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  • #1

Traditionelles Rollenbild der Geschlechter bleibt teils bis heute bestehen…

Hallo zusammen

Ich habe mich schon oft gefragt, weshalb so viele Frauen heutzutage noch den Haushalt grösstenteils alleine schmeissen, obwohl sie arbeiten.

Ich möchte mit dieser Frage niemandem zu nahe treten und auch sagen, dass es jede Partnerschaft so machen soll, wie es ihnen wohl ist.

Ich persönlich arbeite fast 100%, habe keine Kinder und bin nicht dazu bereit in einer Partnerschaft den Haushalt mehrheitlich alleine zu machen. Für mich persönlich sollten die Arbeiten möglichst fair aufgeteilt werden und ich bin auch nicht bereit die weniger angenehmen Arbeiten wie WC putzen etc. alleine zu übernehmen. Das ist meine persönliche Meinung….

Trotzdem beobachte ich immer wieder, dass Frauen, die selbst vollberufstätig sind, grösstenteils alleine den Haushalt schmeissen. Damit meine ich Frauen im Alter zwischen 20 und 35 Jahren. Bei der älteren Generation ist das ja sowieso noch häufiger der Fall.

Ich bin mir bewusst, dass es mit Rollenbildern, Erziehung, gesellschatlichen „Normen“ über Jahrhunderte und teils auch dem „Verwöhnen der Männer bzw. Dienen“ zu tun hat.

Trotzdem frage ich mich immer wieder, weshalb das heutzutage immer noch so viele Männer und Frauen für selbstverständlich halten. Klar ist es nicht mehr so festgefahren wie früher, Männer beteiligen sich auch mehr am Haushalt, gibt feministische Bewegungen usw. Nichtsdestotrotz scheint es für viele immer noch relativ normal zu sein….warum?
 
  • #2
Keine Ahnung, ich bin über 60 und ganz sicher keine Hausfrau, ganz im Gegenteil. Ich sehe aber, dass sich bei den jungen Leuten viel getan hat, jedenfalls bei denen, die studiert und gute Berufe haben, da läuft das Zusammenleben deutlich gerechter ab und besonders die Männer erwarten keine Vollversorgung. Was, nebenbei bemerkt, total unsexy ist. Allerdings habe ich den nicht beweisbaren Eindruck, dass sich mit sinkenden Karrieremögkichkeiten der Hang zu hausfraulichen Tätigkeiten steigert.
 

Laleila

Cilia
  • #3
Ich bin 52 aber schon in meiner Generation ist es alles andere als selbstverständlich, dass die berufstätige Frau, den Haushalt größtenteils oder gar ganz allein führt. 😉

Das war bei meinen Eltern noch so, Baujahr 36/38, meine Realität war es schon nicht mehr. Ich diene doch keinem Mann.
Jetzt, da ich nicht mehr arbeite, erledige ich die Hausarbeit größtenteils. Vorher teilten mein Mann und ich das voll auf.
Ich würde sogar sagen, er machte deutlich mehr als ich.
Wenn ich aufgrund von Krankheit ausfalle, haben wir eine Haushaltshilfe und mein Mann erledigt, neben seiner Berufstätigkeit, den Rest
Er kocht, wäscht Wäsche, etc.pp. , ganz selbstverständlich. Da müssten wir auch nie drüber reden. Er wurde von seinen Eltern, BJ. 34/38, dazu erzogen.

Ich glaube, das ist ein völlig Überholzes Rollenbild, was Du da beschreibst, sollte mich wundern, hätte die jüngere Generation, diesbezüglich, einen Salto rückwärts gemacht.
 
  • #4
Ich persönlich arbeite fast 100%, habe keine Kinder und bin nicht dazu bereit in einer Partnerschaft den Haushalt mehrheitlich alleine zu machen.....
Ich kann da noch einen drauf setzen: als ich nicht mehr gearbeitet habe musste mein berufstätiger Mann trotzdem seinen Teil im Haushalt machen - schon um sich irgendwelche unnötigen Nachlässigkeiten garnicht erst anzugewöhnen.
Ich kann sowas von locker "Beine hoch" und den Hund kraulend im Strandkorb sitzen während der Mann staubsaugt, das kannst Du Dir nicht vorstellen.

Trotzdem beobachte ich immer wieder, dass Frauen, die selbst vollberufstätig sind, grösstenteils alleine den Haushalt schmeissen. Damit meine ich Frauen im Alter zwischen 20 und 35 Jahren. Bei der älteren Generation ist das ja sowieso noch häufiger der Fall.
Sowieso - so so. Ob Du da mal nicht irrst. Da hast Du wohl ganz wenig Ahnung von der älteren Generation und stattdessen ziemlich viele Vorurteile.

Ich kenne es eher so, dass junge Frauen sich den Allerwertesten aufreißen in vielen Hoffnungen an die Partnerschaft (Familiengründung), während die Älteren, die sich die wirtschafliche Basis für ein männerunabhängiges Leben geschaffen haben, Sprüche zum Besten geben wie: "ich wasche dem Mann keine Unterhosen mehr".

