• #31
Mir kommt die Frage verdammt bekannt vor - hast du diese Frage nicht vor einiger Zeit hier schon mal gestellt? Ihr habt euch keine Geschenke gemacht, nicht zusammengewohnt - weil vor allem ER das nicht wollte und nun, wo er sehr krank ist, will er plötzlich zusammenziehen … damals ging es darum, dass er damit wohl auch Geld zu sparen hoffte, weil er wohl länger nicht arbeiten können wird.
Du hast nicht geschrieben, warum "keine Beziehung mit ihm mehr möglich ist". Du hast nicht geschrieben, wie fit bzw. nicht fit er im Moment ist, welche Einschränkungen er hat bzw. wie seine Prognose ist.
Hat er dir denn selbst auch schon seinen Wunsch mitgeteilt, zusammenzuziehen? Scheinbar nicht, sonst wärst du ja nicht erschrocken gewesen, als der Arzt das (angeblich) zu dir gesagt hat.
Wir wissen hier viel zu wenige Details, um eine differenzierte Antwort zu geben.
Allgemein kann man nur sagen: Da ihr nicht verheiratet seid, bist du formal natürlich in keiner Weise für ihn verantwortlich. Du musst ihn weder besuchen, noch später pflegen, geschweige denn, mit ihm zusammenziehen, oder ihn finanziell unterstützen; noch musst du organisieren, wie es nach dem Krankenhaus mit ihm weitergeht.
Aber, da du ihn ja ziemlich engagiert täglich besuchst, scheinst du selbst sehr ambivalent zu sein, in Bezug auf das, was du mit dem Mann noch willst oder nicht willst.
Wenn du die Beziehung beenden willst, kannst du ihm z.B. sagen, dass dich die ganze Situation überfordert, du das nicht mehr leisten kannst, selbst erschöpft bist und dich zurückziehen wirst.
Freundlich wäre, wenn du dem Sozialdienst oder den Ärzten andere Angehörige des Mannes nennen würdest, mit denen sie Kontakt aufnehmen können, oder wenn du selbst diese Angehörigen benachrichtigen würdest - natürlich NUR in dem Fall, dass der Mann selbst nicht in der Lage dazu ist. Müssen tust du das nicht!
Auf wenn es hart ist, wird dich trotzdem niemand zwingen können, dich gegen deinen Willen für den Mann zu engagieren. Aber, wie hier schon eine Vorrednerin schrieb: Sei klar und eindeutig, damit alle Bescheid wissen, dass anderweitig Hilfe gesucht werden muss und keine wertvolle Zeit verlieren.


w50
 
  • #32
Ich sehe das Ganze auch differenzierter, als einfach nur "du bist voll im Recht, trete den geordneten Rückzug an". Und das aus einem Grund:

Ich denke mir die "Partnerschaft" weg. Ich stelle mir vor, das ist ein sehr guter Freund von mir- und das ist er ja nach 3 Jahren Intimverkehr und gemeinsam verbrachter Zeit mindestens. Ich habe einen Freundeskreis, bestehend aus ca. 10 engsten Freunden. Und für jeden von denen würde ich tun, was du gerade tust, sie also täglich im Krankenhaus besuchen, wenn der Mensch niemanden anders mehr hat, dann auch die organisatorischen Dinge erledigen, usw. Ja, ich würde mich für meine Freunde aufopfern. Ganz einfach, weil das MEIN Begriff von Freundschaft ist.

Nun will ich aber niemanden verurteilen, der nicht so denkt, wie ich. Wenn du wirklich keine Lust darauf hast, es dir zu viel wird und auch wirklich nichts davon von Herzen kommt, dann würd ich es auch einfach lassen. Dann finde ich aber auch den inneren Konflikt ein wenig unangebracht, sprich, dann verstehe ich nicht, warum du dir da überhaupt Gedanken machst. Schließlich scheint dein Wertesystem ein anderes zu sein als meines- was ja dein gutes Recht ist. An das Wertesystem ist aber unser Gewissen gekoppelt. Also dann: zieh dich einfach zurück, wenn du glaubst, dass es für dich das richtige ist, und wenn du glaubst, dass es bei dieser Frage überhaupt um dich geht.
 
  • #33
Ich bin zwar noch jünger, aber mein Partner hat mir schon über eine Krise beigestanden und egal, was ihm zustoßen würde, ich wäre so gut wie möglich, auch für ihn da. Das macht Liebe auch aus, nicht zu jemandem zu halten, wenn es gerade schön ist, sondern bedingungslos.

Leute, die Beiden hatten wohl nie eine Partnerschaft, von daher kann man ihn nicht als Partner bezeichnen, den ein echter Partner verhält sich in Beziehung zur Frau auch anders, als dieses Mann es je tat.

Die Beiden hatten wohl eine lose, oberflächliche Beziehung, von daher ist es m.E. nicht angemessen, dass die FS jetzt als seine Partnerin bezeichnet wird, so behandelt wird und Forderungen an sie gestellt wird.

