• #1

Trennung nach einer langjährigen Beziehung - warum?

Liebes Forum,

wer von euch hatte eine langjährige Beziehung (fassen wir unter langjährig einfach mal minimum 5 Jahre) und hat sich dann getrennt, und zwar nicht wegen Fremdgehens oder körperlicher Gewalt innerhalb der Beziehung?

Hintergrund meiner Frage ist folgender: Ich frage mich wieso sich Paare, die schon mindestens gemeinsame 5 Jahre hinter sich haben, trennen, sofern nichts Extremes vorgefallen ist - mit 'extrem' meine ich wie weiter oben genannt Fremdgehen oder körperliche Gewalt in der Beziehung.

Zugegeben, mit meinen 25 Jahren bin ich noch relativ jung und habe selbst noch keine sehr lange Beziehung geführt, aber ich würde jetzt einfach mal behaupten, dass ich mich nicht trennen würde (es sei denn wie gesagt es liegt eines der oben genannten No-Gos vor). Sprich, solange mein Partner und ich einander treu sind und keiner den anderen geschlagen hat o.Ä., würde ich die Beziehung so gut es geht versuchen aufrecht zu erhalten. Einfach weil ich der Ansicht bin dass heutzutage viel zu wenig um Beziehungen gekämpft wird, eine Beziehung nun mal nicht immer schöne Zeiten zu bieten hat und weil wir gemeinsam schon ein paar Jährchen hinter uns haben und es mir zu schade um diese Zeit wäre, als dass ich die Beziehung beenden würde.

Mag sein, dass ich da noch recht naiv denke, deswegen frage ich hier explizit nach Erfahrungen von Leuten, die selbst in dieser Situation waren. Was war euer Trennungsgrund? Wieso habt ihr eine Beziehung, in die ihr so viele Jahre gesteckt habt, aufgegeben? Auseinander gelebt? Hat sich der Partner verändert? Es gibt ja noch extremere Beispiele, Paare, die sich nach 30 Jahren Ehe und gemeinsamen Kindern trennen usw.
Ich freue mich auf eure Beiträge.
 
  • #2
Hintergrund meiner Frage ist folgender: Ich frage mich wieso sich Paare, die schon mindestens gemeinsame 5 Jahre hinter sich haben, trennen, sofern nichts Extremes vorgefallen ist
Weil man sich auch auseinander leben kann, die Gefühle nicht mehr ausreichen, die Ziele, Wünsche und Bedürfnisse zu sehr differieren. Menschen entwickeln sich stetig weiter, gewinnen stetig neue Ansichten und Erkenntnisse und das muss nicht auf Dauer mit dem Partner konform gehen. Sicher musst du auch erst mal selbst die Erfahrung machen, eine langjährige Beziehung zu führen um ein Gefühl dafür zu entwickeln was das heißt und was damit alles verbunden ist.
 
  • #3
Ich sehe das genau so. Je länger man miteinander zusammen war bevor es zu einer Trennung kommt, umso länger hat man die Augen verschlossen.
 
  • #4
Sprich, solange mein Partner und ich einander treu sind und keiner den anderen geschlagen hat o.Ä., würde ich die Beziehung so gut es geht versuchen aufrecht zu erhalten. Einfach weil ich der Ansicht bin dass heutzutage viel zu wenig um Beziehungen gekämpft wird, eine Beziehung nun mal nicht immer schöne Zeiten zu bieten hat und weil wir gemeinsam schon ein paar Jährchen hinter uns haben und es mir zu schade um diese Zeit wäre, als dass ich die Beziehung beenden würde.
Diese Ansicht teile ich nicht! Trennungen haben vielmehr mit Entwicklungen zu tun! Der eine bleibt z.B. stehen, oder entwickelt sich in eine andere Richtung, der andere entwickelt sich weiter oder auch in eine andere Richtung, oder der eine lässt sich gehen, wenn er glaubt alles zu haben etc. pp. Niemals würde ich unter solchen Umständen bleiben und nur deshalb bleiben, dass man nicht alleine ist, weil es ja so bequem und so zweckorientiert alles läuft und von Liebe keine Spur!
mir zu schade um diese Zeit wäre, als dass ich die Beziehung beenden würde.
Mir wäre die Zeit um ein Vielfaches zu schade, nur deshalb zu bleiben, um die negative und lieblose Beziehung nicht zu beenden, das macht schon einen erfahrungsgemäßen Unterschied! Und für eine Liebe zu kämpfen macht weder Sinn noch sonst was! Die echte Liebe möchte keine Kämpfe!
 
