• #1

Umziehen in die Kleinstadt zur Familie oder Großstadt mit 2 Kindern?

Ich bin seit 5 Jahren von meinem Mann getrennt und wohne in der Großstadt, mache alles rund um die Kinder alleine, mein Exmann zahlt eben Unterhalt, kümmert sich aber höchstens mal am WE um seine Kinder. Alltag, Schule, Hobbies der Kinder, Freunde und alles drumherum (einkaufen, kochen, Babysitter, Kita/Schule, Haushalt) bleibt an mir.
Nun hat meine Familie, die in einer kleineren Stadt 500km weit weg wohnt mir schon mehrfach vorgeschlagen, dass ich umziehen soll, weil ich sie immer volljammere, dass mir alles zu teuer ist und mir Job, Kinder und Haushalt so ganz alleine zu viel sind.
Ich bin jetzt auch 2x zusammengebrochen, hatte mehrere Erschöpfungserkrankungen, jetzt nen Bandscheibenvorfall und mein Exmann will per Anwalt erwirken, dass er viel weniger zahlen will. Ich bin am Maximum dessen, was ich arbeiten kann angekommen - Vollzeit kriege ich einfach nicht hin, die Kids sind jetzt schon viel alleine und noch nicht mal 10.
Ein eigenes soziales Leben habe ich kaum noch, weil zwischen Kindern und Job einfach keine Zeit bleibt. Sport schaffe ich auch nicht mehr, Freunde brechen alle weg, weil ich nie Zeit habe, Exmann drangsaliert mich viel, was auch ein grund ist, warum mein Anwalt und meine familie sagen, ich solle mich von ihm "freischwimmen", damit er nicht mehr so sehr mein Leben kontrolliert.
Ich bin nun hin - und hergerissen, ob ich in der Großstadt bleiben soll oder zu meiner Familie ziehen soll.
Ich wollte nie wieder zurück in die Kleinstadt, denke aber manchmal, dass es mir und den Kindern für eine gewisse Zeit gut tun könnte. Jetzt steht gerade im Sommer der Schulwechsel für beide an - 1. Klasse und Gymnasium - der Zeitpunkt wäre ideal...
Hat das jemand von Euch schon gemacht? Oder Erfahrungen, die mir helfen, eine Entscheidung zu treffen.
Oder kommt ihr alleinerziehend mit 2 Kindern ohne Familie klar in der Großstadt??
 
  • #2
Nun hat meine Familie, die in einer kleineren Stadt 500km weit weg wohnt mir schon mehrfach vorgeschlagen, dass ich umziehen soll, weil ich sie immer volljammere, dass mir alles zu teuer ist und mir Job, Kinder und Haushalt so ganz alleine zu viel sind.

In der Großstadt kostet die Butterbreze 1,20 €, auf dem Land 80 cent wenn nicht weniger. Es ist bei allem so, insbesondere bei Mieten etc.

Wenn Du 1.000 € im Monat in der Großstadt mehr zum Leben brauchst, mußt mindestens 2.000 € mehr verdienen, denn von dem was Du mehr verdienst zahlst Steuern und Sozialabgaben.

Wenn Du auf dem Land bist, hast mehr Lebensqualität, bessere Luft, mehr Natur, weniger Staus. Du bist weit weg vom Ex und wenn der schon anfängt rumzuzicken bzgl. Unterhalt, dann erkundige Du Dich doch beim Anwalt (Erstberatung, Fachanwalt für Familienrecht) erst einmal nach dem, was da finanziell kommen kann.

Aber abgesehen vom Geld - je weiter Du vom heumzickenden Ex weg bist, desto besser. Für die Kinder gibt es auch Großeltern auf dem Land und die werden bestimmt nicht jünger. Aber es kann nicht sein, daß Du die bist, die im Interesse aller auf der Strecke bleibt.

Ich wollte nie wieder zurück in die Kleinstadt, denke aber manchmal, dass es mir und den Kindern für eine gewisse Zeit gut tun könnte. Jetzt steht gerade im Sommer der Schulwechsel für beide an - 1. Klasse und Gymnasium - der Zeitpunkt wäre ideal...

Auf auf ... Es wird Zeit, ein neues Leben zu beginnen. Du hast bislang nur auf Kosten Deiner Gesundheit und Deiner Lebensqualität funktioniert. Es wird Zeit, daß Du zuerst kommst. Die Kinder am neuen Wohnort haben ja die Gelegenheit, neue Freunde zu finden und mit den Großeltern Umgang zu haben.
 
  • #3
Schwierige Frage.
Für Großstadt spricht vermutlich besser bezahlter Job für dich, bessere Schulen für die Kinder, mehr Möglichkeiten.
Problematisch finde ich hin- und herziehen, damit reißt du die Kinder dann wieder aus ihrer Routine und von neuen Freunden weg.
Lösung als Flucht vor dem Ex ist es auch nicht.
Soweit es dir finanziell möglich ist, suche dir Hilfe beim Haushalt, es muß nicht jeden Tag frisch gekocht werden.
Ich hätte nicht gewollt, daß meine Kinder auf dem Land aufwachsen.
 