Sie hat es leider versäumt, sich rechtzeitig abzugrenzen, bzw. hat viel zu lange in dieser unverbindlichen Beziehung ausgeharrt und muss jetzt schnellstens sehen, wie sie aus der Geschichte halbwegs ordentlich, für beide Seiten raus kommt.

w
 
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N

nachdenkliche

  • #34
Liebe FS, Du schreibst nicht besonders liebevoll über Eure Beziehung und jetzt stehst Du pausenlos an seinem Krankenbett. Das ist Dein Fehler und führt zu Missverständnissen. Schwierige Situation. Auch ich würde mich an den Sozialdienst wenden und ohne wenn und aber erklären, wie @Vikky es empfiehlt.
Wir können uns hier nur schwer einfühlen, weil wir nicht in Eure Herzen schauen können...Es tut mir furchtbar leid für Deinen Freund..
 
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  • #35
Hallo, hier nochmal Susanne.
Danke für eure Anregungen und Posts. Sie haben mir geholfen zu reflektieren und auch einiges klarer gemacht.

Zu euren Fragen, wahrscheinlich nicht der Reihe nach.

-Nein, er hat keine nahen Angehörigen, die ihn als Dauerpfelgefall unterstützen können oder wollen. Der Vater ist letztes Jahr mit fast 90 gestorben, die Mutter schon einige Jahre früher. Er hat noch einen älteren Bruder, der am anderen Ende von Deutschland lebt und eine eigene Familie hat. Daneben den einen oder anderen Neffen, Nichte, mit denen besteht aber auch nicht soviel Kontakt. Jeder hat sein eigenes Leben.

-Danke für deine klaren Worte Vikky und auch danke dir, QFrederick.

-Nein, ich habe in diesem Forum nicht vorher schon mal über die selbe Frage geschrieben- sein Schlaganfall ist ja erst zwei Wochen her! Von Heiraten- habe ich das richtig gelesen- war außerdem auch niemals die Rede.

- Wir haben die Art von Beziehung geführt, die ältere Menschen eben so führen. Jeder hatte sein eigenes Leben. Er wollte seine Freiheit und nicht für eine Frau "finanziell sorgen" oder sich für sie einschränken müssen- da ich mit beiden Beinen im Leben stehe und auch ziemlich freiheitsliebend bin, war mir das ebenfalls ziemlich Recht.

-"Schöne Beziehung mitnehmen"- eines der aussagekräftigsten Stichworte, danke Lebenslust. Die Beziehung war schön, weil ich mich um Probleme und Aufgaben in meinem Leben immer zu 100% selber gekümmert habe. Er wollte und musste da nie einen Finger rühren.

-Ich habe ehrlich gesagt schon das Gefühl, dass bei ihm plötzlich das "klassische Rollenbild" mit "Frau umsorgt (kranken) Mann" durchkommt. Eine Krankenschwester meinte, das wäre bei Männern in diesem Alter oft normal, man könne auch noch nichts endgültiges über die Hirnschädigungen oder allgemeinen Wesensveränderungen sagen. Ihr habt Recht und ich habe mir vorgenommen, dass ich es am Montag endgültig mache. Lese mir eure lieben, mutmachenden Beiträge durch und hoffe, ich finde gleich auf Anhieb den Mut. Danke.
 
  • #36
Das Ganze ist dir lästig und unangenehm und trotzdem hast du ein schlechtes Gewissen. Willst du dir hier von dem Forum eine Absolution erteilen lassen? Warum denn? Heuchelei wäre das Schlimmste, also tu das was dein Gefühl dir sagt. Ihr hattet nach dem was du schreibst eine sehr unverbindliche, distanzierte "Partnerschaft", also ist das Ansinnen deines "Freundes" absurd (wie kommt er darauf?). Ich verstehe zwar nicht, wie man 3 Jahre lang überhaupt eine solche "Beziehung" wollen kann, aber das nur am Rande. Statt ihm u dem KH-Personal weiter was vorzuheucheln, stell die Besuche ein und es wäre angebracht, vorher bei allen Beteiligten Tacheles zu reden
 
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  • #37
Liebe FS,
Wenn ein Mitmensch über dem Abgrund hängt, da reicht man ihm/ihr doch eine helfende Hand, dass hat doch nichts mit Beziehung zu tun oder ob man den Menschen mag oder eventuell überhaupt kennt.
Natürlich sollte man nicht seine eigene Gesundheit aufs Spiel setzen, und in deinem Fall brauchst du auch noch Energie für Arbeit etc., jeder versteht das, und dass du deine Grenzen hast. Aber in dieser ganz akuten schwierigen Zeit für diesen anderen Menschen brauchst du ja nicht genau gerade da gleichzeitig deine (wohl nicht vorhandenen) Gefühle so in den Mittelpunkt zu stellen! Das alles ist doch Basis des menschlichen Zusammenlebens. Wenn dann die grösste Krise erst mal überstanden ist, er aus dem Krankenhaus heraus ist etc., dann kann und soll man natürlich seine Gefühlen ehrlich kommunizieren und eventuell die Konsequenzen daraus ziehen.
Rede doch einfach offen mit den Ärzten, die werden doch verstehen, dass du nicht plötzlich zusammenziehen willst etc. Die Ärzte können dir vielleicht auch einen Tip geben, wann der richtige Zeitpunkt für ein eventuelles Trennungsgespräch sein könnte.
 
