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  • #1

Tochter (Kinder) als Partnerersatz?

Ich habe zum wiederholten Male einen Mann kennengelernt, der eine sehr enge Beziehung zu seiner Tochter (10 Jahre und >) hat. Die Tochter lebt überwiegend bei ihm im Haus. Im Leben dieser Männer gab/gibt es zwei wesentliche Dinge: die Arbeit und die Tochter. Zu einer richtigen Beziehung mit mir ist es nicht gekommen und ich befürchte, dass es auch mit der neuen Bekanntschaft nichts wird. Ich hatte/habe den Eindruck, eine Affäre wäre drinnen, aber richtig ins Leben würde ich nicht aufgenommen werden.

Was ich damit NICHT ansprechen will ist eine Inzest-Beziehung. Nein, diesen Eindruck hatte/habe ich nicht. Aber irgendwie schien/scheint ein Wir-Gefühl mit der Tochter zu exitieren und danach kommt lange nichts (und soll auch nicht mehr kommen?). Denn bis auf Sex (für die man(n) dann eine Affäre sucht) gibt es im Alltag wohl eine Beziehung. Ich höre zufrieden und reserviert klingende Sätze wie "wir haben gerade zusammen gekocht und sehen nun einen Film" oder "am WE machen wir Dies und Jenes".

Was habt ihr für Erfahrungen diesbezüglich gemacht? Die Frage richtet sich sowohl an "betoffene" Männer als auch an Frauen.

Kann es sein, dass es häufiger so ist bei Männern mit älteren Töchtern? Oder ist es allgemein so, dass mehr oder weniger Alleinerziehende eine sehr enge Beziehung zu ihren Kindern haben (egal welches Geschlecht) und dass deswegen eine neue Partnerschaft kaum oder sehr viel schwerer eine Chance hat??

Bin gespannt auf eure Antworten!
w,40 (kein Kind)
 
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  • #2
Ja klar. Alleinerziehende sind mit ihren Kindern verheiratet, das ist auch meine Meinung. Sollen sie damit glücklich werden, für mich ist das nichts.
 
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  • #3
Ja, ich habe auch das Gefühl, dass manche Männer ihre Kinder als Partnerersatz ansehen und ihnen den Stellenwert einräumen, den eigentlich die Frau in ihrem Leben haben sollte.
Es ist toll, wenn ein Mann stolz ist auf seine Kinder und sich kümmert, aber er hat auch ein Recht auf ein Privatleben.
Mich als Singlefrau macht es auch skeptisch, wenn da ein deutliches Zuviel an Nähe vorherrscht. Solche Männer kommen für mich nicht in Frage.
 
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  • #4
Eigentlich hatte ich ein paar Beiträge von "Übereltern" erwartet, dass das Kind immer das Wichtigste ist. Für mich ist mein Sohn sehr wichtig, meine Frau ist mir aber auf gar keinen Fall weniger wichtig. Sie ist der Mensch, mit dem ich alt werden will und alles bespreche. Meinen Sohn lasse ich aus "Erwachsenengesprächen" - obwohl er zumindest fast erwachsen ist - raus. Meine Frau hat auch ein Kind mit in die Beziehung gebracht und mir nie das Gefühl gegeben, weniger wichtig zu sein. Wenn ein Mann einer Frau dieses Gefühl nicht vermitteln kann, kann er mir leid tun. Er wird es bei Frauen, die ihren Wert haben (und kennen) schwer haben und vermutlich gerade im Alter allein sein - oder das Kind klammern - was ich noch schlimmer finde.
 
