• #1

Trennungsgrund Schwangerschaft?

Plötzlich ein Kind zu erwarten ist nicht immer für beide Partner ein Sechser im Lotto. Was kann dazu beitragen, dass die ungeplante Schwangerschaft zur Trennung führt? Was sollten Frauen beachten, wenn sie in diese Situation kommen?
 
G

Gast

  • #2
Ich kann es gut verstehen, wenn ein Mann in dieser Situation zwar die Verantwortung für das Kind übernimmt, sich aber von der Frau trennt. Auch wenn ein Mann aus Höflichkeit in so einem Fall vorgibt, an das von der Frau behauptete "Pillenversagen" zu glauben, so dumm sind die meisten Männer nicht. Eine Frau, die so eine Entscheidung allein trifft, verliert ganz massiv an Boden in der Beziehung. Denn es steht fest, dass sie lügt, betrügt und sich durch Unehrlichkeit an den Mann bringen musste, was sehr bedürftig ist. Ich kenne keine einzige Ehe, die unter diesen Voraussetzungen glücklich geworden ist, obwohl es zu der Zeit, als ich mich in die Ehe habe tricksen lassen - sie war im ersten Monat der Beziehung schwanger und hat mir dies an dem Tag verraten, als ich mich trennen wollte - üblich war, die Frau gerade nicht zu verlassen, sondern sogar zu heiraten. Der Mann handelt aus meiner heutigen Sicht veranwortungsvoller, wenn er sich fragt, ob ihn der Betrug der Frau stört und - falls nicht -, ob er mit ihr auf Dauer leben will. Kinder geraten nicht schlechter oder besser, je nachdem, ob ihre Eltern unter einem Dach zusammen leben oder nicht.
 
G

Gast

  • #3
Was kann dazu beitragen, dass die ungeplante Schwangerschaft zur Trennung führt?
Die Mär von "ungeplanten Schwangerschaften" glaube ich nicht.

Wenn sich beide einig waren kein Kind zu wollen, und die Frau wird trotzdem schwanger, dann verstehe ich die Gegenwehr des Mannes von der Frau vereinnahmt zu werden. Es liegt nicht an der Schwangerschaft an sich, jeder andere auferlegte Zwang das eigene Leben zu diktieren, hätte ebenfalls zur Trennung geführt. Niemand läst sich gerne vor vollendete Tatsachen stellen, und den eigenen Willen mit Macht durchsetzen zu wollen ist kein akzeptabler Weg in einer gleichberechtigten Beziehung. Die Trennung ist nur die zwangsläufige Konsequenz daraus.

Was bleibt: Die Frau hat bald ein neues Hobby, und der Mann ist gesetzlich verpflichtet das Kind mit zu finanzieren. Für ein getrennt lebenden gut verdienenden Mann summieren sich über 18-20 Jahre ca. 200.000 Euro. Das ist ok. Eine Trennung ist keine Entscheidung gegen das Kind.

Eine Trennung ist die Entscheidung des Mannes gegen die Mutter als Partnerin, weil Partnerschaft eben sehr viel mehr bedeutet, als nur Elternschaft. Wenn die Frau sich als unzuverlässig, verlogen, und als nicht loyal erweist, dann ist sie als Partnerin unzumutbar. Die Mutterschaft hingegen ist ein Status quo.

m
 
G

Gast

  • #4
Frau sollte entweder darauf achten gar nicht erst schwanger zu werden oder, falls doch passiert, abtreiben.

[mod]
 
G

Gast

  • #5
Frau kann sich immer noch einen anderen Mann suchen, welcher sie schnell vor der Geburt heiratet! Geht alles, passiert sogar - zuletzt mir!
 
