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  • #1

Trennung wegen Krankheit und Wunsch alleine zu sein........

Wir sind seit zwei Jahren ein Paar und leben in einer Fernbeziehung. Bis vor kurzem waren es 250 km und seit etwa 2 Monaten leider auf 900 km gestiegen aus beruflichen Gründen und weil er eigentlich aus Norddeutschland kommt. Wir sind beide selbständig daher nicht so leicht alles aufzugeben, noch dazu in zwei verschiedenen Ländern (CH/D).

Er lebt nun wieder im seinem eigenen Haus und da in der Nähe ist auch seine Noch-Ehefrau (bitte keine Belehrungen über verheiratete Männer), sie und die Kinder wissen von mir, Kinder kenne ich auch flüchtig.

Nun sind bei ihm Tumorknötchen an den Stimmbändern festgestellt worden und das hat ihn/uns natürlich aus der Bahn geworfen. Muss dazu sagen er ist der Typ Mann, welcher schon bei einer Grippe am liebsten alleine sein möchte und nicht gerne betütelt wird. Nun stellt sich aber die Lage so dar, das ich ihn 6 Wochen nicht gesehen hatte, wegen Behandlung und er brauche einfach seinen Raum, alles gut und schön. Dann haben wir ein verlängerte Wochenende zusammenverbraucht, was total super war. Und nun zieht er sich wieder total zurück und ist absolut unverbindlich was das nächste Treffen angeht. Ich habe mich wirklich versucht zurückzuhalten und Verständnis aufzubringen. Doch gestern kam es dann zum Streit und er meinte es sei besser wenn ich mir einen Anderen suche und er wolle nicht mehr. Ich habe echt Rücksicht genommen, aber "nur" weil er krank ist kann ich doch auch nicht zu allem ja und amen sagen.

Okay, vielleicht war ich auch ungeduldig aber auch ich hab Gefühle und Bedürftnisse und nur dauernd auf dem Abstellgleis zustehen ist nun mal nicht einfach. Komischerweise, wenn wir uns sehen, geht es ihm auch dementsprechend gut, er schläft viel ruhiger und mehr und es ist ihm auch nicht dauernd übel ect. Das sind wohlgemerkt seine Worte. Ich bin mir auch sehr wohl bewusst das er in einem seelischen Tief ist, aber gerade deswegen dachte ich mir zusammen Zeit zu verbringen wäre gut. Soll ich ihn echt alleine lassen in dieser Zeit und gibt es danach vielleicht doch wieder eine Möglichkeit? Ich weiss nicht mehr wo mir der Kopf steht und danke für Eure Antworten.


Hat von Euch jemand schon so etwas ähnliches erlebt?

w/43
 
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  • #2
Liebe FS,

ich stecke seit kurzer Zeit in ähnlicher Konstellation und hinterfrage mich, warum ich mir gerade so ein Exemplar an Mann "gesucht" habe. Nur das mein Mann wirklich frei ist, auch ausreichend Zeit hat, aber gesundheitlich eingeschränkt ist. Ansonsten ist er schon ein toller Kerl, in vielerlei Hinsicht, aber....

Ich hinterfrage mich derzeit sehr viel und ich bin mir sicher, dass sich bis zum Jahresende meine Beziehung zu diesem Mann verflüchtigt hat, aber ich trotzdem froh bin, die Erfahrung mit ihm gemacht zu haben. Es war gut fürs Ego, aber ich muss mir hier vor Ort einen Mann suchen. Nur so hat eine Beziehung eine Chance sich gut zu entwickeln.

Es nützten nichts die Hormone und das gute Gefüh, sondern gewisse Verstandsdinge müssen auch erfüllt werden.