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  • #5
Ja-das ist sehr oft so. Besonders übel ist es dann, wenn die (vor)pubertierende oder fast erwachsene, aber unbemannte Tochter die (möglicherweise) neue Frau im Leben des Vaters anzickt und der Vater mitzieht. Ich kannte schon mehrere Herren, die z.B. erklärten, ich könne am Wochenende-so wie fast jedes Wochenende-mal mit auf die Reise zu einem Reitturnier der Tochter gehen, müsse mich dann eben selbst beschäftigen (abends im Hotelbett zur Verfügung stehen ist nämlich die einzige Aufgabe, die die Tochter nicht erfüllt), oder mich eben so verhalten, dass die Tochter nichts an mir auszusetzen hat. Oder das erste, gelungene Date wurde mit der Tochter analysiert und diese rät ab-was dann mit dieser Begründung zum Kontaktabbruch führt.
Ich habe keine Lust, der Lückenbüßer für eine bis auf sexuelle Befriedigung dichte Symbiose zu sein oder parallel zur Tochter so etwas wie eine Nebenfrau zu sein. Kinder sind das Wertvollste im Leben, das verstehe ich..nur ich stelle mich nicht unter die Herrschaft eines fremden Kindes.
(W/46)
 
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  • #6
Auch ich kann das in Bezug auf Männer, die meine Partner waren und Frauen, die Freundinnen/Kolleginnen/Verwandte sind, bestätigen. Für mich persönlich habe ich die Konsequenz gezogen, dass ich mit solchen Männern keine Beziehungen mehr eingehe und zu den entsprechenden Frauen auch eher ein wenig Distanz halte, denn wirklich verlassen kann ich mich auf sie nicht.

Ob das so sein muss, dass Kinder aus biologischen/hormonellen Gründen der Partnerersatz sind oder es einfach nur dem Zeitgeist entspricht, weiß ich nicht. Ebenso wie Tiere sind Kinder meiner Meinung nach selbstverständlich leichter zu lieben, als ein ebenbürtiger Partner oder eine ebenbürtige Partnerin.

w/50
 
  • #7
Ich erlebe das tlw. bei alleinerz. Müttern und ihren Kindern. Sie gehen mit ihren Kindern um, als ob das ihr "Kumpel/Freundin" wäre. Also keine gesunde Mutter-Kind Distanz bzw. Rangordnung.

Was dann für die Kindererziehung übel werden kann. Weil sie nicht dem Kind altersgerecht ist.
Da wird das Kind wie ein Erwachsener behandelt. Was auch das Kind gut findet, aber in seiner Entwicklung durcheinander bringt.
Und obwohl die Mutter das prima findet, wie gut sie sich mit ihren Kinder versteht. Aber dann ihre Kinder z.B. zum Muttersöhnchen in "Hotel Mama" wird ?

So kann das Kind dann (unbewußt) zum Partnerersatz mutieren.
Sinngemäs: Wozu noch einen Partner, wenn ich bereits einen guten Kumpel zuhause habe ?
Zum miteinander quatschen, blödeln, zusammen fernsehen, ausgehen usw.
Dafür kein Sex, aber das ist den meisten solchen Frauen unwichtig geworden.

So erlebt bei mehreren Müttern mit Söhnen. Aber auch bei einer Mutter, mit ihrer 16.j. Tochter.
 
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  • #8
Hallo FS,
ich kann dich verstehen, aber von Partnerersatz darf man nur dann sprechen, wenn die Mutter/Vater eigene Probleme mit dem Kind bespricht, wenn die Mutter/Vater sich regelmäßig von dem Kind trösten lassen, wenn die Kinder in eine Zwangslage geraten für die Mutter/Vater Entscheidungen zu treffen. Das andere innige Verhalten ist eher ein Ausdruck der engen Bindung.

Ich persönlich habe ich auch gemerkt, dass insbesondere die Väter kaum einen Raum für die neue Partnerschaft bieten können. Irgendwie erlebe ich sie immer als Extreme. Entweder ist die Bindung zwischen ihm und den Kindern kaum vorhanden, oder die Bindung ist so eng, dass kein Platz für die neue Partnerschaft gegeben ist.

Da gibt es nur einen Ausweg, wenn du so eine Partnerschaft beginnen möchtest. Man soll sich auf den Partner und das Kind einlassen. Die Beziehung soll nicht nur mit dem Partner, sondern auch mit dem Kind aufgebaut werden. Das Leben wird dann zu dritt geführt, weil so eine Mutter oder so ein Vater nur als Doppelpack zu haben sind. Ob du so eine Beziehung führen möchtest ist deine persönliche Entscheidung.
 
