• #31
@ #29:

1. Komm´doch nicht gleich wieder mit Ausnahmen ! Wenn es keine andere Möglichkeit gibt, ist eine Kinderkrippe natürlich eine gute Einrichtung. Ich bezog das auf die klassische Konstellation "Vater, Mutter, Kind". In dieser würde ich es nicht zulassen, dass ein Kind mit weniger als 2 Jahren eine Krippe besucht. Es wäre übrigens auch kein Problem für mich, wenn ich dann eben zu Hause beim Kind bleiben würde.

2. Was andere Leute denken, ist mir völlig egal.Und dass eine Frau "jede noch so üble SExualpraktik" mitmachen würde, ist nicht per se negativ. Kommt natürlich ganz auf die Sexualpraktik an. Mit derartigen Assoziationen ist ein Zungenpiercing bei mir übrigens nicht verbunden.
 
G

Gast

  • #32
Meine Meinung: Tattos oder Pircings meistens einfache Charakterliche Gemüter. Unkomlizierte Einstellung und daher für schnelleren Sex zu haben bzw. sind meistens aufgeschlossener und experimentierfreudiger.
Tattos finde ich schrecklich, pircings an manchen Stellen bzw. dezent wäre ok. Zum Glück können meine Augen ja nicht überall und gleichzeitig sein und von daher könnte ich mich irgendwann damit vielleicht abfinden.

Wäre also als Partner für mich nicht die erste Wahl, wenn man die Chance auf den 2.,3., x. Kennenlern-Blick bekommt, könnte es interessant werden.
 
U

Ulrike

  • #33
Wenn man die Geschichte der Tätowierungen und Piercings verfolgt, kann man feststellen, dass wir Westeuropäer lediglich aufholen. Die Traditionen gehen viele tausend Jahre zurück. Wenn man bedenkt, dass die Ohrstecker erst in den 1970er Jahren wirklich gesellschaftsfähig wurden, könntet ihr euch dann nicht vorstellen, dass es damals ähnlich Diskussionen und Urteile gab wie jetzt hier im Forum?

Anfang der 1990er wurden die ersten Piercings noch der BDSM- und Punkszene zugeordnet. Ich vermute, das Klischeedenken sind Überreste aus dieser Entstehung. Denn schon ab Mitte der 1990er wurde Piercing ein Phänomen in der Jugendkultur. Angelehnt an die Technoszene, gefördert durch Stars wie Lenny Kravitz.

Das sind einfach die Trendsetter. Ich denke, dass wir uns daran gewöhnen sollten, dass sich schlicht die Mode verändert, dass auch Piercing und Tattoos gesellschaftsfähig sind - genauso, wie wir uns auch an die Ohrringe gewöhnten.


Frederika, ich habe mir mal die von dir oben beschriebene Situation im Schwimmbad vorgestellt. Und ich (die Beobachterin) stellte mir vor, ich sehe dich (klassische/konservative Frau) in Begleitung eines tätowierten/gepiercten Mannes. Weißt du, was ich denken würde?
"Wow, die hat Mut. Sie muss ihn sehr lieben. Scheint ein toller Mann zu sein, wenn eine Frau wie sie, sich mit einem Mann wie ihm gern zeigt. Und umgekehrt. Beneidenswert."
 
G

Gast

  • #34
Ich ordne sie nicht einem bestimmten Milieu zu!

Und was einen potenziellen Partner angeht, dann ist DAS bestimmt kein Ausschlusskriterium. Entweder es funkt und passt oder nicht. Speziell hingezogen fühle ich mich nicht zu Männern mit dieser Art Körperschmuck (würde also nicht anflirten) aber wenn ich dann später eins entdecken sollte, nachdem ich ihn kennengelernt habe, würde es mich auch nicht stören!

Ich bin darin und in vielen anderen Dingen tollerant und offen und genauso sollte mein Partner auch sein...
 
  • #35
@33
Schön, dass es so etwas auch noch gibt.
 
G

Gast

  • #36
kann nicht fassen, dass diese diskussion schon wieder losgeht.

ich drehe ab heute den spieß um. jeder mann, der nicht tätowiert ist, ist ein langweiler im bett, kommt aus einer ländlichen gegend, die wohl rückständig ist und fern ab von jeglichen trends liegt.

frauen, die nicht tätowiert sind, sind langweilige heimchen und außerdem intolerante, naturliebende mauerblümchen ohne jeglichen pep und witz.

so ein schwachsinn. ehrlich.
 
  • #37
@#32: Hallo Ulrike, ich wollte Dir noch sagen, dass Du Deinen letzten Satz in #32 sprachlich wirklich gelungen und super gefühlvoll geschrieben hast. Große Klasse!

