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  • #1

Trennen sich Männer häufig wortlos?

Mein Partner hat sich vor einiger Zeit von heute auf morgen von mir getrennt. Es gab kein Treffen mehr und keine Aussprache. Er ist mehr oder weniger sang- und klanglos aus meinem Leben verschwunden. Eine andere Frau war nicht im Spiel, das weiß ich aus unserem Freundeskreis. Ich habe mir schwer getan damit abzuschließen, weil ich die Art der Trennung sehr unfair empfand und er zu keinem Treffen bereit war, obwohl nichts zwischen uns vorgefallen war.
Eine Freundin von mir behauptet, daß es fast alle Männer so machen. Wenn sie nicht mehr wollen,
hauen sie einfach ab und wollen sich nicht mehr damit konfrontieren. Ich hätte da zu hohe Erwartungen und müsse mich auch in Zukunft einfach mit sowas abfinden.
Wie sehr Ihr das (vor allem auch die Männer hier), stimmt das so?
Es interessiert mich, ob es nur eine bestimmte Spezie Mann ist, die so reagiert oder ob sich Männer damit generell nicht konfrontieren wollen.
Danke für eure Antworten und schon mal schöne Weihnachten!
 
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  • #2
Bitte nicht weder diese Plattitüden, was Männer machen und was Frauen typischerweise so machen. Das machen nicht nur Männer so - habe ich als Frau auch gemacht, und das nach 25 Jahren Ehe.

Ich war lange genug mit ihm zusammen, um zu wissen, dass da nichts sinnvolles mehr kommt, wozu also noch ein Gespräch führen. Ich hatte ihm vorher meine Missstimmung kundgetan, in der mir eigenen sachlich-defensiven Art und Weise. Ich mag in einer Partnerschaft nicht kämpfen. Wenn es zueinander nicht passt, dann besser ohneinander und das bitte auch ohne Drama, denn wer halbwegs sensibel ist, merkt doch in einer längeren Partnerschaft das etwas nicht stimmt. Wenn man nichts merkt, dann stimmt so elementar in der Kommunikation nicht, dass da Hopfen und Malz verloren ist.

Ich hatte ausreichend unerfreuliche und wirkungslose Auseinandersetzungen mit meinem Exmann. Von der Sorte musste ich anlässlich der Trennung nicht noch eine weitere führen. Es gab genug andere Aktivitäten, um die ich mich kümmern musste.
 
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  • #3
Eine andere Frau war nicht im Spiel ... Wenn sie nicht mehr wollen,
hauen sie einfach ab

Es ist mit Sicherheit etwas vorgefallen, das ihn sehr enttäuscht hat, gerade weil keine andere Frau im Spiel war. Charakterlose Männer wechseln typischerweise warm.

Ich habe mich auch schon einmal fast wortlos von einer Frau getrennt. Sie wußte, daß ich sehr unter den monatelangen Trennungen leide, die sie mir Jahr für Jahr zumutete, ohne echte Notwendigkeit. Als sie mir dann sagte, daß sie sich wieder angemeldet hat, habe ich von diesem Augenblick an praktisch kein Wort mehr mit ihr gesprochen. Und sie auch nicht zum Flughafen gebracht. Bei ihrer Rückkehr 6 Monate später war ich dann schon anderweitig gebunden.
 
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  • #4
Nun ja, Männer sind im Wesen einfach anders als Frauen. Frauen haben ständig Bedarf alles detailgetreu auszudiskutieren. Das nervt. Frauen sind auch weniger konsequent. Frauen ist stark emotional, sensibel und familiär. Anders Männer. Männer sind einfach selbstbewusster und machen sich weniger so verzweifelende Gedanken um das, was andere über sie denken könnten und denken auch weniger über die Situation nach. Darin liegt der Unterschied.

Ich will aber mal meinen, viele Frauen stehen heute dem Mann in nichts nach und können viel fiesere und bösartigere Körbe verteilen, die gehässig und beleidigt sind. Da lob ich mir manche Männer, die - wenn sie kein Interesse haben - einfach schweiglos von dannen ziehen - selbst wenn sie im Anschluss von der besagten Verehrerin noch Beleidigungen um die Ohren geschmissen bekommen.

Es hilft doch einfach schon, wenn man akzeptiert, dass es aus ist, aus welchen Gründen auch immer. Was bringen noch groß Argumente? Vergiss so einen Typen! Ist doch nur Zeitverschwendung, sich darum Gedanken zu machen. Das ist fies, aber so läuft das Leben nun mal. Man bekommt nicht immer eine Antwort und Gründe, wieso und warum man sich trennt.