Ich bin mir bewusst, dass es mit Rollenbildern, Erziehung, gesellschatlichen „Normen“ über Jahrhunderte und teils auch dem „Verwöhnen der Männer bzw. Dienen“ zu tun hat.
Und wenn Du hinguckst, dann stellst Du fest, dass selbst die Einzelkindprinzessinnen mit mittelguter Ausbildung auf garkeinen Fall einem Mann "dienen", sondern diesen eher grenzwertig belasten in all dem was sie von ihm fordern (high-Performance-Job damit sie selber TZ arbeiten können, sich auch ums Kind kümmern, im Haushalt viel anfassen), dass er sich bald die Karten legt, weil nicht mehr leistbar.

Nichtsdestotrotz scheint es für viele immer noch relativ normal zu sein….warum?
Wenn Du den Eindruck hast, dann musst Du mal genauer gucken, welche Paarungen Du vor Dir hast.
In meinem Umfeld sind fast nur Partnerschaften auf Augenhöhe, bei denen Deine Mutmaßungen nicht zutreffen.

Ich kenne nur einen männlichen Downdatingfall in der angesprochenen Alterskohorte und da fängt der Mann an unter den Forderungen der eher leistungsschwachen und leistungsunwilligen aber fordernden Frau an zu wanken. Sie muss allmählich aufpassen, dass sie nicht überzieht und er sich die Karten legt, aus dem Ganzen aussteigt.

Ich kenne diese Welt seit vielen Jahren nicht mehr, in welcher Du angeblich lebst - eigentlich nur hier aus diesem Forum, wenn Frauen sich unbedingt den Familienwunsch erfüllen wollen und dafür die fettesten Kröten schlucken, die auf diesem Planeten rumhopppeln.
Das geht immer nur auf Zeit gut, weil es einem langt.
 
  • #5
Trotzdem beobachte ich immer wieder, dass Frauen, die selbst vollberufstätig sind, grösstenteils alleine den Haushalt schmeissen. Damit meine ich Frauen im Alter zwischen 20 und 35 Jahren. Bei der älteren Generation ist das ja sowieso noch häufiger der Fall.
Mädchen lernen von ihren Müttern, wie die Mutter das macht, wie die Mutter mit dem Vater umgeht und so weiter.
Ich bin mir bewusst, dass es mit Rollenbildern, Erziehung, gesellschatlichen „Normen“ über Jahrhunderte und teils auch dem „Verwöhnen der Männer bzw. Dienen“ zu tun hat.
Auch aber nicht nur, Frauen waren immer für innen zuständig, Männer für außen.
Trotzdem frage ich mich immer wieder, weshalb das heutzutage immer noch so viele Männer und Frauen für selbstverständlich halten. Klar ist es nicht mehr so festgefahren wie früher, Männer beteiligen sich auch mehr am Haushalt, gibt feministische Bewegungen usw. Nichtsdestotrotz scheint es für viele immer noch relativ normal zu sein….warum?
Es geht doch letztendlich darum, wie Frau und Mann damit klarkommen, und nicht wie alle es machen, oder machen sollten!
 
  • #6
Ich kann das leider aus meiner Lebenswelt heraus überhaupt nicht bestätigen. Ich bin so auch überhaupt nicht groß geworden. In meiner Familiewar es üblich, dass Mann wie Frau 100% arbeiten gehen, und auch Mann wie Frau zu Hause den Haushalt übernehmen. Außerdem war es selbstverständlich, dass auch die Kinder ab einem gewissen Alter ordentlich im Haushalt mithelfen. In meiner Familie konnten alle Männer kochen, die Waschmaschine und den Staubsauger bedienen und haben dies auch genauso oft gemacht. Und das seit der Generation meiner Großeltern schon. In Mutters UND Vaters Familie.

Ich habe auch in meinem Leben noch keine einzige Beziehung geführt, in der das in irgendeiner Form ein Thema gewesen wäre. Ich habe noch nie jemandem etwas hinterher räumen müssen, oder mich ewig streiten müssen, wer heute mal den Müll rausbringt. Wer zuerst gesehen hat, dass er voll ist, der hat ihn dann eben rausgebracht.
Wo gibts denn nun also diese vielen Männer, die es als selbstverständlich erachten, dass ich als Frau den ganzen Haushalt alleine mache? Vielleicht wollten die mich alle nicht. War denen vielleicht nicht häuslich genug, so dass die sich schon von alleine ausgesondert hatten😬. Welch ein Glück.
 
