• #1

Trennung; ich habe immer noch Hoffnung

Hallo ihr Lieben,
Mein Ex hat sich endgültig vor 3 Monate von mir getrennt. Ich wir haben vor 1,5 Jahren unsere Tochter bekommen und danach ging es bergab. Ich war sehr unfair, respektlos und alles andere als nett und das die ganze Zeit über. Er hat mir auch gesagt, dass er so nicht mehr will… aber ich hatte so sehr mit mir zu tun, dass ich die Warnung nicht gesehen habe.
Nach einem hin und her und räumlicher Trennung hat er sich nun endgültig getrennt. Er hat nicht ausreichend Gefühle für eine Beziehung. Da wir unsere kleine Tochter haben, haben wir Kontakt. Ich habe leider auch viel gebettelt und vor ihm geweint. Da ich für uns und unsere Tochter gerne gekämpft und an den Problemen gearbeitet hätte. Vor ein paar Wochen habe ich ihn verführt und danach hatten wir öfter Sex. Allerdings hat er mir immer wieder gesagt, ich soll keine Hoffnung haben; er glaubt aktuell nicht, dass sich seine Gefühle ändern; auch nicht wenn ich mich ändere. Aber er hätte vor einem Jahr auch nicht gedacht, dass wir jetzt hier stehen… Da ich durch den Sex leider immer mehr Hoffnung verspürte und es sich wie in einer Beziehung anfühlte, da wir auch gekuschelt haben…habe ich ihm gestern gesagt, dass ich das nicht mehr so kann. Wir praktizieren, solange, er noch keine größere Wohnung hat, das Nestmodel.
gibt es denn irgendeine Möglichkeit, Gefühle wieder aufzubauen und diesen Mann zurückzugewinnen. Abstand? Kontaktsperre, soweit wie nur möglich. Macht es überhaupt Sinn? Ich weiß nur, dass es sehr weh tut, alles vermasselt zu haben.
 
  • #2
Da ich durch den Sex leider immer mehr Hoffnung verspürte und es sich wie in einer Beziehung anfühlte, da wir auch gekuschelt haben
Vielleicht musst du/müsst ihr das nicht so 100%ig definieren, was ihr da habt, ob das jetzt eine Beziehung ist oder nicht: Nest, gemeinsam für das Kind sorgen, Sex, Kuscheln… das ist schon sehr viel mehr als viele Menschen haben. Lasst es doch mal so weiterlaufen?
 
  • #3
Da er Dich nicht geheiratet hat, versuchst Du jetzt durch GV ihn an Dich zu binden, oder was willst Du von dem Mann?
 
  • #4
Vielleicht musst du/müsst ihr das nicht so 100%ig definieren, was ihr da habt, ob das jetzt eine Beziehung ist oder nicht: Nest, gemeinsam für das Kind sorgen, Sex, Kuscheln… das ist schon sehr viel mehr als viele Menschen haben. Lasst es doch mal so weiterlaufen?
Haupsache es gibt noch ein kleines Fickerle, auch wenn die ganze Welt um einen herum zusammenbricht. Deine Sexzentriertheit ist ekelhaft lieber @Verwirrt1111
Liebe FS stell das mit dem Sex sofort ein, damit holst Du ihn nicht zurück, nur er holt sich etwas Erleichterung und Du leidest immer mehr, weil Du dir dadurch Hoffnungen machst.
Lebt das Nestmodell, sei freundlich aber distanziert.
Vielleicht sieht er dann, was er weggeworfen hat.
M54
 
  • #6
Ich war sehr unfair, respektlos und alles andere als nett und das die ganze Zeit über.
Magst du erzählen, warum du so warst?

Ich stelle mir vor, ein Mann geht über einen so langen Zeitraum so schäbig mit mir um. Meine Gefühle wären auch schnell weg und kämen nie mehr zurück. Da könnte er sich sonst wie anstrengen. Ich hätte die Befürchtung, dass er immer wieder so reagiert, mich als Sündenbock nimmt, wenn das Leben nicht so läuft, wie er das gerne hätte.
 
