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  • #1

Stumpft unsere Sexualität ab?

Ich (w/33) habe mich vor 1,5 Jahren von meinem Freund getrennt, mit dem ich 11 Jahre zusammen war. Seitdem hatte ich ein paar sexuelle Erfahrungen mit Männern, die mich eher an einen Pornodreh erinnert haben und die ich absolut nicht erotisch fand, egal wie sympathisch der jeweilige Mann an sich war. Vor meiner langjährigen Beziehung hatte ich Erfahrungen, die ganz anders waren. Ist das Zufall oder habt ihr auch den Eindruck, dass sich die Sexualität in unserer Gesellschaft verändert?
 
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  • #2
Definitv!

Ich stelle mir das allerdings lustig vor, wenn so 35jährige Männer sich einer so stumpfen ,durchgetakteten Abfolge hingeben.
Allerdings muss man sagen, dass Frauen mittlerweile ja auch mit Pornographie aufwachsen.
Die U-25 Frauen fordern das geradezu ein, obwohl es Emanzipation geradezu konterkariert.
Der vorschnelle Versuch das dann als Emanzipation zu verkaufen ,ging gehörig ins Leere.

Aber z.B. der absolute Wunsch nach riesigen Genitalien,der meistens von sehr jungen Frauen kommt, geht rein auf diese Entwicklung zurück.
 
  • #3
Sorry aber wie soll Sex ohne tiefere Gefühle auch schon sein?
Mega erfüllend etwa?

Ich glaube niemals dass Affären oder ONS irgendeine seelische Erfüllung finden, dieses ex- und hopp oder hier und da mal Gehoppel kann niemals eine "innere Leere" ausgleichen, der Trieb ist mehr oder minder gestillt und dann???

Deine Frage ist schon vom Text her beantwortet.
Ohne seelischen Tiefgang bleib Sexualität immer an der Oberfläche, immer
 
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  • #4
Nein, ich glaube, das war dann Zufall, Pech oder so. Wenn es passt, merkst du das daran, dass es auch sexuell schön ist und der Mann vor allem darauf achtet, ob und was dir gefällt.
 
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  • #5
Soweit ich das beobachten kann, verändert sich Sexualität noch mehr hin zur Konsumierbarkeit und weg von Liebe und Empathie. In den letzten Jahren klagten immer mehr Freunde und Bekannte, ihre Partnerinnen hätten sie verlassen, weil sie sich größere P***e erwünschten - fand ich ziemlich krass, primitiv und pornographisiert.

Ich bin sehr froh, daß ich nie mit einheimischen Frauen was hatte, und die kläglichen Versuche mit ihnen waren zum abgewöhnen, völlig verrohtes Verhalten und sie suchten nur billigen und langweiligen Sex. Mit mir nicht.

Sexualität entbehrt heutzutage in dieser Gesellschaft der Erotik. Ich fand bei deutschen/westlichen Frauen weder Liebe noch Zuneigung noch Empathie, nicht ansatzweise den Hauch von Erotik, des Spielerischen. Es herrscht das Diktat des Quantitativen über der Qualität.

Aber: andere Länder, andere Werte und Sitten.

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  • #6
Ich habe wie du den Eindruck, dass sich die Sexualität auf gesellschaftlicher Ebene verändert hat. Allerdings verstehe ich mich auch im sexuellen Bereich als Gestalterin meines eigenen Daseins, so dass ich mein Bedürfnis nach Sexualität nicht verändern muss. Keine Frage jedoch, dass zu einer erfüllten Sexualität zwei Menschen gehören. Da kannst du selbst noch so emotional unterwegs sein... Der Partner sollte mit einem in die gleiche Richtung blicken bzw. auf gleicher Welle surfen. Ich glaube fest daran, dass es auch unter den Männern noch emotionale und wunderbare Helden gibt, mit denen auch du eine erfüllende Sexualität leben kannst. Viele Glück und Lust pur.
 
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  • #7
Seitdem hatte ich ein paar sexuelle Erfahrungen mit Männern, die mich eher an einen Pornodreh erinnert haben und die ich absolut nicht erotisch fand...