G

Gast

  • #7
Also, nach all diesen negativen Beiträgen (1-3) von zum Teil frustrierten Männern, möchte ich einfach mal sagen, dass man trotz Pille schwanger werden kann. Einem Mann ein Kind unterzuschieben, finde ich auch ganz und gar nicht in Ordnung. Wenn ich aber lese, dass die Frau bereits nach den ersten Wochen schwanger wird, dann frage ich mich schon aus anderen Gründen, warum kein Kondom verwendet wurde, welches eine Schwangerschaft jedoch auch nicht ganz ausschliessen lässt. Ich finde auch, dass man sich, sofern dies respektvoll geschieht, auch während der Schwangerschaft trennen darf, wenn man den Partner nicht (mehr) liebt. Wenn ich jedoch von einer intakten Beziehung und einem von beiden Partnern gewollten Kind (was nicht mit geplant gleichzusetzen ist) ausgehe, dann finde ich die Frage schon ein bisschen merkwürdig. Ich denke, wenn alles in etwa (mit den schwangerschaftsbedingten Einschränkungen und Veränderungen) so weiter läuft wie bisher, dann sollte keiner der Partner Angst haben müssen, die Schwangerschaft würde zum Ende der Beziehung führen. Also, bitte an alle Männer dort draussen (und mitunter auch Frauen), mehr Respekt und Liebe und weniger materiell orientiertes Denken. Es soll auch noch Menschen geben, die sich einfach nur verlieben wollen... so wie ich w34
 
G

Gast

  • #8
Es gibt sie tatsächlich, die völlig ungeplanten Schwangerschaften, bei denen schon ärztlicherseits diese Möglichkeit ausgeschlossen wurde und dann ... siehe da....

So geschehen mir (w)

In dieser Situation sollte Frau auf das hören, was sie möchte und wissen, was sie sich zutraut - ausschließlich darauf. Wenn ich das weiss, bin ich nicht von Zustimmung oder Ablehnung oder gar der Unterstützung meines Partners abhängig.
 
G

Gast

  • #9
Für mich eine sehr seltsame Frage...
Ich bin w50, habe meine inzwischen 20jährige Tochter alleine großgezogen, obwohl sie während der Ehe gezeugt und sehr sehr erwünscht (von beiden!) war. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich jemals ungewollt schwanger geworden wäre..., das zu verhindern gibt´s schon lange 100% sichere Verhütung, wenn man kombiniert oder notfalls mal auf SEX verzichtet...
Ich halte es für fast kriminell heutzutage einem Mann ein Kind unterzuschieben...
 
  • #11
Natürlich gibt es ungeplante Schwangerschaften und zwar nicht nur von arbeitsscheuen Friseusen. Es gibt den sogenannten Pearl-Index, welcher angibt, zu wieviel Schwangerschaften pro 1000 Frauen es bei Verwendung dieses oder jenes Verhütungsproduktes kommt. Kondome können platzen, es kann bei der Frau eine Medikamentenunverträglichkeit mit der Pille geben oder die von den Frauenärzten diagnostizierte Unfruchtbarkeit ist doch nicht so total wie angegeben. Es gibt im Leben einfach ein Restrisiko.
Meine Frauenärztin hatte auch gesagt: theoretisch dürften Sie nicht schwanger sein, praktisch sind sie es.

Wenn es von der Frau aus kein betrügerischer Vorsatz war (Kondom zerlöchert, Pille vergessen), dann sollte eine bis dato intakte partnerschaft diesen Prozess überleben. Einem mir bekannten (jetzt verheirateten) Pärchen passierte es, daß beim ersten Sex der Gummi riß und sie sofort schwanger wurde. Die beiden einigten sich damals auf eine Abtreibung um den Kennlernprozeß nicht zu verkomplizieren. Jetzt sind sie glücklich verheiratet, haben ein Wunschkind und basteln am Zweiten. Aber das läßt auf sich warten. Vielleicht hätten sie das Kind damals auch behalten sollen? Wer weiß.
 