  • #7
Vielleicht sieht er dann, was er weggeworfen hat.
Was hat er denn weggeworfen? Eine launische Frau, die ihr Verhalten erst hinterfragt, wenn der Mann einen Schlussstrich zieht?

Liebe FS, stell den Sex ein. Sag ihm, was du willst, nämlich eine verbindliche Beziehung. Sollte er sich wieder darauf einlassen, musst du ernsthaft an deinem Verhalten arbeiten. Will er nicht mehr, hast du die Chance, es beim nächsten Mann besser zu machen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #8
Haupsache es gibt noch ein kleines Fickerle, auch wenn die ganze Welt um einen herum zusammenbricht. Deine Sexzentriertheit ist ekelhaft lieber @Verwirrt1111
Liebe FS stell das mit dem Sex sofort ein, damit holst Du ihn nicht zurück, nur er holt sich etwas Erleichterung und Du leidest immer mehr, weil Du dir dadurch Hoffnungen machst.
Lebt das Nestmodell, sei freundlich aber distanziert.
Na, das ist schon recht selektive Wahrnehmung deinerseits. Was ist ausgerechnet am Sex in dieser Situation so grundverkehrt?
Außerdem eine vielleicht unnötige, hemmende Fixierung auf traditionelle Beziehungsmodelle („alles oder gar nichts“) - wegen des Kindes ist man ja sowieso gewissermaßen aneinander gebunden, auch wenn es momentan keine tiefe emotionale Verbundenheit ist.
 
  • #10
Danke für eure Nachrichten. Mit der Mutterrolle kam so Einiges bei mir hoch und wurde auch noch verstärkt. Kindheit, Selbstwert, Selbstliebe… all das hat mich nur noch funktionieren lassen und unglücklich gemacht und leider, Corona hat auch bestimmt seinen Teil dazugegeben, all meine Launen an ihm ausgelassen. Er konnte mit nichts Recht machen, ich habe ständig gejammert wie schlecht es mir ging, dabei ging es ihm auch nicht gut. Nur das habe ich nicht sehen können. Ich bin da allein nicht rausgekommen und jetzt nach langer Wartezeit auch beim Psychotherapeuten und versuche mittels Videos/Bücher/Gedankentraining meinen Selbstwert zu stärken.
In 3 Monaten wird er sich eine größere Wohnung nehmen und dann ist es mit dem Nestmodel zu Ende; dann werden wir es auf 50/50 aufteilen. Wie kann ich diesen Mann zurückgewinnen, wenn er sagt, dass er keine Gefühle mit mir hat. Aber immer mal wieder sagt, er glaubt es nicht, aber sowas kann man nicht wissen.
 
  • #11
Da ihr wegen des Kindes immer Kontakt haben werdet....wird er Dich und wie Du bist, auch erleben.

Aber sicher wird es jetzt nichts...weil Du weiterhin extrem bist. Und da wird er keine Hoffnung haben, zu vertrauen.

Wie warst Du als ihr Euch verliebt habt?
Und wie lange warst Du seine Partnerin ohne ihn schlecht zu behandeln?
Ward ihr viele Jahre ein harmonisches Paar, bevor das Kind kam?

Hast Du Dich also plötzlich durch die Geburt verändert?
Magst Du so sein?
Würdest Du Dir selbst vertrauen,.wenn ihr wieder zusammen kommt?
Zb weil Du eklig zu ihm warst, weil Du ihn nicht nah wolltest?

Bevor Du Dich nicht mit Dir beschäftigst, nicht "gerade und sicher stehst.
Kann niemand hoffen, dass Du nicht so weitermachst.
 