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  • #9
So kann das Kind dann (unbewußt) zum Partnerersatz mutieren.
Sinngemäs: Wozu noch einen Partner, wenn ich bereits einen guten Kumpel zuhause habe ?
Zum miteinander quatschen, blödeln, zusammen fernsehen, ausgehen usw.
Dafür kein Sex, aber das ist den meisten solchen Frauen unwichtig geworden.
Ja, genau das meine ich! Aber für Männer ist Sex selten total unwichtig, sie suchen dann eine Affäre!

@7: ja, ich wäre gerne bereit gewesen zu einer Art Partch-Work-Family. Ich mochte die Tochter und es hätte mich nicht gestört, auch öfter zusammen etwas zu unternehmen! Sicher hätten wir auch Zeiten für reine Zweisamkeit gebraucht. Und ich hätte nicht wirklich die neue Mutter für die Tochter sein wollen (zumal es die ja gibt und weder Tochter noch reale Mutter dies wollen würden, was ich auch verstehe).
 
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  • #10
Ich habe die Erfahrungen gemacht, dass die meisten Väter wegen schlechtem Gewissen
kinderfixierte Überpapas sind. Auch wenn die Kinder erwachsen sind.

Die Frauen bekommt Mann nur im Doppel und Dreifachpack. Nö, danke.
Und dann sind Ehen oder Beziehungen nicht richtig beendet, keine Fronten geklärt , so dass die neuen Partner durch diese Streitigkeiten abgelenkt sind.

Ich habe selbst auch Kinder, die selbst Kinder haben. Aber die Beziehungen sind gesund und niemals habe ich die Kinder vorgeschoben wegen irgedwelchen Dingen.

W/60
 
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  • #11
Ja, das kenne ich sehr gut! Mein Freund stellt Job und Tochter immer vorn an. Jedes zweite we ist Tochter we und unter der Woche ist Job angesagt. Aber Wehe sie hat keine zeit dann soll ich herhalten. Ich mach das nicht mehr mit. Soll er doch im alter alleine bleiben
 
  • #12
Ich will das Dilemma (falls es eines ist) mal von der anderen Seite beleuchten: Nach einer Trennung verbleibt das Kind oder die Kinder bei einem Elternteil. Der andere Elternteil ist in einem zeitlich deutlich geringerem Umfang für das Kind greifbar. Aus diesem Grund entwickeln auch die Kinder eine viel innigere Bindung an den ihnen erhalten gebliebenen Elternteil (egal ob Mann oder Frau), der dann sämtliche emotionale Belange des Kindes - welches früher zwei Personen gemacht haben - alleine abdecken muß.

Dazu kommen vielleicht noch diverse mehr oder weniger diffuse Schuldgefühle des Elternteils - die Hoffnung, daß das Kind unter der Trennung möglichst nicht oder wenig leiden soll und wird daher mit verstärkter Zuwendung bedacht. Und das völlig unabhängig davon, welche Ursache die Trennung der Eltern hatte.
Kommt nun ein neuer Partner ins Spiel, haben möglicherweise die Kinder Verlustängste. Sie wollen - verständlicherweise - nach dem ersten nicht auch noch den zweiten Elternteil verlieren.

Eine neue Paarkonstellation funktioniert vermutlich nur, wenn der neue Partner sich neben dem Erwachsenen auch auf das Kind einstellt, es seine Befürchtungen versteht und ausräumt. Die Partnerschaft wird nicht gelingen, wenn man das Kind nicht mag und nicht mit ihm klarkommt.
 
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  • #13
Ich war kurzzeitig mit einem Mann Mitte 40 liiert, der sehr viel aus seinem Privatleben mit seiner erwachsenen Tochter Mitte 20 besprochen hatte, unter anderem auch seine Beziehung mit mir. Dies erzählte er mir dann auch noch freudestrahlend und konnte meinen Unmut darüber nicht nachvollziehen.
Ich war stinksauer. Natürlich kann er mit seiner Tochter alles mögliche besprechen, aber bitteschön nichts, was die Beziehung zwischen ihm und mir angeht.

Die Liaison ging in die Brüche.
 
