G

Gast

  • #1

Tätowierungen...Sind sie wirklich ein Problem?

In einem Beitrag hier ist angeklungen, dass Tätowierungen und Piercings einem gewissen Milieu zugeordnet werden....Ist das wirklich so? Ich bin 39, w, studiert, gut situiert...und tätowiert. Keine übermäßige Körpermalerei, aber eben ein kleines Bildchen am Arm, das ich auch nach 5 Jahren immer noch sehr schön finde. Aber einem bestimmten (sexuellen) Milieu würde ich mich nicht zuordnen....Meinen bisherigen Partnern gefiel dieses Tattoo...der ein oder andere fand es sogar sehr sexy. Wie denkt Ihr darüber?
 
  • #2
Das Thema wurde bereits ausführlich diskutiert. Lies Dir mal bitte den folgenden Thread durch, bevor das alles noch einmal erörtert werden muss:

http://www.elitepartner.de/forum/piercings-und-tatoos-schrecklich-schoen-abstossend-prollig-individuell-jugendlich-modisch.html

Zusammenfassend kann man sagen, dass sich etliche Mitglieder durchaus kategorisch an Tattoos und Piercings stören und als Partner ausschließen würden. Viele andere stehen Tattoos recht offen gegenüber.

Ob man Tattoos und Piercings bestimmten Milieugruppen zuordnen kann, ist extrem kontrovers. Eine Einigung wird hier nicht zu erzielen sein. Gewiß denken viele aber so -- ob zu recht oder zu unrecht, sei dahingestellt.
 
  • #3
Da muss man auf jeden Fall differenzieren. Ich würde mich bspw. als eher konservativ einordnen, habe bei einer Frau gegen ein kleines Tattoo bspw. auf der Schulter oder dem Knöchel überhaupt nichts. Auch Piercings an Bauchnabel undf Zunge gefallen mir eigentlich ganz gut.

Ganz anders sieht es jedoch bei großflächigen Tattoos wie dem berühmten Arschgeweih, Intimpiercings oder auch einem Piercing an der Lippe oder den Augenbrauen aus. Die finde ich ziemlich unästhetisch.
 
  • #4
Noch etwas: je nachdem, wie die Person insgesamt wirkt, haben Tattoos/Piercings eben auch eine andere Wirkung. Wenn eine studierte und gebildete Frau ein Tattoo hat, dann würde ich das Tattoo keinesfalls als primitiv empfinden (da ich es ja bereits besser weiß), sondern sogar als interessant.
Anders ist das, wenn die tätowierte Person eben auch bislang schon eher einen ungebildeten/primitiven Eindruck auf mich gemacht hatte. Dann würde ich das Tattoo evtl. als Bestätigung dieses Eindrucks heranziehen.
 
  • #5
Ich finde einen großen Ring durch die Nase super. Da lässt sich die Leine gut einhaken ;-))))

Aber im Ernst: Meine ehemalige Angebetete war tätowiert und nein, ich habe sie nicht im Milieu kennengelernt. Mir käme eine solch pauschale Zuordnung auch nicht in den Sinn. Ob das daran liegt, dass ich hier in einem recht urban geprägten Ballungsgebiet wohne, wo man so etwas nicht mehr zwangsläufig entweder mit der Zugehörigkeit zu einem zwielichtigen Milieu oder der Kennzeichnung von Kühen verbindet, weiß ich allerdings nicht.
 
  • #6
Für mich spielt vor allem auch folgender Aspekt eine Rolle: Mir fällt keinerlei Schmuck ein, den ich von jetzt an für immer tragen möchte. Wer sich tätowieren läßt, trifft aber letztlich genau diese Entscheidung. Wer weiß, wie er in 10, 20, 30 Jahren darüber denkt?

Deshalb gilt für mich: Wenn eine Person so unvernünftig handelt, aus meiner Sicht so unreif ihren Körper verpfuscht, dann kommt sie für mich schon deswegen nicht in Frage. Wie gesagt, meine persönliche Meinung, daher bitte gleich auf Anfeindungen verzichten...

Außerdem werden Tätowierungen nun einmal klischeehaft mit bestimmten Eigenheiten assoziiert -- ob zu recht oder zu unrecht, sei dahingestellt. Ich möchte nicht mit einem Partner am Strand oder im Schwimmbad sein und in anderen Gästen diese Gedanken hochkommen sehen. Nein, danke.
 