  • #7
Ich habe mich schon oft gefragt, weshalb so viele Frauen heutzutage noch den Haushalt grösstenteils alleine schmeissen, obwohl sie arbeiten.
Ist das so?
Ich möchte mit dieser Frage niemandem zu nahe treten und auch sagen, dass es jede Partnerschaft so machen soll, wie es ihnen wohl ist.
Bei meiner Frau muss manches „sofort“ sein. Das sind die Situationen, in denen sie Dinge übernimmt, für die ich zuständig wäre.
Ich persönlich arbeite fast 100%, habe keine Kinder und bin nicht dazu bereit in einer Partnerschaft den Haushalt mehrheitlich alleine zu machen.
Schön. Interessant wäre, wie Du mit Deiner Sicht erfolgreicher bist oder wirst als andere Frauen. Was sagt Dein Partner dazu? Wie regelt ihr es, dass Du zufrieden bist?
Trotzdem beobachte ich immer wieder, dass Frauen, die selbst vollberufstätig sind, grösstenteils alleine den Haushalt schmeissen.
Gibt es bestimmte Merkmale, die Du dabei feststellen kannst?
Trotzdem frage ich mich immer wieder, weshalb das heutzutage immer noch so viele Männer und Frauen für selbstverständlich halten.
Bei uns Männern würde ich Bequemlichkeit vermuten, bei mir persönlich manchmal einfach auch mehr Gelassenheit. Ich würde nie Montag komplett saugen, wenn Dienstag die Putzfrau kommt. Warum Frauen trotz gleichem Gehalt und gleicher Arbeitszeit den Haushalt alleine übernehmen, kann ich Dir nicht sagen. Wenn Du das aber beobachtest, kannst Du vielleicht zu den konkreten Vorgängen etwas sagen? Also nicht nur zu Erzählungen von Frauen?
Klar ist es nicht mehr so festgefahren wie früher, Männer beteiligen sich auch mehr am Haushalt, gibt feministische Bewegungen usw.
Das Resultat feministischer Bewegung in der Politik sehen wir ja gerade. Zum Welt verbessern sind deutsche Frauen offensichtlich weder politisch noch im Haushalt durchsetzungsfähig genug. Laute Empörung, die uns Männer im Großen wie im Kleinen einfach nicht interessiert. Dass Feminismus da irgendetwas sinnvolles beiträgt, kannst Du vergessen.

Dein Beitrag ist ein schönes Beispiel: Du prangerst einen Zustand an, der Dich persönlich offenbar nicht betrifft. Wozu? Lösungsansätze lese ich auch keine. Feministisches Rumgelaber, das anderen vorgeben soll, wie sie sich zu verhalten haben? Die Lösung ist doch denkbar einfach: wenn die Frauen, die Gleichberechtigung im Haushalt anstreben, konsequent einen passenden Mann suchen, ist das Thema durch. Oder noch konkreter: regle das in Deiner Beziehung, dann können Dir andere egal sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #8
Bei meiner Frau muss manches „sofort“ sein. Das sind die Situationen, in denen sie Dinge übernimmt, für die ich zuständig wäre.
Ui, habt ihr geheiratet? 🙂 Oder ist das nur eine andere Bezeichnung als "Freundin"?

Und ja, das kenne ich, dass ich manche Sachen zackig gemacht haben will und in einem gründlicheren Ausmaß als mein Mann (nicht verheiratet 😁), dann muss ich eben selber ran.
Andere Dinge erledigt er gründlicher als ich...
Wir haben übrigens immer wieder die Diskussion (geht von mir aus), wie wir die Aufgaben aufteilen. Seine Argumente sind stichhaltig: er arbeitet nur 5h mehr pro Woche, dafür macht er aber auch die anstrengenden und knowhow-lastigen Renovierungsarbeiten. Ich kann leider nicht einmal eine Lampe installieren, allerdings geht es dann auch schnell ans Eingemachte wie Fliesen verlegen, das muss dann schon jemand machen, der damit Erfahrung hat. Also bleibt mir dann doch mehr Kindererziehung und Haushalt :rolleyes:
Bei uns Männern würde ich Bequemlichkeit vermuten, bei mir persönlich manchmal einfach auch mehr Gelassenheit. Ich würde nie Montag komplett saugen, wenn Dienstag die Putzfrau kommt. Warum Frauen trotz gleichem Gehalt und gleicher Arbeitszeit den Haushalt alleine übernehmen, kann ich Dir nicht sagen. Wenn Du das aber beobachtest, kannst Du vielleicht zu den konkreten Vorgängen etwas sagen? Also nicht nur zu Erzählungen von Frauen?
Ist in meinem Umfeld nicht vorhanden (wie bei vielen Foristen). Aber ich merke, dass es eine Generationenfrage ist. Die Männer um 45 haben noch teilweise "Rückenfreihaltefrauen", die ü55-Männer fast durchweg. Wenn die Kinder groß sind, arbeiten die Frauen dann Teilzeit.
Bei den 35jährigen gibt es oft das Modell, dass die Frauen reduziert arbeiten bei kleinen Kindern, Haushalt wird geteilt. Elternzeit nehmen die Männer oft die obligatorischen 2 Monate. Bei den 25Jährigen denke ich, dass die tatsächlich den Wunsch auf halbe-halbe umsetzen werden.
Wir reden hier vom akademischen Umfeld mit eher gut bezahlten Jobs, wo überhaupt Wahlmöglichkeiten bestehen, wie man die Aufteilung gestaltet.
W u40
 
  • #9
Ich habe mich schon oft gefragt, weshalb so viele Frauen heutzutage noch den Haushalt grösstenteils alleine schmeissen, obwohl sie arbeiten.

Wahrscheinlich haben sie sich die falschen Männer ausgeguckt?

Ich persönlich arbeite fast 100%, habe keine Kinder und bin nicht dazu bereit in einer Partnerschaft den Haushalt mehrheitlich alleine zu machen.

Was heißt dann fast 100%? Wieso arbeitest Du nicht 100%?
Dann hast Du doch im Vergleich zu einem Partner, der 100% arbeitet mehr Zeit für den Haushalt.

Für mich persönlich sollten die Arbeiten möglichst fair aufgeteilt werden und ich bin auch nicht bereit die weniger angenehmen Arbeiten wie WC putzen etc. alleine zu übernehmen. Das ist meine persönliche Meinung….