  • #12
Ich war sehr unfair, respektlos und alles andere als nett und das die ganze Zeit über. Er hat mir auch gesagt, dass er so nicht mehr will… aber ich hatte so sehr mit mir zu tun, dass ich die Warnung nicht gesehen habe.
Dann mache saubere Trennung!
Nach einem hin und her und räumlicher Trennung hat er sich nun endgültig getrennt. Er hat nicht ausreichend Gefühle für eine Beziehung. Da wir unsere kleine Tochter haben, haben wir Kontakt. Ich habe leider auch viel gebettelt und vor ihm geweint.
Betteln und weinen, mehr falsch geht gar nicht!
Da ich für uns und unsere Tochter gerne gekämpft und an den Problemen gearbeitet hätte. Vor ein paar Wochen habe ich ihn verführt und danach hatten wir öfter Sex. Allerdings hat er mir immer wieder gesagt, ich soll keine Hoffnung haben; er glaubt aktuell nicht, dass sich seine Gefühle ändern; auch nicht wenn ich mich ändere. Aber er hätte vor einem Jahr auch nicht gedacht, dass wir jetzt hier stehen…
Unglaublich wie du gegen deine eigenen Gefühle lebst! Keine Aufrichtigkeit, keine Authentizität, nix von beiden ist da zu erkennen und keine "S" Werte, arbeite daran!
Da ich durch den Sex leider immer mehr Hoffnung verspürte und es sich wie in einer Beziehung anfühlte, da wir auch gekuschelt haben…habe ich ihm gestern gesagt, dass ich das nicht mehr so kann. Wir praktizieren, solange, er noch keine größere Wohnung hat, das Nestmodel.
gibt es denn irgendeine Möglichkeit, Gefühle wieder aufzubauen und diesen Mann zurückzugewinnen. Abstand? Kontaktsperre, soweit wie nur möglich. Macht es überhaupt Sinn? Ich weiß nur, dass es sehr weh tut, alles vermasselt zu haben.
Wie kannst du mit ihm überhaupt noch Sex haben, wie geht das noch, das verstehe ich nicht!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #13
Ich würde an deiner Stelle damit rechnen, dass er sich bereits anderweitig umgesehen und sogar eine neue Partnerin in Aussicht hat. Wenn dem so ist, kannst du deinen Plan mit Zurückeroberung sowieso vergessen. Er fühlt sich nach langer Zeit wieder begehrt, respektvoll behandelt, da hast du keine Chance mehr. Ich spreche aus Erfahrung.
 
  • #14
Wie lange ward Ihr zusammen bevor das Kind kam? War die Tochter gewollt oder Zufall?
Mir scheint Ihr habt keine Basis vorher gehabt.

Du bist in ein tiefes Loch gefallen nach der Geburt, wussten Dein Gynäkologe, die Hebamme darüber Bescheid? Dein Mann war Dir keine Hilfe, weil selbst hilflos und unaufgeklärt.

Vor ein paar Wochen habe ich ihn verführt und danach hatten wir öfter Sex. Allerdings hat er mir immer wieder gesagt, ich soll keine Hoffnung haben; er glaubt aktuell nicht, dass sich seine Gefühle ändern; auch nicht wenn ich mich ändere.
Was für ein Lappen, der den Sex mit seiner psychisch stark angeschlagenen Frau, die völlig am Ende mit ihren Nerven ist mitnimmt. Nach Deiner hoffentlichen Gesundung würde ich den mit Tritt hinbefördern wo er hingehört.
 
  • #16
Wir waren 7 Jahre zusammen. Wir hatten Höhen und Tiefen. Durch meine nicht verarbeiteten Dinge, war ich leider immer mal wieder sehr schwierig. Ich hätte eher eine Therapie machen sollen, aber dafür hat mit der Mut gefehlt. Wir hatten aber auch schöne Momente.
Das Kind war geplant, aber er hätte gerne noch 2 Jahre gewartet.. allerdings wäre das mit meiner befristeten Stelle schwierig geworden.
Er meint, dass er Niemanden kennenlernen will und kann. Wenn er unsere Tochter nicht hat, arbeitet er. Und wenn er dann doch mal Freizeit hat, trifft er sich hin und wieder mit Freunden zum Fußball gucken. Aktuell versuche ich mich so wenig wie nur Möglich bei ihm zu melden, damit er mich vielleicht vermisst?
 
