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  • #1

Ticken verwittwete Frauen bei der Partnersuche anders?

Muss man hier etwas Besonders beachten? Ist die Frage nach dem verstorbenen Partner oder auch der Beziehung ein Tabuthema?
 
G

Gast

  • #2
Nein Fragesteller, verwitwete Frauen ticken nicht anders - sind ganz normale Frauen. Die Frage nach dem verstorbenen Parnter darf gestellt werden.

(w/verwitwet)
 
  • #3
@1
Ich muss leider widersprechen, verwittwete ticken etwas anders. Das hat einfach damit zu tun dass zumeist kein Entliebungsprozess stattgefunden hat, der verstorbene also(hoffentlich) immer auch einen Platz in Ihrem Herzen hat. Je nachdem wie es zum Tod kam kann es auch Verlustängste geben. damit muss man umzugehen lernen. Verwittwete brauchen auch in aller regel länger bis sie sich wieder auf eine neue Beziehung einlassen können.

Du darfst nach dem Verstorbenen Fragen, aber besser nicht nachbohren. Sie soll Dir das erzählen was Sie bereit ist zu erzählen. Und auch was Du auch wirklich wissen willst. Du darfst Ihn nicht als Konkurrenz sehen oder Eifersüchte entwickeln.

Gruss von Kalle der sich in eine verwittwete Klassefrau verliebt hat.
 
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Gast

  • #4
Witwer/Witwen sind ganz normale Menschen, welche durch einen Schicksalschlag ihren Partner verloren haben .
Witwer und Witwe passen insofern gut zusammen, weil sie beide partnerschaftsfähig sind und wissen,dass man eine Partnerschaft leben und Kompromisse schliessen muss und somit ein größeres und tieferes Partnerschaftsverständnis als Geschiedene haben.
 
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Gast

  • #5
@2
ich (#1) muß Dir widersprechen - der Prozess durch den man geht ist ungleich schmerzhafter und endgültiger, wenn man ihn durchlaufen hat, hat man nicht die Altlasten im Herzen, die viele 'nur' getrennte Menschen oft ein Leben lang mit sich herumtragen, die hier im Gegensatz zu den Verwitweten doch die Chance besteht, dem Ex irgendwie wieder zu begegnen.

Auch hier: es wird von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein, Du solltest daher meine Aussage unter #1 nicht pauschal negieren.

@Kalle: ich habe zwei Jahre zum 'verarbeiten' gebraucht.

Übrigens: JEDER Mann, der mein Partner war, hat eine Ecke in meinem Herzen behalten, er muß dafür nicht erst sterben - das hat einfach damit zu tun, dass wir ein Stück Leben miteinander geteilt haben.
 
  • #6
@4
Hey, ich habe das nicht gewertet. Natürlich gibt es unter allen Menschen solche die alte Beziehungen aufgearbeitet haben und solche die es nicht getan haben. Aber die Aufarbeitung ist nunmal eine andere.

Möglicherweise nimmst Du es auch nicht wahr dass Du ein wenig anders tickst, vielleicht gehörst Du auch zu den wenigen Ausnahmen, das weiss ich natürlich nicht.

Ich jann Dir als Aussenstehender der sowohl geschiedende Frauen als auch verwittwete geliebt hat sagen es gibt einen Unterschied, wie auch oben beschrieben. Unter anderem eben ist die Erinnerung an einen verstorbenen Partner eine andere als die an einen von dem man sich getrennt hat. Der Platz im Herzen ist ein anderer, grösserer. Und es ist gut und richtig so. Es würde mich sehr irrtieren wenn ein Mensch den man beim Verlust innig geliebt hat keine andere Rolle spielen würde als jemand den man eben nicht mehr geliebt hat (sonst hätts ja keine Trennung gegeben).

Doch, Wittwen ticken anders und das muss auch so sein
 
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Gast

  • #7
Bitte nicht Verallgemeinern!! Jeder/Jede Verwitwete/r war ganz in einer anderen Situation!! Ich denke man muss nicht stumm sein, hierzu Fragen zu stellen. Jedoch ich es angebracht, wenn man die/der Verstorbene ruhen lässt! Und in einer weiteren Partnerschaft geht es nicht darum, dass der Neue-Partner als Therapeut agieren sollte. "Verarbeitet" ist diese Lebenssituation, wenn man spürt, dass die "Vergangenheit" unveränderbar geworden ist, und die Gefühle wieder der "Liebe" zugewendet werden können. (gesch.+verw.)
 
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Gast

  • #8
ich hab einige w nur im netz und real getroffen die verwittwet waren - ja, sie ticken anders ...
 
