• #1

Trennung ohne Grund kurz vor der Hochzeit

Danke, dass ihr euch Zeit nehmt, meine Frage zu lesen.
Zuerst einmal ein kurzer Kontext: mein Exfreund und ich waren 6 Jahre ein Paar. Anfangs musste er sehr um mich kämpfen und hat sich sehr um mich bemüht. Vor zwei Jahren haben wir uns einen gemeinsamen Traum erfüllt und sind in die USA geflogen. Am Grand Canyon hat er mir dann einen Heiratsantrag gemacht und wir haben unsere Hochzeit geplant. Diese sollte nun im Mai stattfinden. Alles war organisiert, ein romantisches Rittergut, ich habe ein schönes Kleid gekauft und vor zwei Wochen haben wir noch gemeinsam Ringe ausgesucht.
Vor einer Woche kam dann der Schlag ins Gesicht für mich: er hat sich von mir getrennt. Das schlimmste für mich, ohne einen Grund zu nennen. Vorgeschoben hat er, dass er keine Kinder möchte. Später gab er dann zu, dass er das nur gesagt hat, um eine Trennung meinerseits auszulösen. Nun sitze ich hier in unserer Wohnung und stelle mir immer wieder die gleiche Frage: Warum?
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass er sexuell eher wenig aktiv war, was oft zu Diskussionen geführt hat. Irgendwann habe ich mich damit abgefunden. Er sagte zu mir, wir würden nur noch nebeneinander her leben, allerdings habe ich ihn immer zu neuen Aktivitäten animieren wollen, um mehr Zeit miteinander zu verbringen. Er wollte lieber den Tag gemütlich auf der Couch verbringen. Er hat vor einem halben Jahr eine Ausbildung begonnen, nachdem er ein Studium abgebrochen hatte und diese spannt ihn schon sehr ein.
Vielleicht kann mir hier einer helfen, die Gründe für die Trennung etwas klarer zu sehen.
 
N

nachdenkliche

  • #2
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass er sexuell eher wenig aktiv war, was oft zu Diskussionen geführt hat. Irgendwann habe ich mich damit abgefunden. Er sagte zu mir, wir würden nur noch nebeneinander her leben, allerdings habe ich ihn immer zu neuen Aktivitäten animieren wollen, um mehr Zeit miteinander zu verbringen

Oje..ich glaube da liegt der Hase im Pfeffer! Das war ein Zeichen von ihm. Er hat von Dir erwartet, dass Du zwischen den Zeilen lesen kannst, er hat gedacht, wenn er Dir sagt, er möchte keine Kinder, willst Du auch nicht mehr. Tatsache war, er wollte das ganze, Eure Verbindung gar nicht mehr, weil er kalte Füße bekommen hat.
Deswegen sage ich immer, macht doch den Mund auf! Wozu gibt es diesen? Nicht nur zum essen...wieder ein typischer Montag heute, gruselig.
Was mir immer ein Rätsel bleiben wird, WARUM spielen viele Männer diese Täuschungsmanöver so lange mit, bis es nicht mehr geht, warum?
Du stehst jetzt vor dem Scherbenhaufen. Lass ihn laufen, frage ihn nicht mehr nach den Gründen, denn diese nützen Dir nichts mehr.
Er will nicht mehr, er ist feige..das haben wir hier auch gerade, aber Dein Exemplar hat gerade noch rechtzeitig die Notbremse gezogen.
Kopf hoch, diesen Liebeskummer wirst Du auch bewältigen. Alles Liebe!
 
  • #3
Angst sich in alle Ewigkeit fest zu binden! Das Gefühl die Ehe sei ein Gefängnis aus dem wir nicht ausbrechen können und die Ehe sei etwas endgültig besiegeltes.

Er wäre nicht der einzige Mann, welcher sich kurz vor der Trauung trennt, weil er kalte Füsse bekommen hat. Es gibt auch Frauen, die das machen.

Dass er sich um dich besonders bemüht hatte in der Anfangsphase, um dich zu erobern bedeutet leider nicht gleichzeitig, dass er keine Angst hat vor Verantwortung und Verpflichtung und sich idealerweise sein ganzes Leben an eine Frau zu binden. Dieses sich extrem um die andere Person bemühen und sie haben zu wollen, suggeriert manchmal fälschlicherweise eine Ernsthaftigkeit.

Dass er sich selber nach Nähe, Zärtlichkeit und Geborgenheit sehnt, ist sicherlich keine Frage aber vermutlich ist ihm diese Angst in die Quere gekommen.
Ich würde ihn darauf ansprechen und ihn auch fragen, ob er Angst hätte das die Ehe wie ein Gefängnis wird, er nichts mehr allein unternehmen könne und Angst vor Verpflichtungen, Verantwortung und Erwartungen deinerseits.

Sage ihm, dass niemand weiss, wie eine Ehe verläuft aber das es dein grösster Wunsch wäre, dass ihr euch beide gegenseitig zufrieden und glücklich macht und wenn die Ehe mit euch nicht funktionierte dann würdest du auch nicht wollen, dass ihr beide leidet und euch gegenseitig das Leben zur Hölle macht. Sage ihm auch du wärst überzeugt und hättest geglaubt ihr würdet es zusammen schaffen und wenn nicht dann würdet ihr euch trennen denn das sei immer möglich. Lasse ihm das Gefühl das alles auf freiwilliger Basis geschieht - auf die Ehe und auch ihre event. Auflösung.

