• #1

Übertreibe ich ? - Freundin sorgt nicht genügend für Sohn

Hallo,

einige von Euch wissen ja, dass ich in hohem Alter nochmal Vater geworden bin. Im Gegensatz, zu dem was Parallelthread "Social Freezing" geschrieben wurde, schaff ich das locker und bin auch fit genug dafür. Gleichwohl bin ich kein Verfechter davon jenseits der 40 nochmal Kinder zu bekommen. Zudem haben wir einen großen Altersunterschied. Ich war gerade aufgrund dessen gegen diese Beziehung. Sie wollte es aber trotz meiner Bedenken versuchen. Es gibt wie in fast jeder Beziehung gute und auch schlechte Tage. Aber im Grunde läuft es doch gut.
Ich 48 / Freundin 35, Kind 1,5
Nun zur eigentlichen Frage - dazu nenne ich ein paar Beispiele:
1. Sie setzte ihn im Sommer in der Mittagszeit ins Auto, alle Scheiben waren geschlossen, machte die Tür zu um noch was zu holen - max. 2/3 Minuten. >>Ich finde das Auto heizt sich bereits in so kurzer Zeit zu stark auf (wir wohnen am Land, sehr wenig Verkehr - die Fenster aufzulassen wäre kein Problem)
2. Sie ließ ihn im Flur (inkl. Treppe) laufen und ging dabei selbst schnell auf Toilette. >> Ich finde das Risiko ist viel zu groß, dass in der kurzen Zeit etwas passiert
3. Sie schrie ihn als wenige Monate altes Baby nachts extrem an, weil sie genervt war. >> Kein Risiko - aber ich finde das geht trotzdem nicht
4. Sie ging jetzt nachts mehrfach auf Toilette, während er in seinem Bett lag und heftig weinte (ich bekam es immer erst mit, als sie zurückkam). >> Auch kein Risiko, aber mich zu wecken, um ihn zu beruhigen wäre ein leichtes Unterfangen.

Wie seht Ihr das?

M 48
 
  • #2
Es klingt so als waere Deine Freundin überfordert und ueberlastet.

Was trägst Du als Vater bei?
Stehst Du nachts auf? Pflegst Du das Kind in Krankheit und gehst mit zum Arzt? Kochst Du? Kaufst Du ein? Putzt Du und machst Wäsche?

Solltest Du all das mit ja beantworten können, DANN darfst Du ihre Qualität als Mutter bewerten. Und mit ihr in einer ruhigen Minute besprechen.

Solltest Du auf ein oder mehr Fragen mit nein antworten, so mach Dich auf die Socken und nimm Deine Vater!!!Pflicht wahr ( 50% mindestens)..damit Deine Freundin sich von der Überlastung erholen kann (und bitte schreib nicht, Du würdest ja arbeiten gehen. Geld verdienen tun wir alle, auch Frauen. Das ist selbstverständlich.)

OT: warum soll sie Dich wecken wenn das Baby schreit? Kriegst Du das nicht selbst mit? Klingt so als müsse sie sich um 2 Babys kümmern? Muss sie Dir auch sagen dass der Kühlschrank leer ist oder die Schmutzwaesche voll? Werde erwachsen! ist mein Tip..
 
  • #4
Hmm, also ich bin gegen Helikoptermuttertum, aber was du da beschreibst geht wirklich alles gar nicht, weil es gefährlich oder schädlich für das Kind ist.

Teils fehlt ihr offenbar der Weitblick für die Gefahren und sie fühlt sich andererseits überfordert.

Biete ihr doch vorwurfsfrei deine Hilfe fürs nächtliche Kümmern an.

Wie sieht es mit Kontakten zu anderen Müttern aus? Vielleicht würde ihr das auch helfen, ganz beiläufig durch andere einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Kind zu lernen.
 
  • #5
Hi Cho Oyu,
ich möchte Dir meine Sicht auf die Dinge darlegen:
1) Beim Auto finde ich nicht, dass sie das Kind gefährdet hat. 2,3 Minuten, auch in der Mittagszeit, sind tolerabel.
2) Wenn die Treppe bei Euch im Haus ungesichert ist, dann fass Dir jetzt bitte auch an die eigene Nase. Mach ein Treppengitter hin, sorge für sonstige Sicherheitsvorkehrungen (abgerundete Ecken, nichts, was umfallen könnte, Herdschutz, Steckdosenschutz etc.)
3) Natürlich geht das Schreien nicht. Aber Du wärst jetzt gefragt, diese Reaktion Deiner Freundin als Ausdruck größter Frustration und Hilflosigkeit zu deuten und ihr zu helfen, wieder mehr zu sich zu kommen. Wenn Du jetzt weiterhin auf sie "einschlägst", dann bist Du bald Zahlpapa. Hilf ihr, mit dem Stress umzugehen. Gib ihr Magnesium, B-Vitamine... es hilft bei geraspelten Nerven. Und sie hat gerade geraspelte Nerven, weil sie vermutlich noch nie dergestaltige Verantwortung bei gleichzeitigem Verlust der Freiheit hatte.
4) Kann es sein, dass das Kind erst anfing zu schreien, als sie schon auf der Toilette war? Es gibt ja viele Kinder, die das sofort unbewusst im Schlaf merken, wenn ein Erwachsener den Raum verlässt und dann aufwachen? In dem Fall ist ihr kein Vorwurf zu machen (Vorwürfe bringen eh nichts), da könnt ihr nur in Zukunft gegensteuern, indem sie Dich sofort weckt, bevor sie den Raum verlässt. Und warum wachst Du da nicht früher auf? Manche Leute, ich zum Beispiel auch, haben das, was man einen "Katzenschlaf" nennt. Man bekommt alles mit, weil man sich für alles verantwortlich fühlt. Mit einem Baby kann man so nie gut schlafen. Bitte berücksichtige das und frage Dich, warum Du so tief schlafen kannst. Meiner Meinung nach ist das ein Zeichen dafür, dass Du Dich voll auf sie verlässt und nicht so unter dem Verantwortungsstress stehst (um sie dann wiederum für stressbedingte Reaktionen verantwortlich zu machen).