Dann musst Du das in der Beziehung durchsetzen und den entsprechenden Partner finden. Auch wenn dieses Thema bei mir nicht explizit diskutiert wird, glaube ich keinen Mann zu kennen bei dem die Frau den Haushalt alleine schmeisst.

Trotzdem frage ich mich immer wieder, weshalb das heutzutage immer noch so viele Männer und Frauen für selbstverständlich halten.

Weil es das klassische Rollenmodell (besonders in den alten BL) ist. In den 50/60er Jahren war es allgemein üblich, dass der Mann arbeitet, die Frau zu Hause hockt und den Mann bekocht. Dieses Modell wird dann größtenteils weitergegeben.

Da Frauen in den letzten 30 Jahren deutlich mehr an Unabhängigkeit gewonnen und Männer entdeckt haben, dass sie auch als Koch erfolgreich sein können, verschiebt sich langsam das Bild.

Für mich ist es normal, wenn die Frau die Wäsche macht und das Essen, ich kümmere mich um die Finanzen :cool:

Mit C. gab es die klassische Teilung. Sie sorgt für Sauberkeit (ist da seeeeeeeehr pingelig), ich für Ordnung (bin ein Ordnungsfanatiker!!)

Sie putzt den Spiegelschrank von außen, ich räume ihn innen auf. Hat immer gut gepasst. Hätten wir die Rollen getauscht, hätte man sein Spiegelbild nicht mehr erkannt und die Beautycreme nicht gefunden. :)
 
  • #10
Noch ergänzend: ich kann in meinem Umfeld bestätigen, was hier mehrere Foristinnen auch schreiben. In der "älteren" Generation kenne ich keine Frau, die das nicht möchte und es sich lange anschaut, bevor sie die Beziehung beendet. Und an neuen Beziehungen sind Frauen nicht interessiert, wenn sich nicht beide beteiligen. In unserem Alter stehen die meisten Frauen dann auch so solide auf eigenen Beinen, dass sie das völlig entspannt so machen können.
 
  • #11
Und ja, das kenne ich, dass ich manche Sachen zackig gemacht haben will und in einem gründlicheren Ausmaß als mein Mann (nicht verheiratet 😁), dann muss ich eben selber ran.
Andere Dinge erledigt er gründlicher als ich...
Ja, aber ein Wettstreit macht in Beziehungen wenig Sinn.
Wir haben übrigens immer wieder die Diskussion (geht von mir aus), wie wir die Aufgaben aufteilen.
Letztlich muss die Aufteilung doch so sein, dass beide zufrieden sind.
Ist in meinem Umfeld nicht vorhanden (wie bei vielen Foristen). Aber ich merke, dass es eine Generationenfrage ist. Die Männer um 45 haben noch teilweise "Rückenfreihaltefrauen", die ü55-Männer fast durchweg. Wenn die Kinder groß sind, arbeiten die Frauen dann Teilzeit.
Bei den 35jährigen gibt es oft das Modell, dass die Frauen reduziert arbeiten bei kleinen Kindern, Haushalt wird geteilt. Elternzeit nehmen die Männer oft die obligatorischen 2 Monate. Bei den 25Jährigen denke ich, dass die tatsächlich den Wunsch auf halbe-halbe umsetzen werden.
Zum Glück erkennen junge Frauen die Problematik immer mehr und immer weniger setzen auf "Versorgung".
Wir reden hier vom akademischen Umfeld mit eher gut bezahlten Jobs, wo überhaupt Wahlmöglichkeiten bestehen, wie man die Aufteilung gestaltet.
Wer nicht für "Augenhöhe" sorgt, kann da logischerweise auch keine Ansprüche stellen, sondern begibt sich in selbst gewählte Abhängigkeit.
 
  • #13
Mir persönlich ist "Gesellschaft" schnurz - ich habe den Standpunkt
Ich bin dafür verantwortlich, mein Leben so zu führen, wie ich es mag. Und wenn ich etwas nicht selbst machen möchte, dann bezahle ich jemanden dafür, dies nach meinen Anweisungen zu machen.
Ich habe meine Haushälterin - meine Freundin muss meinen Haushalt nicht führen. Alles organisiert - alles bezahlt.
Ich habe noch nie in meinem Leben ein Hemd gebügelt - und nein, ich fange in meinem biblischen Alter ganz bestimmt auch nicht mehr damit an. Und V darf ihre Blusen etc gerne in den Korb für die Wäscherei legen .....
Was sie in meinem Haushalt machen muss ? Ab und zu einkaufen, den Weg zur Wäscherei / Reinigung o.ä. - wir leben ja meist bei mir. Und das, was sie stört - so werden regelmässig Jacken, die mir gehören von ihr vom Sofa an die Garderobe befördert. Oder die gelesene Zeitung weg geräumt. Mir ist das nämlich egal - Sauberkeit ja, Ordnung eher rudimentär. V bringt auch immer die Kissen "in Ordnung", wenn ich mich mal auf dem Sofa lang gemacht habe - dafür leere ich die Aschenbecher. Ich koche - V ist für die Tischdekoration zuständig. So macht eben jeder das, was ihm wichtig ist.
Für ihren Schreibtisch ist sie alleine zuständig. Ich für mein Büro.

