• #1

Trennung wegen seiner Bindungsangst?

Hallo,
mein Partner und ich waren 2 1/2 Jahre glücklich zusammen (+1 1/2 Jahre on-off vorher, da er sich nicht binden wollte) Ich (25) lebe alleine und er (29) lebt in einer Dachgeschosswohnung über den Eltern. Da sein Vater durch seine Arbeit nur am WE zuhause ist, möchte er dann immer mit seinen Eltern frühstücken und zu Mittag essen. Seine Mama möchte er unter der Woche auch nicht alleine lassen. Deshalb schlief ich jeden Tag bei ihm und frühstückte auch immer mit seinen Eltern. Er hing auch sehr an mir und wollte auch nie, dass ich mal bei mir schlafe. Als ich fragte, ob wir nicht zusammen ziehen wollen, stieg bei ihm wieder der Druck. Ständig machte er sich über etwas anderes Sorgen, ob es überhaupt noch passt und ob er jemals Kinder will. Fürs Zusammenziehen war er nicht bereit. Obwohl vorher alles super war, kamen immer mehr Diskusionen auf, bis er sich trennte. Er weinte stark und sagte, ich wäre ihm zu wichtig und hätte jemanden verdient, der mir das alles geben kann. Auch zu seiner Schwester sagte er, er liebt mich und ich habe ihn stark zum Positiven verändert. Aber er kann sich da nicht weiter drauf einlassen, wegen der Situation mit seinem Papa. Aus Social Media entfolgte er mir, weil er meint, ihm würde es leichter fallen, meine Beiträge nicht zu sehen. Beim Sport behandelt er mich wie Luft. Als ich 3 Tage nach der Trennung nochmal sprechen wollte, meinte er eiskalt, er hat keine Gefühle mehr, ihm geht es viel besser ohne mich und er wird nie wieder zurück zu mir kommen. Er hätte das schon viel früher tun sollen und denkt auch überhaupt nicht mehr an mich. 3 Tage vorher klang das jedoch noch anders... Er redet leider auch mit niemandem darüber. Meint ihr wir haben noch eine Chance? ich würde ihm gern bei seinen Sorgen helfen, dafür müsste er aber reden.. Seit 4 Wochen haben wir nun keinen Kontakt
Dass er Bindungs- und Verlustängste hat, sagt er selber
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #2
Alle Frauen hier werden schon alleine wegen seiner räumlichen und sozialen Bindung zu den Eltern sagen, dass Du ganz froh sein kannst, wie es gekommen.

Das sage ich auch, aber ich würde meinen, der Typ hat einfach die Zeichen der Zeit für sich (sehr spät) erkannt und dann verspätet doch noch richtig gehandelt.

Du bist die falsche Frau für ihn und er ist auch falsch für Dich.
 
  • #3
Als ich 3 Tage nach der Trennung nochmal sprechen wollte, meinte er eiskalt, er hat keine Gefühle mehr, ihm geht es viel besser ohne mich und er wird nie wieder zurück zu mir kommen. Er hätte das schon viel früher tun sollen und denkt auch überhaupt nicht mehr an mich.
Du hast ernsthaft auf dem Radar, zu einem solchen Mann zurückzugehen? Schau besser auf Dich und Deine Probleme:
Mit der ganzen Geschichte, die Du schilderst, hat Du eine genauso große Baustelle bei Dir selber wie er sie bei sich hat! Stichwort: Helfersyndrom.
Auf zu neuen Ufern, vor allem zum Ufer in Dir selber!
ErwinM, 51
 
  • #4
Über welchen Zeitraum schreibst Du?
Welche Diskussionen kamen hinzu?
Er war nicht zum Zusammenziehen bereit (wegen dem Papa?) und hat Schluss gemacht....
Da fehlen einige Informationen.
Z. B. warum seine Mutter nicht alleine sein kann (ist sie schon so alt oder krank?).

Aber er kann sich da nicht weiter drauf einlassen, wegen der Situation mit seinem Papa
Muss er seine Mutter schützen?
?? Ich kann das nicht nachvollziehen.

Wie hast Du auf sein Nein reagiert? Hast Du es von vornherein akzeptiert?

W, 47
 
  • #5
Liebe Findeweber,

Du sagst, er hat ein Bindungsproblem. Beim Themenkreis Bindungsstil/Bindungsproblem/Angst vor Nähe gilt IMMER das Schlüssel-Schloss-Prinzip.
Ein Mensch mit Bindungsproblem sucht sich immer einen Partner mit ebenfalls Bindungsproblemen.

Schaue Dir Deinen Bindungsstil an! Auch das on/off und Deine jetzigen Versuche, wieder in Kontakt mit ihm zu kommen, könnten ein Zeichen für DEINEN unsicheren Bindungsstil sein.

Ich finde gut, dass er sich klar positioniert und ganz klar sagt, dass es kein erneutes On/Off wie zu Eurer Anfangszeit geben wird. Das ist reif von ihm.