Es ist gut, wenn du ihm auch sagst, dass auch für dich eine schlechte Ehe kein Grund wäre in aller Ewigkeit an ihr festzuhalten, weil ihr beide nur ein einziges Leben habt und es nicht Wert wäre mehr zu leiden als glücklich zu sein.

Liess das Buch "Jain!" von Stefanie Stahl. Es passt zu bindungsängstlichen, dass sie auch die Sexualität meiden, wie dein Ex.
 
  • #4
Nun sitze ich hier in unserer Wohnung und stelle mir immer wieder die gleiche Frage: Warum?
Eventuell hat er kalte Füße bekommen und ihm wurde bewusst was das für eine Verantwortung bedeutet. Eine Hochzeit hat auch ein bisschen was endgültiges. Du schreibst, er ist in der Ausbildung. Vielleicht plagten ihn auch Existenzängste, könnte ich mit einem Ausbildungsgehalt auch verstehen. Dir gegenüber ist es nicht fair aber ich vermute, dass da viele Ängste dahinter stecken.
 
  • #5
Die Foristen können nur raten. Wenn du es nicht erraten kannst - schwierig.
Offenbar ist es etwas, über das er nicht reden will. An deiner Stelle würde ich ihn zu einem Treffen auf neutralem Boden bitten, um ein Beziehungsabschlußgespräch zu führen, wo alles ausgesprochen wird, von beiden Seiten, ruhig und ohne Anklage, um besser abschließen zu können.
Wenn er auch das verweigert, dann mußt du ohne das abschließen. Andererseits kann er vielleicht sein allgemeines Unbehagen, daß er mit der Beziehung hatte, gar nicht selbst ausreichend verbalisieren.
Bemühen sollte er sich jedenfalls, dir und auch sich selbst zuliebe.
 
  • #6
1) Sorry aber der Fehler ist nach den Gründen der Trennung zu suchen - wir kennen ihn nicht und er trennt sich. Wie sollen wir die Gründe erraten ?

2) So hart es ist: Getrennt ist Getrennt und Ex ist Ex - egal aus welchem Grund. Du hast die Trennung zu akzeptieren.

3) Du kannst nun alles aufwühlen analysieren und ne Menge Zeit damit vertun - aber Du wirst nichts gewinnen, weil Du ihn nicht zurück bekommst.

4) Ich hab das im Bekanntenkreis - Frau war mit Mann zusammen, sie hatten entschieden, zu heiraten, gemeisame Träume etc. Bis sie irgendwann spazieren gingen und er sagte "Du sorrry, ich pack das alles nicht, das war's, wir sind getrennt." Natürlich war es hart, aber sie is nun mit jemand anders glücklich verheiratet und Mutter.

5) ich denk mal

Er hat vor einem halben Jahr eine Ausbildung begonnen, nachdem er ein Studium abgebrochen hatte und diese spannt ihn schon sehr ein.
daß das auch ein Grund sein könnte: Er kann Dich nicht ernähren mit seinem kargen Azubi - gehalt vor allem dauert es bis er sich im job etabliert und dich dann evtl ernähren lann.

Aber Hand aufs Herz: Was willst mit diesen Mutmaßungen ? Und warum verdient dieser Typ, der so handelt, daß Du auch nur eine Sekunde Deiner kostbaren Lebenszeit an ihn verschwendest ?

Auch andere Mutter haben schöne Söhne. Das gilt auch für Dich.
 
  • #7
Würde ich so reagieren, dass ich mit jemanden etwas fest plane, um dann letztendlich kurz vorher alles abzusagen, dann will ich das, was ich da mitgeplant habe, garnicht haben.

Vielleicht fühlt er sich fremdbestimmt und kann sich das Leben so an deiner Seite nicht vorstellen, ist damit überfordert, hat Angst. Nicht jeder verträgt viel Trubel und er kann sich vielleicht besser zuhause entspannen als mit ständigen Aktionen.

Ich habe bei euch das Gefühl, dass ihr aneinander vorbei redet. Du findest dich mit weniger Sex ab, er hat sich damit abgefunden, dass er nicht auf der Coach sitzen darf….ihr lebt wirklich zwei verschiedene Leben nebeneinander her und habt keinen gemeinsamen Rhythmus, auch nicht richtiges Verständnis für den anderen.
Suche noch einmal das Gespräch und lass ihn reden und höre ihm zu .
 
  • #8
Ich würde ihn nach den Gründen fragen.
Mein Tipp wäre, dass er gemerkt hat, dass ihr einfach nicht zusammen passt und unterschiedliche Lebensvorstellungen habt. Die Aussicht darauf das ein Leben lang durchzuziehen hat ihn abgeschreckt, das will er sich und dir nicht antun. Eine Beziehung ist keine wissenschaftliche These die Gründe, Argumente und Logik beinhalten muss, genausowenig muss das eine Trennung.
Viel Erfolg, blick nach vorne
M31
 
  • #9
Eigentlich liegt es doch auf der Hand,mir passt überhaupt nicht zusammen, habt ganz unterschiedliche Vorstellungen von so fast allem. Er hat sich an den so romantischen Ort zu einem Antrag hinreißen lassen und jetzt mehr als deutlich gemerkt, dass ihr im Leben nicht passt. Du willst viel Sex, er wenig, du willst Aktion, er Entspannung. Du Kinder, er nicht. Und ihr könnt die Unterschiede wohl nicht akzeptieren, so dass es zu permanentem Streit kommt. Liebe ist leider für eine Ehe nicht genug und daher denke ich, er hat genau das Richtige getan und sich getrennt.
 