Ansonsten: Nein - nicht alle Männer hauen ab. Die meisten sitzen eine Beziehung einfach so lange aus, bis die Frau die Nase voll hat und sich trennt. Genauso schlimm und verwerflich.

w
 
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  • #5
Die wortlose Trennung des Mannes gibt es so nicht.

Worte darüber was die Beziehung stört und sie gefährdet, werden in der Regel mehr als genug VORHER gesagt. Und Männer meinen genau das, was sie sagen.

Werden sie nicht ernst genommen und laufen sie damit permanent "gegen die Wand", sehen sie auch keinen Sinn mehr darin, alles zum x-tenmal zu wiederholen, wenn die vorraussehbare Entscheidung gefallen ist. Warum auch?

M
 
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  • #6
Das habe ich auch schon so gemacht recht flott von heute auf morgen getrennt obwohl ich die Frau meine Traumfrau war. Allerdings ist nie Vertrauen gewachsen und ich hatte mich schlecht behandelt gefühlt da isses oft besser ein schnelles ende mit schrecken als ein schrecken ohne ende. Tut zwar weh wenn man aufgibt allerdings gehören zu einer Trennung immer zwei dazu. So sorry für Dich aber vielleicht sagt er Dir den Grund wenn einwenig Gras darüber gewachsen ist.
 
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  • #7
Hab ich auch schon gemacht: wenn eine Frau deren Arbeitsplatz nur wenige Kilometer entfernt ist und auch sonst nicht am Ende der Welt wohnt über Monate hinweg immer weniger Zeit hat (nein ihr Job war nicht superstressig), ausschließlich auf ein Treffen in ihrer Wohnung besteht und dies mit der Entfernung (15 Km innerhalb Berlins) und dem langweiligen Bezirk in dem der Mann wohnt begründet, überdies wiederholt Treffen kurzfristig absagt, selbst an ihrem Geburtstag nicht mehr erreichbar ist - ja was gibt es da für einen Mann noch auszudiskutieren. Sie will die Beziehung beenden und der Mann gibt mit dem wortlosen Verschwinden zu verstehen, dass er ihre Botschaft verstanden hat. Niemand verschwindet ohne Grund wortlos: weder Frau noch Mann. Schwer ist es trotzdem, weil der oder die Verlassene sich dann eingestehen muss die Trennungssignale monatelang übersehen zu haben. m43
 
  • #8
Wenn sie nicht mehr wollen, hauen sie einfach ab und wollen sich nicht mehr damit konfrontieren.
Ich kenne das so, wenn Männer die eindeutige Entscheidung zur Trennung getroffen haben, dann haben sie keine Fragen mehr, und keinen Gesprächsbedarf. - Eine eindeutige Entscheidung ist eine Entscheidung. Kein Zweifel. Kein Rechtfertigen. Keine Fragen. Kein Zerreden. Keine Vorwürfe. Kein Zurück.
Ich habe mir schwer getan damit abzuschließen, weil ich die Art der Trennung sehr unfair empfand und er zu keinem Treffen bereit war, obwohl nichts zwischen uns vorgefallen war.
Wie soll so ein Treffen bitte ablaufen? Wie stellst du dir das vor? Etwa so: Sie: Wir müssen reden. Er: Ok. Sie: Warum? Er: Ich liebe dich nicht mehr. Sie: Du liebst mich nicht mehr? Er: Ja. - Und es folgt das große allgemeine betretene Schweigen ...

Ganz ehrlich, es gibt nach einer Trennung nichts zu sagen, was hilfreich sein könnte, und keine Gefühle verletzt. Soll man der Frau wirklich sagen, wie enttäuscht man ist, dass es so ist wie es ist? Wünscht eine Frau sich wirklich, dass der Mann sich darüber auskotzt, und alles der Frau an den Kopf wirft, was ihn schon immer gestört hat, und was er bisher immer herunter geschluckt hat? Will die Frau wirklich wissen, was das Fass zum Überlaufen gebracht hat? Macht es eine Frau wirklich glücklich, den langen, langen Weg im Detail bis zur Entscheidung zu erfahren? - Ich glaube das nie und nimmer. Und ich bin mir ganz sicher, keine Frau würde den Mann auch nur 2 Sätze ausreden lassen. - Also, wofür bitte soll eine solche Aussprache gut sein? Die Frau soll sich bitte ihren Teil denken, und ich denke mir meinen. So sehe ich das.
 
