• #1

Ständig eskalierende Streits wegen Kleinigkeiten und wie agieren?

Mein Mann ist immer wieder mal mit Worten "fies" zu mir, für mich kommt es immer wie aus dem Nichts. Heute zum Beispiel habe ich entdeckt, dass auf meinem Lieblingspullover nach dem Waschen zwei Flecken waren, die ziemlich hartnäckig aussahen - und habe gesagt: "Mensch, so ein Pech, da bin ich aber wirklich traurig." Mein Mann: "Über einen Pullover? Geht's noch?" Ich war wie vor den Kopf gestoßen über seinen Ton und bin erstmal aus dem Zimmer gegangen. Es ging kein Streit voraus, sein unfreundlicher Ton kam von einer Sekunde zur anderen. Eine Weile später bin ich wieder zu ihm rein (er hat ferngesehen) und habe in ruhigem Ton erklärt, dass ich ziemlich traurig über seine kalte Reaktion war und nicht verstehe, was er plötzlich hat. Wir hatten vorher einen echt schönen Tag gemeinsam gehabt. Er meinte: "Sorry, ist mir egal. Wer regt sich bitte so wegen einem Pullover auf?" Ich denke, dass ich mich ab da auch nicht so gut verhalten habe, da ich mehrmals versucht habe, ihm meine Gefühle in dieser Situation zu erklären und dabei durch seine abweisende Art immer wütender wurde. Natürlich regt man sich SO nicht über einen zerstörten Lieblingspullover auf. Dadurch habe ich mich dann quasi selbst ins Unrecht gerückt. Aber ich kann seine verletzende Art nicht einfach so wegstecken. Es ist immer das gleiche Muster bei uns: Er sagt was Verletzendes zu mir, ich versuche es durch Reden mit ihm "aus der Welt zu schaffen". Er hasst Konfrontation jeder Art und kann keine Schuld eingestehen (sich also nicht "ehrlich" entschuldigen oder auch nur seine Beweggründe erklären). Ich werde wütend, er noch abweisender usw. Er wirft mir vor, aus einer Mücke einen Elefanten zu machen. Ich bin der Meinung, wenn er sich gleich entschuldigen würde, nachdem ich ihm erklärt habe, dass mich was verletzt hat, wäre die Sache gegessen. Aber das tut er nie. Manchmal verlasse ich das Haus eine Weile, meist kommt irgendwann der Punkt, wo er "einknickt" und sich doch entschuldigt. Wir sprechen uns aus und dann ist es wieder "heile Welt" bis zum nächsten Mal. Aber wir leiden beide sehr unter den stressigen Streits, mittlerweile passiert das wöchentlich. Meine Meinung ist, dass er dieses Verhalten aus seiner Ursprungsfamilie hat, sein Vater spricht auch oft so mit seiner Mutter, die sich meistens (in unserem Beisein jedenfalls) passiv dazu verhält. Mein Mann meint aber, seine Eltern hätten sich früher sehr viel gestritten, was er furchtbar fand. Ich frage mich inzwischen, ob mein Mann sich in dieser Hinsicht überhaupt ändern kann, es scheint grade eher schlimmer zu werden. Ich habe auch schon versucht, Sachen nicht direkt anzusprechen, sondern erstmal auf sich beruhen zu lassen und in einem ruhigen Moment nachzuhaken. Ergebnis war das gleiche. Ich wünsche mir jedes Mal so sehr, er würde zurücknehmen, was er gesagt hat. Ich kann sowas nicht einfach in mich reinfressen. Was ratet ihr? Bin ich zu empfindlich? Habt ihr Erfahrung mit so einem Muster oder Tipps?
 
  • #2
und kann keine Schuld eingestehen (sich also nicht "ehrlich" entschuldigen oder auch nur seine Beweggründe erklären).
Liebe FS, leider muss ich sagen, dass ich jemanden, der das nicht lernen kann, schlichtweg für nicht beziehungstauglich halte. Ich jedenfalls würde das Verhalten nicht aushalten und auch nicht einsehen, dass ich es aushalten soll. Das ist kein partnerschaftliches Verhalten, es ist immer nur ein Gegeneinander ohne ein Wieder-Aufeinander-Zugehen! Sie laufen ihm immer wieder hinterher, geben sich kommunikativ unendlich Mühe, kommen jedes Mal in's Leiden. Weil er egoistisch, unreif, nicht empathisch ist. Außerdem will er immer der (vermeintlich) Überlegene sein.
 
