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  • #1

Umgang mit Erfahrungen!

Werden Männer durch schlechte Erfahrungen eher kalkuliert, misstraurig, verlieren Vertrauen in Frauen, gehen lieber oberflächliche Beziehungen mit junger Frauen ein als richtige mit Frauen auf deren Augehöhe? Und die Frauen?
 
  • #2
Natürlich verliert man das vertrauen, aber warum soll eine jüngere frau nicht auf augenhöhe sein? Was sagt alter über intelligenz, menschlichkeit u. ehrlichkeit aus?
 
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  • #3
Glücklicherweise gibt es Männer, die trotz sehr schlechten Erfahrungen, sich auch wieder auf eine "richtige" Partnerschaft mit Vertrauen, Ehrlichkeit und gegenseitigem Respekt einlassen (können + wollen). Jedoch muss die Partnerin hier natürlich auch Geduld mitbringen - blauäugig geht sicherlich keiner mehr dran - sonst bleibt es oberflächlich! Und das ist aus meiner Sicht altersunabhängig.

Wer in der Lage ist, aus seinen Erfahrungen zu lernen, der geht eine neue Partnerschaft möglicherweise etwas zurückhaltender an. Daraus kann sich dann aber eine sehr vertrauensvolle und intensive Partnerschaft entwickeln, die genau von diesen Erfahrungen profitiert. Das ist natürlich der Idealfall und evtl. nicht so oft anzutreffen. Denn dass ein Mensch an sich selbst hart arbeitet, seine Fehler erkennt und akzeptiert sowie Lösungen findet, setzt eine Selbstreflexion und das Wollen voraus.
 
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  • #4
@#1: Alles korrekt, Lebenerfahrung fehlt aber! Jede Lebensphase bringt ihre eigene Erfahrungen mit und wenn die Frau eben 10-15 Jahre jünger ist, hat sie nun mal einige Erfahrungen noch nicht => Nicht gleiche Augenhöhe!
 
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  • #5
siri
ich denke nicht, daß schlechte Erfahrungen etc. Männer dazu bringen, sich Richtung jüngere Frau zu orientieren, schließlich kann eine jüngere ebenso nerven oder enttäuschen, wie eine ältere.

Vielleicht scheint es Männern leichter erträglich, wenn die Optik stimmt und wenigstens das Ego etwas aufgemöbelt wird?
 
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  • #6
Die Optik stimmt auch oft bei den anderen, aber sie wissen, was Tiefe in einer Beziehung ist und merken es, wenn der Mann nicht viel von sich Preis gibt um sich (nach seiner Meinung) zu schützen.
 
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  • #7
Junge Frauen können sehr ansstrengend sein. Außerdem kennen ich einige junge Frauen, die wesentlich gebildeter sind als ältere Frauen. Alter ist keine Qualifikation.
W, 39 Jahre jung :)
 