Also...Deine Freundin kann nicht einmal alleine aufs Klo gehen, steht unter Stress, woran Du auch einen Anteil hast. Vielleicht ist sie auch nicht wirtschaftlich und emotional durch Dich abgesichert. Und bitte, rutsch jetzt nicht in Deine frühere Gesinnung zurück (Du bist laut eigener Aussage ja ein genesener Narzisst): Du bist kein Opfer der Umstände (Du sagtest, Du seiest entgegen Deiner Bedenken diese Beziehung eingegangen), sondern Du bist ebenso verantwortlich wie sie. In jedem Sinne.
Daher: Wenn Du ihr nicht hilfst, mit dem Stress klarzukommen und weiter auf ihr rumhackst, dann sehe ich schwarz für Euch. Bitte kehre in den Wir-Modus zurück. Zur Zeit bist Du im Ich-Modus.
Herzliche Grüße, w 37
 
  • #6
Ausgenommen bei Pkt. 1 (mehr als fragwürdig), frage ich eher nach Deiner Rolle. Ist Kindererziehung nicht als Balanceakt beider zugunsten des Schutzbedürftigen zu verstehen? Deine Schilderungen erinnern mich eher an Versuchsstudien während der Unizeit. Beobachten, notieren, anmerken. Von eigener Verantwortung lese ich wenig, sorry.

2. Sie ließ ihn im Flur (inkl. Treppe) laufen und ging dabei selbst schnell auf Toilette.
Warum nimmst Du Dich nicht an?

3. Sie schrie ihn als wenige Monate altes Baby nachts extrem an, weil sie genervt war.
Warum greifst Du nicht ein, nimmst sie aus der Situation heraus, bittest sie durchzuatmen.

4. Sie ging jetzt nachts mehrfach auf Toilette, während er in seinem Bett lag und heftig weinte (ich bekam es immer erst mit, als sie zurückkam).
Warum wachst Du schlicht nicht auf? Soll heißen, warum konditionierst Du Dich nicht darauf?
 
  • #7
Hallo @Cho Oyu

Es hilft weder Dir, Ihr noch dem Kleinen wenn du sie hier als "Rabenmutter" hinstellt.

Sei dahingestellt, ob sie deiner Meinung nach einen stressigen oder ruhigen Alltag hat. Du machst dir Sorgen um euren Sohn und sie ist anscheinend mitunter überfordert. Sie benötigt wohl manchmal mehr Unterstützung.

Ist dir nie in den Sinn gekommen Euch professionelle Unterstützung zu suchen?
Zumindest für die ersten paar Jahre eine Haushaltshilfe oder eine Nanny?

Anhand deiner genannten Beispiele solltest du als Vater auch was besseres zu tun haben als deine Freundin hier anzuprangern und hier rumzutümpeln!
 
  • #9
Ja, Menschen machen Fehler.
Alle Beispiele würde ich unter Fehler einordnen.
Hilf deiner Frau, weniger Fehler zu machen.

Nur zum ersten Punkt noch eine kleine Anmerkung.
Ich finde, auch 2-3 Minuten sind zu lang. Und zwar deswegen, weil sie nicht garantieren konnte, schnell zurück zu sein.
Ich gehe noch nicht mal zum Mülleimer, wenn drinnen etwas auf dem Herd steht, denn es kann sein, dass die Tür zufällt und ich länger nicht rein komme.
Wenn ich als Fremde zu einem Auto käme, das in der Sonne steht, draußen hohe Temperaturen, drinnen ein Kind und die Fenster sind zu, würde ich je nachdem, welchen Eindruck das Kind macht, ein Fenster einschlagen, eins, dessen Splitter das Kind nicht treffen.
Als Grund würde mir schon reichen, wenn das Kind die Augen zu hat, also z.B. schläft.
Ich würde zuerst die Polizei anrufen und ankündigen, dass ich zur Tat schreite, damit ich später nicht wegen Einbruchs dran bin.
Im schlimmsten Fall muss ich den Schaden bezahlen, glaube ich aber nicht.
Ich denke, deine Frau würde richtig krassen Ärger bekommen, nicht ich.
Und wenn doch, würde ich das tragen. Ein Leben geht vor.
Und ich würde nicht warten, ob vielleicht in zwei oder drei Minuten jemand kommt, da kann es zu spät sein.

w 51
 
  • #10
Finde ich alles nicht gut. Ihr kann was passieren, während das Kind im Auto sitzt, das Kind braucht Aufsicht auf der Treppe, Babys anschreien ist das Letzte. Dass sie nun aufs Klo ging, während er weinte, naja. Wenn es schnell ging.

Auch kein Risiko, aber mich zu wecken, um ihn zu beruhigen wäre ein leichtes Unterfangen.
Eben. Also ich würde fragen, warum sie das nicht tut (hast Du ihr das nie gesagt oder reißt sie alles an sich, was mit dem Kind zu tun hat, obwohl sie es nicht bewältigen kann) und ob sie sich überfordert fühlt und wo ich was tun kann.

