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Gast

  • #1

Turnen feminine Männer Frauen ab ?

würde mich eher als femininen Typ (bin 40, putze, spüle, wasche, gehe einkaufen etc) bezeichnen: lebe in einer WG mit furchtbar dominanten Frauen (Einrichtung, Wandfarbe etc geht ja nach deren Vorstellungen) und meine Freundin hat die Beziehung jetzt in eine "Freundschaft" umgewandelt, worunter ich - im Gegensatz zu den meisten echten Männern, die sich wohl sofort ne andere suchen - leide. Wirken feminine Männer abstoßend auf Euch Frauen ?
 
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Gast

  • #2
Auch wenn ich keine Frau bin so sind die Meinungen der Frauen in dieser Hinsicht recht deutlich: ja feminine Männer turnen ab. Ist ja auch verständlich schließlich turnen männlich Frauen wiederum Männer ab und wenn man so darüber nachdenkt steckt da auch eine gewisse Logik dahinter, denn die Geschlechter sind nicht aus Spaß an der Freude unterschiedlich.

Die gute Nachricht ist aber das nicht nur die Geschlechter unterschiedlich sind sondern das alle Menschen unterschiedlich sind und es mit Sicherheit auch Frauen gibt die feminine Männer ok, oder sogar toll finden. Diese gilt es also für dich zu finden, auch wenn du vermutlich entsprechend länger suchen musst als ein normaler Mann.

Allerdings muss ich sagen das nur weil man kocht, wäscht, abspült und einkaufen geht man noch lange nicht feminin ist. So ziemlich jeder Mann wird sich zumindest teilweise mit diesen Sachen auseinander setzen müssen wenn er alleine ist und diese Sachen sind es auch nicht die eine Frau grundsätzlich abturnen.
Vielmehr geht es um charakterliche Eigenschaften.
 
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  • #3
Das hängt ganz sicher von dem Typ Frau ab, die sind genauso unterschiedlich wie wir Männer.
 
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  • #4
Ich würde das nicht als feminin sondern als selbständig überlebensfähig bezeichnen. Was daran abturnen soll, weiß ich nicht. Jeder Mann sollte schon in seiner Jugend lernen zu putzen, zu kochen, einkaufen zu gehen und zu waschen etc.

w40
 
  • #5
Unter "feminer Typ" würde ich mir eher bezüglich Auftreten und Aufmachen etwas schwuchteliges oder metrosexuelles Vorstellen, aber Du meinst wahrscheinlich nur in bezug auf traditionelles Rollenverhalten eher weibliche Aufgaben übernehmend, oder?

Mir persönlich würde ein Mann, der mit anderen Frauen zusammen in einer WG wohnt, schon nicht gefallen, sondern einen ganz merkwürdigen Eindruck hinterlassen. Wenn er dann noch den Schwanz einzieht und die Frauen dort die dominante Rolle einnehmen, dann nenne ich das nicht "feminin", sondern Weichei oder Schlappschwanz. Das ist nämlich weder maskulin noch feminin, sondern wirkt einfach ziemlich substanzlos auf mich. Ich befürchte, dass ich solche Männer in der Tat als Partner nicht in betracht ziehen würde. "Abstoßend" wäre hier das falsche Wort, denn abtoßend finde ich solche Männer nicht. Viele sind echt nette Typen -- nur eben als Partner für mich denkbar unattraktiv.

Im Gegensatz dazu finde ich es aber völlig normal, dass Single-Männer, die einen eigenen Haushalt führen, selbstverständlich putzen, spülen, einkaufen und etliche sogar gerne und gut kochen können. Das hat so für sich genommen, überhaupt nichts mit feminin, sondern mit autark lebensfähig zu tun. Gutes Kochen zum Beispiel kann sehr männlich sein, zum Beispiel sind viele Starköche Männer und dabei absolut maskulin und attraktiv.