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  • #14
Das ist kein Männerproblem! Das ist allgemein ein Problem bei Partnern, die keine intakte Ehe mehr führen. Das Kind hält irgendwann als "Partner" her. Nicht sexuell, aber mental. Jeder Mensch hat einen egoistischen Selbsterhaltungstrieb und nimmt sich ab bestimmten Alter das, was ihm selber gut tut. Der Vater eben die Tochter oder die Mutti den Sohn. Die Kinder können sich dagegen kaum wehren, wenn sie in ihrer frühen Entwicklungsphase nicht rebellisch genug sind und Reißaus nehmen.

Die Mutter (oder in deinem Fall der Vater) richtet sich das Kind so ab, dass Mutti als beste Freundin/Partner/Kumpel/Unterhaltung dient. Wenn das Kind in nach der Pubertät nicht schafft, abzulösen, bleibt es meist ewig zuhause und endet als unselbstständiges Muttersöhnchen/-töchterchen.

Eine Partnerschaft für Vater/Mutter wie auch für Tochter/Sohn wird dann praktisch unmöglich - solange, bis das Elternteil gestorben ist.

Mein Rat an dich: stelle ihm sofort das Ultimatium, dass du dir eine richtige Beziehung wünscht, und was du von dem Umgang mit seiner Tochter hält und dass das defintiv zuviel ist und nicht normal.

Vermutlich wirst du hinnehmen müssen, dass ihm das gar nicht gefällt und er seine Tochter dir vorschiebt, aber so eine Beziehung hättest sowieso keinerlei Sinn! Außer du willst immer die 2. Geige spielen? Töchterchen liegt dann im Bett in der Mitte zwischen euch, weil sie mit Papa kuscheln will? Ist mit 10 Jahren durchaus normal.

Für mich ist ein Mann mit kleinem Kind ohnhin ein No-Go. Etwas, das man sich zweimal überlegen sollte, weil man damit eine riesen Verantwortung übernimmt, das schlichtweg nicht jeder tragen kann. Du bist dann die böse Stiefmutter und Papa wird nur auf seine Tochter hören und du stehst als Dumme im Abseits.

Die Tochter wird die nächsten Jahre vielleicht auch noch die Haushaltsrolle übernehmen, kochen, waschen, putzen, dann hat er den perfekten Mutti+Frauersatz und eine Partnerin ist eh überflüssig.

Für mich wäre es nichts. Ich habe solche seltsamenen Fälle reichlich im Bekanntenkreis und mich gruselt es! Ich würde solche Zustände gar nicht ertragen.
 
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  • #15
Solch einen Witwer lernte ich kürzlich kennen. Er ist sehr zufrieden mit der Witwerrente, die ihm zusteht, die Tochter ist die engste Vertraute, eine andere Frau will er nur als Pausenclown und zur sexuellen Befriedigung.Ein Kind liebt einen ja bedingungsloser, das ist bequem, und Papi zahlt ja. Alles schön aufgeteilt-nur wenig attraktiv für mich. Denn wenn es um reinen Sex geht, nehme ich mir dann gleich einen attraktiven jungen Mann. Und ich möchte nicht wissen, wie es später um das Bindungsverhalten der Tochter aussieht;)
w.
 
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  • #16
Man, mich gruselt es ja, was ich hier so als Single-Mutter mit Tochter lese. Sowas habe ich nie erlebt, weder hat mir ein Mann das vorgeworfen, noch habe ich das bei anderen Männern, die ich gedatet ha, so erlebt.

Diese sehr nahe Beziehung ist eigentlich normal. Ich denke, dass die Männer schon ein wenig angeberisch davon erzählen wollen, wie gut sie sich um die Tochter kümmern und merken dabei gar nicht, dass ihr Erzähltes gar nicht gut bei der Gegenseite ankommt.

Deswegen wäre ich als Frau vorsichtig und würde den Mann fragen, ob es wirklich eine so nahe Beziehung ist und ob eine neue Frau in seinem Leben überhaupt Platz hat. Ich glaube, dass viel Männer nicht vorausschauend denken können und sich nicht überlegen, WIE sie WAS dem Date erzählen. So kann es schnell zu Missverständnissen kommen und zum Aus für das Date, ohne dass es vom Mann eigentlich gewollt ist. Er sitzt dann nur da und versteht die Welt bzw. Frauen wieder nicht.

