• #1

Sollte man nach einer Woche Trennung schon wieder intensiv daten? (sie, nicht ich)

Hallo,
Ich bin seit 1 Wo von meiner Freundin getrennt.

Wir waren etwa 1 Jahr intensiv zusammen. Die Kennenlernphase ging etwa über ein halbes Jahr zuvor, weil sie wohl etwas bindungsängstlich war und ich ihre 1. richtige Beziehung war. Sie hatte mich auf einem christl. Dating-Portal entdeckt und angeschrieben und bei sehr vielen Punkten haben wir super zusammengepasst: Neugier an der Welt, der Glaube an Gott, hohes Bildungsniveau, Sport, den Wunsch eine Familie zu gründen. Bin an ihr dran geblieben weil für mich früh feststand, dass sie die Frau meines Lebens ist Nach zwei Körben an mich ging es ihr besser, sie war befreit und aus unserem Kennenlernen wurde schnell eine Beziehung. Ihre erste wie gesagt. Ich hab immer wieder Rücksicht genommen sie nicht einzuengen, kein Sex vor der Ehe war auch wichtig (aber wir haben nach und nach andere schöne Dinge im Bett erlebt was uns beide auch erfüllt hat, auch noch in der Woche kurz vor der Trennung). Heiraten und Zusammenziehen stand schon im Raum, sie hatte mir geholfen eine Wohnung in Ihrer Stadt zu finden und Mietvertrag mit unterschrieben, zusammenziehen wollten wir erst mit der Verlobung. Vor 3 Wo haben sich unsere Eltern kennengelernt. Zum 1-jährigen vor 2 Wo hat sie den Vorschlag gebracht Sommerurlaub auf Rügen zu machen, danach aber immer wieder gebremst. Bei der Trennung haben wir dann beide sehr geweint und uns im Arm gelegen und erstmals gesagt, dass wir uns vor ein paar Wochen doch noch geliebt haben.

Zur Trennung geführt haben viele sinnlose Streits, meist Kleinigkeiten oder weil ich mich mit meinen simplen Wünschen an sie nicht gesehen/respektiert gefühlt habe. Streit um Rechthabereien (wo stehen welche Sachen beim Einzug,...)

Probleme?
Sie: egoistisch, selbstgerecht, viel Doppelmoral
ich: impulskontrolle üben wenn mein inneren Kind verletzt wird

Hab die Themen, die mich belastet haben immer wieder angesprochen.
. Die Zwei Tage nach der Trennung war sie richtig down (war ihre 1. Trennung), wir haben seeehr viel über Whatsapp geschrieben, auch nochmal telefoniert, wo ich dann viel geweint habe, weil ich sie echt nicht verlieren wollte. Haben das Problem erkannt, dass es an meiner impulsiven, cholerischen Reaktion lag, die sie getriggert hatte, weil mich ihre ständige Rechthaberei, Grenzüberschreitungen, Unpünktlichkeiten, nicht Beachten meiner Wünsche, halt irgendwann so verletzt und belastet haben und ich dann entsprechend einmal wütend war.

Was mich nun sehr schockiert ist, die Tatsache, dass sie sich nach nicht mal 1 Wo wieder auf dem christl. Dating-Portal angemeldet hat, sich dort sehr selbstbewusst gibt, genau beschreibt was sie sucht ("Geborgenheit, Verständis und Unterstüztung") und das auch noch mit dem übereinstimmt, was ich ihr in 12 Monaten Beziehung gegeben habe. 5 Tage vor der Trennung hatte sie mir auch einen kleinen Brief auf dem Tisch da gelassen (am Morgen nach unserem Streit), wo das genauso auch drauf stand. Ich versteh die Welt grad nicht mehr, das tut nur weh.
 
  • #2
Oh ja, ich fühle mit Dir, das tut sicher sehr weh. Irgendwie hat sie wahre Nähe nie wirklich zugelassen, so scheint es mir wenn ich Deinen Bericht lese...und vielleicht warst auch Du zu sehr verkopft in dieser Beziehung. Ihr habt beide viel Wert auf äußere Sachen gelegt... aber auch versucht den Anderen dazu zu bringen die eigenen Mangelgefühle erfüllen zu müssen. Das artete dann in Kleinkriege aus, bei denen das Thema "Wertschätzung" war.