  • #38
Verschiedene Punkte:

Liebe FS,

hat der Mann Dich denn als Partnerin überall vorgestellt, habt ihr alle Freizeit miteinander verbracht und gemeinsame Pläne geschmiedet?
War es eine verbindliche Beziehung in getrennten Wohnungen oder nur eine "Schöne-Unternehmungen-Freundschaft-Plus"?
Das wäre für mich schon wichtig zu wissen...

Zum Organisatorischen: In dem noch relativ "jungen" Alter Deines Ex (?)- Partners hat er - nach harter Arbeit - durchaus eine Chance, nur wenig beeinträchtigt weiter leben zu können. Würdest Du Dir weiter die Schön-Wetter-Geschichte wünschen, wenn nur einige wenige Handicaps zurück bleiben?

Wie sehen denn Deine Gefühle aus, wenn Du bei ihm bist? Tut er Dir Leid, freust Du Dich sehr über minimale Fortschritte oder überwiegt insgesamt das Gefühl der Genervtheit über seine Ansprüche und die ganze Situation?

Befrage Dein Bauchgefühl intensiv, dann triff eine Entscheidung. Hast Du schon klar gesagt, dass Du auf keinen Fall zusammen leben wirst? Damit könntest Du anfangen und mal sehen, wie der Mann reagiert.

Hat er Verständnis und fängt an, ganz vernünftig mit dem Sozialdienst sein verändertes Leben zu planen, musst Du Dich vielleicht gar nicht trennen, oder? Aber Du solltest andererseits die Beziehung nicht aus Mitleid weiter führen! Auf keinen Fall!
 
  • #40
Verschiedene Punkte:

Liebe FS,

hat der Mann Dich denn als Partnerin überall vorgestellt, habt ihr alle Freizeit miteinander verbracht und gemeinsame Pläne geschmiedet?
War es eine verbindliche Beziehung in getrennten Wohnungen oder nur eine "Schöne-Unternehmungen-Freundschaft-Plus"?
Das wäre für mich schon wichtig zu wissen..
Hallo saepe-inscia,
vielen Dank für so viele kluge Fragen und Anregungen.
Er hat mich hin und wieder in seinem Freundeskreis vorgestellt, war die meiste Zeitt aber allein oder in seiner Männerrunde unterwegs.
Was ihm passiert ist, finde ich ganz ganz furchtbar. Ich wünsche ihm wirklich, dass er wieder auf die Beine kommt, auch wenn die Ärzte bis jetzt keine so positive Diagnose dazu haben. Letzten Endes ist die Zeit nicht ausreichend, um eine endgültige Diagnose geben zu können, von daher hoffe ich natürlich für ihn.
Ich möchte ihn definitiv nicht als Dauerpflegefall in meinem Haushalt haben und für ihn Mutter, Putzfrau, Pflegerin, Köchin und Krankenschwester "aus Nächstenliebe" sein. Habe meine Schwester vor einigen Jahren zwar eine Zeit lang so gut ich konnte gepflegt, aber ich habe definitiv kein Helfersyndrom.
Wenn er wieder gesund werden würde, was ich mir sehr wünsche, dann würde ich ihm für die Anfrage mit der Beziehung einen Vogel zeigen. Mit der Einstellung, dass ich im Krisenfall einspringen sollte, hätte ich Angst vor dem, was als Nächstes kommt. Er weiß ja, was immer es ist, er kann die (negative) Verantwortung dafür ohne Eigenverantwortung auf mich abwälzen und würde dann auch bestimmt dementsprechend rücksichtslos vorgehen. Danke für deine Fragen liebe saepe-inscana.
 
  • #41
Ich kann verstehen,dass wenn die Beziehung vorher nicht eng war, Du jetzt nicht einspringen möchtest.
Es wäre eine riesige Verantwortung für Dich, die ich nur für einen sehr geliebten Menschen tragen würde. Aber nicht für Jemanden, der sich nicht 100%ig für mich vorher entschieden hatte.
Organisieren nach Absprache mit den Fachkräften ja, im eigenen Haushalt selbst pflegen nein. Und finanzieren auch nicht.

Mein Vater hatte 50plus einen Schlaganfall. An dem er dann später starb. Er war zig Jahre mit Mama verheiratet und ein lieber Vater.
Da war es keine Frage.

Was wäre, wenn es umgekehrt wäre ?
 
