und in welchem Umfang. Manchmal reichen wenige Stunden für die notwendigen Initialimpulse.

Liebe Tini, vielleicht auch eine Anregung für Dich - denn Deine Erschöpfungssymptomatik sendet schon deutliche Warnzeichen. Das sind keine Bagatellen, das löst sich auch nicht so einfach und schnell.
Nur die Erschöpfungsspirale wird schneller.
 
  • #39
Liebe Tini
Deine Situation tut mir leid. Auch wenn ich keine Kinder habe, möchte ich trotzdem meinen Senf dazugeben ;-)
Ganz zentral scheint mir die Tatsache, dass dein Körper dir schon mehrere Warnschüsse abgegeben hat. Als Ärztin müsstest du da noch hellhöriger sein als "Otto-Normalverbraucher". Dein Körper sagt dir, dass er bald nicht mehr kann. Daher ist jetzt eine grundlegende Veränderung in deinem Leben angesagt. Wenn du es nicht jetzt tust, kann es irgendwann soweit sein, dass sich dein Körper massiv durchsetzt und du nicht mehr Herrin der Lage bist (Stichwort: Burnout, Panikattacken usw. - stationärer Klinikaufenthalt). Da es nicht nur um dich sondern auch um deine Kinder geht, willst du bestimmt so ein Extremszenario vermeiden. Also: geh zu deiner Familie in die Kleinstadt. Ich weiss nicht, wieso viele davon abraten... Wenn dir die Kleinstadt deiner Familie so wieder strebt, vielleicht gibt es in der Nähe eine grössere Stadt? Würde dir trotzdem was bringen, weil du deine Kinder hie und da zu deiner Familie bringen könntest. Natürlich würde ich keine Wohnung gleich neben deinen Eltern nehmen, eine gewisse räumliche Distanz ist sicher gesund. Ausserdem finde ich es müssig, jetzt schon die nächsten 10 Jahre zu planen. Stell dich einfach mal drauf ein, was in den nächsten 2 - 3 Jahren sein kann. Dann wird man sehen. Wer weiss, vielleicht triffst du in deinem neuen Umfeld deinen Traummann? Dann sieht's auch wieder anders aus. Wichtig ist, dass du ab sofort entlastet wirst und wieder Kräfte sammeln kannst. Dazu gehört auch, dass du in einem gewissen Umfang ein Sozialleben führen kannst. Und was deinen Ex angeht, schau mit einem Anwalt dass er gefälligst das an Unterhalt zahlt, was dir zusteht. Als Chefarzt verdient er Geld ohne Ende, dann soll er wenigstens den Teil bringen. Alles Gute!
 
  • #40
Übrigens ist es eine Kleinstadt mit durchaus infrastruktureller Anbindung. Aber es wäre trotzdem mehr Landleben als jetzt und die Menschen sind schon anders...
Aber Du kennst doch den Ort - Du bist doch dort aufgewachsen ...

von HH 500 km - kann Franken Bayern oder Baden - Württemberg sein und so schlimm sind die Leut da auch nicht - ganz im Gegenteil. Menschen auf dem Land sind ruhiger offener und eher bereit, Kontakte zu knüpfen.

Wer aber nicht wagt, der nicht gewinnt. Checke mal Deinen Arbeitsvertrag mit den Kündigungsfristen und vielleicht hilft mal zwei Wochen Ferien an dem Ort für Deine Kleinen (Du mußt ja nicht mit in HH sein) damit sie Gefallen finden.

Wenn der Ex in HH rumzickt, begib Dich außer Reichweite, dann kann er Schattenboxen.

Wenn aber das generelle Aufopfern bei Dir nicht mehr geht, wird es Zeit, daß Du das Leben umstellst. Krankschreibungen und Bandscheibenvorfälle aus der Vergangenheit werden sich sonst in der Zukunft um so schlimmer wiederholen.
 
  • #41
Tini, du bist in einer Situation, die so nicht weiterlaufen kann. Irgendwo muss jetzt ein Abstrich passieren; bzw. sich irgendetwas ändern.

Ich verstehe sehr gut, dass diese individuelle Kinderbetreuung durch unqualifizierte Babysitter oder aupairs, die im Grunde auch noch Kinder sind und ganz andere Pläne hier haben, keine optimale Betreuung sind. Ich persönlich finde Ganztagsschulen da wesentlich besser, da dort noch ein soziales Leben mit anderen Freunden und eine bessere Aufsicht gewährleistet ist. Sport im Verein findet je älter die Kinder werden auch immer zu späterer Zeit statt, so dass das nach der Schule noch funktioniert. (Meine Kinder sind auf einer Ganztagsschule und haben dort eine ganz tolle Gemeinschaft).