  • #3
Hallo Jinni,
ich glaube, Du kannst da gar nichts machen, wenn er sich nicht ändern will. Da es für ihn ja insgesamt "läuft", wird er auch keinen Änderungsbedarf sehen. Es ist richtig harte Arbeit, über das eigene Ego hinauszuschauen und die Befindlichkeit eines Anderen in den eigenen Fokus zu richten. Viele Menschen können das nicht, selbst, wenn sie wollten. Und noch mehr Menschen, die es vielleicht könnten, wollen es nicht von der Tiefe ihres Herzens heraus. Denn es würde den Anderen stärken und nicht mehr kleinhalten. Das fürchten Männer oftmals wie die Pest.
Das einzige, was Du tun kannst, ist, zu Dir selbst gut zu sein und zu akzeptieren, dass es ist, wie es ist mit ihm. Lass ihn an Deinem Innenleben nicht mehr teilnehmen, also in seiner Anwesenheit keine Sätze über Deine Befindlichkeit mehr. Nicht mehr nachhaken, wenn er es ohne Anlass trotzdem schafft, pampig zu sein.
Ihn wird es freuen und er wird denken, dass Du es jetzt endlich verstanden habest. Möglicherweise wird er aber auch nun andere Gelegenheiten finden und schaffen, um Dir eins reinzuwürgen. Jedenfalls wird er nicht merken, dass bei Dir der Vorhang zugegangen ist. Und Du wirst, wenn Du stärker geworden bist und gesehen hast, was Du für einen Mann an Deiner Seite hast, einfach irgendwann gehen. Dann fängt ein neues Leben an.
Frohe Weihnachten und Glückwunsch zum ersten Schritt in ein neues Leben, w, 38 J.
 
  • #4
Das tut mir leid für Dich. Kenne ich sehr gut solches Verhalten und bin auch jedesmal sauer bzw. verletzt.

Gerade heute morgen hat mich jemand auch geärgert, weil er vom Kuchen genascht hatte in der Nacht, obwohl ausgemacht war, daß ich heute noch die Glasur machen sollte und er warten sollte bis alles fertig ist.

Darauf wurde mir unterstellt, ich rege mich wegen nix auf, dabei ging es mir um die Abmachung.

Gerade hypersensible Menschen wie wir geraten immer an unsensible Genossen welche unsere Gefühle nicht nachvollziehen können bzw. wollen.

Die beste Methode ist in meinen Augen den Kontakt zu minimieren, auch wenn es in der Familie ist und sich Rückzugsorte zu schaffen.

Frohe Weihnachten!
 
  • #5
Liebe Jinni,

ich kenne das so nicht, diese abgewandte und emphatielose Art Deines Mannes, auch Dein unermüdliches vergebliches Nachhaken. Deine Intention verstehe ich schon.

Mich interessiert deshalb vorab der krasse Gegensatz:

Wir hatten vorher einen echt schönen Tag gemeinsam gehabt.

Was habt Ihr unternommen?
Sieht das Dein Mann auch so, als “schön“? Wäre es auch ohne Dich für ihn schön gewesen?

Ich fürchte Du bist (für ihn) zu selbstverständlich.
 
C

Charline

Gast
  • #6
sein Vater spricht auch oft so mit seiner Mutter, die sich meistens (in unserem Beisein jedenfalls) passiv dazu verhält.
Vermutlich hast du Recht. Sein Verhalten hat er in der Ursprungsfamilie gelernt. Nur leider reagierst du anders als seine Mutter. Du bist nicht passiv (und schluckst alles runter - sehr ungesund übrigens! Seine arme Mutter!), sondern du willst über deine Gefühle reden. Das kennt er so nicht. Da wird er bockig und schaltet erst recht auf stur.
Ich könnte unter ständigen Streitereien und Herabsetztungen nicht leben. Ich brauche eine ausgeglichene und harmonische Athmosphäre zu Hause. Eine Beziehung muss für mich schön sein, ein angenehmer Rückzugsort. Ich möchte mich verstanden fühlen. Ansonsten brauche ich keine Beziehung.
Der Auslöser für eure Streits ist jedenfalls irrelevant. Ein Fleck im Lieblingspullover ist IHM nicht wichtig, aber dich stört es und völlig zu Recht erwartest du Empathie.
Wie reagiert er denn, wenn du sein Verhalten spiegelst? Stell dir vor, er erzählt dir etwas, was in ärgert oder bedrückt. Und du reagierst so gleichgültig. Beispiel: Er regt sich über einen Kratzer am Auto auf und du sagst nur, was soll´s, fahren kann man ja damit noch. Würde er dann was merken? Oder ist er diese Art von "Gespräch" (ständige Herabsetzungen, Gleichgültigkeit) so sehr gewohnt, dass es ihm nicht auffällt?
 
  • #7
Ich weiss nicht, was man dir raten kann. Du übergeht ständig deine Gefühle, erwartest aber, dass dein Mann sie ernst nimmt. Solches Verhalten kommt nicht "plötzlich", der andere verletzt permanent deine Grenzen, immer mehr und mehr und du schaust tatenlos zu. Er hat keinen Respekt mehr, er sagt wortwörtlich "es ist mir egal" und du??!! Du bleibst bei ihm und willst irgendwas erklären. Was willst du einem Menschen erklären, dem deine Gefühle egal sind?? Er sieht, dass egal was er tut, du trotzdem da bist.
 
  • #8
FS, Du verwendest in Deiner Frage viele Wörter, die nicht gerade eine liebevolle und wertschätzende Kommunikation beschreiben - beiderseits! Ihr seid ein klassischer Falls für Kommunikationstraining und Paartherapie. Ev. habt ihr eine Chance, die Kurve zu kriegen, denn ich habe das Gefühl, dass noch nicht alles kaputt ist.
ErwinM, 50
 
  • #9
Du erklärst uns wortreich, wie falsch sich Dein Partner verhält und warum er sich so verhält.
Na also, dann ist doch alles klar.
Er kann sich noch nicht mal "richtig" entschuldigen. Wann es "richtig" ist, entscheidest natürlich Du.