Ich glaube nicht, dass einzelne Tätigkeiten einen Mann wenig maskulin wirken lassen, sondern sein Auftreten, sein Verhalten, seine Aufmachung. Zu den maskulinen Atrributen zählen insbesondere Durchsetzungskraft, Selbstbewusstsein, Souveränität und Mut. Wenig maskulin wirken demzufolge Männer, die sich leicht unterordnen, sich nicht durchsetzen, ängstlich sind, sich an Fremdbestimmtheit nicht stören, Situationen nicht im Griff haben...
 
  • #6
Hallo,

wieso bezeichnest du dich als femininer Mann? Sofern ich informiert bin, hat nicht jeder Single (w oder m) in Deutschland Hausangestellte. Das bedeutet dann doch, dass man für all diese Dinge, die du nennst selbst verantwortlich ist.

Männer, die das können und auch tun, verstehen sehr viel besser, was Hausarbeit bedeutet und können daher in einer Partnerschaft auch viel besser einschätzen, wie wichtig es ist, dass sich zwei Berufstätige diese Arbeit teilen.

Feminin ist für mich etwas Anderes. - Bleibe ruhig so, wie du jetzt bist.

(Mir würde z. B. ein Partner, der einkaufen geht, sehr gut gefallen - ich hasse einkaufen... ;.) )

Ich wünsche dir Glück; du weißt doch, die Sache mit dem Topf und dem Deckel...
 
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  • #7
Hallo,
ich bin w/54 und finde Putzen, Waschen, Einkaufen etc. kein bisschen feminin.
Natürlich mach ich das alles - weil es eben zum Leben nötig ist. Ein Mann, der das nicht auch so sieht, wär für mich völlig uninteresssant.
Ich mag auch verständnissvolle, emotionale, weiche Männer ausgesprochen gern. Sie sollten aber auch dazu stehen, es nicht verstecken.
Stören würde mich, wenn einer sich selbst nicht leiden kann... Wie soll ich ihn lieben, wenn er mir dauernd seine angeblichen Mängel erzählt?
 
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Gast

  • #8
Ein Mann, der nicht putzt, wäscht und einkaufen geht, kommt mir nicht ins Haus - ich setze voraus, dass ein moderner Mann das kann. Und ich hatte auch nie einen Freund, der diese Dinge verweigert hat. Mit feminin hat das nichts zu tun. Auch dass Du Dich von den Frauen in Deiner Wohngemeinschaft dominieren lässt, finde ich nicht feminin, sondern schlicht seltsam. Vielleicht mangelt es Dir an Selbstbewusstsein?
 
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Gast

  • #9
Nun, nur wegen der Bereitschaft, sich mit notwendigen Alltagsarbeiten zu befassen, stellt sich nicht automatisch "feminin" als Eigenschaftsmerkmal ein. Auch nicht dadurch, dass Mann in einer WG wohnt, in der dominante (?) Frauen für die Gestaltung des Interieurs verantwortlich zeichnen. Dieser letzte Punkt ist meinen Erfahrungen nach ohnehin der bürgerliche Normalfall, die Gattin ist für Ästhetik und Kultur zuständig. Der gutsituierte männliche Single behilft sich mit einer Einrichtungsberaterin, der weniger gut situierte akzeptiert oft, dass Besucherinnen seiner Heimstatt erschrecken.

Gewisse Fähigkeiten in Sachen Hausarbeit können nie schaden und sprechen eher dafür, dass Mann nicht bis Mitte 30 im Hotel Mama zugebracht, sondern sich frühzeitig den Widrigkeiten des harten Alltagslebens gestellt hat. In der Aufzählung fehlt übrigens noch bügeln und nähen.

Wenn somit ein von modernen Männern (und Frauen) als Normalität anzustrebender Zustand als von "Frauen dominiert" empfunden wird, dann scheint mir das Problem eher mit dem männlichen Rollenverständnis des FS zusammenzuhängen. Das ist unterschwellig vielleicht doch traditioneller, als er selbst wahrhaben möchte. Ich empfehle eine Männergruppe oder Bungeespringen.
 
