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Gast

  • #1

Start ins neue (bessere?) Leben - wie macht Ihr das? Mary

Start ins neue (bessere?) Leben - wie macht Ihr das? Mary

Aufgrund von tiefsitzenden familiären Verletzungen mache ich das gerade und würde gerne wissen, was andere dazu veranlaßt, ihr Leben neu zu ordnen und ihre Wohnsituation und auch ihr privates Umfeld zu ändern. Wie vertretet Ihr das z.B. Euren Familien, bisherigen Bekannten gegenüber, ohne daß Ihr als kalt angesehen werdet? Wie findet Ihr neue wirkliche! Freunde? Bin mehr bei mir als je zuvor-nur stoße ich durch mein konsequentes Handeln auf unverständlicherweise absolutes Unverständnis/Abwehr. Es braucht viel Kraft. Habe hier mal gelesen, wenn mehrere einem gegenüber dasselbe Verhalten an den Tag legen, solle man etwas an sich ändern. Das würde nur heißen, daß ich weiter in der Opferrolle bleibe, was für mich inakzeptabel ist. Bin sehr alleine mit allem und wäre froh, ab und an jemandem zum Reden zu haben oder für gemeinsame Unternehmungen oder einfach Gäste zum Essen. Wie geht es Euch? Wie reagiert Ihr auf Menschen, die in einer solchen Situation sind? Was ratet Ihr?
 
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Gast

  • #2
Also Feng shui - klingt esotherisch, das denke ich auch. Aber vielen Leuten hilft es.
Weg mit dem Gerümpel - das ist mein Lebensmotto. Ich mache das ebenso konsequent und versuche es zu sein. Wer sich nicht innerhalb 6Monate bei mir meldet oder ich ihn/sie nicht erreicht habe - fliegt aus dem Adressbuch und Handyspeicher. Das sind nur Bekante, die kein wirkliches Interesse haben, sonst würde man zumindest mal smsen und nachfragen - wie es so geht. Ich stosse oft auf Kritik deshalb, aber eigentlich ist doch etwas wahres dran, Menschen, die ich mag und die mir etwas bedeuten, da melde ich mich und da rufe ich von mir aus an. Ich will mit ihnen Kontakt und Verbindung haben.
Klamotten und Schraenke, Keller und Spreicher und Papiere habe ich ausgemistet und das erleichtert einen Umzug, den ich auch gemacht habe, damit mein neues Leben starten kann. Das mit dem Ausmisten muss man immer wieder an, weil wenn die ganze Wohnung an ganzen vielen kleinen und großen Plätzen Ansammlungen von Häufchen und Unordnungen hat - dann ist es schwer. Lethargie stellt sich ein :" wo soll ich anfangen - es ist doch eh nicht schön bei mir, lohnt sich doch gar nicht" Und schon ist man wieder drin im Teufelskreis.
Und den Arbeitsplatz habe ich gewechselt und erst dachte: ... sch.., da bin ich vom Regen in die Traufe gekommen" aber jetzt habe ich eine neue Chefin seit einem Jahr und der Laden kommt in Bewegung. Und ich werde neu gefordert und manchmal auch gefördert.
Ich habe eine Leidenschaft - das Tanzen. Da ich das nie aufgeben wolllte habe ich mir nach der Scheidung über den Deutschen Tanzsportverband online Tanzsportpartnersuche einen neuen Tanzpartner gesucht. Vorher hatte ich es über den ADTV versucht und auch über Zeitungsannoncen. Ich war echt mutig und habe einige komische "Tanzpartner" getroffen und eine Probetrainings gehabt und es hat nicht gepasst - aber endlich ...Ich konnte endlich weitertanzen und darüber bin heute noch sehr glücklich.

