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Gast

  • #1

Umfeld bemitleidet mich ständig, trotz gewolltem Single-Dasein..

Ich (w,26) bin seit nun knapp einem Jahr nach einer langjährigen Beziehung Single! Und ich bin es gerne - endlich kann ich mich wieder der Erfüllung meiner zahlreichen Lebensträume und Ziele widmen ohne auf die Lebensgestaltung von jemand anderem Rücksicht nehmen zu müssen!
Enorm stört mich allerdings seit Monaten, dass fast mein gesamtes Umfeld, insbesondere meine Eltern und näheren Verwandten, regelrecht Mitleid mit mir haben und scheinbar denken, dass ich "Keinen abbekomme"! Manche Menschen können scheinbar nicht verstehen, dass es nicht das Lebensziel schlechthin von jedem Menschen ist, in einer Partnerschaft zu leben!
Ich bin recht attraktiv und hatte schon immer eine besondere Anziehung auf das andere Geschlecht, Männer, die sich in diesem Jahr als Single eine Beziehung mit mir gewünscht hätten gab es zur genüge, aber ich fühle mich einfach momentan nicht bereit für eine feste Bindung!
Mich nervt diese Denkweise meines Umfeldes immer mehr, mir graut es mittlerweile vor Treffen mit der Verwandtschaft und den ständigen Nachfragen über meinen Beziehungsstatus. Dass ich seit Monaten eine Affäre habe, möchte ich natürlich nicht jedem auf die Nase binden, ich will es nicht auch noch erklären und mich dafür rechtfertigen müssen!
Hat jemand im Forum ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie reagiert ihr auf soetwas?
Ich freue mich über jede Meinung und jeden Ratschlag!
 
  • #2
Ich habe jedem Menschen, der mich mit solchen Fragen genervt hat, meine schlechten Eigenschaften aufgezählt: dominant, kratzbürstig, überaus eigenwillig, Haare auf den Zähnen etc, zudem noch die Verrücktheiten meiner Kinder, die bestimmt kein Mann ertragen könnte (ok, das Argument fehlt bei Dir- kann vielleicht durch sehr schlimme Hobbys ersetzt werden).

Nimm es mit Humor, bei mir haben irgendwann alle gelacht und das Thema war erledigt.
 
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Gast

  • #3
Ja, allerdings kenne ich das aus meiner 8 Jahre andauernden Singlezeit. Ich kam gerade aus einer langjährigen Beziehung und wollte mich mal so richtig ausleben. Hinzukam, dass ich gerade mit dem Studium fertig war und am Anfang meiner Karriere stand. Da hätte die Rücksichtnahme auf eine feste Partnerin mich nur behindert. Meine Familie hat dann sogar dates mit aus deren Sicht passenden Frauen organisiert, ich wurde gefragt, ob ich schwul geworden sei etc. Von meinen zahlreichen Affairen in dieser Zeit habe ich nie jemandem etwas erzählt, weil sie ohne jede Bedeutung waren und kaum je länger als ein paar Nächte angedauert haben. Nach diesen 8 Jahren habe ich dann meine Traumfrau (die anfänglich auch nur eine Bettgeschichte war) gefunden und geheiratet, weil ich jetzt für etwas Festes bereit war und meine Frau auch keine Angst mehr haben muss, dass ich ständig mit dem unguten Gefühl beschäftigt bin, auch nur irgendetwas verpasst zu haben.
 
  • #4
Du scheinst dich in einem ziemlich konservativen Umfeld zu bewegen (mir fällt da gleich ein: bayerisches oder pfälzisches Dorf, katholisch, alle mit Anfang zwanzig schon verheiratet und Kinder,...). Ich habe immer in Großstädten gelebt und dort ist es völlig normal, mit Mitte/Ende 20 Single zu sein, auch mal mehrere Jahre lang. Dein Problem ist mir daher ziemlich unbekannt - manchmal bemitleide ich mich ein wenig selbst, dass ich Single bin, aber mich bemitleidet meines Wissens nach keiner.
 
  • #5
Las'se reden und lebe, wie du es für richtig hältst ;)
 
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Gast

  • #6
Ich kenne das. Ich bekam in meiner Singlezeit einiges zu hören, wie z.B. "Ist doch schön, dass du nun einen Hund hast, dann bist du nicht so allein". Das war von einer älteren Dame und keineswegs böse gemeint, aber so verloren ohne Freunde und Sinn im Leben war ich dann doch nicht.

Ansonsten denke ich, dass Leute in einer Beziehung das irgendwie brauchen, um sich dadurch (vielleicht unbewusst) besser zu fühlen. Dass ihre Beziehung auch nicht gerade das große Glück ist, interessiert in diesem Fall ja nicht.
 
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Gast

  • #7
Hat jemand im Forum ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie reagiert ihr auf soetwas?
Ich freue mich über jede Meinung und jeden Ratschlag!
Mir ist es auch schon passiert, da ich lang Single bin. Ich war mal 1 1/2Jahre in London (da haben die zu Hause natürlich nicht wirklich was mitbekommen), dann war ich durch das Studium auch mal da mal dort. Ich habe denen immer gesagt, dass mich noch keiner so umgehauen hat, dass ich liegengeblieben wäre (d.h. nicht weitergezogen).

Inzwischen sage ich, dass ich einfach mal Egoistin bin und keine Lust dazu habe mein Leben großartig zu teilen. Wenn es soweit ist, werdet ihr ihn schon kennenlernen. Ansonsten lasst es bleiben mich ständig danach zu fragen. Ich frag auch nicht nach eurem Liebesleben.

Das ist zwar etwas hart, aber da gibt's ja auch den Witz für die ewige Brautjungfer, die immer den Satz hört "Du bist die nächste". Diese junge Dame hat den Spieß umgedreht und den Satz dann immer bei Beerdigungen gesagt. Makaber aber die Message dahinter ist klar: dich geht das einfach nix an!
 
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Gast

  • #8
Ich bin nochmal Gast #6. Ich habe vorher etwas vergessen dazu zu schreiben.

Falls du über soziale Netzwerke mit den Leuten befreundet bist. Poste ein Bild wo oben steht "100% glücklich vergeben an mein Single Leben" Google das mal. Kanns hier leider nicht dranhängen. Wer diese Aussage nicht versteht.... naja.. der wills nicht.