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Gast

  • #1

Trennung ohne Aussprache

Ich habe vor ein paar Tagen meine Koffer gepackt und bin nach 1,5 Jahren bei ihm ausgezogen (Probewohnen). Der Anlass war nicht ganz banal, es gab Dinge wie Vertrauen aufgrund diverser Heimlichkeiten seinerseits (ich bin ein gebranntes Kind, was er vonAnfang an wusste). Immer wenn ich etwas angesprochen habe, was mir komisch vorkam, hat er sofort zu gemacht. Ist Blicken ausgewichen, keine Berührung, fühlte sich angegriffen.
Für einen Mann 50+ ein seltsames Verhalten. Ich habe immer versucht lieb und nett zu intervenieren leider erfolglos.
Er war stets bemüht alles für mich zu tun, das habe ich gesehen, daher war es mir wichtig diese "Kleinigkeiten?" in Gesprächen auszuräumen. In 1,5 Jahren ist das vielleicht 5-6x vorgekommen.
Das letzte Mal hat er mir wieder einen Bären aufbinden wollen, die ich bei den Malen davor trotz fadenscheiniger Ausreden des lieben Frieden willens geschluckt und abgehakt habe. Er meinte oft, er sei zu stolz sich rechtfertigen zu müssen.

Dieses Mal war es aber genug und ich fühlte mich veräppelt, es ging um unnötige Luxuseinkäufe, die wir uns eigentlich nicht leisten können. Ich bin zu mir nach Hause gefahren.

Danach kam nur noch ein eMail am nächsten Tag, ich sei die Liebe seines Lebens gewesen, aber wir sollten die restlichen Dinge vernünftig klären - es ging um Materielles, das jeder vom anderen noch besitzt. Er wollte die letzte Übergabe klären.

Versuche meinerseits ihm nochmal meine Gefühle in solchen Situationen deutlich zu machen, per eMail haben nur eine Reaktion seinerseits gebracht, dass ja nichts mehr zu machen sei.

Ich kenne es überhaupt nicht, dass jemand, der meint, ich sei die Lebe seines Lebens gewesen, kein bisschen dazu beiträgt eine Situation zu klären und noch nichtmal seine eigenen Gefühle der letzten Situation aufzeigen will. Er meinte nur, er wäre zu stolz sich vor mir zu rechtfertigen und wünschte mir alles Gute für die Zukunft.
Diese Sturheit kam nicht zum ersten Mal vor, war allerdings nie so endgültig, weil ich in der Vergangenheit selbst wieder Annäherungsversuche gemacht habe. Das würde mir jetzt nur zu einseitig.

Wie kann ein Mann in diesem Alter mit akademischen Hintergrund und in ziemlich hoher Position seit Jahrzehnten so unzugänglich sein. Die Liebe seines Lebens gewesen zu sein, kann ich ihm nicht abnehmen. Jeder Mann würde da doch kämpfen, oder?

Danke für Eure Ansichten!
 
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Gast

  • #2
Wie kann ein Mann in diesem Alter mit akademischen Hintergrund und in ziemlich hoher Position seit Jahrzehnten so unzugänglich sein. Die Liebe seines Lebens gewesen zu sein, kann ich ihm nicht abnehmen. Jeder Mann würde da doch kämpfen, oder?

Danke für Eure Ansichten!
Ach liebe Fs, gerade Akademiker sind oft in Liebes- und beziehungstechnischen Dingen Analphabeten und seine Form der Liebe, wozu er noch ein Mann ist, ist halt anders als deine Form der Liebe, wie du es dir vorstellst.

Es ist oft so, daher gibt es ja auch viele Trennungen, wo Frau sich immer fragt, wie Mann so einen Stuss erzählen kann, dass er sie angeblich ganz dolle geliebt hat. Es war auf keinen Fall eine erwachsene und reife Liebe. Denn die bedeutet auch, an sich zu arbeiten und sich weiterzuentwickeln.

Das hat dein Ex nicht gewollt, oder nicht gekonnt. Aussprachen waren schon früher nicht möglich, also ist er eigentlich beziehungsunfähig. Heimlichkeiten gehen eigentlich gar nicht, schon gar nicht, wenn es eigentlich nur um Kleinigkeiten geht.

Bezüglich der Luxuseinkäufe muss natürlich geklärt sein, ob er die von seinem eigenen Geld kauft, dann geht dich das nichts an, oder ob er die Sachen von einer gemeinsamen Kasse kaufte, ohne es mit dir abzusprechen.

Fragen musst du dich, warum du dich ihm noch mals erklären musstest, weil dir eigentlich hätte klarsein müssen, dass ein Mann in dem Alter seine Einstellung nicht mehr groß ändern will bzw. kann. Du bist ausgezogen, für ihn ist alles klar. Er wollte dir noch ein bissel schlechtes Gewissen einreden, ala "Du warst meine große Liebe..." blablabla und für ihn ist die Sache mit euch längst erledigt, er will nur noch sein Zeug haben und das wars.

Akzeptiere das, mache keine große Reden mehr, er will nicht, er wollte wahrscheinlich nie richtig und wenn du zur Ruhe gekommen bist, werden dir, so geht es mir jedenfalls, immer mehr komische Dinge einfallen und dir wird klar werden, dass er schon immer so doof drauf war, bloss die Hormone alles schön rosarot eingefäbrt haben.

Ich habe sehr sehr wenige Männer um die Liebe kämpfen sehen. Dein Ex weis vielleicht auch, dass es genug andere Frauen gibt, die einen Akademiker mit guter finanziellen Position, mit Handkuss nehmen und charakterliche Mängel übersehen.

