L

luci-le

  • #61
Liebe FS,

lass dir hier nur keinen Unsinn einreden.

Gehe in diesem Fall voll und ganz mit Bigger ("Bros´before hoes") und Gleichstellungskämpferin Brittain ("Auch Männer können das."). Recht hat sie. Hier besteht eine Jahre-möglicherweise sogar Jahrzehnte lange Männerfreundschaft. Mit welchem Recht und welchem Auftrag soll hier die flüchtige Lebensabschittsgefährtin (im Grund bist du doch nichts weiter als eine unverbindliche Affaire für ihn) kommen und möglichst lebenslange Pflege leisten?

Dies ist einzig und allein ein Männerjob. Der seiner Freunde, die ihm immer wichtiger als du waren. Und glaub mir, auch Männer können einem Bro Brei füttern, ihm die Windeln welchseln und Betten machen. In den emanzipierten Zeiten wird es vermehrt zu solchen Konstellationen kommen, unbedeutende "lockere", "wir-lassen-es-einfach-mal-laufen-und-schauen-einfach-mal-wo-das-hinführt"-Lebensabschnittsgefärtinnen sind nämlich in keinster Weise für diese Art Pflege zuständig, verfügbar und da. Aber Männer sind ohnehin meist kräftiger als Frauen, damit auch bestens geeignet für jede Art von Pflege. Dir alles Gute und genieße dein Leben- schneller als irgendjemand schauen kann ist es nämlich ganz schnell vorbei.
 
  • #62
Dies ist einzig und allein ein Männerjob. Der seiner Freunde, die ihm immer wichtiger als du waren. Und glaub mir, auch Männer können einem Bro Brei füttern, ihm die Windeln welchseln und Betten machen. In den emanzipierten Zeiten wird es vermehrt zu solchen Konstellationen kommen, unbedeutende "lockere", "wir-lassen-es-einfach-mal-laufen-und-schauen-einfach-mal-wo-das-hinführt"-Lebensabschnittsgefärtinnen sind nämlich in keinster Weise für diese Art Pflege zuständig, verfügbar und da.
Es klingt für mich so, als ob die meisten schadenfroh über den jetzt kranken Mann herziehen, und das als Rache für seine bisherige "Unverbindlichkeit" auslegen.
Total daneben! Es waren doch beide völlig zufrieden mit dem Zustand!
Jetzt wird er krank und dann muß er bestraft werden?
Ein wenig mehr Menschlichkeit hätte ich mir von der FS schon gewünscht, aber es hat ja nur zu einem "wie beruhige ich mein schlechtes Gewissen" Thread gereicht.
Schade für sie. Oder, einfach Karma. Vielleicht hat er sich auf sie nicht näher eingelassen, weil sie ihm zu wenig Herzenswärme hätte.
 
  • #63
Es klingt für mich so, als ob die meisten schadenfroh über den jetzt kranken Mann herziehen, ...
Ein wenig mehr Menschlichkeit hätte ich mir von der FS schon gewünscht, aber es hat ja nur zu einem "wie beruhige ich mein schlechtes Gewissen" Thread gereicht.... Vielleicht hat er sich auf sie nicht näher eingelassen, weil sie ihm zu wenig Herzenswärme hätte.
Und du gleichst das jetzt aus für "ihn" mit einer Breitseite gegen die FS von deiner moralischen Anhöhe aus?
Ist ja nicht so, dass die FS sich bisher nicht wirklich gekümmert und bemüht hätte. Und so sehr ich den Mann in seiner Situation verstehen kann, so klar ist trotzdem festzuhalten (basierend auf den für mich hier verfügbaren Infos), dass er sich hier alles andere als korrekt verhält. Solch einseitig beschlossenes Zusammenziehen durch die kalte Küche aus der Not heraus, ohne das mal vorher zu besprechen mit der FS ist ein massiver Übergriff. Möglicherweise auch bewusst oder unbewusst mit dem Kalkül, dass sie in der Situation vielleicht emotional erpressbar wäre. Und nicht wenige - du auch, übrigfens - hauen ja auch genau in diese Kerbe der vermeintlich gewissenlosen FS.
Gangbare "Mittelwege" wurden hier einige vorgeschlagen. Ob das Trennungsgespräch nun tatsächlich am Krankenbett erfolgen muss, steht auf einem anderen Blatt. Aber dass sich die FS dagegen wehren darf, hier mal eben als eine möglicherweise jahrelange/lebenslange(?) Pflegekraft für und von dem Mann eingeteilt zu werden, das ist doch mehr als legitim! Die hier so den moralischen Stab brechen, die wären alle bereit, sich in der genannten Konstellation für die nächsten Jahre selber aufzuopfern, verstehe ich das richtig?
Sowas der Fs einfach ohne Rücksprache aufzudrücken, lässt übrigens tief blicken, was den Mann angeht, Notlage hin oder her.
m/43
 