Gut ist, wenn er das kommunizieren kann und die Missverständnise, wo er meint, dass es sie geben könnte, auch klar benennt. Aber so einen Mann habe ich noch nie kennengelernt.

Daher kann ich nur allen Männern empfehlen, sich mit einer guten Kommunikationsstruktur zu befassen. Es gibt an Volkshochschulen usw. Kurse dazu, wie man gut kommunizieren lernen kann, wie man sich klar und verständlich ausdrücken kann, um die Gegenseite besser zu verstehen und damit auch eine bessere Beziehung zu sich selbst und mit seiner Umwelt zu finden.

w 49
 
  • #17
Liebe FS, man merkt, Du hast keine Kinder sonst würdest Du nicht so einen Schwachsinn fragen und derart abwegige Theorien aufstellen. w51
 
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  • #18
Was Du beschreibst finde ich bei alleinerziehenden bzw. getrennten Eltern normal und natürlich. Die Rangfolge ist 1. Kind(er), 2. Job, 3. Haustiere, 4. Freunde der Kinder. Oftmals funkt auch noch die Mutter oder der Vater dazwischen die/der dann auch Priorität hat - schließlich gibt es immer wieder Themen mit den Kindern zu klären. Ganz am Ende - sprichwörtlich das 5. Rad am Wagen - ist der neue Partner eben weil er erst zum Schluss zur Familie dazukam. Deshalb gibt es auch keine Möglichkeit, diesen Status zu verbessern. Der letzte bleibt der letzte. Erst wenn die Kinder erwachsen sind könnte sich das ändern.
 
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  • #19
Die / der letzte der " dazu kam" sollte keineswegs wie das letzte behandelt werden.
Frau wird als als 5. Rad am Wagen vorwiegend benutzt. Diese Typen erwarten das die neuen Frauen ihnen den Haushalt abnehmen und mit ihnen ins Bett gehen können.
Ansonsten können sie in der Ecke verschwinden und als Pausenclown auf ihren nächsten Einsatz warten. Männer die sich so gegen ihre neuen Partnerinnen verhalten handeln egoistisch, unverschämt und menschenverachtend.
 
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Gast

  • #20
#18 : genau das habe ich erlebt. Und dann wurde mir vorgeworfen , ich würde mich zwischen ihn und seine Kinder drängen. Nach 3 Jahren wohlgemerkt. Lass mir Zeit und die üblichen Ausreden kamen dann seinerseits.

Nach 15 Jahren dann , ich war krebskranbk, und überlegte mir, was für mich gut ist und was nicht.

Dann kam die Initialzündung und ich ging. Er verstand die Welt nicht mehr.

Ich bin heute glücklich verheiratet. Und die Frau die nach mir kam, oder Frauen , gings ebenso.
Und die "Kinder" sind mittlerweile erwachsen.

w-50plus
 
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  • #21
Mir (w 36) ist das auch mit meinem Freund (46) passiert. Seine Tochter (21J) ist just in dem Augenblick - unter einer riesen Inszenierung - wieder bei ihm eingezogen, als es deutlich wurde, dass es mit ihm und mir etwas Ernstes wird (ich war die erste Frau, nach der Trennung von der Mutter). Danach bestimmte sie den Takt seines Lebens - wozu er nur allzu gerne bereit war!

Voller Stolz erzählte er mir er könne mit seiner Tochter über alles reden und ich bekam mit, dass er sich offenbar auch von ihr bezüglich meiner Person beraten ließ. Sie hatte mich sogar im Partnerportal mitausgesucht für ihren Papi.

Mein Freund wollte nicht erkennen, dass sie schwer mit Eifersucht zu kämpfen hatte und sonnte sich weiterhin darin, dass sie die Rolle der erwachsenen Frau (ich war nur für schöne Stunden und Sex "eingeteilt") in seinem Leben ausfüllte. Selbst die Antibabypille hat er für seine erwachsene Tochter noch aus der Apotheke abgeholt...so eine kranke Vater-Tochter-Symbiose kannte ich vorher noch nicht.