  • #17
Verstehe ich nicht. Sie wollte doch den Sex, hat ihn verführt. Warum böser Mann, arme Frau?
So ist das! So kann man keinen Mann zurück gewinnen, was eh nicht gut ist, da ist Sex das allerverkehrteste Mittel!! Ich verstehe eh nicht, wie man als Frau mit so einem Mann, der sie so abstoßt, überhaupt noch Sex haben kann?
Zurückgewinnen, ist der falsche Ansatzpunkt, geht gar nicht, die Suppe ist voll ausgelöffelt, das Kind liegt ganz tief im Brunnen, ihn ziehen lassen ist das Beste und den Sex mit ihm sofort einstellen, von ihm sich räumlich sofort trennen, von wegen Nestmodell!
Es gehören immer zwei dazu, er hat keine Gefühle mehr, nimmt jedoch lediglich den Sex noch mit, das ist typisch für viele Männer, denen es halt nur um Sex geht, sonst um nix!
 
  • #18
Außerdem eine vielleicht unnötige, hemmende Fixierung auf traditionelle Beziehungsmodelle („alles oder gar nichts“) - wegen des Kindes ist man ja sowieso gewissermaßen aneinander gebunden, auch wenn es momentan keine tiefe emotionale Verbundenheit ist.
Irgendwie wundert es mich nicht, dass du so etwas schreibst. Ich habe mehr und mehr das Gefühl, dass du noch nie wirklich tief geliebt hast, denn es hat noch nie so richtig gepasst, du denkst eh, dass die Beziehungen nicht ewig gehen usw. Vielleicht kannst du das deshalb nicht nachvollziehen. Wenn man selbst den anderen liebt, möchte man gern, dass er einen auch liebt und mit einem zusammen sein will. Dann reicht es einfach nicht, es mal so laufen zu lassen, locker. Sonst könnte sich das ja jeder sagen, der mit jemandem eine Affäre hat, der mit ihm aber keine feste Beziehung will. Das macht einen auf Dauer total fertig, weil man eben weiß, dass die eigenen Gefühle nicht erwidert werden, der andere keine gemeinsame Zukunft mit einem sieht. Das ist ein ähnliches Thema wie das, dass die meisten Frauen eben merken, wenn du nicht wirklich 100%ig an die Beziehung glaubst, und das sehr verletzend und schlimm ist. Nur weil du das nicht kennst, kannst du das anderen nicht raten, die das eben nicht können, weil sie emotionaler sind. Man kann das Gefühl nicht ausschalten und einfach alles locker angehen und sollte man auch nicht, wenn man sich damit selbst verleugnet.
Ich war sehr unfair, respektlos und alles andere als nett und das die ganze Zeit über.
Kein Wunder, dass er sich entliebt hat. Über einen so langen Zeitraum so behandelt zu werden, das kann man meist nicht mehr reparieren. Beende den Sex, macht einen klaren Schlusstrich, damit du nicht mehr leidest und dich erst mal mit dir selbst beschäftigen kannst, was wirklich nötig scheint. Arbeitet darauf hin, gute Eltern zu sein, mit einem guten Verhältnis zueinander. Mehr kannst und solltest du nicht erwarten.
w, 37
 
  • #19
Wir waren 7 Jahre zusammen. Wir hatten Höhen und Tiefen. Durch meine nicht verarbeiteten Dinge, war ich leider immer mal wieder sehr schwierig. Ich hätte eher eine Therapie machen sollen, aber dafür hat mit der Mut gefehlt.
Dein Therapie Problem ist dieser Mann, du hättest dich trennen sollen!
Das Kind war geplant, aber er hätte gerne noch 2 Jahre gewartet.. allerdings wäre das mit meiner befristeten Stelle schwierig geworden.
Da liegt der wunde Punkt begraben!
Er meint, dass er Niemanden kennenlernen will und kann. Wenn er unsere Tochter nicht hat, arbeitet er. Und wenn er dann doch mal Freizeit hat, trifft er sich hin und wieder mit Freunden zum Fußball gucken. Aktuell versuche ich mich so wenig wie nur Möglich bei ihm zu melden, damit er mich vielleicht vermisst?
Er kann dir viel sagen, jedoch nicht die Wahrheit, er kann nebenher eine Frau haben, das merkst du gar nicht!
Er vermisst dich nicht, er hat doch ganz klar sich ausgedrückt, dass er keine Gefühle für dich hat, warum löst du dich nicht von diesem Gedanken??
 