  • #7
bei Tätowierungen gibt es große unterschiede manche sind klein und sexy andere total proletenhaft, man kann da keine globale aussage treffen
 
G

Gast

  • #8
@ #5: Was Du schreibst, gilt m.E. aber nicht für ein einzelnes sehr kleines Tattoo. Das ist weder so störend, dass man es später ästhetisch nicht mehr ertragen kann, noch wird es von der Gesellschaft als anrüchig wahrgenommen.

Noch ein ganz anderer Aspekt, den Du da ansprichst: Mich persönlich interessiert es eigentlich einen Dreck, was mir völlig unbekannte Besucher eines Schwimmbads von meiner Freundin denken.
 
  • #9
@ #7: Der besseren Zuordnung wegen nur der Hinweis, dass der Beitrag von mir stammt. Ich hatte vergessen, mich einzuloggen.
 
  • #10
@#7: Ja, für "einzelne, sehr kleine Tattoos" magst Du recht haben. Aber es gibt ja auch jede Menge anderer, oder?

Zum anderen Aspekt: Vielleicht ist das geschlechtsspezifisch? Ein tätowiertes Mädchen mit niedlichem, kleinen Tattoo ist vielleicht eher Schmuck für den Mann, Aber ein tätowierter Mann wirft kein gutes Licht auf ein nicht-tätowiertes Mädchen, finde ich. Ich möchte jedenfalls auf keinen Fall mit einem tätowierten Kerl herumlaufen -- für mich persönlich wirkt das immer noch nach Rocker, Zuhälter oder seltsamen Praktiken. Nein danke!
 
  • #11
@ #8: Ich hatte das eher allgemein gemeint. Warum sollte ich mich an den Gedanken anderer Menschen orientieren, die mir gar nichts bedeuten ?
 
  • #12
@#10: Da magst Du zwar generell recht haben und in anderem Kontext hätte der Spruch glatt von mir sein können, aber trotzdem gelte ich nicht gerne als leicht, schlampig oder selbst als milieu-assoziiert, ganz egal ob mir das nun egal sein könnte oder müßte. Ist halt einfach so.

Wie gesagt, die Klischees und Vorurteile mögen heute ja auch gar nicht mehr richitg sein, aber ganz viele fühlen sie einfach noch spontan und das muss ich mir nicht geben.

Schon der Vernunftgrund unter #5 ist für mich so stichhaltig, dass ich da keine Kompromisse eingehe.
 
G

Gast

  • #13
Ich wurde noch so erzogen, dass Tätowierungen in Deutschland nur haben:

-Seeleute oder
-Knastis oder
-Assis

dem habe ich nichts hinzuzufügen!
Jens
 
G

Gast

  • #14
@#12
wenn man Eltern hat, die vor dem 1. Weltkrieg geboren sind verstehe ich den Erziehungsstil. Wir leben heute im 21. Jahrhundert und haben wohl zig Reifungsprozesse durchlebt. Schade, dass diese an dir spurlos vorübergegangen sind, solltest du aufgrund deiner Erziehung diese engstirnige und bornierte Einstellung weiter verfolgen.
 
  • #15
@#13: Na ja, soweit, so gut, aber auch im 21. Jahrhundert sind nur wenige solide Menschen tätowiert. Das muss man auch mal sagen dürfen.
 
G

Gast

  • #16
@#14
woher willst Du das denn wissen???
Ich würde es eher so formulieren: Menschen, die im 21. Jahrhundert pauschalieren aufgrund von Äußerlichkeiten sind nicht solide im Verstand.
 
  • #17
@#15: Deine Meinung sei Dir gegönnt, auch wenn ich sie für falsch halte. Meine persönliche Erfahrung sagt mir, dass unter soliden bis niveauvollen Leuten der Anteil der Tätowierten relativ gering ist, und wenn eher kleine, geschmackvolle Motive als flächige Verzierungen oder provokante Motive. Ich war schon oft genug auf Tagungen im Hotelschwimmbad und habe so gut wie nie Tätowierungen erblickt -- diese praktischen Erfahrungen sind schon sehr eindeutig.

Wie immer gilt: Nichts ist schwarzweiß, Ausnahmen bestätigen die Regel und von Einzelbeispielen kann man nie auf alle schließen. Das ist unstrittig.Sicherlich gibt es also auch grundsolide Menschen mit Tattoo -- aber eben doch ziemlich selten.

Im übrigen wäre es besser, wenn Du einfach Deine Meinung zum Thema äußerst, als beleidigend zu werden. Argumente sind viel überzeugender als Pöbeln.
 