L

luci-le

  • #64
Es klingt für mich so, als ob die meisten schadenfroh über den jetzt kranken Mann herziehen, und das als Rache für seine bisherige "Unverbindlichkeit" auslegen.
Total daneben! Es waren doch beide völlig zufrieden mit dem Zustand!
Jetzt wird er krank und dann muß er bestraft werden?
Ein wenig mehr Menschlichkeit hätte ich mir von der FS schon gewünscht, aber es hat ja nur zu einem "wie beruhige ich mein schlechtes Gewissen" Thread gereicht.
Schade für sie. Oder, einfach Karma. Vielleicht hat er sich auf sie nicht näher eingelassen, weil sie ihm zu wenig Herzenswärme hätte.
Die Tatsachen haben nichts mit Schadenfreude zu tun und hämisch über schlechtes Karma ihm gegenüber zu reden- vollkommen daneben! Die FS muss ihr Gewissen überhaupt nicht beruhigen, ihre Trennungsabsicht ist das, was jede vernünftige Frau die frei vom Helfersyndrom ist, getan hätte- und jeder Mann doch im Grunde erst recht! Die "Beziehung" (im Grunde Affaire) war unverbindlich, da muss es jetzt, wo der Mann plötzlich ein Pflegefall ist, nicht auf einmal verbindlich werden- am allerwenigsten aufgrund ihres Geschlechts!
 
  • #65
Das hatte ich in meinem vorigen Kommentar vielleicht nicht so deutlich gemacht, aber ich finde man muss hier schon unterscheiden, worum es eigentlich genau geht.

Total daneben! Es waren doch beide völlig zufrieden mit dem Zustand!
Jetzt wird er krank und dann muß er bestraft werden?
Die FS muss ihr Gewissen überhaupt nicht beruhigen, ihre Trennungsabsicht ist das, was jede vernünftige Frau die frei vom Helfersyndrom ist, getan hätte- und jeder Mann doch im Grunde erst recht!
Mein Beitrag (Tenor: Sie ist zu nichts verpflichtet) hat sich eher auf die Pflege bezogen. Beide waren zufrieden mit der eher unverbindlichen Beziehung, ja das stimmt. Das kann sie ihm jetzt nicht vorwerfen. Aber: Die Folge des Ganzen muss dann doch nicht unbedingt die Trennung sein?! Sich jetzt deswegen zu trennen, finde ich seltsam. Das ändert doch nichts an der Liebe zueinander. Ich habe nicht geschrieben, dass sie sich trennen soll, ich finde nur nicht, dass sie sich jetzt vollkommen um seine Pflege kümmern muss. Sie könnte ihn ja bei der Organisation unterstützen, aber mehr kann er meiner Ansicht nach bei der Beziehungsgeschichte nicht erwarten. Wenn er sonst niemanden hat, muss halt der Staat einspringen. Wenn sie mit ihm zusammenziehen würde, wäre sie (rechtlich) in gewisser Hinsicht auch für ihn verantwortlich, das kann man ihr wohl kaum zumuten.
Dass man aber deswegen automatisch Schluss machen muss, erschließt sich mir nicht. Selbst wenn die beiden eine sehr enge Beziehung hätten wäre getrenntes Wohnen für beide (finanziell) eigentlich klüger.
 