Ich kenne kaum Mütter, die abends einfach so Zeit haben, um Essen o.ä. zu gehen. Das ist immer mit einem Aufwand verbunden. Ich bin zwar keine AE, doch mein Mann ist oft nicht da. Ich habe mir ein soziales Netz gemacht. Natürlich funktioniert so etwas nicht nur mit nehmen, sondern nur mit geben-nehmen: ich lade andere Kinder zu mir ein, die hier auch übernachten dürfen. Im Ausgleich dürfen meine Kinder bei ihren Freunden übernachten. Man hilft sich gegenseitig; da haben alle etwas davon. Fast mein ganzer Bekanntenkreis besteht aus Müttern, die während der Woche alleine sind, da die Väter geschäftlich unterwegs sind. Wir sind auf gegenseitige Hilfe angewiesen. Vielleicht schaffst du dir auch so ein Netz?

Kleinstadt oder Gross-Stadt: das kann ich für dich nicht entscheiden. Fühlst du dich in der Kleinstadt wohl? Du kennst sie ja und auch die Menschen. Wenn du jetzt aber schon so am Ende bist, dass nichts mehr geht und du in HH keine Freunde hast, die dir helfen, dann ist vielleicht die Familie doch der richtige Ort für dich - erstmal.
 
  • #42
Der Kindesvater hat ja ein Mitspracherecht...
Das würde aber gegen das BGB verstoßen. Lt. BGB hat jeder Mensch die freie Wahl seines Arbeitsortes, Wohnortes usw.
Sollte hier das Familiengericht anders entscheiden, dann verstößt es schon einmal gegen die Menschenrechte. Ich würde dann anstelle der FS schon einmal gegen das Familiengericht klagen. Auf dieses Risiko lässt wohl kaum ein Gericht ein. Dann steht gleich in den Medien, dass das Familiengericht HH gegen das GG verstoßen hat.

Gut der Exmann der FS hat dann noch die Möglichkeit gegen das Sorgerecht der FS zu klagen, aber ob er wirklich das Sorgerecht möchte, sei einmal dahingestellt.

Ich würde einfach umziehen und dann schauen was der EX so macht. Den Umzug kann er ja nicht verweigern. Siehe BGB.
Wenn Sie umgezogen ist, dann wird es auch noch schwieriger die Kinder aus dem neuen Umfeld zu holen.
 
  • #43
Liebe Tini,
Mit anderen Worten...du lebst in jeder Hinsicht über deine Verhältnisse.
Du wohnst in einer Stadt in der es dir zu teuer ist.
Du arbeitest Teilzeit und trotzdem ist es dir schon zuviel.
Du kümmerst dich um die Hobbies deiner Kinder und um deren Belange was im Grunde gut und richtig ist...wenn die Verhältnisse dazu passend sind. Und das sind sie bei dir zur Zeit nicht.
Du machst dich abhängig von irgendwelchen dummen Babysittern ( Ich glaube ich muss bei dir vorbeikommen und diesen Taugenichtsen einen Tritt in den Hintern verpassen)
Und jeder will eine saubere Wohnung haben nach einem anstrengendenTag. Aber du solltest in deinem speziellen Fall darüber hinwegsehen. Es kommt doch so wie du sagst ja doch niemand in die Bude. Lass Fünf gerade sein.
Du spielst mit den Gedanken umzuziehen in eine Stadt die du nicht magst(obwohl du die Stadt in der du zurzeit lebst nicht leisten kannst)
Haben deine Eltern zugesagt das sie die kleinen jeden Tag nehmen ,in den Kiga bringen,Schule,zu Freunden fahren usw...oder stellst du dir das nur so vor.die Antwort kannst nur du dir geben.
ich würde dich am allerliebsten für ein Jahr zu Hause sehen.Dich ausruhen .
Verkleinert dich. Nimm dir eine billige Wohnung in deiner jetzigen Stadt.Höre auf zu arbeiten .Werde wieder Gesund.
Alles andere ist verantwortungslos dir gegenüber.Deinen Kindern.Und wenn du tatsächlich Ärztin bist und Umgang mit Patienten hast....auch der Allgemeinheit gegenüber.
Achso,falls hier geschrien wird das sie nicht aufhören kann zu arbeiten wegen Rente und bla bla....ihr glaubt doch nicht im Ernst das ihr noch jemals eine Rente bekommt......ha ha ha
 