Leider kommen mir in der gleichen Situation gänzlich andere Gedanken... ;-)
 
J

JoeRe

  • #38
Zur Fragestellerin:
Manche Personen stecken Leute aufgrund ihrer Tätowierung in Schubladen. Manche tun das anhand der Religion. Oder des Autos. Und es gibt immer Leute, die irgendwas an dir auszusetzen haben oder nicht gut finden.

Die Frage ist doch: Interessieren Dich die Meinungen solcher Leute? Willst Du mit jemandem was zu tun haben, der diese Einstellung hat? Wenn jemand wegen Deines Tattoos nicht in eine Beziehung mit Dir will, ist es dann vielleicht nicht besser. dass Du es gleich weisst?

Schlussendlich geht es hier darum, den richtigen Partner *für Dich* zu finden. Und nicht ein allgemeines Urteil, ob Dein Körperschmuck Ausdruck eines Milieus ist, dem Du nicht angehörst.
 
G

Gast

  • #39
Fräulein Smilla
Ich habe selbst ein Tattoo auf meinem rechten Oberarm und einen kl. Nasenstecker den ich aber selten trage. Als ich mir vor 12Jahren den Doppeldorje 5x5cm (ein buddhistisches Symbol) stechen lies habe ich sehr lange darüber nachgedacht, ich wollte etwas haben mit dem ich mich auch mit 80 Jahren noch wohl fühle. Das Tattoo ist schlecht gestochen und das bedeutet in meinem Fall, daß es immer mehr verschwimmt. Die Frage ist weglasern lassen oder drüberstechen, damit würde es sich aber 3x so groß werden, daher finde ich die Antworten in diesem Forum durchaus interessant.
In meinem Bekanntenkreis macht die Anzahl der Tatowierten ungefähr 5% aus, alle haben eine solide Ausbildung und einen guten Job, ich kann daher die Vorurteile nicht bestätigen.
Keiner meiner Freunde fand mein Tattoo abstoßed und ich werde nur interessiert gefragt was das Tattoo bedeutet.
Menschen die sich tatowieren lassen, opfern bewußt ein Stück ihrer Haut und nehmen für diese Kunstform sogar Schmerzen in Kauf. Mit Tattoos ist es wie mit Comics, Büchern und Filmen, es gibt gute und schlechte Tattoos.
Ein Tattoo sagt immer etwas über den Träger aus und offenbart ein Stück seiner Persönlichkeit.
So kann ein Tattoo eine Liebesgeschichte, die Geburt eines Kindes feiern oder von einer überstandenen Krankheit erzählen.
Liebe bedeutet auch sich auch auf diese Geschichten einlassen zu können, daher würde mich ein tatowierter Partner nicht stören, genausowenig wie einer mit Narben im Gesicht oder fehlenden Haaren.
 
  • #40
@#37: JoeRe, ich stimme Dir bezüglich des Beitrags #37 wirklich zu. Man sucht einen passenden Partner -- das kann man nicht oft genug betonen.

Allerdings ist die Titelfrage daran interessiert, ob die Tätowierung den Beutekreis einschränkt oder nicht. Das tut sie eindeutig. Vielleicht sogar um Personen, die ohne die Tätowierung sogar in Frage gekommen wären. Diesen Sachverhalt kategorisch zu verneinen, ist meines Erachtens zu kurz gedacht.
 
G

Gast

  • #41
Ich stecke Leute mit einer Tätowierung oder Piercings nicht in eine Schublade! Für mich ist es eine Geschmacksfrage. Ich habe überhaupt kein Problem damit, wenn in meinem Freundeskreis jemand tätowiert oder gepierct ist. Für mich selber kommt es nicht in frage und ich habe auch eine Partnerin ohne Tätowierung und Piercing. Mir gefällt es einfach ohne lieber. Jeder sucht sich halt seinen Deckel!
 
  • #42
Richtig. Ich persönlich würde es für mich nicht von vorneherein ausschließen und kann manche kategorische Ablehnung nicht nachvollziehen. Aber mir soll es recht sein, da es meine Auswahl ja vergrößert.
 
X

xxxxx

  • #43
@Frederika
Nein, da muss ich dir widersprechen. Ich habe nicht den geringsten Nachteil durch meine Tätowierung im Hinblick auf das männliche Interesse. Im Gegenteil.

Die Verfasserin hat offensichtlich ebenfalls gute Erfahrungen gesammelt.

Carsten's Tattoo ist ganz eindeutig eher ein Reiz als ein Ausschlusskriterium.

Die paar People, die einer Tätowierung derart viel Bedeutung beimessen, passen allein schon aufgrund der niedrigen Toleranzschwelle nicht zu den Tattooträgern. Da ist die Kunst mit Sicherheit das kleinste Problem.

Von daher sehe ich bei JoeRe einen Weitblick!