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Gast

  • #9
Ich (w), 40 bin selbst seit 1,5 Jahren Witwe und nein ich ticke nicht anders. Es ist richtig, dass ich eine Zeit gebraucht habe, um den Verlust - der tatsächlich sehr endgültig ist - zu realisieren. Für mich war es wichtig, ein Jahr lang all die Dinge allein zu erleben, die ich früher mit meinem Partner emeinsam erlebt habe. Dieser Lernprozess war für mich enorm wichtig, danach war ich bereit für eine neue Beziehung.
Mittlerweile bin ich neu verliebt und ich entscheide selbst, wann und wie viel ich von meinem früheren Leben erzähle. Mir war von Anfang an klar, dass ich in einer neuen Beziehung auch irgendwann einmal von meinem verstorbenen Mann erzählen musste, gerade auch, da ich als Mutter hier eine wichtige Aufgabe habe. Für mein Kind ist es wictig, dass er sieht, dass sein Vater immer ein Platz in meinem Herzen hat - das hat ihm dabei geholfen, mit meinem neuen Partner eine Basis herzustellen. Wir reden ganz ungezwungen über meinen verstorbenen Mann, das haben mein Kind und ich aber auch schon vor meiner neuen Beziehung so getan.
Aus meiner Sicht sollte man das Thema "Hilfe - verwitwet" nicht in den Mittelpunkt stellen, aber verschweigen sollte man es auch nicht, denn es gehört zu einem kleinen Teil zum Leben der Witwe dazu.
 
G

Gast

  • #10
Ich ( Witwer,m,51) stimme #1,#3 und #8 voll zu. Der Prozess der Aufarbeitung ist sehr schmerzhaft, weil man weiß, daß es endgültig ist und man normalerweise den verstorbenen Partner bis zu seinem Ableben geliebt hat. Das macht es so schwierig. Hat man das hinter sich, ist man frei für eine neue Beziehung ohne wenn und aber: kein Ex kann mir über den Weg laufen, kein Ex will meine Kinder besuchen, und und und. Und ich behaupte, Verwitwete gehen viel angagierter in eine neue Beziehung rein, weil es ihnen bewußter ist, wie schnell ein Leben enden kann und wie endgültig das ist. Reden über den Verstorbenen kann man schon, sollte man aber nicht aufdriglich sein. Am besten ist es, wenn der verwitwete Partner von sich aus das Gespräch über den Verstorbenen initiert. Dann sollte man aber auch gut zuhören können und sich evtl. mit unpassenden Bemerkungen zurückhalten. Der Partner/in wird es dir danken.
 
G

Gast

  • #11
Ich denke, Menschgen die den Verlust eines Partners nicht erlebt haben, haben oft ganz andere Vorstellungen davon. Natürlich gibt es eine sehr intensive Phase des Trauerns und Abschiednehmens und das traditionelle Trauerjahr hat in jedem Fall seine Berechtigung. Wie lange eine Trauerphase tatsächlich anhält, hängt aber von vielen Rahmenbedingungen ab.

Ganz abgesehen von persönlichen Alter, der Bezeihungsdauer und -intensität, dem Vorhandensein gemeinsamer Kinder oder nicht, ist immer auch die Frage, wie der Sterbeprozess selbst verlaufen ist. Was es ein unerwarteter Tod, etwa durch Unfall, und es blieb Vieles ungesagt und ungeklärt. Oder stand Tod am Ende einer längeren Krankheit und es waren vielleicht auch gemeinsame Gespräche über die Zukunft des Zurückbleibenden möglich. Und schleißlich auch die Frage nach der individuellen spirituellen (oder religiösen) Position.

Klar ist aber, dass das Interesse an einer neuen Partnerschaft immer eine sehr bewußte und lebenszugewandte Entscheidung sein wird.
 
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Gast

  • #12
Ja, eine Witwe tickt anders. (w 50)
Ich bin mir über das Leben und die Liebe durch meinen Verlust viel bewusster geworden. Ich nehme eine Partnerschaft nicht mehr als selbstverständlich, und ich will nur noch glücklich werden. Mit einem neuen Partner. Meine Kinder sind aus dem gröbsten heraus, das Haus ist bezahlt und eine Rente bekomme ich auch. Ich kann zu Hause bleiben wenn ich will, ich kann tun uns lassen was ich will.Das sind für mich die besten Voraussetzungen um einen neuen Partner zu finden. Ich habe ihn gefunden. Wir reden über alles, über seine gescheiterte Ehe und über meinen Verlust. Der Verlust ist aber jetzt einem neuen Leben gewichen und ich fühle mich besser als vorher, auch wenn ich meinen Mann aufrichtig geliebt habe, so ist doch das Neue für mich jetzt besser.
 
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Gast

  • #13
Also ich wollte keine Witwe als Frau, hab mich mit 3 solchen Frauen mehrmals getroffen und mich dabei geprüft und zur Erkenntnis gekommen, dass es nicht geht mit mir! Grund: die stetige Erinnerung an den toten Partner und der ständige Partner - Vergleich und die vielen gemeinsamen Erinnerungen in der Wohnung/Haus! Alle 3 Frauen wollten genau an den Punkten festhalten! m49
 
  • #14
@12
Tja, Pech gehabt. Das hast Du wohl welche getroffen die nicht abgeschlossen hatten. Kann Dir auch bei getrennten passieren.

Meine Erfahrung mit meiner Liebsten geht eher in Richtung #11. Nur mit einem Unterschied, Sie vergleicht nicht. Jeder hat einen Platz in Ihrem Herzen ohne Konkurrenz zu sein. Ihre alte Partnerschaft war gut und die neue , unsere ist es auch. Zumindest vermittelt Sie mir das Gefühl.


[Mod.= Wir danken für die Teilnahme und schließen den Thread.!]
 
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