Das ist die Realität. Sei stolz auf dich, dass du dir so ein Verhalten nicht mehr länger gefallen lässt.

w 49
 
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  • #3
es ist möglich, dass er es einfach nicht kann: Dinge offen ansprechen und klären. Und dass er auch dieses Bedürfnis gar nicht hat. Er möchte immer alles mit sich allein abmachen und er kann/ will? sich partout nicht öffnen.
Das heißt aber nicht, dass der dich nicht wirklich so sehr liebt.
Da du mit dem Verhalten nicht leben kannst (ich glaube, das könnte ich auch nicht), ist das aber ziemlich irrelevant. Du möchtest Dinge klären, er nicht. Du möchtest dass man bei Problemen aufeinander zugeht, er nicht.
Sehr schwierig. Ich kenne auch so jemanden. Das ist tatsächlich eine Art von Stolz. Jemand, der so ist, müsste sich dann aber auch immer sehr korrekt und ehrlich verhalten. Dann "dürfte" er sich so verhalten. Dann könnte man sich sagen, dass man ihm auf jeden Fall vertrauen kann und eine besondere Klärung bei irgendwelchen Merkwürdigkeiten gar nicht nötig ist - weil er ja sowieso nie etwas falsch macht und der Fehler immer nur bei einem selbst liegt, weil man z.B. zu misstrauisch ist. - Ob jemand überhaupt SO perfekt sein kann, ist aber auch die Frage.
Und man fühlt sich ja doch letztlich immer wieder allein gelassen und im Regen stehen gelassen. Sehr schade, wenn es jemand macht, der einen trotzdem, offensichtlich, liebt.
W
 
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Gast

  • #4
Ich sage dein Bauchgefühl trügt dich nicht. Nach deiner Beschreibung würde ich auch sagen, dass etwas nicht mit ihm stimmt. Wer weiß, vielleicht hast du noch durch Grenzen setzten das Schlimmere verhindert. Kennst du seine früheren Partnerinnen? Vielleicht gibt es wirklich nichts zu besprechen, weil alles nur eine Masche von ihm gewesen war. Eine Luftblase, die zerplatzte und er wird sich doch keine Blöße geben und das noch mit dir besprechen. Wäre auch möglich. In so einer Situation würde so ein Kandidat keine Klärungsgespräche führen wollen, sein Verhalten würde dann stimmig sein. Na klar, nur das Materielle muss geklärt werden, damit du bloß nicht zu viel von den gemeinsam angeschafften “Sachen“ verlangst. Und noch sein Kommentar, dass du vernünftig dabei bleiben sollst. Ich bin gespannt, wie kleinlich er dann wird. Auch wenn er material gut situiert ist, schließt das nicht aus. Wenn das antrifft, hast du deine Antwort.
 
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  • #5
Vor allem als Akademiker in hoher Position ist er es nun mal gewohnt, sich nicht rechtfertigen zu müssen. Diese Verhaltensweise hat er wohl auch auf sein Privatleben übertragen.
 
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  • #6
Ich kann Deine Aufregung sehr gut verstehen und Dein Bauchgefühl wird Dir wohl schon von Anfang an Recht gegeben haben, nun will er Dir auch noch ein schlechtes Gewissen mit seiner Ausssage "Du warst meine große Liebe, aber wenn Du Dich nicht so und so angestellt hättest.." usw.

Wenn er Dir in seiner Mail so deutlich zu verstehen gab, dass es keine Chance gibt, dann sei Du ebenfalls stolz und renne ihm nicht weiter nach - Bin gespannt, ob er bei der Rückgabe materieller Sachen ebenfalls so kleinkariert ist.

Vermutlich ist er es aufgrund seines akademischen Hintergrunds mit Führungsposition gewohnt, dass er sich nicht rechtfertigen muss und das macht er eben in jeder Lebenslage (nicht).

w
 
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  • #7
Die FS
Ja, das finde ich auch sehr interessant, dass er als Chef vom Ganzen gewohnt ist, dass er das letzte Wort hat. Mir fällt ein, dass er sicher recht erfolgreiche in seinem Job ist, aber dort mit seinen Mitarbeitern auch nicht anders verfährt. Ich habe schon manches Mal bei seinen Erzählungen gedacht, dass mir noch niemals ein Chef so hart, manchmal respektlos entgegengetreten ist. Würde ich mir auch niemals gefallen lassen. Die meisten seiner MAs lassen sich das aber gefallen. Er selbst erlaubt keine Kritik an seiner Person - sonst ist Ende.
Er hat auch keine Freunde - ist ihm zu anstrengend - fällt ihm aber zB. auf, wenn Silvester keiner schreibt.
Ich war zwar zu keiner Zeit devot, dennoch gütig und nachsichtig.
Nein, ich laufe ihm nicht mehr hinterher.
 
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  • #8
Liebe FS
Wenn ich Deine Beschreibungen lese, schüttelt es mich, sorry. Was für ein arroganter Gefühlsklotz! Ich bin mir nicht sicher, ob er wirklich weiss, was Liebe ist, Respekt und Einfühlungsvermögen fehlen ihm aber auf alle Fälle. Das hat nichts damit zu tun, ob er Akademiker, Chef einer Firma oder Schneeflockenzähler ist.
Was mich sehr wundert ist, was Dich bei diesem Mann gehalten hat? Vielleicht doch sein Status?
 
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  • #9
Die FS

Was mich bei ihm gehalten hat? Der Status nur minimal. Eher das Interesse an seiner Person. Er hat mir ja die Sterne vom Himmel geholt (was manchmal unauthentisch bei mir ankam) und ich hbe ihn auch sehr sensibel erlebt. Ich schob ´vieles auf seinen harten Job und habe ihn auch dafür bewundert was er leistet.