Ich rate Dir erst mal etwas Abstand zu gewinnen.

Willst Du wirklich wieder jemand zurück der so einen grossen Vertrauensbruch beging?

Ich wünsche Dir viel Kraft in der schweren Situation.
 
  • #3
Also ...

1.
Ihr seit noch sehr jung, lese ich aus dem Beitrag heraus. Das Unstete, Wankelmütige ist eben typisch für diese Altersphase. Da ist es keine Seltenheit, sich heute die große Liebe zu schwören und ein paar Tage später getrennt zu sein. Das ist ganz normal. Die Pubertät dauert bis Ende 20. Auf keinen Fall sollte man zu früh heiraten. Sei froh, dass nichts daraus geworden ist. Sie war nicht die Frau Deines Lebens. Schon allein durch ihr plötzliches Schlussmachen ist diese Chimäre widerlegt. Das war eine Halluzination bei Dir, wie sie eben bei Pubertären vorkommt.

2.
Kein Sex vor der Ehe?! Das ist wohl in Euerer Religionsität begründet. Direkt ins Gesicht gesagt: Das ist ein Himmelfahrtskommando. Man heiratet jemand, ohne die sexuelle Übereinstimmung getestet zu haben. Wo soll das enden? Es ist häufig, dass die Sexualität nicht so recht passt, obwohl man sich anderweitig anzieht. Was machst Du in diesem Fall, wenn Du vorschnell verheiratet bist? Dein Leben lang auf erfüllende Sexualität, den Brennpunkt des Daseins, verzichten? Scheidung, fremd gehen, offene Beziehung etc. pp. dürften ja ebenso ausgeschlossen sein. Sei froh, dass nichts daraus geworden ist!

3.
Wenn man getrennt ist, geht es einem nichts an, was die Ex macht. Ob sie nun ins Kloster geht oder Hure wird, Du hast keine Aktien mehr drin. Das ist passé für Dich.

4.
Ihr habt auch einen hohen Bildungsstand. Sorry für die harten Worte, aber es ist wirklich etwas dran: dumm fickt gut. Will sagen, ihr seit zu verkopft und zu wenig bauchgesteuert. Da musst Du Dich noch sehr entwickeln. Beziehungen führen letztendlich die beiden Unterbewusstsein. Was das Wachbewusstsein davon rationalisiert ist teilstückhaft und auf lange Sicht irrelevant. Du kannst es mental so gut wie nicht lenken. Von daher nutzen auch Beziehungsgespräche selten substantiell etwas. Die von Dir zitierten "sinnlosen Streits" sind Ausdruck einer fehlenden Übereinstimmung auf der Gefühlsebene. Sinnlos erscheinen sie dem Wachbewusstsein nur, weil es diese rational nicht erfassen kann. Die Sinnhaftigkeit der Streits liegt aber darin, ein Ende herbei zu führen, wo eine Nichtübereinstimmung erfühlt ist. Sei froh, dass es zu Ende ist. Du bist mit einem blauen Auge davon gekommen.

5.
Der Mensch ist nicht monogam. Als Jungfrau heiraten und danach ein Leben lang mit diesem Partner zusammen sein, gibt es bei normalen Menschen nicht. Allle höheren Primaten sind polygam. Guck Dich im Leben um! Es gibt Spezies, die sind monogam; die sogenannten Liebes-Vögel z.B. Wenn die Ehe für das Leben Dein Ideal ist und dieses auch noch in der Religion verankert ist, sei es Dein Wille, Dein Himmelreich. Ich sage Dir aber schwerste Verwerfungen voraus. Nietzsche hat vom "Gifthauch des Evangeliums gegen das Leben" gesprochen, weil die Verkündigung den Lebenskräften so diamentral entgegen steht.