Ich muss mich wieder an meine Devise erinnern: Mit einem Mann an meiner Seite muss es mir perspektivisch gut ergehen, wenn das nicht geht, aus welchen Gründen auch immer, dann muss ich ihn sein lassen, so weh es zum Anfang auch tut.

w 48
 
  • #3
Für mich liest sich das nach einer klassischen Affäre was ihr da führt und auch so, als würde er nicht mehr wollen. Im Alltag hast du bei ihm nichts zu suchen und jetzt wo du mehr Ansprüche stellst, trennt er sich. Klassische reaktion auf eine zu anstrengend werdende affare.
 
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  • #4
Ich kannte einen Mann, der hat mit ca. 50 Jahren seine Frau wegen einer hübscheren Kollegin verlassen. Zehn Jahre später ist er ebenfalls an einem Tumor erkrankt. Anscheinend hat der Krebs sein Weltbild zurechtgerückt und ihn darüber nachdenken lassen, was im Leben wichtig ist. Er hat daraufhin seine Kollegin verlassen und ist zu seiner Ex-Frau zurückgekehrt, die ihn erstaunlicherweise auch wieder genommen hat.

Das ist natürlich nur ein Beispiel und mit Sicherheit nicht die Regel. Dennoch kann eine ernsthafte Krankheit dazu führen, den eigenen Lebensentwurf zu reflektieren und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Wenn er in einer solchen Situation/Lebensphase die Trennung möchte, dann kann man sicher davon ausgehen, dass er es ernst meint.
 
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  • #5
Das ist eine echte Herausforderung. Ich schätze mal, dass er deprimiert bis leicht depressiv ist, und da zieht man sich in sein Schneckenhaus zurück, jede Aktivität wird einem zuviel.
Signalisiere ihm, dass Du für ihn da sein möchtest, dass er Dich anrufen kann oder Ihr Euch auch treffen könnt, wenn er möchte. Vorwürfe an ihn bezügl. Deines eigenen Glücks bringen jetzt wohl nicht viel, da würde er wahrscheinlich erst recht einen Befreiungsschlag tun.
 
  • #6
Ich sehe es wie#3, und könnte mir vorstellen, dass er, durch diese Krankheit, mit einem Mal merkt, was wirklich wichtig im Leben ist.
Da wird alles nebensächlich, was die Geliebte, den Kick des Neuanfangs anbetrifft. Da wird sich besonnen auf "in guten, wie in schlechten Zeiten", und das langjährige Gemeinsame bekommt wieder Bedeutung.
 
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  • #7
hier noch mal die FS

erstens Danke an Alle für Eure Meinung.

Ich bin sicher alles andere als naiv, aber unsere "Beziehung" als klassische Affäre zu bezeichen und ich bin die anstrengend werdende Geliebt, trifft definitv nicht zu!

1. War ich als offizielle Partner bei Geschäftsanlässen dabei obwohl dort seine Frau sehr wohl bekannt ist.

2. Musste er im Sommer notfallmässig in die Klinik und gleich operiert werden. Von der Klinik wurde ich angerufen und nicht seine Noch-Ehefrau. Ich fuhr natürlich auch sofort hin.

3. Hat sein Sohn mir eine Stunde nach seiner eigenen Hochzeit die ersten Fotos gemailt mit den Worten: damit Du auch ein Stück teilhaben kannst. Wohlgemerkt sein Sohn nicht er!

4. Überschüttet er mich mit SMSen heute nach dem er mich gestern "frei gegeben hat". Nur schon diese Ausdrucksweise zeigt mir einiges. Übrigens, habe ich mir nun die Zeit genommen mir über einiges klar zuwerden und habe nicht zurück geschrieben nachdem ich ihm das erklärt habe.