1. dachte ich, dass er ja im Privaten ganz anders ist und sich auch überwiegend so anhänglich gezeigt hat. Manchmal bedürftig nach Liebe, was er auch ganz bestimmt ist. Ich war schon seine Nr.1
2. habe ich gemerkt wie die Liebe zwischen uns gewachsen ist.
3. So ein Mann braucht Liebe, ansonsten schlägt ihm ja nur harter Wind im Alltag entgegen.
4. Bin ich immer noch jeamnd, der an das Gute im Menschen glaubt. Er ist auch kein Monster. Er kann nur nicht mit Auseinandersetzungen umgehen.

So komisch das nun klingen mag, er hat in seinem Leben materiell nichts aufgebaut. Es ging bei mir daher ganz bestimmt nicht mehr um sein Geld, denn ich habe ihn noch beinahe finanziell unterstützt zumindest aber dahingehend beraten. Ich dachte, wir schaffen das gemeinsam.
Das war auch der Grund der letzten Auseinandersetzung: Er hat eine Zukunft mit mir aufbauen wollen, hat aber finaziell nur imer wieder Sch.... gebaut und mir verheimlicht. Da hatte ich die Faxen dicke.
 
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  • #10
Hallo FS,

ich kenne dieses Verhalten von Männern nur zu gut. Und ich hatte noch keinen Mann, der in seinem Beruf eine Führungskraft war. Irgendwie scheinen viele Männer ein Problem damit zu haben, wenn sie sich gegenüber eine Frau erklären sollen, warum auch immer. Auf der anderen Seite haben einige schon von mir Erklärungen für mein Verhalten erwartet. Früher bin ich darauf eingegangen, wenn die Männer sehr unsicher wirkten und ich ihnen etwas mehr Sicherheit vermitteln wollte. Mache ich aber nicht mehr. Die meisten Männer gestehen uns Frauen nicht zu, was sie sich selbst herausnehmen.

Ich verstehe, dass man nicht alles zerreden muss. Aber Kommunikation ist in der heutigen Zeit ein großes Manko bei vielen Leuten. Ein Ex hat mich z. B. ohne Wort verlassen, er meldete sich einfach nicht mehr und reagierte nicht mehr auf meine Kontaktversuche. Auch so kann eine Beziehung zu Ende gehen. Traurig, aber wahr.
 
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  • #11
Diese Vorgehensweise hat nichts mit dem Alter oder mit akademischem Hintergrund zu tun. Das sind einfach nur menschlich-männliche Spielchen.
Auch mir kommt vor, dass er die Sache für sich abgehakt hat. Mit der Aussage, du seist die "Liebe seines Lebens" will er dich kränken, dir Schuldgefühle einreden und dich emotional schwächen. Ob sie wahr ist erkennt man wohl eher an seinen Taten, nicht? Ihm scheint sein Ego wichtiger zu sein. Er ist verärgert weil du nicht einlenkst, in dem du dich wieder wie früher annäherst.
Kämpfen hat er offenbar nicht notwendig - zumindest jetzt noch nicht. Sieh, wie es in einem Monat aussieht. Gib ihm Zeit dich zu vermissen und nachzudenken. Rechne aber auch damit, dass er nicht kommt. Gib dir auch selber Zeit um alles setzen zu lassen.
Alles Gute!
 
  • #12
Warum sollte er denn noch seine Gefühle erklären? Wie Du selbst schreibst, ist ihm das auch in der Vergangenheit schwergefallen. Zudem scheint er - zumindest nach Deiner Beschreibung - auch nich ganz glücklich mit der Beziehung gewesen zu sein.
Jetzt hast Du Schluss gemacht. Es besteht für ihn also keine Notwendigkeit mehr, Dir irgendetwas zu erklären. Wozu denn auch?
 
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  • #13
ich sei die Lebe seines Lebens gewesen ... er wäre zu stolz sich vor mir zu rechtfertigen und wünschte mir alles Gute für die Zukunft. ... Jeder Mann würde da doch kämpfen, oder?
Kämpfen? Nein. Er will sich nicht für sein Anderssein rechtfertigen, und weißt Du was? Recht hat er.

Manchmal entzündet sich der Streit, der zum Bruch führt, an ganz banalen Dingen: sie bittet ihn, etwas für sie zu tun, er ist sofort dazu bereit, aber sie läßt ihn mitsamt der erbetenen Gefälligkeit stehen, schnauzt ihn an, daß er gefälligst zu warten habe, bis sie für ihn und seine Gefälligkeit Zeit hat. Ihm rutscht daraufhin ein böses Wort ("vera... kann ich mich selber") heraus, worauf sie die Beziehung für beendet erklärt.

Warum, bitteschön, sollte er nun die Hand ausstrecken? Wozu um sie kämpfen? Damit er sich in alle Ewigkeit weiter so erniedrigen lassen kann? Nein danke, du Liebe meines Lebens. Dann doch lieber ohne dich.
 
G

Gast

  • #14
Manchmal entzündet sich der Streit, der zum Bruch führt, an ganz banalen Dingen: sie bittet ihn, etwas für sie zu tun, er ist sofort dazu bereit, aber sie läßt ihn mitsamt der erbetenen Gefälligkeit stehen, schnauzt ihn an, daß er gefälligst zu warten habe, bis sie für ihn und seine Gefälligkeit Zeit hat. Ihm rutscht daraufhin ein böses Wort ("vera... kann ich mich selber") heraus, worauf sie die Beziehung für beendet erklärt.
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Hier die FS
Du scheinst Dich doch auch für Dich nicht nachvollziehbar behandelt fühlen. Mir geht es doch genauso.