Insofern - ich bin im Haushalt eher klassisch - ich mache es nicht, ich lasse machen.
 
  • #14
Hallo zusammen

Ich habe mich schon oft gefragt, weshalb so viele Frauen heutzutage noch den Haushalt grösstenteils alleine schmeissen, obwohl sie arbeiten.

Ich möchte mit dieser Frage niemandem zu nahe treten und auch sagen, dass es jede Partnerschaft so machen soll, wie es ihnen wohl ist.

Ich persönlich arbeite fast 100%, habe keine Kinder und bin nicht dazu bereit in einer Partnerschaft den Haushalt mehrheitlich alleine zu machen. Für mich persönlich sollten die Arbeiten möglichst fair aufgeteilt werden und ich bin auch nicht bereit die weniger angenehmen Arbeiten wie WC putzen etc. alleine zu übernehmen. Das ist meine persönliche Meinung….

Trotzdem beobachte ich immer wieder, dass Frauen, die selbst vollberufstätig sind, grösstenteils alleine den Haushalt schmeissen. Damit meine ich Frauen im Alter zwischen 20 und 35 Jahren. Bei der älteren Generation ist das ja sowieso noch häufiger der Fall.

Ich bin mir bewusst, dass es mit Rollenbildern, Erziehung, gesellschatlichen „Normen“ über Jahrhunderte und teils auch dem „Verwöhnen der Männer bzw. Dienen“ zu tun hat.

Trotzdem frage ich mich immer wieder, weshalb das heutzutage immer noch so viele Männer und Frauen für selbstverständlich halten. Klar ist es nicht mehr so festgefahren wie früher, Männer beteiligen sich auch mehr am Haushalt, gibt feministische Bewegungen usw. Nichtsdestotrotz scheint es für viele immer noch relativ normal zu sein….warum?
Ich bin so auch nicht aufgewachsen und kenne es zumindest von meinen Eltern nicht. Ich hatte bisher einmal einen Partner, der meinte, er könne sich zurücklehnen und es reiche, wenn er arbeitet - ging nicht gut. Ansonsten ist es mehr oder weniger fair aufgeteilt, jeder macht das, was er sieht, es gibt keine Absprachen - mal macht der eine mehr, mal der andere - je nach Tagesform. Nervt mich was, erledige ich das und beauftrage damit nicht meinen Partner und umgekehrt. Das funktioniert aber nur, wenn die Basis stimmt und sich alle beide beteiligen.

Und nein, aus meiner Sicht liegt sowas auch nicht am Alter.
 
  • #15
Noch ergänzend: ich kann in meinem Umfeld bestätigen, was hier mehrere Foristinnen auch schreiben. In der "älteren" Generation kenne ich keine Frau, die das nicht möchte und es sich lange anschaut, bevor sie die Beziehung beendet. Und an neuen Beziehungen sind Frauen nicht interessiert, wenn sich nicht beide beteiligen. In unserem Alter stehen die meisten Frauen dann auch so solide auf eigenen Beinen, dass sie das völlig entspannt so machen können.
Ich bin, war und werde nicht an einer Beziehung interessiert sein, in der Mann eine Mutti braucht und denkt, ich koche ihm das Essen. Das kann er ganz fein selber tun. Putzen und Bügeln kann man outsourcen, Rest wird aufgeteilt, da wiege ich mit der Briefwaage ab. Merkwürdiger Weise hatte ich nie Männer, die traditionell nach 50er Jahre gelebt haben, vll deshalb weil mir sowas sowieso nicht ins Haus gekommen wäre und jemand, der das gerne gehabt hätte, mich auch nicht hätte haben wollen. Da bin ich nämlich knallhart und mache keine Gefangenen. Wer sich nicht wehrt, landet am Herd. Und nicht im Vorstand.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #16
Bei mir ist das nicht so; mein Mann putzt tendenziell mehr, vor allem die Küche; die benutzt er auch mehr, ich darf da nix rumstehen lassen, das stört ihn :D Dafür übernehm ich Wäsche, Bett beziehen usw. Wir haben uns das gut aufgeteilt. Im Umfeld unterschiedlich, aber meist liegt es nicht daran, dass einer denkt der andere muss es machen, sondern an unterschiedlichen Vorstellungen. Eine Freundin ist wirklich extrem unordentlich, ihren Mann, der eben viel mehr wegräumt etc, lässt das verzweifeln. Bei meinen Eltern macht auch jeder seins, die haben auch zwei Wohnsitze und pendeln mal hin und her, etwas kompliziert; meine Mutter ist aber mit dem Sauberkeitsgrad meines Vaters halt nicht zufrieden und putzt daher mehr. Da liegt es aber nicht an Frauen-/Männerrollen.
Ich denke aber, dass es noch viele Paare gibt, bei denen die Frau den Haushalt mehr macht, nur kenn ich halt wenige.
w, 38
 
  • #17
Hallo zusammen

Vielen Dank für eure Beiträge. Eure Beschreibungen machen mir Mut, dass diese Welt in unseren Ländern doch noch etwas fairer ist (wie ich es eigentlich auch gedacht hätte, leider halt immer wieder nur anderst beobachte/feststelle).
Vielleicht meldet sich hier auch einfach keine Frau, die den Haushalt alleine schmeisst und gleichzeitig noch so viel berufstätig ist….