  • #66
Eines kann man ja schon feststellen, dass es sich nicht um die wahre Liebe in diesen Thread handelt.Wäre es so, dann würde man sich nicht Gedanken um eine Trennung machen.
Dies habe ich aber im RL auch schon festgestellt, wie schnell die wahre Liebe erlischt, wenn die ersten Trauerwolken am Horizont sind. Ob nun Krankheit, Arbeitslosigkeit usw. ist dann kaum noch etwas von Liebe zu sehen. Man musste da ja eigene Opfer bringen und dazu ist man eher weniger bereits dazu, Hat eventuell auch etwas mit dem Zeitgeist zu tun.

Vielleicht kommt ja bald ein Thread, wo sich ein Mann von der seiner kranken Partnerin trennen will und dann hört sich dies von einigen Damen ganz anders an als hier jetzt. Auch wieder so eine Sache des jeweiligen Betrachters.
 
  • #67
Vielleicht kommt ja bald ein Thread, wo sich ein Mann von der seiner kranken Partnerin trennen will und dann hört sich dies von einigen Damen ganz anders an als hier jetzt.
Bisher gabs noch keinen Mann hier, der sich beklagt hat, dass seine Partnerin strikt 50:50 möchte, nicht zu viel Nähe, ständig mit ihren Freundinnen unterwegs ist und ja keine Geschenke.
Die dann plötzlich schwer erkrankt und von ihrem "Freund" plötzlich Vollzeit-Betreuung möchte, von ihren Freundinnen aber keine Spur.
Diese 50:50, ja keine gegenseitigen Verbindlichkeiten eingehen wollen in der "Partnerschaft" ist, scheint es hier zumindest, eher ein Männerding, bzw. scheint von den Männern auszugehen, die auf ihren Freiheiten pochen. Die Freiheit fliegt ihnen dann um die Ohren.
 
B

bromelie

  • #68
Diese 50:50, ja keine gegenseitigen Verbindlichkeiten eingehen wollen in der "Partnerschaft" ist, scheint es hier zumindest, eher ein Männerding, bzw. scheint von den Männern auszugehen, die auf ihren Freiheiten pochen. Die Freiheit fliegt ihnen dann um die Ohren.
Stimmt sehr genau, vielen Dank für diese Antwort von Dir!
Ein Männerding ist die Unverbindlichkeit und die Freiheit.
Und dann kommen die Frauen um die Ecke...die erwarten nicht nur Verbindlichkeit im Falle der Erkrankung, die fordern das geradezu ein von ihren Geschlechtsgenossinnen. Dafür werden dann allerlei nützliche Manipulationen benutzt wie z.B. an das uralte Helfersyndrom von Frauen appeliert. Frau hat ein guter Mensch zu sein, ein kranker Mann ist hilflos ohne Frau, etc..
Und du gleichst das jetzt aus für "ihn" mit einer Breitseite gegen die FS von deiner moralischen Anhöhe aus?
Eben. Viele Frauen merken noch nicht mal, wie manipulativ sie gerade einwirken wollen. Auf die FS natürlich, er ist ja ein armer kranker Mann, der von heute auf morgen Verbindlichkeiten wünscht.
Komische Welt, nicht?
W
 
  • #69
Sich jetzt deswegen zu trennen, finde ich seltsam. Das ändert doch nichts an der Liebe zueinander.
Eines kann man ja schon feststellen, dass es sich nicht um die wahre Liebe in diesen Thread handelt.Wäre es so, dann würde man sich nicht Gedanken um eine Trennung machen.
Hm, hier gibt es jetzt einen neuen Gesichtspunkt: Liebe.
Hab ich Tomaten auf den Augen ?
Ich glaube, die FS hat an keiner Stelle was von Liebe geschrieben, vielmehr beschreibt sie die Beziehung, die sie vor dem Schlaganfall hatten, als distanziert und eher als Zweckgemeinschaft.
Ok, an einer Stelle nennt sie das, was sie hatten 'Partnerschaft', an einer anderen nennt sie die Beziehung 'schön', schiebt aber sofort ein Komma und einen weil-Nebensatz nach.