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  • #8
Die Frage hat mich erwischt wie eben der Wolkenbruch...
habe in meinem Leben schon so viel erlebt, von dem ich nie dachte, daß ich es irgendwann erleben muß...wie in schlechten Filmen, fast wie bei Rosamunde Pilcher, wobei die sich, scheint´s, an solchen Dingen noch aufgeilt.
Schleichend oder von heute auf gleich...war ich nicht mehr interessant, und das von Frauen, die nächtelang an meiner Brust lagen und geheult haben, wie sie enttäuscht wurden, wie gemein und rücksichtslos alle sind, Männer, Freunde, Menschen überhaupt..jedes Mal dachte ich, jetzt ist sie endlich da, die kann eine harmonische Beziehung schätzten, die weiß jetzt, um was es geht...bis ich, nach mehr oder weniger kurzer Zeit darauf gekommen bin, daß die nur in den Spiegel schauten, daß sie genau das machten und taten, was sie anderen vorwarfen.
Bequem, labil, beziehungsunfähig, feige und verlogen, Jammerer, die Schuld hatten bloß immer die anderen.
Dich im Krankenhaus nach einem schweren Unfall telefonisch verlassen - super Sache, gerade da brauchst Du nämlich jemanden.
Und wieder kommen, wenn feststeht, daß keine Folgeschäden bestehen...und beleidigt sein, wenn man dann nicht mehr will..
Ich habe immer gesagt, sch...drauf, Schätzchen, jetzt bin ich da, vergiß´Deine Vergangenheit, ab jetzt geht´s los.
"Du bist der, den ich mir immer gewünscht hab´....Du bist der, der aus der Sonne kam....Wo warst Du die ganzen Jahre....ich liebe dich, ich liebe dich, ich liebe Dich..so war noch keiner zu mir...."
Ich habe niemals jemandem was vorgemacht, ich war vom ersten Tag so, wie ich war...und konnte mir dann sagen lassen, ich wäre langweilig, weil ich nicht mit irgendeinem arbeitsscheuen und schmarotzendem Gesocks den ganzen Tag rauchen, Prosecco saufen und ständig selbstgemachte Probleme wälzen wollte, weil ich gerne Radtouren im Sommer gemacht hätte, in die Therme oder in ein verlängertes Wochenende mit Wellnesshotel oder für einen Kurztripp nach Italien fahren wollte, lange Spazieränge oder Home & Garden-Ausstellungen...alles, was mal geil gefunden wurde, war auf einmal spießig oder öde.
Ich habe akzeptiert, wenn jemand den ganzen Tag schlief, ich konnte mich mit mir selbst beschäftigen, ich habe akzeptiert, wenn ich gerade losfahren wollte, um sie 60 Kilometer später zu sehen, was sich so gestaltete, daß ich zehnmal gefahren bin und sie einmal, weil ich wußte, sie hat Studiumsstreß, daß sie mir kurz vor der Abfahrt mittteilte, sie mache lieber was mit Freundinnen...gut, habe ich halt was zuhause oder mit meinen Freunden gemacht....das verstehe ich unter Freiheit lassen und flexibel sein
Ich habe auch jedes Mal dazugelernt, habe oft geschwiegen, weil ich mir dachte, gibt viel Schlimmeres jeden Tag, mußt Dich wegen so einem Kinderkram nicht streiten, und irgendwann habe ich dann auch mal, metaphorisch gesehen, auf den Tisch gehauen und klar gestellt, daß das so nicht läuft.
Habe nicht mehr alle Kastanien aus dem Feuer geholt, sondern jemandem seine selbstgemachten Fehler selbst bereinigen lassen...nur, zugeschlagen als Problemlösung, das habe ich noch nie...dafür die Typen nach mir...hat offenbar gut getan, weil bei sowas bleibt man dann.
Eigentlich doch alles gesund, oder?
Nur... wenn jemand nicht will und krankhaft egoistisch ist, dann kannst Du tun, was du willst, und das Schlimme ist, Du merkst es oft sehr spät...und da draußen laufen viele Psychopathen ´rum, jeden Tag werde es mehr.
Kannst Dich nur oben bedanken, wenn Du keine Kinder mit so jemandem hast, da fängt dann die Fertigmache erst richtig an, finanziell und indem man Dich ohne Rücksicht auf die Kinder erpresst und die auch nur benutzt. ...wie halt immer in so einem armseligen Leben.
Und die Guten treffen sich so selten und dann gefallen sie sich oft nicht einmal...
Habe also wirklich alles an Repertoire gezogen...richtig streiten, nicht zuviel und nicht zuwenig über Probleme reden, dem anderen begreifbar machen, warum man ein Problem mit etwas hat - und das Schönste: Mit einer geistig gesunden Frau hätte man gar nicht darüber reden müssen, weil bei der kein besoffener Ex auf der Couch pennt, der sie zwei Jahre vorher über die Klinge springen ließ.
Ich glaube gar nichts mehr...