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  • #44
....liebe @Rabentochter......leider sind das zu 95 % meine Beobachtungen über viele Jahre hinweg. Es mag dem einen oder anderen helfen, oder auch geholfen haben. Ich bin jedoch der Meinung, dass das Leben die beste Therapie ist. Sich den Dingen, die aktuell so sind, wie sie sind, stellen und neue Wege und Lösungen suchen. Aufräumen, statt aufarbeiten wirkt auf jeden Fall nachhaltiger. Das Leben selbst in die Hand nehmen, ist aufarbeiten.....
@Pia62, für mich ist aufarbeiten und aufräumen so ziemlich synonym! Es geht in einer guten Therapie auch nicht dauernd um die doofe Mutter, Gott bewahre. Um die auch, aber es geht um Alltagsprobleme, es wird geguckt, welche Denkmuster zum Problem geführt haben (wo diese herkommen) und dann wird daran gearbeitet, diese so zu verändern, dass es zu Lösungen kommt. Und zwar mitten im Leben, sich dem Leben stellend, genau wie du schreibst! Es gibt unter den Therapeuten auch solche, die nicht sonderlich effektiv arbeiten, das stimmt. Wenn man jemanden Gutes finden will, sollte das über Empfehlungen laufen. Bei den guten Leuten muss man u. U. auch etwas Wartezeit in Kauf nehmen.

@Tini_HH Wenn du an deiner Beziehung zu dir selbst arbeiten willst : Als Ärztin wirst du wissen, wen du fragen musst, um gute Empfehlungen zu bekommen. Falls nicht, hier ein möglicher Ansatzpunkt: in HH gibt es wie in allen größeren Städten ein Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie. Die forschen, bilden aus und weiter und vermitteln kompetente Psychotherapeuten.

Ich halte nichts davon, jetzt alle Zelte abzubrechen. Es sieht mir aus wie eine Flucht - zumal es eine ziemlich stressige sein wird, wie einige oben schon gesagt haben. Materiell geht es dir nicht schlecht, deswegen musst du HH eigentlich nicht verlassen. Du weißt nicht, wie du dich gut um dich selbst kümmerst. Das ist das Problem. Deine dominante Mutter hat es dir nicht beigebracht, und wird es auch in Zukunft nicht tun!
 
  • #45
Hallo Tini,

das A und O scheint zu sein, dass Du Arbeitserleichterung im privaten Bereich erfährst. Da Du Teilzeit arbeitest, kannst Du am beruflichen Pensum wohl nichts ändern.

Mein erster Gedanke war, dass es vielleicht gar nicht unklug wäre, würdest Du zu Deinen Eltern in die Stadt ziehen. Aber irgendwie liest es sich durch die Blume, dass Du das eigentlich nicht wirklich möchtest, weil es Dir vermutlich zu eng ist.

Ich denke mal, dass ich an Deiner Stelle weder in die Stadt der Eltern ziehen noch in HH bleiben würde... Was nutzt es Dir denn, in HH zu leben, wenn Du von dieser Stadt nichts hast, außer vielleicht die Initialen auf Deinem Autokennzeichen, weil Du überhaupt keine Zeit für Dich hast... da kannst Du genauso gut in Kleinpuffelshausen wohnen (und in 10 Jahren nach HH zurückziehen, wenn Deine Kids zum Studieren in andere Städte oder Länder gehen).

Auf den Kindsvater würde ich mir jetzt erst mal n' Ei backen, der taugt Dir sowieso nichts, und nur an die Kids und mich denken, d.h. Kosten senken soweit wie möglich und mir kompetente Hilfe für den Alltag mit den Kids besorgen...

Du könntest in eine größere aber preiswertere Wohnung (auch das gibt es!) an die Peripherie ziehen oder in sonst eine Stadt, die Euch gefällt. Und Dir dann ein kompetentes Au Pair besorgen. Nicht alle Kinderbetreuerinnen sind schlecht. Ich habe selbst mal als Kindermädchen gearbeitet, als ich sehr jung war, und ich habe ALLES gemacht, die Kinder betreut, für sie gekocht (auch für die Eltern, wenn sie nach Hause kamen, vorgekocht), war mit den Kindern draußen, habe mit ihnen gespielt, Windeln gewechselt, usw. UND selbstverständlich (weil so vereinbart) war auch noch putzen, Wäsche machen, bügeln, usw. angesagt. Für so was ist ein Au Pair ja auch da. Und so viel kostet ein Au Pair nicht. Würde mir kein ganz junges Mädel nehmen, sondern ab 18 J. mit Führerschein, die Du auch mal zum Einkaufen schicken kannst, bevor sie die Kinder von der Schule abholt, usw. Und wenn Du das über eine Agentur machst, mußt Du das Au Pair auch nicht notfalls 1 Jahr lang an der Backe haben, sondern kannst tauschen. So kannst Du kosten senken (ich nehme an, als Ärztin gibt es in den Städten keine riesigen Verdienstunterschiede), senkst Kosten und hast Erleichterung. Ich denke, ein gutes Au Pair kann Dir deutlich mehr Erleichterung geben als Deine Eltern... die werden vermutlich nicht bei Dir putzen, waschen, bügeln, Essen (vor)kochen, für Dich einkaufen, usw. oder? Lieben Gruß
 