Mein Rat zusammengefasst: Werde erst einmal erwachsen. Lebe, mache Erfahrungen. Und hinterfrage Deine Religiosität, wenn das möglich ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #4
Natürlich tut dir das weh, das ist ganz normal. Aber es ist eben so, dass jeder mit einer Trennung anders umgeht und jeder dann auch frei ist, zu tun, was er will.
Was ich mich frage: Wolltest du selbst auch online wieder schauen, oder warum weißt du, dass sie sich angemeldet hat? Wenn du selbst dich dort auch "rumtreibst", kannst du ihr das ja schlecht vorwerfen..
Eure Beziehung klingt sehr anstrengend von außen. Ständige Streits, fehlende Impulskontrolle bei dir, ihre Fehler - ich sehe nicht, dass das von sich aus harmonischer geworden wäre. Wenn das erste Jahr schon so stürmisch ist im negativen Sinne, wird's meist nicht besser. Daher finde ich die Trennung wahrscheinlich durchaus gerechtfertigt.
Im Übrigen würde ich auch niemandem raten, jemanden überzeugen zu wollen, der Körbe verteilt. Entweder ist derjenige wirklich bindungsängstlich, dann ist das mit der kurzen Anfangszeit nicht getan, sondern wird Thema in der Beziehung bleiben, oder eigentlich ist man nur zweite Wahl und bleibt es dann häufig auch (nicht immer, aber Risiko wäre mir zu hoch, auch wenn andere hier dazu eine andere Meinung haben). Sie hat dich zweimal abgewiesen, und du bist dennoch drangeblieben - das kann ich ehrlich nicht als positiv bewerten. Das finde ich von beiden Seiten aus bedenklich oder zumindest schräg. Ich sehe hier auch die Möglichkeit, dass du ein guter Partner bist auf dem Papier, sie sich selbst überzeugen wollte, dich zu lieben, aber gemerkt hat, es reicht einfach nicht. Das würde auch erklären, dass sie so schnell neu ernsthaft sucht.
Ich denke, du hast auf jeden Fall scheinbar eigene Baustellen, auf die du dich konzentrieren solltest. Cholerisch klingt nicht gut. Daher: Lass sie ihr Leben leben, beende den Kontakt und hör auf zu schauen, was sie macht. Das geht dich nichts mehr an.

w, 36
 
  • #5
Hallo,

impulskontrolle üben wenn mein inneren Kind verletzt wird
Ich bin mir nicht sicher, ob das nur das "innere Kind" ist, welches sich da verletzt fühlt. Vermutlich bist du noch sehr jung.
Ja eine cholerische Art ist ein riesen Problem, welches du dir dringend abgewöhnen solltest. Daran scheitert jede Beziehung. Ich denke, da musst du noch so einiges bearbeiten.
Das was du als auslösende Reize nennst, sind nämlich völlig normale Vorgänge. Womöglich hegst du da ein veraltetes Weltbild bezüglich der Dominanz über eine Frau? Oder du hast diese Prägung vom Elternhaus übernommen. Sie soll so funktionieren, wie du dir das "als Mann" vorstellst. Du fühlst dich offenbar sehr schnell untergebuttert/vernachlässigt/ungeliebt, obwohl du dich als "Führungskraft" in der Beziehung sehen willst. Dabei fehlt zudem der Respekt vor der Partnerin.
Geborgenheit hat sie bei dir eben nicht gefunden, sondern sie musste mit heftigen Reaktionen rechnen.
Eine Partnerin ist etwas anderes als die Ursprungsfamilie. Man muss sich darauf einstellen. Mag sein, dass in deiner Ursprungsfamilie Unpünktlichkeit etwas ganz Schlimmes galt. Aber eigentlich ist das sooo schlimm nicht. Werde lockerer.
kein Sex vor der Ehe war auch wichtig (aber wir haben nach und nach andere schöne Dinge im Bett erlebt was uns beide auch erfüllt hat
Alleine diese wirklich veraltete Vorstellung weist auf eine Prägung hin, in der dein Weltbild stark begrenzt wird. Es ist zwar deine Sache, aber wo ist denn bitter der Unterschied zwischen vollzogenem GV und "anderen Spielchen"? Beides ist Sex. Geschlechtsverkehr auch vor der Ehe ist KEINE Sünde, sondern ein völlig normales Bedürfnis des Menschen, welches auch nicht unterdrückt werden sollte.
Du kommst nicht in die Hölle deshalb. Gott ist doch kein Unmensch.
Alleine die Vorstellung den ersten Partner überhaupt gleich zu heiraten ist geradezu ein Misserfolgs-Garant. Es fehlt komplett die Erfahrung und wichtige Entwicklungsschritte. Ihr konntet ja noch gar nicht wissen, wie eine gute Beziehung funktioniert. Ihr konntet nicht wissen, wie man kommuniziert. Das musst du alles erst noch lernen.
Ihr seid doch beide gerade mal aus den Windeln raus.
Aus jedem Schaden entsteht also auch etwas Gutes, dass dich beim nächsten Versuch stärken wird.