  • #42
Mit der Einstellung, dass ich im Krisenfall einspringen sollte, hätte ich Angst vor dem, was als Nächstes kommt. Er weiß ja, was immer es ist, er kann die (negative) Verantwortung dafür ohne Eigenverantwortung auf mich abwälzen und würde dann auch bestimmt dementsprechend rücksichtslos vorgehen.
Ist der Trennungsgrund also die plötzliche Erwartungshaltung?
Rede doch erstmal mit ihm, ob das wirklich seine Idee und sein Wunsch ist. Es kann ja auch sein, dass jemand vom Krankenhaus sich gedacht hat, es wäre praktisch, wenn er nicht alleine wohnt und du mit deinem Besuchsverhalten den Eindruck einer treusorgenden Ehefrau gemacht hast. Vielleicht klärt sich alles auf und er will auch nicht zusammen ziehen.
 
  • #43
Ok dann hoffe ganz stark, dass du NIEMALS krank und schwach und hilfsbedürftig wirst. Sonst wird ja dein nächster unverbindlicher Partner dich genauso am Kranken- oder Sterbebett verlassen. Und dann wirst du erkennen wie unglaublich mies sich das anfühlt und wie weh das tut.

Und als realistischer Mensch solltest du wissen, dass auch du nicht vor Krankeit, Altern und Schicksalsschlägen verschont bleiben wirst.

Wie keiner von uns.

Und kein Mensch hat es verdient von seinem Partner in seinen schweren Stunden verlassen zu werden.
 
  • #44
Du musst mit dem Mann sprechen. Deutlich, aber ohne Vorwürfe. Mache ihm Deine Einstellung klar, sonst entscheidet er über Deinen Kopf hinweg, weil Du nicht widersprichst.
Der Mann kann scheinbar noch reden. Er hätte mit Dir sprechen müssen. Dich fragen. Und es ist und wäre immer durchaus OK wenn DU sagst, dass DU das nicht möchtest. Es gibt keine Verpflichtungen. Nichtmal alle Ehepartner stehen wirklich zu ihren Partnern, wenn diese schwer krank sind. Manche lassen sich dann nach einiger Zeit scheiden.
Du kannst ihm anbieten, im Sinne einer Freundschaft des Öfteren nach ihm zu sehen. Mit ihm zu reden (aber nicht jeden Tag) und vielleicht auch mal (also nicht regelmäßig) die ein oder andere klein Besorgung für ihn zu machen.

Mehr würde ich an Deiner Stelle auch nicht tun.
 
  • #45
den ein echter Partner verhält sich in Beziehung zur Frau auch anders, als dieses Mann es je tat.
Wieso jetzt nur der Mann? Die FS schreibt, dass beide die Beziehung bisher lose geführt haben. Woher kommt jetzt eine besondere Schuld des Mannes, weswegen die FS sich eine einer bestimmten revanchistisch verhalten sollte und nicht einer der bisherigen freundschaftlichen Beziehung angemessen ?
 
  • #46
Helfen vielleicht. Wenn es vorher unverbindlich war, warum jetzt so eng ?
Für einen geliebten Mann würde ich alles tun, für Einen, der mich auf Abstand gehalten hat ? Nein.

Was für eine Beziehung hattet Ihr bis jetzt ?
Partner ? War er das bisher ?
Was will der Mann ? Frage ihn !
Was willst Du ?
Dich mit einem Pflegefall belasten ? Er wird nicht ewig in der Klinik bleiben nach der Reha. Und da muss schon vorher vorgesorgt werden.
Pflegestufe, Krankenkasse usw. Pflegedienst, wo lebt er dann ?
Ich bin da gebranntes Kind und sehe da nicht nur die Hilfe.
 
  • #47
Meine Frau starb an einer Krankheit, bei der die Prognose für fast alle, die daran erkranken, infaust ist. In den Jahren ihrer Behandlung habe ich viele Paare in Mitpatientenkreisen kennengelernt. Eines kann ich eindeutig feststellen:

Die Art der Beziehug ist kein Indikator dafür, ob der gesunde Partner geht, oder bleibt! Die, die bleiben, bleiben auch, wenn das Paar z.B. erst ein halbes Jahr zusammen war und noch nicht zusammen wohnte. Die, die gehen wollen, gehen auch, wenn sie 30 Jare verheiratet waren!

Aus der Art der Beziehung wird von denen, die gehen wollen, immer nur vorgeschoben eine Begründung "zusammengebastelt", um sich vor sich selbst und den Mitmenschen zu rechtfertigen! Manchmal ist die Begründung, dass man ja nicht mal zusammen wohnte ...oder bei den 30 Jahre verheirateten wird auf den Tisch gebracht, dass man z.B. eh nur noch "aneinander vorbei lebte".

Ganz, wie die Begründung gerade in den Kram passt!