Fazit: Meine Beziehung zu ihm ging kaputt - zeitgleich auch die der Tochter zu ihrem Freund (der hatte es genauso schwer mit ihr)...Tja, wenn Papi und seine kleine Przinzessin keine/keinen in ihre Beziehung lassen wollen - dann sollen sie doch zusammen glücklich werden!!! Das macht doch kein erwachsener Partner auf Dauer mit, wenn er sich nach einem erwachsenen Kind richten soll...echt krank....
 
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Gast

  • #22
Oh je, das hört sich ja schrecklich an.
Ich habe 2 Kinder, die noch keine 10 sind, aber mir käme nie in den Sinn, dass ich deswegen kein eigenes Leben als Frau führen darf. Ich hatte bisher nur 2 Affären, was aber an den Männern lag und nicht an mir. Die wollten eigentlich doch keine Frau mit Kind und deswegen haben sie meine Kinder nie kennen gelernt - will ja nicht, dass meine Kinder später 5 neue Partner durchmachen müssen.
Aber einen Mann, mit dem ich mir mehr vorstellen kann, darf natürlich richtig in mein Leben - und da gibts dann abends eben Babysitter, wenn wir ausgehen wollen und am WE ist sowieso kinderfrei. Anders würde ich aber auch verrückt werden - ich bin gerne auch Mama, aber nicht 24 h am Tag 7 Tage de Woche.
Kenne aber einen Mann, der es mit seiner Fürsorge auch übertreibt. Er hat sein Kind nur 3-4 Tage die Woche, findet aber die Idee, auch mal einen Babysitter für abends einzusetzen völlig abwegig - versteh ich nicht!?

w,40
 
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  • #23
Eine übertrieben enge Vater-Tochter-Bindung kommt auf jeden Fall häufiger vor, wenn beide alleine miteinander wohnen (ohne die Mutter oder festen Partnerin des Vaters).

Bei kleinen Kindern, kann ich einen großen "Übervater"-Beschützerinstinkt nachvollziehen. Allerdings ist es für eine neue Frau sehr schwer, wenn der Vater ein ausgrenzendes Gefühl transportiert und er ausschließlich ein "Wir-Gefühl" mit der eigenen Tochter leben kann, also nicht in der Lage ist die Beziehung für eine erwachsenen Frau zu öffnen.

Richtig übel für eine neue Partnerin wird es, wenn die Vater-Tochter-Bindung im Erwachsenenalter der Tochter weiterbesteht bzw nicht altersgerecht gelöst wurde! Dann steht der erwachsenen Tochter die Tür offen, die neue Beziehung des Vaters zu torpedieren (auch ganz leise aus dem Hinterhalt mit gezielten Aufmerksamkeits-Inszenierungen)...sie sitzt ja emotional bei Daddy immer noch am längstem Hebel. Und kann im Erwachsenenalter gleich mal den Charme einer erwachsenen Frau bewußt gegen die Neue ausspielen.
Vorausgesetz der Vater fühlt sich dadurch geschmeichelt und braucht die "Liebesbeweise" seiner erwachsenen Tochter (weil er sie sein Leben lang an die Stelle einer erwachsenen Partnerin gestellt hat).

Von solchen Ego-Vätern, die offenbar die eigene Tochter gebrauchen, damit sie ihre Nähebedürfnisse und Männlichkeitsbestätigung abdeckt, halte ich gar nichts. Ebenso akzeptiere ich keine erwachsenen Töchter, die bewußt manilpulative Machtspiele gegen die neue Partnerin von "Ihrem Papi" fahren. Ganz ehrlich wird mir von beiden Kalibern übel....Da ich die Variante mit der erwachsenen Tochter selbst erlebt habe, darf mir auch übel werden....
 
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Gast

  • #24
Liebe FS, man merkt, Du hast keine Kinder sonst würdest Du nicht so einen Schwachsinn fragen und derart abwegige Theorien aufstellen. w51
Verfolgt man diesen Thread, so stellt man fest, dass ein Großteil der hier Schreibenden, die Fragestellung der FS nicht als "Schwachsinn" ansieht und die Theorien keinesfalls als abwegig abtun.