Ich finde es nicht schlimm, dass er ein familiärer Mann ist mit engem Verhältnis zu den Eltern.
Da müsste man schauen, ob Du in diesem familiären Konstrukt als Partnerin und vollwertiges Mitglied der Gemeinschaft akzeptiert wurdest.

Es ist in Deinem Alter sinnvoll, dass Du mit dem Mann zu Beginn der Beziehung abklärst, ob ihr ähnliche Lebensvorstellung habt.

Ich verdrehe immer die Augen, wenn Frauen schwärmen, dass sie so gut passen, weil der Sex zärtlich ist und sie viel zusammen lachen 🙄
Beim nächsten schaust Du besser, ob er sich sein Leben mit gemeinsamer Wohnung und Kinder vorstellt.
Wenn er das nicht mit "ja" beantworten kann, lass den Kandidaten in Ruhe und suche Dir einen anderen!
 
  • #6
mein Partner und ich waren 2 1/2 Jahre glücklich zusammen (+1 1/2 Jahre on-off vorher, da er sich nicht binden wollte)
1 Jahr alles harmonisch und plötzlich 18 Monate ein ewiges Hin & Her, mit Trennung & Versöhnung. Hier liegt der Schlüssel, warum er nicht mehr will, wenn man sich trennt, gibt es Gründe, Liebeskummer, Ängste...dann kommt man wieder zusammen und wieder auseinander, einer flüchtet, keiner lernt, es wird nichts dauerhaftes; und auch wenn du sein On nach einer gewissen Zeit gewohnt bist, manchmal steigt jemand einfach aus dem Karussell aus, manchmal kommen auch mal andere Kurzbeziehungen dazwischen.
 
  • #7
Eine Bindungsangst kann klassisch aus einer sehr toxischen und missbräuchlichen Eltern-Kind-Beziehung resultieren. Die Mutter ist noch am leben, die Partnerin würde nur deren Rolle einnehmen können, da sonst nichts für jemand Weibliches bei dem Mann existiert. Das geht bei deinem Freund nicht. Die Nabelschnur scheint nicht durchgeschnitten, das änderst du auch nicht.
Suche dir einen Mann, der wie du erwachsen geworden ist. Die Beziehung wird nicht zufriedenstellend für dich funktionieren. Auch mit logischen Argumenten kommt man nicht weiter. Du wirst immer die Schuldige sein.

Alles Gute

w.,34
 
  • #8
Lustig, fast das Gleiche habe ich (m,33) gerade auch durchgemacht.
8-jährige Beziehung, woraus jedoch auch ein Kind entstanden ist. Wohnten 6 Jahre lang bei ihren Eltern in der Dachgeschosswohnung (für die wir aber trotzdem Miete zahlten!), aus der ich nach max. 2 Jahren raus wollte, um in einer eigenen Wohnung endlich eine eigenständige Familie zu sein. Sie wollte eher nicht.
Letztendlich war das ein großer Grund für die Trennung.

Ich komme mit meiner Ex-Partnerin gut klar, wir reden auch normal miteinander. Wenn ich auch eine Weile alleine bin ist alles ok, aber sobald ich mit ihr/unserem Sohn rede, ist es so, als ob man eine nicht ganz verheilte Wunde wieder aufreißt!
Von daher verstehe ich ihn schon in seiner "kalten" Verhaltensweise dir gegenüber. Er möchte mit dem Kapitel mit dir abschließen und baut sozusagen eine Mauer zwischen euch auf.
 
  • #9
Er möchte seine Mama nicht alleine lassen, damit sie nachts nicht alleine ihm Haus ist. Sie ist nicht krank oder sowas. Er ist unter dem Geschwistern der „Nachzügler“ und hat ein sehr enges Verhältnis zu seiner Mama.

Er sagte vor ein paar Wochen noch, das er nicht versteht wie man keine Kinder haben möchte. Auch übers Zusammen Wohnen haben wir schon gesprochen. Er hatte vor mir erst 2-3 Beziehungen, die aber nur 2 Monate hielten, da er sich halt nicht binden kann und schwer Kompromisse eingeht. Er kann sich auch schwer emotional auf jemanden einlassen. Ich habe dann versucht stückweise das Thema anzugehen.Das wir am Wochenende mal alleine Frühstücken und auch mal einen Tag bei mir schlafen. Für ihn kam es so rüber, als wäre ich nicht glücklich mit ihm und als ob ich mich in seiner Wohnung nicht wohlfühlen. Das stimmt ja so gar nicht, aber von der Meinung ließ er sich nicht mehr abbringen. Er betone ja auch bei seiner Schwester, das ich eigentlich die richtige bin und er sich das ja schon vorstellen kann mit dem gemeinsamen wohnen, aber er das erst kann wenn sein Vater wieder bei der Mutter ist. Das hätte nichts mit mir zutun. Darauf hin machte er Schluss, weil es ihm weh tun würde, das er mich nicht glücklich machen kann. Ich schlug ihm vor, einen Kompromiss zu finden, jedoch will er nicht mehr reden. Er blockt total ab. So reagierte er in unserer Anfangszeit auch immer, wenn es ernster wurde, nach 3 Wochen kam er wieder an, weil es ihm leid tat. Deshalb hab ich das Gefühl er macht es aus Selbstschutz und nicht weil er mich nicht mehr will.
 