So gut (im Sinne der Partnerschaft) kann der erkrankte Partner dieser "Geher" gar nicht gelebt haben, dass sie nicht gehen würden! Komisch ist, dass in diesem Thread ...genau wie in ähnlichen Threads ...die Kommentatoren tatsächlich auf die angebliche Begündung der Art der Beziehung einsteigen. Die "Geher" haben also mit dem ZUsammenbasteln so einer fadenscheiigen Begründuing alles richtig gemacht. (im Sinne, es den Mitmenschen verdaulich zu präsentieren)

V.m46
 
  • #48
Ok dann hoffe ganz stark, dass du NIEMALS krank und schwach und hilfsbedürftig wirst. Sonst wird ja dein nächster unverbindlicher Partner dich genauso am Kranken- oder Sterbebett verlassen.
Ich denke aber, das hätte gut sein können, dass der Mann das auch so mit ihr macht. Weiß ich natürlich nicht, aber nur weil man sich selber zurücknimmt und Menschlichkeit in den Vordergrund stellt, heißt das noch lange nicht, dass ein anderer das genauso macht. Habe ich zum einen in einer Beziehung selbst erfahren und auch in einer Freundschaft. Es gab kein umgedrehtes Verhalten und keine Unterstützung, als bei mir mal was war.

Insofern kann man wirklich nur schon im Vorfeld einigermaßen versuchen zu sehen, ob der Mensch so gestrickt ist, dass er einen nicht hängen lässt. Und sich darauf vorbereiten, dass man in so einer Schönwetter-Beziehung nicht auf den anderen zählen kann und will. Wenn ich eine lose Verbindung habe, erwarte ich das gar nicht, dass einen anderen das interessiert, was mit mir ist im Falle von Problemen. Das sollte nur Thema sein unter emotional eng verbundenen Menschen, und die Beziehung der FS sieht nicht so aus.
Ich habe den Eindruck, dass der Freund der FS sich keine großen Gedanken darüber gemacht hat, dass er so eine "jeder macht seins und alle lieben ihre Freiheit"-Beziehung nicht mal eben umwandeln kann. Es sieht so aus, als hätte er nicht mal sie gefragt, ob sie zusammenziehen will, obwohl man hier wirklich gucken muss, ob das nicht das Krankenhauspersonal so einfach eingerührt hat, zumal die FS durch ihr Verhalten falsche Signale gesetzt hat und vermutlich auch bei ihm den Eindruck erweckte, dass es mehr sei als nur diese lose Schönwetter-Sache.
Spricht eigentlich dagegen, sowas anzufangen, weil die der Beziehung innewohnende Distanz nicht mal eben wieder aufgehoben werden kann und wenn es keine große Liebe ist, es sich schön dahindümpeln lässt, solange keiner wirklich auf den anderen angewiesen ist. Aber auf einmal kann es ernst werden, auch wenn keine Liebe da ist. (Davon gehe ich im Fall der FS aus, sonst würde sie die Frage nicht stellen bzw. längst mit dem Mann verbindlicher zusammensein)
 
R

rosenmann

  • #49
Ich habe in meinen bisherigen Beziehungen solche Punkte mit meiner Partnerin besprochen. Und letztendlich waren wir uns einig, dass in einem solchen Falle der andere auch gehen darf, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

Für mich ganz klar:

  • Niemand hat sich von Außen einzumischen, wenn der Gesunde, aus welchem Grund auch immer, den Leidenden verlässt.

  • Es hat keinen Sinn zu bleiben, wenn sich in dir selbst alles dagegen wehrt. Wenn du bleibst, dann weil du es gerne tust, oder du lässt es. Gegen die eigene innere Wahrheit zu kämpfen hilft doch nicht weiter. Wenn du dieses tiefe Mitgefühl und die Verbundenheit zu ihm nicht empfindest, so gehst du eben. Ich denke nicht, dass diese Entscheidung leicht fällt, ganz bestimmt nicht.
 
  • #50
Wenn ich drei Jahre mit jemandem "liiert" bin und sei es auch "unverbindlich", dann beinhaltet das doch mindestens eine Freundschaft. Oder?

Einem Freund würde ich zur Seite stehen wenn er mich braucht. Gerade in solch einer Notsituation! Was nicht bedeutet zusammenziehen und pflegen bis ans Ende aller Tage. Und auch nicht jeden Tag stundenlang am Krankenlager verbringen. Aber Hilfestellung und organisatorische Unterstützung bei der Lösungssuche wie es bestmöglich für ihn weitergehen kann sollte schon drin sein. Seinem aktuellen Zustand angemessen würde ich das auch so kommunizieren.

Sie ist (s)eine Freundin. Nicht seine Frau. Und sie könnte sich in dem ihr möglichen (Zeit-)Rahmen kümmern wie eine Freundin sich eben kümmert wenn kein anderer da ist in einer solch schlimmen Not.

Aber jetzt "gehen" und ihn alleine lassen, das geht für mich persönlich gar nicht. Charaktersache!

Jetzt noch ein paar Wochen rumschleimen und dann die Biege machen wäre scheinheilig. Aber sowas von. Jetzt kommunizieren. Und dabei ehrlich und fair bleiben.