Ich glaube, du fühltest dich wie ein Opfer. Diese Dinge solltest du nochmal genau überdenken. War sie wirklich "egoistisch", oder machte sie einfach einen Gegenvorschlag zu dem, was du im Sinn hattest?
Wolltest evtl sogar eher du, dass es nach deinem Kopf geht?

Insgesamt klingt das alles noch sehr unreif.
Viel Erfolg beim Kennenlernen deiner eigenen Person.
Viel Spass auch beim entwickeln deiner Umgangsformen, beim entdecken deiner Ansichten, beim erlernen von Kommunikation.

LG
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #6
Suchst du ebenfalls schon wieder nach einer Partnerin bei eurem Datingportal? Oder warum hast du sie dort gefunden? Wenn du sie so zu kontrollieren versuchst kannst du dich nicht lösen und entwickelst dich in Richtung Stalker.

Wie du sie beschreibst hat sie Ansätze von Borderline. Solche Menschen können nicht allein bleiben und wechseln normalerweise warm. Wenn niemand zum warmwechsel verfügbar ist wird halt gesucht und meist schnell gefunden.

In Beziehungen mit Borderlinern spielt oft die Schuld des Partners eine Rolle. Der hat selbstverständlich keinerlei Schuld aber der Borderliner projiziert häufig Schuld auf einen in Ungnade gefallenen Partner. Mach dir auf keinen Fall Vorwürfe weil du Respekt und Achtsamkeit eingefordert hast.

Ihre Motivation kann aber auch eine ganz andere sein. Ggf. will sie aus dem christlich fundamentalistisch Umfeld ausbrechen. Sind eure Familien ähnlich christlich wie ihr? Sie will dabei eine Art christlichen Weg (daher christliches Dating) beibehalten.

Ggf. sah sie in einer Beziehung eine Art Ausgang aus diesem Umfeld. Du hast ihr aber keinen Ausweg geboten (lustfeindlich, kein Sex) und wolltest sie nicht freiwillig loslassen (daher hat sie dich provoziert).

Erinnert mich an die Netflix Serie "Unorthodox"
 
  • #7
Was mich nun sehr schockiert ist, die Tatsache, dass sie sich nach nicht mal 1 Wo wieder auf dem christl. Dating-Portal angemeldet hat, sich dort sehr selbstbewusst gibt, genau beschreibt was sie sucht ("Geborgenheit, Verständis und Unterstüztung") ...
zur Ausgangsfrage: ja, sollte man tun. Um dann die Erfahrung zu machen, dass das nicht funktioniert. Ob es nun ein christliches oder normales Datingportal ist, ist dafür wenig relevant.

Ist es Dein Problem? Nein.
 
  • #8
Wir waren etwa 1 Jahr intensiv zusammen. Die Kennenlernphase ging etwa über ein halbes Jahr zuvor, weil sie wohl etwas bindungsängstlich war und ich ihre 1. richtige Beziehung war. Sie hatte mich auf einem christl. Dating-Portal entdeckt und angeschrieben und bei sehr vielen Punkten haben wir super zusammengepasst: Neugier an der Welt, der Glaube an Gott, hohes Bildungsniveau, Sport, den Wunsch eine Familie zu gründen. Bin an ihr dran geblieben weil für mich früh feststand, dass sie die Frau meines Lebens ist Nach zwei Körben an mich ging es ihr besser, sie war befreit und aus unserem Kennenlernen wurde schnell eine Beziehung. Ihre erste wie gesagt. Ich hab immer wieder Rücksicht genommen sie nicht einzuengen, kein Sex vor der Ehe war auch wichtig (aber wir haben nach und nach andere schöne Dinge im Bett erlebt was uns beide auch erfüllt hat, auch noch in der Woche kurz vor der Trennung). Heiraten und Zusammenziehen stand schon im Raum, sie hatte mir geholfen eine Wohnung in Ihrer Stadt zu finden und Mietvertrag mit unterschrieben, zusammenziehen wollten wir erst mit der Verlobung.
Zu viel zu schnell gewollt.