Vor meiner langjährigen Beziehung hatte ich Erfahrungen, die ganz anders waren. Ist das Zufall oder habt ihr auch den Eindruck, dass sich die Sexualität in unserer Gesellschaft verändert?

Liebe FS,
ich denke, da wirken mehrere Faktoren.

Zum einen habe ich ebenfalls den Eindruck, dass sich Sexualität zum Konsumgut verändert. Die Männer haben sich an Pornos hochgezogen und wollten, dass die Partnerinnen ihnen das gleiche Programm bieten. Dann haben die Frauen mitgemacht und nun jammern die Männer, weil sie das, was in den Filmen gezeigt wird, garnicht bringen können. Die Frauen glauben, das muss so sein und mustern die Männer dann eben aus, wenn sie es nicht bringen.
Wenn keine Gefühle sondern nur Triebe da sind, dann ist das recht einfach.

Der andere Aspekt ist: Du bist älter geworden. Die Männer für richtige Liebesbeziehungen sind erst mal weg, die haben sich vor ein paar Jahren ihre Lebenspartnerinnen gesucht. Übrig bleiben nun die, die sich ausleben und keine echten Gefühle einbringen wollen/können. Was sie unter ausleben verstehen, das erlebst Du ja - nicht besonders befriedigend.

Richtig abenteuerlich wird es mit ü50-Männern, die noch mal richtig wollen und dann funktioniert es nicht. Da habe ich einige Stories von Freundinnen gehört, die definitiv zum abgewöhnen sind.

Ich habe das Dating sein gelassen, nachdem ich an ein paar hyperaktive Grabbler geraten bin, die auf Körperkontakt gingen, noch bevor ich ihren Namen kannte - weiter habe ich sie garnicht kommen lassen, weil es mir zu unangenehm war.
Irgendwann im echten Leben begegnete mir dann ein ganz normaler Mann, dessen Sexualleben nicht von Pornos bestimmt ist, sondern der noch leben kann, was er fühlt, bzw. übehaupt noch was fühlen kann. Das ist schön.
 
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  • #8
Stumpft unsere Sexualität ab?
Nein --Sexualliät nicht... Der praktische Sex stumpft ab,
Zum einen verändert er sich aber eh im Alter und zum anderen stumpft er nicht mehr oder weniger ab wie alle anderen Dinge in unserer schnellebigen Zeit und Kosumgesellschaft ,die abstumpfen.
Das Wort Qualität hat eine andere Bedeutung bekommen und wird mehr an "äusserlichem" gemessen und nicht was in der Packung drin ist.
Die richtige Werbung , eine schöne Verpackung, ein glanzvolles Licht und schon wird das Produkt ansich zur Nebensache...
Reizüberflutung ist ebenso ein passendendes Stichwort zum Thema..
Chats, anregende Worte, verführerische Fotos bei Singles aus dem Fotostudio, von Plakatwänden..Schöne Hände , Ein süsser Rücken mit einem Tatoo, lazive Posen im liegen mit viel Haut..
Alles sehr verführerisch... Aber wen die Person dann tatsächlich vor dir steht?

Schöne Verpackungen eben..
 
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  • #9
Gewiss gibt es abgstumpfte Menschen, die auch ihre Sexualität so leben. Ich weiß nicht, ob sie sich mit einem anderen Partner anders geben würden.

Ich persönlich kann nicht Sex ohne Gefühl, aber sehr selten mal Sex außerhalb einer Beziehung haben, wenn es ein ganz besonderer Mensch ist und die Rahmenbedingungen oder einzelne Details für mehr nicht passen. Aber ich bin immer mit Geist, Körper und Seele dabei.
Einmal wurde ich fast von einem gezwungen, mein Gefühl beim Sex abzustellen. Es war ein sehr eloquenter, unterhaltsamer, aber sonst roher und grobmotorischer Mensch, was ich zwar anfangs vermutet, dem aber zu wenig Bedeutung beigemessen habe. Mit ihm war es demnach schrecklich - schade, denn das hat alle positiven Gefühle für ihn übertüncht.
Seitdem hatte ich keinen Mann mehr, denn diese Erfahrungen brauche ich wirklich nicht. Ich werde auch in Zukunft beim leisesten Zweifel an der emotionalen Integrität eines Mannes nichts mit ihm anfangen. Ich muss nicht heiraten, aber seine Liebhaberqualitäten müssen vollkommene emotionale und erotische Befriedigung garantieren ;)
 
  • #10
Seitdem hatte ich ein paar sexuelle Erfahrungen mit Männern, die mich eher an einen Pornodreh erinnert haben und die ich absolut nicht erotisch fand, egal wie sympathisch der jeweilige Mann an sich war.

