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Gast

  • #1

Traummann? Ähnlich wie der Vater?

Gehöre zu den Mittvierzigern. Mein Favorit wäre Rock Hudson. Mein Vater glich ihm und irgendwie suchte ich wahrscheinlich immer einen Männertyp wie meinen Vater - leider bis heute (grins). Man sagt oft, das Frauen bewusst oder unbewusst einen Partner wählen, der weder in Optik oder in der Art dem Vater ähnelt - denn der Vater war die erste männliche Bezugsperson im Leben. (Ausgenommen Frauen, die ohne Vater aufwuchsen) Bei Männern wär es ähnlich gelagert, sie suchen eine Frau, die irgendwie in einer Art der Mutter ähnelt? Wie denkt ihr darüber?
 
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Gast

  • #2
Ich habe auch davon gehört und ich glaube, dass es stimmt. Ich habe aber auch gehört, dass es davon abhängt, wie gut oder schlecht das Verhältnis war. Bei einem guten Verhältnis sucht man sich unbewusst jemanden, der dem Vater ähnelt. Und bei einem schlechten Verhältnis dann das Gegenteil. Für mich selbst kann ich das bestätigen. Mein Verhältnis zu meinem Vater war nicht ganz so toll und heute mag ich vor allem kleine, schlanke und blonde Männer ohne Brille (mein Vater war groß, dick, dunkelhaarig und Brillenträger).
 
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Gast

  • #3
Stimmt irgendwie.
Man sagt oft, dass Frauen an Alkoholiker kommen, weil der Vater einer war oder gefühlskalte Typen, vielleicht auch unbewusst, denn das Unterbewusstsein hat eine größere Macht als das Bewusstsein. Später stellt sich dann heraus, ach ja mein Vater war auch so.
Kenne da ein paar Frauen, die das erlebten
Mein Bruder hat eine selbstbewusste und überaus starke Partnerin geheiratet, die optisch und charakterlich unserer Mutter ähnelte, obwohl unsere Mutter weiblicher war, aber sehr stark im Charakter, ich bewundere sie noch heute für ihre Lebensstärke trotz vieler Schicksalsschläge.
 
  • #4
Tja, aber was ist dann mit den ganzen Mädels und Frauen die plötzlich auf Südländer stehen? Auf türkische Machos? Wovor rennen die denn weg?
 
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Gast

  • #5
Isso. Leider. Bei mir, bei ihr, wobei sie es eher bestreitet. Aber wenn Dir der Effekt bewußt ist, hast Du die halbe Rettung schon geschafft. Ich hab auch jahrelang gegen den Vater meiner Frau gekäpft, und das, obwohl - oder weil? - er 10 Jahre vor meinem Auftauchen verstorben war...
 
  • #6
@#2

Ja das hab ich letztens erst gelesen. Männer wie Frauen geraten an das Pendant aus Ihrer Kindheit um das nachzuholen was sie damals nicht geschafft haben, zb.Anerkennung und Liebe zu erhalten. Eigentlich traurig. Kann man nur hoffen das die meisten irgendwann ihr Muster erkennen und durchbrechen können und vor allem ihren Eltern verzeihen.
 
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Gast

  • #7
@3: ganz einfach, vor deutschen erbsenzählenden Workaholics ohne Charme und Leidenschaft:)
 
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Gast

  • #8
Bei mir stimmt es auch, das merke ich immer mehr. Mein Verhältnis zu meinem Vater war auch eher kühl. Ich wollte nie so einen Mann wie meinen Vater.
Mein Mann hat auch ganz anders ausgesehen, komplett das Gegenteil. Allerdings habe ich dann sehr schnell gemerkt, dass er eben doch wie mein Vater ist. gefühlsmäßig eher kühl und distanziert, für die Außenwelt der volle Macho. Das resultiert aber aus einer Unsicherheit, so dass ich (ähnlich wie meine Mutter) bald noch ein zusätzliches Kind zuhause hatte.

Ich bin allerdings komplett anders als meine Schwiegermama.

Meine Freundin hatte einen Alkoholiker, der sie auch geschlagen hat. Ihr Vater war genauso. Aber auch da hat sich das erst nach ein paar Jahren herausgestellt.

Ich habe mal gelesen, dass dieses unbewusste Suchen nach dem "VAter" daher rührt, dass maneinfach das sucht, was man kennt. Man hat unbewusst Angst vor Neuem und springt bei der PArtnersuche auf Eigenschaften an, die einem vertraut sind (auch negative Dinge)
 
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Gast

  • #9
w,43
ja das stimmt, weil wir uns unbewusst immer noch nach den Stolz und der Anerkennung des Vaters sehnen und die Männer die Liebe der Mutter haben wollen.
Da gibt es ja viel Literatur darüber, wo das alles nachvollziehbar erklärt wird
 
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Gast

  • #10
Um Gottes willen, ganz im Gegenteil! Es hat mit der Beziehung zu tun, die man zu dem Vater hatte!
 