  • #5
Hey FS,

Deine Frage ist sehr interessant.

Zugegebenermaßen bin ich ein unverbesserlicher Optimist und Idealist.

Meine erste und einzige Beziehung mit 2 Kindern, Freunde, Hobbies, Haus und Job, mal von den Versuchen in den letzten 3 Jahren seit der Trennung abgesehen, ist nach 26 Jahren in die Brüche gegangen, weil sie genauso ist wie ich und zweites, das Ideal, nicht mehr gestimmt hat. Respekt, Vertrauen, Zuwendung und Wohlwollen haben sich verlebt und waren nicht mehr vorhanden, Gefühle oberflächlich und jenseits von Tiefe. Wir haben uns gegenseitig nicht mehr in unserem Innersten bewegt und sind uns dort nicht mehr begegnet. Der neue Mann meiner Ex war da nur das schlussendliche und -folgerichtige I-Tüpfelchen, was sie, wie ich immer wieder erfahren darf, bis heute auch nicht glücklich macht.

Jetzt wo ich aus dem Dunstkreis des „Wir“ entschwunden bin und mich wieder in fremden Kreisen bewege, fühle ich mich einfach nur fremd. Dem was ich hier und draußen an Beziehung begegne lässt mich erschauern. Gerade jetzt zu den Feiertagen bin ich wieder Menschen in Beziehung und Familie begegnet, die sich auf Privatsenderniveau, obwohl ich kein Fernsehen schaue ist dies selbst mir zu Ohren gekommen, bewegen.

Somit relativiert sich unser Trennungsgrund immer mehr. Ein Zurück wird es trotzdem nicht geben, weil wir so sind wie wir sind und nur noch: Idealisten.

Wohin die Reise geht weiß ich noch nicht, doch ich stelle fest, dass die Welt in der Zwischenzeit gefühlt zwischenmenschlich ziemlich gelitten hat und ich vieles davon in (m)einer Beziehung überdauert und verschlafen habe. Vieles was hier thematisiert wird, Fremdgehen, Gewalt, Sucht, Ungleichgewichte, ungesunder Egoismus und fehlende Fairness, hat für mich nichts mit Beziehung zu tun und es wundert mich, dass man sich einerseits so verhält und andererseits sich das antuen lässt.
 
  • #6
Unterschiedliche Interessen.
Ich hatte ne lange Beziehung (ich hoffe, 4 Jahre sind für dich auch lang genug, um eine Antwort auf deine Frage zu rechtfertigen), wir wohnten zusammen in einer Kleinstadt im Nirgendwo. Da ich ein Nomade bin und nie sonderlich lange an einem Ort bleiben kann, wollte ich irgendwann dort weg, mich beruflich und persönlich weiterentwickeln.
Wir hatten darüber gesprochen und anfangs sah es so aus als würde sie mich unterstützen und mit mir kommen. Als ich dann wo anders Arbeit und eine Wohnung gefunden hatte, änderte sie ihre Meinung urplötzlich. Sie könne ihre Familie nicht im Stich lassen, sie fühle sich in der Wohnung zu wohl und ihr Job (über den sie sich all die Jahre ausgekotzt hat) sei ihr zu wichtig. Also blieb sie und ich ging.
 