Mir ist sehr wohl bewusst, das so eine Diagnose einem zum Nachdenken bringt. Wir haben einfach so viele Überschneidungspunkte das ich nicht als klassische Geliebte gelten kann.
Auch wenn gewisse Menschen es so sehen und es unrecht von mir finden mit ihm zusammen zu sein. Dafür braucht es aber zwei! Unser Kennenlernen beruht auch nicht auf der Suche nach Affäre oder Beziehung, wir sind uns einfach "über den Weg gelaufen". Waren flüchtig bekannt und der Beziehungsstatus spielte keine Rolle, auch ich war damals vergeben. Er lebte schon lange weit weg von seiner Noch-Ehefrau und ich trennte mich eines Tages, wobei das nichts mit ihm zu tun hatte. Nach einigen Monaten merkten wir dass es knistert und sind dann zusammen gekommen. Er hat mich nie angelogen was seine "Ehe" anbelangt. Es war nur lange nicht wichtig und als es wichtig wurde, war es gefühlsmässig schon zu spät. Vielleicht können das manche nachvollziehen.
 
  • #8
Jetzt ist er krank und geht zurück zu seiner Frau. Das sagt doch alles über seine ernsthaften Gefühle. Aber schön das du dir anderes einreden kannst.
 
  • #9
Liebe FS, diese Details hören sich tatsächlich nach (etwas) mehr an, als nach einer kleinen Bettgeschichte.

Trotzdem, versuche ich jetzt, nach deinem Statement, über die Beweggründe für seines Verhalten zu spekulieren, fällt mir Folgendes auf:

- Hochzeitsfotos hin oder her, du warst es nicht, die mit dabei war. Als offizielle Partnerin an seiner Seite geht doch normalerweise diese mit!
- Die Sache mit dem "Geschäftsessen" darf nicht überbewertet werden. Da kommen so manches Mal Herren in Begleitung einer Dame, die nicht die Ehefrau ist... .
- Er hat sich, bis heute, nicht scheiden lassen,
- er hat dir klar und deutlich gesagt, er "wolle nicht mehr" (dein Zitat)
- und last, but not least, er ist jetzt zur Ehefrau zurück gekehrt.

Möglicherweise hast du eben doch weit mehr in diese Beziehung hinein interpretiert, als wirklich war. Die Liste der (meiner Meinung nach) fragwürdigen Gegebenheiten könnte dir helfen, leichter los zu lassen.
 
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  • #10
@Angela

Ja ich hab darin wesentlich mehr gesehen als einen Geliebtenstatus. Ob ich das nun bin/war oder nicht.................wird die Zeit zeigen.

Ich kenne die Situation mit der Geschichte von Hochzeiten, Taufen ect. zu genüge in meinem Umfeld. Da gehen oft die neuen Partner nicht mit, obwohl diese sogar zusamenleben. Also alleine deswegen mich als Geliebte abzutun ist reichlich weit hergeholt. Hier wird oft über Patchwork-Konstellationen diskutiert und jeder der diese lebt, weiss das es nicht immer einfach ist und auch nicht immer friedlich abgeht.

Ja sicher, auch beim Geschäftsessen kann Mann eine Geliebt oder Escortdame dabei haben. Jedoch hatte ich von seiner Wohung, welche sich über dem Geschäft befand als die letzten Jahre dort gearbeitet hat, einen eigenen Schlüssel. Somit konnte ich ein und aus wie ich wollte, noch dazu musste ich dafür durch Geschäftsräume gehen um in die Wohnung zu gelangen.

Es hat niemand gesagt das er zu seiner Ehefrau zurück gegangen ist!!! Er hat den Job in Süddeutschland aufgebenmüssen aus rein geschäftlichen Gründen und hat in seiner alten Heimat gleich ein super Angebot bekommen. Da er dort noch immer sein Haus stehen hat, ist er für den Moment dahin zurück. Ich war ja auch schon dort, es ist ein kleine Dorf und jeder kennt jeden.

Geliebte??? Definitiv nicht!!!!

Aber das ist auch egal...............die Zeit wird es zeigen, wie und ob es weitergeht. Ich hab nun eine Kontaksperre eingelegt und wie gesagt er ist es, der diese nicht einhält.