  • #20
Verstehe ich nicht. Sie wollte doch den Sex, hat ihn verführt. Warum böser Mann, arme Frau?
Ich hab nicht von arm und böse gesprochen. Sie ist krank und er tut so als wäre sie nicht krank sondern bekloppt.

Sie ist total vorbelastet, bekommt dann noch ein Kind und da saust der Fahstuhl abwärts und das bekommt keiner mit, der Mann schiebt das auf schlechte Laune, Unzufriedenheit oder was weiß ich? So uninformiert kann man doch mit Mitte/Ende 30 nicht mehr sein.
 
  • #21
Gibt es noch ne Chance, wenn ich mich durch die Therapie ändere. Ihm mein neues Ich präsentiere. Nicht sofort, vielleicht in einem halben Jahr. Hat schon jemand solche Erfahrungen gesammelt?
Er ist immer noch total nett und will, dass es mir gut geht. Auch, dass ich finanziell keine großen Einbußen habe. Und ich liebe ihn immer noch. Ich weiß, dass ich ihn jetzt gehen lassen muss.
 
  • #22
Er liebt dich nicht mehr und möchte nicht mehr mit dir zusammen sein, ist schwer aber ich denke das musst du verstehen. Du tust ja noch alles mögliche für ihn (verführen etc.) um ihn nochmal zu überzeugen.
Du kannst ihn nicht dazu zwingen es nochmal mit dir zu versuchen, er möchte nicht - das solltest du verstehen und um dich selber zu schützen auch keinen Sex mehr mit ihm haben oder sonstige Zärtlichkeiten, das macht alles noch unnötig kompliziert und wird dich noch weiter zerreißen.
Arbeite an dir, Versuch herauszufinden warum du immer so warst wie du zu ihm warst, irgendwas hat bei euch nicht gestimmt und gepasst, vllt ist zu viel vorgefallen somit dein Ex nicht leben kann; das musst du akzeptieren.
Mach dich nicht zum bettelnden, hintermauernden Hündchen, sei stark, stehe zu dir und arbeite an dir.

W 27
 
  • #23
Danke für eure Nachrichten. Mit der Mutterrolle kam so Einiges bei mir hoch und wurde auch noch verstärkt. Kindheit, Selbstwert, Selbstliebe… all das hat mich nur noch funktionieren lassen und unglücklich gemacht und leider, Corona hat auch bestimmt seinen Teil dazugegeben, all meine Launen an ihm ausgelassen. Er konnte mit nichts Recht machen, ich habe ständig gejammert wie schlecht es mir ging, dabei ging es ihm auch nicht gut. Nur das habe ich nicht sehen können. Ich bin da allein nicht rausgekommen und jetzt nach langer Wartezeit auch beim Psychotherapeuten und versuche mittels Videos/Bücher/Gedankentraining meinen Selbstwert zu stärken.
In 3 Monaten wird er sich eine größere Wohnung nehmen und dann ist es mit dem Nestmodel zu Ende; dann werden wir es auf 50/50 aufteilen. Wie kann ich diesen Mann zurückgewinnen, wenn er sagt, dass er keine Gefühle mit mir hat. Aber immer mal wieder sagt, er glaubt es nicht, aber sowas kann man nicht wissen.
Bitte arbeite dringend an dich anstatt die Zeit und Kraft an diesen Mann zu verschwenden. Nimm deine Baustelle ernst. Ich kenne jemanden, der nach der Geburt auch charakterlich ziemlich angeschlagen ist. Sie kann nach 6 Jahren Trennung immer noch nicht loslassen und hat ihre Kinder damit benutzt, um an den Vater zu rächen, weil er sich von ihr getrennt hat. Der Grund war genauso, wie in deinem Fall.
Depressionen und Kindheitstrauma sind nicht zu spaßen. Hole dir Hilfe!
Ab jetzt dann nur distanziert und so wenig wie möglich Kontakt mit ihm.
Aber nur du kann die Situation ändern. Entweder zu besseren oder schlechteren.
 