Du hast nun nur ein paar Beispiele gebracht, aber es sieht für mich so aus, als sei sie nicht in der Rolle der Mutter glücklich.

Ich kenne solch sorgloses Verhalten nur von Vätern, die denken "ach, passiert doch nix" und dann fallen die Kinder von Couchen, von den Knien usw..

Rede mit ihr. Ich denke, sie ist unglücklich damit, dass es in ihrem Leben nur noch ums Kind gehen soll. Aber das sollte man eigentlich vorher wissen. Arbeitet sie, also sieht sie mal was anderes? Arbeitest Du, also ist sie allein mit dem Kind und macht noch ganz andere Sachen als anschreien?

Also auf jeden Fall braucht sie erstmal Entlastung. Das ist eben eine Frau, die mit Muttersein nicht so viel anfangen kann wie andere Frauen. Die Entlastung solltest erstmal Du übernehmen, aber vielleicht kann man auch über Hilfe nachdenken.

Du hast nun nichts geschrieben, wie eure Beziehung sonst so läuft. Ihr wohnt sicher zusammen, seid ihr verheiratet, hatte sie einen guten Job, den sie schnellstmöglich wieder aufnehmen wollen würde, was tust Du als Vater? Vermittelst Du ihr "das bisschen Haushalt ist doch kein Problem"?

Ich kenne ein Paar, da hat die Hausfrau abgemacht, dass sie sich nachts auch nur alle zwei Wochen ums Baby kümmert, weil sie meinte, sie arbeite auch den ganzen Tag zu Hause und hat das Kind 24 Stunden. Also ist der arbeitende Vater jede zweite Woche auch mit Nachtdienst dran gewesen. Erst fand ich das seltsam, weil sie ja nicht arbeitete, aber sie konnte halt auch nie ausschlafen und entspannen, sie hatte die Kindesbetreuung ja den ganzen Tag.
 
  • #11
1. Sie setzte ihn im Sommer in der Mittagszeit ins Auto, alle Scheiben waren geschlossen, machte die Tür zu um noch was zu holen - max. 2/3 Minuten. >>Ich finde das Auto heizt sich bereits in so kurzer Zeit zu stark auf (wir wohnen am Land, sehr wenig Verkehr - die Fenster aufzulassen wäre kein Problem)
In 2-3 Minuten heizt sich ein Auto nicht stark auf. Wobei ich persönlich lieber die Fenster öffne, weil es ja auch sein kann, dass es aus unvorhersehbaren Gründen länger dauert.

2. Sie ließ ihn im Flur (inkl. Treppe) laufen und ging dabei selbst schnell auf Toilette. >> Ich finde das Risiko ist viel zu groß, dass in der kurzen Zeit etwas passiert
Entgegen der Gerüchte, stürzen sich Kleinkinder nicht von Klippen/ Treppen/ oder anderen Erhöhungen.

3. Sie schrie ihn als wenige Monate altes Baby nachts extrem an, weil sie genervt war. >> Kein Risiko - aber ich finde das geht trotzdem nicht
Machen das nicht alle? (Außer denen, die ihre Kinder lieber verprügeln?)

4. Sie ging jetzt nachts mehrfach auf Toilette, während er in seinem Bett lag und heftig weinte (ich bekam es immer erst mit, als sie zurückkam). >> Auch kein Risiko, aber mich zu wecken, um ihn zu beruhigen wäre ein leichtes Unterfangen.
Es ist ein vollkommen vernünftiges Vorgehen, wenn man erst aufs Klo geht und danach eine Tätigkeit beginnt, bei der man keine Pause machen kann. Ein Baby zu beruhigen kann mehrere Stunden dauern und wenn man zwischendurch aufs Klo geht (oder sich was zu trinken holt oder aus anderen Gründen kurz pausiert) muss man wieder von vorne anfangen.


Ich frag mich aber bei all diesen Situationen: Wo warst du? Es ist sehr schwer, sich allein um ein Baby zu kümmern und sie ist, wie die allermeisten Menschen, damit überfordert. Warum kümmerst du dich nicht wenigstens ab und zu auch um dein Kind?
 
  • #12
Ich war gerade aufgrund dessen gegen diese Beziehung. Sie wollte es aber trotz meiner Bedenken versuchen.
Guten Abend,

deine Aussage vermittelt mir das Gefühl, dass es kein wirkliches WIR gibt. Sicher wirst du wissen, dass sich so etwas sehr auf das Kind auswirkt, ebenso auf seine Mutter. Du scheinst nur Zuschauer zu sein, so nach dem Motto, dass du ja eigentlich keine Beziehung wolltest.
Ich denke das Grundübel liegt genau dort. Liebevolle und verantwortungsvolle Vaterschaft stellt sich anders da, ebenso deine Rolle als Mann an ihrer Seite.
 