  • #10
Ui nei!! Der absolute Horror. Du tust mir wirklich leid.

Er hat wohl schon lange mit der Beziehung gekämpft aber nicht so recht darüber geredet. Und so eine Hochzeitsplanung ist ja auch etwas, womit man sich "ablenken" kann. Also für ihn war es evtl. so. Vielleicht hat er auch eine andere Frau kennengelernt. Man kann über seinen Entscheid nur Vermutungen anstellen, da er ja keine Gründe nennt für die Trennung. Was für eine feige S... !

Naja, du kannst froh sein, dass du den los bist. Jemand, der sich so sang- und klanglos auf Nimmerwiedersehen verabschiedet, hat nicht eine liebe Frau verdient.
 
G

Ga_ui

  • #11
Ich finde, der Mann hat das schon sehr klar für sich überdacht, dass ihr nicht besonders glücklich miteinander werden könnt. Anfänglich hat er an dich geklammert, und war noch unreif, mittlerweiler merkt er aber, dass die ganze Sache ein Level über ihm ist.

- er möchte seine Freizeit lieber gemütlich auf der Coach verbringen, du willst ihn ständig zu Aktivitäten animieren. Nicht schön, eher lästig.

- er ist ein Mann geringer oder nicht vorhandener Libido, steht also ständig unter Druck, deinen sexuellen Forderungen nachzukommen. Vielleicht sieht er sich dem nicht gewachsen.

- auch Kinder möchte er keine, was eine Ehe aber zwangsläufig fast immer mit sich bringt. Sonst braucht man ja irgendwo auch nicht zu heiraten.

- für ihn ist es ein nebeneinanderherleben. Das bringt ein Zusammenziehen oftmals mit sich: Routine, Alltag, sich ständig sehen.
 
  • #12
Guten Morgen liebe FS,

das Herz kennt Gründe, die der Verstand nicht kennt. Hier wild zu spekulieren, das wird sicher nichts bringen, die wahren Gründe wirst du vielleicht nie erfahren. Aus deinem Post entnehme ich, dass ihr sehr unterschiedlich seid und vielleicht ist es besser, dass dein Liebster noch gerade rechtzeitig gehandelt hat. Eine Ehe hätte euch beide ins offene Feuer laufen lassen. Alles Liebe für dich.....
 
  • #13
Vielleicht hat er gerade noch rechtzeitig begriffen, dass Du nur durch Größe sowie Großes zu gewinnen und zu halten bist, was auf Dauer sehr anstrendend sein kann, und vielleicht liebt er "nur" die kleinen sowie unwesentlich erscheinenden Dinge im Leben, das aber sehr intensiv, was sehr entspannend sein kann.

Mir ginge es jedenfalls so.

Dann doch lieber kurz vor knapp als zu spät entschieden.
 
  • #14
Es tut mir leid zu lesen, was dir das widerfahren ist...

Mir fällt auf, dass zwischen Heiratsantrag und Termin gut zwei Jahre liegen. Das erscheint mir trotz aller Planungsnotwendigkeit doch sehr lange.
Gibt es dafür einen besonderen Grund warum es so zäh vorwärts ging?
Oder hat er sich in einem romantischen Moment zu einem Antrag hinreißen lassen und die Realisierung vor sich hin geschoben?
Zumindest ist das für Bindungsscheue ein Zeitraum, in dem alle möglichen Schreckensszenarien ausgemalt werden können. Und in dem Zustand in die Handlung zu kommen und an seinem Versprechen festzuhalten, stelle ich mir schwierig vor.
Ich würde ihn nach einem konkreten Grund für seinen Rückzieher fragen. Du hast ein Recht auf eine Antwort.

Ich bin in der Vergangenheit auch einmal 2 Monate vor der Hochzeit abgesprungen. Das lag allerdings an dem veränderten Verhalten des Bräutigams, der plötzlich unbeherrscht seine Eifersucht zeigte. Ich konnte nirgends mehr hinfahren, ohne dass er mir nachstellte.
Er war kein Mann für mich. Zum Glück habe ich das rechtzeitig bemerkt.
Ich habe dann anderthalb Jahre später einen anderen Mann geheiratet, der besser passte.
 
  • #15
Hm. Es ist schwierig, so von außen was zu sagen. Der Heiratsantrag kommt mir sehr filmreif vor. Die geplante Hochzeit auf der Burg auch. Kann es sein, dass viel Wert auf Äußerlichkeiten und Darstellung bei euch gelegt wird, also schöne Hülle, aber wie sieht es innen aus?

Man versucht, einromantisches Ideal zu leben und darzustellen, aber es kommt gar nicht von Herzen, sondern passt nur gerade so in die Szene?