  • #46
Also wenn ich in die Peripherie ziehe, verliere ich mein jetziges Netzwerk, was ich ja schon habe und auch brauche... klar habe ich eines!...wenn mein Babysitter nicht kann, springt natürlich eine Mutter ein und nimmt mein Kind aus der Kita mit - meine letzte Babysitterin hat ständig abgesagt 4 Stunden vorher. Und soweit möglich nehme ich ab und zu auch ein Kind mit. Mein jetziges Umfeld möchte ich nicht verlieren - wenn ich in eine günstigere Gegend ziehe, müssen die Kinder auf neue Schulen und wir haben keine Hilfe... das finde ich schwierig, zumal das sicher ziemlich anstrengend ist.
Ich habe derzeit das Gefühl, dass mein Akku morgens schon nur auf 30 % ist und nachmittags leer...müde war ich früher auch mal, aber es ist so eine grundsätzliche Erschöpfung, die ich von mir nicht kenne.
Mir fehlt einfach auch eine Energiequelle, von der ich Kraft schöpfen kann - wie es z.B. in einer Partnerschaft ist oder bei einem tollen Hobby. Naja - Partner können auch nerven oder zusätzlich Kraft kosten, aber als ich noch liiert war, hatte ich trotzdem jemanden da... wir waren zumindest in meinem Gefühl zusammen verantwortlich - letztendlich hab trotzdem alles ich gemacht. Wenn ich mal eine bitte hatte wie: Bring Windeln mit, war das schon eine mittlere Herausforderung, die nur in 50% der Fälle erfüllt wurde. auch heute kümmert mein Exmann sich um nichts, quatscht mir aber überall rein und behandelt mich wie ein Kleinkind. Dabei kann ich alles besser als er.
ich habe auch das Gefühl, dass ich demnächst umkippe oder einen Herzinfarkt oder so bekomme, mir geht es nicht gut.
Mutter-Kind-Kur hat mein Hausarzt keine Lust auszufüllen... und der Anwalt meines Mannes setzt mich beruflich unter Druck, dass ich gefälligst bis Ende Juli meine Prüfungen geschafft haben muss, sonst droht er mit Unterhaltskürzungen.
Der Umzug an sich hätte für mich - egal wohin allerdings etwas befreiendes, da ich immer noch in der Wohnung lebe, die wir früher gemeinsam hatten und mein Exmann nach 5 Jahren immer noch nicht seine Sachen abgeholt hat - alle alten Möbel, Klamotten usw. hat er dringelassen, der ganze Keller steht mit seinem Sch... voll - er holt es nicht ab und ich sehe es nicht ein, dass ich mehrere hundert Euro Entrümpelung zahle für ihn.
 
  • #47
Zum Umzug 500km weit weg:
Wenn ich vorweisen kann, dass ich beruflich dort besser zurecht komme und eine Stelle habe, dann kann mein Exmann höchstens das Sorgerecht beantragen...
Ich muss dazusagen, dass ich es immer richtig finde, wenn Mutter und Vater im Sinne der Kinder eine Lösung für BEIDE Elternteile finden.
Aber mein Exmann kümmert sich ja um nix - er holt die Kinder nur fürs Restaurant ab oder für WE-Aktivitäten - das ist zwar besser als gar nichts, aber für die Kinder ist er eher wie ein Onkel und so richtig gerne sind sie nicht bei ihm, zumindest muss ich sie immer sehr motivieren, damit sie das Papa-WE antreten.
 
  • #48
Was soll denn heißen, dein Hausarzt hat keine Lust einen Antrag auf eine Mutter-Kind-Kur auszufüllen?

Rufe sofort morgen bei der Caritas, Diakonie oder beim Müttergenesungswerk an, diese sollen dir die Anträge für eine Mutter-Kind-Kur zuschicken. Diese lässt du vom Hausarzt ausfüllen (das muss er natürlich, sonst wechselst du den Arzt). Dann schickst du diesen Antrag zu deiner Krankenkasse.

Ich habe schon mehrere Mutter-Kind-Kuren an der Nordsee hinter mir, das war sooo herrlich diese Auszeit!

Dir steht generell alle 4 Jahre eine Kur bei gesundheitlichen Problemen zu!
Nutze dies!