G

Gast

  • #12
Ich bin gerade in der Situation!
Meine Freundin ist schwanger und ich stehe unter Schock. Wir waren uns einig, erst nach meinem Studium Kinder oder sogar später ... nun habe ich den Salat. Hier darf ich es sagen. Es kommt keine Freude auf, im Gegenteil. Ich könnte heueln. Aber Männer weinen ja nicht. Am liebsten würde ich meine Sachen packen und gehen. Stehe ich nur unter Schock oder muß ich mich einer Gehirnwäsche unterziehen um alles toll zu finden und Friede-Freude-Eierkuchen. Alptraum! Und kommt mir nicht mit so einer Sche*ße ... freu dich doch auf das Kind, du wirst Vater und Senf an die Decke ...
m23
 
  • #13
Der Vater muss meiner Meinung nach zwar keinen Unterhalt für die Frau zahlen, aber für das Kind. Sex hatte er mit ihr doch auch. Vor allem wenn davor davon gesprochen wird, dass ja BEIDE ein Kind haben wollen, finde ich das echt abartig und kindisch von Männern dann die Biege zu machen. Kinder bekommen viel mehr mit als was uns Erwachsene lieb ist. Ich kann nur hoffen, dass jede Frau, die in so einer Situation ist, Unterstützung ihrer Familie und Freunde hat.


@11 Aber der Sex hat dir schon gefallen oder? Ich gehe mal davon aus, dass dir deine Freundin das Kind nicht untergeschoben hat. Sorry, für dein Geheule kann ich kein Verständnis aufbringen. Ich sehe schon vor mir, wie du ungeschützten Sex hattest, ganz nach dem Motto um die Verhütung wird schon sie sich kümmern und tadaaa... jetzt ist sie schwanger und ihm geht's dreckig. Sie wird während dem Studium wahrscheinlich auch nicht hocherfreut sein und das Rumgeheule nutzt auch nix, davon wird das Kind auch nicht verschwinden.

Um jetzt noch die Situation der - zwar seltener aber trotz existenten - allein gelassenen Väter samt Kind. Oben geschriebenes gilt logisch auch anders rum.
 
  • #14
Der Vater muss meiner Meinung nach zwar keinen Unterhalt für die Frau zahlen, aber für das Kind.
Glücklicherweise richtet sich das nicht nach Meinungen, sondern ist gesetzlich geregelt. Wenn die Frau eigenverantwortlich (ohne Hilfe des davongelaufenen Partners) das Kind erzieht, in den ersten Monaten sogar stillt und es nicht in einer Krippe unterbringen kann, dann kann sie nicht erwerbstätig sein. Wovon soll sie denn dann leben? Nicht nur das Kind muss essen und ein Dach über dem Kopf haben. Selbstverständlich muss dann der Vater auch für ihren Unterhalt aufkommen. Und selbstverständlich müsste auch eine Frau (im seltenen umgekehrten Fall) für den erziehenden und nicht erwerbstätigen Kindsvater aufkommen!
 
G

Gast

  • #15
#11

Nur Mut! Die jetzige Gefühlslage ist verständlich. Es wird aber besser werden, und wenn das Kind da ist, werden Sie es lieben. Bestimmt sind die werdenden Großeltern noch jung und unterstützen Sie? Ein Kind verändert alles, und es ist das Tollste, Beste, Verrückteste, Interessanteste, was mir je passiert ist.
 
G

Gast

  • #16
Ich bin gerade in der Situation!
Meine Freundin ist schwanger und ich stehe unter Schock. Wir waren uns einig, erst nach meinem Studium Kinder oder sogar später ... nun habe ich den Salat. Hier darf ich es sagen. Es kommt keine Freude auf, im Gegenteil. Ich könnte heueln. Aber Männer weinen ja nicht. Am liebsten würde ich meine Sachen packen und gehen. Stehe ich nur unter Schock oder muß ich mich einer Gehirnwäsche unterziehen um alles toll zu finden und Friede-Freude-Eierkuchen. Alptraum! Und kommt mir nicht mit so einer Sche*ße ... freu dich doch auf das Kind, du wirst Vater und Senf an die Decke ...
m23
Vermutlich wollte die Dame bei Dir Anker werfen. Deine Gefühle sind verständlich. Die Entscheidung für ein Kind sollte man gemeinsam treffen. Solange Du nicht den Megafehler machst, die Frau zu heiraten, kann noch alles gut werden. Das Kind wird Dir - wenn Du es regelmäßig siehst, schnell etwas bedeuten und der Unterhalt für ein Kind ist tragbar, wenn es überhaupt bei der Mutter aufwächst. Als Vater eines nichtehelichen Kindes hast Du nämlich die gleichen Rechte wie die Mutter, was früher leider nicht so war und viele Männer zu "Jasagern" gemacht hat.
 