Ob das so ist, erkennst Du an anderen Bereichen, wo es ähnlich darstellerisch zugehen würde.

dass er sexuell eher wenig aktiv war, was oft zu Diskussionen geführt hat.
Also wart ihr nicht kompatibel in der Hinsicht. Es könnte sein, dass er auf was ganz anderes steht, es aber nicht zugeben konnte vor sich und Dir. (würde wieder zu der schöne-Fassade-aber-wie-sieht-es-innen-aus-Theorie passen)

Dass er durch seine Ausbildung geschlaucht ist und lieber auf der Couch sitzen will, kann ich verstehen. Ich denke aber, dass dieses Argument mit dem Nebeneinanderherleben auch nur irgendwas Dahingesagtes ist wie das mit dem Kinderwunsch. Er will Dir den wahren Grund nicht nennen, scheint mir. Vielleicht kann er es auch nicht, aber anscheinend ging ja die Beziehung schon eine Weile schief und Du konntest es nicht erkennen.

Der Grund kann vieles sein. Hat vielleicht gesehen, dass Heirat eine entscheidende Wendung im Leben ist und will lieber noch nicht festgelegt sein. Hat sich fremdverliebt. Hat eine sexuelle Neigung vor auszuleben und kann das mit Dir nicht. Kommt selbstwertmäßig nicht klar damit, dass er sein Studium abbrechen musste und weiß nicht, wo er in seinem eigenen Leben steht (was auch bedeuten kann, dass man nicht weiß, wie es mit den anderen Eckpunkten im Leben aussieht.)

Es wird schwierig, das zu verarbeiten, wenn Du von ihm keine Infos kriegst. Aber ich denke, dass es schon noch mehr Anhaltspunkte gibt, die Du erst mit Abstand erkennen kannst. Studierst Du eigentlich? Ich meine, hat er sich Dir unterlegen gefühlt? Hast Du sehr dominiert in eurer Beziehung, weil von ihm "nichts kam"? (Wenn nichts kommt, erträgt der andere meist nur und wenn man die Aktivitäten lässt, ist es auch gut. Das ist ein Zeichen, dass kein Interesse besteht an diesen Aktivitäten, allerdings denken viele, sie müssten dann noch mehr machen und noch penetranter werden, um den Partner mal dazu zu bewegen, doch endlich "anzuspringen" bzgl. Aktivitäten.)
 
  • #16
Ich denke, dass eine bevorstehende Hochzeit wie ein Katalysator für Reflexionsprozesse über die Beziehung wirkt. Was ich mit diesem etwas verschwurbelten Satz meine: wer in Kürze das Bekenntnis "für immer" abgeben soll, der denkt natürlich darüber nach, ob er das denn auch wirklich 100%ig will. Und wenn bei diesem Denkprozess ein "Nein" oder "bin mir nicht sicher" rauskommt, stellt man womöglich die ganze Beziehung in Frage. Denn warum sollte man mit einem Menschen zusammensein, den man nicht "für immer" will?

Ist man hingegen einfach so zusammen ohne Hochzeits- oder sonstige bindende Zukunftspläne, muss man sich nicht unbedingt Gedanken darüber machen, ob das jetzt immer so weitergehen soll. Man kann es einfach so laufen lassen...ausbrechen kann man ja immer noch, schließlich hat man nichts versprochen.

Ich kann mir vorstellen, dass gar nicht wenige Beziehungen kurz vor der Hochzeit in die Brüche gehen.

Dass da immer Bindungsangst im Spiel ist, glaube ich nicht. Ich denke, es hat in solchen Fällein meist wirklich nicht gepasst. Im Bekanntenkreis sehe ich, dass viele Menschen ewig in halbgaren, verkorksten Beziehungen steckenbleiben...die Frage "Ist das wirklich das, was ich will?" wird über Jahre verdrängt. Vielleicht werden manche noch wach, wenn der Standesamttermin näherrückt.
 
  • #17
Der Mann ist eine faule libidogestörte Couchpotato, kriegt nichts auf die Reihe und ist Deiner nicht wert. Du solltest Kreuze schlagen, dass Du ihn los bist. Gönn Dir eine schöne Hochzeitsreise alleine und begib Dich danach wieder auf die Suche. Du wirst neues Glück finden mit jemandem, der Dich wirklich liebt und zu Dir passt. Falls es irgendwann mal wieder zu Heiratsplänen kommt: Es kann durchaus nachhaltig besser sein, weniger Drama zu machen. Eine private Hochzeit mit wenigen oder keinen Gästen kann langfristig deutlich glücksbringender sein als das rauschende (teure) krampfige Fest. Es geht ja um zwei Menschen und deren Gefühle und nicht um die große Selbstdarstellung. Das wird oft vergessen. Wenn Dein Kerl auch nur ansatzweise Cochones gehabt hätte, hätte er Dir aber gesagt, wenn ihm das nicht passt. Siehe mein erster Satz oben.
 
  • #18
...sexuell eher wenig aktiv war
...habe ich ihn immer zu neuen Aktivitäten animieren wollen
... wollte lieber den Tag gemütlich auf der Couch verbringen.
... hat vor einem halben Jahr eine Ausbildung begonnen, nachdem er ein Studium abgebrochen hatte
... spannt ihn schon sehr ein.
Liebe FS,

es ist schon nett, wie hier alle möglichen "Entschuldigungen" von den üblichen Verdächtigen vorgebracht werden... Bindungsangst, Libidostörung, sich nicht festlegen wollen, liebt nur die "kleinen Dinge" (lach), unterschiedliche Lebensvorstellung ....

Ganz erstaunlich, wie hormonvernebelt das Thema "Hochzeit" offenbar selbst von der hießigen kritischen Damenwelt gesehen wird - mir fiel das schon früher auf, wenn gegen Getrenntlebende gehetzt wurde.