Grins- Liebe Damen, ihr bekommt das was gerne so gefordert wird- höher schneller weiter!

Und Liebe FS- Das könnte durchaus an der Wahl Deiner Sexualpartner liegen. Ist der Sex das einzige was Euch verbindet- Nun wie soll denn der Sex dann sein? Mit Liebe? Hingabe? Sich Fallen Lassen? Auch mal was weniger aufregendes?

Hallo, ONS und Affären haben ein zentrales Thema- poppen! Um das drehts sich. Da ist Entertainment gefragt, Performance, hinterm Vorhang stehen die Imaginären Punktrichter! Kannste mit Liebevollem Paarsex nicht vergleichen.

Ist das nichts für Dich? Dann lass es einfach.

Was ist nunmal das wichtigste Sexualorgan? Nein, nicht zwischen den Beinen, das sitzt zwischen den Ohren!
 
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  • #11
Tendenziell ja. Heute kannst du überall Nackte gucken (Mann wie Frau). Im Porno wird die schönste Sache der Welt auf einen mechanischen Vorgang reduziert. Ich sehe gerne schöne Männer, die ich adrett gekleidet viel erotischer finde.

Immer weniger Menschen sind liebes- und bindungsfähig. Es ist so viel einfacher unverbindlich zu v…, weil’s auch Frauen gibt die das suchen. Es wird vereinbart, dass keine Gefühle erwünscht sind. Sofern das so deutlich gesagt wird, hat Frau die Wahl ... Wer so „lieben“ kann ist bereits abgestumpft und dann kommt das dabei heraus, was Du erlebt hast. Bedauerlich dass es mehrfach passiert ist. Einen absoluten Schutz gibt es leider nicht, weil’s keinem auf der Stirn steht.

Ich lebe Sexualität mit meinem Partner ohne Reizüberflutung von außen. Wir haben genug Phantasie, damit es nicht langweilig wird. Ich find‘s schade, dass der allgemeine Konsumrausch manche Menschen so verändert, dass sie sich selbst nicht mehr spüren können.
 
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  • #12
"ein paar sexuelle Erfahrungen mit Männern". Wie soll so etwas auch sein? Es war oberflächlich, schnell, Triebabbau. Vermutlich der erstbeste Mann. Also nichts besonders. Vergiss es und such dir wieder eine anständige Beziehung! Da musst du den Fehler auch schon bisschen bei dir suchen, du hast dich ja so schnell auf die Männer eingelassen, also bist du selber auch etwas abgestumpft. Ich würde so etwas zum Beispiel nie machen.

Um solche paar verschiedenen sexuellen Erfahrungen zu machen, habe ich Jahrzehnte gebraucht und wenn ich mich mit einem Mann einlasse, dann mit dem Hintergrunddenken "für immer" und dann dauert es auch immer ein paar Jahre, bevor ich den nächsten Mann "teste". Mag blöd und bieder klingen, aber gute Sexualität entwickelt sich nicht bei einem ONS, sondern meist erst über sehr viele Jahre, wenn man zusammen eingespielt ist.
 
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  • #13
#4

Natürlich stumpft Sexualität nur so weit ab, wie man sich durch Promiskuität und Pornographie beeinflussen und runterziehen läßt. Wenn jemand tatsächlich Pornos als Vorbild nimmt, dann ist Mitleid angebracht, denn guter Sex basiert auf Liebe und Zuneigung, Offenheit und Vertrauen, auf dem Einlassen mit Partner/Partnerin. Pornos sind einseitig visuell auf grenzwertige Monstrositäten ausgerichtet, Geruch und Gefühl spielen da keine Rolle.

