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Gast

  • #1

Spielt der Wohnort bei der Partnersuche eine Rolle?

Mich hat es nach meiner Scheidung vor 5 Jahren aus beruflichen Gründen in eine schwäbische Kleinstadt in der Provinz verschlagen. Ich bin als Lehrerin an mehreren und wechselnden Schulen beschäftigt. Die Leute sind nett, aber ich kann seit fast 10 Jahren keinen passenden Partner für mich entdecken. Die Dates über Partnerbörsen kann ich an einer Hand abzählen und meine Kontakte sind oberflächlich. Meine Cousine (alleinerziehend Anfang 40) hat es nach London verschlagen, sie hat nicht nur viele neue Freunde unter ihren Arbeitskollegen gefunden, sondern auch über eine Partnerbörse einen Freund gefunden. Könnte es am Wohnort liegen? w/54
 
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Gast

  • #2
Klar liegt es am Wohnort. DEIN Traummann wohnt eben in einer anderen Gegend. Das Problem ist nur, dass du eben nicht weißt WO.
Oder was glaubst du, warum so viele Leute in Berlin, München oder Frankfurt alleine bleiben, andere aber in schwäbischen Kleinstädten ihren Traumpartner finden.
Willst du nun nach London ziehen in der Hoffnung, dass du dort einen Mann findest?

w 55
 
  • #3
Natürlich spielt der Wohnort eine riesengroße Rolle. Ganz grob gesehen teilen sich die Partnersuchenden doch in jene auf, die eine Fernbeziehung wagen und ausprobieren würde und in jene, die nur im eigenen Großraum einen Partner suchen und keine Fernbeziehung wünschen. Meines Erachtens sind die Ablehner von Fernbeziehungen in der deutlichen Mehrheit, aber belegen kann ich diese Theorie leider nicht.

Wie auch immer, für Dich gibt es einfach faktisch nur wenig Auswahl an jenen, die eine regionale Beziehung suchen. Selbst jene mit Fernbeziehungsambitionen werden sicherlich nicht in eine schwäbische Provinz ziehen wollen und ausgerechnet ein verbeamteter Lehrerinnen-Job klingt nicht gerade nach großer Mobilität. Auch jene werden also eher skeptisch sein.

Ich persönlich suche zum Beispiel nur im Großraum meiner Heimatregion und bevorzuge auch Kandidaten, die sich hier selbst heimatlich fühlen.
 
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  • #4
@FS
Ja, definitiv...
Ich komme aus einer Kleinstadt im wilden Osten des Landes! Beruflich durch Selbständigkeit allerdings stark verwurzelt...
Finde schon seit Jahren im näheren Umfeld keine passende Partnerin. Online Plattformen haben sich auch nicht bewährt, niemanden wäre bereit, umzuziehen.
Ich selber würde durchaus jeden Tag 1 Stunde einfachen Weg als Arbeitsweg für mich akzeptieren.
Trotzdem wollte sich keine Frau auf eine Art Fernbeziehung einlassen!
Schade eigentlich....
Chancen hat man m.E. nur, wenn man sich im Umfeld von Ballungszentren bzw. dirket in Großstädten aufhält.
So zumindest meine Erfahrungen!
 
  • #5
Nur nicht den Kopf hängen lassen!

Natürlich musst Du in einer Kleinstadt etwas flexibler sein was eine Fernbeziehung betrifft. Schliesslich leben dort halt weniger Menschen und dadurch eben auch weniger die zu Dir passen könnten. Wobei im schwäbischen die nächste grössere Stadt nirgendwo weiter als eine Stunde entfernt ist. Und wenn ich das richtig lese können sich Lehrer innerhalb des Bundeslandes auch bewerben und versetzen lassen.

Gruss aus einer schwäbischen Kleinstadt
 
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  • #6
als in Berlin lebender Kurpfälzer könnte ich mir nicht einmal für eine Partnerin vorstellen
in eine schwäbische (!) Kleinstadt zu ziehen - in eine pfälzische Kleinstadt an der
Weinstraße oder eine Kleinstadt am Bodensee oder in Österreich/ Italien/ Frankreich
würde ich dagegen gerne für ( oder besser mit) eine(r) Frau ziehn. Manche Regionen
sind für mich als Wohnort defintiv nicht drin (wilder Osten/ Eifel/ plattes Norddeutschland
(Küste ausgenommen) / Afghanistan) - und da Fernbeziehungen nüscht für mich sind, bleib ich
den die Wohnort beschränkt
 
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Gast

  • #7
Die Entfernung spielt tatsächlich eine grosse Rolle.
Aber nicht verzweifeln. Ich wohne 15km von Frankfurt. Bin seit 4 Monaten bei Elite und hatte tatsächlich noch nie einen Kontakt zu einem Herren aus Frankfurt, wenn dann in der näheren Umgebung.
Viele Zuschriften kommen 50 auch bis 120km Entfernung.
Ich habe für mich auch noch keine Lösung gefunden, wie weit die Entfernung sein darf.
Vielleicht musst du dich mit einer Fernbeziehung anfreunden.
Ich bin noch ca. 2 Jahre örtlich gebunden. Danach mal sehen.
Für mich käme aus diesem Grund eine Fernbeziehung in Frage.
 