Hart gesagt: für den "Durchschnittsmann" ist Hochzeit vor allem erst mal die Übernahme von Verantwortung ---- aber sie ist kein Selbstzweck, sie ist nicht der größte Wunsch seines Lebens... offenbar im Gegensatz zum Traum vieler Damen vom "White Wedding". Tscha, und weil das so ist, ist der Heiratsantrag natürlich einerseits ein tolles Mittel, um die Auserkorene zu "sichern", andererseits kommt dann auch die Stunde der Wahrheit, und man(n) kann die Sache ja nicht ewig aufschieben.

In deiner Schilderung zeigt sich dein Freund vor allem antriebslos, unentschlossen... ja, auch erfolglos. Ich stelle mir vor, dass die "Hochzeitskeule" von ihm vorgeholt wurde, als er seinen Aktienkurs bei dir im Sinkflug sah. Das hat ja offenbar auch erst mal großartig funktioniert, du warst hin und weg. Aber das jetzt auch durchzuziehen... das hättest vielleicht auch du dir überlegen sollen: willst du wirklich jemanden heiraten, der seinen eigenen Weg noch so wenig gefunden hat, der für sich selbst fast keine Verantwortung übernommen hat?

manchmal
 
G

Ga_ui

  • #19
Lmir fiel das schon früher auf, wenn gegen Getrenntlebende gehetzt wurde.
sie ist nicht der größte Wunsch seines Lebens... offenbar im Gegensatz zum Traum vieler Damen vom "White Wedding".
Vielleicht fängst du mal an, dich in das schwere Leben einer Frau hineinzuversetzen? Das alles liegt aber daran, dass eine Frau erst voll als Frau angesehen und ordentlich respktiert wird (z.B. von eigenen Familie: Frau, Oma, andere Männer, andere Frauen) wenn sie verheiratet ist, zumindest ein Kind hat. Man bringt ihr ganz anderes Respekt entgegen, als einer Singlefrau, die häufig als minderwertig angesehen wird. Bis zur Hochzeit wird eine Frau eigentlich nur gemobbt und ist ein Looser. Wird öffentlich nur nie breitgetreten, weil die Rolle der Frau ist, gefälligst still zu leiden. Auch Männer machen mit einer Singlefrau, was sie gerade denken. Das schimpfe nicht auf die Frauen mit Hochzeitswunsch, sondern auf die verdrehten Familien, besonders Mütter, Omas, Umwelt, Leute... Die einzelne Frau mit Hochzeitswunsch kann GAR NICHTS dafür.
 
  • #20
Hart gesagt: für den "Durchschnittsmann" ist Hochzeit vor allem erst mal die Übernahme von Verantwortung ---- aber sie ist kein Selbstzweck, sie ist nicht der größte Wunsch seines Lebens... offenbar im Gegensatz zum Traum vieler Damen vom "White Wedding".
Naja, also ich habe nicht den Eindruck, dass viele Frauen romantisch rangehen an Heiraten, das denken Männer nur, weil sie gern aus Liebe geheiratet werden wollen. Meines Erachtens nach liegt das eher im Versorgungsgedanken, weil die Frau Kinder haben will und nicht möchte, dass diese und sie dabei in Armut leben müssen.

Es ist doch ganz einfach für Männer. Man kann sich doch ansehen, wie die Frau tickt. Wenn sie selber berufliche Ambitionen hat, kann sie auch für sich selbst sorgen und rennt nicht mit den Ringen hinter ihrem Freund her, ist dann aber nicht bequem wie eine Frau, die zu Hause auf den Mann wartet und ihm das familiäre Hinterland gibt, um ein anerkanntes Mitglied der Gesellschaft zu sein.
Ein Mann, der nie verheiratet war, mit dem stimmt doch was nicht... Schwul, Bindungsangst, irgendwas anderes komisches. Bei Geschiedenen geht das auch in die Loser-Richtung, aber NIE verheiratet? Das ist verdächtig.

Also Männer wissen selber auch, dass sie was davon haben, verheiratet zu sein, und so verklärt, wie sie denken, sehen das Frauen meist überhaupt nicht. Es ist ein Deal zur Absicherung, beide haben was davon, und wenn es nur ist, dass sie der Welt zeigen können, dass auch sie so gewollt wurden von einem anderen Menschen, dass er sich auf eine Heirat eingelassen hat.
 
  • #21
Vielleicht fängst du mal an, dich in das schwere Leben einer Frau hineinzuversetzen? Das alles liegt aber daran, dass eine Frau erst voll als Frau angesehen und ordentlich respktiert wird (z.B. von eigenen Familie: Frau, Oma, andere Männer, andere Frauen) wenn sie verheiratet ist, zumindest ein Kind hat. Man bringt ihr ganz anderes Respekt entgegen, als einer Singlefrau, die häufig als minderwertig angesehen wird. Bis zur Hochzeit wird eine Frau eigentlich nur gemobbt und ist ein Looser.
Naja, ich gehe jetzt mal davon aus, das dieses Statement nicht Dein Ernst ist (sein kann). Ansonsten weise ich auf den Kalender hin, welcher 2016 (nicht 1956) zeigt.
Aber auch damals wäre diese Aussage schon nicht mehr ganz richtig gewesen.....
Natürlich hat keiner und keine irgenweinen moralischen Anspruch darauf, geheiratet zu werden. Wir sind freie Menschen.
Was in unseren privaten Umfeld passiert und was nicht, bestimmen wir selbst. Der FS ist überhaupt gar nichts Relevantes passiert.
Ihr Freund hat vor der Hochzeit kalte Füße gekriegt; spät, aber nicht zu spät. So what?
 