Die beiden hatten etwas lockeres, sich z.B. ab und zu für was schönes getroffen, mehr nicht und auch das eher selten.
Wir wissen noch nicht mal, ob sie Sex hatten. Ok, wahrscheinlich ja, sonst hätte sie es wohl nicht Partnerschaft genannt.
Aber insgesamt war das doch schon vorher nix.
Der Deal, den die beiden hatten, 'wir treffen uns ab und zu und machen dann was schönes zusammen und sonst wollen wir nichts voneinander' platzt jetzt. Die Basis der Beziehung bricht weg.

Wie sie wegbrechen würde, wenn ich mit einer Frau dreimal die Woche Gewichte stemmen würde und sonst nix ( solche Beziehungen habe ich ) und dann wird die Frau schwanger und will nicht mehr pumpen.
Dann war es das eben.
Die erwartet doch dann nicht von mir, dass ich stattdessen dreimal die Woche ( bzw. der Kranke fordert ja noch viel mehr ) ihr Baby betreue.
Oder ihren Haushalt mache.

Ihr findet, der Vergleich hinkt ? Finde ich nicht, ich sehe nur meinetwegen einen quantitativen Unterschied.

Übrigens: ich habe mir die drei Posts von Susanne noch mal durchgelesen. Da steht nichts von Trennung. Sie redet ziemlich schwammig vom 'es jetzt machen', 'es ihm sagen'.
Ich hatte gedacht, sie will ihm schonend beibringen, dass er nicht bei ihr einziehen kann und sie keine Pflegerin sein wird.

w 48

Hallo Susanne, bist du eigentlich noch da ?
Wie ging es denn weiter ?
Hast du 'es' ihm gesagt ?
Hast du mit dem Sozialdienst geredet ?
 
  • #70
Vielleicht kommt ja bald ein Thread, wo sich ein Mann von der seiner kranken Partnerin trennen will ....
Ich glaube nicht, dass hier bald so ein Thread kommt.
Das scheint mir doch reichlich theoretisch.
Ich denke, die meisten Männer, die nur etwas vergleichbar Unbedeutendes mit einer Frau haben, überlegen nicht lange, haben kein schlechtes Gewissen und machen daher keinen solchen Thread auf.

Wie ich weiter oben schrieb: die Basis fällt weg ( z.B. der Sex oder das Ausgehen und das Herumzeigen einer schönen Frau ) und damit platzt der Deal.
Der Affairenmann beendet die Sache. Fertig. Kein Thread.

Wenn es eher ein Deal als Liebe ist, z.B. junge schöne Frau mit reichem altem Sack ist es eben aus, wenn die Frau z.B. nach einem Unfall nicht mehr schön ist oder wenn der Mann wegen Insolvenz nicht mehr reich ist.
Das ist doch kein Problem. Beide wußten es vorher, dass sie die Beziehung gekauft haben und täglich kaufen. Wenn das Geld nicht mehr fließt, gibt es die Ware auch nicht mehr.
Was ist daran denn verwerflich ?

Die beiden hatten keine Liebesbeziehung, sie hatten einen Deal.

w 48
 
  • #71
.. wie schnell die wahre Liebe erlischt, wenn die ersten Trauerwolken am Horizont sind. Ob nun Krankheit, Arbeitslosigkeit usw. ist dann kaum noch etwas von Liebe zu sehen.
Ich habe in den Posts der FS nichts von wahrer Liebe gelesen und verstehe nicht, wie man diesen Bogen schlagen kann. Das fällt in die Kategorie "Thema verfehlt"
Wir haben die Art von Beziehung geführt, die ältere Menschen eben so führen. Jeder hatte sein eigenes Leben. Er wollte seine Freiheit und nicht für eine Frau "finanziell sorgen" oder sich für sie einschränken müssen- da ich mit beiden Beinen im Leben stehe und auch ziemlich freiheitsliebend bin, war mir das ebenfalls ziemlich Recht.
Für mich liest sich das nach Spassbeziehung und zwar beidseitig gewollt. Etwas anderes (gegenseitige Unterstützung, Pflege & Co) ist explizit nicht gewollt. Der Spass ist durch die Erkrankung entfallen und damit die Beziehungsgrundlage.