Was die FSin als ihre letzten Erlebnisse beschrieb macht mich gruseln. Warum klärte sie im Vorfeld nicht, was für Sexakrobatik sie da erwartete? Oder macht frau das heute nicht mehr, mal nachzufragen, bevor sie mit einem perversen ins Bett steigt? Wenn sie sich solch einer Gefährdung aussetzt, soll sie auch nicht rummaulen, es hätte ihr nicht gefallen. Sie konnte jederzeit "Nein!" und "Stop!" sagen, sonst wären es Vergewaltigungen gewesen.

M
 
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  • #14
Sorry aber wie soll Sex ohne tiefere Gefühle auch schon sein?

... kann niemals eine "innere Leere" ausgleichen, der Trieb ist mehr oder minder gestillt und dann???

Deine Frage ist schon vom Text her beantwortet.
Ohne seelischen Tiefgang bleib Sexualität immer an der Oberfläche, immer

DAS ist ein gewichtiger Punkt. Trieb befriedigt, seelische Bedürfnisse geweckt und nicht erfüllt, Ergebnis innere Leere oder (schlimmer: und!) zunehmende Beliebigkeit ("Wahllosigkeit") und über kurz oder lang drastische sinkende Beziehungsfähigkeit (Treue?). Viele wollen das nicht hören und müssen es halt (oft genug schmerzhaft) erst am eigenen Leibe erfahren.
 
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  • #15
Wie immer gehts eben auch um die richtige Auswahl deiner Partner, vielleicht suchst du am falschen Ort, vorallem aber willst du vermutlich schnelle Ergebnisse. Ein Aufriss für eine Nacht will nunmal meist keinen romantischen Kuschelsex, das wäre ungefähr wie Döner im Restaurant mit Kerzenlicht.

ich weiß von meinen Freunden, dass es da einige gibt, die ebenfalls keinen Wert auf Pornosex legen, aber das sind dann primär auch keine ONS Typen.

Insofern finde ich es immer etwas einfach, aus ein paar pers. Erfahrungen abzuleiten, dass es im Allgemeinen den Bach runter geht. Letztendlich bekommt doch jeder, was er verdient und wer immer das Falsche anzieht, sollte sich fragen, warum!

M, 36
 
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  • #16
Leute, bitte Schluss mit diesem "Selbst schuld, wer sich auf ONS einlässt und bla bla". Wer sagt denn, dass Frauen, die so etwas erleben, auf schnellen Sex aus sind?!
Ich habe leider eine ähnliche Erfahrung gemacht, mich auch nach vielen Jahren getrennt und hatte dann einen ernsthaften Beziehungsversuch. Aber als es zum Sex kam, war ich enttäuscht. Total hektisch und lieblos und mit Ausdrücken, die für mich eher in einen billigen Porno gehören. Die Art von Sex wollte ich in einer Beziehung nicht haben. Ich habe ihm das auch gesagt, nachdem ich das ein paar Mal mehr schlecht als recht über mich habe ergehen lassen. Und er wollte mich dann als prüde hinstellen, was ich ganz gewiss nicht bin. Ich habe nicht viele sexuelle Tabus, aber es kommt auf das WIE an. Ich muss mich dabei entspannen können und will das in vollen Zügen genießen. So einen Rammler vom Dienst will ich nicht als Partner!

W30
 
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  • #17
Der Grund für das Problem ist meiner Meinung nach nicht sexuelle Abstumpfung, sondern mangelnde Abwechslung bei Frauen ab 30. Also bei reiferen Frauen, die von dem wilden harten Pornosex der vergangenen 12-15 Jahre langsam herunterkommen, weil es einfach mit den Jahren zu eintönig und langweilig geworden ist, und sie natürlich auch erwachsener und ruhiger geworden sind. So geht es übrigens auch uns Männern ab 30, nicht nur euch Frauen.

Ich bin mir deswegen also sehr sicher, dass jetzt eben die romantischeren und zärtlicheren Männer bei euch Frauen ab 30 höher im Kurs stehen werden, weil sie einfach mehr Abwechslung ins Liebesspiel einbringen können als die eintönigen Rammler, die euch nur die ganze Zeit lieblos durchhämmern, aber sonst nix anderes beim Sex zu bieten haben.