Du bist noch sehr jung, ihr beide.

Was ist denn 1 Jahr intensiv zusammen?
Kein Sex, nicht mal zusammen gewohnt? Kein Alltag?

Du analysierst sie (bindungsängstlich?, klar), schraubst deine Erwartungen zurück (Rücksicht nehmen) und machst gleich den Deckel drauf, weil Du schon früh gesehen hast, dass sie die Frau Deines Lebens ist.
Entschuldige, aber das ist Bullshit. Voll Deine Projektion.

Denke Du hast sie völlig überfahren und sie konnte einfach nicht mehr aussteigen. Hast sie dominiert und sie hat erstmal alles mich sich machen lassen. Ihre erste Bezehung, sie weiß noch gar nicht, wie sich das anfühlt.

Probleme?
Sie: egoistisch, selbstgerecht, viel Doppelmoral
ich: impulskontrolle üben wenn mein inneren Kind verletzt wird

Haben das Problem erkannt, dass es an meiner impulsiven, cholerischen Reaktion lag, die sie getriggert hatte ...
Der Hobbypsychologe klopft an die Tür. Haben das Problem erkannt.
Das ist einfach zuviel was Du hier analysierst. Du hast sie viermal auf den Kopf gestellt und durchleuchtet. Willst Du das das jemand bei Dir macht?

Ich glaube eher, dass Du bei ihr die Grenzüberschreitungen begangen hast. Du hast sie scheinbar permanent analysiert, ständig verkopft. keine Lockerheit. Den Weg gemeinsam bis zum Tode schon geplant.

genau beschreibt was sie sucht ("Geborgenheit, Verständis und Unterstüztung") und das auch noch mit dem übereinstimmt, was ich ihr in 12 Monaten Beziehung gegeben habe.
Das redest Du Dir ein, vergiss den Brief.
 
  • #9
Lieber Fs,
ich versuche es mit einem Vergleich. Angekommen Du läufst regelmäßig Marathon und bist entsprechend gut in Form. Du triffst eine Frau, die Dir erzählt, dass sie schon immer Marathon laufen will. Sie sagt, dass sie jetzt mit Dir beim nächsten Marathon mitlaufen will. Das wiederholt sie immer wieder.
Du siehst aber, dass sie weder durch Training ihre Ausdauer trainiert, noch ausreichend fit ist. Vielmehr raucht sie, setzt noch ein paar extra Pfunde an und hat Probleme mit ihren Füßen wegen ihrer Pumps.
Gleichzeitig bekundet sie aber, dass sie den Marathon will. Jetzt kommt meine Frage: Ist sie die Richtige, um Marathon zu laufen?

Du willst eine lange Beziehung. Dann suchst Du Dir jemanden mit Bindungsangst?

Die Kennenlernphase ging etwa über ein halbes Jahr zuvor, weil sie wohl etwas bindungsängstlich war
Du brauchst schon jemanden,die fit für Beziehung ist. Es reichen nicht die hohen Werte und Ziele. Es geht darum, ob ihr kommunizieren könnt, Bindungsfähig und konfliktfähig seid.

Wenn die Frau das nicht ist, kann Du das vergessen.
 
  • #10
Wie du sie beschreibst hat sie Ansätze von Borderline. Solche Menschen können nicht allein bleiben und wechseln normalerweise warm. Wenn niemand zum warmwechsel verfügbar ist wird halt gesucht und meist schnell gefunden.
Menschen mit BPD können sehr wohl gut allein sein.
Viele leiden unter einem Nähe-Distanz-Problem, dieses "nicht mehr aushalten können", wenn der Partner zu dicht ist.
Man hält es in Gesellschaft anderer oft nicht sehr lange aus, der unerklärbare innere Druck wird so groß, dass man nur noch weg will.