G

Gast

  • #17
Also ich bin geplant schwanger geworden .. - mein Exfreund wollte unbedingt
Vater werden. Ein Baby was unsere Liebe zeigt.. alles war im Ordnung ..
Bis zu diesem positiven Schwangerschaftstest. . Ab da kam er will es nicht. . Ich solle abtreiben.
Wie kann man sagen das man ein Kind will und dann
Von jetzt auf gleich sagen man will es einfach nicht mehr.
Wir sind jetzt seit ca 1Woche getrennt.
Und ich sitze immer noch hier und verstehe die Welt nicht mehr.
von jetzt auf gleich - nichts mehr mit Liebe ? von einwm Moment auf den anderen ??! Wieso ?
 
G

Gast

  • #18
Ich habe nicht abgetrieben. Mein Freund wollte auch ab dem Feststehen der Schwangerschaft nicht mehr. Wir waren da schon 4 Jahre zusammen und uns einig, Kinder zu bekommen.
Der Mann kann da immer noch abspringen. Ebenso, wie nach der Entbindung. Als Mutter geht das nun nicht so einfach. Ich habe mich der Verantwortung gestellt und mich auf mein Kind konzentriert. Bereut habe ich das nie. Auch alleinerziehend kann man das schaffen. Ich kann junge Frauen nur ermutigen, nicht abzutreiben. Sucht Euch Hilfe in der Familie und im Freundeskreis. Kümmert Euch um spätere Betreuungsplätze und geht wieder arbeiten. Das ist wichtig für Euer Selbstwertgefühl und für das, was Ihr Eurem Kind vorlebt. Habt kein schlechtes Gewissen, Euer Kind in den Kindergarten zu geben. Das tun auch Paare, denn in den meisten Fällen arbeiten beide Partner.
Heute bin ich 52 und meine Tochter 26. Sie war und ist immer stolz auf mich und ich auf sie. Wir hatten und haben immer ein besonders inniges Verhältnis zueinander und können uns blind aufeinander verlassen. Sicher gab es auch mal schwere Zeiten, aber wo gibt es die nicht? Auch in Beziehungen ist man nicht sicher, dass das Leben immer glatt und ohne Probleme läuft.
 
  • #19
Ich kann einen Mann nicht verstehen, der sich wegen einer Schwangerschaft von seiner Partnerin trennt.

Mein größter Wunsch ist ein eigenes Kind in einer funktionierenden Beziehung. Sind die Voraussetzungen gut, darf auch ein Geschwisterchen her. Sehe ich die Beziehung in einem schlechten licht, wird akribisch drauf geachtet, das die Partnerin nicht schwanger wird, und wenn ich dafür einen Knoten in meinen ... machen muss, und mal auf Sex verzichte. Sollte meine Partnerin die Beziehung nach Erkenntnis der Schwangerschaft beenden wollen, würde ich für mein/e Kind/er kämpfen. Ich zahle für nichts, was ich nicht sehen, anfassen, erziehen und groß ziehen darf.

m29
 
  • #20
Ich kann einen Mann nicht verstehen, der sich wegen einer Schwangerschaft von seiner Partnerin trennt.

Mein größter Wunsch ist ein eigenes Kind in einer funktionierenden Beziehung. Sind die Voraussetzungen gut, darf auch ein Geschwisterchen her.
Siehst du, mir geht es da ganz ähnlich. Ich habe auch einen ausgeprägten Kinderwunsch. Aber ich muss doch zur Kenntnis nehmen, dass es Menschen gibt, die dazu eine andere Haltung haben als ich, und ich muss ihren Wunsch respektieren. Das gehört sich so. Im übrigen kenne ich auch genügend Frauen, die keine Kinder wollen. Die haben nur die Möglichkeit auch zwölf Wochen nach Beginn der Schwangerschaft gewissermaßen noch nachträglich zu verhüten (als nichts anderes betrachte ich die Mehrzahl der Abtreibungen), deswegen sind die in diesem Zusammenhang meistens auch kein Thema.