Zu meiner Beziehung kann ich sagen, dass ich momentan keine habe. Mein „armer“ Exfreund musste mir auch im Haushalt helfen. Das wurde schon in unserer Kennenlernphase mehrmals thematisiert und damals hiess es noch: Das sei kein Problem.
Anscheinend war es doch ein Problem und er hat es unterdrückt/wollte es nicht wahrhaben.
Er wollte lieber von seiner Frau bekocht werden etc.

Naja fühle mich verarscht von ihm und wer sich erinnert an einen anderen Beitrag von mir, war es ja mehr als die richtige Konsequenz, dass wir nicht mehr zusammen sind😅

By the way: Lebe in der Schweiz, weiss nicht ob man da noch traditioneller ist…In Bezug auf das Frauenstimmrecht war man das ja😖
 
  • #18
Ah und noch etwas: Ich beobachte das in allen „Jobbereichen“.

Aber ja hab selber auch einen akademischen, gut verdienenden Beruf, mein Exfreund zwar auch. Deshalb möchte ich auch die Hausarbeit nicht alleine machen😅
 
  • #19
Vermutlich ist das so, weil sie es selbst so vorgelebt bekamen und übernommen haben.

Ich persönlich mache das nicht so bzw. arbeitete entweder nicht aushäusig plus Haushalt oder wenn, dann gab es halt eine Putzfrau, die wir bezahlten.

Ich möchte nur meinen eigenen Haushalt putzen und zwar dann, wenn ich Lust dazu habe. Deswegen möchte ich auch nicht mit einem Mann zusammen in einem Haushalt leben, da es mich vermutlich stören würde. Außer, er würde sich selbst um seinen Kram kümmern und ich muss nicht Mutti spielen und seine Sachen waschen und putzen. Ich möchte ja auch nicht, dass er meine Sachen wäscht oder putzt. Ich tue das für mein Kind, freiwillig, aber auch nur solange noch, bis sie es selbst tun möchte.
 
  • #20
Mädchen lernen von ihren Müttern, wie die Mutter das macht,
Komisch, grad im meiner Generation kenne ich sehr viele Frauen, die bewusst genau das Gegenteil gemacht haben was Mutter vorgelebt hat, weil das nichts Schönes war und die darum auf Kinder verzichtet haben.

Bei ihrer letzten Beziehung (der sie immer noch nachweint, sehe Parallelthread) mit einem Losermann war das so und es grämt sie zutiefst, dass sie es nur aushalten kann, wenn sie meint, dass alle Frauen so leben.

Warum das nun in diesem Thread in einer sich über Frauen, die exakt so leben erhöhenden Tonalität sein muss weiß sie allein. Da läuft wohl noch die Verarbeitung und das scheinbar nicht besonders gut.

Ich denke aber, dass es noch viele Paare gibt, bei denen die Frau den Haushalt mehr macht, nur kenn ich halt wenige.
Vielleicht irrst Du auch. Ich kenne das "Frau macht mehr" wenn Frau TZ arbeitet, dann ist es berechtigt oder halt bei weiblichem Perfektionismusanspruch, dann ist es selbstgewähltes Leid.

Wir arbeiten beide nicht mehr. Ich könnte nicht sagen ob einer/wer mehr tut, weil der Laden so läuft, dass es irrelevant ist. Ich denke auch, das wandelt sich, je nach Aktivitäten.
Darum guckt man nicht hin und macht kein Fass auf.
Wenn es mal nicht mehr so Hand in Hand geht weil wir zu klapprig werden, dann wird nicht gestritten, sondern externe Hilfe angeheuert.

Ich habe es schon befürchtet @Anastasia23 @Meltan @.... whatever - war einmal mehr zu offensichtlich.
 
  • #21
Ah und noch etwas: Ich beobachte das in allen „Jobbereichen“.

Aber ja hab selber auch einen akademischen, gut verdienenden Beruf, mein Exfreund zwar auch. Deshalb möchte ich auch die Hausarbeit nicht alleine machen😅
Das sollte aber nicht von Beruf und Verdienst abhängen, ich hab studiert, mein Partner ist Handwerker und verdient weniger. Deshalb muss er jetzt nicht alles oder mehr machen. Ich arbeite sogar etwas weniger, gehe deshalb öfter einkaufen und sowas, ansonsten wird geteilt und erledigt, was zu erledigen ist. Alles andere fände ich doof.
 
  • #22
Ich mache bei uns im Haushalt mehr, weil mich Dreck und Unordnung eher stören. Mein Partner ist da eher faul und ein klassischer Aufschieber. Es nervt mich zwar gewaltig, dass ich zu 90% Küche und Badzimmer putzen, staubsaugen und den Müll rausbringen muss, aber ich kann dieses Spiel nicht gewinnen. Natürlich kann ich fragen, betteln und nörgeln, er macht es dann aber trotzdem niemals sofort. Und bevor ich erst zickig sein muss und dann doch drei Tage mit dem herumstehenden Geschirr und dem überquellenden Mülleimer leben muss, mache ich es lieber selbst. Kostet mich schlussendlich weniger Zeit, Energie, Lebensqualität und Nerven.
 