  • #22
Das alles liegt aber daran, dass eine Frau erst voll als Frau angesehen und ordentlich respktiert wird (z.B. von eigenen Familie: Frau, Oma, andere Männer, andere Frauen) wenn sie verheiratet ist, zumindest ein Kind hat. Man bringt ihr ganz anderes Respekt entgegen, als einer Singlefrau, die häufig als minderwertig angesehen wird. Bis zur Hochzeit wird eine Frau eigentlich nur gemobbt und ist ein Looser.
Ich kenne dein soziales Umfeld nicht, aber in meinem kommt das nicht vor. Da gibt´s Verheiratete, Geschiedene und Singles, die sich munter mischen und mit der Verwandtschaft überhaupt keine Probleme haben, jedenfalls deshalb nicht. Hör bitte auf, unverheiratete Frauen als Opfer ihres sozialen Umfeldes darzustellen. Ad FS: Es tut mir leid für dich, das ist ein Hammer. Eine befriedigende Antwort wirst du vielleicht nie kriegen. Versuch nach vorne zu blicken und den seltsamen Typen als solchen abzuhaken.
 
  • #23
Vor einer Woche kam dann der Schlag ins Gesicht für mich: er hat sich von mir getrennt. Das schlimmste für mich, ohne einen Grund zu nennen.
Liebe FS,
Dein Ex hatte ganz sicher einen Grund, sich zu trennen - er hat ihn Dir nur nicht genannt. Entweder weiß er ihn selber nicht (undefinierbares Gefühl, dass es nicht richtig ist, die Beziehung in eine Ehe münden zu lassen) oder aber, er kennt den Grund sehr genau und ist nur zu feige, ihn Dir zu nennen.

Wenn man Dein Post liest, dann würde ich mal sagen, er hat sich aufgrund einer emotional kurzfristig überwältigenden Situation zu einer Aussage (Heiratsantrag) hinreißen lassen und es nicht geschafft, rechtzeitig einen Rückzieher zu machen, weil Du als Frau der Tat sofort in die Umsetzung eingestiegen bist.
Er hat es laufen lassen bis knapp vor Ultimo und dann die Reißleine gezogen. Das passt alles sehr zu der lethargischen Art, welche Du an ihm beschreibst.
Dir hat aber auch jede Feinwahrnehmung gefehlt, dass Du sein Unbehangen nicht bemerkt hast - ist auch schwer bei einem Lethargiker.

Es ist schwer zu verkraften plötzlich mit Eiswürfeln abgeduscht zu werden, wo Du schon in Honeymoon-Sphären schwebtest, Peinlichkeit nach außen, aber ich denke, dass es besser so ist, wie es gekommen ist.

Du beschreibst Euch als sehr gegensätzlich, so als müsstest Du ihn durch die Gegend zerren, wenn Du was erleben willst. Er hat erstmal im Studium versagt, versucht sich jetzt in einer Ausbildung und Du marschierst durchs Leben, hast alles im Griff. Er geht vermutlich steil auf die 30 zu, steckt aber in der Lebensphase eines 17-jährigen (Erstausbildung) und verhält sich auch so (Couchpotatoe). Das kann auf Dauer zusammen doch garnicht gutgehen.
Hier gibt es grad einen wunderbaren Parallelthread, der zeigt wo es endet: lethargischer Mann ehelicht eine Performerin und rutscht vor lauter Unterforderung (Stress ihr beim Leben und arbeiten zuzusehen) in den Burnout und bleibt auch für den Rest seines Lebens darin.

Kümmer' Dich um Deine Anliegen. Versuch' nicht auf Gedeih und Verderb einen unpassenden Mann zu heiraten, auf Sex zu verzichten und Dich für ihn passend zu machen. Du hast gesehen, wo Dich das hingebracht hat: zurückstecken in der Beziehung und er ist dann doch weg.
Und glaub' mir, ihn zu heiraten wäre auf Dauer noch schlimmer gewesen.
 
  • #24
Vielleicht fängst du mal an, dich in das schwere Leben einer Frau hineinzuversetzen? ... minderwertig.. Bis zur Hochzeit wird eine Frau eigentlich nur gemobbt und ist ein Looser...schimpfe nicht auf die Frauen mit Hochzeitswunsch, sondern auf die verdrehten Familien, besonders Mütter, Omas, Umwelt, Leute... Die einzelne Frau mit Hochzeitswunsch kann GAR NICHTS dafür.
???
Was ist denn das - Zeitreise?

Ich bin gerne Frau, gerne Single - auch wenn ich mir den passenden Partner wünsche (=nicht Ehemann!), lasse mich nicht in Rollen zwängen, Schubladen.
Für mein Leben bin ich verantwortlich, meine Umwelt und Herkunft ist doch nicht verantwortlich und ich das arme Opfer. Habe - auch wenn ich Frau bin - einen Verstand.
Ich fühle mich absolut vollwertig und bin nie anders behandelt worden. Würde ich nicht zulassen.
Das, was da oben steht, kenne ich nur aus alten Filmen und Erzählungen, nicht mal ansatzweise aus meinem Umfeld. Das ist ein schlechter Scherz, richtig frauenfeindlich.