Du erklärst uns, dass Du natürlich richtig kommunizierst. Du erzählst z.B. beim Pulli uns
Heute zum Beispiel habe ich entdeckt, dass auf meinem Lieblingspullover nach dem Waschen zwei Flecken waren, die ziemlich hartnäckig aussahen - und habe gesagt: "Mensch, so ein Pech, da bin ich aber wirklich traurig."

Er dagegen:
Er meinte: "Sorry, ist mir egal. Wer regt sich bitte so wegen einem Pullover auf?"

Kommunikation besteht nicht nur aus Worten. Entweder verschweigt Du uns etwas, oder nimmst es anders wahr, oder er hat eine andere Grenze.

Sicher gibt es auch in Deiner Familie ähnliche Kommunikation, sonst könnte er Dich nicht triggern.

Du willst Tipps?
Ok. Mach Dir bewusst, dass Du eine unabhängige erwachsene Person bist. Du bist nicht abhängig von seinem Mitgefühl, seinem Trost, seiner Empathie. Anders als ein Kind!

Bei der Kommunikation willst Du von ihm Erklärungen, innere Offenbarung etc. Mach Dich davon frei.

1. Du definierst das für Dich störende Verhalten.
2. Du erklärst, welches Gefühl es bei Dir auslöst.
3. Du nennst, welches Verhalten Du Dir wünschst.
Ende.

Z.B.
1.Wenn Du Dich aufregst, weil ich über meinen kaputten Lieblingspulli traurig bin
oder
Wenn Du mein Gefühl klein redest, weil ich sage, dass ich traurig bin
oder
(was Dich eben konkret in der Situation stört)

2. dann fühle ich mich... nicht ernstgenommen / unbeachtet / nicht geliebt. Das macht mich... traurig / wütend / ängstlich.
Was eben Dein Gefühl ist.

3 Ich wünsche mir, dass...
Du zuhörst und sagst "Ja, traurig"/
mir tröstend über den Kopf streichelst /
... was Du eben konkret in der Situation willst.

Schluss. Keine Diskussion mehr.
 
  • #10
Hmm...wenn ihr Euch noch liebt würde ich eine Paartherapie vorschlagen.

Eine Beziehung in der verbal regelmäßig abgewertet wird, Konfrontation ausgewichen wird und einer unfähig ist sich zu entschuldigen muss sehr anstrengend sein.
Ich hatte auch schon so Partner.
Je mehr ich Dinge klären oder aus der Welt räumen wollte desto abweisender und verschlossener wurde er. Bis ich aufgab.

Mein aktueller Partner ist da ganz anders. Und ich merke wie leicht!! Beziehungen sein können wenn beide sich entschuldigen können oder Differenzen sachlich klären.

Ich merkte gleich am Anfang dass er da anders ist. Beim dritten Date war er fünf Minuten zu spät weil alle Parkplätze besetzt waren. Er hat sich gleich vielmals entschuldigt und ich habe gespürt dass es ihm total und ehrlich leid tat dass ich kurz warten musste.
Das war der Moment wo ich mich verliebt habe.

Wir hatten die ersten Monate einige Stolpersteine und Meinungsverschiedenheiten. Aber mein erster Eindruck hat sich bestätigt. So dass Differenzen besprochen werden, Verhalten sich aendert und je mehr Schwachstellen des anderen man kennt desto mehr sich bemüht, eben gerade nicht! da reinzuhauen.

Raphael Bonelli sagt: die drei wichtigsten Worte in einer Beziehung sind danke, bitte und Entschuldigung. Ohne das gehts kaum.
 
  • #11
Liebe Jinni,
MonChiChi hat meiner Meinung nach in #2 alles gesagt, ich hatte auch so einen „Partner“ und als ich stark genug war, bin ich gegangen. Er versteht bis heute nicht, was das Problem war...
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft, trotz allem ein schönes Fest, und ein tolles neues Jahr! Liebe Grüße w53
 
  • #12
Hallo Jinni,
Ich sags nicht gerne, aber Sie sind, glaube ich, das, was diese comunity hier eine dramaqeen nennt. Natuerlich ist es aergerlich, wenn man den Lieblingspullover ruiniert, aber ein von Herzen kommendes "Schei..." haette wahrscheinlich eine andere Reaktion bei Ihrem Mann ausgeloest. Sie sagen leidend: "Da bin ich aber traurig", so als ob der Hund gestorben waere. Ich fuerchte, Sie gehen Ihrem Mann ganz schoen auf die Nerven. Staendig soll er sich fuer etwas entschuldigen. Seien Sie doch nicht so verbissen und gehen Sie ueber dumme Bemerkungen auch mal hinweg.
Kann sein, dass er sein Verhalten im Elternhaus gelernt hat. Mit staendigem Beleidigtsein und Verlangen nach Abbitte reizen Sie ihn aber nur noch mehr. Mit Ihrer Mimisenhaftigkeit wuerden Sie auch andere Maenner zur Verzweiflung treiben.
Bleiben Sie locker oder suchen Sie sich einen Dramaking.
Trotzdem: Einen ruhigen still-heiteren Weihnachtsabend Ihnen und ihm.
 