  • #24
Vielleicht irrst Du auch. Ich kenne das "Frau macht mehr" wenn Frau TZ arbeitet, dann ist es berechtigt oder halt bei weiblichem Perfektionismusanspruch, dann ist es selbstgewähltes Leid.
Ich dachte eher in die Richtung, dass manche noch Hausfrau bleiben wollen und der Mann arbeitet, und sie dann die Hausarbeit machen. Gibt es hier bei den Ingenieuren wohl noch, weiß ich aber nur über andere. Das ist dann natürlich eine feste Vereinbarung, über die man sich später nicht beschweren kann als Frau. Stimmt, ein Fall fällt mir ein: Alle verheirateten Japanerinnen, die ich hier kenne, arbeiten nicht, sondern nur der Mann, und die machen dann auch Haushalt, Kochen usw. Das ist in Japan auch noch üblicher als hier, halt altes Rollenmodell. Find ich persönlich seltsam, vor allem, wenn sie keine Kinder haben, aber das kann natürlich jedes Paar für sich entscheiden.
 
  • #25
Um überhaupt mal eine Antithese zu bringen:
Sind traditionelle Geschlechterrollen nur schlecht? Dem Mann sagt manche Aktivität mehr zu, er ist auf Anderes stolz als die Frau.
Vielleicht findet auch die Frau ihren Partner in anderen Rollen attraktiver als ausgerechnet als „Hausmann“?

Ich selbst mag Hausarbeit ganz gerne - hat für mich etwas Meditatives. Manches kann ich nicht gut (Bügeln, Kochen).
 
  • #26
@warmheart - wie definierst du denn "Haushalt schmeißen"? Zählt dazu auch Finanzen, Versicherungen, Haus-IT, Automanagement, Reparaturen, Holz hacken, Kinder-Nachhilfe, Gartenarbeiten usw.? Je nach Art des Haushalts gibt es unzählige Arbeiten, die erledigt werden müssen. In meinem Umfeld sieht es nach einer gerechten Aufteilung dieser Aufgaben aus. Letztendlich müssen beide zufrieden sein. Die meisten Frauen haben nach der Schwangerschaft die Arbeitszeit reduziert und kümmern sich entsprechend mehr um Kinder und den klassischen Haushalt. Die Männer eher um typische Männerarbeiten. Bei jüngeren Kollegen sehe ich verstärkt Männer, die im Vergleich zu ihren Frauen kürzer treten und auch Männer, die nicht mehr arbeiten und sich um Kinder und Haushalt kümmern.

Aber dass nur Frauen den Haushalt machen, habe ich weder in meiner Elterngeneration noch in meiner irgendwo bewusst gesehen.
 
  • #27
Vielleicht meldet sich hier auch einfach keine Frau, die den Haushalt alleine schmeisst und gleichzeitig noch so viel berufstätig ist….
Hm, also Du meinst so eine stets gutaussehende Frau in den End 30ern, die ihre Teenager-Blagen im Griff hat, Wischi-Waschi-Kochen macht, 3mal die Woche im Bett zufrieden keucht und natürlich im Beruf eine Stufe nach der anderen hochklettert?

Oder meinst Du die AE, die mit Ach und Krach einen abgehalfterten Möchtegern-Pascha erwischt hat, in TZ Regale im Discounter einräumt, keinen Unterhalt für die Kinder vom Erzeugerversager bekommt? Ja, da legen so einige Wert auf das traditionelle Rollenbild, nur die Versorgerrolle fällt dabei oft hinten rüber.

Ich selbst mag Hausarbeit ganz gerne - hat für mich etwas Meditatives. Manches kann ich nicht gut (Bügeln, Kochen).
Was ist denn Hausarbeit? Etwas, dass ich als Mensch durch meine Existenz verursache. Es ist so existenziell notwendig wie Essen auf den Tisch bringen und Wäsche waschen, Klo entleeren und saubermachen.

Ich wehre mich aber eh unter Rollenbilder, die manche meinen so jahrhunderte lang existiert zu haben. Einfach mal Interesse für die neuen Erkenntnisse der Steinzeit haben.
 