  • #7
Es gibt die verschiedensten Trennungsgründe, dazu gibts sogar Statistiken. Naja, in Frauenzeitschriften meistens, aber immerhin....
Warum ist es für dich wichtig, warum sich andere Menschen trennen? Probiers einfach aus und schreib uns nach 5 Jahren Beziehung, wies dir geht!
 
  • #8
Erstmal musst Du davon ausgehen, dass um die Beziehung gekämpft wurde, jahrelang, und dann Schluss war.
Weiterhin traut nicht jeder seinem Gefühl, dh. wenn man nach 3 Jahren merkt, irgendwas geht absolut nicht zusammen, versucht man vielleicht, sich dem anzupassen, statt sich zu trennen, weil ja einiges auch stimmt. Die Probleme aufgrund der Charaktere (nicht irgendwelche Verhaltensweisen oder naive Sichtweisen), die ganz am Anfang auffallen, sind es meiner Erfahrung nach tatsächlich, die irgendwann unerträglich werden. Einer merkt, dieser Wesenszug beunruhigt den anderen und der macht deshalb Stress, also fängt man an, sich zurückzunehmen (Bsp.: weniger Zeit für eigene Ziele, man spricht nicht mehr mit Vertretern des anderen Geschlechts aufgrund der Eifersucht des anderen, ...). Diese unterdrückte Kraft wird immer stärker. Wenn man es nicht merkt, wird man vielleicht krank, betäubt sich mit Alkohol (Es gibt Leute, die trinken jeden Abend ein bisschen Alkohol, damit sie neben dem Partner auf der Couch sitzen können und fernsehen, statt irgendwas zu machen, wonach ihnen lieber wäre. Aber dann gäbe es keine "Gemeinsamzeit", weil der andere dieses Interesse nicht teilt oder man es sogar nur allein machen kann). Oder macht irgendwann sein eigenes Ding, wenn der Partner es nicht mitkriegt. Manche weichen aus und lassen den anderen einfach nicht so dicht kommen, dh. sie sagen von vornherein "kein Zusammenziehen, nur zwei Tage in der Woche Gemeinsamzeit", weil sie schon wissen.

würde ich die Beziehung so gut es geht versuchen aufrecht zu erhalten
Genau das machen die anderen auch. Und dann fragen sie sich, warum sie das gemacht haben, weil schon klar war, dass es nicht passt. Aber das Denken, man könne seine Bedürfnisse verleugnen, Angst vorm Alleinsein, der Gedanke, man trifft sowieso nie wieder einen, mit dem es besser ist oder "irgendwas ist ja immer", das sind die Gründe, warum man ausharrt. Manche auch nicht, die trennen sich schneller, weil sie besser wissen, was für sie geht oder nicht. Du lernst ja auch in einer Beziehung viel über Dich, was Du wirklich nicht willst und was Du vermisst, und was zwar schön ist in der aktuellen Beziehung, aber nicht nötig.
Manchmal wird auch einfach gewartet, bis das Kind groß ist. Oder man merkt "sich" gar nicht mehr, bis jemand von außen kommt, in den man sich verliebt und man auf einmal mitkriegt, wieviel besser er einen annimmt.
 
  • #9
Liebe/r Fragesteller/in,

nach 25 Jahren Beziehung trennten wir uns, weil wir eben nicht Bruder und Schwester sind, sondern Mann und Frau mit den entsprechenden Bedürfnissen.

Auf intellektueller Ebene passen wir hervorragend zusammen, konnten aber nicht mehr die Augen davor verschliessen, dass zu einer Ehe/Beziehung mehr gehört. Ist die körperliche Anziehung weg, dann muss man eben überlegen, ob man den Rest seines Lebens ohne Zärtlichkeit und Berührung verbringen will, ob man sich eine Affäre "sucht" und sonst einfach so weitermacht wie immer, oder ob man sich so wie wir einvernehmlich trennt.