  • #4
Oder kommt ihr alleinerziehend mit 2 Kindern ohne Familie klar in der Großstadt??
Ob jemand anderes alleinerziehend mit 2 Kindern ohne Familie alleine in der Großstadt klarkommt ist doch völlig unerheblich, hier geht es doch um dich. Du sagst selbst, du bist am Limit und die Kinder sind auch zu lange alleine. Ich habe mit meinen drei Kindern aus beruflichen Gründen schon 2x eine Weile alleine und ohne familiäre Unterstützung gelebt, aber hatte immerhin meinen Mann, der zwar weit weg war, aber eben doch im Hintergrund. Die Kinder mussten auch schon Umzüge verkraften (einmal 300 km, einmal 500 km), das klappte übrigens gut und gerade jetzt, wo sie in der Pubertät sind, schätze ich die noch heilere Welt außerhalb einer Großstadt sehr.
Es ist für mich kein Zeichen von Schwäche, wenn du jetzt einfach mal auf die Angebote deiner Familie zurückgreifst und für eine Zeit in die Kleinstadt ziehst. Wenn dich und deine Kinder das entlastet und euch zu einer besseren und erfüllteren gemeinsamen Zeit verhilft, dann würde ich es einfach machen - das wäre für mich der ausschlaggebende Punkt. Wenn es sich vermeiden lässt, sollte das Leben nicht nur Kampf und Krampf sein. Die Kids sind so schnell groß, dann kannst du wieder ganz anders agieren.
 
  • #5
Also, für jemand, so wie du in einem vergangenen Beitrag geschrieben hast, die sich tot arbeitet, also kaum wenig Zeit hast, bist du hier im Forum ganz schön aktiv unterwegs, wo ich mich daher schon frage, woher du die viele Zeit dafür nimmst ,-)?

Jetzt hast du wieder ein großes Thema angestossen, wo ich mich frage, ob es dir wirklich in deiner speziellen gesundheitlichen Verfassung hilft, zu wissen, wie andere AE-Mütter in der Grosstadt klar kommen?

Was hilft es dir zu wissen, dass ich in meiner AE-Zeit in meiner Großstadt sehr gut klar gekommen bin, alles nur 10 min entfernt, Büro, Kita, Schule, Hort, Ärzte, Einkaufsmöglichkeiten, usw. Ich hatte mir aber auch gezielt zu einem günstigen Zeitpunkt meinen Umzug in diesen Wohnkiez ausgesucht, weil mir von vielen Seiten erzählt wurde, dass es sich hier gut mit Kindern leben lässt, ohne viel Geld zu verdienen.

Die Lebensqaulität, die ich hier hatte und immer noch habe, hätte ich zum Beispiel in Köln nie und nimmer gehabt, auch wenn ich da mehr verdient hätte. Geld allein kann nicht alles kompensieren. Kurze Wege und Zeitersparnis, gute Schulen machen vieles wett, jedenfalls für mich.

Dazu wollte ich den Kontakt zwischen Vater und Kind nicht trennen. So wie du deinen Ex beschreibst, könnte der vielleicht ausrasten, wenn du 500 km weit weg ziehen willst, was du ohne seine Zustimmung doch gar nicht kannst, weil die Kinder einen regelmässigen Umgang mit ihrem Vater haben, der durch deinen Wegzug sehr gestört werden könnte.

Fraglich ist auch, was eine Kleinstadt besser kann? Arbeiten musst du dort auch, die Weg können durchaus länger werden, kenne ich von meiner Schwester, die ständig stöhnte, als ihre Kinde Teenies wurden, weil die dann zurück in die Grosstadt wollten, weil die Kleinstadt zu öde und spiessig war und die Kinder halt Sehnsucht nach der Grosstadt hatten, wo sie die ersten prägenden Jahren aufgewachsen sind. Dazu gab es in der Kleinstadt keine guten Berufsschulen usw., also musste wieder weit gefahren werden, was Zeit und Geld kostet. In der Grosstadt geblieben, hätte man sich das sparen können.

Sind den bei dir alle Hilfsmöglichkeiten aufgedeckt und angenommen worden, was deine gesundheitliche/psychische Situation betrifft?

w
 
  • #6
Also aus deinen bisherigen Posts habe ich geschlossen, dass du eine Stadtpflanze bist, ein Frau die gern gut essen geht, etc.
Ich verstehe, dass dir dein One - Woman - Job zuviel ist, aber wärest du in der Kleinstadt glücklich? Ausserdem lauern da neue Abhängigkeiten und Kontrolle-Familie- wenn auch gutgemeint.
Naja,nachdem du praktisch allein für die Kinder zuständig bist,steht dir doch sicherlich entsprechender Unterhalt zu? Also Anwalt fragen...
Vielleicht kannst du dich auch mit einer anderen AE-Mutter zusammentun, und ihr könnt euch gegenseitig praktisch Unterstützen,
dann gäbs noch die Möglichkeit eines Au-Pairs zur Entlastung, was doch in HH auch alle Möglichkeiten hat...
 
  • #7
Du schreibst "für eine gewisse Zeit" - da wird dann wahrscheinlich bis zum Abi des jüngsten Kindes draus, weil du nicht noch einen Orts - und Schulwechsel wollen wirst. Also kann es auf 12 Jahre hinauslaufen. Nicht, dass du zwischendurch nicht wieder umziehen kannst, aber denk halt über den Zeitraum nach. Ich würde mich noch fragen, ob es dir wichtig ist, dass die Kinder ihren Vater regelmäßig sehen. Aus den Wochenenden wird dann ja nichts mehr. Naja und willst du echt Kleinstadt? Meine Kinder (ab einem gewissen Alter) wären mir ja aufs Dach gestiegen wenn ich mit ihnen in meine gezogen wäre - und wenn ich daran denke, wie froh ich damals war, in die Großstadt ziehen zu können... Mich würden keine zehn Pferde mehr... Mir fällt noch eine Alternative ein. Eine Freundin von mir, auch AE, hat sich vor einer Weile mit einer anderen AE zusammen getan (per Anzeige gefunden). Zwei Wohnungen, ein Haus, geteilte Pflichten und Freuden. Klappt super. Kann sein, dass der Wohnungsmarkt in HH (richtig geraten?) das nicht hergibt, aber eine Überlegung wäre das ja auch wert...
 