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  • #9
Nein, Frauen machen das auch. Dabei ist die Trennung allerdings nur noch der Akt des Auseinandergehens. Vorher - und da paßt es auch wieder bei den Männern - wurde durchaus aufgezeigt, was nicht paßt, dass man etwas ändern müsse etc. Wenn dann über einen längeren Zeitraum keine Reaktion kommt und absehbar wird, dass eine Änderung unwahrscheinlich ist, dann kommt es zur Trennung. Bei der muss man nicht mehr viele Worte machen... es wurde schon alles gesagt. Trennung ist ja auch kein Druckmittel, um eine verbesserte Beziehung zu provozieren, sondern eben - Trennung.
 
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  • #10
Die meisten Menschen sind leider einfach zu feige für sowas. Liebesbekundungen zu machen ist einfach, die Konsequenzen einer Trennung zu tragen, da will dann keiner mehr was damit zu tun haben. Ex und hopp. Da sollte dann am besten eine SMS oder ein kurzer Anruf genügen. Soviel zu unserer Wegwerfgesellschaft.
Ich finde es nahezu gruselig, wieviele Beziehungen heutzutage per SMS, Facebook oder mal schnell am Telefon beendet werden. Natürlich muß nicht alles zerredet werden und einfach ist es auch nicht, aber der Mensch von dem ich mich trenne und den ich mal geliebt habe, verdient einen anständigen Abgang. Liebe FS, ich weiß nicht was bei euch genau vorgefallen ist, aber das Verhalten deines Expartners sagt viel über ihn aus. Such dir einen Mann, der mehr Selbstbewußtsein und solche dämlichen Spielchen nicht nötig hat.
 
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  • #11
Liebe FS,

es gibt natürlich solche und solche, bei den Frauen genauso. Manche trennen sich wortlos, andere schließen mit einem vernünftigen Trennungsgespräch ab. So sollte es meiner Meinung nach auch immer ablaufen. Ich kann daher gut Deinen Ärger verstehen. Ginge mir genauso. Meist liegt aber schon irgendetwas im Argen und man spürt dies ja auch.

w
 
  • #12
Natürlich muß nicht alles zerredet werden und einfach ist es auch nicht, aber der Mensch von dem ich mich trenne und den ich mal geliebt habe, verdient einen anständigen Abgang.
Und wie bitte stellen sich Frauen einen "anständigen Abgang" vor, ohne Zerreden? In Wirklichkeit wollen doch Frauen nur hören "Nein, es liegt nicht an dir. Es liegt an mir. Ich bin schuld. Du bist eine tolle Frau, und du hast einen besseren Mann verdient." - So ist es aber nicht, ganz bestimmt nicht. In Wirklichkeit hat die Frau in Summe so viele störende Eigenschaften, dass der Mann sie keine Minute länger ertragen kann.

Die Tatsachen liegen doch meist so: Nein, ich liebe dich nicht mehr. Nein, ich möchte nicht mehr mit dir leben. Nein, es gibt kein zurück. Nein, ich will keine Freundschaft. Ja, du hast dich schon viel zu lange unpartnerschaftlich verhalten. Ja, ich bin tief enttäuscht von dir. Ja, eine rücksichtlose Egoistin wie du, tut mir nicht gut. Ja, ich fühle mich in deiner Gegenwart unwohl. Ja, ich kann dich nicht mehr leiden. Ja, ohne dich geht es mir besser. Ja, ich bin mit mir selbst im Reinen. Alles was ich besser hätte machen können, wäre mich schon viel eher von dir zu trennen.

Und ja, Frauen sind selber schuld, wenn sie verlassen werden. Nichts zu sagen, bedeutet keine Entlastung für die Frau, auf keine Weise. - Und JA, Frauen werden verlassen, WEIL sie nicht mehr geliebt werden, WEIL der Mann sie nicht mehr lieben kann, WEIL die Frau nicht mehr liebenswürdig ist. - Wenn das nicht so wäre, dann würde sich ein Mann nicht trennen.
 