  • #10
Er ist ein erwachsener Mensch.
Insofern du ihn für voll nimmst und als autonomen Erwachsenen ansiehst solltest du seine Grenzen akzeptieren.
Nimm seine Aussagen bitte für voll, ich denke er wird sicher ernstgenommen werden wollen.
Wenn seine Ursache für den Kontaktabbruch die Bindungsangst ist, dann hast du deinen Grund für die Trennung.
Der im übrigen legitim ist.
Sei ihm doch dankbar, er sagt was Sache ist und zieht keine Manipulationen ab um dich los zu werden.
 
  • #11
Das kommt davon, wenn man jemand zu etwas drängt, was er nicht will. Dass er vorher gut mit Dir auskam und in Dich verliebt war, heißt keineswegs, er will, kann, braucht, erstrebt mehr. Da gibt es keinen Automatismus, keine schiefe Bahn Richtung Quasi-Ehe.

Zusammenziehen war er nicht bereit. Obwohl vorher alles super war, kamen immer mehr Diskusionen auf, bis er sich trennte.
Das war eben der Punkt, der für ihn zuviel war. Ab da nimmt das Verhängnis seinen lauf. Das "obwohl" ist vollkommen sinnfrei. Die "Dikussionen" bedeuteten, er kämpft sein Leben weiterhin nach seinem Bedürfnis gestalten zu können.

Auch zu seiner Schwester sagte er, er liebt mich und ich habe ihn stark zum Positiven verändert.
Da hatten zeitweise Deine Manipulation und der Druck die Oberhand über hin. Aber es wärt nicht lange, was nur aufoktroyiert ist ...

Als ich 3 Tage nach der Trennung nochmal sprechen wollte, meinte er eiskalt, er hat keine Gefühle mehr, ihm geht es viel besser ohne mich und er wird nie wieder zurück zu mir kommen. Er hätte das schon viel früher tun sollen und denkt auch überhaupt nicht mehr an mich. 3 Tage vorher klang das jedoch noch anders...
Er hat sehr wohl Gefühle, seine eigenen nunmehr wieder. Und die sagen ihm, Du hast ihm mit Deiner Übergriffigkeit nicht gut getan hast. Deshalb hat er keine positiven Gefühle mehr für Dich.

Er hat sich befreit. Gratulation an ihn unbekannterweise!

Amor misshandelt diejenigen, die ihm die Flügel stutzen oder ihn festbinden wollen, wenn er ihnen in den Schoss fliegt. Da er ein Kind und wankelmütig ist, reisst Amor diesen die Augen, die Leber und das Herz aus. Diejenigen aber, die es geniessen, wenn er kommt, und ihm schmeicheln und die ihn gehen lassen, wenn er geht, und ihn willig aufnehmen, wenn er wiederkommt, werden stets von ihm geehrt und geliebkost und triumphieren unter seiner Herrschaft.
(Machiavelli)
 
  • #12
Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, warum du ihn zurückhaben willst. Nach so viel Problemen, Hin und Her - was willst du mit diesem Mann? Er ist auf seine Eltern fixiert, so dass er nicht mal bei dir übernachtet. Scheinbar sind die aber nicht pflegebedürftig, oder?
Ich würde auch denken, er hat Probleme mit Bindung, weil er bereits gebunden ist - an seine Eltern. (Oder er war wirklich einfach nicht in dich verliebt und wollte sich das nicht eingestehen; aber die Situation mit seinen Eltern ist dennoch seltsam.)

Und wie hier schon gesagt wurde: Man sucht sich seine Partner aber aus, d.h. du hast ihn gewählt und solltest vielleicht überlegen, warum... Mich erinnert das an meine erste Beziehung und da war es durchaus so, dass es da Gründe gab. Ich hatte definitiv eine Art Helferkomplex, ich dachte, ich kann ihn auf den richtigen Weg bringen (das ist schon total überheblich, sowas zu denken), bei mir ist er dann ganz anders, und irgendwie wollte ich vielleicht auch keine "normale" Beziehung, sonst hätte ich mir ja einen normalen Freund gesucht. Sowas vermute ich bei dir auch. Du möchtest ihm bei seinen Sorgen helfen, dich aufopfern. Dabei hat er doch deutlich gesagt, dass er das eben nicht möchte.
Ich würde dir raten, ihm auf keinen Fall nachzulaufen, ganz egal, ob er dich noch liebt oder nicht, sondern dich auf dich zu konzentrieren, die Beziehung und deinen Anteil daran aufzuarbeiten und dann hoffentlich beim nächsten Mal einen Partner zu finden, der keinen gefühlsmäßigen Hickhack auslöst, sondern weiß, was er will. Dazu musst du wahrscheinlich auch bei dir eine neue Einstellung zu Partnerschaften finden. "ich möchte ihm bei seinen Sorgen helfen" ist auf keinen Fall die richtige Motivation für eine Beziehung.
 