So wie Du das von Euch beschreibst, ist es bei uns nie gewesen. Rumzicken ist mir zuwider. Ich bin eine (fast zu) Nette. Hier ging es um das Thema wiederholtes Belügen, aufgrund eines auf Dauer existenzbedrohenden Suchtverhaltens. Er hat mir die letzte Zeit weis machen wollen, er sei auf dem Weg der Besserung. In dieser Annahme hatte ich beinahe mein ganzes Vermögen in eine Sache investiert.
Es geht nicht darum sich für sein Anderssein zu rechtfertigen. Es geht darum, dass "ich" zumindest versuchen würde meine "Liebe des Lebens" anzuhören, was sie gerade verletzt hat. Und ich würde natürlich intervenieren - schon aus Eigennutz, meine Liebe nicht zu verlieren. Und meine Güte - was vergibt man sich denn jemanden verstehen zu wollen, zumal es nachvollziehbar ist?

Wer nach Deinem, in Klammern gesetzten, Ausspruch die Beziehung beendet, hat ein anderes Problem in der Beziehung oder mit sich selbst.
Du bist gem. Deiner Erfahrung ein Mann, der rücksichtlos behandelt wurde. Willste ja auch nicht.

Es geht darum, dass ich so behandelt werden möchte, wie ich auf jemanden zugehe.

Ich bin übrigens nicht Vera... solltest Du das aus irgendwelchen Paralleln vermuten. Ich bin P.
 
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  • #15
Liebe FS
dein zweiter Post liest sich so, als ob Du es Dir zum Ziel gemacht hättest, den armen, liebesbedürftigen, unverstandenen Mann zu retten vor der bösen Welt. Ich denke, Du hast Dir etwas vorgemacht und die kleinsten Anzeichen von Sensibilität seinerseits als Fortschritt und tiefer werdenden Liebe gedeutet. Aaaaaber wir sind hier nicht in einem Rosamunde-Pilcher-Film und Tatsache ist, dass diesem Mann nicht zu helfen ist, bzw. Du Dir zu schade für solch einen emotionalen Agnostiker sein solltest. Wo ist denn Dein gesunder Menschenverstand geblieben, als es um seine finanziellen Machenschaften Geschäft ging? Ich bin mir nicht sicher, ob es besser wäre, Dich zu schütteln, damit Du klar und realistisch denken kannst oder ein Projekt für Dich zu suchen, wo Deine Empathie und Dein, für mich ausgeprägtes, Helfersyndrom auf fruchtbaren Boden fällt. Auch wenn es schwer fällt, das zu glauben, nicht alle Menschen sind tief in ihrem Inneren reich an Liebe und Gefühlen, die es nur aufzudecken gilt.
 
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  • #16
Hier die FS
@14
Ja, vielleicht habe ich ein kleines Helfersyndrom und ja, ich habe in meinem Freundeskreis nur Leute, die ähnlich empathisch sind.
Andererseits bin ich eine toughe Geschäftsfrau, die ihr Leben voll im Griff hat und sonst bin ich mit mir glücklich. Probleme sind für mich da aus dem Weg geräumt zu werden. Gott sei Dank bin ich auch gesund und auch noch vorzeigbar. Ich bin dem Leben dafür dankbar. Ich gehe wohl irriger Weise davon aus, dass ein intelligenter Mensch in dem Alter auch so sein muss und interessiert daran, lästige Probleme zu beseitigen. Meine Güte und Nachsicht in manchen Belangen, dachte ich kommt durch die Reife.
Du hast recht, ich habe auch schon viele, auch gerade Führungspersönlichkeiten kennengelernt, die zwar ihren Mann im Job stehen, aber in der privaten Persönlichkeit unreif und labil sind.
Ich sollte wohl aufhören, das Gute im Menschen zu suchen. Ist ja nicht meine Aufgabe und vielleicht ist auch nicht immer was zu finden..
Meine Freunde haben mich schon geschüttelt - ich habe es ja auch selbst gemerkt.

Bin übrgiens kein Rosamunde Pilcher Fan...
Ich kann von diesem Mann wohl nicht erwarten, dass er sein Verhalten erklärt. Er kann es wohl gar nicht.
 
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  • #17
Hallo FS,

Stichwort von dir "existenzbedrohtes Suchtverhalten". Darauf lässt sich eingehen.
Gehe jetzt mal davon aus, dass er trinkt und unnötige Dinge einkauft, die er womöglich nicht mal braucht "Luxuseinkäufe", von denen er aber annimmt er bräuchte sie.

Erstmal hören sich deine Mails relativ verzweifelt an, im Sinne von, dass du nicht so recht weisst wie du ihm helfen sollst, hier war das Stichwort einer Posterin oder Posters "Helfersyndrom".

Mit wenigen Worten, du hast es probiert und kommst nicht an ihn ran. Er lässt sich anscheinend nichts von dir sagen. Der nächste Punkt ist sein Alter 50 plus. Er soll laut deinen Angaben selbstständig sein und Mitarbeiter haben mit denen er anscheinend nicht besonders gut umgeht.