  • #13
Liebe FS, diesen Schlüsselsatz möchte ich gerne abschliessend noch kommentieren, vielleicht verstehst du deinen Mann dann besser.
Ich hätte da zu hohe Erwartungen und müsse mich auch in Zukunft einfach mit sowas abfinden.
Dein Mann hatte mit Sicherheit "hohe Erwartungen" an dich während eurer gemeinsamen Zeit, die du nicht erfüllen konntest. Seine Bedürfnisse sind definitiv zu kurz gekommen. - Ob du das gemerkt hast, oder nicht, ob es von dir Absicht war, oder Unvermögen, das alles spielt keine Rolle mehr.

Bei der Trennung hattest du nun "hohe Erwartungen" an ihn. - Er wollte sie nicht erfüllen, und auch bei ihm spielt es keine Rolle mehr, ob er das mit Absicht gemacht hat, oder aus Unvermögen.

Wenn ich an mich selber zurück denke, dann war es bei mir (fast) immer Absicht, wenn ich nicht gesprächsbereit war. Die Gesprächsverweigerung ist eine Art der Kommunikation. Sich von einer Frau "im Guten" zu trennen, ohne Vorwürfe, aber auch ohne Begründung, ohne ausführliches Trennungsgespräch, und somit auch ohne Entlastung der Frau, ich eine sehr gute Möglichkeit der Frau zu sagen - selbstverständlich trenne ich mich von dir, nur von dir, und von keiner anderen. Und ich trenne mich auch nicht, weil alles so toll war. Ganz im Gegenteil. Du weisst schon warum. Und wenn nicht, dann kann ich dir auch nicht mehr helfen. - Mit dir konnte ich im Guten nicht reden, und mit dir will ich in der Trennung nicht streiten. Ich kümmere mich ab sofort um meine Angelegenheiten, und du solltest dich um deine kümmern. Aus. Amen. Äpfel.
 
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  • #14
Mach dir nix draus, solche Männer sind völlig ohne Charakter.

Besser du wirst ihn früher los als später. Bin selbst ein Mann und kenne genug andere Typen, ich weiß wie ein korrekter Mann denkt und handelt und wie die Charakterlosen es tun. Finde es immer nur schade wenn die sensiblen Frauen an die Falschen geraten

Leider bringt alles nix, selbst wenn man der Frau mitteilt was für einen Typen sie da hat glaubt sie es nicht. Frauen fehlt der Instinkt Männer zu durchschauen, sie glauben nur immer sie können es.

Wenn du wissen willst von welchem Schlag dein Typ ist, frag deine männlichen Freunde.
Und noch etwas: Vertraue nie auf die Worte eines Mannes, achte auf Taten.
 
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Griet

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  • #15
Die Gesprächsverweigerung ist eine Art der Kommunikation. Sich von einer Frau "im Guten" zu trennen, ohne Vorwürfe, aber auch ohne Begründung, ohne ausführliches Trennungsgespräch, und somit auch ohne Entlastung der Frau, ich eine sehr gute Möglichkeit der Frau zu sagen - selbstverständlich trenne ich mich von dir, nur von dir, und von keiner anderen. Und ich trenne mich auch nicht, weil alles so toll war. Ganz im Gegenteil. Du weisst schon warum. Und wenn nicht, dann kann ich dir auch nicht mehr helfen.

Doch, mit einem Gespräch könntest du vielleicht helfen, entgegenkommen etc.
Aber es ist auch dein gutes Recht, es nicht zu wollen. Und warum, das hast du ja begründet. Und das gilt es zu tolerieren.

Meine Sicht nun für dich:

Ganz ehrlich, ja, ich würde mir genau das nicht und niemals wünschen. Im Bewusstsein, dass es schwer ist für ihn (Besonderes Danke!), und egal wie schmerzhaft es für mich auch sein mag.. Einfach zu gehen - ist das nicht deutlich demütigender für den der fragend zurück bleibt?
Die Wahrheit kommt doch irgendwann sowieso "häppchenweise" an´s Licht.. Und ist das nicht deutlich quälender?
Ich sage nicht oft, das ich etwas wirklich brauche. Eine Erklärung für Missverständliches gehört für mich dazu.
Einfach um zu verstehen, und um bestimmte Fehler in der Zukunft mit einem anderen Mann vielleicht nicht mehr zu machen.
Klar gebe ich kampflos frei - weil er es so will. Und die Gründe bestimmt(e) er.

Er führt das Gespräch, und Ausreden soll er auch, - da nur wer zuhört versteht.
Nur darum geht es.
Warum kann so was nicht möglich sein, mit einem Menschen dem man seelisch und körperlich so nah war?