  • #13
Du denkst ernsthaft darüber nach, ob ihr noch eine Chance hättet? Hat dieses ganze 'Mutti und Vati' nicht genervt? Ständiges zusammen Essen weil Vati nur am WE zu Hause ist? Mit 29?
Dein Ex ist sehr weit davon entfernt selbständig zu sein. Er hängt am Rockzipfel von Mami. Das wird sich auch nicht ändern.
Dann dieses ständige Hin und her. Willst Du nicht einen Mann, der weiß was er will? Wo Du nicht ständig Angst haben musst, das er seine Meinung ändert?
Der Mann hat viele Probleme. Schätzchen, lass dir sagen, das Du ihm da nicht helfen kannst. Du bist nicht seine Therapeutin, zieh' dir diesen Schuh nicht an. Ich hab auch Jahre gedacht, meinen Ex von seinen Problemen zu retten. Am Ende war ich die kaputte und hab mich getrennt.
 
  • #14
So reagierte er in unserer Anfangszeit auch immer, wenn es ernster wurde, nach 3 Wochen kam er wieder an, weil es ihm leid tat. Deshalb hab ich das Gefühl er macht es aus
Dieses Info gehört eigentlich gleich zum Anfang. Was soll ich sagen.. Ich möchte jetzt nicht sagen selber schuld, aber du bist sehenden Auges in dein Unglück reingelaufen. Was hast du erwartet, wenn er sich von Anfang an so flüchtig gezeigt hat?? DU bist es nicht und wars es nicht, du bist bloß länger, als andere Frauen dran geblieben. Wahrscheinlich haben sie frühzeitig erkannt, wie er ist und ihn zu klarer Ansage gezwungen, worauf er sich bekennen sollte und stattdessen dich getrennt hat. Diese Typen haben nie Angst, Sex zu haben oder passende Frau sehr schnell zu heiraten und Kinder zu bekommen.
Bist du seine Mami oder Therapeutin?? Ich gebe anderen Foristen recht, du bist genauso bindungsängstlich und suchst dir unerreichbare Kerle, ich bin mir sicher, dass du normalen Mann, der Klarschiff macht, langweilig findest.
 
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  • #15
An deiner Stelle würde ich seine Entscheidung akzeptieren, denn ändern kannst du daran nichts.

Und vor allem frage dich nicht warum und nimm es dir nicht persönlich an. Damit machst du dich nur selbst fertig. Er hat es so entschieden, da er es aktuell nicht anders kann! Denn er hat Angst, weil es ihm zu viel Druck war.

Wenn die Angst wieder nachlässt und seinerseits genug Gefühle für dich da sind, wird er sich wieder melden, denn dann wird er dich früher oder später vermissen.

Bis dahin solltest du den Kontakt konsequent abbrechen, ihm aus dem Weg gehen, dir Zeit für dich nehmen und dich dann selbst hinterfragen, ob das Leben mit ihm das richtige für dich ist. Sei dir selbst genug wert und laufe ihm nicht hinterher. Ich würde das niemals für jemanden tun, der mich nicht freiwillig in seinem Leben haben möchte. Eine Beziehung, so wie du sie dir augenscheinlich wünschst, wirst du mit ihm wohl nie haben.

Bei mir hat der Kontaktabbruch zu ihm 8 Wochen gedauert.
 
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  • #16
mein Partner und ich waren 2 1/2 Jahre glücklich zusammen (+1 1/2 Jahre on-off vorher, da er sich nicht binden wollte) I
Unter einer glücklichen Beziehung stelle ich mir etwas anderes vor.

Aus eigener Erfahrung: eine Beziehung mit einem Mann, der mit den Eltern zusammenwohnt, es als wichtigen Bestandteil seines Lebens sieht, sich um die Mutter zu kümmern, während der Vater nicht da ist, und ansonsten regelmäßig den Tag mit den Eltern zu verbringen, kannst Du als Partner vergessen.
Seine "Bindungsangst" dürfte eher sein, dass die Bindung zu den Eltern sich nicht lösen lässt und er Angst hat, seinen Eltern nicht genug zu gefallen. Wenn er das nicht löst, wirst Du nicht dagegen ankommen.

Mit jemandem, der nicht alleine und selbstständig wohnt, würde ich im Normalfall (es mag gut bergründete Ausnahmen geben) keine Beziehung eingehen.
 
  • #17
Er möchte seine Mama nicht alleine lassen, damit sie nachts nicht alleine ihm Haus ist. Sie ist nicht krank oder sowas. Er ist unter dem Geschwistern der „Nachzügler“ und hat ein sehr enges Verhältnis zu seiner Mama.
Ein enges Verhältnis zu seinen Eltern zu haben ist zwar schön. Das hier geht aber meiner Meinung nach deutlich darüber hinaus.