  • #13
Wenn ich mich in deine Lage versetze, so würde bei mir relativ schnell der Zeitpunkt kommen, wo ich gar nichts mehr sagen wollte. Wenn es nämlich erst mal so weit ist, dass man jeden Satz, den man sagen möchte, überdenken muss, ob man ihn damit wieder zu dummen Kommentaren reizen könnte - dann ist das Spontane weg. Das ist wie auf Zehenspitzen gehen, damit er nicht gestört wird. Das ist wie sich selbst zu schützen, damit nicht wieder ein verletzender oder einfach nur dummer unpassender Spruch kommt. Was wiederum zur Folge hat, dass man überhaupt nicht mehr frei ist. Sich zu Hause (da er ja nun mal dein Mann ist) nicht mehr so recht wohlfühlen kann.

Er kommt nach deinen Schilderungen sehr respektlos rüber. Es kam ja nun auch schon oft vor, so dass ich glaube, das ändert sich nicht mehr. Da haben sich wieder zwei gefunden, die leider nicht wirklich gut zusammen passen. Ich könnte pemanentes Runtermachen nicht ertragen. Denn es würde klar der Eindruck entstehen: Der nimmt mich nicht ernst. Furchtbares Gefühl. Wenn er nur dein "Freund" wäre, wäre eine Trennung leichter. Ihr seid aber verheiratet. Schon mal über räumliche Distanz nachgedacht?
 
  • #14
@Jinni
Ich denke, du nervst deinen Mann mit "Hausfrauengequatsche"... Nein, im Ernst. Mir ist auch gestern ein neuer Lieblings Pulli in der Wäsche eingegangen. Selbst schuld. Ich war unkonzentriert und nicht bei der Sache. Deshalb landete er aus Versehen bei der dunklen 40 Grad Feinwäsche. Ich habe bei einer Bekannten, die zu Besuch kam, gejammert. Sie konnte mich voll verstehen. Meinen Ex hätte ich sowas überhaupt nicht erzählt. Ich finde, es ist eher ein Frauenthema. Erzähle ihm doch etwas spannendes aus Beruf oder Freizeit. Er behandelt dich besserwisserisch und belehrend, erzieherisch. Bist du jünger oder an Ausbildung unterlegen? Oder Nur-Hausfrau? Er ist der Ansicht dir intellektuell überlegen zu sein. Korrigiere diesen schlechten Eindruck. Ehrlich gesagt, könnte ich so ein Miteinander nicht ertragen. Einfach lieblos. Klar soll man nicht jedes Wort auf die Goldwage legen. Aber wenn das bei Euch täglich der Standardumgangston ist, oh je. Wie respektlos. Ich würde mir an deiner Stelle ein langes Wochenende mit Freundinnen gönnen. Und ihm bei der nächsten Gelegenheit eine rhetorische Retour Kutsche verpassen. Geht's noch?! Nur weil du heute ein langes Kundenmeeting hast, machst du so ein Theater!? Wie wäre es mit einer Stunde Jogging an der frischen Luft!! Oder du servierst umgehend kein Abendbrot als Strafe und telefoniert stundenlang mit deinen Freundinnen. Gehe mal auf Distanz und behandle ihn, als sei er Luft für dich. Mit Reden kommst du ja nicht weit. Plane deinen Tag und dein Leben in nächster Zeit einfach ohne ihn. Ich vermute, über Kurz oder Lang steht die Trennung an. Er liebt dich nicht mehr und hat den Respekt verloren.
 
  • #15
Boah FS, du bist anstrengend!
Ich würde wohl nicht viel anders reagieren wie dein Mann.
Eine Frau die ständig mit allen möglichen Kingerlitzchen auftaucht und bedauert werden möchte brauche ich nicht.
Lass den Mann doch mal in Ruhe. Ständig muss er sich um deine seelischen Wehwehchen kümmern.
Dann hast du auch noch sehr feste strenge Ansichten wie er sich zu verhalten hat. Auch schwierig. Also ich lasse mir nicht gerne vorschreiben wie und wann ich mich zu entschuldigen habe.
Fazit, ihr passt nicht zusammen.
Suche dir doch einen Mann der so agiert wie du es willst, das wird schwer.
 
  • #16
Mich würde interessieren, wie dein Mann reagiert, wenn es um seine Lieblingssachen geht. Das Modellauto fällt versehentlich runter und ist demoliert. Geht er ganz ruhig und gelassen damit um und sagt schade? Oder regt er sich auf? Oder verläßt wortlos die Szene und ist anschließend schlecht gelaunt?
Oder gehst du ständig wegen ihrgendwelcher Sachen an die Decke und erwartest von ihm Trost und Unterstützung?
 