Gut, so bin, und so sehe ich es halt. Und wem ich am Herzen liege, der geht mit mir - mir zuliebe - hoffentlich diesen (letzten gemeinsamen) Weg.
Bisher hatte ich es zum Glück noch nie anders.
 
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  • #16
Mir ist das bei mehreren Beziehungen nur mit einem Mann passiert. Er konnte oder wollte mir nicht sagen, warum er sich von mir trennt. Wahrscheinlich wusste er es selbst nicht genau. Es war für ihn eher ein unbestimmtes Gefühl, dass er mich nicht mehr liebt. Dieser Mann war allerdings schon immer sehr unreflektiert, hat noch nie über seine Gefühle gesprochen und war auch in der Beziehung extrem wortkarg. Außer smalltalk konnte ich nicht mit ihm kommunizieren. Oft hat er noch nicht mal auf Fragen geantwortet. Da liegt es nahe, dass er sich auch wortlos trennt. Das war keine Überraschung.

Aber ich würde nicht sagen, dass dieses Verhalten typisch für Männer ist.

w 44
 
  • #17
ich bin auch der meinung, dass es "die männer" oder "die frauen" nicht gibt.
wenn sich jemand so benimmt, sagt das sehr viel über diesen menschen aus, bzw. fällt das auf den-/diejenige zurück, die sich so verhält.
eigenschaften, die mir dazu einfallen: feigheit, unfähigkeit, sich zu artikulieren, bequemlichkeit, egozentrik, rücksichtslosigkeit, mangelndes verantwortungsgefühl.

liebe fragestellerin, du bist wahrscheinlich so am besten dran, sei froh, dass du ihn los bist.
 
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  • #18
Ganz ehrlich, es gibt nach einer Trennung nichts zu sagen, was hilfreich sein könnte, und keine Gefühle verletzt.

Weißt Du, ich kann die FS sehr gut verstehen, da mich ein Mann auch zu einem für mich unmöglichen Zeitpunkt vor vollendete Tatsachen gestellt hat. Ich gebe zu, den Braten gerochen zu haben und doch auf einen positiven Ausgang gehofft zu haben. Denn es stellte sich für mich die ganze Zeit so dar, als sei es ein Zeit- und Belastungsproblem sei, weshalb wir uns nicht sehen konnten, und suchte fieberhaft nach Lösungen dafür. D.h. ich habe mich dafür engagiert, dass etwas zwischen uns stattfinden kann - am Ende für die Katz´. Es war sehr ärgerlich, weil er viele Treffen zu- und dann wieder absagte, also sehr schlecht mit meiner und auch seiner Zeit umging.
Am Ende glaube ich, dass die Trennung keine schlechte Entscheidung war - ich hatte danach eine solchen inneren Frieden... und trotzdem fühlte ich mich völlig betrogen, da er genau als Zeit objektiv vorhanden war, alleine sein wollte.
Ich verlangte wie die FS nach einem weiteren Treffen, aber nicht, um eine sogenannte Aussprache zu forcieren, wie Du sie wohl zurecht fürchtest und vermeiden willst, SONDERN, um nochmal nett zu plaudern, ein paar Dinge zu fragen, die mich an seiner Persönlichkeit, seinem Werdegang interessiert hatten, und die ich mich für die gemeinsame Zeit aufgespart hatte, die dann nicht stattfand. Aber wie sollte er auch wissen, dass ich noch einen netten Ausklang nach dem Schock anstrebte?! So blieb alles sehr unpersönlich und für mich haftet daran noch ein recht schaler Nachgeschmack...
 
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  • #19
Natürlich gehören zu einer guten Aussprache auch Regeln, damit sie eben nicht zu einem fiesen Gezänk verkommt, das "Arthur" zurecht umgehen will. Und selbst, wenn man sich im Affekt mal im Ton vergreift, merkt das ein kultivierter Mensch und kann in konstruktivere Bahnen zurückfinden.
Was nicht in so ein Gespräch gehört sind persönliche Details wie "mir hat deine Wohnungseinrichtung/Haarfarbe etc. noch nie gefallen", und auch Vorwürfe wie "Rücksichtslosigkeit" lassen natürlich den Streit schnell eskalieren. Man muss das definitiv anders verpacken, damit der andere bereit ist, sich zu reflektieren. Der Angeklagte hat zudem immer ein recht, sich zu verteidigen und zu erklären. Das gehört einfach zu einer guten Aufarbeitung eines Konflikts, um mit dem Gefühl auseinander zu gehen, es bleiben keine Fragen offen.
In einer längeren Beziehung müsste man eigentlich alle Kritikpunkte vorher angesprochen und nach gemeinsamen Lösungen gesucht haben, bis man an den Punkt kommt, an dem nur noch die Trennung möglich ist. Das ist für alle Beteiligten spürbar unausweichlich.