Sowohl von seiner Seite aus, als auch von der Seite der Mutter muss ein Verständnis da sein, dass man ein eigenständiges Leben haben sollte und nicht aneinandergekettet sein.

Da bist du doch immer nur das fünfte Rad am Wagen...
 
  • #18
und er sich das ja schon vorstellen kann mit dem gemeinsamen wohnen, aber er das erst kann wenn sein Vater wieder bei der Mutter ist.
Und wenn der Vater wieder bei der Mutter ist und ihr endlich in eine eigene Wohnung ziehen könnt, muss er dann gleich wieder zurück zu Mama, z. B. wenn der Vater mal ins Krankenhaus muss oder mit dem Kirchenchor ein paar Tage wegfährt oder ......

Dein Ex-Freund entspricht mit seinen 29 Jahren voll dem Klischee eines waschechten Muttersöhnchens. Und mit diesen haben Frauen selten das große Los gezogen, das kannst du mir glauben. Bei denen, die ich kenne, konnte sich die Frau nie gegen die Mutter durchsetzen, weil Söhnchen immer nur rumeierte und nicht klar Position bezog. Von den täglichen Besuchen bei Muttern ganz zu schweigen.

Dass er sich weigert, in deiner Wohnung zu übernachten und nicht mal froh ist, seinen Eltern zu entkommen, lässt auch tief blicken. Und dass du ihm "helfen" willst ..... Frag dich doch mal, was du im Leben willst. Willst du ständig die Probleme anderer Leute lösen?
 
  • #19
Wenn ich in so einer Situation wäre und ich mit einer Frau zusammen bin die so eine extreme Bindung zu ihrem Eltern hätte dann hätte ich mich schon von mir aus getrennt. Es spricht ja nichts dagegen zu seinen Eltern Kontakt zu haben. Das hier ist aber nicht mehr normal. Du würdest doch hier niemals an erster Stelle stehen. Deshalb verstehe ich auch nicht warum du ihn zurück haben willst.

Im gleichen Haus wie die Eltern wäre für mich auch nichts. Irgendwann sollte man auch mal selbstständig sein.
 
  • #20
Er hat keine Gefühle mehr für dich, ihm geht es ohne dich besser, er kommt auch nicht mehr zurück, warum fragst du dann hier noch! Nein, du kannst ihm nicht helfen, du sollst auch keine Therapeutin für ihn sein. Lass dieses Mama/Papakind mit 29 in Ruhe, der ist doch noch kein Mann und wird es auch nicht so schnell werden, geh du deinen Weg ohne ihn, alles andere bringt nichts und ist reine Zeit-und Energieverschwendung!
Ein absoluter Widerspruch und ausschließlich schön reden. Ein Mensch schützt sich von einem Menschen, den er nicht mehr will! Warum willst du seine Meinung nicht respektieren und versuchst ihn gegen seinen Willen zu umzuszimmen!
 
  • #21
Als ich 3 Tage nach der Trennung nochmal sprechen wollte, meinte er eiskalt, er hat keine Gefühle mehr, ihm geht es viel besser ohne mich und er wird nie wieder zurück zu mir kommen. Er hätte das schon viel früher tun sollen und denkt auch überhaupt nicht mehr an mich. 3 Tage vorher klang das jedoch noch anders
Ich denke eher, dass er bereits mit einer anderen Frau zusammen ist bzw mit ihr schon zusammen war und er zweigleisig gefahren ist. Ansonsten würde er niemals so reagieren.

Bei mir ist es so. Wenn man mit mir Schluss macht dann ist das endgültig. Ich breche dann den Kontakt komplett ab. Mit Komplett meine ich auch komplett. Also keine Treffen, Telefonate, WhatsApp, Facebook, SMS usw. Wenn ich mich trenne genauso.

Selbst wenn er keine Beziehung mit einer anderen hätte, wovon ich allerdings nicht ausgehe solltest du trotzdem den Kontakt komplett abbrechen. Falls ihr wieder zusammen kommen würdet dann würde er sich nicht ändern und genau so weitermachen.
 
  • #22
Der Mann ist 29 und schafft es nicht, sich von seiner Herkunftsfamilie im gesunden Maße abzunabeln. Das ist sehr traurig. Und du willst ihm "helfen"? Mit so einem Mensch kann man nur glücklich werden, wenn man keine Ansprüche auf ein eigenes Familienleben anmeldet.
 