  • #13
Ich denke, sie ist unglücklich damit, dass es in ihrem Leben nur noch ums Kind gehen soll. Aber das sollte man eigentlich vorher wissen
Natürlich weiss man das.Aber es zu wissen und es zu erleben ist nicht einunddasselbe. Außerdem Kinder sind das einzige, was man nicht rückabwickeln kann. Es hängt auch stark davon ab, in welchem Alter man Kinder bekommt und ob man ehe häuslich oder selbständig veranlagt ist. Eine 35 - jährige gestandene Frau bekommt Krise, wenn ihr Tagesablauf durcheinander gerät oder sie plötzlich komplett von einem Wesen abhängig ist. Männer maulen schon rum und flüchten, wenn frau ein bisschen mehr Nähe will und " klammert" und können schlecht nachvollziehen, wie das ist, wenn man auf die Toilette geht und isst, wann man " darf" und nicht ,wann man will. Auseinandersetzungen gehen sie aus dem Weg, in dem sie Ghosting betreiben und hier muss frau 24/7 ein Wesen aushalten, mit dem frau weder diskutieren noch streiten kann.Dazu kommen von allen Seiten gut gemeinte Ratschläge und man wird mit Argusaugen betrachtet, was man als Mutter alles tut. Natürlich liegen Nerven blank.
Cho Oyu und alle anderen- die berühmte Augenhöhe und Gleichberechtigung scheitert in der Beziehung IMMER. In solchen Situationen muss einer das Ruder reissen und Verantwortung übernehmen. Wenn beide verantwortlich sind- ist keiner von beiden. Da wird ehe begutachtet, was der andere falsch macht, statt mitanzupacken. WIR funktioniert nur, wenn jeder seinen Part übernimmt und nicht beide das gleiche.
 
  • #14
bis #11 kann ich hier antworten. Weitere wurden noch nicht veröffentlicht. Ihr habt mir einige Fragen gestellt. Deshalb fasse ich hier zusammen wo meine Rolle ist. Das hätte ich vorher schreiben sollen, weil einige hier ja schreiben, dass ich vermutlich nichts oder zu wenig mache. Also:


Ich bin bei uns weitestgehend für den Haushalt zuständig, wasche, putze, kaufe ein. Koche zu über 90%. Ich stehe ab und an um 5:00 auf und bereite dann z.B. für die beiden das Frühstück vor.

Ich wickel und wasche ihn genauso wie sie auch (allerdings weniger, weil sie mehr zu Hause ist). Seit April bin ich in Teilzeit tätig.

Auch ich geh mit ihm zum Arzt und bleibe zu Hause, wenn er krank ist und sie arbeiten muss (das sind bei Ihr 10, bei mir 30 Stunden).

Nachts ist meistens sie bei ihm. Aber auch da unterstütze ich. Ab und an werde ich vor Ihr wach, meistens ist es umgekehrt. Und wenn einer von uns beiden halt mal zu tief schläft, ist der andere schnell da.

Sie kümmert sich definitiv mehr um ihn, da sie auch mehr zu Hause ist.

Thema Treppe: wir haben uns gemeinsam entschieden die nicht zu sichern, sondern immer aufzupassen. Und dass er ungesichert rumgelaufen ist, habe ich bemerkt, als ich gerade von der Arbeit nach Hause kam. Ich konnte mich ihm also gar nicht annehmen. Steckdosen sind gesichert. Chemikalien sicher verstaut…


Das alles habe wir besprochen. Sie ist einsichtig und dennoch geschehen solche Dinge immer wieder und ich habe ihr alle Unterstützung angeboten. Aber ab und an nimmt sie zu viel Rücksicht und weckt mich dann z.B. nicht - Ihre Aussage.

Ich bin für mein Kind da, wenn es sein muss 24/7 ohne eine Minute Schlaf. Und auch für sie wenn sie mich als Mann und nicht als Vater braucht.


Du bist laut eigener Aussage ja ein genesener Narzisst): Du bist kein Opfer der Umstände (Du sagtest, Du seiest entgegen Deiner Bedenken diese Beziehung eingegangen), sondern Du bist ebenso verantwortlich wie sie. In jedem Sinne.

Daher: Wenn Du ihr nicht hilfst, mit dem Stress klarzukommen und weiter auf ihr rumhackst, dann sehe ich schwarz für Euch. Bitte kehre in den Wir-Modus zurück. Zur Zeit bist Du im Ich-Modus.

Guter Punkt, den ich aber oben hoffentlich klarstellen konnte. Und genesen bin ich da sicher nicht. Ich habe mich nur öfter im Griff. Als er neulich z.B. alleine durch den Flur lief, habe ich das ruhig angesprochen - früher hätte ich sie kleingemacht.


Insgesamt aber mal wieder schade, dass ohne nachzufragen, einfach Dinge unterstellt werden. Nur weil ich meinen Part nicht beschrieb, wird von einigen behauptet ich täte nichts oder zu wenig.

Und ich will sie hier nicht runtermachen, sondern wollte von Euch wissen, ob ich übertreibe. Offensichtlich tue ich das nicht.


Danke bis hierhin
 
  • #15
1. Sie setzte ihn im Sommer in der Mittagszeit ins Auto,...
Ein für alle Mal, das ist verboten, und zwar aus gutem Grund. Egal für wie lange. Es kann immer etwas dazwischen kommen und dann dauert es doch mal länger, bei "vergessen" angefangen. Man darf kein Kind im Auto einsperren - man darf das nicht mal mit einem Hund(!), da hast eine Anzeige wegen Tierquälerei. Nur richtig so, dass bei einem Kind in einem solchen Fall die Jugendwohlfahrt einschreitet, sobald jemand die Polizei ruft.
Ansonsten möchte auch ich anmerken, dass ihr beide Eltern seid, und du sie unterstützen solltest. Sie scheint mir überfordert.
 