Trotzdem danke für Eure Postings
 
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  • #11
So, wie ich es verstanden habe, lebt er nicht bei seiner Frau, sondern in seinem Haus in der Nähe der Frau. Er ist also nicht zu ihr zurück gegangen. Ja, bei sehr vielen Menschen stellt eine solche Hiobsbotschaft (ich gehe jetzt mal davon aus, dass die Knötchen bösartig waren) das ganze Leben auf den Kopf und man besinnt sich auf das Wichtige und Wesentliche. Wieso aber sollte er zu seiner Frau zurück kehren? Krebs erzeugt keine neuen Liebesgefühle.
Liebe FS, könnte es sein, dass er Dich mit seiner Krankheit nicht belasten will und schlicht und einfach Angst hat vor dem, was vielleicht noch kommen wird? Ich könnte mir vorstellen, dass er auch fürchtet, Deinen Bedürfnissen und Ansprüchen nicht mehr gerecht zu werden. Du hast zwei Möglichkeiten. Entweder Du verlässt ihn oder Du reduzierst Deine Bedürfnisse auf ein Minimum und bist in nächster Zeit ganz und gar für ihn da, soweit bei dieser Entfernung möglich. Auf alle Fälle ist die jetzige Situation ein Prüfstein für eure Beziehung. Habt Ihr denn überhaupt schon einmal über Eure Zukunft gesprochen?
 
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  • #12
@10

Danke für Deine mitfühlenden Worte!!!

JA wir haben über unsere Zukunft gesprochen bevor das Alles passiert ist. Es war ganz klar in Planung das er sich scheiden lässt und wir zusammenziehen möchten.

Tendenziell würde ich eher zu ihm ziehen, was aber gut geplant sein muss. Ich habe ein gut laufendes Geschäft und möchte nicht leichtfertig meine Existenz aufgeben. Das was ich arbeite, könnte ich auch in seiner Nähe tun aber es dauert einfach bis ein Geschäft aufgebaut ist. Und wenn man mal selbständig war, kann man mehr schlecht als recht wieder in ein Angestelltenverhältnis zurück.

Sein Haus hat er nicht verkauft weil das riesen Grundstück aus dem Erbe seiner Mutter ist, das Haus welcher er uns seine Frau damals bauten abbezahlt ist und auf dem Grundstück sein Sohn in kürze bauen möchte. Ausserdem habe ich kein Wohneigentum was mir auch nichts ausmacht.

Es geht auch nicht darum das ich mich von ihm aushalten lassen will, aber ich gebe nicht alles auf, wenn nicht wesentliche Dinge geregelt sind.

Vielleicht habe ich mich bei der Fragestellung auch falsch ausgedrückt. Er hat nicht direkt Schluss gemacht, er hat sich einfach Raum und Zeit erbeten, er findet dass er mir nicht das geben kann was ich brauche ect. Daher hat er mich "freigegeben", gleichzeitig überhäuft er mich mit Liebes-SMSen. Daher mein Entschluss der Kontaktsperre. Ich bin sehr wohl bereit ihm Zeit und Raum zu lassen aber er kann mich nicht hin und her schubbsen wie es ihm grad passt, trotz Krankheit nicht.

Ich liebe ihn sehr und habe auch viel Geduld, aber nun muss ich mich selber schützen und nimm mir die Zeit.
 
  • #13
Liebe FS,
das ist eine schwierige Phase. Vielleicht fühlt er sich mit der Diagnose minderwertiger, ein Häufchen Elend, damit will sich doch keiner belasten und dann hat er es vielleicht gut gemeint und wollte dir zuvorkommen: Bevor du ihm sagen könntest, dass du dich nicht mehr mit ihm abgeben möchtest, gibt er dich frei. Dass das ein Irrgedanke von ihm ist, dass du ihn gar nicht deswegen verlieren möchtest und vermutlich gerade jetzt erst recht für ihn da sein, dass muss ihm wohl erst noch klar werden - und indirekt scheint das auch sein Wunsch zu sein, wenn er dich mit Nachrichten überschüttet.