Einfach ist diese Entscheidung nicht und sie wurde gründlich von allen Seiten beleuchtet, bei uns zumindest ;-)

Auf eine so lange Zeit kann man aber auch dankbar zurückschauen, das muss ja nicht zwangsläufig mit Bedauern sein. Man hat diese vielen Jahre zumeist glücklich miteinander verbracht, viele Dinge erreicht und erlebt und nun ist es eben Zeit, weiterzugehen.
So war das bei mir/uns :)
 
  • #10
Liebe Mali,

Ich sehe es im Prinzip ähnlich wie Du. Allerdings setzt das eine kluge, durchdachte Partnerwahl voraus.
Verliebtheit ist dabei ein schlechter Ratgeber. In dieser Zeit ist man blind, unzurechnungsfähig gar. Als ich mich, vor 20 Jahren, für meinen jetzigen Mann entschied war ich nicht verliebt. Ich beobachtete ihn sehr bewusst, erkannte seine Stärken und Schwächen, prüfte ihn auf Herz und Nieren und entschloss mich dann, mit klaren Kopf, ihn zu heiraten und ihn lieben zu lernen.
Voilà! Es hat funktioniert.
Auch haben wir nie etwas schleifen lassen, sprachen potentielle Stresspunkte immer rechtzeitig an, achten darauf uns gut zu tun.
Wir gewähren uns gegenseitig Freiraum und freuen uns noch jetzt jeden Tag aufs neue uns zu sehen.
Wir sind Familie. Gehören untrennbar zusammen und da er mich weder betrügen noch schlagen oder vernachlässigen würde, gäbe es für mich keinen Grund ihn jemals zu verlassen.
Dass man sich als Mensch weiter entwickelt und die Entwicklungen auch separat verlaufen ist klar.
Aber auch das wird nicht zum Trennungsgrund, wenn man sich bewusst Schnittmengen schafft und diese pflegt.
Hin und wieder habe ich mich in all den Jahren auch mal in jemand anders "verknallt", was nie meine Liebe zu meinem Mann in Frage stellte oder gar die Beziehung selbst.
Ich betrachte es als "Schluckauf" des Lebens.
Kommt manchmal und geht wieder.....
 
  • #11
Weil man in jungen Jahren den falschen Partner gewählt hat, der aufgrund von Charaktereigenschaften und elementaren Wesenszügen nicht dauerhaft zu einem passt.

Die zeigen sich bereits zu Beginn, aber man will sie nicht wahrhaben, besonders wenn man sich sehr verliebt hat. Eine gewisse Zeit passt man sich an, ignoriert sie, spielt sie vor sich selbst herunter oder denkt sich einfach, dass ja nicht immer alles passen kann und gibt sich mit faulen Kompromissen zufrieden.
Mit der Zeit und dem Alter werden sie aber immer deutlicher sichtbar, spürbar und irgendwann unerträglich. Parallel dazu nimmt im Laufe der Zeit die Bereitschaft ab, sich mit faulen Kompromissen zufrieden zu geben. Tiefe Liebe kann sich unter diesen Voraussetzungen auch nicht dauerhaft entwickeln und aufrecht erhalten. Beim zweiten Partner schaut man dann wesentlich genauer hin...

Ich bin davon überzeugt, dass man mit dem richtigen Partner alles andere gemeinsam in den Griff bekommt. Abgesehen von Suchterkrankungen und einigen psychischen Erkrankungen - da würde ich auch das Handtuch schmeißen.
(w, Anfang 50, Trennung nach 25 Jahren)
 
  • #12
(m) Trennung nach fünf Jahren:

Bei der Partnerwahl zuviele Kompromisse eingegangen, die auf Dauer eh nicht tragfähig geblieben wären.

Die Frau brachte ein Kind mit in diese Beziehung - das war ok für mich, ich freute mich darüber, und ich behandelte das Kind wie ein eigenes.