Genug davon, hätte Platz für einen ganzen Roman.
Aber klar, so locker wie mit 18 bin ich heute mit 40 nicht mehr...Dinge prägen, die Negativdatenbank wird ständig aktualisiert.
Heute bin ich, spirituell interessiert und belesen, immer bemüht, an mir zu arbeiten, aber zwei, drei Dinge, die gesagt oder getan werden, und die nicht mehr diskutabel sind - aus, Maus, und zwar unwiderruflich.
Auch im Bekanntenkreis.
Und jüngere Frauen?
Habe ich auch kennengelernt, und mit jünger meine ich Ende zwanzig...da kommt dann die Panik dazu, daß Du wieder abgeschossen wirst, nachdem es eine Zeit lang schön war, obwohl mir der Verstand und auch die Erfahrung sagt, daß das mit dem Alter nichts zu tun hat...eine 19jährige kann reifer und stärker sein als eine 80jährige, aber halt die Datenbank...und so machst Du Dir dann oft selber was kaputt, weil du dich nicht mehr so öffnen und integrieren willst, wie es eine Beziehung braucht.
Und man wird imer gepolter....geht man Schwimmen und ich sehe an ihr Tattoo oder Piercing, .-..das war´s...ist auch Käse, ich weiß, aber mit diesen Dingen assoziiere ich nur noch labile Egoistinnen, egal, wie sie das Ganze schönreden wollen..wobei auch die nichtgepiercten unter meinen Exen keine Garantie für starke Mädels waren.
Kenne einen, ca. 55 Jahre alt, hat seine Frau mit zwei Kindern stehen lassen, als er 35 war, wegen einer 22jährigen.
Nach acht Jahren hat sie ihm den Laufpaß gegeben, als es ihm finanziell schlecht ging, nachdem sie ihn vorher schon betrogen hat, und er ihr, weil sie studierte, auch noch die Bahnfahrkarten zu ihren "Freundinnen" zahlte.
Der würde sie heute noch nehmen, aber sie hat einen Jüngeren mit Superjob...also, der träumt von rosaroten Weißwürsten, aber: Ist nicht attraktiv, hat wirklich gar nix außer Hartz 4 und in 10 Jahren Mindestrente, aber dem ist eine 30jährige noch zu alt...der sucht mit Sicherheit eine, die was mit den Augen hat, weil sie sich mit ihm einläßt, ihn versorgt und genauso unsicher ist wie er selber.
Lauter Kranke..
Aber nochmal zu Deiner Frage: Es ist soviel Arbeit an sich selber, immer wieder zu vertrauen und mit der eigenen Angst klar zu kommen, weil man mittlerweile gar nichts mehr glaubt und langsam so komisch wird.
So komisch, daß man dem Alleinsein mittlerweile viel abgewinnt und eher in einer Beziehung ganz andere Schwierigkeiten produziert, und das hätte man vor 5 Jahren noch gar nicht fassen können, wenn einm das einer gesagt hätte oder ein Älterer es sogar gesagt hat.
Und wenn ich mir einen Freund ansehe, seit 20 Jahren liiert und verheiratet, Kind und Kegel und Haus..die haben ganz andere Probleme, auch in einer guten Beziehung...die äugen gerne mal beim Fortgehen, weil sie denken, Du führst ein fürstliches Leben mit Deiner "Freiheit"...obwohl sie ganz dunkel ahnen, wie schwer es für sie wäre, beziehungsmäßig nochmal bei null anzufangen.
Das hat man dann in diesen ganzen Enttäuschungen gelernt - Treue, Beständigkeit, aus Mücken keine Elefanten zu machen, sich und dem anderen akzetable Freiheiten zu lassen, Ehrlichkeit, Zweisamkeit und Gemeinsamkeit, Nähe und doch Distanz, Stärke usw., wenn sie dann irgendwann da ist...und hoffen, daß sie dann versteht und damit umgehen kann, wenn Du dann ab und an zusammenbrichst und Dich zurückziehst, weil alle Deine Ängste in Deinem Kopf Party feiern und Du Schönes gar nicht mehr genießen kannst, weil Dir die Erfahrung sagt, "Vorsicht, vorsicht, so war das damals bei der auch...warst glücklich und hast sofort die Klatsche drüberbekommen,,,"
Ja, ich hätte diejenige welche gerne, noch immer, und ich hoffe, sie gibt es da draußen, am liebsten noch vor Weihnachten, das ich wahrscheinlich das fünfte Jahr mit mir selber feiern werde...denn dazu kommt noch die gewisse Kennenlernmüdigkeit, die dich schon im Vorfeld abblasen läßt, weil man einfach keinen Bock mehr auf die ganzen Scharmützel hat...und das Alter ist egal, nur das Herz und der Kopf zählen, sofern sie richtig gepolt sind..
ansonsten ab in den Wald - mit Hund, Katze und altem Bauernhaus...die tun Dir alle nicht weh...
Und ja, es wird immer schwerer, zuzulassen und zu vertrauen...auch hier bei EP, weil auch hier wie draußen die Psychos mit dabei sind - zum Beweis sei auf so manche threads verwiesen...
Love hurts
 