Warum also Kontaktsperre?
Du meintest, ihr hättet VOR der Diagnose über eure Zukunft gesprochen. Ich finde, ihr solltet euch wiedersehen (nicht am Telefon) und noch einmal über eure Zukunft sprechen - dann wird euch auch klar, was ihr beide wollt und erwartet und mögliche Zweifel können ausgeräumt werden - oder aber werden bestätigt und dann ist die Lage auch klar.
 
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  • #14
Liebe FS
Ich verstehe, dass Du Dich schützen willst, denn wie oft gehen Menschen an der Krankheit ihres Partners kaputt. Aber ich sage Dir aus eigener Erfahrung, dass die Diagnose einer lebensbedrohenden Erkrankung die Welt aus den Angeln hebt und erst mal ein Schock für den Betroffenen ist. Dass da die Gefühle und Gedanken Purzelbäume schlagen ist absolut normal. Einmal hü, dann wieder hott. Ich würde die Kontaktsperre sofort aufheben und ihm mit Haut und Haar zur Seite stehen, er braucht Dich jetzt mehr als jemals zuvor. Das ist für mich Liebe...
 
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  • #15
ich bin noch verheiratet und lebe mit meinem noch--ehemann und unseren beiden söhnen in einem haus (getrennte zimmer seit 6 jahren).

ich habe vor 2 jahren einen tollen mann kennen und lieben gelernt. er wohnt ca. 200 km von mir entfernt. wir führen eine wochenendbeziehung. er kennt meine kinder, meine freunde und auch meinen noch-mann. ich begleite ihn bei offiziellen anlässen etc. wir sind ein paar.

vor gut einem jahr wurde ich sehr krank. ich bin auch jemand, der sich dann zurückzieht. ich spreche nur ungern über meine krankheit. habe lange hin und her überlegt und wollte meinen freund dann "frei geben". er sollte nicht an eine kranke frau gebunden sein, die er kaum 1 jahr kannte. ich habe versucht ihn los zu werden. wollte ihn nicht mehr sehen. wollte ihm nicht zur last fallen. wollte nicht, daß er sich wegen mir sorgen macht.

er ließ sich nicht abwimmeln. wir sind weiter ein paar und sehr glücklich.

vielleicht geht es deinem partner ähnelich wie es mir vor 1 jahr ging.er will dich nicht belasten, dir eine zukunft mit einem kranken mann zumuten.
 
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  • #16
@13

Kontaktsperre klingt so wahnsinnig hart, vielleicht war es eine falsche Wortwahl von mir.

Wir haben die letzten 4 Wochen, seit der Diagnosestellung, oft darüber gesprochen und ich habe ihm immer gesagt dass ich ihm zur Seite stehen will und werde. War Tag und Nacht erreichbar und stand einfach zur Stelle.

Natürlich ist es bei einem Angehörigen immer doppelt schwierig aber ich weiss (so fern man das kann) worauf ich mich damit einlasse.

Jedoch bin ich selbst Therapeutin und habe schon öfters Krebspatienten begleitet...........falls es wirklich zum Äussersten kommen würde.

Durch die Entfernung kann ich natürlich nicht von einer Stunde zur Nächsten bei ihm sein, aber ich kann mir vieles einrichten und würde das ohne zu zögern tun.

Mehr als es ihm sagen und anbieten kann ich nicht. Er hat sich in den letzten zwei Wochen mit Händen und Füssen gegen alles gewehrt und immer wieder um Zeit und Abstand gebeten. Was ich auch respektiert habe! Ich habe viel Geduld aufgebracht auch schon davor, denn seine Krankengeschichte ist lange, wenn auch mit "harmloseren" Dingen gespickt.

Ich habe nun aber keinen anderen Weg gesehen als auch mal auf Abstand zu gehen. Werde aber siche rmorgen oder am Freitag mich bei ihm melden, aber diese Zeit gönne ich mir nun auch mal zum Durchatmen.