Man kann das gut mit Musik vergleichen: Wer die letzten 10 bis 15 Jahre nur ausschliesslich harten Heavy Metal gehört hat, der möchte jetzt eben auch mal etwas Kuschelpop hören. Das ist normal. Man kann sich die ganze Zeit nicht nur mit hartem Zeugs durchdröhnen, sondern braucht auch mal etwas langsameres und softeres zur Abwechslung. Und so ist eben auch beim jahrelangen Sex.

Jetzt wollt ihr reiferen Frauen nicht nur die ganze Zeit durchgerammelt werden, sondern wollt auch mal mehr Kuschelsex, mehr geküsst und zärtlich gevögelt werden. Vielleicht auch erstmal langsam und ruhig in euch eindringen, dann wieder etwas schneller, wilder und härter. Einfach mehr Vorspiel und mehr Abwechslung beim Liebesspiel als nur das sofortige, plumpe Rein und Raus Kanickelgerammel wie in den üblichen Pornos.

Eigentlich ist das nur eine logische Entwicklung, finde ich. Die meisten Kerle haben sich an das eintönige Gerammel die Jahre gewöhnt, kennen nichts anderes mehr und können auch nichts anderes mehr der Partnerin bieten. Deswegen müssen wir Männer jetzt flexibler sein und nicht nur den Macho Lover bringen, der ordentlich rammeln kann, sondern auch mal der Romantiker sein, der euch auch mit Zärtlichkeiten und Kuschelsex zur Abwechslung verwöhnt. Das wird jetzt auch wieder einige Jahren Zeit brauchen, bis die allgemeine Männerwelt da draussen sich auf diese neue Entwicklung einstellen kann.

Zärtlichere Männer wie ich können euch dieses Bedürfnis schon jetzt und ohne Schwierigkeiten erfüllen. Dafür rammeln wir aber nicht so hart beim Sex wie die anderen Kerle, sondern machen generell alles zärtlicher und langsamer. Das kann euch Frauen nach einigen Jahren Partnerschaft dann auch wieder zu eintönig werden. Es wird schwer sein für die meisten Männer, euch beides zu bieten, also wilden harten schnellen Sex und gleichzeitig auch zärtlichen, romantischen langsamen Kuschelsex. Wenn wir Männer das aber lernen, dann werden wir den anderen Männern gegenüber begehrter bei euch Frauen sein. Momentan sind solche Männer aber eher die Ausnahme und schwerer zu finden.

M, 35, Single
 
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  • #18
Die Frage ist durchaus interessant, aber ich meine, jede Antwort ist hier stark individualisiert und nicht repräsentativ für eine generalisierbare gesellschaftliche Entwicklung!

Sicherlich haben steter Pornokonsum im Netz, vor allem der männlichen Konsumenten, bei dem ein oder anderen Spuren hinterlassen... was las ich letztens;

Aufgrund der Stimulanz durch Bilder beim Pornokonsum und weniger durch Hüftbewegungen beim Onanieren verlieren Männer mit der Zeit die Fähigkeit, sich auf den Körper ihrer Partnerin einzulassen und müssen im Kopf auf´s Kino ausweichen.... ein artikel aus einer bekannteren Zeitschrift...!

Mediale Manipulation.... herrlich! Bin ich froh, mich davon verabschiedet zu haben!

Ich, m34 und hetereo, suche eine "Beziehung" bzw. Partnerin ausschließlich für Fernreisen/Urlaub, Freizeitaktivitäten wie Kino, mal spazieren gehen etc. Natürlich kann ich alles das auch mit Kumpels und männlichen Freunden haben, ist aber nicht dasselbe.Mit Kerlen starrt man halt gemeinsam ins Feuer und fragt alle 30 Minuten mit wedelnden leeren Krug "auch noch eins?" und das ist auch ok so....!

Frauen haben mitunter deutlich mehr Eloquenz und halt eine feminine, meist empathischere Sichtweise.
 
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  • #19
Also bei reiferen Frauen, die von dem wilden harten Pornosex der vergangenen 12-15 Jahre langsam herunterkommen, weil es einfach mit den Jahren zu eintönig und langweilig geworden ist, und sie natürlich auch erwachsener und ruhiger geworden sind.