Kleiner Tip am Rande: Andere Menschen sollte man immer so behandeln wie man selbst behandelt werden möchte ...
 
  • #51
Hier werden sehr oft falsche Dinge unterstellt.
Jeder hatte sein eigenes Leben. Er wollte seine Freiheit und nicht für eine Frau "finanziell sorgen" oder sich für sie einschränken müssen
Offensichtlich haben die FS und Ihr "Partner" Gespräche über diese Themen geführt, sich umeinander kümmern, wenn es nicht gut läuft und gegenseitig geklärt. Was ihre ursprüngliche Beziehungsintention war schreibt sie nicht, aber man sollte zur Kenntnis nehmen, dass die FS sich in guten Zeiten so verhielt, wie es vereinbart war - ihn mit nichts belasten und dass sie in schlechten Zeiten sich nun auch so verhalten möchte, wie er es für sich angekündigt hat. Nun will sie ihren Lebensstil für ihn nicht einschränken - was m.E. absolut fair ist, weil das war die gegenseitige Vereinbarung. Es ist ein netter Versuch, dass er die Beziehungs-AGB einseitig seinen Gunsten verändern möchte, klappt aber selten.

Das ist eine lockere "may-be"-Beziehung und hat mit Partnerschaft nichts zu tun. Bei diesen Beziehungen geht es darum, manchmal die schönen Dinge des Lebens mit einem Menschen zu teilen, aber auch mit vielen anderen, siehe:
Er... war die meiste Zeitt aber allein oder in seiner Männerrunde unterwegs.
ich weiß nicht, wie man aus so einer Beziehung ableiten kann:
Ich habe einen Freundeskreis, bestehend aus ca. 10 engsten Freunden. Und für jeden von denen würde ich tun, was du gerade tust, sie also täglich im Krankenhaus besuchen, wenn der Mensch niemanden anders mehr hat
Es ist ja nicht so, dass der Mann niemand anderen hat, denn mit seiner Männerrunde hat er offensichtlich mehr unternommen, als mit der FS.
Wo ist denn nun die hilfreiche Männerrunde? Warum soll ausgerchnet jetzt einer Frau (die FS), die ein Nebenröllchen in seinem Leben gespielt hat und er in ihrem nun die Hauptverantwortung übernehmen? Warum zieht er zu keinem seiner Buddies? Warum wechseln diese sich nicht am Krankenbett ab? Ach ja, ist ja kein Männerding - aber wird auch immer weniger zum Standardfraueninventar, bei so einer Beziehungsart.

Auch die thematisierten Intimitäten, reichen nicht aus, um nun die 24-Stunden-Pflegekraft abzugeben. Männer wollen ihren Samen immer breit streuen, Unverbindlichkeit, viele Frauen haben. Frauen, die Sex mit solchen Männern haben, sind gut beraten, diesen nicht überzubewerten.
 
  • #52
Kleiner Tip am Rande: Andere Menschen sollte man immer so behandeln wie man selbst behandelt werden möchte ...
Das tut die FS doch. Er hat sie in der 3-jährigen Beziehungszeit in eher guten Zeiten niemals unterstützt, wollte seine Freiheit, keine Verpflichtungen, keine Einschränkungen etc. und jetzt macht sie sehr viel mehr für ihn, als er jemals für sie getan hat, zu tun bereit war. Sie will aber ihr Engagement zurückfahren auf das Niveau, welches ihre Beziehung hergibt - auch für sie keine Pflichten und keine Einschränkungen.

Ich halte nichts von solchen global-galaktischen Aussagen, meine Aufmerksamkeit und Zuwendung Hinz und Kunz hinterherzuwerfen - sorry, ich habe ein eigenes Leben, das ich führen möchte.
Es ist sinnvoller zu sagen, ich verhalte mich beziehungsadäquat: ich lasse niemandem im Stich, der auch für mich im Notfall zu tun bereit ist, d.h. enge Familienangehörige, enge Freunde. Das hat auch was mit Selbstwertgefühl zu tun: warum soll ich mein Leben massiv einschränken und auf vieles verzichten für jemanden, der mir deutlich gemacht hat, dass er das niemals tun würde?

Die Art der Beziehug ist kein Indikator dafür, ob der gesunde Partner geht, oder bleibt!....... dass man z.B. eh nur noch "aneinander vorbei lebte".
Für die formale Beziehungsart mag die Ausage stimmen. Die Frage ist aber, wie die Beziehung gelebt wird.
Das liest man doch hier oft: zusammenbleiben aus Bequemlichkeit - so schlimm ist es miteinander nicht, wenn alles gut läuft. Aber es gibt keine Substanz (ausreichende innere Verbindung) in der Beziehung für schlechte Zeiten. Ich sehe darin keine zurechtgebastelten Argumente für die Außenwelt: es ist die Wahrheit.
 