  • #24
Gibt es noch ne Chance, wenn ich mich durch die Therapie ändere. Ihm mein neues Ich präsentiere. Nicht sofort, vielleicht in einem halben Jahr. Hat schon jemand solche Erfahrungen gesammelt?
Er ist immer noch total nett und will, dass es mir gut geht. Auch, dass ich finanziell keine großen Einbußen habe. Und ich liebe ihn immer noch. Ich weiß, dass ich ihn jetzt gehen lassen muss.
Wie oft noch, trenne dich innerlich und äußerlich, er liebt dich nicht, bleibe erstmal eine längere Zeit (ca. 12 Mt.) alleine, ohne Mann und orientiere dich dann neu, wenn du geheilt bist, das ist tausendmal besser, als ständig aufgewärmtes immer wieder auf zu wärmen!!
 
  • #25
Gibt es noch ne Chance, wenn ich mich durch die Therapie ändere. Ihm mein neues Ich präsentiere. Nicht sofort, vielleicht in einem halben Jahr. Hat schon jemand solche Erfahrungen gesammelt?
Eine Therapie macht man für sich SELBST, das ist extrem wichtig. Nicht, um dann jemanden damit zurückzugewinnen. Das ist ein falscher Ansatz. Abgesehen davon funktioniert es bei Kindheitstraumata auch nicht so, dass man nach einem halben Jahr mal eben ein völlig anderer Mensch ohne Probleme ist. Therapien helfen einem, aber das kann Jahre dauern und man ist danach dennoch nicht völlig anders; man lernt einfach, mit gewissen Dingen umzugehen und - hoffentlich - glücklicher mit sich selbst zu sein. Dein Ziel (ihn zurückzugewinnen) sowie deine Vorstellung davon, dass das so schnell geht, zeigen, dass du die Therapie nicht wirklich ernst nimmst oder verstehst, warum du sie benötigst. Du müsstest den Fokus darauf legen, deine Probleme in Ruhe aufzuarbeiten, mit dir ins Reine zu kommen, auch wenn das Jahre dauern sollte.
Ein Freund mit Angstzuständen und Depressionen ist (mit Unterbrechungen) seit sechs Jahren in Therapie, auch wenn es ihm schon nach einem Jahr langsam besser ging; eine Bekannte mit Zwangsneurosen seit einem Jahr und bisher kaum Besserung. Wenn man sich darauf nicht einstellt, ist man schnell frustriert, dass der Therapeut nicht mit einem Gespräch alles ändern kann.
 
  • #27
Ich war sehr unfair, respektlos und alles andere als nett und das die ganze Zeit über.
Da ich für uns und unsere Tochter gerne gekämpft und an den Problemen gearbeitet hätte
Die Probleme scheinst du aber in erster Linie mit dir selbst zu haben. Oder was war die Ursache für deine Unzufriedenheit ?