Das sind für mich jetzt die relevanten Eckpunkte. Falls er süchtig ist, dann liegt es an ihm Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wir reden hier von professioneller Hilfe, die er anscheinend links liegen lässt. Statt seine Probleme in der privaten oder beruflichen Umgebung in Angriff zu nehmen trinkt er sie sich schön, da ihm das einfacher vorkommt. Er muss es selber wollen. Du als Partnerin kannst ihn zwar darauf hinweisen, aber anscheinend nimmt er dich da nicht Ernst. Ganz im Gegenteil er macht dir noch ein schlechtes Gewissen "Liebe meines Lebens". Das impliziert, du hättest es vermasselt....
Konflikte werden von ihm anscheinend autoritär gelöst, was er im Beruf wohl auch so praktiziert. Schlecht, wenn er diese Vorgehensweise auch mit in die Partnerschaft übernimmt, schliesslich bist du ja nicht seine Angestellte, musst nicht Angst haben gefeuert zu werden, falls du mal konträre Positionen vertrittst.
Er scheint da wirklich beratungsresistent zu sein, denn wirklich kämpfen tut er nicht.
Was bleibt dir übrig, als dich völlig von ihm zu distanzieren, denn sein Suchtproblem scheint hier das wirkliche Übel zu sein.
Ein sehr guter Bekannter von mir agiert auf dieselbe Weise. Er kauft sich unnötige Luxusgüter, alles auf Pump, behandelt seine Angestellten voll mies und nimmt ebenfalls reichlich Substanzen ein. Auch er 50plus duldet keine Kritik an seiner Person (kritisiert aber fleissig andere) da er sich für den Pontifex hält. Er selber sieht sich als Leader in seiner Phantasie, alle anderen sollen dann einen Diener machen, weil er so toll ist. Kommt doch mal Kritik sägt er einen gnadenlos ab, oder er entlässt halt mal wieder einen Mitarbeiter...
Ganz ehrlich? Ich glaube um solche selbsternannte Diktatoren sollte man einen großen Bogen machen...
w 40
 
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  • #18
Hier die FS
Es handelt sich bei ihm ausschliesslich um eine Kaufsucht. Alkohol ist kein Thema.
Hinzu kommt: ich bin eher ein Anti-Konsument. Ich gehe noch nicht mal gerne shoppen, nur wenn ich was "brauche". Die Zeit dafür ist mir auch zu schade.
Da prallen natürlich 2 Welten aufeinander...

Das Problem, das ich jetzt auch erkannt habe ist, dass ich diese Sucht anfänglich mit Großzügigkeit verwechselt habe, Ausserdem ist sein Einkommen so hoch, da könnte er locker mal Kunst und Krempel kaufen.
Das ganze Ausmass ist mit erst vor einiger Zeit aufgefallen und er hat mir signalisiert sich zu zügeln. Ich dachte, das seien vorher Frustkäufe gewesen - wäre ja auch nie auf eine Sucht gekommen. Erst als die ganzen Pakete unausgepackt im Haus rumstanden.
Ich glaube schon, dass er mich geliebt hat - kam mir aber nachher nicht selten wie seine letzte Rettung vor und etwas ausgenutzt im Vergleich zu den konsumferudigen Frauen vor meiner Zeit.
Als ich keine Geschenke mehr wollte, weil es wichtigeres für mich gibt, gab es Unzufriedenheit und schlechte Stimmung.
Nun ja, und die Lügerei hatte auch nur damit zu tun.

Mittlerweile habe ich gelesen, dass süchtige immer Lügen und ihnen da nichts heilig ist. Darauf angesprochen, reagiert er mit Kälte und Distanz. Helfen kann ich ihm dabei leider nicht, weil es keine Aussicht auf Erfolg hat und ich diese Rolle auch nicht für den Rest meines Lebens einnehmen wíll. Ich will als Frau wahrgenommen werden und nicht als Spielverderberin.
Hat leider :-( echt keinen Zweck - das muss ich jetzt akzeptieren.
 
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  • #19
Hallo nochmal die FS,
er hat heute wie vereinbart seine restlichen Sachen bei mir abgeholt. ER hat mir noch meine Lieblings-Süßigkeiten mitgebracht und hat mir ein paar teure Media-Geräte überlassen, die er nicht zurück haben wollte.
Er war erst sehr sachlich, hat dann noch einen Kaffee mit mir getrunken und ein wenig von seiner Traurigkeit gezeigt. Ein wenig stolz erzählt, dass er jetzt sein Leben ordnen wolle und schon dabei sei. Es gab aber keine Aussprache mehr. Er trägt schon unseren Ring nicht mehr und meinte, so könne er besser Abstand gewinnen und wolle nicht täglich daran erinnert werden.
Ein Drücker zum Abschied mit Tränen beim Wegfahren. Danach kam noch eine SMS, dass ich das Beste gewesen sei, was ihm im Leben bisher begegnet sei und erdie schönste Zeit seines Lebens mit mir erlebt hätte, doch er hätte auch meine Erleichterung erkannt, jetzt nicht mehr an ihn gebunden zu sein.
Was sagt ihr dazu?
 
G

Gast

  • #20
Hallo nochmal die FS,
Ein Drücker zum Abschied mit Tränen beim Wegfahren. Danach kam noch eine SMS, dass ich das Beste gewesen sei, was ihm im Leben bisher begegnet sei und erdie schönste Zeit seines Lebens mit mir erlebt hätte, doch er hätte auch meine Erleichterung erkannt, jetzt nicht mehr an ihn gebunden zu sein.
Was sagt ihr dazu?
Liebe FS,

ich würde sagen, eine gelungene Seifenoper-Darstellung, fast filmreif. Es tut mir leid, aber ich kann seinen Gefühlsausbrüchen keinen Glauben schenken. Da stimmt definitiv etwas nicht. Fakt ist, er wollte sich von dir trennen. Ich gratuliere dir, dass du den Abschied so souverän durchgezogen hast. Ich glaube, das hat ihn ein wenig verunsichert. In die Abgründe seiner Seele wirst du nicht blicken können, aber vielleicht ist das so besser.
Dir alles Gute
 