Ich bin übrigens der Meinung, dass eine Beziehung mit einer (oder einem) AE durchaus funktionieren kann. Aber eben nur dann, wenn die Kinder kein Partnerersatz sind und die (oder der) AE nicht den Leitsatz verfolgt, dass die Belange der Kinder immer vorgehen und der Partner sich somit mit der Rolle des 5. Rades abfinden soll.
 
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  • #25
Ich habe dieses Thema zufällig als Gast gelesen und freue mich über die treffenden Beobachtungen vieler Frauen. Ich habe eine sehr ähnliche Erfahrung gemacht - ein Mann, der völlig auf seine Tochter fixiert war - und in dieser Hinsicht auch eine Enttäuschung erlebt. Ich empfand das auch als unerträglich und es beruhigt mich, dass es noch anderen Frauen so geht. Natürlich stehen Kinder an erster Stelle, ja, aber dürfen sie das Leben diktieren? Nein.
 
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Gast

  • #26
Nach meiner Erfahrung, erscheint es nur so, dass die Kinder wie Partnerersatz wirken. Und zwar deshalb, weil der neue Partner eines/einerAE nicht die Stellung eines Elternteils bekommt. Und das wiederum liegt nicht am AE oder dem neuen Partner sondern ist eine natürliche Ausprägung des Familiengsystems Die Kinder waren vor dem neuen Partner da und haben deshalb auch Vorrang im Beziehungssystme Deshalb entsteht bei vielen der Eindruck des 5. Rades am Wagen. Wie gesagt, das liegt in der Natur der Sache. Deshalb schließen viele AEs aus der Suche aus oder betreiben nur eine Affäre.
 
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Gast

  • #27
Diese Frage ist alles andere als schwachsinnig. Es gibt einige Alleinerziehende die ihre Kinder zu absoluten Vertrauten machen, alles, wirklich alles mit ihnen besprechen. Mir tun da immer die Kinder leid, die finden ihre Rolle in dem Spiel alles andere als toll und wären froh die Elternliebe würde sich mal wieder auf was anderes fokussieren.

Kinder sind weder Kumpel, noch Freund noch Vertraute in Beziehungsfragen oder anderen Fragen die nur Erwachsene beantworten können.

Ich kenne einige alleinerziehende Frauen die verstecken sich auch systematisch hinter ihren Kindern und postulieren den ganzen Tag wie gut es ihnen doch ohne Mann geht, sie haben ja ihre Kinder. Für mich ist das völlig daneben und weit weg von der normalen Kind-Eltern-Konstellation.

Wenn ich einem Mann begegne der seine Kinder auf den Thron setzt und als Partnerersatz sieht laufe ich so schnell mich die Füße tragen.
Das Schlimme ist nur, bei Alleinerziehenden beißt man auf Granit wenn man es anspricht oder es kommen so nette Ansagen wie hier gepostet: "Schwachsinnige Frage von Frauen ohne Kinder". Auf dem Niveau diskutiere ich schon gar nicht, da ist Hopfen und Malz verloren und die Betreffenden wissen sehr genau um ihre eigenen Defizite in Richtung Kindererziehung.

w46
 
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Gast

  • #28
Ich erlebe und beobachte diese Probleme mit getrennten Eltern bereits seit vielen Jahren intensiv als Betroffener und auch im Freundeskreis. Mir drängt sich der Eindruck auf, dass die Schwierigkeiten, einen neuen Partner zu finden, gerne verschwiegen werden. Leichte und auch leichtfertige Trennungen, trotz gemeinsamer Kinder, sind heutzutage kein Tabuthema sondern Mainstream.
Die Folgen für die Eltern und die Kindern sind offensichtlich wenig erforscht und es gibt wenig Aufklärung für Täter und Opfer dieses gesellschaftlichen Trends.
Woher kommt der Irrglaube, nach solch einer Trennung, einen neuen besseren Partner zu finden? Fakt ist, dass die Trennung- bzw. Scheidungsrate bei Zweitehen weiter massiv ansteigt.
Woher kommt der Irrglaube, dass Patchwork funktioniert. Fakt ist, dass es nicht funktioniert. Und Kinder finden Patchwork noch schlimmer als alleinerzogen zu werden.
Und so ist auch die Frage hier im Forum zu beantworten: Die Chancen für ein neues partnerschaftliches Glück gehen nach Trennungen zurück. Sind bereits Kinder da, gehen sie gegen Null. Was bleibt sind Affären. Das will aber auch keiner und so bleibt es beim dauernden Selbstbetrug. Hier hilft m.E. nur Ehrlichkeit: Getrennte mit Kindern werden nie gute Partner.
 