In diesem Sinne kann dieses Verhältnis ja auch sinngemäß weiter geführt werden und muss nicht nun in der Not nun pöltzlich beendet werden.
Wenn ich die FS richtig verstehe, dann sind die Schlaganfallfolgen für ihn so, dass die Beziehung wie sie von beiden gewünscht war, nicht fortgeführt werden kann. Daher denkt sie an Trennung.
Ich finde das hämefrei legitim. Bei dieser Art von Beziehung sollten beide sich keine Illusionen machen, dass diese durch einen Schicksalsschlag auf eine andere Ebene gehoben wird. Das war beidseitig nicht gewünscht und deswegen passiert das auch nicht wenn die Bedingungen sich einseitig ändern.

Vielleicht hat er sich auf sie nicht näher eingelassen, weil sie ihm zu wenig Herzenswärme hätte.
Das bezweifel ich. Die FS schreibt, dass er noch Familienrestanten hat, aber keine Kontakte zu ihnen und deswegen auch keine Hilfe erwarten kann. Da sollte man annehmen, dass die fehlende Herzenswärme auf seiner Seite liegt.
Er hat mehr mit seinen Freunden als mit der FS unternommen. Warum kümmern die Freunde sich jetzt nicht um die Organisation seiner Versorgung, warum soll die FS diese allein organisieren? Sie hatte nur eine Nebenrolle in seinem Leben, weniger als andere.
 
  • #72
Vielleicht kommt ja bald ein Thread, wo sich ein Mann von der seiner kranken Partnerin trennen will und dann hört sich dies von einigen Damen ganz anders an als hier jetzt.
Das glaube ich nicht. Frauen sind da wohl realistischer was sie von ihrem Partner erwarten können und kommen garnicht auf den Gedanken, bei einer lockeren LAT-Beziehung, wie die FS sie bhier beschreibt den Mann in irgendeine Weise in ihre Versorgung einzuplanen. Eher bekommt sie noch einen Herzinfarkt, wenn er ihr das anbieten würde, weil es so weit weg ist von jeder Lebenserfahrung.

Eine Frau weiß, dass sie sich an ihre Familie oder ihre Freundinnen wenden muss wenn sie Hilfe braucht, nicht an den unverbindlichen, freiheitsliebenden LAT-Mann.
Wenn es schwierig wird ist dieser Mann und auch viele andere Männer weg - das weiß doch so ziemlich jede Frau. Da gibt es nur wenige Ausnahmefälle oder warum wird private Plege zu 85% von Frauen geleistet?

Die 15% Pflege durch Männer sind nahezu keine liebenden Ehemänner, sondern alleinstehende Muttersöhne ohne Partnerschaft, die den Absprung in ein eigenes Leben nicht geschafft haben und in dieser Konstellation auch keine Partnerin mehr finden.
Dieser Prozentsatz steigt seit einigen Jahren sukzessive an (alleinstehende Söhne pflegen ihre AE-Mütter), weil Frauen solche Lasten schaffenden Partnerschaften nicht mehr leichtfertig eingehen, sondern wissen was von ihnen gefordert wird und was sie zu erwarten haben.
 
  • #73
Da gibt es nur wenige Ausnahmefälle oder warum wird private Plege zu 85% von Frauen geleistet?
Das fällt auch in die Kategorie "Thema verfehlt".

Warum wird denn die Pflege überwiegend von weiblichem Personal betätigt?
Nicht weil sich manche Männer zu schade sind, sondern weil es äußert schlecht bezahlt wird.Dies kann man auch bei ganz anderen Berufen mit einem hohen Frauenanteil feststellen.
Ein männlicher Pfleger wird doch schon wieder von einigen hier als Loser betitelt.

Jedenfalls lässt die FS schon sehr ihren Charakter aufblitzen. Sobald es ein Problem gibt, denkt man über Trennung nach. Eigentlich zählt ja dieser Charakterzug eher zu den Männlichen.