Tut mir leid, aber was hat es mit dem Alter zu tun, auf welche Art Sex man steht?
Ich bin 24w, habe nie Pornosex gebraucht und werde wohl auch in Zukunft gut und gern darauf verzichten können.
Ich persönlich finde auch, dass der Sex schlechter wird. Nicht mit zunehmendem Alter, sondern wahrscheinlich wirklich durch den zunehmenden Einfluss der Pornographie. Meine ersten Erfahrungen so mit 16 waren viel zärtlicher. Heute findet man mehr "Rammler". Und wer schlecht ist, ist und bleibt schlecht, auch in einer festen Beziehung und nicht nur bei ONS.
 
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  • #20
Warum hast Du den Männern nicht gezeigt, wie´s geht ? Frau muss auch selbst aktiv werden und Wünsche äußern. Es klingt fast so, als hast Du die Männer für eine Beziehung zu schnell abgeschrieben, nur weil der Sex für Dich nicht erfüllend war !? Normal ist aber, daß man sich in einer Beziehung erst annähern muss, über sexuelle Vorlieben austauscht, dann wird der Sex auch besser.

Von einmaligen Affairen kannst Du keine Wunder erwarten. Vielleicht haben die Männer auch einfach nicht zu Dir gepasst !? Ich weiß nicht, was Du unter sexuelle Erfahrungen à la Pornodreh verstehst. Es gibt Frauen, die auf kurze, offensive "Nummern" stehen und dies äußerst reizvoll finden (ich zähle mich selbst auch dazu).

w, 32
 
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  • #21
Liebe FS,
nö, kann ich nicht bestätigen. Bei ONS kann ich mir das gut vorstellen - da gehts für ihn/beide ja auch nur um schnelle Triebbefriedigung.
Wenn der Mann aber vor dem Sex schon immer sehr zärtlich und liebevoll war, dann wird er auf keinen Fall plötzlich zum unsensiblen Super-Rammler... zur Not: SAG ihm, wie du es magst - dann kann er lernen.

w28
 
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  • #22
"Ohne seelischen Tiefgang bleib Sexualität immer an der Oberfläche, immer"

Das ist ungefähr genauso falsch wie wenn ich sagen würde..

Nur wenn es mir immer gut geht bin ich Glücklich..

Nein..Um Glücklich zu sein muss ich auch mal zwischendurch Trauer oder Probleme haben.

Und so besteht Erfüllung im Sex auch aus der Vielfalt es auch mal aus Trieb, Romatik, Zärtlichkeit, Versöhnung ..oder einfach mal nur ein spontaner Quikie,,

Seelentiefen Sex zu Haben ist sehr schön....aber immer nur Seelentief? Nöö

Ich esse ja auch gerne paniertes Schnitzel mit Pommes und Salat aber zwischendurch auch mal gern was anderes.-;)

M47
 
  • #23
Ich denke, es ist schon etwas anderes, ob Mann wie Frau ohne vor-implantierte Bilder im Kopf sich an Sexualität und das andere Geschlecht herantastet, gemeinsam erfährt, erlebt, kreativ ist, sich austauscht, lernt zu kommunizieren zu dem Thema und seine Möglichkeiten ausweitet im Vergleich zu einer vorgegebenen - oft einseitigen - Bilderflut, die dann die Bilder im Kopf bestimmt die man schlicht nachmacht wie ein Affe.

Wenn ich mir ansehe, mit welchen Bildern schon Teenager konfrontiert sind, ist dies einfach nur bedauernswert - wo bleibt die scheue Neugier, dies und das zu entdecken,? Ich finde, man nimmt sich damit mehr als dass etwas gewonnen wird. Und ich meine hier schon Hardcore-Bilder, die per Smartphones ausgetauscht werden. Ich finde allerdings, dass hier die Erwachsenen ziemlich versagt haben. Nicht dass ich für Prüderie wäre . aber Qualität und Klasse fehlt extrem. Und das Bewusstsein, wo was hingehört.