  • #16
Hallo Cho oyu,
du hast vollkommen recht das deine Partnerin offensichtlich sich unzulänglich ums Kind kümmert. Ich hoffe das deine Freundin oder Frau wenigstens deine Warnungen ernst nimmt und es in Zukunft unterlässt solche Fahrlässigen Fehler zu machen.
Wenn du Vollzeit arbeitest ,dann kannst du bei Gott Nachts nicht auch noch aufstehen um sich um das Kind kümmern,außer es ist wirklich etwas ernsthaftes. Das geht nicht ! Du must als Mann gewertschätzt werden das du die Kohle ranschaffst so wie du deine Frau wertschätzt das sie sich ordentlich um Kind und Haus kümmert.
Nur in der Freizeit kümmert man sich dann gemeinsam um alles.
Ein Baby anschreien ist schon mehr als Grenzwürdig. Wenn deine Frau so überfordert ist dann soll sie eine Therapie machen . Dem Kind hilft es nämlich nicht wenn man die Mutter ständig in Schutz nimmt. Das Kind braucht Schutz!
Also rede Tacheles mit deiner Frau und ich persönlich würde auch das vollständige Sorgerecht haben wollen im Notfall.
 
  • #17
Einerseits kann ich deine Bedenken verstehen und hätte in der einen oder anderen Situation vielleicht anders gehandelt als deine Freundin. Aber das sagt sich leicht, wenn man gerade nicht drinsteckt.

Aber: ich weiß auch wie es ist, eine junge Mutter zu sein. Mein Kind musste immer lange in den Schlaf begleitet werden und wenn ich mich zum falschen Zeitpunkt davonstahl (Zähne putzen, Toilette) wachte es wieder auf und weinte. Auch wenn ich in der Dusche war und es in einer Wippe davorsaß ging es oft schon los, bevor ich auch nur die Haare nass gemacht hatte.

Was hätte ich machen sollen? Mit Baby im Arm vors Bett pinkeln? Eingeseift aus der Dusche raus?

Du erinnert mich fatalerweise an meinen Ex, der mich in Stresssituationen völlig hängen ließ und dann mit kritisieren anfing. Für alles Unangenehme war er nicht zu gebrauchen. Beobachtete mich dabei aber dabei argwöhnisch.

Ja, ein Baby sollte man nicht anschreien. Hat mir auch immer weh getan wenn mein Ex das gemacht hat. Aber wenn die Nerven blank liegen kann es eben passieren.

Wieso liegen ihre Nerven blank?
 
  • #18
Lieber Cho Oyu
Deine Schilderung erweckt den Eindruck, als wäre deine Freundin ganz auf sich alleine gestellt und hätte nicht mal Zeit und Unterstützung, um mal eben pinkeln zu gehen oder noch rasch was aus der Wohnung zu holen. Du klingst wie ein externer Auditor, der einen kritischen Blick auf alles wirft. Man fragt sich, warst du dabei oder nicht, was hast du denn gemacht in der Zeit?
Ob deine Freundin sich zu wenig kümmert, kann ich aus diesen Beispielen nicht beurteilen. Klar, waren das nicht allzu kluge Sachen, aber wenn man sich in der verantwortlichen Position gegenüber einem Schwächeren wieder findet, macht man manchmal Fehler. Aus Müdigkeit, Frust, Eile.. Wichtig ist doch die Frage, wie geht ihr als Paar denn mit solchen Situationen, Fehlern um? Lernt man daraus oder hält man sie sich gegenseitig vor? Wächst man daran oder stagniert man auf verhärteten Positionen?
Dass du in ein Forum schreibst, macht mir Sorgen. Es klingt, als wäre die Kommunikation erschwert, was das Kind anbelangt.
 
  • #19
@Nigiri, wir hatten im Sommer wochenlang 38 Grad. Da ist schon eine Minute im Auto eine schreckliche Qual. Ich würde NIE, NIEMALS ein Kind alleine im Auto lassen - das ist absolut fahrlässig.

Natürlich stürzen Kleinkinder von Treppen - was glaubst du denn? Mein Sohn ist als Kleinkind auch von unserer Wendeltreppe gestürzt, seine größere Schwester hatte beim Heraufgehen vergessen das Gatter zu schließen, während ich gerade in der Küche war - der Schock war groß, Gott sei dank ist nichts passiert.

Ich habe niemals meine Babies angeschrien - weil ich sie liebe. Man ist manchmal genervt, dann habe ich sie in den Laufstall gesetzt und bin kurz raus. Babies anschreien und schütteln geht gar nicht.

Bei all dem sollte der Mann die Frau unterstützen und entlasten. Oder kurz das Baby einer lieben Nachbarin in die Hand drücken bevor die Situation eskaliert.

Sei ein guter Vater und kümmere dich genauso um deinen Sohn wie sie.
Aller Anfang ist schwer.
Beim dritten Kind habe ich so vieles besser gemacht als beim ersten.

Meine Kinder durften auch die ersten Jahre immer im Ehebett schlafen - so haben sie sich geborgen und sicher gefühlt an Mamas Seite und mussten nie weinen.

Eine wundervolle Zeit war das, voller Liebe und Zärtlichkeit.
 
  • #20
An all die Supereltern hier im Forum: wer nie irgendwelche Dinge bezüglich der Kinder getan hat, auf das er nicht stolz sein kann, soll sich bei mir melden, ich verleihe einen Orden. Also ich hab keinen daheim. Und wenn ihr so ängstlich seid, sichert halt die Treppe, man kann es sich auch extra schwer machen.
 