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Gast

  • #29
Jetzt mal ganz ehrlich:
Wieso soll man sich einen Partner suchen, wenn man Zeit seines Lebens nur Ärger mit den Männern hatte? Was habe ich als Frau davon, wenn ich ständig diskutieren oder mich rechtfertigen soll, weil ich da einen Mann an der Backe habe, der den Silberrücken mimt?
Es ist wirklich so: Als AE mit meinen Kindern geht es mir gut - es geht mir bestens. Kein Beziehungsstress, kein Gemecker, wenn's Essen mal nicht punkt 12 auf dem Tisch steht am Sonntag. Ich habe all diesen Kleinkrieg so satt gehabt!
Ich habe es noch ein/zweimal versucht - immer das Gleiche! Erst findet Dich der Mann toll, weil Du so anders bist, dann versucht er, Dich zu erziehen. Nein danke!

Meine Kinder sind kein Partnerersatz, wir sind eine komplette Familie. Meine Kinder haben ihre eigenen Freunde, gehen ihrer Wege - trotzdem macht es großen Spaß, wenn wir am Wochenende mal ein paar Runden Monopoly oder Scrabble spielen oder Super-Mario-Kart zocken. Ja, es geht mir total gut ohne Partner, und zum Weggehen habe ich meine Mädels - mal Klönen im Literaturcafé oder Streifzüge durch die Botanik. Es macht einfach alles Spaß - ohne dass ich mich nach jemandem richten muss/soll - denn darauf läuft es doch meistens hinaus.

Gegen einen Freund irgendwann einmal hätte ich nichts - aber bitte ohne Zusammenwohnen. My home is my castle - dafür habe ich schon genug Negativerfahrung sammeln dürfen, als dass ich noch einmal Lust habe, mich über Tapeten und Möbel abzusprechen - oder was an die Wand kommt. Ich glaube fast, viele gönnen einem nicht, dass man als Familie glücklich ist und dass man durch die Kinder erfüllt ist. Sicher, sie gehen eines Tages mal ganz ihre eigenen Wege - aber das ist Zukunft, und ich lebe im Hier und Jetzt. Hier und Jetzt ist es phantastisch und ich möchte mit niemandem tauschen. Mein Leben ist wunderschön. Ich kann gehen, wohin ich will - ich kann tun, was ich will. Und ich kann auf diesen ganzen Balzstress und co. verzichten, denn dazu ist mir das Leben zu kurz - nur um am Ende feststellen zu müssen, dass die ganze Partnersuche nur Zeitvergeudung ist und man alles Glück und alle Kraft auch aus sich selber ziehen kann. Das wollte ich einfach mal nur sagen.
 
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  • #30
Und ich kann auf diesen ganzen Balzstress und co. verzichten, denn dazu ist mir das Leben zu kurz - nur um am Ende feststellen zu müssen, dass die ganze Partnersuche nur Zeitvergeudung ist und man alles Glück und alle Kraft auch aus sich selber ziehen kann. Das wollte ich einfach mal nur sagen.
Deine Einstellung ist o.k., du setzt die Prioritäten einfach richtig. Das Problem sind aber die, die mit aller Gewalt eine Beziehung suchen und dann erwarten dass sich alles um ihr Leben drumrum baut und organisiert. Eine Beziehung führen heißt, beide fühlen sich wohl in der neuen Situation, nicht einer steht hinten an und muss um seine Daseinsberechtigung kämpfen.

Kinder sind Kinder, Partner sind Partner, wer den Unterschied noch nicht begriffen hat soll die Finger von der Partnersuche lassen. Erspart beiden Seiten einiges an Stress.

w46
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.