  • #8
Was sind denn die Großstadtvirteile, wenn du außer der Tatsache in einer zu leben sonst nichts davon hast?

Du wachst in einer auf und schläfst in einer ein. Dazwischen ist doch nichts.
 
  • #9
Du solltest vielleicht zuerst versuchen den Kindsvater mehr in die aktive Betreuung einzubinden. Da er ja weniger Unterhalt zahlen will, ist der Zeitpunkt gut. Weniger Unterhalt bedeutet mehr reale Betreuung der Kinder. Das wäre doch genau das was du brauchst und du könntest bleiben wo du bist, normal VZ arbeiten und dein soziales Leben wieder aufnehmen
 
  • #10
... mein Exmann will per Anwalt erwirken, dass er viel weniger zahlen will.
Ich wollte nie wieder zurück in die Kleinstadt, ...??

Zwei Baustellen. Dein Exmann (oder nur getrennt?) ist verpflichtet, für die Kinder Unterhalt entsprechend seinem Einkommen zu zahlen. Da macht auch der beste Anwalt nix. Zusammen mit Deinem Einkommen (Ärztin, wenn ich mich richtig erinnere) sollte das auch ohne Vollzeit zum Leben reichen.

Nie wieder Kleinstadt? Dein Leben geht doch auch weiter, wenn die Kinder älter werden. Wo willst Du leben, wenn Du älter wirst? Fühlen Deine Kinder sich in der Großstadt oder der Kleinstadt wohler, wenn sie älter werden? Das "Kümmern am Wochenende" wird nicht mehr funktionieren. Fängt Deine Familie das auf? Wer fährt die Kinder "auf dem Land" zu ihren Aktivitäten? Wie sind Deine beruflichen Möglichkeiten? Von Partnerwahl mal ganz abgesehen.
 
  • #11
Ich kann dir keine super Antwort geben...
Als AZ von mittlerweile fast 17j ährigen Zwillingen ( AZ seit 13 Jahren ), hat sich diese Frage für mich nicht gestellt.
Stadt mit 230.000 Einwohnern ca ist weder noch, Eltern und den Vater in der selben Stadt.

Ich war froh, meine Eltern für den Notfall zu haben aber sie wohnen auf der anderen Seite der Stadt.
Wenn ich sie auch heiss und ferttig liebe, ganz nah oder gar in einem Haus, hätte mir mehr Stress gemacht!
Wie sähe das bei Dir aus?
Freie Wochenenden durch den Vater habe ich genossen!
Ginge das bei der Entfernung noch?

Und die Entwicklung nach dem Wechsel zur höheren Schule war rasant!
Vereine, Kino, Freunde, unterschiedliche Schulformen.....Hier mit dem Schokoticket machbar ohne dass immer jemand fahren muss.

Oma und Opa werden immer noch geliebt aber schlafen tut da schon länger keiner mehr, dann doch lieber bei Freunden!

Somit arbeite ich seit 4 Jahren mehr, hab eine Putzfrau und sehe die Jungs nach ihrer Schule, weil diese auch 36 Wochen Stunden haben.
Und je älter sie wurden um so mehr hat der Vater sich gekümmert.

Wie gesagt, ich hatte es da leichter als Du liebe FS.
Ich wollte nur anmerken, dass Deine Entscheidung nicht nur aus dem Moment, gefällt werden sollte.
Wie sieht es aus, wenn deine bald älter sind?
 
  • #12
...
dann gäbs noch die Möglichkeit eines Au-Pairs zur Entlastung, was doch in HH auch alle Möglichkeiten hat...

Als mein Kind unter 12 Jahren war, hatte ich eine zeitlang sogar jeden Tag eine Haushaltshilfe für 4 Stunden, weil meine rechte Hand erkrankt war. Ich hätte sogar 8 Stunden bekommen können, wollte ich aber nicht.

Beim Bandscheibenvorfall sollte eine Haushaltshilfe über die KK doch auch wenigstens stundenweise drin sein.

w
 
  • #13
Ich mache wieder ein Brainstorming, Teil 1:

- dein Mann ist Chefarzt, verdient sicher genug ( viel ) und muß daher ordentlich Unterhalt bezahlen. Wahrscheinlich bezahlt er derzeit deutlich mehr, denn sonst könnte er ja nichts kürzen. Ich tippe, dass du verglichen mit anderen AE viel bekommst.

- deswegen und weil du selbst Ärztin bist, wenn auch nicht in Vollzeit, aber wahrscheinlich hast du trotzdem so viel, wie manche Familienväter für alle zusammen, kannst du dir viel Unterstützung leisten. Du hast, glaube ich, einen Babysitter und eine Putzfrau, richtig ?

- dein Mann ist der, der keinen Turnbeutel in die Schule bringen will, richtig ? Siehst du denn überhaupt eine Chance, dass er mehr mit den Kindern machen will ? Vor allem Sinnvolles. Eine eigene Aufgabe übernehmen, z.B. alleinverantwortlich mit ihnen Latein lernen oder immer zu allen Elternabenden gehen.
Ich tippe, dein Mann ist schon ziemlich alt. Vielleicht kommt er mit kleinen Kindern nicht so gut zurecht und es wird besser, wenn sie größer werden.

- Sei mir nicht böse, aber 2 Kinder, teilzeitarbeiten, Putzfrau, viel Unterhalt...hören sich für mich nicht gerade nach der AE-Hölle an.
Aber es spielt keine Rolle, wie ich das bewerte. Wenn du damit überfordert bist, ist das allein maßgeblich. Und dann ist es nicht nur überlegenswert, sondern geradezu unabdingbar, dass du etwas änderst.

w 49
 
  • #14
Brainstorming Teil 2:

- magst du deine Eltern ? Wie fandest du sie als Erziehungsberechtigte ? Hättest du ein gutes Gefühl, wenn deine Kinder jeden Nachmittag bei ihnen wären ?
Möchten deine Eltern das oder wollen sie euch nur in der Nähe haben, damit ihr am Sonntag immer zum Kaffee kommen könnt ? Dann hättest du null gewonnen.