Neue Menschen - Freunde kennen lernen. Da tue ich mich selbst sehr schwer. Ich überlege mir oft - in wiefern ich mich auf Kollegen einlassen soll oder ob das nur Seilschaften gibt oder ob ich lieber nach Feierabend keine Kollegen treffen will, um nicht auch noch über die Arbeit zu reden. Aber die meisten potentiellen Partner trifft man im sozialen Umfeld und das ist auch der Arbeitsplatz, weil einfach im sozialen Umfeld sehr viele Gemeinsamkeiten und gemeinsame Interessen und Wesenstrukturen sich wiederfinden.
Partnerbörsen, ja ich treibe mich auch hier rum. Aber ich habe es auch schon über andere Online Vermittlungen versucht - ich bin schon lange Single und oft kamen nur Affairen und Beziehungsversuche heraus, die meist nach wenigen Monaten verabschiedeten. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf.
Und über Vereine - Bergsportverein habe ich es auch schon versucht - Abteilung Wanderausflüge
für Singles und Schichtarbeiter des Deutschen Alpenvereins. Umsonst. Geschenkt.Man geht nicht so oft mit und hin, als dass man es wirklich nutzen würde. Deshalb sind Vereine für mich kritisch zu erwägen, ehe man eine Mitgliedschaft abschließt.
Trotzdem so ein nordic walking Kurs oder ein Salsakurs - zeitlich begrenzt - planbarer Rahmen, Möglichkeiten neue Menschen kennen zu lernen.
Gesprächspartner im Alltag - hilft nur telefonieren oder sich gar mit Freunden treffen. Aber sonst - und ehrlich gesagt - meine Freunde und Familie - irgendwann haben die auch genug von meinen Sorgen und Problemen.
Einfach nicht aufgeben Mary - tapfer bleiben. Kopf hoch - wir schaffen das.
 
  • #3
gut bei mir war die sache anders gelagert, wärend ich mich weiterentwickelt habe ist mein "freundeskreis" am selben level sitzen geblieben, das verständnis für meinen willen und einsatz, etwas zu erreichen war nicht da. Im endeffekt haben sie mich gebremst und ich schon lange nicht mehr in die gesellschaft gepasst.

ich habe einen glatten schlussstrich gezogen und fertig, niemals wäre ich auf den gedanken gekommen mich irgendwem gegenüber zu rechtfertigen. Es ist mein leben und ich muss mich darin wohl fühlen.

Das erste jahr ist hart, man muss erst aus dem sumpf von selbstmitleid heraus "ich bin ja so allein, keiner hat mich lieb" FALSCH du bist nicht allein und jeder dem du die chance gibst hat dich lieb. MAn darf nicht dem nachtrauern was man verloren hat, sonderm dem nacheifern was man haben will... und nicht aufgeben bevor man es hat.
Die anderen menschen kann man nicht ändern, aber sich und seine methoden kann man anpassen. Du willst leute kennenlernen, dann musst du unter leute gehen, such dir ein hobby.

egal was du must aktiv werden und bleiben, freude empfinden und ausstrahlen der rest kommt von selbst.

suche dinge die dir gefallen und dann mach sie, mach dich unabhängig von den anderen, man kann auch alleine super viel spaß haben und wenn man mal spaß hat kann man ihn mit anderen teilen.
 
G

Gast

  • #4
Ich habe jetzt nicht vor einen riesen Text zu schreiben!
Aber ich habe mit meiner Familie dasselbe durchlebt!
Der Schuldige war immer schnell gefunden...ignoration...etc.!
Ich kann dir nur raten wirklich auf Abstand zu gehen und mal eine lange Zeit nicht in Kontakt mit ihnen zu treten!
Bei mir hat es vorerst diesen "Aus den Augen, aus dem Sinn!" prinzip bewirkt, und nach einer Weile sind sie dann doch wieder gekommen!

Was das neue Leben betrifft, es ist am Anfang schwer vorstellbar!
Aber ich würde an deiner Stelle soziale Einrichtungen besuchen wie z.B. Sportvereine, Interessengruppen oder einen Tanzkurs...
Ob man dadurch aber wirkliche Freunde findet kann man nicht garantieren oder?

Aus meinen Erfahrungen funktioniert das weil man in Kontakt mit neuen Personen tritt die man "Zwangsweise" kennenlernt!

Ich wünsche dir viel Glück dabei, und noch eine glückliche Zukunft!

Liebe Grüsse