Ich selber gehe im August mit meiner jüngsten Tochter nach Norderney. Allerdings ist das jetzt für die Sommerferien für euch schon zu spät, um einen Platz in den begehrten Kliniken an Nord- und Ostsee zu bekommen musst du schon im Winter einen Antrag stellen! Aber versuche es für die Herbst- oder Weihnachtsferien. Dann verpassen die Kinder nicht so viel in der Schule. Es gibt dort auch eine Hausaufgaben-Betreuung in der Schulzeit.

Und wenn du eine Absage von deiner Krankenkasse bekommst, gehst du in Widerspruch. So habe ich diesmal meine Mutter-Kind-Kur durchbekommen. Freue mich riesig weil ich Asthma habe seit meiner Kindheit, und ich oft unter Bronchitis und Erschöpfung leide.

Eine Kur ist eine wunderbare Auszeit, nutze sie!
 
  • #49
Guten Morgen liebe Tini,

Der Umzug an sich hätte für mich - egal wohin allerdings etwas befreiendes, da ich immer noch in der Wohnung lebe, die wir früher gemeinsam hatten und mein Exmann nach 5 Jahren immer noch nicht seine Sachen abgeholt hat - alle alten Möbel, Klamotten usw. hat er dringelassen, der ganze Keller steht mit seinem Sch... voll - er holt es nicht ab und ich sehe es nicht ein, dass ich mehrere hundert Euro Entrümpelung zahle für ihn.
.....als ich das las, wunderte mich nichts mehr. So kann ein *Menschenskind* auch nicht zur Ruhe kommen. Das wäre die allererste Konsequenz, dort raus. Allerdings ist es fast schier unmöglich, in HH auf die Schnelle was Adäquates zu finden. Aber wenigstens die Sachen von deinem noch sehr präsenten Ehemann müssen r a u s........Setze ihm eine Frist, ansonsten lass es abholen........Vielleicht ist es nötig, dass du dich anders aufstellst, dann wirst du auch nicht wie ein Kind gehändelt und dir ginge es gleich viel besser.
Soviel ich weiß, gibt es in HH Beratungsstellen, wo du dich kostenlos von einem Anwalt beraten lassen kannst.
Laß dich nicht lahmlegen, sondern entscheide über dein Leben konsequent, als die Frau, die du eigentlich bist.....Alles Liebe....
I
 
  • #50
Ich habe derzeit das Gefühl, dass mein Akku morgens schon nur auf 30 % ist und nachmittags leer...müde war ich früher auch mal, aber es ist so eine grundsätzliche Erschöpfung, die ich von mir nicht kenne.
Mir fehlt einfach auch eine Energiequelle, von der ich Kraft schöpfen kann - wie es z.B. in einer Partnerschaft ist oder bei einem tollen Hobby.
Sach mal, du willst wirklich Ärztin sein? Wenn ich deine Zeilen lese, kann ich dem wenig glauben.

Deine Beschreibung liest sich nach einer fetten Depression/Burnout.

Der Gedanke, dass eine Partnerschaft und ein Hobby eine Energiequelle sein können, lässt mich schmunzeln. So unrecht hast du ja gar nicht, aber wie kommst du auf diese für mich naive Idee, dass ein Mann dir das Leben leichter machen kann? Erst recht nicht so ein Mann, wie dem Vater deiner Kinder.

Da schon als junger Mensch anscheinend einer dominanten Mutter ausgesetzt warst, wundert es nicht, dass du daher auch vielleicht in Beziehungen wieder Dominanz gesucht und als normal gesehen hast.

Das dir der Kinderarzt und dein Hausarzt wegen der Mutter-Kind-Kur mit der Begründung kommt, dass er keine Lust hätte.... puh, geht gar nicht. Mit dem Müttergenesungswerk hatte ich damals allerdings sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Die haben so gut wie nichts gemacht, dann habe ich lieber alles selber schnell erledigt, Anfang des Jahres alles beantragt inkl. Reservierung an der Ostsee und bin dann auch zweimal zum gewünschten Termin (Sommerferien) gefahren, innerhalb von zwei Jahren. Wie sagte uns der dortige Therapeut, man muss nur wissen, wie... Ist allerdings auch schon über 10 Jahre her.

Der Tini ist derzeit alles zu viel zu anstrengend, ihre Zeilen lesen sich für mich wie eine unsichere, kleine, nicht wirklich erwachsene Frau in der beruflichen Qualifizierung einer Ärztin, die immer noch Schiss vorm Chefarzt hat, der Druck macht.

Kostenlose Beratung wird sie nicht bekommen, ich vermute, ihr Einkommen ist höher, als manche hier denken. Ich verdiene wirklich nicht viel und habe schon keine kostenlose ausreichend lange! Beratung mehr bekommen. Ein Kurzgespräch von 30 min reicht da nicht bei der Problematik, die Tini hat.