G

Gast

  • #18
@13
Nur zur Klarstellung:

Ich habe nichts gegen Tatowierungen. Schließlich hat jeder jedes Recht der Welt, sich sein Kainsmal selbst aus freien Stücken zu verpassen. Ich finde es sogar gut. Wenn nämlich deas sog. "Arschgeweih" zwischen Rock und zu kurzem T-Shirt hervorblitzt, weiß man gleich, welcher Schicht die Dame zugehört. Es ist halt langsam in vielen Bereichen so. Auch an z.B. den Vornamen der Kinder trennt sich die Spreu vom weizen. Die heißen Kevin, Luca, Marvin, Leon, , Doreen, Jasemin, Vanessa usw., die anderen eben Friiedrich, Karl, Hugo, Fritz, Jakob, Max, Anna, Charlotte, Hermine usw. Hier sieht man heute schon, wer sich zukünftig mit überwiegender Wahrscheinlichkeit tatowieren lassen wird. Schließlich will man ja auch über äußere Merkmale Anerkennung im Problemviertel finde oder?

Jens
 
  • #19
@#17: Erschreckenderweise stimme ich Dir tatsächlich mehr oder weniger zu -- auch wenn es von Klischee und Vorurteil nur so trieft, aber da ist schon etwas Wahres dran...

(Wer die Vornamen diskutieren will, eröffne im übrigen bitte ein neues Thema.)
 
G

Gast

  • #20
Ist das euer Ernst, ihr ordnet im Jahre 2009 noch jemanden wegen eines Tattoos einer bestimmten Schicht/Gruppe zu? Wacht mal auf, das ist wirklich albern. Vor 10, 20 Jahren mag das vielleicht noch zutreffend gewesen sein, aber heute? Reden wir hier eigentlich von ganzkörper-tätowierten Rockern oder einem kleinen, schmückenden Tattoo? Ich kann's kaum glauben, habe gerade angestrengt überlegt, wer in meinem Freundes- /Bekanntenkreise (Mitte bis Ende 20) eigentlich kein Tattoo hat - Ergebnis: vielleicht ein Drittel! Und nein, das sind fast durchweg studierte Leute. Das ist fast genau so grandios wie der Thread, in dem Frauen Männer nach Schuhe einordnen - so langsam wundert's mich nicht mehr, warum es so viele Singles gibt...
 
G

Gast

  • #21
Hier ging es nicht um Arschgeweihe, auch nicht um flächendeckende Küperbemalung. Hier ging es um kleine Tattoos, die nicht für jeden sofort sichtbar sind.
Ob Hotelschwimmbäder ein Indiz für Tattoos bei "angesehen" Geschäftsleuten sind, lasse ich mal dahingestellt. Ich gehe nicht mit Geschäftsfreunden in die Sauna oder zum Schwimmen, weil ich Geschäftskontakte gerne rein geschäftlich halte und nicht auf den Bikini oder den Badeanzug übertrage...ist auch Geschmackssache....
Ganz schön intolerant, unflexibel und borniert was man hier so liest. Und wer eine Glatze trägt ist wahrscheinlich auch immer ein Skinhead...Schubladen sind wirklich praktisch. Rein mit dem Zeug und aufhören zu denken....Schade eigentlich.
 
G

Gast

  • #22
@2:
Aber doch nur, wenn Du mit ihr einmal oder vorübergehend wirklich schmutzigen Sex machen willst. Kann mir nicht vorstellen, dass so für Dich die "Frau für Leben" aussehen würde oder? Du bezeichnest Dich als konservativen Frauenversteher, habe ich das richtig zur Kenntnis genommen? Wenn Deine Frau fürs Leben zungengepierct und weiß Gott wo sonst noch gepierct und zusätzlich noch gut sichtbar tätowiert ist, wünsche ich viel Spaß an ihrer Seite in konservativer Gesellschaft. Kann mit vorstellen, dass dies echt gut ankommt, auf dem Golfplatz, im Club beim Tauchen auf den Malediven, der Queen Mary, am ausländischen Flughafen am Nacktscanner, wenn Deine Eltern neben ihr stehen, im Kreissaal, im schulterfreien kleinen Schwarzen beim offiziellen Empfang, usw.

Jens
 
  • #23
Bevor dieser Thread wieder ausartet, sei noch einmal angemerkt, dass bisher ALLE Teilnehmer JEDEM frei eingeräumt haben zu machen, was er möchte.