  • #23
Liebe Fineweber
Es klingt für mich, als hättest du nicht wirklich eine gleichberechtigte Beziehung mit einem erwachsenen, dir ebenbürtigen Mann geführt oder führen wollen. Sondern als hätte sich da eine Art Co-Therapie entwickelt, inklusive Austausch mit dem "Bezugspersonensystem" Mama, Papa und Schwester.
Aus meiner Sicht hat dieser Mann bzw. hat diese Familie eine Störung. Die "Mama" kann/darf nicht alleine sein, darum darf/will das Nesthäkchen nicht ausziehen.. der Sohn ist verantwortlich für das Seelenheil der Mutter, weil der "Papa" ja auswärts schläft (was für ein Schurke!).
Aus meiner Sicht hast du diese Störung eine Weile mitgemacht, so als wäre das alles ganz normal. Jeden Morgen mit den potentiellen Schwiegereltern gefrühstückt, deine Wohnung kaum noch gesehen, seine Schmoll-Attacken wochenlang ertragen usw.
In dieser Sphäre lebte der längst erwachsene Sohn noch wie ein Jugendlicher, so als wäre die Zeit stehen geblieben.
Nun hast du es gewagt, einen Vorschlag zu machen, der dem tatsächlichen Alter deines Freundes entspräche: Zusammen ziehen. Dies überfordert nun das verstrickte Beziehungsgeflecht dieser Familie bzw. deines Ex-Freundes. Da muss man ja Farbe bekennen, Bedürfnisse anmelden, sich abgrenzen, was riskieren.
Er hat sich befreit. Gratulation an ihn unbekannterweise!
Befreit? Er ist ein erwachsener Mann, der bei den Eltern auf dem Dachboden lebt, jedes Wochenende mit Mama und Papa frühstückt und seine eigenen Pläne auf Eis legt, wenn die Mama alleine wäre. Derweil seine älteren Geschwister längst ihr Leben leben und sich dem familiären Drama so gut es geht entziehen.
Er hat insofern seinen massiven inneren Konflikt vorerst "gelöst", in dem er seine Loyalitäten geklärt hat. Nun darf es ihm einfach nicht passieren, dass er sich neu verliebt, sonst ist er in 1-2 Jahren wieder im Clinch. Es sei denn natürlich, der Papa schläft endlich wieder zuhause und die Mama ist dann wieder zufrieden?
Da würde ich also eher Loriots "Ödipussi" als Macchiavelli zitieren.
"ich möchte ihm bei seinen Sorgen helfen" ist auf keinen Fall die richtige Motivation für eine Beziehung.
Genau. Wenn man wirklich nur helfen will, läuft das unter Freiwilligenarbeit oder Therapie. Wenn man eine fragile Beziehung aufrecht erhalten will, indem man sich in eine helfende Rolle begibt, ist das heikel für beide. Zudem funktioniert helfen auch selten. Der Mann muss sich mit sich selbst auseinander setzen. Vielleicht gelingt ihm dies besser ohne dich, da er ansonsten seinen Druck und sein Leid auf dich projiziert.
 
  • #24
Beim Sport behandelt er mich wie Luft. Als ich 3 Tage nach der Trennung nochmal sprechen wollte, meinte er eiskalt, er hat keine Gefühle mehr, ihm geht es viel besser ohne mich und er wird nie wieder zurück zu mir kommen. Er hätte das schon viel früher tun sollen und denkt auch überhaupt nicht mehr an mich.
Liebe FS,
ich kann nicht verstehen, warum Du ihn zurückhaben willst. Warum kannst du ihn nicht wie einen erwachsenen mann behandeln und ernst nehmen, was er Dir sagt. Er will Dich nicht mehr, weil du ihm mehr Probleme schaffst, als ihn glücklich zu machen... Nimm es ernst und lass es einfach gut sein.

Du bist 25 Jahre alt. Wenn Du jemals mit einem Mann zusammenziehen und eine Familie gründen willst, dann ist es alerhöchste Eisenbahn, von ihm zu lassen und Dir dafür einen geeigneten Kandidaten zu suchen - nachdem Du insgesamt 4 Jahre Deiner Lebenszeit mühselig an ihm rumgebastel hast, sowas wie eine Beziehung hinzubekommen:
waren 2 1/2 Jahre glücklich zusammen (+1 1/2 Jahre on-off vorher
Ihr wart auch in den 2,5 Jahren nicht glücklich. Es holperte rum, solange Du Dich in allen Belangen ihm anpasstest (bei ihm schlafen, nie bei Dir, mit seinen Eltern frühstücken nie als Paar).

Nun versuchst Du etwas Neues, offensiver Deine Interessen durchzusetzen und weg ist er. Wenn Du nicht bis zu ihrem Tod täglich mit Mutti am Frühstückstisch sitzen willst, dann such Dir einen anderen Mann.
Die Frau hat ihren Nachzüglersohn emotional von sich abhängig gemacht. Der Mann rennt weg vor ihr und der Sohn hat die Lücke des Ehemannes aufzufüllen.

Er musste sich mehr entscheiden weil Du Druck gemacht hast: Du oder Mutti und er hat Mutti gewählt. Lass sie ihm.

