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Gast

  • #1

Sollte man seinem Partner/seiner Partnerin ...

in finanzieller Hinsicht entgegenkommen, wenn er/sie einen Umzug auf mehrere hundert kilometer auf sich nimmt, um mit einem zusammenzuziehen?
 
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Gast

  • #2
Ja, ich denke schon.
 
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Gast

  • #3
Was für eine Frage - die erübrigt sich ja wohl, oder? Selbstverständlich, auf materielle Dinge kommt es ja wohl auch nicht an. Ich würde mich mit allen Mitteln beteiligen - der andere gibt ja schließlich auch alles für mich auf, was er bisher hatte.
 
  • #4
Hm, finanzielle Dinge müssen natürlich geklärt werden, wenn man zusammenzieht. Immerhin ist das ja schon ein sehr ernsthafter Schritt, oder?

Was meinst Du denn mit "Entgegenkommen"?

Letztlich wird ja jeder soviel Geld haben, einen Umzug zu bezahlen und sich hinterher die Miete zu teilen, oder? Wenn er große Kosten auf sich nimmt und du gar keine hast, und Du außerdem finanziell gut gestellt bist, dann kann man natürlich drüber nachdenken, dass man zum Beispiel neue Möbel alleine bezahlt -- das bietet sich nämlich ohnehin an, um klare Besitzverhältnisse zu schaffen und entlastet den anderen spürbar. Ich würde ihm/ihr aber kein Geld bieten, das wirkt irgendwie käuflich. Entlaste Deinen Partner lieber bei nötigen Anschaffungen.
 
  • #5
also ich würde für die wohnmöglichlkeit sorgen und eventuell 50% des umsiedlungsdienstes übernehmen. In keinem fall jedoch würde ich ihr direkt geld geben oder etwas auf ihren namen kaufen.
 
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Gast

  • #6
Ich würde darüber nicht nachdenken. Er/Sie gibt doch etwas für ein neues Leben auf. Und dieses Leben ist vielleicht von nun an gemeinsam. Da sollte doch auch das Finanzielle gemeinsam geregelt werden.
 
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Gast

  • #7
eindeutiges Ja. Das Neue ist schon schwer genug, da müssen nicht auch noch hausgemachte Probleme hochkochen.

Wenn eine Beziehung erst mal so weit ist dass ein Umzug und ein neuer Lebenkreis für den Partner in Frage kommt dann ist das Finanzielle keine Frage mehr... nein, sollte es zumindest nicht sein. Wenn doch ist es nach meiner unmassgeblichen Meinung schon wieder vorbei.
 
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Gast

  • #8
Wenn jemand zu mir ziehen möchte, dann ist das doch genauso mein Wunsch und Interesse, oder?
Ich würde mich sehr egoistisch fühlen, wenn ich dann die Einstellung hätte, die Nachteile, auch die Kosten, gehen mich gar nichts an.
Wenn jemand sein bisheriges Leben "für mich aufgibt", dann sehe ich da schon Verantwortung für mich!
 
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Gast

  • #9
umzugskosten und renovierungskosten in einer stadt - jedem sein problem.
umzugskosten und renovierungskosten um eine fernbeziehung aufzuheben - gemeinsam tragen.
umzugskosten und renovierungskosten übernehmen, weil man unbedingt zusammen ziehen will und der partner/in hat kein geld um das zu bezahlen - schwierig - nur mit schriftl. Vertrag und klaren rückzahlungsmodalitäten - vertraege schließt man so lang man sich verträgt und was geschrieben steht zählt auch im streit. schenkungen von geldgeschenken (ausgaben für den anderen) ab einer schmerzgrenze schriftlich machen. schmerzgrenz legt jeder selbst fest und dann trägt er auch die verantwortung.
 
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Gast

  • #10
Ha, vor allem würde ich es ganz genau klären. Detailgenau.

Was für einem - und vielen hier auch- selbstverständlich ist- muß es für den anderen noch lange nicht sein. Und Mann muß auch nicht zu seinem Wort stehen.

Ich habe es erlebt- hier in EP jemanden kennengelernt- Fernbeziehung.