  • #21
Insgesamt aber mal wieder schade, dass ohne nachzufragen, einfach Dinge unterstellt werden.
Guten Morgen,

eure Arbeitsteilung liest sich rund, aber was ist mit euch Zweibeiden. Wie seid ihr miteinander? Die Nachlässigkeiten, die du hier ansprichst, habt ihr gemeinsam darüber gesprochen? Wie stellt sich eure Kommunikation denn überhaupt dar? Die Fragen die du hier stellst, beantworten sich von selbst, warum die Unsicherheiten?
Wie ist das ICH bei euch jeweils verteilt? Warum hattest du deine Bedenken derzeit hinten an gestellt?
 
  • #22
Insgesamt aber mal wieder schade, dass ohne nachzufragen, einfach Dinge unterstellt werden. Nur weil ich meinen Part nicht beschrieb, wird von einigen behauptet ich täte nichts oder zu wenig.

Und ich will sie hier nicht runtermachen, sondern wollte von Euch wissen, ob ich übertreibe. Offensichtlich tue ich das nicht.
Also, lieber Cho Oyu, Dir ist dieses Forum doch bestens bekannt. Die Foristen wollen am Anfang immer so viele Infos, wie man nur unterbringen kann.
Die Frage, ob Du übertriebest....ich weiß nicht nicht, ob das Forum und Du da nicht aneinander vorbei geschrieben haben. Ich lese die Beiträge nicht unbedingt so, dass es eine breite Front gäbe, die Dich bestätigte und Dir sagte, dass Du nicht übertrieben hättest. Das, was mir bisher als Essenz hängenblieb, ist, dass es eher darum ginge, dass es da kein Wir gäbe, dass Fehler bei Stress natürlich wären und dass man auf eine gute Weise versuchen sollte, bei ihr den Stress zu reduzieren. Es ist einfach so, dass der Eine mehr Stress verträgt und der Andere weniger.
Natürlich hast Du nun Infos nachgeliefert und denen zufolge hängst Du Dich wirklich rein. Nur dieses Wir lese ich immer noch nicht. Es liest sich eher wie eine technische Hilfeleistung, die mit größerer innerer Distanz einhergeht.
Nun lass mich einen Bogen schlagen: Ich habe noch im Ohr, dass Deine Exfrau an sich für Dich das Maß der Dinge ist, was Gespräche und mentale Nähe angeht. Auch, dass sie eigentlich ein Kind mit Dir wollte, aber dass Du es an eine Bedingung geknüpft hattest (ich meine, es war ein funktionierendes Zusammenleben). Jetzt hast Du ein Kind, aber mit einer Frau, bei der Du von Anfang an Bedenken hattest. Der Weg zu Deiner Ex dürfte damit endgültig zu sein. Deine jetzige Frau wollte vielleicht nicht unbedingt ein Kind, aber Dich. Und vielleicht wusste sie von dem abgeschlagenen Kinderwunsch bei Deiner Ex-Frau. Weißt Du, ich denke nur wild vor mich hin, aber ich glaube, bei Dir und Deiner Freundin ist noch etwas ganz anderes ein Thema. So, wie Du schreibst, versteige ich mich zu der Aussage, dass Du Deine Freundin nicht von der Tiefe Deines Herzens aus liebst. Ich glaube auch, dass es Dir schwerfällt, zu verbergen, dass Du sie für ihre Unvollkommenheit im Umgang mit dem Sohn verachtest. Du reißt Dich nach außen hin am Riemen, aber innerlich brodelt es.
Ich denke, Du solltest Frieden mit Dir machen. Erst dann kannst Du anfangen, die neue Frau zu lieben. Vergib Dir selbst, dass Du bei Deiner Ex-Frau versagt hast (wir alle haben das irgendwo und bei irgendwem) und nimm die neue Frau so an, wie sie ist.
 
  • #23
... einige von Euch wissen ja, dass ich in hohem Alter nochmal Vater geworden bin. Im Gegensatz, zu dem was Parallelthread "Social Freezing" geschrieben wurde, schaff ich das locker und bin auch fit genug dafür.
Hallo Cho Qyu,

wenn du angeblich so fit dafür bist, wieso kümmerst du dich dann nicht entsprechend und redest mit deiner Freundin darüber, statt ihr Verhalten hier zu kritisieren?

Ihr seid doch beide die Eltern, also besprecht, was für euer Kind das Beste ist und wer was wann macht.

Um nur eine Sache zu nennen: Nicht mal einen Hund lässt man im Sommer bei geschlossenen Fenstern im Auto sitzen, erst recht kein Kleinkind, auch nicht max. 2/3 Minuten. Das ist grob fahrlässig und würde von mir sofort angezeigt werden, wenn ich sowas mitbekäme.
 
  • #24
Wenn du Vollzeit arbeitest ,dann kannst du bei Gott Nachts nicht auch noch aufstehen um sich um das Kind kümmern,außer es ist wirklich etwas ernsthaftes. Das geht nicht !
Ja, das geht nicht.
Es muss aber trotzdem.

Auch ich habe 30 Stunden gearbeitet, seit meine Tochter 10 Monate alt war. ( Davor unregelmäßig von zuhause aus )
Dazu kamen ein Fahrtweg von je einer Stunde hin und her, das Bringen und Abholen in der Krippe und das Einkaufen.
Insgesamt also eher etwas mehr als Vollzeit.
Dazu der Haushalt zuhause ( sowie der Schmarotzer, den ich durchfütterte und dessen Dreck ich beseitigte ).
Ja, man kann bei solchem Arbeitspensum nicht auch noch nachts aufstehen. Das geht nicht.
Und man macht es trotzdem.