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  • #10
Für mich ist eher die Frage selbst abschreckend. Erstens wegen der falschen Verwendung des Begriffs "feminin", zweitens wegen des unreflektierten Selbstverständnisses.

Für mich ist es absolut O.K., wenn das ein Mann gern macht, aber wenn er nur das macht, keine anderen Herausforderungen sucht, keine Intellektualität besitzt - nein danke.

Ich suche übrigens bevorzugt Männer, die gut zuhören können, die einen pflegerischen Trieb haben etc. Das finde ich absolut klasse, aber eben auch raus gehen in die Welt um sie zu verändern.

w. 42
 
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  • #11
Ja, natürlich! Die allermeisten Frauen wollen doch langfristig kein so Weichei, das ist doch längst bekannt. Machos haben viel bessere Karten bei Frauen!!
 
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  • #12
Erwartung oder Enttäuschung ?? Was Paare heutzutage wollen ist DIE Verbindung - und da ist es eine Notwendigkeit, sich die Frage zu stellen, wer/wie/was im Alltag organisiert/gearbeitet wird. Die Lebensumstände können sich ändern, die Gesellschaft ändert sich, und doch sollte jeder die Freiheit haben, nach eigenem Empfinden die Zeit zu nutzten wie die Situation für ihn/sie stimmt. Geniesse sie, diese bereichernde Zeit! (w49)
 
  • #13
@FS

Weicheier schrecken die meisten Frauen ab, Männer ohne Leidenschaft und Rückgrat.

Feminine Männer, was wohl eher den Körperbau, Mimik und Gestik angeht, finden auch ihre Anhängerinnen.

Ich zB. werde wohl von einigen Damen als feminin wahrgenommen: 1,76m, schlank, süß, viel zu jung aussehend und ich bin kein steifer Holzklotz, lebe meine Emotionen auch mal aus, vor allem wenn ich Blödsinn laber - da hab ich schon öfter gehört, sowas machen die anderen Männer nie!

Und trotzdem habe ich meine Fans ;) und die sind auch noch recht hübsch.
 
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  • #14
Also können wir nicht mit diesen blöden stereotypen Kategorien endlich mal aufhören!!!!!
Feminin ist also das was mit dem Haus zusammen hängt? Also wenn schon, denn schon, dann gehört natürlich auch die Wandfarbe und die Einrichtung dazu. Was ist daran furchtbar dominant?

Und dass Männer leiden, auch die sog. Machos, wenn die Freundin geht - dass sieht man ja an den Alkoholikern, Süchtigen usw. bzw. an den Tötungen der Ex-Freundin.
Ich finde, du solltst dein verzwirbeltes Menschen- und Geschlechterbild mal hinterfragen und dich vielleicht nicht als femininen Mann stilisieren und die Gründe, warum du so behandelt wirst wie oben angeben woanders suchen und nicht im Rollenklischee.
 
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  • #15
Dein Problem ist nicht Dein Wohnzustand sondern Deine Wahrnehmung und Bewertung. In einer WG mit Frauen zusammen zu leben ist doch heute was normales und all die Tätigkeiten, die Du beschreibst teilt man sich in der WG eben und wenn man alleine lebt muss man sie alleine erledigen. Es würde niemand auf die Idee kommen einen Singlemann der alleine wohnt, als feminin zu bezeichnen weil er in der Lage ist selbst seinen Haushalt zu schmeißen. Das kommt bei Frauen auf alle Fälle besser an als wenn Mann noch bei Mama wohnt oder sich noch nie selbst versorgen musste.