  • #18
Es geht gar nicht um den Pullover, es geht darum, dass Jini - aus welchem Grund auch immer - traurig war UND ihrem Mann keinen Vorwurf gemacht hat (dafür hätte ich auch kein Verständnis, das würde tatsächlich in die Kategorie Drama Queen fallen). Wenn Mann eine Frau wirklich liebt, dann empfindet Mann in diesem Moment genauso und kann die Gefühle gut nachvollziehen. Auch wenn einem der Pullover - so wie das bei mir prinzipiell auch der Fall wäre - im Grunde völlig Wumpe ist. Es geht schließlich nicht um den Pullover, sondern um ihre Gefühle. Mit 18 habe ich das auch nicht verstanden, aber mit 38 verstehe ich nicht, wie Mann das nicht verstehen kann.
M38
 
  • #19
Mich würde interessieren, wie dein Mann reagiert, wenn es um seine Lieblingssachen geht. Das Modellauto fällt versehentlich runter und ist demoliert.

Ja, oder sein Lieblingshemd oder die Jeans!!! Liebe FS, kannst du nicht ein Lieblingsteil von ihm schrumpfen in deiner Hexen Waschküche? Und etwas harmlose Rache nehmen? Ein netter Spruch dazu!? Schaaaatz, ich habe dein La Martina Shirt geschrumpft! Es tuuut mir ja soooo leid. Viel Spaß und fahre mal deine Krallen einmal aus. Sonst denkt der Hausdrachen er kann alles mit dir machen. Ich empfehle eine zeitnahe Revanche. Taten statt Worte.
 
  • #20
Ganz ehrlich: verlasse ihn! Das hat mit anstrengend oder Hausfrauengequatsche überhaupt gar nichts zu tun. Wenn Dir der Lieblingspullover wichtig ist, dann kannst Du auch Mitgefühl verlangen. So eine abwertende Antwort geht gar nicht.
Was ist das bitte für eine Sch... Beziehung, wo man permanent drüber nachdenken muss, ob den anderen meine Sorgen, Ängste, Traurigkeit nun gerade interessieren oder nicht?
Mir scheint der Typ einfach dermaßen empathiebefreit, dass Du Dir überlegen musst, ob Du künftig damit leben willst oder nicht. Und bedenke: es wird nie besser, sondern eher schlechter mit dem Alter der Beziehung.
Mich würde interessieren wie er reagiert, wenn es um seine Sachen geht. Situationen, in denen er sich mitteilen muss.
 
  • #21
Boah FS, du bist anstrengend!
Ich würde wohl nicht viel anders reagieren wie dein Mann.
Eine Frau die ständig mit allen möglichen Kingerlitzchen auftaucht und bedauert werden möchte brauche ich nicht.
Lass den Mann doch mal in Ruhe. Ständig muss er sich um deine seelischen Wehwehchen kümmern.
Dann hast du auch noch sehr feste strenge Ansichten wie er sich zu verhalten hat. Auch schwierig. Also ich lasse mir nicht gerne vorschreiben wie und wann ich mich zu entschuldigen habe.
Fazit, ihr passt nicht zusammen.
Suche dir doch einen Mann der so agiert wie du es willst, das wird schwer.

Wo bitte steht denn was von „ständig“? Die Antwort ihres Freundes war alles andere als okay, sondern abwertend. Insbesondere das „geht‘s noch“! Was sind denn das für Umgangstöne!
 
  • #22
Ich denke, ihr habt völlig verschiedene Kommunikationsarten. Eine Therapie für beide oder ein Coaching könnte schon was sein, ich frage mich bloß, ob er das überhaupt mitmachen würde.
Ich kann jetzt nicht einschätzen, ob du jemand bist, der viel jammert und häufig traurig oder verzweifelt ist. Kenne ich auch, solche Menschen. Das wäre mir ehrlich gesagt als Partner zu anstrengend. Und eventuell würde ich irgendwann auch aggressiv reagieren.
Aber: wenn das nicht so ist und er häufig so abwertend reagiert, wäre ER wiederum nichts für mich als Partner. Mein Freund würde sofort verstehen, dass ich mich ärgere über den Pulli. Vorige Woche habe ich eine Vase zerbrochen, ein Erbstück meiner Eltern. Ich hab geheult. Mein Freund kam, hat mich umarmt und gesagt, dass es ihm leid für mich tut. Ich habe gespürt, er kann nachvollziehen, warum ich traurig bin. Und diese Art Empathie und Unterstützung ist mir in einer Beziehung wichtig. Ein Mann wie dein Freund oder @godot wäre nichts für mich, da mir das fehlen würde (was ich auch ihm gebe) und weil respektloses Verhalten wie abwertende Sprüche einfach gar nicht gehen. Da geht die Liebe schnell weg.
Mich würde auch interessieren, ob er von dir Verständnis erwartet oder erfährt, wenn was bei ihm ist, was ihn belastet?
W, 36
 
  • #23
Für mich gibt es nur - Liebe oder Macht. Wenn nicht genug Liebe in der Beziehung vorhanden ist, wird das fehlende Etwas mit Macht ausüben kompensiert.
Gib nach und erkläre ihm völlig authentisch, was es mit dir macht, dass du ihn liebst und ihn auf keinen Fall verlieren willst. Nicht rechthaberisch und diplomatisch, sonder emotional und authentisch.

W 30
 
  • #24
Ich denke ein springender Punkt ist, dass du eine Interaktion mit ihm beginnst und dann seine Meinung nicht akzeptierst.