Ich denke, die Wurzeln des Grundübels müssen genau angeschaut werden, damit die Pflanze sich erholen kann. Ein rausreissen der Pflanze aus dem Boden ist dafür nicht empfehlenswert, erst recht nicht, wenn da noch kleine Ableger dran hängen.

w
 
  • #51
Fraglich ist noch, warum Tini nur vom Ehemann getrennt lebt und nicht schon längst geschieden ist und die Sachen von ihm nicht längst abholen lassen/entsorgen lassen, auf seine Kosten?

Ich hätte die Kinder in den Ferien zu Oma/Opa geschickt und dann die Wochen genutzt, um mit Rechtsanwalt usw. alles Tutti/Palleti zu machen. Habe ich ja auch geschafft, sogar mit Kleinkind. War anstrengend, aber zu schaffen.

w
 
  • #52
Mutter-Kind-Kur hat mein Hausarzt keine Lust auszufüllen... und der Anwalt meines Mannes setzt mich beruflich unter Druck, dass ich gefälligst bis Ende Juli meine Prüfungen geschafft haben muss, sonst droht er mit Unterhaltskürzungen.
Liebe Tini, das ist alles Quatsch, das weißt du doch selbst.
Du bist Ärztin und kennst keinen Arzt, der dir eine Kur bewilligt? Welche Prüfungen? Wie kann jemand einen Zusammenhang zwischen Prüfung und Unterhalt machen?
Langsam bin ich schon sehr skeptisch. Erfindest du da nicht Dinge dazu, um deine Situation schlimmer erscheinen lassen, als sie ist?
Solltest du wirklich eine Übersiedlung durchziehen, was selbst enormer Stress ist, dann lesen wir hier in einem halben Jahr wie schrecklich es auf dem Land ist, daß du die Kinder ständig herumchauffieren mußt, deine Mutter noch immer (echt, jetzt?) dominant ist.
Verändere deine Situation momentan auf keinen Fall - es wäre nur mehr Stress! Arbeite an deiner Einstellung. Sonst brauchst du nichts zu ändern, dein Leben ist wesentlich leichter als das vieler anderer AE's.
 
  • #53
Liebe Tini
Also mal ne dumme Frage (für mein Verständnis): wie alt sind deine Kinder? Hast du Freunde, die dir Unterstützung bieten können und denen du voll vertrauen kannst, oder nur "ein Netzwerk"?
Hier liest man sehr viel verschiedene, gegensätzliche Ratschläge, das muss für dich verwirrend sein. Trotzdem, was völlig klar ist: du hast mit Sicherheit ein Burnout, vielleicht sogar eine Depression und das muss umgehend an die Hand genommen werden. Dass du nur an deiner Einstellung arbeiten sollst ist totaler Quatsch und ich finde auch Hohn. Da spricht jemand, der keine Ahnung von einer solchen Situation wie die deine hat. Was in deinem Fall zu tun wäre, ist eigentlich klar. Offensichtlich bist du dem aber nicht mehr gewachsen (Burnout), daher brauchst du unbedingt sofortige Hilfe, bei der Umsetzung der verschiedenen Dinge, die zu tun sind. Wenn du keine Freundin hast, die dich tatkräftig unterstützen kann, dann geh bitte zu einer Psychologin bzw. Coach. Das wird dir ohne Zweifel helfen, glaub mir. Du siehst im Moment vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr...bei dieser Beratung geht es m. E. jetzt nicht darum, umfangreich deine Persönlichkeit / Familiensituation (mit deiner Mutter) anzusehen. Das ist nicht der dringlichste Punkt. Es muss unter allen Umständen verhindert werden, was ich schon in meinem vorherigen Post sagte. Und du hast ganz recht. Wenn du die gröbsten Dinge erledigt hast, brauchst du für dich ein Hobby, das dir Freude und Energie gibt. Auch und gerade als alleinerziehende Mutter braucht man auch Zeiten für sich, um die Batterien aufzuladen, schliesslich bist du nicht nur Mutter sondern eben auch die Tini. Zur Zeit hast du nur Posten in deinem Leben, die deine Energie fressen, kein Wunder, dass deine Batterien am Morgen schon fast leer sind. Ich glaube, viele weitere Diskussionen in diesem Forum bringen nichts, sondern such dir professionelle Hilfe, oder eben die Hilfe einer guten Freundin.
 