- magst du deine Kleinstadt ? Oder bist du z.B. zum Studium absichtlich so weit weggezogen, um dem Mief zu entkommen ?
Siehst du dich und auch später deine Kinder als Schöngeister und gehst du gerne zu Lesungen und in die Oper ? Oder findest du selbst eine Kirmes gut und willst deine Kinder zur freiwilligen Feuerwehr schicken ? Siehst du deine Tochter beim Ballett oder wäre dir auch die Faschingsgarde recht ?
Möchtest du, dass die Kinder auf ein humanistisches oder ein musisches oder ein wissenschaftslastiges Gymnasium gehen oder wäre dir die einzige Möglichkeit, in der Kleinstadt Abitur zu machen, die Gesamtschule recht ?

- hast du dort noch Kontakte ? Was wirst du an den Abenden und den Wochenenden dort tun ?

- wie sieht der finanzielle Vorteil aus ? Was sparst du am Wohnen ? Was am Fahren ? Wieviel weniger verdienst du ? Wieviel legst du drauf, wenn du am WE weit in die nächste größere Stadt ins Theater fährst ? Wirst du gleich eine Stelle finden ? In Teilzeit ?
Wird dein Exmann alle Fahrten zum Zwecke des Kindeskontakts allein bezahlen oder dir vom Unterhalt abziehen ? Kann er verlangen, dass du sie ihm ab und zu bringst, bzw. das bezahlst oder muß der Besuchselternteil - friß oder stirb- alles allein stemmen, wenn er seine Kinder sehen will ?

Fazit, falls man es an der starken Färbung meiner Fragen nicht gemerkt hat: Ich würde niemals ohne Not in eine Kleinstadt ziehen.
Falls du Not empfindest, gibt es kaum eine Alternative.

w 49
 
  • #15
Hallo,
ich verstehe Deine Überlegungen, der Zeitpunkt für einen Umzug wäre jetzt gut.
Ich stand auch schon öfters vor dieser Frage, immer dann, wenn die Schulumbrüche meiner Kinder stattfanden: ziehe ich zurück in die Kleinstadt, in der meine Ursprungsfamilie wohnt, die mich unterstützen würde usw.? Also, so ähnlich wie bei Dir. Und dann kam ich immer zu dem Schluss: ich bin damals weg gegangen, um weiter zu gehen, es käme mir wie eine Rückentwicklung vor. Ich bin dort heute gelandet, wo ich immer leben wollte, in einer Großstadt, wenn ich mich nochmals weg orientieren würde, käme auch nur wieder etwas Neues in Frage.
Überlege Dir gut, ob Du in Deiner Heimatstadt wirklich leben möchtest, lege alle äußerlichen Faktoren wie Geld, familiäre Hilfe usw. dabei bei Seite und horch in Dich hinein, ob Du Dir wirklich vorstellen kannst, dort ganz real leben zu können.
Alles Gute!
 
  • #16
Das Wichtigste ist jetzt, dass du Unterstützung und Entlastung bekommst. Ich würde an deiner Stelle den Umzug in die Kleinstadt machen. Das hat entscheidende Vorteile zurzeit. In einigen Jahren könntet ihr oder könntest du auch wieder zurück in eine Großstadt ziehen.
 
  • #17
Hier wird ja nun angezweifelt, dass du überlastet bist.
Ein BSV und andere Erschöpfungskrankheiten deuten aber nun mal drauf hin.
Auch schreibst du ja immer wieder über deinen Ex, der wohl landläufig (keine Diagnose) ein Narziss war, sprich jemand, der immer an seinen eigenen Vorteil denkt, am längerem Hebel sitzt und dieses ausspielt, manipuliert usw., dh PsychoStress für dich, und der kann auch zermürben.
Möglicherweise hat er auch eine Haltung, sie wollte ja die Scheidung (weiss nicht ob das stimmt), nun soll sie auch mit den Kindern fertig werden. Vielleicht gibt es doch die Möglichkeit, dass die Kinder jedes zweite WE bei ihm sind, so dass du ein freies WE hast.
Du fühlst dich allein gelassen und es wird dir alles zuviel.
Vielleicht schreibst du mal, was es an konkreter Unterstützung, Putzfrau etc.schon gibt, so dass man einen Bedarf ermitteln kann, und dann schauen kann, ob der Umzug wirklich eine Option ist, oder ob es Möglichkeiten gibt, deine Situation vor Ort zu verbessern.
 
  • #18
- dein Mann ist der, der keinen Turnbeutel in die Schule bringen will, richtig ? Siehst du denn überhaupt eine Chance, dass er mehr mit den Kindern machen will ? Vor allem Sinnvolles. Eine eigene Aufgabe übernehmen, z.B. alleinverantwortlich mit ihnen Latein lernen oder immer zu allen Elternabenden gehen.
Ich tippe, dein Mann ist schon ziemlich alt.
w 49