Meint ihr wir haben noch eine Chance? ich würde ihm gern bei seinen Sorgen helfen, dafür müsste er aber reden.
1000 Mal "Nein". Ihr habt keine Chance. Du hast es vermasselt, weil Du Dich seinen eingeschränkten Rahmenbedingungen nicht mehr bedingungslos unterordnen wolltest.
Sowie du den nächsten Mann hast, der ein selbstständiges Erwachsenenleben führt und mit ihm eine entsprechend erwachsene partnerschaft führst wirst Du froh sein, ihn loszusein.

Du brauchst ihm bei keinen Sorgen zu helfen, denn ohne Dich hat er keine.
Er ist erwachsen, er hat sich entsschieden. Hör auf als nächste Mutti an ihm rumzuzerren und zu entscheiden, was für ihn gut ist, sondern akzeptiere seine Entscheidung. Du könntest nie das Leben mit ihm führen, welches Du führen willst.
 
  • #25
Ich glaube gar nicht mal, dass er bindungsängstlich ist, es ist wohl eher so, wie @Andreas1965 sagt:

Er hat andere Interessen und Vorstellungen von der Beziehung als du, hat andere Prioritäten.
Das ist erstmal seine Realität.

Bedenklich finde ich das (zu) enge Verhältnis zu den Eltern auch. Dass dies nicht so ganz normal ist und die Eltern ihn sicherlich emotional manipulieren, da müsste er ja erstmal selber drauf kommen. Denn er kennt es nicht anders und findet das so normal.
Um daran etwas zu ändern, ist sein Leidensdruck nicht groß genug. Wenn ihm wegen dieser Konstellation immer wieder die Frauen weglaufen, wird er vielleicht irgendwann mal von alleine drauf kommen. Vielleicht ist er aber auch so glücklich und will tief innerlich gar keine enge Beziehung zu einer Frau.

BTW: als ich mit meinem Mann und kleinem Kind aufs Land in ein Haus zog am Waldesrand, fühlte ich mich dort abends auch nicht wohl, wenn er arbeitsbedingt nicht da war. Wir haben das Problem damals einfach mit der Anschaffung eines großen Hundes gelöst ...🐺
 
  • #26
Ich weiß mal wieder nicht, wo hier die Bindungsangst sein soll. 2,5 Jahre fest zusammen, incl. täglichem Zusammenschlafen und Frühstück bei den Eltern, womit der Partner ja praktisch schon inoffiziell Teil der Familie ist. Das würde jemand, der tatsächlich Angst vor Nähe hat, NIE aushalten.

Gut, sein Muster vor eurer Beziehung könnte ein Bindungsproblem vermuten lassen. Nur kurze Beziehungsanbahnungen, auch mit euch ein ewiges Hin und Her. Aber als ihr euch kennenlerntet, war er ja auch erst 25. In dem Alter ist es nicht so ungewöhnlich, nur Kurzbeziehungen gehabt zu haben und noch nicht zu wissen, was man will. Früher sagte man von jungen Männern, sie müssten sich "die Hörner abstoßen". Heutzutage wird alles gleich pathologisiert.

Wie auch immer, wenn da bei ihm Angst vor Nähe war, hat er sie offensichtlich irgendwann überwunden, sodass es euch möglich wurde, eine verdammt enge Beziehung zu führen. Eng, aber nicht "ernst" i.S.v. erwachsen. Ich denke, darum geht es. Der Mann hat keine Angst vor Nähe/Bindung, er hat Angst vorm Erwachsenenleben bzw. dem, was sich Frauen typischerweise unter einer erwachsenen Beziehung vorstellen.

Vielleicht setzen die Eltern, insbes. die Mutter, ihn emotional unter Druck. Vielleicht gefällt es ihm aber auch einfach, wie ein Teenager nur "scheinselbständig" zu sein mit eigenem Reich im Haus der Eltern und Beziehung zu spielen mit einer Freundin, die zwar ständig da ist, aber nur Gaststatus hat. Mit einem Zusammenziehen hätte er sich mit dir auf einer ganz anderen Ebene auseinandersetzen müssen; wäre plötzlich als "Partner" gefragt gewesen statt nur als "Freund"/Liebhaber.

Irgendwie tut mir der Mann leid. Auf seine persönliche Entwicklung würde es sich zweifellos positiv auswirken, wenn die Eltern ihn endlich mal sanft aus dem Nest schubsen würden. Es ist aber nicht deine Aufgabe, ihn zu "befreien". Wahrscheinlich war seine Rolle in der Familie schon zementiert lange bevor du auf der Bildfläche erschienst. Und wahrscheinlich müssen ihm noch ein paar Beziehungen daran kaputtgehen, bevor er die Notwendigkeit erkennt, etwas zu ändern.