Ich zahle für nichts, was ich nicht sehen, anfassen, erziehen und groß ziehen darf.
Das fällt für mich ganz klar unter die Kategorie "Scherzbold". Im Zweifelsfall zahlst du, egal ob du das Kind sehen, anfassen, erziehen und großziehen darfst. Das steht einfach nicht in deiner Macht.
 
  • #21
Ich weiß nicht was daran scherzhaft ist?
Ich gebe dir recht, wenn durch ein Prozess der Mutter das Kind zugesprochen wird, bleibt mir keine andere Wahl. Aber ich würde niemals mein Kind kampflos aufgeben. Und die heute Rechtslage gibt mir die gleichen Rechte wie die Mutter, dafür reicht eine Unterschrift bei der Geburt des Kindes.
 
G

Gast

  • #22
Ich bin gerade in der Situation!
Meine Freundin ist schwanger und ich stehe unter Schock. Wir waren uns einig, erst nach meinem Studium Kinder oder sogar später ... nun habe ich den Salat. Hier darf ich es sagen. Es kommt keine Freude auf, im Gegenteil. Ich könnte heueln. Aber Männer weinen ja nicht. Am liebsten würde ich meine Sachen packen und gehen. Stehe ich nur unter Schock oder muß ich mich einer Gehirnwäsche unterziehen um alles toll zu finden und Friede-Freude-Eierkuchen. Alptraum! Und kommt mir nicht mit so einer Sche*ße ... freu dich doch auf das Kind, du wirst Vater und Senf an die Decke ...
m23
Dann sag das Deiner Freundin und sag es deinen Eltern und den Schwiegereltern!
Du musst nicht mitspielen und DU kannst natürlich sagen, dass Du kein Kind willst!
Du kannst auch gehen, klar.
Aber Du kannst Dich ja auch mal damit auseinenandersetzen, ob es wirklich das Ende Deines jungen Lebens ist oder vielleicht auch der Anfang!?
Ich verstehe deine Ängste und Bedenken total.
Müssen tust Du GAR nichts!
Natürlich kannst Du Dich trennen.
Es ist Dein Leben.
Kann aber auch sein, dass das die falsche Entscheidung ist. Aber man sollte zu seinen Gefühlen stehen. Ich würde sagen, was Dich beschäftigt und nicht einfach still und leise brav mitspielen.

Übrigens: Es soll auch Männer geben, die sich über ein Kind freuen.
Ich kenne Männer, die sich freuen! Meine letzte Affäre hätte gerne ein Kind gehabt.
Ich aber nicht! ;-) Nicht als Affäre!

w,40
 
G

Gast

  • #23
Ich gehöre auch zu den Frauen, die vom Kindesvater verarscht worden sind.

Nach einigen Jahren Beziehung hörten wir mit der Verhütung auf, weil wir, vor allem er ein Kind wollten.
Ich war Mitte zwanzig und hätte noch gut Zeit gehabt, aber er war schon Mitte 30.

Ich wurde schnell schwanger und dann merkte er, 'dass ihm dass doch zu heavy sei und er könne das jetzt nicht'. Boiiiing !

Hab das Kind trotzdem gekriegt.

Nach acht Monaten ist er dann wieder aufgetaucht und ich habe ihm eine zweite Chance gegeben.
Er war bei der Geburt dabei, aber ALLES vorher hatte ich organisiert und bezahlt.
Neue Wohnung, die ganze Ausstattung, alle Anträge usw. Auch den Schwangerschaftskurs allein gemacht und das Krankenhaus ausgesucht.

Tja und genauso blieb das bis heute.
Er hat sich die Rosinen rausgepickt, aber NIE irgendeine Art von Verantwortung übernommen.
Nie Unterhalt gezahlt ( hätte ich einklagen können, aber dann hätte ich das Gefühl gehabt, ich müsse ihm Rechte einräumen )
Nie irgendwas gekauft oder organisiert oder eine bestimmte Sache übernommen, Hausaufgaben oder so.
War nur einmal beim Elternabend. Das war, als mein Sohn ins Gymnasium kam und es das gleiche war, auf dem er auch war. War ja spannend, nicht ?
Dann erst wieder zur Abiverleihung.