Ich glaube auch nicht dass es der FS um einen TIPP in diesen Thread geht, sondern nur um Absolution. Diese Absolution wurde ja der FS von vielen Usern hier schon erteilt.

Ich hoffe für die FS, dass sie niemals von gesundheitlichen Rückschlägen heimgesucht wird und sollte es dann der Fall sein, dass sie nicht an einen Mann gerät, der so wie sie denkt.
 
  • #74
Das Grundproblem sind die Varianten von Partnerschaften.
Irgendwann findet man sich in einem bestimmten Konstrukt, wie sich beide wohlfühlen. Mit Regelungen, Absprachen, Modalitäten.
Das ist ok.
Probleme entstehen dann, wenn sich Parameter (innere, äußere) ändern, und deswegen eine/r die Partnerschaftsmodalitäten einseitig ändern möchte.
Da ist der andere nie verpflichtet, mit zu gehen, egal was ist.

Sich im Rahmen einer Freundschaft um einen Freund zu kümmern, ist ein anderes Kapitel, aber auch da kann man nur das geben, was man wirklich kann und möchte. Verpflichtungen gibt es keine.

Das hat nichts mit Gefühllosigkeit, Egoismus, etc. zu tun. Sondern nur mit persönlichen Grenzen, die man ja eigentlich achten sollte.

Warum sollte man / frau bei einer lockeren Schönwetterpartnerschaft nur aufgrund eines Notfalls auf einmal die Rolle eines (Ehe)Partners einnehmen, wenn es vorher nicht so war und nicht vereinbart?

Mir ist da Klartext lieber, entweder habe ich eine Partnerschaft, ganz und gar, mit allem - oder keine.
Diese Mischkonstruktionen sind viel zu oft Ausgangspunkt für Verletzungen, Drama, etc. Fängt mit den Gefühlen an.
Theoretisch klingt es gut, wirklich dauerhaft praktikabel, sehr selten.
 
  • #75
Das glaube ich nicht. Frauen sind da wohl realistischer was sie von ihrem Partner erwarten können und kommen garnicht auf den Gedanken, bei einer lockeren LAT-Beziehung, wie die FS sie bhier beschreibt den Mann in irgendeine Weise in ihre Versorgung einzuplanen. Eher bekommt sie noch einen Herzinfarkt, wenn er ihr das anbieten würde, weil es so weit weg ist von jeder Lebenserfahrung.
Ich führe eine ähnliche Beziehung und käme nicht im Traum darauf, wenn mich das Schicksal ereilen sollte, entsprechende Leistungen von meiner Freundin zu fordern, wie sie der Freund der FS zu fordern scheint oder die FS glaubt, dass sie von Ihr gefordert werden. Hilfestellung im Rahmen ihrer Möglichkeiten wäre schön, aber nicht Bedingung und auch nicht mehr. So sehe ich dies auch bei der FS. Alles andere müsste neu ausge- und verhandelt werden.
 
  • #76
Ich denke, die meisten Männer, die nur etwas vergleichbar Unbedeutendes mit einer Frau haben, überlegen nicht lange, haben kein schlechtes Gewissen und machen daher keinen solchen Thread auf.
Als Mann überlege ich genauso, wie eng die Beziehung war. Bei einer reinen Affäre fühle ich mich nicht verpflichtet, in einer Beziehung schon. Ich denke nicht, dass der Unterschied zwischen Männern und Frauen da grundsätzlich so groß ist. In meinem Umfeld gibt es auch (echte) Beziehungen, in denen die Frau sich nach Unfällen etc. getrennt hat.

Eine Beziehung, selbst eine Ehe, ist in meinen Augen nicht in jedem Fall darauf angelegt, lebenslang zu halten. Damit meine ich nicht, dass ich beim ersten Problem davonlaufe, aber dass ich für mich abwäge, ob ich mein Leben weiter so führen kann, wie es für mich vorstellbar ist.
Und ja, selbst in einer Beziehung könnte das bedeuten, dass ich die Beziehung mit einer Frau beende, die plötzlich nach Schlaganfall gelähmt im Bett liegt. Dass ich dann trotzdem organisatorisch unterstütze, steht auf einem anderen Blatt. Selbstverständlich gebe ich diese Freiheit auch einer Partnerin, die vor der Wahl steht, mit mir ihr Leben umgekehrt erheblich einschränken zu müssen.