Also soo alt ist mein Exmann nun auch nicht, er ist fast so alt wie Du, im Kopf ist er allerdings eher 70 hab ich manchmal das Gefühl, auch wenn er aussieht wie Ende 30.
Er würde niemals mit den Kindern irgendwas für die Schule machen, er ist schon überfordert, den Kleinen einen Tag in die Kita zu bringen - das letzte Mal mit klatschnasser Daunenjacke, die er abends gewaschen hatte aber die nicht trocknete, ohne Frühstück und viel zu spät, Brotdose hatte er auch keine mitgegeben.
Er ist einfach nicht fähig Aufgaben zu übernehmen, ich hab es jetzt 5 Jahre versucht.
Ansonsten zählt ihr all die Dinge auf, die ich mir auch überlege:
Kontrolle durch die Familie - was, wenn wir uns so nah auf Dauer nicht verstehen? Meine Mutter kann ziemlich dominant sein, auch wenn sie es gut meint.
Es ist eine nicht so kleine Stadt, eine kleine Großstadt, aber doch eher eng. Also ich wollte immer in eine richtige Stadt :)
Ein Umzug käme mir selber auch vor wie ein Rückschritt.
Auch schreibst du ja immer wieder über deinen Ex, der wohl landläufig (keine Diagnose) ein Narziss war, sprich jemand, der immer an seinen eigenen Vorteil denkt, am längerem Hebel sitzt und dieses ausspielt, manipuliert usw., dh PsychoStress für dich, und der kann auch zermürben.
Er hat die Kinder jedes zweite WE, meist nur von Sa auf So, aber besser als nichts. Das würde mir extrem fehlen. Er kann auch nett sein und manchmal haben wir auch ein entspanntes Verhältnis zueinander, aber eben nur so lange, wie ich alles so mache, wie er es will. Er ist sehr narzisstisch gestört.
Die Scheidung wollte ich trotzdem nicht, die hat er eingereicht. Ich hatte mich von ihm nach der 4. Geliebten getrennt.
 
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  • #19
- Sei mir nicht böse, aber 2 Kinder, teilzeitarbeiten, Putzfrau, viel Unterhalt...hören sich für mich nicht gerade nach der AE-Hölle an.
Aber es spielt keine Rolle, wie ich das bewerte. Wenn du damit überfordert bist, ist das allein maßgeblich. Und dann ist es nicht nur überlegenswert, sondern geradezu unabdingbar, dass du etwas änderst.
Muss es denn die klischeehafte AE-Hölle sein? Ist es nicht, aber ich bleibe trotzdem total auf der Strecke...obwohl ich arbeite und die Tage nie vor 23:30 enden...
Ich muss dazu sagen, dass ich einen sehr anstrengenden Beruf habe und abends eigentlich jemanden bräuchte, der sich mal um mich kümmert - in der Regel habe ich 8-10 Stunden lang kaum die Möglichkeit für irgendwas - keine 5min Pause, kein Essen, ab und an ein Schluck Wasser und evtl. einmal aufs WC, wenn es denn irgendwie geht. Nix Mittagpause oder gar Lunch, ich bin abends fix und fertig, komme an einigen Tagen um halb 8 nach Hause und eine dreckige Bude und 2 müde hungrige Kinder empfangen mich und ich muss noch einkaufen und kochen - jan ja selber den ganzen Tag nichts bekommen.
Ich arbeite nicht jeden Tag bis abends, aber zuhause bleibt ja auch alles liegen, die freien nachmittage sind mit 2 Kindern auch nicht wirklich "frei" - das geht sicher vielen Ehefrauen nicht viel anders, aber die haben immerhin noch einen Partner als Ansprechpartner am Abend und sind nicht immer alleine mit allem.

Au Pair wäre in einem Haus ja nett, aber meine Wohnung hat kein Zimmer für ein Au Pair übrig und Au Pair kostet ja auch Geld an Lebenshaltungskosten, Busticket und Taschengeld. Außerdem sind ja die Babysitter schon alle nichts - was mache ich dann, wenn ich ein Au Pair ein ganzes Jahr an der backe habe...?? Die sind doch auch noch fast Kinder.

Die Kinder hätten es schön - es gibt viele Sportmöglichkeiten, die Menschen dort sind alle wohlsituiert und happy -so zumindest mein Eindruck, wenn ich dort im Lande bin.
Aber mir ist das alles einfach zu eng.
Meine Familie ist aber schon genervt, weil ich mir nicht helfen lasse.

Irgendjemand fragte, wie ich Zeit habe, hier mitzuschreiben:
Ich bin oft alleine abends zuhause und so ein bisschen Getippe geht bei mir nebenbei. Bin ja multitasking... In Praxis und Klinik geht das natürlich nicht!
 
  • #20
Hallo @Tini_HH,

täuscht es oder Du mich? Aber zwischen dem Eindruck den Deine Antworten vermitteln und Deiner Frage scheinen Welten zu liegen. Das Leben hat Dir offensichtlich noch nicht ausreichend Demut und Dankbarkeit vermitteln. Ein Luxusproblem?

Sollte es Dir in Deiner momentanen (Lebens)Situation wirklich so schlecht gehen, tut mir dies für Deine Kinder und Dich leid und es wäre an der Zeit daran etwas zu ändern.

Was ist für eine Hamburgver- und gewöhnte eine "Kleinstadt"?

alles nur 10 min entfernt, Büro, Kita, Schule, Hort, Ärzte, Einkaufsmöglichkeiten, usw.

In meiner Nachbarstadt, 6000 Einwohner, ist dies alles zu einem Bruchteil der Hamburger Kosten gegeben und trotzdem wohne ich noch weiter auf dem "Land". Auch 2 Universitäts- und Klinikum-Städte sind in unmittelbarer Nähe, 25km, mit aller Infra(großstadt)struktur. Also alles vor Ort.

Dies scheint mir eher eine Frage des Herzens zu sein. Bei einer anregenden Diskussion mit einer Freundin habe ich letztens resümiert: Es gibt Menschen, die sind für so viel "reines" Leben nicht geschaffen. Mein Rat: Bleib dort wo Du bist - in der "Großstadt".
 