  • #54
... auch heute kümmert mein Exmann sich um nichts, quatscht mir aber überall rein und behandelt mich wie ein Kleinkind. Dabei kann ich alles besser als er.
Na da hatten sich dann ja zwei wahre Genies gefunden...

ich habe auch das Gefühl, dass ich demnächst umkippe oder einen Herzinfarkt oder so bekomme, mir geht es nicht gut. Mutter-Kind-Kur hat mein Hausarzt keine Lust auszufüllen...
Kann ich derzeit, wenn auch aus anderen Gründen, gut nachvollziehen. Mein Arzt steht voll hinter mir. Vielleicht wäre es eine Alternative, den Arzt zu wechseln? Als Ärztin solltest Du eigentlich ein berufliches Netzwerk haben, das hilft, warum hast Du es nicht? Welche Deiner Ansprüche sind zu hoch? Du bekommst Chefarzt-Unterhalt für zwei Kinder, offenabr auch relativ lange nach einer Trennung noch. Du hast einen Teilzeitjob als Ärztin. Warum reicht das nicht? Würde das wirklich besser, wenn Du in die Provinz ziehst?

und der Anwalt meines Mannes setzt mich beruflich unter Druck, dass ich gefälligst bis Ende Juli meine Prüfungen geschafft haben muss, sonst droht er mit Unterhaltskürzungen.
Du bekommst offenbar Trennungsunterhalt für eigene Weiterbildung. Warum bist Du satte 5 Jahre nach der Trennung nicht geschieden und stehst auf eigenen Beinen? Weil Trennungsunterhalt bequemer ist? Auch da: es kann Dich niemand beruflich unter Druck setzen über rechtliche Regelungen hinaus. Dass Du nicht ewig Unterhalt bekommst, ist logisch. Vielleicht solltest Du Dich auch da mal grundlegend und mit therapeutsicher Unterstützung mit Deiner Lebenssituation auseinandersetzen?
 
  • #55
Interessant, wie manche mich gleich zur naiven unfähigen Lügnerin degradieren, die zu blöd ist, alles zu organisieren und sich selbst dabei noch auf die Schulter klopfen, wie gut sie selber es doch hinbekommen haben, obwohl sie viel schlechtere Ausgangsbedingungen gehabt hätten - das hilft wirklich weiter. Vielleicht hattet ihr aber auch nicht so einen Psychopathen zum Exmann, der mit Zuckerbrot und Peitsche agiert. Mal denke ich, wir finden endlich ein entspanntes Verhältnis, dann wirft er mir wieder zig Steine in den Weg oder droht mit Unterhaltsentzug.
Zur Mutter-Kind-Kur:
Meine Freundin hat eine eigene Mutter-Kind-Klinik am Meer - da bekomme ich immer einen Platz.
Aber wie gesagt bekomme ich anwaltlichen Druck, was ich wann geschafft haben muss.
Den Antrag zur Kur habe ich selber ausgefüllt ich kann meine Diagnosen selbst eintragen inkl. der medizinischen Befunde.
Sach mal, du willst wirklich Ärztin sein? Wenn ich deine Zeilen lese, kann ich dem wenig glauben.
Wieso? Weil Ärzte alles immer alleine hinbekommen oder wie?
Ich selber würde einer Frau wie mir evtl. auch Anderes raten, aber wenn man selbst zur Patientin wird, ist es manchmal auch schwierig für sich selber zu reden.

Deine Beschreibung liest sich nach einer fetten Depression/Burnout.
Der Gedanke, dass eine Partnerschaft und ein Hobby eine Energiequelle sein können, lässt mich schmunzeln. ... aber wie kommst du auf diese für mich naive Idee, dass ein Mann dir das Leben leichter machen kann? Erst recht nicht so ein Mann, wie dem Vater deiner Kinder.
Ich habe damit nicht meinen Exmann gemeint, aber ein Partner ist durchaus hilfreich, wenn man 2 Kinder und einen anstrengenden Job hat... außerdem ist es schön, wenn man abends einen Erwachsenen zur Ansprache hat.
 
  • #56
Ich fasse jetzt mal zusammen:
- du hast ein Netzwerk
- du hast Freunde
- du fühlst dich in HH wohl

Kurzum, es gibt keinen Grund, diese Stadt zu verlassen.

Die Dinge, die dich belasten:
- dein Ex und seine Forderungen, der Druck
- seine Dinge in der Whg, die ehemalige gemeinsame Whg

Dann ziehe dort aus! Such dir in HH eine andere, kleinere Whg. Ich wohne in vermutlich der teuersten Stadt D. und selbst hier haben es die AE geschafft, eine neue Whg. zu finden. Deine Familie soll aus Süddeutschland anreisen und helfen, deine Mutter / Schwester / Bruder etc. Die Hilfe, die du brauchst, musst du konkret fordern. Sonst weiss keiner genau, was er tun soll. Du musst alles direkt delegieren, sonst sind die Helfer da und können nichts tun. Du musst das selbst in die Hand nehmen! Mach dir einen Plan, mach das schriftlich.
Schau mal bei Immoscout 24, was es gibt. Häng einen Zettel in der Praxis aus, dass du eine Whg suchst. Bring mal einen Stein ins rollen!
 