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  • #9
@#7: Ich würde Dich gerne kennenlernen: 7E22A110
 
  • #10
Ich glaube schon, dass man durch schlechte Erfahrungen irgendwann innerlich aufgeben kann. Wir haben hier ja einige ältere Personen dabei, die vons ich schreiben, dass nach dem Scheitern ihrer langjährigen Ehe sie wohl nie wieder so eine Nähe zulassen werden können und auch lieber alleine wohnen bleiben, mit mehr Freiheit und Unabhängigkeit. Für mich klingt das zwar folgerichtig und verständlich, aber andererseits auch furchtbar traurig und verbittert. Partnerschaft auf getrennten Wegen und Betten ist für mich gar keine, die den Namen verdient.
 
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  • #11
@6: Habe mir Deine Chiffre notiert, und du weißt, daß ich´s mitgekriegt habe.
Nicht falsch verstehen - bin jetzt erstmal down, weil das alles wieder hochkam und der Blutdruck ist bei 200... ich vergess´es nicht, ja?
#7
 
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  • #12
@9, Frederika: Das ist ja auch der Teufelskreis, daß es so auch nicht geht...ohne immer wieder Vertrauen zu haben, wird nichts klappen, weil die Angst immer wieder ihre Bestätigung anzieht, wenn sie omnipräsent ist.
Graf Dracula
 
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  • #13
@9: Du verwechselt da etwas! Das Scheitern einer Ehe ist die eine Erfahrung. Daraus zu lernen ist die nächste Erfahrung. In der nächsten Beziehung etwas zu ändern, das ist dann die Konsequenz. Und sie kann aus unterschiedlichen Gründen eben so aussehen, dass die Partner nicht zusammen wohnen möchten. Und trotzdem, auch wenn du es immer und immer wieder hier schlecht machst, hieraus entsteht dann u.U. eine innige Partnerschaft, die ebenso so vertraut und intensiv ist, wie andere Partnerschaften auch. Das hat rein garnichts mit absolut gewollter Unabhängigkeit zu tun - dann suche ich mir einen ONS nach dem anderen. Das ist auch keinesfalls verbittert, nein - denn wir sind in der Lage offen und ehrlich mit uns, unseren Wünschen und unseren Gefühlen um zu gehen und anders sein zu akzeptieren. Wir fordern keine Besitz am Partner und wir haben mehr Vertrauen, als es andere vielleicht in ihren Partner haben - denn wir lassen den anderen los - und er/sie kommt aus Liebe zu uns! Nicht aus Pflichtgefühl und weil eine Whg oder Ehe besteht! Du denkst nur dein Begriff und dein Weltbild einer Partnerschaft ist das einzig Wahre und Richtige! Schade und traurig zugleich, denn auch mal über den Tellerrand hinaus zu schauen, ist weise und weitsichtig, zukunftsorientiert und tolerant. Und genau das sind die Attribute, die diese Erfahrungen aus langjährigen Partnerschaften ausmachen - wir haben unser Leben so bestimmt zu leben - und bestimmen nun einen weiteren, vielleicht auch neuen Weg einzuschlagen! Gerade weil der alte Weg aus unserer gewonnenen Erkenntnis heraus, für UNS nicht der Richtige war! Wir sind bereit zu lernen und neugierig auf Neues, um es auszuprobieren! Das ist Leben! Und dann machen Erfahrungen auch Spaß!
 
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  • #14
@7: Ich mag dich. Und ich glaub mir geht's auch so wie dir. Nur dass ich eine Frau bin, aber es ist die gleiche Geschichte - einfach kein Vertrauen mehr. Kopf hoch, kann ich da nur sagen. Ich bin zwar hier bei EP, weil ich im innersten immer noch hoffe, vielleicht treff ich ihn eines tages... Aber tatsächlich arbeite ich einfach daran, auch alleine glücklich zu sein. Dann wird man nicht mehr verletzt. Es gibt einfach zu viele Psychos da draußen...
 
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  • #15
Viele Menschen warten und hoffen vergebens Jahr um Jahr auf den Traumpartner, um diesen dann zu lieben usw. Denken sie. Doch sollte er, wenn überhaupt irgendwann vor einem stehen, hat man verlernt zu lieben und kann sein Herz nicht mehr öffnen.

mehr unter: "Raus aus den alten Schuhen" von Robert Betz
 
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  • #16
@7: sehr bewegende und sympathische schilderung. mir geht es ähnlich, wenn auch meine erfahrungen mit frauen nicht ganz so extrem waren.

dir alles gute und kopf hoch! für normale, von beziehungen nicht immer verwöhnte männer wie uns wird die richtige frau noch kommen - meistens dann, wenn man nicht mit ihr rechnet.

m35
 
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  • #17
siri
#15
....außer wenn ihr sie überhaupt nicht seht, weil ihr mal wieder dabei seit,total blind hinter einer unpassenden herzurennen ;-)
 
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  • #18
@16, Siri: Na, Siri, dann erläutere uns Männern doch mal, warum wir das umhängende Schild "Ich bin eine Chaostante" nicht sehen...
vielleicht gibt´s ja auch die Lex Siri, nach welcher man sofort die Kriterien für eine Chaostante erkennt?
Laß hören....
 
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  • #19
zico,m
#6 ...wir Männer lieben ja die anstrengenden(nicht herrschsüchtige) Frauen,wenn sie noch dazu jung sind um so mehr;-).
Wer fit ist im mittleren Alter,kann auch mit den jungen "Dingern" männlich oder weiblich eine gute Partie landen----"Buchleser" sind da wohl nicht die Zielgruppe.
Frauen und Augenhöhe-wenn sie aufschauen sollst du oben sein,wenn sie herab schauen bleib unten-alles totaler Quatsch----ergänzen muß man sich und dazu gehört nun mal Vertrauen-sonst keine glückliche Beziehung.....auch wenn alles neu ist!
 
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