Meine Mutter hat das Baby ab seiner dritten Lebenswoche einmal pro Woche für 24 Stunden bei sich betreut.
Das hat mir das Leben gerettet.
Ich bin trotzdem fast durchgedreht.
Zum Glück neige ich null zur Gewalt und so habe ich meinem Kind nie etwas angetan, nicht mal angeschrien.
Ich bin anders aggressiv, eher still.
Meine Phantasien gingen immer in die Richtung, dass ich jetzt einfach weggehe und das Kind allein lasse ( ok, der Schmarotzer war ja noch in der Wohnung, aber der wäre nicht aufgestanden, selbst wenn sich sein Kind die Seele aus dem Leib geschrien hätte, was es jede Nacht auf meinem Arm tat ).

Ein kleines Kind zu haben, ist, je nach Neigung und Eignung des Erwachsenen, die härteste Arbeit, die man sich vorstellen kann. Naja, wahrscheinlich trifft das auf jede Arbeit zu, aber die anderen Berufe gibt man dann eben schnell auf und sucht sich was anderes.
@Odile17 beschreibt es ein bisschen.
Ich kann mit kleinen Kindern null. Ich finde die nicht per se süß, nur wenn sie gerade mal süß sind, ich finde die anstrengend und egoistisch.
Ich bin durch die Hölle gegangen.
Bei Frau Cho oyu ist es sicher nicht ganz so extrem, aber vielleicht geht es ein bisschen in diese Richtung.
Und jenseits jeder pseudo-objektiven Betrachtung, wie hart sie das Leben mit dem Kind trifft, kommt es doch darauf an, wie sie es empfindet.
Offenkundig ist sie kein Muttertier.
Wenn der Mann sie liebt, übernimmt er die Arbeit. Und das tut der FS ja weitgehend.

w 51
 
  • #25
Thema Treppe: wir haben uns gemeinsam entschieden die nicht zu sichern, sondern immer aufzupassen.
Warum macht ihr euch das Leben selber schwer? Wenn ihr so besorgt seid, dann macht doch bitte endlich eine Sicherung vor die Treppe. Wieso gängelt ihr euch absichtlich? Kann ich beim aller besten Willen nicht nachvollziehen.
Von den von Dir genannten Beispielen wie sich Deine Freundin verhält einzig den Punkt mit dem verschlossenen Auto in der Hitze extrem bedenklich. Alles anderen Themen scheinen von Dir aufgebauscht, bzw. von euch hausgemacht.
 
  • #26
Es ist ja schon einiges hier geschrieben worden, dem ich grundsätzlich zustimme. Ich möchte mich darauf beschränken, ein paar andere Aspekte einzubringen:

Du warst aufgrund des Altersunterschiedes eher gegen die Beziehung, nur deswegen?? Wie stand es um Deine Gefühle für Deine Freundin? War da überhaupt genug Emotion, Liebe? Und das gleiche jetzt im Präsens: Deine Gefühle für sie!? Du liest Dich von ihr distanziert, nicht wirklich liebend; kann auch eine Art des Schreibens sein, aber der Eindruck entsteht auf jeden Fall bei mir.

Geht es Dir vllt mehr um ein Kind als um die Frau? Wollte Deine Freundin ein Kind? War es geplant? Oder war es eher Dein Wunsch und sie hat "mitgemacht"? Auch, wenn sie eine liebende Mutter ist, muss sie sich dennoch nicht in ihrer Rolle, die sie hat, oder die andere von ihr ganz selbstverständlich erwarten, einfinden und wohlfühlen. Vllt ist das nicht, oder zumindest in dieser Weise nicht ihr Ding? Vllt musste sie einen Teil ihres eigenen Lebensstil aufgeben, der aber mehr zu ihrer Persönlichkeit gehört als alles andere? Ist sie finanziell abgesichert durch Dich? Wie ist Eure Paarbeziehung, was stimmt da vllt ganz grundsätzlich nicht?
 
  • #27
Lieber FS, ich kann dich verstehen. Aber deine Freundin verstehe ich auch. Ihr seid einfach erschöpft und überfordert. Macht euch das Leben doch nicht schwer. Wenn die Treppe ein Stressfaktor ist, dann holt euch doch ein Gitter. Das Problem gelöst. Das habe ich auch genutzt und meine Kinder sind trotzdem alle Angstfrei und freidenkend großgeworden. Bei meinen ersten Kindern wollte ich alles alleine machen, habe keine Hilfe akzeptiert, war Angst gesteuert. Bei meinem dritten Kind, zugegeben notgedrungen, musste ich loslassen lernen, ich habe sehr viel Hilfe akzeptiert, sie auch mal bei der Oma abgegeben, in die Kita gesteckt, habe versucht anderen auch zu vertrauen. Das rate ich euch auch. Versucht alle Hilfe zu akzeptieren, die euch angeboten wird. Viele Kinder aus der Nachbarschaft helfen gerne, auch wenn es nur für eine Stunde ist. Dann könnt Ihr mal euch entspannen und zur Ruhe zu kommen. Diese Zeit bis das Kind in die Schule geht ist natürlich sehr anstrengend aber auch schön. Es geht vorbei und alles wird mit der Zeit besser.
 