Warum jemand kurz vor der Hochzeit absagt - kommt beidseitig vor.
Vielleicht das Realisieren der direkt anstehenden Verbindlichkeit? Das Erschrecken, dann das Realisieren, dass die Zweifel zu groß sind, dass es zuviel gibt, was gegen die Beziehung spricht und zuwenig dafür. Auf jeden Fall nicht genug für das Eingehen dieser Verbindlichkeit.

So schockierend es ist, überraschend - es gab bei Euch grundsätzliche Divergenzen, einige Punkte, wo es sehr wenig Passung gab.
Ja, sicher hätte die Klärung früher erfolgen können, aber manchmal ist es Gewohnheit, Bequemlichkeit, Hoffnung, was das verhindert. Dann naht dieser Termin und die Realität.

Auch wenn es jetzt kein Trost ist - besser ein Ende vorher, als eine Ehe unter unsicheren Bedingungen - das wird nicht besser.
Und für Dich als Frage - wie lange hättest Du mit der Passivität, sexuellen Trägheit, etc tolerant umgehen können ohne Dich selbst zu verleugnen?
Es ist bitter, wenn ein Traum platzt, aber - war es eben nur ein Traum und es passte real einfach nicht.

Alles Liebe.
 
N

nachdenkliche

  • #25
???
Was ist denn das - Zeitreise?

Ich bin gerne Frau, gerne Single - auch wenn ich mir den passenden Partner wünsche (=nicht Ehemann!), lasse mich nicht in Rollen zwängen, Schubladen.
Für mein Leben bin ich verantwortlich, meine Umwelt und Herkunft ist doch nicht verantwortlich und ich das arme Opfer. Habe - auch wenn ich Frau bin - einen Verstand.
Ich fühle mich absolut vollwertig und bin nie anders behandelt worden. Würde ich nicht zulassen.
Das, was da oben steht, kenne ich nur aus alten Filmen und Erzählungen, nicht mal ansatzweise aus meinem Umfeld. Das ist ein schlechter Scherz, richtig frauenfeindlich.

Warum jemand kurz vor der Hochzeit absagt - kommt beidseitig vor.
Vielleicht das Realisieren der direkt anstehenden Verbindlichkeit? Das Erschrecken, dann das Realisieren, dass die Zweifel zu groß sind, dass es zuviel gibt, was gegen die Beziehung spricht und zuwenig dafür. Auf jeden Fall nicht genug für das Eingehen dieser Verbindlichkeit.

So schockierend es ist, überraschend - es gab bei Euch grundsätzliche Divergenzen, einige Punkte, wo es sehr wenig Passung gab.
Ja, sicher hätte die Klärung früher erfolgen können, aber manchmal ist es Gewohnheit, Bequemlichkeit, Hoffnung, was das verhindert. Dann naht dieser Termin und die Realität.

Auch wenn es jetzt kein Trost ist - besser ein Ende vorher, als eine Ehe unter unsicheren Bedingungen - das wird nicht besser.
Und für Dich als Frage - wie lange hättest Du mit der Passivität, sexuellen Trägheit, etc tolerant umgehen können ohne Dich selbst zu verleugnen?
Es ist bitter, wenn ein Traum platzt, aber - war es eben nur ein Traum und es passte real einfach nicht.

Alles Liebe.
Nicht aufregen :) ich bin auch geschieden mal wieder Single, Mutter und habe in meinem ganzen Erwachsenenleben eigentlich keine vernünftige Beziehung hingelegt .Trotzdem fühle ich mich gut. Denke dran: Ich war nicht dumm genug, verheiratet zu sein. Guter Spruch!
 
  • #26
Dir hat aber auch jede Feinwahrnehmung gefehlt, dass Du sein Unbehangen nicht bemerkt hast - ist auch schwer bei einem Lethargiker.
Ist nicht schwer, man (frau) braucht einfach mal ein bisschen Geduld und auch die innere Offenheit für den Anderen, diesen mal ohne Einwände und Unterbrechungen seine Sicht der Dinge erzählen zu lassen.
Ich kenne allerdings viele Frauen (z.B. die ganze Clique meiner Partnerin, ohne Ausnahme) die dafür nicht die Geduld und (schlimmer noch), nicht die Einstellung oder das Interesse mitbringen (Der Mann muss ja männlich stark und stabil sein .
Für sich selbst allerdings erwarten sie durchaus einen sensiblen und feinsinnigen Partner, der ihnen zuhört.)
 
  • #27
Ist nicht schwer, man (frau) braucht einfach mal ein bisschen Geduld und auch die innere Offenheit für den Anderen, diesen mal ohne Einwände und Unterbrechungen seine Sicht der Dinge erzählen zu lassen.
Ich kenne allerdings viele Frauen (z.B. die ganze Clique meiner Partnerin, ohne Ausnahme) die dafür nicht die Geduld und (schlimmer noch), nicht die Einstellung oder das Interesse mitbringen (Der Mann muss ja männlich stark und stabil sein .
Für sich selbst allerdings erwarten sie durchaus einen sensiblen und feinsinnigen Partner, der ihnen zuhört.)
Wer seine Parterin als "Narzistin" bezeichnet und deren Schwester als psychisch krank, sollte bei sich selbst die Samthandschuhe im Schrank lassen- wieder mal ein Beispiel, dass es Männer gibt, die Frau von vornherein am besten ignoriert und für sich unschädlich macht.
Ein Mann, der nicht wie ein Erwachsener kommunizieren kann, ist "Beziehungsmüll".
Die FS sollte froh sein, dass dieser untaugliche Schmarotzer an ihr vorüber gegangen ist.
 