Seine Antwort ist vielleicht inhaltlich nicht was du dir erhofft hast aber er ist nicht verpflichtet dir zu sagen was du hören willst. Dass es ihn dann nervt sich dafür rechtfertigen zu müssen, dass ihn deine Aufregung über deinen Pullover kalt lässt kann ich verstehen. Kannst du das nicht einfach inhaltlich (nicht unbedingt den Ton) akzeptieren?

Du solltest mMn lernen so etwas weniger persönlich zu nehmen und vor allem nicht im nächsten Atemzug zu etwas größerem aufzublasen. Konter nächstes Mal mit einem One-Liner und fertig.
Er sollte sich mMn einen etwas freundlicheren und diplomatischen Ton aneignen, daran kann man auch arbeiten.
 
  • #25
Hallo Jinni,
Ich sags nicht gerne, aber Sie sind, glaube ich, das, was diese comunity hier eine dramaqeen nennt. Natuerlich ist es aergerlich, wenn man den Lieblingspullover ruiniert, aber ein von Herzen kommendes "Schei..." haette wahrscheinlich eine andere Reaktion bei Ihrem Mann ausgeloest. Sie sagen leidend: "Da bin ich aber traurig", so als ob der Hund gestorben waere. Ich fuerchte, Sie gehen Ihrem Mann ganz schoen auf die Nerven. Staendig soll er sich fuer etwas entschuldigen. Seien Sie doch nicht so verbissen und gehen Sie ueber dumme Bemerkungen auch mal hinweg.
Kann sein, dass er sein Verhalten im Elternhaus gelernt hat. Mit staendigem Beleidigtsein und Verlangen nach Abbitte reizen Sie ihn aber nur noch mehr. Mit Ihrer Mimisenhaftigkeit wuerden Sie auch andere Maenner zur Verzweiflung treiben.
Bleiben Sie locker oder suchen Sie sich einen Dramaking.
Trotzdem: Einen ruhigen still-heiteren Weihnachtsabend Ihnen und ihm.


„Mensch, da bin ich aber traurig“ ist eine völlig normale und sachliche Äußerung eines vorhandenen Gefühls. Die Fs hat nichts falsch gemacht, und kann nichts dafür, wenn ihr Prachtexemplar nicht gelernt hat, Gefühle zu verbalisieren und sie dafür so rund macht.

Entschuldigung, aber es gibt nun mal Menschen, die haben keinen Bock auf Dummheit (dumme Bemerkungen) in ihrem Leben. Da ist nichts Verbissenes dran, sondern eine meilenweite Überlegenheit der Fs ihrem Partner gegenüber, was das Ausdrücken von Gefühlen angeht und das klare Äußern von Dingen, die man EIGENTLICH sagen will. Nur weil der Typ ihr irgendwas unfreundlich hinrotzt, heißt das noch lange nicht, dass das klare Kommunikation seinerseits ist. Da ist sie in ihrer verbalen Entwicklung schon tausend Schritte weiter.

Mir wäre eine Beziehung mit so einem verbal unterentwickelten Menschen eindeutig zu dumm, intellektuell viel zu unterfordernd.
Ich würde das auch lösen mit der weiter oben erwähnten 3 - Schrittmethode. Ganz klar sagen, was mich stört, das dazugehörige Gefühl benennen und mitteilen, was ich erwarte.

Vielleicht macht die FS das sogar. Tödlicher Fehler dabei ist wie immer, wenn man keine Konsequenzen folgen lässt. Wenn der Typ zu doof ist, seine Kommunikation zu ändern und an seiner Empathiefähigkeit zu arbeiten, kann er sich eben in Zukunft alleine unhöflich vollfurzen.

Wenn die meisten Frauen das endlich mal lernen würden, sowas durchzuziehen, gäbe es die Hälfte dieser Probleme gar nicht.

Sicher wird das irgendwie im Elternhaus erlerntes Verhalten sein, aber wen interessierts? Was spielt das für eine Rolle? Ist die FS die Therapeutin des armen Jungen? Nein! Das Outcome ist für sie in jeder Variante das Gleiche, also muss sie selbst sehen, wie sie ihr Leben für sich so einrichtet, dass es in Ordnung ist für Sie.

FS, du musst dich einfach mal ein bisschen mehr behaupten. Sonst kann man dich doch wie ein dummes Schaf behandeln.
 