Ich glaube, jeder ist zurecht vor den Kopf gestoßen, wenn er von der Trennung überrascht wird und nicht um eine Beziehung gekämpft wurde, d.h.wenn der Verlassende die Entscheidung eben ganz für sich allein getroffen hat.
Man kann sich ja auch schwer alleine für eine Beziehung entscheiden... ;)
 
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  • #20
Also ich habe es leider genau umgekehrt erlebt. Habe von meiner Exfrau kein Gespräch bezüglich unserer Trennung bekommen. Wir waren knapp 25 Jahre zusammen. Ich kenne bis heute den Trennungsgrund von ihr nicht. Obwohl ich immer wieder versucht habe, mit ihr darüber zu sprechen. Das letzte mal, als ich versucht habe, war bei unsererem Scheidungstermin. Habe mich fast schon damit abgefunden, dass ich von ihr nie eine Aussage zum Trennungsgrund bekommen werde.

Ich kann es aus eigener Erfahrung nicht bestätigen, dass Männer sich häufig wortlos trennen.
 
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  • #21
Mach dir nix draus, solche Männer sind völlig ohne Charakter..

Recht herzlichen Dank' für die Blumen.

Ich bin "solch" ein Mensch. Schlimmer noch; nämlich eine Frau.

Tatsache ist: Wenn 2 sich einig sind - es paßt - hat keiner Veranlassung zu gehen.

Ich gehöre zu der Colour, die sich - ohne viel Aufhebens - trennt, wenn ich zu dem Entschluß komme, dass die Beziehung auf Dauer wenig "bekömmlich". Grund: Diskussionen können Probleme lösen, aber auch vertiefen.

Konsequenz ist eine Tugend und in meinem Freundes.- und Bekanntenkreis wertschätzt man gerade diese Charaktereigenschaft.


Liebe Grüße
w/46
 
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  • #22
Recht herzlichen Dank' für die Blumen.

Konsequenz ist eine Tugend und in meinem Freundes.- und Bekanntenkreis wertschätzt man gerade diese Charaktereigenschaft.


Liebe Grüße
w/46

Ohne Frage ist Konsequenz eine Tugend. In zwischenmenschlichen Bereichen finde ich etwas mehr Fingerspitzengefühl aber die bessere Lösung.
Du kommst zu dem Entschluss dass die Beziehung wenig bekömmlich ist, und gehst, ohne viel Aufhebens. Lässt den anderen grübelnd zurück, den du Tage davor vielleicht noch im Arm gehalten hast.
Du siehst keine Notwendigkeit ein Gespräch darüber zu führen um zu verstehen, dabei schreibst du selbst, dass die Chancen der Problemlösung 50/50 sind.
Bist du Gott um über andere zu richten, dir das zu nehmen was dir beliebt, ohne an andere zu denken?
Ich sag dir was: du wärst es gerne. Die Wirklichkeit ist, dass du dir selbst im Weg stehst, mit einer herzlosen Konsequenz - einem falschen Stolz.
Loslassen tun dich deine Entscheidungen nicht. Du bereust heimlich.
Und dass du eine Frau bist glaube ich nicht.
In einem hast du aber ganz recht: ein Mensch wie du passt niemals zu einem empatischen warmherzigen Menschen, der nicht von dir co-abhängig ist.
 
  • #23
Mein früherer Partner aus einer schwierigen Fernbeziehung konnte auch nicht reden, als die Gefühle für ihn so schwierig und widerstreitend waren - er ist eine ganze Weile abgetaucht und hat dann erst lange klärend mit mir sprechen können.

Ich kannte ihn ja und mich hat das nicht überrascht - er war unwahrscheinlich feinfühlig, aber einfach nicht in der Lage seine komplexen Gefühle zu artikulieren.

Ich glaube, diese Wortlosigkeit ist oft Hilflosigkeit und kein böser Wille. Für mich war es ok, wir hatten ja schon früher öfter geredet - aber wenn man nicht ahnt, wo der Hase im Pfeffer liegt, kann dieses Schweigen natürlich sehr quälend sein. Schwierig.
 