Die FS hat ja klargestellt, dass die Beziehung von vorneherein auf "jeder hat sein eigenes Leben" angelegt war. Damit ist die Situation doch klar, völlig unabhängig vom Geschlecht.
 
  • #77
Ich gebe Magnus vollkommen recht.
Das Problem ist, dass alle die hier schreiben: "Trenne dich von dem Mann. Er hat es nicht anders verdient. Er war egoistisch, nun sei du es auch," alle diese Foristen SIND GESUND.

Ein Mensch, der weiß was es heißt eine schwere Krankheit durchgemacht zu haben oder durchzumachen, würde niemals so hart wie hier viele urteilen und würde niemals einen Menschen in seiner Krankheit hängenlassen oder gar VERLASSEN.

Nein im Gegenteil, er würde emphatisch nachempfinden können, welches Leid dieser Mensch gerade durchmacht.

Ich weiß wovon ich rede, denn ich war selber sehr sehr krank in meiner Jugend und habe viel Leid erlebt.

Da kann man dann niemals mehr so unglaublich hart urteilen und agieren wie es hier die meisten tun würden.
 
  • #78
Warum wird denn die Pflege überwiegend von weiblichem Personal betätigt?
Nicht weil sich manche Männer zu schade sind, sondern weil es äußert schlecht bezahlt wird.
Das Thema ist: es geht nicht um Pflegeberufe, sondern um Pflege durch Privatpersonen, in der Regel (85%) um Partnerinnen, Schwiegertöchter, Töchter.
Die FS ist nichts von alledem, sie ist die unverbindliche Affäre und das macht einen ganz erheblichen Unterschied aus. Eine Affäre hat keine Pflichten - sie kann alles und muss nichts.
Männer versuchen selbst die unverbindliche Affäre zu ihrem Vorteil einzuspannen und die Frauen die Affäre können, zeigen ihnen den Mittelfinger, weil zu dem Männeranliegen die passende Antwort. Das weibliche Affärenverhalten Verhalten entspricht dem eines Mannes in vergleichbarere Situation: keine Pflichten, keine Verantwortung.
 
  • #79
Ein Mensch, der weiß was es heißt eine schwere Krankheit durchgemacht zu haben oder durchzumachen, würde niemals so hart wie hier viele urteilen
Das ist selbstüberschätzendes und empathiefreies und romantisches Geschwafel - egoistisch oberndrein. Es geht hier nicht um eine Liebesbeziehung mit einer tiefen Verbindung - es geht um eine oberflächliche Affäre.
Wer selber in jungen Jahren sehr krank war (ich) und trotz Jugend reflektiert und empathisch, hat auch einen Sinn für diejenigen, denen die Pflege und sonstige Pflichten aufgebürdet werden sollen. Diese haben noch ein Recht auf ein eigenes Leben - andernfalls ist der Kranke ein brutaler Egoist vom Stamme "Nimm".

Da kann man dann niemals mehr so unglaublich hart urteilen und agieren wie es hier die meisten tun würden.
Ich habe Jahre meiner Kindheit in Kliniken verbracht und unglaublich egoistische und fordernde Kranke erlebt, die keinerlei Sinn für die sonstigen Lebensbedürfnisse ihrer Angehörigen zeigten. Sie kannten nur sich und ihre Bedürfnisse.
Das ausgerechnet diese extrem bedürftigen und egoistischen Menschen sich vom Saulus zum Paulus wandeln, ist eine Illusion.

Ich sehe nicht, das hier viele unangemessen hart urteilen und empathielos sind, sondern eher sachlich von der Art "das kommt von sowas". Wer selber keine Bindungen eingeht, empathiebefreit auf sein persönliches Wohlbefinden achtet, darf sich nicht beschweren, wenn ihm gleichermaßen begegnet wird. Man erntet, was man sät.