  • #28
Ich bin mir bewusst, dass es mit Rollenbildern, Erziehung, gesellschatlichen „Normen“ über Jahrhunderte und teils auch dem „Verwöhnen der Männer bzw. Dienen“ zu tun hat.
Bestimmt ist das so. Das Umfeld prägt schon sehr, kommt mir vor. Ich bin am Land aufgewachsen, wo traditionelle Werte heute immer noch alles sind und daher kenne ich es auch nur so, dass die Frau zwar nicht alles aber deutlich mehr im Haushalt erledigt als der Mann. Ehrlich gesagt stört mich das gar nicht. Ich erinnere mich an einen Exfreund der ein richtiger Chaot war und zugleich extrem süß und so kommunikativ... Es war für mich Entspannung pur, wenn ich seine Küche putzen konnte und er mir daneben ein selbst komponiertes Lied auf der Gitarre vorspielte. Oder wir einfach nur quatschten. Und meist ist er dann auch von selbst auf die Idee gekommen, mitzuhelfen und mich nicht alles alleine machen zu lassen (wir hatten immer Lust zu kochen aber keinen Geschirrspüler). Da war es mir dann auch egal, wer mehr oder weniger geputzt hat. Wir haben uns gut unterhalten beim Küche aufräumen.
Oder einmal hab ich festgestellt, dass sein Bücherregal und alle Bücher darin extrem verstaubt waren, das war gerade zur Fußball WM. Wir hatten so eine gemütliche Wohnung, sie war südseitig gelegen und wir hatten dadurch permanent Sonne im Wohnzimmer und am Balkon. Ich liebte diese sonnige Wohnung. Es war echt entspannend, im Bikini das Regal abzustauben, während im Hintergrund Italien gegen Frankreich spielte. Mein Freund hatte auch für genügend kalte Biere gesorgt für uns beide für die Fußball WM, es war wirklich ein cooles Wochenende und das Regal sah danach wieder sehr schön aus :)
Was ich nicht mag sind Männer, die diese traditionellen Werte des Mannes als Erhalter und der Frau als Behüterin des Hauses und der Familie nach außen tragen. Das sind aber erfahrungsgemäß eher Männer der älteren Generation. Ich würde von keinem Mann verlangen, dass er mich finanziell unterstützen oder aushalten muss. Allerdings bemerke ich schon sehr auch meine Tendenz, in Beziehungen mich deutlich mehr für die Hausarbeit einzusetzen als der Mann. Sei es durch meine provinzielle Herkunft begründet oder einfach durch einen Reinlichkeitstick, ist mir eigentlich egal. Einmal hab ich mich eine Zeitlang mit einem Mann getroffen, der SEHR reinlich war, wirklich sehr. Seine Wohnung war immer lupenrein und er machte mir das Angebot, dass wenn ich einwilligen würde seine Freundin zu sein, er mir immer nachräumen und nachputzen würde und ich mich um nichts im Haushalt mehr zu kümmern bräuchte. Es war ein wirklich verlockendes Angebot. Doch hab ich es gerne abgelehnt denn das schreckte mich ab. Ich möchte bitte die Frau in der Beziehung sein.
 
  • #29
Selbst bei meinen Großeltern war es üblich, dass beide gearbeitet haben. Sie waren Jahrgang 1920 bzw 1917. Meine beide Großmütter waren zwar zu Hause bei den Kindern. Als meine Mutter bzw mein Vater dann ausgezogen sind sind beide auch arbeiten gegangen.

Meine Großväter haben sich selbstverständlich im Haushalt beteiligt.
 
  • #30
Bestimmt ist das so. Das Umfeld prägt schon sehr, kommt mir vor. Ich bin am Land aufgewachsen, wo traditionelle Werte heute immer noch alles sind und daher kenne ich es auch nur so, dass die Frau zwar nicht alles aber deutlich mehr im Haushalt erledigt als der Mann. Ehrlich gesagt stört mich das gar nicht. Ich erinnere mich an einen Exfreund der ein richtiger Chaot war und zugleich extrem süß und so kommunikativ... Es war für mich Entspannung pur, wenn ich seine Küche putzen konnte und er mir daneben ein selbst komponiertes Lied auf der Gitarre vorspielte. Oder wir einfach nur quatschten. Und meist ist er dann auch von selbst auf die Idee gekommen, mitzuhelfen und mich nicht alles alleine machen zu lassen (wir hatten immer Lust zu kochen aber keinen Geschirrspüler). Da war es mir dann auch egal, wer mehr oder weniger geputzt hat. Wir haben uns gut unterhalten beim Küche aufräumen.
Oder einmal hab ich festgestellt, dass sein Bücherregal und alle Bücher darin extrem verstaubt waren, das war gerade zur Fußball WM. Wir hatten so eine gemütliche Wohnung, sie war südseitig gelegen und wir hatten dadurch permanent Sonne im Wohnzimmer und am Balkon. Ich liebte diese sonnige Wohnung. Es war echt entspannend, im Bikini das Regal abzustauben, während im Hintergrund Italien gegen Frankreich spielte. Mein Freund hatte auch für genügend kalte Biere gesorgt für uns beide für die Fußball WM, es war wirklich ein cooles Wochenende und das Regal sah danach wieder sehr schön aus :)
Was ich nicht mag sind Männer, die diese traditionellen Werte des Mannes als Erhalter und der Frau als Behüterin des Hauses und der Familie nach außen tragen. Das sind aber erfahrungsgemäß eher Männer der älteren Generation. Ich würde von keinem Mann verlangen, dass er mich finanziell unterstützen oder aushalten muss. Allerdings bemerke ich schon sehr auch meine Tendenz, in Beziehungen mich deutlich mehr für die Hausarbeit einzusetzen als der Mann. Sei es durch meine provinzielle Herkunft begründet oder einfach durch einen Reinlichkeitstick, ist mir eigentlich egal. Einmal hab ich mich eine Zeitlang mit einem Mann getroffen, der SEHR reinlich war, wirklich sehr. Seine Wohnung war immer lupenrein und er machte mir das Angebot, dass wenn ich einwilligen würde seine Freundin zu sein, er mir immer nachräumen und nachputzen würde und ich mich um nichts im Haushalt mehr zu kümmern bräuchte. Es war ein wirklich verlockendes Angebot. Doch hab ich es gerne abgelehnt denn das schreckte mich ab. Ich möchte bitte die Frau in der Beziehung sein.
Du denkst also, eine Frau zu sein heißt abstauben. Und Hausarbeit. Das ist ja ein freies Land, aber das ist wohl nur deine eigene, aber keine allgemeingültige Aussage.
 
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