Du kannt ihn m.E. nur ziehen lassen. Vielleicht tröstet es dich, dass eine Familiengründung mit diesem Mann vermutlich eine Katastrophe geworden wäre.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #27
Sei froh dass Du den los bist. Das kann doch wohl nicht sein das ein erwachsener Mann sich so scheiße verhält. Der wird mit Sicherheit noch durch seine Mutti gesteuert. Die hat ihn nun auch erklärt dass es besser für alle sein wird, wenn er seiner Mutti treu zur Seite stehen wird weil sie ohne den Sohn nicht klar kommt. Was @Andreas1965 von sich gibt, was Du alles nicht richtig gemacht hast, ist absolut grauenhaft und völlig falsch. Du kannst ewig auf die Liebe von ihm warten, die wird nicht kommen, weil es keine Liebe von seiner Seite gab. Amor hast Du auch nicht die Flügel gestutzt.

Vergesse diesen Mann weil er niemals für eine
Frau echte Liebe empfinden werden kann, seine Mama ist immer im Hintergrund und diese Stutzt der Liebe die Flügel.

Der Herr @Andreas1965 wird wohl seine Liebe des Lebens verloren haben, ansonsten kann ich mir nicht erklären weshalb er Frauen gegenüber oft so feindlich ist. Frauen sind bei ihm Grundsätzlich, Übel jeder Ursache. Herrlich:rolleyes:
 
  • #28
Er kann sich ja binden. Allerdings nicht an dich, sondern an seine Mutter.
Stelle dir das ganze mal andersrum vor: Du lebst in der Dachgeschosswohnung deiner Eltern, und ihr müsst immer frühstücken und Mittagessen mit deinem Vater, weil die Mutter nur am Wochenende da ist, damit der Vater nicht allein ist.
Über Nacht wegbleiben geht auch nicht, damit der Vater nicht allein ist...
Klingt schräg, oder?
Also nichts wie weg, es sei denn, du willst dich in einem ödipalen Dreieck bewegen...
 
  • #29
Hi,
ich finde schon wenn Erwachsene "Mama" sagen, klingt das sehr kindisch. Es weckt den Eindruck, als würdest du ihn quasi beschützen in seiner Kinderwelt. Da gebe ich einigen Foristen hier Recht, dass du dich mit deinem Helfersyndrom auseinandersetzen solltest und lernen musst, deine Grenzen deutlich zu machen. Bei ihm übernachten war ja mal ok, aber dass es immer zur Pflicht wurde, da hättest du nicht derart mitziehen sollen. Es gibt sicher genug andere Situationen, die du dir anschauen solltest und fürs nächste Mal draus lernen kannst.
Interessant finde ich, wie egoistisch die Eltern ihn an sich emotional gebunden haben, wahrscheinlich ist es der Mutter nicht einmal bewusst, sondern sie liebt ihren "Jungen" sehr. Früher vor der sozialen Altersvorsorge soll es sowas öfter gegeben haben, als die Alten Angst haben mussten, vom Hof gejagt zu werden, da hielt man sich ein "Dubberle" oder Dubbl, quasi eine kostenlose Haushalts- und Pflegehilfe.
Also lern draus und geh bitte nicht mehr zurück.
W36
 
  • #30
Das ist keine Bindungsangst, das ist eine viel zu enge Bindung zu Mama. Er hängt noch an ihrem Rockzipfel, da ist für eine Frau plus eigene Familie kein Platz.

Sorry, in einem Haus leben ist ja noch ok, auch wenn es nicht meins wäre. Was da aber läuft, ist schon nicht mehr normal. Vermutlich wurde er als Nesthäkchen verhätschelt und hat die Chance verpasst, sich abzunabeln. Das ist nicht nur seine Schuld, auch die Mutter dürfte einen nicht unerheblichen Anteil an dieser ungesunden Entwicklung tragen. Wäre ich die Mutter hätte ich schon längst dafür gesorgt, dass er ein eigenes Leben führt.

Stellst du dir so deine Zukunft vor? Unter'm Dach bei den Schwiegereltern (denn ausziehen wird er nicht!), jedes Wochenende und vermutlich die Abende unter der Woche bei Schiegermama und -papa? Nie auswärts schlafen, nie allein. Immer Mama und Papa dabei.
Geht ihr eigentlich mal aus oder macht auswärtigen Urlaub? Puh, ich ersticke förmlich, wenn ich über diese Enge nachdenke.

Er wird nicht ausziehen. Vergiss es. Wenn sein Vater in Rente ist, dann kommen andere Gründe. Das Alter, irgendwelche Krankheiten, Pflegebedürftigkeit etc.

Die beiden anderen Frauen haben das sofort erkannt und rechtzeitig die Reißleine gezogen. Du hast es bis jetzt ausgehalten, aber ändern wirst du ihn nicht. Er muss sich eine Frau suchen, die mit dieser Enge leben kann oder er wird der ewige Junggeselle bleiben. Schade, dass manche Mütter ihren Kinders so das Leben versauen. Ein wirklich eigenständiges Leben wird er nie führen. Erst dann wenn beide Eltern irgendwann verstorben sind.

An deiner Stelle wäre ich froh, diese Dreiecksbeziehung hinter mir zu lassen.

W35