  • #21
... aber ich bleibe trotzdem total auf der Strecke...
... abends eigentlich jemanden bräuchte, der sich mal um mich kümmert - ....
aber die haben immerhin noch einen Partner als Ansprechpartner am Abend und sind nicht immer alleine mit allem...
...Ich bin oft alleine abends zuhause...

Liebe Tini,
Ist das nicht der Kern des Problems?
Das Gefühl, mit allem alleine zu sein, der komplette Alltag, wo manchmal schon ein kleiner Handgriff von jemandem schön wäre.
Die Verantwortung für die Kinder.
Die vielen kleinen und großen Entscheidungen, die man alleine trifft und treffen muss, weil man sich mit niemanden austauschen kann - auch wenn man durchaus die Entscheidung selbst treffen kann.
Die eigentlich schönen Momente, die man genießen könnte und einem nur noch bewusster machen, dass da niemand ist, der mit einem diesen Moment teilt.
Ja, und die Sehnsucht, sich anlehnen und fallen lassen zu können.

Das waren und sind immer die Punkte, die mich meine Energie kosten, unabhängig von Arbeits- und sonstigen Belastungen.

Ich konnte / kann das einigermaßen ausgleichen über ein gutes soziales Netzwerk, gerade in den Hochstresszeiten (Vollzeit AE, ohne Präsenz des Vaters, ohne Familie), waren es die richtig guten, verlässlichen Freundinnen, die getragen haben.
Und die wenige, aber bewusste und regelmäßige Auszeit für Sport, oder sonstige eigene Qualitätszeit für mich. (Ich war allerdings ziemlich straff organisiert, um mir diese Räume zu ermöglichen).
Aber vor allem gute, enge, soziale Kontakte.
Damit war die real existierende Belastung deutlich leichter zu tragen.

Was ich merke, dass selbst mit deutlicher Abnahme der realen Belastungen das Gefühl von Alleinesein bzw. Einsamkeit der Hauptstressor ist, der zermürbt.

Das würde ich mir bei der Frage überlegen - Familie, Eltern - hilft das gegen die Einsamkeit, ist die Beziehung zu der Familie stützend, neutral, belastend?
Wäre dort Raum für den Aufbau eines Freundeskreises - Zeit, gewünschtes soziales Umfeld.
Wenn es damals eng war, wie wäre das Gefühl heute?
Gäbe es dort den Raum, die Möglichkeit für Deine Interessen - Kultur, etc.

Meine beiden größeren Umzüge haben meinen Kindern wenig ausgemacht, einer war ein wichtiger Break, um Distanz zu verschiedenen belastenden Faktoren zu bekommen.
War damals eine absolut richtige Entscheidung.
 
  • #22
Los, auf, ein neues Leben wartet!!! Zieh um, wenn Deine familie dich unterstützen kann, umso besser! Du wirst dort auch Freunde haben/finden, deine Kinder haben ihre Großeltern, du hast dann vielleicht auch mal etwas Zeit für dich, ohne schlechtes Gewissen, dass die Kids alleine sind! Also, auf geht's! Und wenn der Papa eh nur Gelegenheits-Papa ist: das kann er, wenn er möchte, dort ja auch!
Also auf, keine Scheu, so wie es jetzt ist funktioniert es ja nicht, Du bist am Ende! Also, auf, pack es an und es wird sicher besser werden! Und ideal zum Schulwechsel!
Viel Glück! Kopf hoch, es wird werden! Alles Gute!
 
  • #23
Guten Morgen,

die Dinge sind, wie sie sind und daraus das Beste zu machen schafft nicht nur Energie, sondern auch seelischen Freiraum.
Ich kann deine Situation nachvollziehen. Jung verwitwet mit drei Kindern, habe ich 15 Jahre mein Leben eingerichtet und so organisiert, dass es den Kindern und auch mir Freude brachte, mehr Freude als Leid.
Helfende Hände und ein entsprechend soziales Umfeld gab es nicht. Fast sternenförmig lösten sich bis dahin **gute** Freundschaften in Luft auf und auch sonst...... Ich habe eine Entscheidung getroffen und das Wesentliche vom Unwesentlichen getrennt, mich auf das, was gut war, konzentriert. Ich hatte nicht die finanziellen Mittel für Putzfrau Babysitter, Urlaube und was das Leben noch so an Annehmlichkeiten bietet. Es waren die kleinen Dinge, die uns kostbar jeden Tag vor den Füssen liegen, die ich für mich genoss und mich frei und unabhängig sein ließen,
Meine Schätze waren meine Kinder, meine gute Gesundheit, meine Energie und Schaffensfreude, unser schönes Dach über dem Kopf, der gefüllte Kühlschrank, das Erschaffen und Improvisieren und aus Nichts etwas Schönes zaubern zu können. Dieses Leben hat mir dann ganz neue und andere Wege eröffnet, an die ich nie gedacht hätte und die ich sonst wohl nie kennengelernt hätte, dafür bin ich sehr dankbar.
Mit Liebe tun und handeln, setzt ein unglaubliches Potential der inneren Zufriedenheit frei......
Das Schicksal legt dir gerade eine Einladung vor die Füsse und da solltest du genauer hinschauen, bevor du eine Entscheidung triffst.
In ein soziales Umfeld eingebunden und entlastet zu sein, ist von ungeheurem Wert. Mag deine Mutter sehr dominant sein, es kann auch für euch beide ein Lernprozess sein und euch näher bringen.
Ich habe beide Varianten, Großstadt und Kleinstädte ausgekostet und würde mich immer wieder für eine Kleinstadt entscheiden.
Viel Glück !
 