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  • #8
nunja. die schwäbische provinz mit einer weltstadt mit über 8 mio. einwohnern zu vergleichen, hat so viel sinn wie sich mit dem eigner eines learjets über die vorzüge des segelfliegens zu unterhalten.
wie viele einwohner hat der in frage kommende radius deines heimatorts? ~200.000?

ansonsten kommt es darauf an, welcher typ du bist.hast du lust auf eine long-distance-beziehung?
und was ist "long-distance"?
setzt man sich ins auto und fährt eine stunde, was in london unter umständen keine distanz ist... oder fährt man einmal quer durch ostfriesland, was weiter klingt, de facto aber die selbe entfernung ist.

der andere punkt ist, dass du in einem konservativen umfeld durchaus schräg angeguckt wirst, wenn du mit mitte 20 nicht verheiratet bist, dein reihenhaus abbezahlst und mindestens zwei kinder groß ziehst...

sei offen für das was da kommt, habe spass und überdenke deine maßstäbe ;)

m/36
 
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  • #9
So gehts mir auch :-( Wohne auch in einem Nest, und muß mich damit abfinden, das die interessanten Männer meistens wo anders wohnen
 
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  • #10
Nein am Wohnort liegt es garantiert nicht, wenn dann bei oberflächlicher Betrachtung, die als als Selektion dient, das kann mann dann eh vergessen! m/49
 
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  • #11
Ich bin aus einer schwäbischen Großstadt ;-) und bin der Meinung, dass es schon am Wohnort liegt - wenn jemand in der "Pampa" (sorry) lebt, sind die Chancen schon geringer, als wenn man in einem Ballungsgebiet lebt - Grund, den Kopf hängen zu lassen, ist dies aber alles nicht. Auch bei einer evtl. Fernbeziehung macht man sich schon Gedanken, ob man sich vorstellen kann, in die Provinz zu ziehen - und da Du Lehrerin bist, gehe ich davon aus, dass deswegen alles andere als flexibel sein kannst.
 
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  • #12
Deine Kusine ist erst 40, Du bist bereits 54.
Vielleicht liegt es auch am Alter?

Seit wann suchst Du denn nun? Seit 10 Jahren keinen Mann gefunden aber erst seit 5 Jahren geschieden hört sich etwas verworren an.

In der schwäbischen Provinz ist es immer schwierig, Anschluss als 'Reigschmeckte' zu bekommen. Du solltest ganz viel in Vereine gehen und diverse Kleinstadtveranstaltungen besuchen. Am ehesten treffen alle Auswärtigen aufeinander und paaren sich untereinander.
w, 40 J
 
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  • #13
Ja, könnte es. Auch aus dem Grund bin ich in 14 Tagen raus aus Schwaben. Und dabei wohne ich sogar in der schwäbischen Hauptstadt.
 
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  • #14
ach.. in BW gibts auch Grosstädte ;) ist doch alles sehr provinziell .... und immer schön an die Kehrwoche denke ;)
 
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  • #15
@9
Sehr schlau gesprochen!
Du würdest ganz gewiss deinen Job auf der Stelle kündigen und zum/zur Partner/in ziehen?
Wenn man nicht in solch einer Situation ist, kann man gut daher reden...
 
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  • #16
Hier FS: was würdet ihr mir denn nun raten? Nochmal zu meiner Situation:
1. bin ich beruflich nicht wirklich gebunden, denn bin weder verbeamtet noch habe ich eine feste Stelle.
2. habe ich noch eine Tochter bei mir, die in 3 Jahren Abitur macht und sich hier am Wohnort sehr wohl fühlt und nicht wegziehen möchte.
3. bin ich seit fast 10 Jahren getrennt, habe dann noch ein Studium abgeschlossen, versucht, beruflich Fuß zu fassen, was sehr schwer war, und eben vor 5 Jahren hier gelandet.
4. bin ich typmäßig urban, nach außen offen, aber auch naturverbunden, stamme aus BW, bin eher südlich orientiert, habe aber seit vielen Jahren über Partnerbörsen keinen Erfolg
 