  • #11
@#6

Ist nur die Frage ob sie dann bei einem besseren landen, oder doch ein schlimmeres Übel erwischen.
Schade nur, das diese teils so schwer empfänglich für deutsche mit Witz, Charme und Leidenschaft sind. Sicher, wir labern nicht soviel schülstige Schwüre, aber dafür auch nicht einfach bei jeder zweiten die daher kommt.
 
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Gast

  • #12
@10, bin 6: naja, Charme hat auch nichts mit Gelaber sondern eher mit Authentizität und Lockerheit zu tun. Das fehlt leider hierzulande. Warum sollte deiner Meinung nach mehr "Übel" passieren (ja, ja, diese Vorurteile..)?? Es kommt immer darauf an, wie man selbst ist, und was man sucht. Und ganz ehrlich bevorzuge ich eine aufregende, leidenschaftliche Kurzbeziehung gegenüber einer stinklangweiligen, charmlosen Langzeitehe.
 
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Gast

  • #13
@11
Aufregend und leidenschaftlich kann auch eine Langzeitbindung sein, sofern sich beide "Mühe" geben und denn Alltag erst nicht einziehen lassen, so etwas ist möglich.
Aber von nichts kommt nichts und viele laufen nach einiger Zeit nur noch im Jogginganzug durchs Haus, werden dicker und gemütlicher und tun für sich und die Beziehung garnichts mehr.
Und dann fühlen sie sich ja so "verlassen", wenn er oder sie plötzlich jemand begegnen, denn sie wieder erotisch finden.
Ich gebe Dir recht, diese Beziehungen sind selten, aber es gibt sie, und dann bleibt man auch treu.
 
  • #14
@11

Ja ja.. die Vorurteile. Meine, wie Deine ;)
Ich guck mir die Südländer an, die ich in der Stadt sehe und höre wie die reden und vor allem was die reden. Ich kann mir halt echt nicht vorstellen was an denen toll sein soll. Sicher gibt es andere. Aber die, die ich sehe, da kann ich nur mit dem Kopf schütteln.

Und so ist es mit Deinem Voruteil gegenüber deutschen Männern!?
In einen stinklangweiligen charmlosen Mann verliebt sich doch eh keine!?
Dann wird es bei Dir eben nur Kurzbeziehungen geben, oder? Denn langfristig ist es sicher schwierig mit so einem lockeren Filou klar zu kommen.
 
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Gast

  • #15
@13 die Mehrheit der Bevölkerung "sieht in der Stadt" die nicht integrierten Menschen und fertig ist das stereotypisch bis vorurteilsbeladene Bild von "Südländern".
Was manche von uns Deutschen nicht kapieren: Die integrierten Migranten würdest du als solche nie erkennen. Ich habe durchweg beruflich mit gebildeten Migranten zu tun und ich hatte noch nie so gute Arbeitskollegen, fachlich wie menschlich. Will sagen, man sollte seinen Horizont erweitern und nicht immer nach Negativbeispielen suchen. Denn die findet man immer, wenn man nach ihnen sucht.Think positiv!

m 35 halb Deutscher, halb Amerikaner
 
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Gast

  • #16
Das hat nicht nur mit dem Vater sondern auch mit Schönheitsidealen zu tun.
Man beobachte die sexiest men alive ihrer Generation:
Clark Gable
Rock Hudson
Cary Grant
Omar Sharif
Richard Gere
George Clooney

Was fällt auf? Alle haben ebemäßige Gesichter, sind groß und haben volles Haar. Entsprechen dem männlichen SCHÖNHEITSIDEAL.
Man vergleiche mal das Gesicht Cary Grant und George Clooney. Trotz Jahrzehnten, kaum ein Unterschied !

Dass Schönheit individuelle Vorliebe sei, ist ein weitverbreiteter Blödsinn und auch längst durch Studien widerlegt in denen alle Menschen aller Kulturen bestimmte Gesichter als schön empfanden oder auch nicht.

Der Vater der Fragestellerin sah vielleicht gar nicht so sehr ähnlich aus wie Rock Hudson. Da sie ihn aber liebte und somit idealisierte, ordnete sie ihn einem bekannten Gesicht zu, dem er am ähnlichsten sah.
Wer kennt das nicht: Wenn man begeistert von jemandem ist, beschreibt man ihn meist mit den Worten: "Er sieht aus wie der Schauspieler XY".