Momentant gibt es mal wieder eine Studie zur Hypersexualisierung der Jugend, die aussagt, das Gehirn könne die beiden Dinge schon trennen - es gibt ja zu solchen Themen immer wieder solche 'beruhigenden' Studien die immer schön abwiegeln obwohl sie wirklich gar nichts hinterfragen außer Meinungen, und wer einen Schaden hat wird kaum erkennen, dass er einen Schaden hat - er hat ja auch keine Vergleichsmöglichkeit, wie also auch.

Ich sehe es durchaus so, dass 'Bilder' im Kopf sehr fest sitzen. Wer einen Film schaut und DANN das Buch liest nach dem der Film gedreht ist tut sich mehr als schwer, eigene Bilder überhaupt noch zu entwickeln und die vorgegeben Bilder zu ersetzen. Sogar wenn es andersherum ist - wenn man ein Buch gelesen hat und dann den Bildern des daraus gedrehten Films ausgesetzt ist, ist es fast unmöglich die eigenen, selbst entwickelten Bilder zu behalten.

Lese gerade Myrthe Hilkens' "McSex - Die Pornofizierung unserer Gesellschaft" (die recht junge Autorin ist Niederländerin) und finde die Kapitel durchaus interessant.
 
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  • #24
Den letzten Beitrag (22) finde ich ziemlich nachvollziehbar.

Ich denke allerdings noch in eine andere Richtung.
Früher mußten die Männer in eine Ehe,um Sex zu bekommen.
Nun ist Sex vermutlich nicht der wichtigste Aspekt einer Beziehung,aber schon ein sehr Wichtiger.

Pornos bieten dem Mann die Gelegenheit,seine Bedürnisse schnell und vorallem ohne Stress zu befriedigen.
Es mag jetzt aufgeschrien werden,das ist doch was ganz anderes als "Zweiersex" !!
So gesehen vorallem von den Frauen.

Wenn Männer ehrlich sind,machen sie es sich häufig lieber vorm dem Monitor,als all die Unannehmlichkeiten einer Beziehung in Kauf nehmen zu müssen.

Ich als Mann sehe darin eine Gefahr,denn mir gehts nämlich so
 
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  • #25
Irgendwie ist es mit dem Sex wie mit allem anderen auch. Es bildet sich eine fast allgemeingültige Meinung heraus, was gesellschaftlich "ok" oder "hipp" ist. Das betrifft die Musik, die Kleidung und sogar was man zu essen oder zu trinken hat.

Nachdem ich seit mehr als vierzig Jahren Geschlechtsverkehr praktiziere, bemerke ich auch hier einen steten Wandel, der dann zum mainstream wird. Früher haben wir noch hinter vorgehaltener Hand Empfehlungen abgegeben, wenn ein Mädel "ihn" in den Mund nimmt. - Wer macht das heutzutage nicht? Man versuche heute mal ein Mädchen zu finden, das sich nicht intim rasiert, in meiner Jugend gab es das gar nicht.

Man redet heute auch offener miteinander. Wenn ich eine Freundin besuche und deren 20jährige Tochter mockiert sich in meiner Gegenwart über schlechte Lover oder zu geringfügige Bestückung irgendeines Jungs (soll sie halt vorher mit ihm in die Sauna gehen), dann steigt mir die Schamesröte ins Gesicht, das hätten wir uns - vor allem in Gegenwart unserer Eltern - niemals getraut zu sagen.

Die Frage ist: Ist alles gut, nur weil alle es so machen? - Ich meine NEIN. Allerdings finde ich vieles heutzutage viel besser als zu meiner Jugendzeit, vor allem die Offenheit, auch dass eine Frau heute Sexualität einfordern kann, wie sie es mag. Dennoch würde ich mir wünschen - in allen Bereichen, nicht nur beim Sex - dass jeder für sich individuell entscheidet, was er will und nicht was die Gebote der Gesellschaft ihm vermeintlich aufoktroieren.

Was Pornosex angeht, die jungen Mädchen fordern das. Wenn sich dann aber mal ein junger Mann trauen würde, ganz anders zu sein als die anderen, indem er das Mädel sehr zärtlich, romantisch und ohne jeden Zeitdruck "zum Gipfel" zu führen, dann würden auch die heutigen Mädchen ihre Einstellung wohl diametral ändern.
 
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