Aber seine Mutter betrieb nun eine Kinder-Erziehung, die mir jede Nacht den Schlaf raubte, aber sie wollte nichts daran ändern.
Also mußte ich ausziehen, um nachts ausschlafen zu können, und meinen Job nicht weiter riskieren, wegen Übermüdung.
Ihre Sturheit, nichts zu ändern, trieb mich zur Trennung.

Aber auch sonst war die Beziehung belastet mit verschiedenen Problemen, die diese Frau verursachte. Für mich waren es Probleme, für sie nicht. Schließlich wurden mir diese Probleme, und der Kampf deswegen - zuviel.

Wir haben seitdem freundschaftlichen Kontakt, und ich unterstütze ihr Kind, wo ich nur kann. Sie würde mich immer noch heiraten, aber ich kann mir kein Leben mit ihr vorstellen.
 
G

Ga_ui

  • #13
Ich bin auch noch sehr jung, aber man meine Jugend dazu rechnet, dann habe ich 3 lange Beziehungen gehabt (6, 8 und 10 Jahre). Es ist kein Kunstwerk, eine so lange Beziehung zu führen! Es ist eher eine Abfindung! Besonders, wenn man wie ich, auf den Land wohnt, wo man nicht lange sucht und sich austestet, sondern sich schnell zusammentut.

Ich als Frau habe die Macken des Mannes von Anfang als unwichtig abgetan, meine eigenen Bedürfnisse partout zurückgeschraubt, alles geduldet und ertragen und mir jedes Problem schön geredet, wie das auch so oft in Beziehungsratgebern steht. Insofern hätte ich die Beziehungen ewig weiterführen können und die Fehler immer bei mir suchen können.

Fehlende Liebe war nie der Grund, sondern null Aufmerksamkeit vom Partner. Das kann man zwar ein paar Jahre mitmachen, wenn man gut beschäftigt ist, aber irgendwann vertrocknet man wie eine Blume ohne Wasser, dann ist eben mal schlagartig Schluss.

Ich denke, man braucht einen gewissen Charakter dazu, um sowas so lange aushalten zu können.
 
  • #14
Diese Ansicht teile ich nicht! Trennungen haben vielmehr mit Entwicklungen zu tun! Der eine bleibt z.B. stehen, oder entwickelt sich in eine andere Richtung, der andere entwickelt sich weiter oder auch in eine andere Richtung, oder der eine lässt sich gehen, wenn er glaubt alles zu haben etc. pp. Niemals würde ich unter solchen Umständen bleiben und nur deshalb bleiben, dass man nicht alleine ist, weil es ja so bequem und so zweckorientiert alles läuft und von Liebe keine Spur!

Mir wäre die Zeit um ein Vielfaches zu schade, nur deshalb zu bleiben, um die negative und lieblose Beziehung nicht zu beenden, das macht schon einen erfahrungsgemäßen Unterschied! Und für eine Liebe zu kämpfen macht weder Sinn noch sonst was! Die echte Liebe möchte keine Kämpfe!
Da kann ich dir uneingeschränkt zustimmen. Genau so ist es für mich auch. Jetzt! Und wie du schon Richtig sagtest. Um eine Liebe kämpfen? Wenn ich für die Liebe kämpfen muss, ist es keine Liebe sondern Gewohnheit, Bequemheit und Ängste. Sonst nichts.
m45
 
  • #15
Weil auch die Liebe verschwinden kann, so unerklärlich, wie sie damals entstanden ist.
Weil der Sex wegfällt und man nur noch als Mitbewohner nebeneinander her lebt.
Weil nicht jeder Mensch allein einsam ist und unbedingt Gesellschaft braucht.
Weil der andere einen irgendwann nervt.
Weil das Leben zu kurz ist für Kämpfe.
 