  • #28
Thema Treppe: wir haben uns gemeinsam entschieden die nicht zu sichern, sondern immer aufzupassen.
Hat sich ja nun schon als Fehlschluss erwiesen. Ich würde es nicht drauf ankommen lassen und das Ding sichern. Ich denke auch, "ich pass immer auf" ist eine Selbstüberschätzung. Und Deine Frau hat es ja nun schon mit Absicht riskiert, dass sie nicht aufpasst, es war nicht mal ein Versehen.
Also wenn Du das so beibehältst, drück ich Deinem Kind ganz fest die Daumen und wünsche ihm alles Glück, was geht, dass es nicht durch die Leichtsinnigkeit seiner Eltern mal behindert wird.

Ja klar, das sind sie auch. Und zu Recht. Menschenkinder können allein nicht überleben. Also, was sollen sie machen, außer fordern, fordern, fordern, um zu überleben. Leider ist ihnen auch nicht gegeben, für Eltern deutlich zu formulieren, was sie wollen. Bleibt nur Geschrei und die Mutter muss raten oder mit Mutterinstinkt reinfühlen, was drückt. Ich kenne ne Frau, deren Fuß verkrüppelt ist, weil die Mutter das Kind im Kinderwagen schreien ließ und dachte, es sei nichts Wichtiges.
 
  • #29
Hut ab vor diesem Konstruktiven Beitrag! Bist überhaupt ein Elter?

Wie seid ihr miteinander? Die Nachlässigkeiten, die du hier ansprichst, habt ihr gemeinsam darüber gesprochen? Wie stellt sich eure Kommunikation denn überhaupt dar? Die Fragen die du hier stellst, beantworten sich von selbst, warum die Unsicherheiten?
Wie ist das ICH bei euch jeweils verteilt? Warum hattest du deine Bedenken derzeit hinten an gestellt?
Die Nachlässigkeiten haben wir besprochen. Siehe zweiten Post von mir. Ein Wir ohne Kinde gibt es selten. Aber wir versuchen es mit Babysitter immer wieder. Mal zu zweit Essen gehen etc. machen viel draußen mit ihm. Und jeder darf auch alleine. Heute war sie mit einer Freundin in den Bergen und ich hatte ihn den ganzen Tag. Und die Fragen habe ich gestellt, weil sie das zunächst nicht so gesehen haben. Ansonsten reden wir offen über alles. Die Bedenken waren wegen des Altersunterschiedes. Einfach weil ich denke ich bin ein alter Sack mit 75 und sie noch knackig. Aber sie meinte es wäre ihr egal. Kannst du das konkretisieren: "Wie ist das ICH bei euch jeweils verteilt?"

wenn du angeblich so fit dafür bist, wieso kümmerst du dich dann nicht entsprechend und redest mit deiner Freundin darüber, statt ihr Verhalten hier zu kritisieren?
Siehe meinen zweiten post #13

Du reißt Dich nach außen hin am Riemen, aber innerlich brodelt es.
Ich denke, Du solltest Frieden mit Dir machen. Erst dann kannst Du anfangen, die neue Frau zu lieben. Vergib Dir selbst, dass Du bei Deiner Ex-Frau versagt hast (wir alle haben das irgendwo und bei irgendwem) und nimm die neue Frau so an, wie sie ist.
Mit der Thematik hast du zum Teil sicherlich recht. Aber auch das kommunizieren wir.

Am Anfang konnte sie tatsächlich nicht so viel mit ihm anfangen. Das hat sich zum Glück total gedreht. Sie wollte auch unbedingt ein Kind. Sie ist schon sehr liebevoll mit ihm. Ab und an halt etwas neben der Spur...

Du liest Dich von ihr distanziert, nicht wirklich liebend; kann auch eine Art des Schreibens sein, aber der Eindruck entsteht auf jeden Fall bei mir.
Das ist auch meine Art des Schreibens. Ich bin da immer sehr nüchtern.

Nochmal zur Treppe: Wenn die Türen zu sind kommt der gar nicht da hin. Von daher machen wir uns das Leben hier nicht schwer. Sie war nur nachlässig.
 
  • #30
Als ich die Punkte las, fand ich mich wieder. Gut, das mit dem Auto sollte definitiv nicht passieren, aber ehrlich gesagt bin ich im Nachhinein auch immer wieder erschreckt, wie blöd ich in manchen Situationen reagiert habe. Fahrlässig könnte man fast sagen, weil man einfach doch oft nicht mit dem Verhalten eines Kindes rechnet, auch wenn man für es verantwortlich ist. Deswegen bitte ich dich, sie nicht zu verurteilen, sondern ihr immer wieder - freundlich - zu sagen, dass bestimmte Dinge gefährlich sind, denn nur so bekommt sie einen Blick dafür.
Dass man ein Kind kurz heulen lässt für dringende eigene Bedürfnisse, halte ich für selbstverständlich, während der State of the Art eine Mutter fast zur Selbstaufgabe zwingt, also Toilettengang MUSS auch ein noch so kleines Kind aushalten können. Anschreien - nun, wir sind alle nur Menschen, und auch wenn State of the Art ist, dass Mütter immer ach so liebevoll sein sollen, geht das an der Realität vorbei.
Bitte lass dich nicht zu sehr von den lieben Müttern in den Medien beeinflussen, natürlich streben wir alle danach, aber es klappt einfach nicht immer.
Situationen wie geschlossene Autofenster, da musst du ihr allerdings eintrichtern, nie nie nie sowas zu machen, Schlüssel kann auch im Gulli landen und dann wird aus 2-3 Minuten eine halbe Stunde.
Ihr wachst da schon rein.