Gleiches beim Sport: ok, er hat ihm Skifahren beigebracht, aber nur, weil ihm das selbst Spaß machte.
Mein Sohn ist unsportlich und hat sich doof angestellt. Da machte es ihm keinen Spaß mehr und er stellte es schnell ein.
Die Skiurlaubskosten für den Sohn, auch die Ausrüstung usw. hatte ich bis dahin übernommen.

Egal, mein Sohn ist groß und wohlgelungen. Ohne den Kindsvater hätte ich ihn nicht, das ist dessen einziger Beitrag / Verdienst.
Mein Sohn sieht das auch so. Er nennt ihn den Erzeuger.
Er will da nie hin, denn dort ist es immer langweilig.

Der KV hat mal gesagt, der Sohn sei das einzige, was ihm im Leben wirklich gelungen sei, da habe ich laut gelacht.
Denn er hatte ja gar keinen Anteil am Gelingen.

w 45
 
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Gast

  • #24
Ich weiß nicht was daran scherzhaft ist?
Ich gebe dir recht, wenn durch ein Prozess der Mutter das Kind zugesprochen wird, bleibt mir keine andere Wahl. Aber ich würde niemals mein Kind kampflos aufgeben. Und die heute Rechtslage gibt mir die gleichen Rechte wie die Mutter, dafür reicht eine Unterschrift bei der Geburt des Kindes.
Daran ist amüsant, dass du kategorisch ausgeschlossen hast, für ein Kind zu zahlen, das du nicht erziehen, geschweige denn sehen kannst. Das klingt mir reichlich naiv, denn das steht einfach nicht in deiner Macht. Es sei dennoch unbenommen, um dein Kind zu kämpfen, ich finde das gut.

Allerdings verwechselst du theoretische Rechtslage und faktische Rechtsprechung. Hinzu kommt, dass, selbst wenn Recht in deinem Sinne gesprochen wird, noch lange nicht gesagt ist, dass sich dieses Recht staatlicherseits auch durchsetzen lässt, bzw. dass die staatlichen Organe willens sind, dir dein zugesprochenes Recht zu verschaffen. Es gibt tausende Möglichkeiten, das zu unterlaufen.

Natürlich soll man sein Glück bei der Justiz suchen, Selbstjustiz ist ja schließlich auch keine Lösung. Nur blind vertrauen solltest du ihr nicht, dazu gab es in letzter Zeit zu viele spektakuläre Fälle in denen unser Rechtssystem versagt hat, ich sage nur Ulvi Kulac, Gustl Mollath, Horst Arnold, usw.
 
  • #25
Dann sag das Deiner Freundin und sag es deinen Eltern und den Schwiegereltern!
Du musst nicht mitspielen und DU kannst natürlich sagen, dass Du kein Kind willst!
Du kannst auch gehen, klar.
Aber Du kannst Dich ja auch mal damit auseinenandersetzen, ob es wirklich das Ende Deines jungen Lebens ist oder vielleicht auch der Anfang!?
Falls die Freundin das Baby behalten wollte, ist es schon geboren ... Ab und an mal aufs Datum der Beiträge schauen?

Bei uns war es übrigens fast ganz genauso.
Ich bin mit 22 ungeplant schwanger geworden. An Abtreibung habe ich damals keinen Moment gedacht (aber mich beim Diakonischen Werk gut beraten lassen und viel Hilfe bekommen).
Ich hätte das Kind auch allein bekommen, aber das war gar nicht nötig. Mein damaliger Verlobter hat ebenfalls keinen Moment lang darüber nachgedacht, mich deswegen sitzen zu lassen, obwohl wir beide noch in der Ausbildung bzw. im Studium waren.

Mit Sicherheit war mit seinen 23 in dem Moment nicht hoch beglückt, aber es war eben so und die Reaktion war eher ein "wir packen das". Das ist jetzt 24 Jahre her.
Unsere Ehe besteht nach etlichen Höhen und Tiefen immer noch und ich weiß, dass ich einen Mann habe, der nicht vor Verantwortung flüchtet.