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  • #17
@15: sorry, aber das liegt nicht am Wohnort, das liegt an dir, dass du keinen Partner findest. Entschuldige die offene, ehrliche Antwort - aber du bist aus meiner Sicht eher konservativ, was grundsätzlich für BW sprechen würde. Aber ich sehe bei dir keinen Funken, der überspringen kann, keine Euphorie, keine Lebenslust. Du resignierst - alles ist gegeben - du bist eben dort gelandet, du hattest keinen Erfolg bei Partnerbörsen - usw. Klingt alles sehr frustriert. Wie soll ein Mann dich lieben können, wenn du dich und dein Leben selbst nicht liebst? w/42
 
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  • #18
Ich bin meines Berufes wegen durch halb Deutschland gezogen. Habe dabei auch in Schwaben Station gemacht (Biberach/Riß, Schorndorf, Nähe Ulm). Im Vergleich mit allen anderen Wohnorten (Bayern, Hamburg, Niedersachsen und jetzt Bremen) fand ich es in Schwaben fast unmöglich, auch nur Freunde oder Bekannte zu finden. Am ehesten kommt man noch über Sportvereine unter Leute. An allen anderen Wohnorten habe ich problemlos Kontakt bekommen, insbesondere die Norddeutschen erlebte ich als sehr aufgeschlossen.

Die Schwaben sind extrem bodenständig, viele verlassen ihre Heimatorte nie oder nur kurz für Studium/Ausbildung. Die habe alle ihre Cliquen und Freundeskreise noch aus Schulzeiten, da kommt man nicht mehr rein, weil die gar keinen Bedarf und keine Lust haben, neue Menschen kennenzulernen. Auch sind Schwaben den zugezogenen Nicht-Schwaben gegenüber oft extrem abweisend und mißtrauisch, man wird ja schon für arrogant gehalten, nur weil man hochdeutsch spricht. Mir ging es auch, wie von #11 geschildert... letztlich konnte man Bekanntschaften nur mit anderen Zugezogenen knüpfen und alle meine Freunde waren damals Nichtschwaben.

Ich würde an Deiner Stelle versuchen, über Sport- oder andere Vereine Kontakte zu knüpfen. Wenn ich richtig verstehe, hattest Du aber auch schon in den ersten 5 Jahren Deiner 10-jährigen Suche, also als Du noch nicht in der schwäbischen Provinz warst, Probleme, einen Partner zu finden. Vielleicht gibt es noch weitere Ursachen für die Erfolglosigkeit, als nur den Wohnort? Lehrerinnen sind für viele Männer nicht unbedingt ganz oben auf der Traumpartner-Liste...

w, 49
 
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  • #19
Für "Reingeschmeckte" ist es in der Tat ein wenig schwierig, sich im Schwabenländle zurecht zu finden und Kontakte zu knüpfen, kann ich durchaus als Bewohnerin der Landeshauptstadt verstehen - dennoch ist es nicht unmöglich. Es gibt hier auch sehr viele Zugereiste, die aufgrund eines Jobwechsels hier gelandet sind.

und @13 - ja ich habe mir einen Mann gesucht, der mir die Kehrwoche übernimmt :)

Ich bin mir bei der FS nicht ganz sicher, ob es prinzipiell am Wohnort liegt, sonst müssten ja alle Schwaben (auch die Zugezogenen) Single sein.
 
  • #20
Whow, das sind aber jetzt eine Menge Vorurteile über uns Schwaben.

Ball bitte flachhalten, wir sind nicht verschlossener Gegenüber anderen als andere auch. Eher im Gegenteil weil wir aufgrund unserer Wirtschaftsstärke auch sehr viele nichtschwaben beherbergen.

Es ist wie überall, kleine abgelegne Dörfer und KLeinstädte sind verschlossener, Grosstädte offener (ok, Grosstädte gibts hier nicht wirklich). Wer sich den Gepflogenheiten anpasst wird überall willkommen geheissen, wer dagegen meint seinen Stiefel durchziehen zu müssen ohne auf die örtlichen Gepflogenheiten einzugehen wirds schwer haben. Bestell mal in Köln ein Altbier....

Liebe FS, Du bist sowieso ein Urbaner Mensch? Na ja, denn willst Du doch eh spätestens wenn Deine Tochter das Abi hat in die Grosstadt ziehen wollen. Was also spricht gegen eine FB?
 
  • #21
sorry, aber B-W besteht nicht nur aus Schwaben sondern auch aus Badenern - und auch unter den Schwaben gibt es angenehme Menschen.
 
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  • #22
Lieber Kalle,

allein schon durch Deine Formulierungen und auch dir dahinterstehenden Ansichten bestätigst Du genau die Verhaltensweisen der Schwaben, die es nicht-Schwaben bei Euch so schwer machen!