G

Gast

  • #21
ich würde sagen, eine gelungene Seifenoper-Darstellung, fast filmreif. Es tut mir leid, aber ich kann seinen Gefühlsausbrüchen keinen Glauben schenken. Da stimmt definitiv etwas nicht. Fakt ist, er wollte sich von dir trennen. Ich gratuliere dir, dass du den Abschied so souverän durchgezogen hast. (...)
Dir alles Gute
Sehe ich genau so! Schon das Wort "Probewohnen" sticht mir ins Herz. Da lag von Anfang an etwas in der Luft, das nicht hätte sein sollen. Er hat Dich immer nur "geduldet", in seiner Wohnung, und den Mantel von gelogener Zärtlichkeit und Hingabe darübergestülpt. Jetzt kam sein wahrer Kern zutage, seine Kaufsucht mitsamt seinem Innersten eskalierte und Du hast die Konsequenzen gezogen und Dich getrennt. Das einzig richtige bei diesem Typ Mann in einem Alter, bei dem man glauben könnte, ER wüsste, dass er beziehungsunfähig wäre. Die Zeichen standen schon 5 bis 6x auf Sturm bei Euch während diesen 1.5 Jahren, wie Du schreibst.
Er hätte von Anfang an allein bleiben und wohnen sollen. Es war nur eine Frage der Zeit, bis er Dich nun auf elegante Art und Weise loswerden konnte.
Ich finde es stark von Dir, dass Du keinen Kompromiss gemacht und Dich sofort abgegrenzt hast. Auch wenn's weh tut. Du hast mit Sicherheit einen Partner verdient, der sich und seine Probleme im Griff hat. Alles Gute für Dich.
 
G

Gast

  • #22
Die FS,
naja, ob er mich schnell loswerden wollte, weiss ich nicht. Ich glaube, er kann nicht mit der Entdeckung seiner Sucht umgehen. Ich habe ihm seine weiße Helden-Weste ausgezogen und er stand sozusagen nackig und verletzt vor mir und das, obwohl er mir schon vertrauensvoll einen Teil seiner finanziellen Misere gebeichtet hatte. War bestimmt nicht einfach für einen Mann, der von allen als ein erfolgreicher Unternehmer gesehen werden will.

Vor Silvester gab es auch etwas Streit und er hat mich mehrfach angefleht ihn nicht zu verlassen.
Letztens hat er gemeint, er hätte einen Albtraum gehabt, in dem ich ihn verlasse.
Als unser zukunftsbindendes "große Projekt" vor 2 Wochen aufgrund finanzieller Unstimmigkeiten geplatzt ist, hat er mich am nächsten Tag gebeten, dann bitte mit ihm einen schönen Urlaub zu planen.

Ich glaube eher, er kann mit meiner Entblößung (cih bin manchmal sehr direkt, aber nicht beleidigend) vor meinen Augen nicht mehr bestehen. Deshalb sagte er auch vorhin, er würde jetzt erstmal sein Leben in Ordnung bringen (Wunschvorstellung und Versuch seine weiße Weste wieder herzustellen).

Er hatte sich überwunden mir zu zeigen, wie es bei ihm finanziell aussieht und ich habe ihn in seiner Entblößung noch in die sonst gut versteckte Wunde gestochen. Daraufhin hat er einfach total zugemacht.

Ich glaube aber auch, dass er etwas routinierter ist bei den Beendigungen von Kurzzeitbeziehungen. Er hatte einige vor mir, die allerdings immer nur wenige Monate gedauert haben. Da legt man sich einen Panzer zu... geht mir auch ähnlich.
 
G

Gast

  • #23
Trennung ohne Aussprache ist mies! Ohne wenn und aber!
Warum Panzer zugelegt? Entweder man ist verliebt oder nicht und wenn ja, was bringt ein Panzer? Man steht nur seinem eigenen Glück dadurch im Wege.
Ihr solltet lieber eine Loesung finden! Echte "Liebe" verzeiht! Wenn man von einer zur naechsten hüpft, kann nichts gutgehen jemals. Das ist keine Loesung! Loesung ist Auseinandersetzung mit den Vorkommnissen! Wer weglaeuft davor, ist nicht beziehungsfaehig!
 
G

Gast

  • #24
"Trennung ohne Aussprache ist mies! Ohne wenn und aber!"

Wozu eine "Aussprache" - verstehe und kenne ich auch nicht.

In meinen gescheiterten Beziehung lagen immer alle Fakten auf dem Tisch und sind über einen längeren Zeitraum zum Erbrechen und x-mal durchgekaut worden.

Die Trennung erfolgte zwangsläufig von einem von beiden, wenn keinerlei Annäherung / Kompromiss / Änderung / Besserung in Sicht und die Hoffnung darauf gestorben war.

Ein nochmaliges Erwähnen und Erklären muss irgendwann auch nicht mehr sein.
 
G

Gast

  • #26
Hier die FS
Es handelt sich bei ihm ausschliesslich um eine Kaufsucht...
Hinzu kommt: ich bin eher ein Anti-Konsument. Ich gehe noch nicht mal gerne shoppen, nur wenn ich was "brauche". Die Zeit dafür ist mir auch zu schade.
Da prallen natürlich 2 Welten aufeinander...
Dann paßt ihr eben nicht zusammen.
Oder hast du erwartet er verbiegt sich für dich, damit SEINE Art zu leben DIR in den Kram paßt?

Du schreibst, ihr lebt seit 1,5 Jahren "probeweise" zusammen. Macht man das nicht, um auszutesten, ob man im gemeinsamen Alltagsleben kompatibel ist? Offensichtlich passen eure Einstellung zum Geld nicht zusammen, das hat das "Probewohnen" gezeigt.

Jeder hat das Recht zu leben wie er glücklich ist. Und wenn DAS seine Art zu leben ist, er es so möchte, und er damit glücklich ist, was für eine Art von Liebe bringst du ihm dann entgegen, wenn du möchstest er stellt seine Bedürfnisse zurück hinter Deine?

Nun bist du ausgezogen, hast ihm damit klar gesagt, dass du mit ihm so wie er nun mal ist, nicht zusammenleben willst. Du hast ihn verlassen. Und bist nun gekränkt, weil er dir nicht hinterherläuft, sondern es klaglos respektiert, dass du nicht mehr mit ihm leben möchtest?