Was Du als feminin bezeichnest ist wohl eher ein Mangel an Selbstbewusstsein, Selbstwert und Durchsetzungsvermögen oder aber eine devote Veranlagung. Finde für Dich heraus was es ist und dann steh dazu oder wenn es Dir nicht gefällt arbeite daran und verändere es. Die WG mit den 'dominaten' Mitbewohnerinnen bietet Dir doch ein fantastisches Übungsfeld für Veränderungen. Hast DU eigentlich schon mal Deine Mitbewohnerinnen gefragt wie sie Dich sehen?

m44

PS: eine solche WG ist doch ein idealer Ort um Frauen kennenzulernen, die Mitbewohnerinnen schleppen doch bestimmt oft Freundinnen an ;-)
 
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  • #16
der FS @ 14 u.a.
Ich habe einige Wochen nach dem Einzug feststellen müssen, dass meine Mitbewohnerinnen zwei ziemlich dogmatische Öko-Matronen vom Typ Oberschwester sind.

Da oft Unordnung herrscht, räume ich den beiden oft hinterher. Ein Chaos in Küche und Co kann ich - im Gegensatz zu den meisten Männern - eben nicht ab. Und da ich mich nicht allzugerne mit Frauen debattiere (dafür habe ich ja meinen Beruf), kam ich sicher auch bei meiner Partnerin als recht unmännlich/ feminin rüber, weshalb sie sich jetzt wahrscheinlich getrennt hat
 
  • #17
@#15

Wie wäre es mit WG Wechsel? Das Leben kann so einfach sein!
 
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  • #18
Also mich würde es auch nicht stören, wenn einer den Haushalt machen kann.
In der Tat fände ich es seltsam, wenn einer mit 40 in einer Frauen-WG wohnt und sich da auch noch unterbuttern lässt und wohl eher nichts an seiner Situation tut.
 
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  • #19
Hallo FS,

du weißt nicht genau, warum sich deine EX von dir getrennt hat? So lese ich jedenfalls deine Zeilen.

Kann es sein, dass es mit deiner Wohnsituation, deinen Einkaufen etc. gar nichts zu tun haben könnte?

Gut, ich würde als Frau auch nicht mit zwei chaotischen Frauen zusammen wohnen wollen, daran kann man ja was ändern. Warum hält es dich dort? Hast du dir nie vorher Gedanken gemacht, wie deine zukünftige Freundin auf deine etwas extravergante Wohnsituation und den chaotischen Bewohnerinnen reagieren könnte?

Hast du das Gespräch mit deinen Öko-Matronen schon mal gesucht, um verbindliche Regeln abzusprechen? Ich meine, wenn du ausziehst, wird es für die nicht leicht sein, einen neuen willigen Mit-Bewohner zu finden...

Du debattierst nicht gerne mit Frauen? Warum debattieren? Es gibt Diskussionen und Äußerungen von Meinungen. Auch in einer Partnerschaft musst du sowas können. Diese beiden Frauen sind doch ein hervorragendes Übungsfeld für dich.

Du gehst also Diskussionen bzw. Vertretung von klaren Standpunkten aus dem Weg, machst dann lieber die Arbeit, um deine Ruhe zu haben und wunderst dich dann, wenn Freundin sich vielleicht deswegen von dir trennt?

Wenn dem so ist/war, kann ich sie verstehen.

w 47
 
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  • #20
[...]
Was feminin ist oder was nicht haben wir meistens nur angelernt.
Bei der Mode zum Beispiel waren leggingsaehnliche Hosen Rueschen eng taillierte Jaeckchen Maennersache, bis dann die Mode, sprich die farbige den Frauen ueberlassen wurde und die Herren ueber Jahrzehnte nur langweilige grau in blau oder braune anzugsaehnliche Scheusslichkeiten trugen. Dies aendert sich gottseidank wieder. Es gibt doch kein Sonderecht fuer Frauen farbig gekleidet zu sein. Ich finde diese Unterscheidung feminin, masculin sowieso deplatziert,soll doch diesbezueglich jeder machen was ihm beliebt.
Ich selbst trage auch gerne feminine Maennermode und meine weiblichen Bekannten findens toll ja sie sagen du hast Style.
Uebrigens Kochen putzen, naehen, schneidern ist ueberhaupt nichts feminines, waren doch Schneider oder Koch frueher Maennerberufe.
Die Zeiten aendern sich!

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