Die Titelfrage war, ob es sein könnte, dass Tattoos nachteilig sind. Das scheinen sie auf jeden Fall für einen gewissen Anteil der hier teilnehmenden Mitglieder in der Tat zu sein.

Ob diese Haltung gut, modern, politisch-korrekt oder sonstwie ist, steht überhaupt nicht zur Debatte. Niemand muss sich in diesem Forum für seine Meinung rechtfertigen oder gar beleidigen lasen. Dem Fragesteller hilft es, wenn er erfährt, wie andere Singles über sein Anliegen denken. Punkt.
 
G

Gast

  • #24
Mag sein, dass es ihr hilft, aber ein Forum ist auch eine Diskussionsplattform und jeder der nicht Deiner Meinung ist, darf dieses Schulbladendenken ebenso kritisieren. Punkt.
 
  • #25
@#23: Es mag sein, dass Du den Sinn des Forums mißverstehst. Lies Dir doch einmal die Verhaltensregeln genau durch. Die Antworten sollen hilfreich für den Fragesteller sein, nicht Meinungen bewerten und schon gar nicht in den Dreck ziehen.
 
  • #26
@ #22: So langsam muss ich wirklich an mich halten, um nicht ausfällig zu werden.

1. Du verwechseltst konservativ wohl mit protzig ! Was hat konservativ mit Golfclub oder Malediven zu tun ? Konservativ zu sein bedeutet für mich bspw., nicht unverheiratet ein Kind haben zu wollen, mein Kind nicht unter 2 Jahren in eine Krippe abschieben zu wollen etc.

2. Wenn Du lesen könntest, hättest Du erkannt, dass auch ich tatsächlich nicht eine Lebenspartnerin mit einer zweistelligen Anzahl an Piercings oder großfächigen Tattoos haben wollte. Aber ein Zungenpiercing oder ein kleines Tattoo an der Schulter würden mich ganz sicher nicht davon abhalten, mit jemandem mein Leben verbringen zu wollen.
 
G

Gast

  • #27
diese thema wurde bereits ausgiebig in einem anderen thread diskutiert. äußert eure meinungen am besten in dem anderen thread. Vielleicht werden hier auch wieder die Gegner von Frederikas Schubladendenken aktiviert.
 
G

Gast

  • #28
@18 (Frederika)
bitte erkläre mir doch einmal, warum es erschreckend für Dich ist, mir "tatsächlich" mehr oder weniger zuzustimmen? Was soll das?
Ich bitte um Aufklärung.
Jens
 
  • #29
@#27: Lieber Jens, sorry, ich wollte Dich nicht angreifen. Ich habe mit der Formulierung vielleicht etwas übertrieben. Tut mir leid. Es ist aber so, dass ich manche Deiner anderen Beiträge durchaus als zu beleidigend einstufe. Bei besserer Wortwahl würden Deine Argumente wesentlich gewichtiger erscheinen. Die Verwendung von Schimpfwörtern und Prekariatsvokabular gefällt mir persönlich gar nicht.

@#25: Ausgerechnet ein Zungenpiercing finde ich persönlich zum Beispiel besonders übel. Das ist nicht gerade gesellschaftskompatibel, ganz ehrlich. Ich weiß immer gar nicht, wo ich hingucken soll. Furchtbar!
 
G

Gast

  • #30
@25:
den Fußballplatz konnte ich hier nicht anführen. Fußball mag zwar der König des Sports sein, ist aber ganz sicher nicht der Sport der Könige. Aus Sicht einer Alleinerzeihenden Mutter, die über die Runden kommen und daher zur Arbeit gehen und ihr Kinde in eine Kindertagseinrchtung bringen muss, klingst Du ganz sicher mit Deiner Definition Deines persönlichen Konservatismus protzig. Also, bitte lasse einmal die Kirche im Dorf.

Zungenpiercing führt in konservativen Kreisen, also auch bei Schützenfest im Ländlichen eher nicht zur Gesinnungskooptation durch die Mehrzahl der anwesenden Gesellschaft. Wenn Du das in Kauf nehmen würdest, schön. Bei zungengepiercten Mädels denke ich jedenfalls sofort, dass die jede noch so üble Sexualpraktik mitmachen würde. Das scheint auch der überwiegende Teil der wirklich konsverativen Gesellschaft zu denken. Irgend woher müssen die berechtigten Vorbehalten ja kommen. Manche haben eben einen zu kurzen Rock an, färben die Haare zu blond usw.

Jens