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  • #24
Wortlose Trennung

Er trennte sich kurzum mit seinem Smartphone in der Hand.
Seine ganze Aufmerksamkeit in dieser Szene galt dem Display.
Auf eine Aussprache warten heisst auf gute Manieren hoffen (meist vergeblich).
Eloquente Abschiede mit vielsagenden Blicken gibt es nur zwischen Humphrey Bogart und Lauren Bacall auf der Kinoleinwand. Im wirklichen Leben läuft es sehr viel prosaischer ab.
 
  • #25
Die Tatsachen liegen doch meist so: Nein, ich liebe dich nicht mehr. Nein, ich möchte nicht mehr mit dir leben. Nein, es gibt kein zurück. Nein, ich will keine Freundschaft. Ja, du hast dich schon viel zu lange unpartnerschaftlich verhalten. Ja, ich bin tief enttäuscht von dir. Ja, eine rücksichtlose Egoistin wie du, tut mir nicht gut. Ja, ich fühle mich in deiner Gegenwart unwohl. Ja, ich kann dich nicht mehr leiden. Ja, ohne dich geht es mir besser. Ja, ich bin mit mir selbst im Reinen. Alles was ich besser hätte machen können, wäre mich schon viel eher von dir zu trennen.


Und ja, Frauen sind selber schuld, wenn sie verlassen werden. Nichts zu sagen, bedeutet keine Entlastung für die Frau, auf keine Weise. - Und JA, Frauen werden verlassen, WEIL sie nicht mehr geliebt werden, WEIL der Mann sie nicht mehr lieben kann, WEIL die Frau nicht mehr liebenswürdig ist. - Wenn das nicht so wäre, dann würde sich ein Mann nicht trennen.
Genau das, solltest du einer Frau sagen, wenn du dich trennen willst, was sie aus deiner Sicht alles falsch gemacht hat. Weil du dich damit selber ernst nimmst - als eine Person, die es verdient hat liebe- und respektvoll behandelt zu werden! Mit einem solchen Gespräch - auch wenn es event. nichts nutzen würde - würdest du zeigen: "Was glaubst du, wer du bist, mich so zu behandeln, mit mir machen, was du wolltest und mit mir respektlos und unempathisch umgehen?" Zeigst und sagst ihr, was dich tief verletzt und enttäuscht hat, was sie dir alles zugemutet hat, so könnte sie viel. sogar einsehen, dass sie dich unfair und fies behandelt hat und sich sogar entschuldigen!


Wer dem anderen, dem Verlassenen nicht sagt, warum er sich trennt, verlässt (nimmt sich selbst und seine Gefühle nicht ernst) sich selbst! Wenn du ernst genommen werden möchtest, dann musst du für dich einstehen, für deine Gefühle! Wer für sich selber kämpft, seine Meinung und seine Gefühle äussert, der hat Respekt verdient! Wer alles mit sich selber machen lässt, wird nicht mehr geachtet, sondern mehr verachtet


Und ja, Männer sind selber schuld, wenn sie verlassen werden. Nichts zu sagen, bedeutet keine Entlastung für den Mann, auf keine Weise.- Und JA, Männer werden verlassen, WEIL sie nicht mehr geliebt werden, WEIL die Frau ihn nicht mehr leben kann, WEIL der Mann nicht mehr liebenswürdig ist.-
Wenn das nicht so wäre, dann würde sich eine Frau nicht trennen. ;-)


Die Person welche geht, aus einer Beziehung aussteigt, bedeutet dass sie unglücklich ist und leidet. Es kann der Mann oder die Frau sein! Nennt aber der Verlassende die Gründe nicht, da kann sich der Verlassene weder entschuldigen noch um Verzeihung bitten und auch seine Fehler nicht wiedergutmachen. Diese Chance kann ihm der Verlassende geben aber, ob der andere das macht (sich entschuldigt und um Verzeihung bittet) ist eine andere Frage! Wenn nicht, dann ist es gar nicht Schade um die zerbrochene Beziehung!
 
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  • #26
Nennt aber der Verlassende die Gründe nicht, da kann sich der Verlassene weder entschuldigen noch um Verzeihung bitten und auch seine Fehler nicht wiedergutmachen. Diese Chance kann ihm der Verlassende geben aber, ob der andere das macht (sich entschuldigt und um Verzeihung bittet) ist eine andere Frage! Wenn nicht, dann ist es gar nicht Schade um die zerbrochene Beziehung!