  • #26
Vielen Dank für eure Antworten! Um ein paar Fragen zu klären: Es geht nicht immer um dasselbe Thema, d.h. ich bin emotional und er reagiert genervt. Dieses total unerwartete, plötzliche Gemeinsein tritt in verschiedenen Situationen auf. Meist stellt sich hinterher heraus, dass er wegen einer anderen Sache (beruflich, andere Familienmitglieder) innerlich angespannt war. Dann verstehe ich seine Reaktion zwar besser, aber das macht es für mich trotzdem nicht akzeptabel. Vor allem, weil er sich nicht angemessen (zeitnah) entschuldigt. Das versaut mir dann einfach den Tag (und ihm auch, weil er meine Verstimmung natürlich bemerkt). Ich verliere das Vertrauen in ihn, möchte mich ihm gegenüber nicht mehr öffnen aus Angst, im übertragenen Sinne wieder "eins gewischt" zu bekommen. Ich bin froh über alle verständnisvollen Beiträge, doch grade die Kritik an meinem Verhalten hat mich interessiert. Klar und knapp zu kommunizieren (wie Tomyi vorschlägt) habe ich schon versucht. Aber stell dir doch mal die Situation vor: Wir sitzen im Auto, er sagt was Gemeines, ich reagiere "gefasst" und knapp, indem ich ihm sage, dass er mich grade verletzt hat und ich möchte, dass er das versteht. Er sagt die nächsten 2 Stunden lang kein Wort zu mir. Wir kommen bei meinen oder seinen Freunden/Verwandten an, tun so als sei alles ok. Auf dem Rückweg wieder Schweigen. Abends frage ich ihn, ob er reden möchte. Er sagt: "Mit dir reden, nachdem du den ganzen Tag mit deinem Geschmolle versaut hast? Nein." Und geht schlafen. Wenn ich versuche, ihm in Erinnerung zu rufen, was der Auslöser für das "Geschmolle" war sagt er: "Ach, und jetzt ist es auf einmal meine Schuld? Du solltest mal drüber nachdenken, was du heute den ganzen Tag gemacht hast." Das ist mir so ähnlich schon zigmal passiert. Er leugnet dann auch, etwas gesagt zu haben, bzw. tut als würde ich mir Sachen einbilden. Oder er stellt sich schlafend oder geht weg. Ich komme einfach nicht zu ihm durch.
Er hat kein Problem damit, sich für andere Sachen ehrlich zu entschuldigen - wenn er was vergessen hat usw. Da ist er ganz "normal". Nur in solchen Situationen, wo ich ihn damit konfrontiere, dass er mich verletzt hat, macht er dicht. (Mit "ehrlicher" Entschuldigung meine ich einfach etwas, das nicht so klingt: "Ja ja, tut mir ja furchtbar leid, meine Güte!". Ich denke aber, das verstehen die meisten hier.)
In meiner eigenen Familie sind wir rücksichtsvoll zueinander. Mein Mann und ich sind bildungs- und berufstechnisch "auf Augenhöhe", arbeiten beide Vollzeit.
Ich denke mir nach Ende so eines Streits immer, dass es ja eigentlich so eine Kleinigkeit war - und da ich ihn kenne und weiß, dass er mich trotzdem liebt, sollte ich irgendwie einen Umgang damit finden, der nicht zu Streit führt. Aber als verbaler "Boxsack" für ihn bei schlechter Laune mag und kann ich nicht herhalten... (Einer Therapie würde er wohl nicht zustimmen - Reden über Probleme/Gefühle ist ihm einfach ein Greuel.)
 
  • #27
Mein Mann ist immer wieder mal mit Worten "fies" zu mir, für mich kommt es immer wie aus dem Nichts. Heute zum Beispiel habe ich entdeckt, dass auf meinem Lieblingspullover nach dem Waschen zwei Flecken waren, die ziemlich hartnäckig aussahen - und habe gesagt: "Mensch, so ein Pech, da bin ich aber wirklich traurig." Mein Mann: "Über einen Pullover? Geht's noch?" Ich war wie vor den Kopf gestoßen über seinen Ton und bin erstmal aus dem Zimmer gegangen.
Dein Mann scheint deine Trauer nicht nachvollziehen zu können. Und du wirst dann erst mal richtig penetrant und nervst ohne Ende rum, um ihn zu erpressen. Mal ehrlich, wenn ich Flecken auf dem Pulli habe "agiere" ich erst mal für mich. Du setzt "fies" in Anführungszeichen. Was denn nun? Ist er nun fies oder nicht? Auch ist das mit dem Pulli nicht traurig. Traurig ist, wenn jemand stirbt. Wie dein Mann richtig feststellt, handelt es sich aber um einen toten Gegenstand, den du womöglich mit Fleckenspray noch hinbekommen kannst. Vielleicht hätte er es verstanden, wenn du "Oh schade, hoffentlich kriege ich das noch mal raus" gesagt hättest. Vielleicht hättest du auch anderes reagieren können: In dem Moment entscheiden, dass man nicht alles was ein anderer so fühlt, querdenkt, verstehen muss. Kommunikation ist halt keine Einbahnstraße. Es gibt nicht nur den Weg, schluchzend mit dir zusammenzubrechen und dann feierlich mit dir den Pulli im Garten zu beerdigen … Er ist anscheinend weit davon entfernt traurig zu sein, wenn ihm was kaputtgeht. Die Antwort ist immerhin authentisch. Da ist irgendwas an dir und in ihm womit er in dem Moment nicht klarkommt, oder dir nicht folgen kann. Der Pulli ist da nur der Auslöser. Du könntest dich z. B. auch einfach um dich selber drehen, wie die Flecken da drauf kommen und wie du das in Zukunft vermeidest, wie du sie rausbekommst, oder ob die Uroma damals Recht hatte eine Schürze anzuziehen. Kannst aber auch den Pulli wegwerfen und einen neuen kaufen. Kurz: Es gibt viele Lösungen in dem Moment. Eure war aber in dem Moment euch gegenseitig fest den Knopf zu drücken. Vernunft ist in solchen Momenten abwesend. Anscheinend erwartet er von dir in ganz anderen Situationen, das du was traurig findest. Da bleibt die Reaktion aber anscheinend aus, er sagt es dir aber dann nicht. w53
 