  • #53
Ich halte nichts von solchen global-galaktischen Aussagen, meine Aufmerksamkeit und Zuwendung Hinz und Kunz hinterherzuwerfen - sorry, ich habe ein eigenes Leben, das ich führen möchte.
Ja alles gut. Aber Du lebst Dein Leben ja auch tatsächlich alleine.

Bei der FS besteht aber noch dieses F+ Verhältnis. Und es ist ja wohl unmöglich so ein Verhältnis umsetzen in der der eine Partner den anderen nicht beeinflusst. Das passiert halt nur wesentlich weniger als bei üblichen Beziehungen.
Das ist so ja auch zunächst auch nichts Schlechtes und Vereinbarungssache .

In diesem Sinne kann dieses Verhältnis ja auch sinngemäß weiter geführt werden und muss nicht nun in der Not nun pöltzlich beendet werden.
Eine lose F+ Freundschaft ist eben doch da.
Die FS macht im Moment mit ihren ganzen Krankenbesuchen dementsprechend also zuviel; aber sich einfach aus dem Staube machen wäre auch verwerflich.

Der Mittelweg im Sinne einer einfachen Freundschaft mit entsprechenden gegenseitigen Aufmerksamkeiten ist m.E. der Richtige.

Die FS muss niemand etwas heimzahlen (wie Vikky es meint) , denn es hat auch niemand Schuld auf sich geladen, die das rechtfertigen würde.

Sich endgültig trennen kann die FS ja immer noch, wenn es dem Mann wieder etwas besser geht.

Die FS hat auch nirgendwo davon gesprochen, dass sie gerne eine andere Beziehungsform als dieses F+ mit dem Mann hätte.Sie hat nur beschrieben dass der Mann es gerne so wollte.Das ist ja wohl etwas anderes.
 
L

luci-le

  • #54
Wieso erdreistet sich ein Mann, der FS, die vorher auch keine Verbindlichkeit erfahren hat, vorschreiben zu wollen, dass sie sehr wohl Verpflichtungen gegenüber dem Mann hat?!

Ist halt ein Krux mit dem modernen Mann: Er will das Maximum an Freiheit, keine Verbindlichkeit, die Frau soll sich um ihren Lebensunterhalt und ihr Leben vollständig selber kümmern- aber doch "aus Liebe" warmherzig, anschmiegsam, selbstlos, bewundernd, aufopferungsvoll, fürsorglich und altruistisch gegenüber dem Mann sein, wann und wie lange immer dieser es gerade braucht.

Tut mir leid, meine (geizigen, egoistischen) "modernen" Männer. Weibliche Selbstlosigkeit ist leider ausverkauft. Aber es heißt ja nicht umsonst "Bros before Hoes". Der "Partner" der FS hatte doch auch jede Menge davon. Wird sich doch sicher ein Bro´finden, der seinen Schlaganfall-Bro mit zu sich nimmt und ihm im Sinne der Männersolidarität (das ist doch ohnehin die einzige und wahre, nicht wahr, bigger?) bekocht, beputzt, ihm die Windeln wechselt und ihn pflegt.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #55
Ich finde es hier ziemlich daneben, wie verächtlich und abfällig hier über einen Mann geredet wird, der gerade einen schweren Schlaganfall erlitten hat, und dessen Folgen für sein Leben man noch gar nicht absehen kann.

Der Mann konnte hier gar nicht zu Wort kommen und seine Sichtweise schildern, wir kennen nur die Schilderung der FS (von wegen er hätte sich erdreistet etc.).

Ich finde dennoch, man sollte über einen kranken und vom Schicksal getroffenen Menschen nicht so dermaßen abfällig und menschenverachtend reden.
 
L

luci-le

  • #56
Ich finde es hier ziemlich daneben, wie verächtlich und abfällig hier über einen Mann geredet wird, der gerade einen schweren Schlaganfall erlitten hat, und dessen Folgen für sein Leben man noch gar nicht absehen kann.

Der Mann konnte hier gar nicht zu Wort kommen und seine Sichtweise schildern, wir kennen nur die Schilderung der FS (von wegen er hätte sich erdreistet etc.).

Ich finde dennoch, man sollte über einen kranken und vom Schicksal getroffenen Menschen nicht so dermaßen abfällig und menschenverachtend reden.
Ausnahmsweise, weil der Posst hier ein Missverständnis betrifft.
Mit "erdreistet" war nicht der Partner der FS gemeint, dieser kann ja hier nicht für sich sprechen, sondern der entsprechende Poster, der die FS zu "Verantwortung" aufgrund von bestehender Freundschaft aufgefordert hat.

Und ich finde es immer noch äußerst merkwürdig, dass bei einem (dauer)kranken Mann, der mehr oder weniger den Single-Lifestyle bevorzugt und vielleicht sogar mehr Zeit mit seinen männlichen Kumpels als mit der FS verbracht hat, kein einziger und besonders kein einziger Mann auf die Idee kommt, dass auch Männer einen langjährigen, guten platonischen Freund bei sich aufnehmen und pflegen können.