  • #16
Wenn man um den Partner kämpfen muss,oder die Beziehung ,dann ist das vertane Zeit für mich. Ein Kampf ohne wirklichen Sieg.
Wenn es nicht passt dann kann man auch nichts mehr passend kämpfen.
Ich selber habe wenige,aber langjährige Beziehungen geführt.Ich denke so wie du,ja,es ist im Gründe traurig das es nicht für immer gehalten hat. Die Gründe waren unterschiedlich. Da ich die Fähigkeit habe immer gleich respektvoll und liebend zu bleiben wie am Anfang, erwarte ich das von meinem Partner genauso. Es reicht wenn mein Partner quasi nachlässig wird ,dann ist es für mich aus.Ich kann nichts dafür,ich habe einen sehr starken Selbstwert. Ich ziehe sofort die Bremse wenn es anfängt das mein Liebster mir etwas gemeines sagt oder nicht mehr aufmerksam ist. Ich denke aber das es den meisten so geht...aber viele bleiben dann eben noch Jahre zusammen und jammern . Ich halt nicht.
Ein anderer Grund war einmal das wir beide um die halbe Weltgeschichte reisen mussten unserer geliebten Berufe wegen. Große Liebe... aber beide wollten und konnten daheim bleiben.
Mein Kind ,das mit mir mitmusste war mir auch wichtiger.Ich konnte mich ja nicht zweiteilen.
Heute bin ich alleine .Aber falls da noch jemand kommt,dann wünsche ich mir wie die meisten,eine Liebe für die Ewigkeit.
Aber ich bin da realistisch. Niemand weiß wie der andere sich verhält in ein paar Jahreen ,oder man selbst. So ist das eben.
 
  • #17
Wenn es nicht passt, dann passt es nicht - egal ob man lange zusammen ist oder erst kurz. Wer sich nach langjähriger Beziehung trennt hat bestimmt lange genug gekämpft und tut gut daran, daß irgendwann mal einzustellen und sich zu trennen statt weitere Jahre seines Lebens mit einem unpassenden Partner in einer wenig erfreulichen Beziehung zu bleiben.Eine Trennung beinhaltet die Chance, mit einem anderen Partner eine bessere Beziehung führen zu können.
 
  • #18
@FS: Ich bin jetzt Mitte 30. In deinem Alter vertrat ich so ziemlich die gleiche Einstellung wie du: Trennung nur, wenn es Untreue oder Handgreiflichkeiten gibt. Diese Einstellung, dass man um eine Beziehung immer kämpfen und nur im Extremfall aufgeben sollte, wurde mir von meiner Mutter vermittelt. Nun, ich wurde weder betrogen noch geschlagen.

Aber glaubst du, dass ich in meinen Beziehungen auf die Dauer glücklich war? Tatsache ist: Wenn ein Mann seine Partnerin betrügt oder schlägt, dann ist das bei weitem nicht der Anfang von Respektlosigkeiten. Dann hat er den Respekt schon längst vor ihr verloren. In Wirklichkeit geht es schon viel früher los.

Kannst du dir vorstellen, mit einem Mann zusammen zu sein, der dich finanziell ausbeutet, mit Worten abwertet, ständig lügt, unzuverlässig ist und tatenlos zusieht, wenn seine Familie und Freunde dich schlecht behandeln? Genau das ist mir alles passiert. Und ich habe es geschluckt und gelitten, weil mir jahrelang eingetrichtert wurde, mich nur im Fall von Untreue oder Handgreiflichkeiten zu trennen. Am Ende waren es meistens die Männer, die mich verließen. Sie hatten keinen Respekt mir, weil ich mir eine Menge von ihnen bieten ließ. Aus diesem Grund hatte ich noch keine langjährige Beziehung von 5 Jahren oder mehr. In der heutigen Zeit kommen Männer besser alleine klar als früher, sind bei weitem nicht so sehr auf eine Frau für den Haushalt angewiesen wie früher und bleiben eben auch nicht lange bei einer hörigen Frau.