Die Zeiten, in denen Frauen bereitwillig alle möglichen sozialen Pflichten unentgeltlich übernahmen, um einer Erwerbstätigkeit auszuweichen sind vorbei. Frau geht hauptberuflich einem finanziell attraktiven Job nach und verbringt ihre Freizeit mit Menschen, die sich gegenseitig was wert sind, statt Hinz und Kunz zu pflegen.

Mir ist es unverständlich, wie der Partner der FS auf den Gedanken kommt, die FS wolle nun, da er allein nicht mehr kann, mit ihm zusammenleben und ihn pflegen.
Die Frauen haben dazugelernt und wissen, dass eine Erwerbstätigkeit für sie zukunftsträchtiger ist, als sich für den unverbindlichen Partner aufzuopfern.
 
  • #80
Es ist wichtiger, dass Du ´,liebe FS weiterarbeitest. Und Deinen Lebensstandart sicherst.
Unangemessen urteilen steht nicht zur Debatte.
Die Liason war wie beschrieben auf Distanz. Und jetzt sollst Du reagieren wie eine liebende Ehefrau die zig Jahre mit einem Mann zusammenwar, der sie sehr geliebt hat.
Das würde ich nicht tun.

Auch im Alter 45 bis 65 kann die große Liebe noch mal kommen.
So passiert in meinem Freundeskreis. Und das nicht nur einmal.

Wenn Du ihn pflegen würdest, wäre es das gewesen. Mit Arbeit und Deinem freien Leben.
Der Mann hat da keinen Anspruch drauf, dass Du Dich wie eine Ehefrau verhältst.
 
  • #81
3 Jahre habt ihr eine Beziehung bzw. Partnerschaft geführt. Ihr ward beide mit der Beziehung wie ihr sie seit 3 Jahren gelebt habt mehr oder weniger zufrieden. Ihr hättet diese Beziehung weiter fortgeführt, wenn nicht sein Schlaganfall gewesen wäre.
Im Krankenhaus trittst Du als seine Bezugsperson auf, nicht nur täglich, sondern mit Sondergenehmigung am Krankenbett bis 21-22 Uhr.
Es wird Dir zeitlich und emotional zuviel. Einen möglichen Pflegefall oder mobil eingeschränkten Mann, mit finanziellen Einbußen als auch anstehende Papierkram/-krieg, die Behördengänge und Fromulare/Anträge, die anstehende Reha, etc. alles willst Du nicht. Es geht seelisch zu Deinen Lasten und es ist absehbar, dass er nicht mehr wie früher sein wird, also ihr nicht mehr an dem Zunstand vor dem Schlaganfall anknüpfen könnt.
Die Entscheidung Dich zu trennen triffst Du für Dich allein. Meine Absolution dafür hast Du. Du weißt dies ist moralisch nicht einwandfrei, doch nur aus diesem Grund sich nicht zu trennen und ihm eher widerwillig durch die Krankenhauszeit als auch Reha zu helfen, alles für ihn regeln zu müssen, schadet Dir und ihm, weil es nicht von Herzen kommt. Umso mehr Gedanken Du Dir machst und Meinungen hörst, umso mehr kann es sein, dass Du Dich ihn Schuldgefühle ihm gegenüber verstrickst und Dinge für ihn tust, die Du nicht für ihn machen willst.
Sage zunächst ihm Deine Entscheidung klipp und klar. Dann fahre Dein aktuelles Engagement auf normalen Besuchsstatus hinunter, so alle 1-2x in der Woche während der regulären Besuchszeit. Sage den Ärzten und Pflegepersonal eindeutig, dass Du für ihn nicht Ansprechpartner bist und keine Dinge für ihn regeln bzw. unterschreiben wirst. Und mache Dich nicht verrückt. Auch wenn Du für ihn alles tust, es ist bei Dir leider nichts von Liebe zu lesen, also wird die Beziehung sowieso bald enden, weil Du umso mehr genervt irgendwann das Handtuch schmeißt.