  • #57
Hallo TiniHH,
du kannst dir gar nicht vorstellen, wie sehr ich deine Situation nachempfinden kann, als ich deinen Post las,dachte ich im ersten Moment, das ich das hätte sein können.
Mein Ex Mann gehört zu der gleichen Sorte wie deiner.Ich bin seit über 6 Jahren getrennt und er ist auch immer noch der Meinung mir mit Anwalt und so weiter zu drohen.Ich habe mir ein dickes Fell zugelegt und meine Ohren auf Durchzug gestellt.
Ich wohne nicht weit weg von Hamburg und in meiner Kleinstadt gibt es die Omazentrale,da sind ältere Menschen, die oftmals einsam sind , weil die eigenen Kinder und Enkelkinder sehr weit weg wohnen, die freuen sich ,wenn sie gebraucht werden und die Kids betüddeln können.
Was die Sachen von deinem Ex angehen, gib ihm eine Frist, bis wann er seine Sachen abzuholen hat.Ansonsten Stück für Stück entsorgen.
Hamburg ist so eine klasse Stadt,ich kann mir nicht vorstellen, dass es auch für dich nicht irgendwas an Unterstützung gibt,egal bei was.

Ich weiß nicht, ob dir meine Worte helfen
 
  • #58
Du lädst hier ein wenig viel auf deinem Ex ab. Wer deine älteren Threads kennt, sieht auch die andere Seite der Medaille. Da war schon gut rauszulesen, dass es dir eine gewisse Schadenfreude bereitet hat ihn mittels Unterhalt zu schröpfen um dein kostspieliges Großstadtleben zu finanzieren.
Dass der Mann dich jetzt hängen lässt,.... nunja, kann man's ihm wirklich verübeln?

Problem ist nicht dein Ex, Problem ist deine berufliche Situation. Ist die Niederlassung keine Option für dich? Das lässt sich mit Kindern doch um Welten besser vereinbaren als an der Klinik.
 
  • #59
Also, was mir auffällt:

10 Babysitter ausprobieren und alle sind doof: Da würde ich mit den eigenen Erwartungen heruntergehen. So geht das nicht. Wenn man da nach Hause kommt und in der Wohnung herrscht Chaos, so ist das nun mal mit zwei Kindern. Der Anspruch sollte nicht sein, die perfekte Betreuung zu bekommen sondern eine, wo man das Leben einigermaßen meistert.

Belastendes Zeugs vom ex in der Wohnung und im Keller: Da musst du dich auch ´mal entscheiden und deinen eigenen Anspruch an dich selbst und an andere umsetzen: Also klare Ansage an den ex: Wenn das Zeugs bis in vier Wochen nicht abgeholt wird, wird es verkauft oder landet im Müll. Ist doch ein Witz, dass du lieber umziehst als den alten Krempel los zu werden. Umzug ist viel teurer und dann muss das sowieso weg.

Energielevel: Wie siehts denn aus mit der Schilddrüse. Ist bei Frauen angeblich immer ein Thema bei Müdigkeit.

Fazit: Ich würde nicht aus Hamburg fliehen wegen der Umstände. Ich würde erstmal die Umstände in Hamburg verbessern.
 
L

luci-le

  • #60
Ich verstehe abgesehen von der Umzugsthematik beim besten Willen nicht, wieso Chaos in der Wohnung bei Kindern, die aus dem Kleinkindalter entwachsen sind, in irgendeiner Weise "normal" sein sollte. In den Kinderzimmern herrscht vielleicht Chaos, ja.

Ansonsten lernen die Racker doch schon im Kindergarten- für was gibts denn die staatliche Kinderbetreuung?- dass man seine Jacke aufhängt, die Schuhe (halbwegs) ordentlich zusammenstellt, seinen Essplatz wieder (halbwegs) sauber verlässt. Das Selbe gilt auch in Ungefähr fürs Bad. Mit knapp zehn! Jahren sind Kinder auch längst in der Lage, kleine, anfallende Hausarbeiten zu übernehmen, beispielsweise zusammen mit dem Babysitter. Verstehe dieses "Sobald man Kinder-"Kinder hier auch gerne bis 16+" hat, ist die Wohnung halt "normalerweise" ein Schlachtfeld"-Gequatsche nicht. Nein liebe Herrschaften, ein solcher Zustand ist besonders bei älteren Kindern keineswegs normal. Dass die Wohnung mit Kindern dagegen nicht aussieht wie ein Bild aus dem Einrichtungskatalog- geschenkt.

Die FS sollte sich in der Tat in den anderen Bereichen beraten lassen. Alles Gute