Außerdem fällt mir gerade im Zusammenhang mit dem Stammtisch auf, dass es die Tattooträger und die offenen und toleranten Mitglieder sind, die aktiv aufeinander zugehen, die Gelegenheit beim Schopf ergreifen und gesellig sein wollen. Zufall? Ich glaube nicht.

Unsere Einstellung macht es uns so einfach, Kontakte zu knüpfen. Da hat der ein oder andere Naturliebhaber das Nachsehen!
 
  • #44
@#42: Ja, Rosenrot, das glaube ich. Wo ist da jetzt das Widersprechen? Wahrscheinlich sind die Männer, die in Dein Beuteschema passen, auch ohnehin tolerant gegenüber Tätowierungen. Du willst die normalen, eher soliden Männer wahrscheinlich auch gar nicht.

Zu deinen letzten beiden Absätzen: Ich könnte mir in der Tat vorstellen, dass Tätowierte diesbezüglich offener sind. Wäre aber geraten. Bei der doch eher geringen Anzahl der Anwesenden in diesem Forum glaube ich aber, dass Du aus Teilnahme oder nicht nun wirklich nicht auf Tätowierungen schließen solltest. Dass Norddeutsche oder Österreicher nicht nach Frankfurt fahren, hängt mit Sicherheit nicht mit einem Tattoo zusammen! Abgesehen davon genieße ich hier die Anonymität und sehe das Forum nicht als Partnerbörse.
 
G

Gast

  • #45
@Frederika
Ich wüsste nicht, was z. B. an JoeRe oder Carsten unnormal sein und gegen einen soliden Lebenswandel sprechen sollte. Körperschmuck ist für mich kein geeignetes Kriterium. Das sehen wir einfach unterschiedlich - belassen wir es doch dabei.

Über mein "Beuteschema" weißt du in der Tat sehr wenig. Fakt ist, dass ich ausschließlich an die "normalen" und "soliden" Männer gerate.

Der Weg von Norddeutschland nach Frankfurt ist nicht unbedingt weiter als der Weg von Bayern. Pat kommt, Marianne aus Österreich zu 99%. Carsten kommt, wenn ich mich richtig erinnere, auch aus Bayern. Ich persönlich habe schon geschrieben, dass ich zu einem Treffen nach München fahren würde.
Doch, ich führe das Interesse und die Umsetzung auf die Einstellung zurück. JoeRe hat das Zepter in die Hand genommen. Das können doch die Berliner, die Münchener oder die Hamburger auch tun. Was hindert sie daran?

Was die Partnerbörse angeht, so hat JoeRe ja nun mehr als einmal angeführt, dass es beim Stammtisch nicht um eine Dating-Veranstaltung geht, sondern um ein Kennenlernen. Ich habe sicherlich um jeden Teilnehmer, männlich sowie weiblich, geworben.

Den Punkt Anonymität kann ich nachvollziehen. Das ist deine persönliche Entscheidung und die hat jeder zu akzeptieren.
 
  • #46
Also als normaler und solider Mensch hat man kein Tattoo oder sonstigen Körperschmuck? Das erinnert mich so ein bisschen an meinen Vater, der keinen Mann mit Ohrringen eingestellt hat...bis ich an Karneval mal vergessen habe, den meinen beim Betreten des Hauses rauszunehmen. Ich schmeiß mich heute noch weg, wenn ich an sein Gesicht damals denke...

Jedenfalls glaube ich langsam, dass ich mir gleich mal ein Tattoo stechen lassen muss, damit ich nicht an solche Frauen gerate. Hmm, was mache ich denn da nur, damit man das gleich im ersten Moment sieht? Vielleicht "Love" und "Hate" auf die Finger? Naja, vielleicht hat ja noch jemand einen guten Vorschlag...
 
  • #47
@#45: Philipp, wir haben da einfach eine andere Meinung. Ich lasse Dir Deine und Du lässt mir meine, OK? Ich persönlich verbinde mit seriösen, soliden, normalen Männern keine Piercings und Tattoos. Punkt.
 
  • #48
@#46
Habe ich was gesagt? Du kannst Deine Meinung doch haben wie Du möchtest. Aber wenn wir es hier einfach nur dabei beließen, dass eben jeder seine Meinung hat und Punkt, dann bräuchten wir gar nicht anfangen zu diskuttieren. Es gibt ja auch auf der Straße Stop-Schilder und trotzdem fahre ich los...
 
J

JoeRe

  • #49
@39, Frederika:
"Allerdings ist die Titelfrage daran interessiert, ob die Tätowierung den Beutekreis einschränkt oder nicht. Das tut sie eindeutig. Vielleicht sogar um Personen, die ohne die Tätowierung sogar in Frage gekommen wären. Diesen Sachverhalt kategorisch zu verneinen, ist meines Erachtens zu kurz gedacht"

Ich habe gestern ein Posting dazu verfasst, es ist verschluckt worden, obwohl es in keiner Weise persönlich war (Moderation, gibt es eine Möglichkeit, mir zu sagen, warum manche Postings verschluckt werden?)