Nein, da wird trotz aller Freiheitsliebe und Emanzipatonsforderungen dann plötzlich ganz wie im alten Versorger-Modell nach der "Partnerschaftlichkeit" der Affärenfrau geschrien, mit der man(n) ja plötzlich nach dem Schicksalsschlag sooo viel verbindet. Vikky hat mit ihren Aussagen vollkommen recht!
 
  • #57
Ich finde dennoch, man sollte über einen kranken und vom Schicksal getroffenen Menschen nicht so dermaßen abfällig und menschenverachtend reden.
Hm. Ich finde den Ton nicht wirklich verächtlich - der Tenor ist eher, dass man eben erntet, was man gesät hat.

Ich habe auch relativ lebhafte Freiheitsbedürfnisse. Hätte ich sie ungehemmt ausgelebt, hätte mein jetziger Mann das vermutlich nicht lange mitgemacht, sondern sich aus Selbstschutz getrennt. Dann hätte ich schon mehrere relativ heftige Krankheiten mit ihm durchstehen "müssen", aber ich hätte auch keinen äußerst liebevollen Mann an meiner Seite, der sich stärker für mich engagiert als ich jemals erbitten würde.

Do ut des. Wer Wind sät, wird Sturm ernten. Und so weiter.
 
  • #58
der Tenor ist eher, dass man eben erntet, was man gesät hat.
Ja das finde ich in dem Fall auch. Die FS hat ja (im zweiten Kommentar) geschrieben, dass er sehr freiheitsliebend war. Klingt für mich alles insgesamt sehr danach, dass er sich nicht in der klassischen Beziehungskonstellation binden wollte. Was ja vollkommen ok ist, zumal die FS das ja anscheinend auch wollte. Natürlich ist es verständlich, dass er ohne nähere Angehörige dann auf die FS "zurückgreifen" möchte. Aber moralisch verpflichtet ist sie dazu in einer solchen Konstellation dann nicht.
 
  • #59
Genau so meine ich das auch. Ohne Verpflichtungen.

Deshalb ist jetzt zu tun was nötig ist. Damit meine ich organisieren.
Wie man das für einen Freund tut, der Hilfe braucht.
Und dass er keine Angehörigen hat, ist dann halt so.

Aber das Ganze dann ohne Aufopfern usw.

Ich habe mit meiner Tante Verwandte betreut und bei der Pflege mitgeholfen. Und das sehr gerne. Sie mochte ich sehr und umgekehrt.

Meine Freundin hat das wie die FS erlebt. Immer auf Abstand gehalten worden und
dann sollte sie die Pflege übernehmen.

Sie hat dann die Organisation übernommen. Mehr nicht. Alles weitere ging gut, klar, er war reich. Geerbt hat sie nichts. Das Testament war zu einer Zeit verfasst, dann ging es ihm super. Krank war er nie. Und zu der Zeit war er schon 5 Jahre mit ihr zusammen.

Er wollte sie nicht wirklich. Sie aber hatte die Kontakte die er für seine Firmen brauchte.

Heute ist sie glücklich verheiratet und hat nie bereut wie sie damals entschieden hat.
 
  • #60
Liebe FS,
Du bist in einer nicht zu beneidenden Situation. Du bekommst Panik, weil Du Aufgaben auf Dich drauf zukommen siehst, von denen Du glaubst ihnen nicht gewachsen zu sein. - Bitte höre nicht auf diejenigen, die Dir hier - ohne Deine Beziehung wirklich zu kennen - einen Rat zum Gehen oder Bleiben geben.
Ist ist ziemlich unerheblich, wie Euere Beziehung nun genau gelaufen ist, sie hat mit dem Eintritt dieses "Unglücks" eine vollkommen neue Ebene erreicht, auf der Ihr Euch neu orientieren müsst. Du bist momentan in der wesentlich komfortableren Situation. Du solltest allein dass entscheiden, dass was Du mit Deinem Gewissen vereinbaren kannst. Wie wäre es denn, wenn Du krank bist und Hilfe brauchst.
Ich persönlich - auch wenn mir hier viele widersprechen werden - halte den Zeitpunkt für absolut ungeeignet, eine Trennung vorzunehmen, an welche Du vor dem Unfall nicht gedachst hast. (Ihr habt ja mehrere Jahre eine Beziehung, Liebe, Freundchaft oder was auch immer gehabt).
Versuche Übergangslösungen zu finden (Reha, Kurzzeitpflege, etc.), setze klare Grenzen was Du momentan leisten willst und kannst, und tue dies und nicht mehr; aber triff nicht eine Entscheidung, die Du viell. später bereust, oder Dir zeilebens ein schlechtes Gewissen macht. Vielleicht sieht die Welt für alle Beteiligten in 4 Monaten ganz anders aus. Ich wünsche Dir einen klaren Kopf und viel Kraft für die nächsten Wochen !