War dein Auszug womöglich gar nicht ernst gemeint, sondern diente nur der emotionalen Erpressung, dass er aus Angst dich zu verlieren nun doch noch bereit ist in Zukunft nach deinen Vorstellungen zu leben? Dann hast du dich wohl "verzockt".

Wenn man jemanden liebt wünscht man sich, dass derjenige glücklich ist. Das darf aber nicht so weit gehen, dass man sich für den Anderen verbiegt. Sich für jemand anderen selbst aufzugeben ist eher eine kranke Form der Liebe, man nennt es auch emotionale Abhängigkeit.

Du hast mit deinem Auszug signalisiert, dass du nicht glücklich bist mit ihm, so wie er ist.
Er hat deinen Wunsch nach Trennung respektiert. Auch eine Art seine Liebe zu zeigen.

Wer von euch respektiert hier den Anderen mehr?
Er, der sich zurecht nicht verbiegen lassen will, aber akzeptiert, dass du ihn dann halt nicht mehr willst?
Oder du, die versucht ihn per Auszug unter Druck zu setzen, und nun gekränkt bist, dass er nicht wie erhofft dir hinterher läuft?

Ich sage auch immer: "Reisende soll man nicht aufhalten".
Mit "Auszug" signalisiert man "Ich will mit dir nicht mehr leben". Da zeugt es von viel mehr Liebe diesen Wunsch nach Trennung zu respektieren, statt egoistisch zu versuchen den Anderen wieder umzustimmen, damit der eigene Wunsch nach Weiterführen der Beziehung erfüllt wird.

Er respektiert deine Entscheidung zu gehen. Er versucht NICHT dir seine Bedürfnisse aufzuzwingen gegen die Deinen, indem er versucht dich umzustimmen, er verhält sich also NICHT egoistisch.
Und das paßt dir nun nicht?
Weil dein Auszug gar nicht ernst gemeint war, sondern nur als Mittel zum Zweck dienen sollte ihm DEINE Wünsche aufzuzwingen?
Merkst du was?

w, 43
 
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  • #27
Der Anlass war nicht ganz banal, es gab Dinge wie Vertrauen aufgrund diverser Heimlichkeiten seinerseits (ich bin ein gebranntes Kind, was er vonAnfang an wusste). Immer wenn ich etwas angesprochen habe, was mir komisch vorkam, hat er sofort zu gemacht.
...
Dieses Mal war es aber genug und ich fühlte mich veräppelt, es ging um unnötige Luxuseinkäufe, die wir uns eigentlich nicht leisten können. Ich bin zu mir nach Hause gefahren.
..
Diese Sturheit kam nicht zum ersten Mal vor, war allerdings nie so endgültig, weil ich in der Vergangenheit selbst wieder Annäherungsversuche gemacht habe...
..
Wie kann ein Mann in diesem Alter mit akademischen Hintergrund und in ziemlich hoher Position seit Jahrzehnten so unzugänglich sein...
!
Aus deinem Beitrag höre ich viele Vorwürfe und Angriffe heraus, vielleicht sogar falsche Unterstellungen, die DU ihm entgegenbrachtest. Eigentlich wertest du seinen Charakter ab und hast ein sehr schlechtest Bild von ihm - genau das hat er gespürt, wenn du ihn angesprochen hast. Wie soll denn Liebe weiterblühen, wenn ein Partner den anderen als so schlecht betrachtet?
Du beschreibst ihn als unreif, verschwenderisch, zu stolz, Lügner, verschlossen, stur, unzugänglich. Dich beschreibst du als nur lieb, nett, zuvorkommend usw
Aber wie war es wirklich? DU hast ihm immer wieder s.g. Kleinigkeiten vorgehalten, wenn dir "was komisch vorkam"! Was waren denn das für Vorfälle? War dein Misstrauen gegen ihn überhaupt begründet? Oder meinst du, er müsste dein Misstrauen hinnehmen, weil er ja wüsste, du seist "ein gebranntes Kind"? Wie soll er dich lieben, wenn du ständig misstrauisch bist und ihm etwas unterstellst? Natürlich musst du wieder auf ihn zu gehen, wenn du ihm Vorwürfe machtest.
Ich verstehe überhaupt nicht, was er aus deiner Sicht vor deinem Auszug überhaupt verbrochen hatte. Und wieso meinst du, ihm eine Kaufsucht zu unterstellen? Ist das eine ärztliche Diagnose oder deine Interpretation? Du scheibst ja, er verdiene gut, vielleicht lebt er nur luxuriös (seinem Einkommen entsprechend) und dir passte das als "Anti-Konsument" nicht? Mir kommt es so vor, als wolltest du ihm genau nach deinem Bilde. DU hast ihm sehr böse Vorwürfe gemacht, am Schlimmsten, dass du ihm sagtest: "dass süchtige immer Lügen und ihnen da nichts heilig ist" nur weil du das irgendwo last. Wieso meinst du, ihn als Lügner zu beschimpfen? Wann hat er konkret gelogen? Und wieso meinst du, dass er immer lügt? Wie sollte solch ein Vorwurf eine Lösung sein? Zeigt solch ein Vorwurf "Nachsicht" und Besonnenheit?
Nach so einem Vorwurf darf seine "Distanz und Kälte" doch nicht vewundern. Er scheint nach deinen Beschreibungen immer sehr reif, besonnen und liebevoll reagiert zu haben. Liebe heisst übrigens Wohlwollen und Respekt dem Partner gegenüber, hast du ihm das gezeigt mit Misstrauen und Vorwürfen?
 