  • #24
Liebe Tini,
Ist das nicht der Kern des Problems?
Das Gefühl, mit allem alleine zu sein, der komplette Alltag, wo manchmal schon ein kleiner Handgriff von jemandem schön wäre.
Die Verantwortung für die Kinder.

Das waren auch meine Punkte, ich wusste aber, dass es mit zunehmenden Alter des Kindes besser wurde. Mir war voll allen Dingen klar dass die Pupertät, die ja schon früher anfängt, als manche glauben, eine sehr gefährliche Zeit ist und ich hätte mein Kind nie und nimmer aus ihrem schönen Umfeld heraus genommen. Ein Kind von der FS wechselt ja jetzt auf das Gymnasium.

Dazu kostet ein Umzug auch viel Geld, dazu die Eingewöhnung, eine "dominante" Groß-Mutter, gesundheitliche Probleme, also es wird auch wieder Zeit kosten, mindestens ein Jahr, bis man sehen kann, ob sich der Umzug langfristig lohnt. Wenn dann die Schule doof ist, die Eltern plötzlich krank werden, man also von dem Regen in die Trauf kommt, nee... mir wäre das Risiko zu groß.

Ich würde mir lieber in Hamburg eine liebe ältere Frau suchen, die einen unterstützt auf 450,00 Euro Basis, so eine Art Groß- Mutter-Ersatz. Es gibt in meiner Grossstadt dafür spezielle Agenturen, ich kenne selber eine, wo ich sehr gute Erfahrungen gemacht habe.

Dennoch kann ich die Erschöpfung und die Gedanken der FS gut nachvollziehen. Die Enttäuschung über die gescheiterte Ehe wie ein Stachel ist vielleicht auch noch da. Schade, dass nicht früher erkannt wurde, was der wahre Kern des Kindesvater ist.

Ich empfehle daher, sich prof. Hilfe zu holen, für alle Belange! und in Hamburg zu bleiben. Die Garantie das es in der Kleinstadt besser wird, ist nur theoretisch gegeben.

w
 
  • #25
Los, auf, ein neues Leben wartet!!! Zieh um, wenn Deine familie dich unterstützen kann, umso besser! Du wirst dort auch Freunde haben/finden, deine Kinder haben ihre Großeltern, du hast dann vielleicht auch mal etwas Zeit für dich, ohne schlechtes Gewissen, dass die Kids alleine sind! Also, auf geht's! Und wenn der Papa eh nur Gelegenheits-Papa ist: das kann er, wenn er möchte, dort ja auch!
Also auf, keine Scheu, so wie es jetzt ist funktioniert es ja nicht, Du bist am Ende! Also, auf, pack es an und es wird sicher besser werden! Und ideal zum Schulwechsel!
Viel Glück! Kopf hoch, es wird werden! Alles Gute!

Sorry, der FS geht es psychisch und physisch nicht gut, die kriecht schon auf allen vieren, wie soll sie noch einen Umzug und alles drum herum stemmen?

Und so klein sind die Kids auch nicht mehr, die kann man auch in Hamburg "unterbringen", siehe es Verein usw. was nich viel Geld kostet. Ging ja bei mir auch super. Es gab Wochenend, da habe ich mein Kind kaum gesehen, weil es im Verein war, oder dann mit Freundinnen dort zusammen, mit übernachten usw. Die anderen Eltern haben mir da wirklich gut geholfen. Das war nie ein Problem.

w
 
  • #26
Ein eigenes soziales Leben habe ich kaum noch, weil zwischen Kindern und Job einfach keine Zeit bleibt. Sport schaffe ich auch nicht mehr, Freunde brechen alle weg, weil ich nie Zeit habe
Da Du die Vorteile des Großstadtlebens ohnehin nicht genießen kannst, wäre der Standortnachteil verkraftbar.

Dir muß allerdings bewußt sein, daß der Menschenschlag auf dem Land ein ganz anderer ist, daß soziale Kontakte mehr von den örtlichen Gegebenheiten getragen sind als von gemeinsamen Interessen. Will heißen: ein für Stadtmenschen ungewohnt intensiver Kontakt zu den Nachbarn, aber kaum Kontakt zu Gleichgesinnten, weil jemand mit ähnlichen Interessen günstigstenfalls drei Dörfer weiter wohnt.

Achte auf eine ausreichende Infrastruktur für Deine Kinder, damit nicht zum anstrengenden Schultag auch noch täglich 2x2 Stunden Busfahrt hinzukommen.
 
  • #27
Ich empfehle daher, sich prof. Hilfe zu holen, für alle Belange! und in Hamburg zu bleiben. Die Garantie das es in der Kleinstadt besser wird, ist nur theoretisch gegeben.

...erfahrungsgemäß bringen Beratungen ja, Therapien in den allermeisten Fällen nichts......
Es ist ein Wühlen im Dreck, der sich oft über Jahre hinzieht. Die Dinge annehmen und akzeptieren, wie sie sind und sich auf das konzentrieren, was gut ist, hilft eine ganze Menge mehr. Das Leben ist der beste Berater und wer mit seinen Sinnesorganen gut befreundet ist, der wird die Möglichkeiten, Chancen und Wege, die sich bieten, ergreifen und entsprechend handeln können.
Den Tisch rund beißen, Tränen vergießen und auch jammern gehören dazu. Aber dann müssen die Karten neu gemischt und nach vorne geschaut werden.
 