FS
 
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  • #17
Ich kann ihn gut verstehen.
Er hat große Angst vor dem, was ihn erwartet. Operationen, quälende Therapien. Vielleicht wird er nie wieder gesund.
Er weiss nicht, ob Du in dieser Situaiton, die auch für die Partnerin sehr belastend ist, zu ihm halten wirst. Er will lieber nicht darauf warten, dass Du ihn fallen läßt. Er will auch nicht, dass Du aus Mitleid oder Anstand bei ihm bleibst.
Lieber gibt er Dich frei.
Wahrscheinlich wünscht er sich im Stillen nichts mehr, als dass Du diese schwere Zeit mit ihm durchstehst.
w55
 
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  • #18
Hallo liebe FS,

Wenn dir danach ist und du ihn magst, dann möchte ich dir einen Rat geben! Bleibe bei ihm und unterstütze deinen Partner! Sicherlich wird es keine einfache Zeit für euch beide!

Ungern denke ich an meine Zeit Anfang des Jahres zurück! Meine Mutter starb mit 48 Jahren an Krebs und dazu noch an meinem Geburtstag!! In dieser Zeit erkannte ich kaum meinen Vater wieder! Der Physiche Druck war immens, und jedenTag deutlich sichtbar. Auch an mir und meiner Schwester sind die Spuren nicht spurlos vorbeigegangen.

Ich möchte dir nur Mut machen und wünsche alles Gute für eure Zukunft! Eins ist Sicher, wenn ihr als Paar eure Situation meistert, wird dies euch beide für immer zusammenschweißen!

Viel Glück M/26
 
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  • #19
Bleib doch einfach für ihn da, wann immer er dich braucht, aber bedräng ihn nicht. Im Moment gehen wohl seine Bedürfnisse vor und nicht unbedingt deine. Auch wenn du ihm helfen willst, warte, bis er die Hilfe annimmt. Jeder geht anders mit einer Krankheit um, das sollte man respektieren, vor allem als Partner. Es ist nicht einfach, wenn er sich jetzt zurückzieht, aber lass ihn und mach ihm keine Vorwürfe. Sei einfach da, wenn er dich braucht, denn offenbar bist du dir sicher, was eure Beziehung anbelangt, also werdet ihr euch diese schwierige Zeit überstehen.
 
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  • #20
Liebe FS
"13" nochmals. Danke für Dein Posting. So, wie Du es jetzt beschreibst, tönt das Ganze natürlich ganz anders und für mich auch absolut nachvollziehbar. Viel Kraft und liebe Grüsse :)
 
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  • #21
Bei mir war es umgekehrt. Als ich meine Krebsdiagnose erhielt, habe ich zwar gehofft und gewünscht, er würde bleiben. Aber er hatte nach fünf Monaten eine neue und hat sich bis zuletzt nie mehr blicken lassen.... sowas tut sooo weh, dass ich es heute genauso machen würde wie dein Freund. Sofort los-und gehenlassen - denn das hat niemand verdient, wir brauchen unsere Kraft ganz und gar für die Gesundung und nicht noch für Liebskummer.
Heute sage ich: du darfst bleiben solange du möchtest, du darfst gehen,wenn es dir zuviel ist - aber bitte sei ehrlich offen und klar.
 
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  • #22
@20

Mir ist sehr wohl bewusst das es nicht ein leichter Weg ist! Aber ich hab mich für ihn entschieden und meine Liebe ist einfach sehr gross und für mich bedeutet lieben auch in schlechten Zeit bei jemandem zu sein.

Mir gefällt Dein Satz: du darfst bleiben solange du möchtest, du darfst gehen,wenn es dir zuviel ist - aber bitte sei ehrlich offen und klar............sehr gut.

Wir haben sehr offen über Alles gesprochen und ich habe ihm gesagt, eine Garantie hat niemand aber ich kann Dir versprechen dass ich offen und ehrlich sein werde. Und das ich bereit bin diesen Weg mit ihm zu gehen.

Ich hoffe das wir noch einen Weg zusammen haben werden.

FS
 
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