G

Gast

Gast
  • #1

Trennung war gut und richtig. Und danach?

Liebe Leute

ich freue mich auf zahlreiche Meinungen von Euch!

Die Trennung von diesem Mann war wichtig, denn wir haben wirklich nicht zusammengepasst.
Nachdem ich alles so halbwegs in den Griff bekommen habe, freue ich mich, dass auch wieder „helle“ Tage kommen. Die Trennung zog finanzielle Einbussen mit sich, aber das nahm ich gerne ich Kauf. Mittlerweile habe ich alles wieder im Griff. Es ist sechs Monate her.

Ja, ich ertappe mich dabei, wie ich mich freue, endlich wieder meinen Rhythmus gefunden zu haben.
Diese Freude überwiegt, jedoch: klar es kommen immer wieder noch Gedanken an früher.

Wie ist es Euch gelungen, diese „Löcher“ wie ich es nenne, zu überstehen?
Ja, es fühlt sich wie ein Tief an, wo ich nicht mehr sein will

Dieser Mann hat mich sehr unangenehm behandelt, hatte (zu)viele Freundinnen neben mir, es ist wirklich gut, dass ich ihn nicht mehr als Partner habe. Wir haben auch keinen Kontakt mehr, was ich gut finde.

Neuen Männern begegne ich sehr reserviert. Ja, natürlich freue ich mich über eine Partnerschaft, aber nie wieder mit einem Mann, der nicht wirklich dazu fähig ist, eine tiefgehende Beziehung einzugehen.
Deshalb lasse ich mir Zeit, richte meine Aufmerksamkeit auf mein Leben und geniesse es, in Ruhe zu leben.

Frage: Wann hört diese Erinnerungsmaschinerie auf? ich will es nicht mehr, an ihn zu denken, da hinter der Fassade wirklich nichts war.

Vielleicht kennt jemand von Euch sowas, da freue ich mich über Antworten und Sichtweisen, Erfahrungen, wie man (Frau) da rauskommen kann

Danke
w/42
 
G

Gast

Gast
  • #2
Liebe w-42

von den Erinnerungen kannst du dich nicht so leicht trennen. Die steigen auf und werden manchmal phantastisch, mischen sich mit aktuellen Sehnsüchten und Bedürfnissen. Man kann nur pragmatisch bleiben und sich konkrete "unangenehme" Situationen wieder vor Augen führen. Auch wie sehr man damals gelitten hat mag helfen. Ich weiss wovon ich rede. Ich hatte einen hartgesottenen Don Juan als Kollegen, der hat mit mir gemacht wonach ihm war. Ich habe die Reissleine gezogen aber danach war ich - obwohl ich wusste mir war noch Schlimmeres erspart geblieben- mehrere Jahre lang nur ein Haufen Beziehungsschrott. Mir hat geholfen meinen Beruf zu haben. Hätte ich den nicht gehabt wäre ich im Irrenhaus gelandet.
 
G

Gast

Gast
  • #3
Wie ist es Euch gelungen, diese „Löcher“ wie ich es nenne, zu überstehen?
Ja, es fühlt sich wie ein Tief an, wo ich nicht mehr sein will

Ich kann es Dir nicht sagen, irgendwann war es einfach weg - hat ca. 5 Jahre gedauert. Wichtig: ich habe mich niemals auf Kompromissmänner eingelassen - ich war mir selber genug: ein Mann eine Bereicherung, kein Kompromiss.

Neuen Männern begegne ich sehr reserviert. .... Frage: Wann hört diese Erinnerungsmaschinerie auf?

Hmmm, schwierig: neue Beziehungen stehen unter der Last der Vergangenheit. Ich habe den gleichen Sch**** erlebt, aber ich konnte immer unterscheiden, mit wem bin ich reingefallen und wer steht mir gerade genenüber? - ein anderes Individuum. Ich versuche, neue Männer nicht mit der Vergangenheit zu überziehen. Blauäugig bin ich trotzdem nicht.
 
G

Gast

Gast
  • #4
Das ist doch ganz normal und wichtig, um dann alles innerlich zu den Akten zu legen.
Bei einer guten Trennung würdigt man die gemeinsamen schönen Stunden.

In meinem Fall hat es zwei Jahre gedauert, bis ich nach einer sehr kurzen Beziehung, die aus demselben Grund gescheitert ist, nicht mehr sehnsüchtig an ihn dachte.

Ich würde einfach distanziert mit Männern umgehen, ihre positive Aufmerksamkeit genießen, sie aber in ihre Schranken weisen, wenn es in eine Richtung geht, die sich für Dich schlecht anfühlt. Du kannst sogar damit spielen und bewusst die unterschiedlichsten Männer kennenlernen bzw. austesten.
Denn was der eine an DIr liebt, hasst der andere. Wo einer unzuverlässig ist, kannst Du blind auf den anderen vertrauen. Mach´ Dir klar, es gibt alles auf dieser Welt, Schönes und Schlechtes. Und v.a. kannst Du wählen, was Du willst. Dein Gespür ist Dein sicherer Berater - es ist heute feiner und wachsamer, mit jeder Erfahrung, die Du machst!
 
  • #5
Liebe FS,
Ich bin 16 Jahre verheiratet, davon 2 Jahre getrennt lebend, Scheidung läuft.
Meine Frau war Charakterlich wesentlich besser wie es dein Ex gewesen ist, deinen Beschreibungen nach. Die Trennung betrachtete ich lange als persönliche Niederlage.
Ca.1,5 Jahre habe ich häufig geweint wenn ich an früher gedacht habe.
Für das verarbeiten der vergangenen Beziehung bzw. Trauerarbeit war es, denke ich jetzt , gut so.
Seit einigen Monaten beginne ich mich für meinen Umfeld mehr zu öffnen, bin kontaktfreudiger
und mache mehr für mich ( zum Beispiel leiste ich mir einen Personal Trainer ).
Heute überwiegt ein Gefühl der Dankbarkeit für die Zeit und ein wenig Fürsorgepflicht für meine Ex.
Wenn ich beitragen kann dass es ihr gut geht, mache ich es. Sehen tun wir uns ansonsten nur sehr selten, das muss so sein sonst kommt man nicht zur ruhe.
Ich finde so wie du es handhabst hört sich einigermaßen Gesund an. Nicht immer hat man im
Forum was zu kritisieren, eine Bestätigung dass man es richtig macht ist auch OK.
Ich wünsche mir eine neue Beziehung ( du wärst altersmäßig mein Beuteschema ) und bemühe
mich offen für neue Mitmenschen zu sein, zu viel Vorsicht lähmt. Die Erinnerungen hören nie auf,
aber sie gehen auf ein erträgliches Maß zurück, dass eine neue Liebe zulässt. M 50.
 
Top