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Gast

  • #28
Ich habe vor ein paar Tagen meine Koffer gepackt und bin nach 1,5 Jahren bei ihm ausgezogen
Dann bist du also gegangen, bevor die Aussprache statt fand.
Wieso zieht man aus BEVOR man sich ausgesprochen hat?
Erst miteinander reden und dann gehen! Nach der Trennung ist das Thema doch gegessen - wozu dann noch reden?
Und was will derjenige der gegangen ist überhaupt noch bereden?
Wenn du ihm noch Dinge sagen willst, dann schreibe ihm halt einen Brief. Aber erwarte nicht, dass er noch Redebedarf hat, nachdem du ihn verlassen hast.
 
G

Gast

  • #29
Du beschreibst ihn als unreif, verschwenderisch, zu stolz, Lügner, verschlossen, stur, unzugänglich. Dich beschreibst du als nur lieb, nett, zuvorkommend usw
Aber wie war es wirklich? DU hast ihm immer wieder s.g. Kleinigkeiten vorgehalten, wenn dir "was komisch vorkam"! Was waren denn das für Vorfälle? War dein Misstrauen gegen ihn überhaupt begründet? Oder meinst du, er müsste dein Misstrauen hinnehmen, weil er ja wüsste, du seist "ein gebranntes Kind"? Wie soll er dich lieben, wenn du ständig misstrauisch bist und ihm etwas unterstellst? Natürlich musst du wieder auf ihn zu gehen, wenn du ihm Vorwürfe machtest.
Ich verstehe überhaupt nicht, was er aus deiner Sicht vor deinem Auszug überhaupt verbrochen hatte. Und wieso meinst du, ihm eine Kaufsucht zu unterstellen? Ist das eine ärztliche Diagnose oder deine Interpretation? Du scheibst ja, er verdiene gut, vielleicht lebt er nur luxuriös (seinem Einkommen entsprechend)
Da muss ich mir gerade was anhören...
Ich wollte ihn nicht nur negativ darstellen, ich habe ihn auch positiv dargestellt und auch sehr positiv erlebt. Ich bin auch selbstreflektierend, seit dutzenden Jahren.
Um Kaufsucht festzustellen braucht man keine ärztliche Diagnose, für die Behandlung schon. Ich glaube jeder kann erkennen, wer ein seit Jahrzehten 5stelliges Nettoeinkommen nur 6stellige Verbindlichkeiten ohne jeglichen Gegenwert erwirtschaftet und weiter teure Kunst wie Geschmeide wöchentlich übers Internet bestellt ohne zu Hause ausgepackt, sondern nur unausgepackt versteckt zu werden, kann man mit Sicherheit davon ausgehen.
Man darf mir glauben, das in diesem Zusammenhang häufig geschwindelt wurde, das man einfach irgendwann nicht mehr so einfach schlucken will.
Zumal sein dringendstes Bedürfnis war mit mir eine Villa zu kaufen, und dafür alles andere für ihn unwichtig würde, wie er beteuerte. Ich wäre diejenige gewesen, die zunächst ihr EK dafür hergegeben hätte. Im guten Glauben an seine verbalisierte Einsicht.
Warum sollte ich ihn einfach des Schwindelns hier bezichtigen, was sollte ich davon haben? Ich habe aber erkannt, dass man ohne eigenes Eingeständnis einer Sucht, gelinde gesagt, dazu neigt.

@25
meine Frage hier lautete nicht Trennung ohne "Hinterherlaufen", sondern Trennung ohne Aussprache. Ich hätte mir gewünscht (was Gast 24 mit Satzzeichen erklärte) unsere Auseinandersetzungen als Weiterentwicklung und Stabilisierung der sonst liebevollen Beziehung zu sehen. Aber er will es nun mal nicht. Selbst dazu habe ich oben bereits etwas geschrieben. Er kann es nicht.

Du sagst, wir passen nicht zusammen, weil wir unterschiedliche Einstellungen zum Geld haben, er gerne shoppt und ich nicht. Glaubst Du wenn mein Shopping-Verhalten wie seines wäre, würde es besser passen und die Zukunft für uns rosiger aussehen?
 
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Gast

  • #30
Die FS,
(...) Ich glaube, er kann nicht mit der Entdeckung seiner Sucht umgehen. Ich habe ihm seine weiße Helden-Weste ausgezogen und er stand sozusagen nackig und verletzt vor mir und das, obwohl er mir schon vertrauensvoll einen Teil seiner finanziellen Misere gebeichtet hatte.
Ist auch richtig, dass Du ihm die Helden-Weste ausgezogen hast.

(...)

Ich glaube eher, er kann mit meiner Entblößung (ich bin manchmal sehr direkt, aber nicht beleidigend) vor meinen Augen nicht mehr bestehen. Deshalb sagte er auch vorhin, er würde jetzt erstmal sein Leben in Ordnung bringen (Wunschvorstellung und Versuch seine weiße Weste wieder herzustellen). [/QUOTE]

Ich denke, er kann vor keiner Frau mit seinem Problem bestehen - anscheinend hatte er mehrere Kurzbeziehungen. Warum hast Du ausgehalten? Weil Du sein Problem verdrängt hast.

Er hatte einige vor mir, die allerdings immer nur wenige Monate gedauert haben. Da legt man sich einen Panzer zu... geht mir auch ähnlich.
Statt eines Panzers wäre es gesünder, den Kern der Sache anzugehen und das eigene Problem in den Griff zu bekommen. Mit einem Kaufsüchtigen kann wohl kein Mensch umgehen, der ein gesundes Verhältnis zu Geld hat.
Nochmals: Gut, dass Du Dich getrennt hast. Bei aller Liebe - dieser Mann muss zuerst sein Leben in Ordnung bringen. Vielleicht konntest Du ihm teilweise die Augen öffnen.