Dem stimme ich zu. Eine Beziehung ohne eine Chance für den "Angeklagten", sich zu verändern, ohne sich bemühen und aufeinander zuzugehen ist keine gute Trennung.
Dann wollte derjenige diese Beziehung nie aus ganzem Herzen, sonst würde er dem anderen diese Möglichkeit einräumen.
 
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  • #27
Diese Chance kann ihm der Verlassende geben aber, ob der andere das macht (sich entschuldigt und um Verzeihung bittet) ist eine andere Frage! Wenn nicht, dann ist es gar nicht Schade um die zerbrochene Beziehung!

Niemand kann sich selbst entschuldigen, man kann nur um Entschuldigung bitten und hoffen, daß sie einem gewährt wird, denn einen Anspruch darauf hat man nicht. Natürlich läßt die Bitte aber zumindest Einsicht erkennen, was für die Zukunft hoffen läßt.

An einer wortlosen Trennung muß aber nicht zwangsläufig der Gehende schuld sein, wie Deine These suggeriert. Normalerweise wurden die Gründe, die zur Trennung führen, vorher schon hundertmal durchgekaut. Das Ende kommt, wenn dann einer von beiden glaubt, sich auf Kosten des anderen durchsetzen zu müssen, woraufhin für den anderen alles gesagt ist und er wortlos geht. So war es bei mir.
 
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  • #28
Ich glaube das soetwas schon die meisten von uns erlebt haben, obwohl ich persönlich es sehr unfair finde dem anderen nach einer längeren Beziehung noch nicht mal zu sagen das die Beziehung zu Ende ist sondern einfach auf Tauchstation zu gehen. Der andere hängt dann schon eine ganze Zeit in der Luft.
 
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  • #29
Soll man der Frau wirklich sagen, wie enttäuscht man ist, dass es so ist wie es ist? Wünscht eine Frau sich wirklich, dass der Mann sich darüber auskotzt, und alles der Frau an den Kopf wirft, was ihn schon immer gestört hat, und was er bisher immer herunter geschluckt hat? Will die Frau wirklich wissen, was das Fass zum Überlaufen gebracht hat? Macht es eine Frau wirklich glücklich, den langen, langen Weg im Detail bis zur Entscheidung zu erfahren? - Ich glaube das nie und nimmer. Und ich bin mir ganz sicher, keine Frau würde den Mann auch nur 2 Sätze ausreden lassen. - Also, wofür bitte soll eine solche Aussprache gut sein? Die Frau soll sich bitte ihren Teil denken, und ich denke mir meinen. So sehe ich das.



Ja das sollte man. Von der Wahrheit kann man nie genug hören. Und es hilft.

Liebe Fragestellerin,

ich empfehle dir das Buch "Funkstille" von Tina Soliman. Vielleicht hilft es dir ein wenig zu verstehen, was bei dir vor sich gegangen ist.
 
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  • #30
Gottseidank hatte ich noch nie so eine wortlose Trennung. Vielleicht ging die Trennung selbst wortlos von statten, von heute auf morgen, aber es gab danach immer ein Gespräch, mindestens.

Es gibt vielleicht einen bestimmten Typus Mensch, der generell nicht gut kommunizieren kann, auch zu Zeiten, wo es innerhalb der noch bestehenden Beziehung notwendig wäre. Sie nehmen alles in Kauf bis es irgendwann reicht und hauen dann ab. Es ist vielleicht ein Typus, der gut "funktioniert", aber ansonsten in Ruhe gelassen werden will. Konflikte werden ausgesessen oder abgeblockt.

Da ich ein offener Mensch bin und gerne kommuniziere, blieben mir bisher verschlossene Männer weitestgehend erspart. An solch einem Exemplar möchte ich mich auch nicht abarbeiten!

Trotzdem ist es so, dass, wenn man ehrlich zu sich selbst ist, die Gründe für die Trennung auch selbst finden wird, ohne ein Trennungsgespräch. Häufig hat man einfach nicht zueinander gepasst und Menschen mit autistischen Zügen haben oft eine ganz andere Wahrnehmung auf Dinge, interpretieren gänzlich anders das Gesagte, sehen Böses wo Gutes gemeint ist usw. da ist dann niemand schuld, wenn es nicht funktioniert, selbst wenn der Gehende glaubt, der andere wäre es.
 
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