  • #28
Ich arbeite nicht jeden Tag bis abends, aber zuhause bleibt ja auch alles liegen, die freien nachmittage sind mit 2 Kindern auch nicht wirklich "frei" - das geht sicher vielen Ehefrauen nicht viel anders, aber die haben immerhin noch einen Partner als Ansprechpartner am Abend und sind nicht immer alleine mit allem.
Jede Situation hat ihre Vor- und Nachteile, aber es hilft dir am Wenigsten, wenn du dir andere Familien als Idylle schönredest.
Es fallen doch Energiefresser wie Partnerschaftsprobleme, täglicher Kleinkrieg total weg! Du hast ja offenbar viel Zeit allein, ich denke, es würde schon reichen, wenn du das umbewertest, von: jetzt ist keiner da zum Anlehnen, zu: ich genieße die Ruhe und bin dankbar dafür.
Nur deine eigene Einstellung macht dir das Leben schwer, dein Alltag klingt jetzt wirklich machbar und sollte dich nicht so stressen.
 
  • #29
Schade, dass nicht früher erkannt wurde, was der wahre Kern des Kindesvater ist.
w

Da hast DU recht, ich habe vor ihm allerdings überhaupt nicht gewusst, dass es solche Menschen gibt und kannte mich mit narzisstisch gestörten Menschen nicht aus.
Außerdem sind solche Menschen sehr manipulativ und wissen genau (!), was ihr gegenüber hören will.
Seinen geliebten hat er immer die Rolle des unverstandenen Ehemanns vorgespielt, mir eher die Rolle des liebenden Ehemannes, der bis spät in die Nacht für seine Familie arbeitet und ich nicht mit meiner unbegründeten Eifersucht unsere Ehe gefährden soll. Er war auch in der Ehe weder für mich noch für die Kinder da, aber ich habe immer gehofft, dass er sich ändert - mit der heutigen Erfahrung hätte ich einiges sicherlich anders gemacht.
@Pia62 : Unglaublich, wie gut du das alles hinbekommen hast :)
Aber immerhin hattet ihr ein schönes Eigenheim.

@Lionne69 : Wirklich erstaunlich, wie gut du alles analysierst, ich glaube auch, dass mir helfende unterstützende Menschen einfach fehlen...
Ich muss dazu sagen, dass im letzten Jahr viele meiner Freunde weggebrochen sind und so mein Umfeld an Freunden minimal klein geworden ist. Mir haben Aktivitäten mit Freunden auch immer viel gegeben, genau wie die freuen Wochenenden, aber irgendwie habe ich kaum noch Freunde, schon gar keine, die irgendwie unterstützend wären.

Ich habe bei meiner Familie ja auch noch einen Bruder mit einem sehr großen Freundeskreis, denke also nicht, dass ich dort vereinsame.
Die Schulen dort sind sicher nicht schlechter, nur ist der Schulweg zum nächsten Gymnasium jetzt ca. 1km, danach sicher 10km - aber es gibt ja Busse... denke, das ginge.

Nur wenn ich an einem sonnigen Tag wie heute durch die Großstadt fahre mit all den schönen Gebäuden und mich mit Freundinnen auf nen Kaffee treffe mit all den schönen Geschäften und Menschen drumherum, versetzt es mir schon einen großen Stich.

Ich verändere mich gerade auch beruflich noch etwas, denke also, dass ich Ende des Jahres mehr verdienen werde. Allerdings ist dann die Chance für einen Umzug vertan - die Kinder haben jetzt im SOmmer den Schulwechsel.

Ich werde mir das mal nächsten Monat genauer anschauen bei meiner Familie...
Danke schon mal für all die guten Überlegungen und Gedanken.
 
  • #30
Du hast ja offenbar viel Zeit allein, ich denke, es würde schon reichen, wenn du das umbewertest, von: jetzt ist keiner da zum Anlehnen, zu: ich genieße die Ruhe und bin dankbar dafür.
Nur deine eigene Einstellung macht dir das Leben schwer, dein Alltag klingt jetzt wirklich machbar und sollte dich nicht so stressen.

Nein, ich brauche nicht unbedingt jemanden zum Anlehnen und ich bin gerne alleine. Eher jemanden, der mich ab und an im Alltag unterstützt - ich muss auch beruflich in Zukunft eher mehr leisten als weniger. Aber ich merke, dass die Kinder dadurch, dass ich so viel weg bin beruflich bedingt und zusätzlich wenn ich komme einfach ausgepowert bin, nicht gerade so aufwachsen, wie ich es mir wünschen würde. Da wäre eine helfende Mutter und ein unterstützendes Umfeld durchaus hilfreich. Ich habe schon zig Babysitter/Nannies durch, aber die bespaßen zwar meine Kinder, aber kümmern sich weder um Schule noch um Hobbies und aufräumen seint für sie auch ein Fremdwort, egal wie teuer sie sind.
Ich habe zu wenig Zeit, mich mit Schule, Hobbies der Kinder oder gar ihren Freunden auseinanderzusetzen, keine Zeit, mich darum zu kümmern, sie entsprechend etwas in Sport und Musik zu fördern, obwohl sie das beide wünschen. Früher dachte ich, wenn Kinder größer sind, wird es einfacher, aber ich will nicht, dass sie mit dem Babysitter 4 Stunden nur ferngucken und vor dem Ipad sitzen und spielen. Genau DAS passiert aber trotz genauer Ansagen meinerseits.Babysitter sind wirklich furchtbar. Ich habe 10 durch. Wohnung abends immer im Chaos, Kinder dreckig, TV läuft, ipads auf Hochtouren.
Es ist nicht nur meine eigene Einstellung - mein Exmann macht mir das Leben schwer und dadurch, dass ich abends immer die Kinder habe, kann ich auch meine eigenen sozialen Kontakte nicht pflegen. Nicht alle Freunde wollen abends zu mir und ich will abends auch mal raus - Sport machen, essen gehen...geht aber nicht.
Übrigens ist es eine Kleinstadt mit durchaus infrastruktureller Anbindung. Aber es wäre trotzdem mehr Landleben als jetzt und die Menschen sind schon anders...
 
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