Ich habe leider auch viel gebettelt und vor ihm geweint.
Was dich zum einen super unattraktiv macht und zum anderen im Widerspruch zu deinem vorangegangen Verhalten steht. Sprich erstmal die Beziehung nicht ausreichend wertschätzen, Warnungen nicht für voll nehmen und dann eine 180 Grad Wendung vollziehen und dich ihm bedürftig für die Füße werfen.
Vor ein paar Wochen habe ich ihn verführt und danach hatten wir öfter Sex.
Da ich durch den Sex leider immer mehr Hoffnung verspürte und es sich wie in einer Beziehung anfühlte,
Du verletzt dich selbst - bemerkest du das ?

ich würde mir an deiner Stelle professionelle Hilfe suchen und an meinen Baustellen arbeiten - diese Fixierung auf ihn aufgeben und dich in erster Linie um dich und dein Kind kümmern. Auch wenn das sicherlich leichter gesagt, als getan ist.

das wäre aus meiner Sicht auch die einzige reale Chance, wie du die Beziehung zu ihm wiederbeleben könntest - Taten sprechen lassen.

mach dir aber bewusst, dass das ein langwieriger Prozess ist und du nach 2-3 Monaten Therapie nicht all deine Probleme los sein wirst.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #28
Aktuell versuche ich mich so wenig wie nur Möglich bei ihm zu melden, damit er mich vielleicht vermisst?
Ganz praktisch gesagt: ja, das ist sicher klug, dass du dich eher weniger bei ihm meldest. Solange du ihm ständig nachläufst, kann er dich ja gar nicht vermissen. Ob allerdings dann die große Sehnsucht bei ihm ausbricht, oder ob er eher froh ist, seine Ruhe vor dir zu haben, kann keiner vorhersagen.
So oder so bringt es aber nichts, ihm massiv auf die Pelle zu rücken. Zeige dich selbstbewusst, in dir ruhend, möglichst zufrieden und unabhängig, das ist nie verkehrt.
 
  • #29
dass du noch nie wirklich tief geliebt hast, denn es hat noch nie so richtig gepasst, du denkst eh, dass die Beziehungen nicht ewig gehen usw. Vielleicht kannst du das deshalb nicht nachvollziehen. Wenn man selbst den anderen liebt, möchte man gern, dass er einen auch liebt
Ja, zunächst sind das alles für mich tatsächlich sehr „schwammige“ Begriffe. Jede einzelne Beziehung fühlt sich für mich wieder ganz anders an, und es fiele mir schwer zu sagen, was davon jetzt die „wirkliche tiefe Liebe“ ist. Ich mache die Qualität einer Beziehung nicht am Namen fest, den man ihr gibt. Das kann mal eher rational (zB, wenn noch Kinder im Spiel sind), mal eher leidenschaftlich, unvernünftig, mal eher neurotisch-abhängig sein. Alles gut, alles schön, alles tiefe Gefühle.

Dass man in einer Beziehung will, dass der andere die eigenen Gefühle erwidert, einen begehrt, einem nahe sein will etc. ist dagegen eine Konstante, eher trivial.
 
  • #30
Gibt es noch ne Chance, wenn ich mich durch die Therapie ändere. Ihm mein neues Ich präsentiere. Nicht sofort, vielleicht in einem halben Jahr. Hat schon jemand solche Erfahrungen gesammelt?
Er ist immer noch total nett und will, dass es mir gut geht. Auch, dass ich finanziell keine großen Einbußen habe. Und ich liebe ihn immer noch. Ich weiß, dass ich ihn jetzt gehen lassen muss.
Du wirst kein „neues Ich“ in einer Therapie ausarbeiten können. Sondern kannst maximal lernen, besser mit dir und anderen umzugehen. Aber das ist
viel Arbeit. Ein Therapeut ist kein Magier.

Mitunter kannst du dich zeitweise sogar schlechter fühlen, als vor dem Beginn der Therapie ( wobei das von der Therapieform abhängig ist, die wiederum von der Diagnose abhängt.) Aber auch das ist dann Teil des Prozesses.

Aber ein Schritt nach dem anderen. Erstmal musst du jemanden für dich geeignetes finden. Denn aus repräsentativen Studien weiß man mittlerweile, dass gute 70% der Therapieerfolges auf die Beziehung zwischen Klienten und Therapeuten zurückzuführen ist. Daher ist es wichtig, dass du dir jemanden aussuchst, bei dem du dich sehr gut aufgehoben und mit deinem Leidensdruck gesehen und ernstgenommen fühlst.
 
Top