Ich hatte mein Geschäft - er eine Praxis. Mir gefiel seine Stadt, meine ihm nicht und es gab eigentlich nur eine Möglichkeit, dass ich alles aufgebe.

Und nach langem Zögern und bitten seiner Seits hab ich allen Mut zusammen genommen.

Haus aufgegeben, Geschäft / und damit Einkommen, Freunde, Kind-Schulwechsel.. auch psychisch gesehen Sicherheit, zu Hause usw.

Ha.. nie wieder: Natürlich habe ich zunächst meine Sachen selbst organisier, bezahlt.

Doch allein, dass wir vorübergehend zusammen bei ihm wohnen, war ihm dann doch zu viel. 300 Euro mtl. zu viel. (Er war überaus sehr gut verdienend) Und das war vorher bgesprochen.

Mir mit helfen- keine Spur- auch nicht beim Packen oder irgendwas. Also so lange ich ihn verlassen konnte, war alles gut, nachdem ich bei Ihm war und quasi nicht mehr einfach zurück konnte- wandelte sich alles ins Gegenteil.

Ich würde mich nie mehr auf so etwas einlassen, mich so anvertrauen,
doch ich will das nicht näher ausführen--->

Mein Rat:
:
1. organisiere dir vorher in der neuen Stadt Deinen neuen Job
2. Sei keinen Tag auch nur einen Cent von ihm abhängig
3. Mache es nur, wenn Du es selbst bezahlen kannst
4. überlege, ob Du nicht erstmal in der neuen Stadt einen neuen Job+ eigne Wohnung nimmst,
und der Zusammenzug erst auf Step 2 gelagert ist.
weil wenn 2 Haushalte zusammengelegt werden, ändert sich bei beiden so viel im täglichen Leben dann zusätzlich noch die neue Situation Partnerschaft, das kann die Partnerschaft strapazieren.
5. Hab Mut zu Neuem und zu Gesprächen, die alles , absolut alles abklären.
Eventuell setzt ihr Euch hin und schreibt einen Plan, wo Ihr euch gemeinsam Notizen macht, wie ihr was umstezen wollt.
6. Sei immer auf den Notfall gefasst- und dass Du dann alleine klar kommst.

Und Ja, es ist absolut selbstverständlich, dass Dich Dein Partner unterstützt, auch finanziell.

Das ist über Verdienst zu regeln. Und wenn Du der Meinung bist, du brauchst dies oder jenes und er kommt nicht auf die Idee, sprich es an.´

Der der seine Heimat verläßt, gibt immer mehr auf, der andere ist nicht in der Situation und wird es sicher nie so nachvollziehen können, was du dann durch machst. Erwarte es gar nicht erst.

Viel Glück!
 
  • #11
@#9: Dein Fall ist wirklich besonders extrem und nicht unbedingt typisch. Ein Haus und Geschäft und damit die Existenz aufzugeben ist ein sehr weitreichender Schritt, der gar nicht gut genug überlegt sein kann.

Sicherlich wird man nur Zusammenziehen oder generell Umziehen, wenn man einen neuen Job hat und die materielle Zukunft besprochen und gesichert wurde. Gerade wenn man noch nie zusammengewohnt hat, weiß man gar nicht, wie die Beziehung wirklich ist. Solange man getrennt wohnt, ist es für mich immer noch gar keine richtige Beziehung, weil er Alltag und die Sorgen meist viel weniger geteilt werden und man fast immer nur die schönen Aspekte gemeinsam erlebt.

Ich finde aber ausdrücklich nicht, dass ein Partner den anderen finanziell beim Umzug unterstützen muss. Bei ganz normalen Zusammenzieh- und Umziehaktionen müßte eigentlich jeder Erwachsene seine eigenen Kosten tragen können. Dem anderen Geld für das Umziehen zu zahlen, fühlt sich für mich sehr merkwürdig an, fast inakzeptabel. Zumal Umzugskosten zwar nicht gerade billig, aber nie existentiell sind. Wer sich das schon nicht leisten kann, der wird auch zukünftig immer Geldsorgen verursachen. Wer der andere dafür die neuen Möbel oder die Renovierung bezahlt, dann mag das aber ein gangbarer Weg sein, dass beide sich an den Kosten des Zusammenziehens beteiligen.