  • #28
Ich fühle mich absolut vollwertig und bin nie anders behandelt worden.
Sei froh. Ich habe zwar auch nicht die geschilderten Probleme von Ga_ui mit meiner Familie (erst hielt ich das für Satire), aber ich habe mit Befremden feststellen müssen, dass viele Menschen tatsächlich so denken und von meinem MINT-Studium her bin ich sowieso mit der männlichen Haltung konfrontiert worden, dass Frauen "Wissenschaft nicht können" und wie Kinder behandelt werden müssen (ich vermute das, weil die Männer, die sich so verhielten, ALLE abhängige Hausfrauen als Gattinnen hatten, die nur um Ehe, Kind und Mann kreisten, aber keine Einblicke in Arbeitsstress, Sorgen mit Geldverdienen usw. hatten). Manche betrachteten mich als Flirtmaterialfreiwild.
Dass Familienmitglieder sich bei weiblichen jungen Familienmitgliedern sogar rausnehmen, auf dem Bauch rumzuklopfen, ob es nicht bald was mit dem Kind wird, sofern ein Ehepartner vorhanden, dass JEDESMAL bei Familienfeiern nach "na, ist schon Nachwuchs in Sicht" gefragt wird und dass sogar Schlüsse bzgl. Unfruchtbarkeit gezogen werden, wenn nicht, ist ein Riesenübergriff, allerdings absolut nicht unüblich.

Wenn eine Frau lange Single ist, heißt es hinter vorgehaltener Hand, niemand wolle sie oder sie sei zu mäkelig und keiner gut genug. Es muss an ihr liegen.

Allerdings gilt "unverheiratet = Loser" auch bei unverheirateten Männern. Unverantwortlich, schwul, Halodri in allen Betten, irgendwas Psychisches mit der Mutter, ...

Singles haben es nicht leicht. Dabei sind die wahren Loser die, die aus Angst vorm Alleinsein in einer Beziehung stecken bleiben, die sie schon als nicht-passend erkannt haben und so ihr Leben vergeuden.
 
  • #29
Es ist absurd und unglaublich .Unglaublich das er nach 6 Jahren Beziehung, auf einmal ganz plötzlich kein Interesse mehr an Dir hat. Eigentlich wollte er heiraten , zumindest hat er damit angefangen und macht jetzt einen Rückzieher, wie glaubwürdig .Das ist natürlich große Enttäuschung für Dich.
ich weiß wie es dich " ohne Grund zu wissen" sprachlos macht. Stell dir mal vor, Wenn er seine Ängste nicht beichtet. Nach der Hochzeit irgendwann hättest mal das Gefühl .Du hättest ihn zu etwas gezwungen, bzw. er sagt erst danach, dass er eigentlich nicht wollte. Stell dir auch mal was vor,
wenn Euer Kinderwunsch in Erfüllung geht, und er dann genauso "kneift" wie vor der Hochzeit? Ein Kind im Bauch kann man nicht "absagen" hm. ....Ich denke, dass er gut früher gebeichtet hat. Ist Besser als Zehn Jahre später gestanden. Leider kann ich die Gründe für die Trennung auch nicht Hellsehen, Warum er sich plötzlich von dir trennt. Ich habe nur das Gefühl , Er sagt sein Kopf : " wir einfach nicht mehr füreinander bestimmt sind und wir nicht mehr zusammen passen" . Bps : für Ihm , Macht sich das stolz und sagt sein Kopf : Ich will Dich nicht glücklich machen .
 
  • #30
Wer seine Parterin als "Narzistin" bezeichnet und deren Schwester als psychisch krank, sollte bei sich selbst die Samthandschuhe im Schrank lassen- wieder mal ein Beispiel, dass es Männer gibt, die Frau von vornherein am besten ignoriert und für sich unschädlich macht.
Ich finde es durchaus angemessen, auch mal mit Samthandschuhen agieren zu können. Fällt mir nicht immer leicht, aber geht auch.

Würde ich allerdings nicht auch manchmal (verbal) etwas grob werden , könnte ich meine Partnerin, die ich sehr liebe, ruckzuck verlieren, da sie familiär schon immer darauf programmiert war, immer ihren Willen zu bekommen oder bis zum Äußersten zu gehen, bis sie auf solchen Widerstand stösst, den sie nicht brechen kann. Das können nur wenige Menschen überhaupt aushalten, insofern bin ich wohl ziemlich verträglich.

Ich möchte die FS aber in keiner Weise in eine solche Ecke drängen.
Vermutlich hat sie nur einfach einen anpackenden und begrenzenden Charakter. Da war der Mann einfach der Falsche. Vermutlich könnte er das so, wie die FS sich das (als Begründung für sein Verhalten) wünscht, auch gar nicht benennen. Was sollte sie mit einer solchen Begründung auch anfangen: Ihren Charakter kann sie auch nicht mal eben so ändern......
 
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