Ihr "beherbergt" also die Nichtschwaben. In anderen Bundesländern leben und wohnen Menschen aus allen Regionen Deutschlands zusammen und werden nicht als Fremde, Gäste oder wie Touristen nur "beherbergt.

Ihr heisst Nichtschwaben willkommen...sehr nett... aber bitte NUR, wenn sie sich den schwäbischen Gepflogenheiten unterordnen und nicht ihren (*sächsischen *Berliner* Hamburger...) Stiefel durchziehen. Hier in Bremen kannst Du ein Alt, ein Weizen oder Radler bestellen, beim Bäcker nach Semmeln oder Krapfen fragen, OHNE komisch beäugt zu werden. Du erntest eher ein nettes Gespräch, wo Du herkommst, wie es Dir hier gefällt, ob Du Dich wohlfühlst ect. Und kriegst noch gesagt, dass der bayerische Dialekt sehr gerne gehört wird.

Aber diesen Unterschied in Weltoffenheit, Toleranz und Unvoreingenommenheit bemerken Schwaben in ihrem Allerheiligsten ja nicht. Ich kenne keine andere Stadt, die so kleinbürgerlich-spiessig wie Stuttgart ist, wo der äussere Schein, Anpassung und "nur nicht auffallen" so wichtig sind.
 
  • #23
Liebe 21
Schön wenn Menschen die Ironie hinter den Worten bemerken....

Also mal im Ernst, zumindest in meinem Viertel sind alle Nichtschwaben bestens integriert und fühlen sich "Sauwohl". Manchmal verstehn Sie was nicht aber das führt hier nicht zur Ausgrenzung. Allerdings bringen Sie alle auch was in die Gemeinschaft ein, das wird hier einfach erwartet (vielleicht auch ein Grund für die Wirtschaftliche Stärke). Glaubt Ihr denn im Ernst dass man als Mittelständler einen Weltmarktführer aufbauen kann wenn man Fremde ausstösst?

Übrigens, ich habe sowohl in Berlin als auch in Köln gewohnt. Da ist es um keinen Deut anders. Gerade in Berlin gibts eine recht hohe Anzahl an Schlechtgelaunten die alles was nicht berlinert mal gleich richtig runterlaufen lässt. Und über die freundlichen Köpes in Köln braucht man sich auch nicht weiter auslassen.

Könnte es sein dass Du Deine Stadt mit der rosa Brille siehst?

Wenn Du oder die FS natürlich mit der Attitüde "alles so piefig hier" statt offen um die Häuser zieht werded Ihr immer und überall Schweirigkeiten haben Anschluss zu finden.
 
  • #24
Als im Schwäbischen aufgewachsene, ´jedoch mit anderem Hintergrund, muss ich den Kritikern teilweise Recht geben, wenn sie bemängeln, dass die Schwaben lieber unter sich bleiben - das stimmt schon. Gilt aber für Ossis in Berlin ebenso und ist wohl naturgegeben. Ich habe in Berlin auch eher bessere Kontakte zu Süddeutschen bzw. Hessen, Pfälzern. Man kommt eher auf einen gemeinsamen Nenner, was Bodenständigkeit (Häuslebauen) und Fleiss angeht. Bei den Berlinern gibt es eine sehr grosse Unterschicht, da sind die genannten Werte unbekannt, sie empfinden dann unsere Mentalität als konservativ (was ich gar nicht abwertend finde) oder arrogant.
 
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Gast

  • #25
Ich bin Schwabe und wohne in der Pfalz. Mich nervt z.B. diese überall zur Schau getragene Selbstsicherheit, die flotten Sprüche zu jeder Gelegenheit und die vielen Weinfeste. Übertrieben gesagt gehts hier nur ums Essen (und natürlich Wein) und gute Selbstdarstellung.
 
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Gast

  • #26
Hallo FS,

der Wohnort spielt keine Rolle. Ich wohne in Berlin, im Westteil, bin ehem. Ossi, fühle mich hier im "Westen" wohl und bin trotzdem seit längerem Single, weil ich Ost-Männer bevorzuge, die aber halt nur im Osten wohnen, also für mich ein Mal quer durch die Stadt.

Hier gibt es so viele Singles, trotzdem suchen so viele, das Angebot ist riesig, aber es ist trotzdem noch schwer den Passenden zu finden.

Fernbeziehungen in den Osten hatte ich, aber Mecklenburg ist mir zu spiessig und weltfremd. Mich zieht es eher zu den Sachsen und Thüringern hin, aber die sind nicht auf Berliner Frauen scharf :).

Mal sehen, was passiert, wenn mein Kind die Schule beendet hat. Dann bin ich freier.

w 47