Nächster Versuch:
Meine persönliche Erfahrung ist, dass sich der Beutekreis auch erweitern kann. Ich habe an Pools Komplimente für meine Tätowierung von Frauen bekommen, die mich ansonsten nichtmals angeguckt hätten.

Schlussendlich beeinflusst jeder unserer Entscheidungen für unser Äußeres potentiell unseren Partnerkreis. Das geht bei der Wahl zwischen Pumps, Stiefeln und Sportschuhen los. Langfristige Änderungen haben langfristigere Auswirkungen, weil man halt seine Tätowierung nicht so leicht wechselt wie seine Unterwäsche.
Ich beurteile den Einfluss aber immer eher positiv als negativ, weil man schließlich einen Grund hatte für seine Entscheidung. Der Grund für die Entscheidung ist Teil der eigenen Persönlichkeit. D.h. die Leute, die das äußere Zeichen akzeptieren, akzeptieren vermutlich auch leichter den Grund dahinter, und die persönliche Einstellung. Akzeptieren sie nicht das äußere Zeichen, dann passen sie womöglich nicht zu meiner Persönlichkeit. Dann ist es kein Verlust.

Schlußendlich bleibe ich aber dabei: Wenn man sich mit seiner Tätowierung unwohl fühlt, soll man es wegmachen. Wenn man sich wohl fühlt, sollte man dabei bleiben, anstatt sich aus Angst vor Zurückweisung vor einem potentiellen, imaginären Partner zu verbiegen.

Diese Argumentation ist übrigens keineswegs beschränkt auf persönliche Zu- oder Abneigung gegen Tätowierungen, sondern lässt sich auf viele Punkte übertragen, bei dem jemand eine individuelle Entscheidung trifft, die als nicht-konform betrachtet werden kann.
 
X

xxxxx

  • #50
@JoeRe - "Meine persönliche Erfahrung ist, dass sich der Beutekreis auch erweitern kann. Ich habe an Pools Komplimente für meine Tätowierung von Frauen bekommen, die mich ansonsten nichtmals angeguckt hätten."

Hatte es vorher nie von der Seite betrachtet. Meine absolute Zustimmung.

"Der Grund für die Entscheidung ist Teil der eigenen Persönlichkeit. D.h. die Leute, die das äußere Zeichen akzeptieren, akzeptieren vermutlich auch leichter den Grund dahinter, und die persönliche Einstellung. Akzeptieren sie nicht das äußere Zeichen, dann passen sie womöglich nicht zu meiner Persönlichkeit. Dann ist es kein Verlust."

Die Einstellung meiner Kandidaten ist mit meinen abgeglichen, bevor mein Tattoo überhaupt als Selektionskriterium Anwendung finden könnte. Ich würde grundsätzlich nicht zu einem Mann passen, der ständig pauschalisiert, in Schubladen denkt und Niveau und Kultiviertheit an völlig anderen Dingen festmacht als ich. Da muss ich gar nicht lange über Körperschmuck reden, denn die Grundhaltung zeigt sich ja, wie du schon geschrieben hast, auch bei allen anderen Themen. Daher kann ich keine Verluste aufgrund meiner Tätowierung verbuchen.

Selbst wenn meine Tätowierung sichtbar wäre, könnte ich keine zusätzlichen Verluste melden.
Die Menge der Tattoogegner würde sich, nach meinen Erfahrungen mit dem Forum, komplett mit der Menge der von mir aufgrund ihres mir absolut fremden Weltbildes aussortierten Kandidaten decken.

Also: keine Einschränkung meines Beutekreises, kein Nachteil für mich, weil ich aus irgendeinem Beuteschema rausfliege!
 
  • #51
@#48: "Meine persönliche Erfahrung ist, dass sich der Beutekreis auch erweitern kann. Ich habe an Pools Komplimente für meine Tätowierung von Frauen bekommen, die mich ansonsten nichtmals angeguckt hätten. " - es handelt sich nicht um eine echte Erweiterung deines Beutekreises. Rein aus Sicht der Tattoo-Frage betrachtet, hätten die Frauen, die dir da Komplimente gemacht haben, ohnehin zu deinem Beutekreis gehört. Deine Tätowierung war höchstens ein Anlass für sich, dich anzusprechen.

Zu dem Rest deines Postings stimme ich dir aber zu. Wer Tätowierungen toll findet und Bock darauf hat, soll sich so ein Ding stechen lassen. Aber er muss sich damit abfinden, dass er durch die damit ausgelösten Stimmungen seinen Partnerkreis mitbestimmt.
 
G

Gast

  • #52
seid Ihr alle homoerotisch?