  • #28
Hallo Jinni,

erstmal ist zu sagen, dass du für die Dauer-Gereiztheit deines Partners nichts kannst. Ich denke, du liegst mit deiner Vermutung, dass dieses Silberrücken-Verhalten aus seiner Prägung stammt, schon richtig.
Im Grunde liegt dabei auch ein Mangel sowohl an Selbstvertrauen, als auch an Respekt dem anderen Gegenüber vor. Gerade wenn sich die Mutter nie gegen das Mansplaining des Vaters gewehrt hat, hält dein Partner dieses Verhalten für Usus.

Ich finde auch, dass du auf dem richtigen Weg bist, dieses Verhalten immer wieder anzusprechen und eben nicht auf sich beruhen zu lassen. Ganz egal, wie sehr dein Partner Konflikte scheut.
Allerdings solltest du versuchen dabei einiges zu beachten.
Wenn dein Partner dabei den TV laufen hat, ist das keine gute Gesprächsatmosphäre. Der TV stört bei diesen Gesprächen.
Vielleicht kannst du ihn besser zu einem Spaziergang einladen.
Allerdings nicht jedesmal, denn sonst wird der Spaziergang am Ende zum roten Tuch. Es sollte also dabei nicht eskalieren.
Wenn du selbst zu gereizt bist, um das Gespräch zu führen, solltest du erst eine Pause einlegen zum runterfahren.

Zudem solltest du versuchen, auch wenn ich deinen Frust verstehen kann, dein Anliegen nicht als Vorwurf zu formulieren, falls du das so machst. Dieses "du machst immer", "du bist immer"....usw. ersetzen durch "ich empfinde das so", oder "ich habe den Eindruck".
Denn Ersteres würde dein Partner sofort als Angriff sehen, vor dem er sich zu verteidigen versucht.
Sachliche Kritik ist dabei wichtig. Dabei solltest du auch auf die Wertschätzung deines Partners achten. Ihm gleichzeitig auch zu vermitteln, dass du ihn liebst. Aber auch deutlich machen, dass du nicht akzeptierst, wenn dir über den Mund gefahren wird und ein respektvoller Umgang in einer Partnerschaft höchst wichtig ist.

Ich weiss, das klingt anstrengend. Ist es auch. Schöner wäre es, wenn er sich von Hause aus entsprechend unter Kontrolle hätte.
Das ist jedoch nicht so. Es wird auch schwierig, das zu ändern, weil es eben von Kind auf so geprägt ist und erlernt wurde. Jedoch sit es sicherlich nicht unmöglich. Da schwingt sehr viel patriarchalisches Gedankengut mit. Es geht jenen darum, es grundsätzlich besser zu wissen als die Frau, oder das Verhalten der Frau als schwächlich sehen zu wollen, um sich selbst besser zu fühlen.
Traurige Sache.^^

LG
 
  • #29
Boah FS, du bist anstrengend!
Ich würde wohl nicht viel anders reagieren wie dein Mann.
Ich nehme an, wenn deine Freundin dich beim Sex abweist, würdest du genauso locker reagieren. Oder beim Lackkratzer deines Autos. Oder wenn deine Fußballmannschaft verliert.
Zum Thema Klammoten und Frauen - erstens, kosten sie mehr als für Männer, vor allem wenn es bessere Qualität sein soll; zweitens ist es für eine Frau wesentlich schwerer, eine wirkliche passende Kleidung zu finden - figurtechnisch ist eine Frau nicht wie die andere und Kleidung wählt die Frau nicht, die passt, sondern wie sie sich darin fühlt. Drittens, hat die FS dem Freund kein Vorwurf gemacht, sondern nur ihre Gefühlslage mitgeteilt. Wenn du, Godot, die Gefühle deiner Freundin als anstrengend empfindest, statt verständnisvoll, dann steht dir frei, jede Zeit zu gehen. Sie für Sex zu benutzen, ansonsten soll sie nicht nerven, ist keine feine englische Art.
 
  • #30
Dieses total unerwartete, plötzliche Gemeinsein tritt in verschiedenen Situationen auf. Meist stellt sich hinterher heraus, dass er wegen einer anderen Sache (beruflich, andere Familienmitglieder) innerlich angespannt war.
Kannst du dazu mal ein Beispiel bringen für diese plötzliche Gemeinheit aus heiterem Himmel?
Und diese anschließende Schweigebehandlung seinerseits geht gar nicht. Scheint sich hier um Machtspielchen zu handeln.
In meiner eigenen Familie sind wir rücksichtsvoll zueinander
Sorry, deinem vorigen Thread zufolge empfindest du deine Mutter als einmischend und übergriffig. Was denn nun?
Und ähnelt die Kommunikation mit deinem Mann viellicht doch eher der in deiner Familie? Und versuchst du von jemand, der unempathisch ist, doch immer wieder eine empathische Reaktion hervorzulocken? Eines Tages muss es doch klappen?
 
Top