Das hat hier aber alles gar nichts mit Borderline zu tun.
 
  • #11
Hallo, hier der FS. Also ein wenig Klarstellung, vorhin waren die 3000 Zeichen schnell voll:

-ich war schonmal verheiratet, hab einen 10 jährigen Sohn, bei mir war es nicht die erste Beziehung und auch nicht die erste Trennung und Hörner abgestoßen habe ich zur Genüge :).

-ich bin auch nicht so christlich/religiös aufgeachsen wie sie, sondern hab erst recht spät zum Glauben gefunden. Dafür dann aber umso mehr. Ich finde nichts schlimmes daran, mit dem Sex zu warten. In der Ehe hat man dann ja noch genügend Spaß und es ist doch toll, bis dahin den Menschen nicht in- aber wenigstens auswendig kennenzulernen ;) Wenn man ganz lange und ehrlich drüber nachdenkt hat dieses Konzept viel gutes, nur wird das heute, wir auch im Thread zu lesen, schnell als absolut nicht wünschenswert dargestellt. Ich bleib bei meiner Meinung diesbzgl.

-Bei ihr war es die 1. Beziehung und sie ist Jungfrau (auch weiterhin). Wir haben aber im Bett sehr viele Sachen ausprobiert, halt nur nicht das eine und oh doch, das hätte gepasst^^.

Ich danke euch aber für die vielen Anregungen. An den Wutausfällen bin ich dran, ich dachte ne zeitlang, dass es doch dann Aufgabe des Partners ist die andere Person zu beruhigen (also mich), wieder einzufangen, es nicht persönlich zu nehmen sondern zu wissen, dass da grad das verletzte innere Kind tabula rasa macht. Aber dies war ihr komplett neu. Die Wahrheit liegt bestimmt iwo dazwischen, aber den Schuh zieh ich mir auf jeden Fall komplett an.

-Borderline würde ich jetzt mal ausschließen. Sie hat zwar auch noch ein wenig soziale Ängste aber ansonsten ne ganz liebe, tolle Frau. Ich denke Mann und Frau sollten sich einfach beider der Liebe unterordnen.

-stalken werde ich nicht, sondenr abwarten. in 1-2 Monaten wird sie nochmal kommen, sie hat noch Sachen von mir etc. und wir wollten uns nochmal austauschen. Bis dahin arbeite ich an mir und reflektiere. Vor allem ruhiger werden, vertrauen lernen, lockerer werden. Eure Ansichten und Ideen helfen mir dabei. Danke.
 
  • #12
letzter Gedanke: 15 min Verspätung sind auch echt nicht schlimm. im Zusammenhang gesehen sollte sie noch ne Dose Mais mitbringen, was sie dann nicht gemacht hat, als sie kam hat sie mich erstmal böse angeguckt weil ich ihre Blumen nicht gegossen hatte

Mit der Liebe könnte was dran sein. Darüber haben wir gesprochen. Wir haben unterschiedliche Sprachen der Liebe und drücken sie anders aus. Ich denke der Hauptpunkt war, dass ihr Vertrauen Stück für Stück verloren gegangen ist wegen der Streits und andere Situationen wo ich aufbrausend war (wenn ich vermeintlich ungerecht behandelt werde) und ich sie iwann nicht mehr liebevoll genug drauf hingewisen habe, was mich stört. (viel Stress, fehlender Ausgleich wg Corona, fehlende integre Persönlichkeit meinerseits)
 
  • #13
Der Trennungsgrund ist mir nicht klar, kleine Streits über die Einrichtung ach herje. Ihr seit sehr jung, es ist ihre erste Beziehung (deine auch ? , wirkt so) nur einen Rat habe ich:
Wenn man über seine Freundin schreibt, sie sei selbstgerecht und egoistisch, dann ist das nicht die Richtige und sie war es dann auch zu keinem Zeitpunkt. Das ist niemand von dem man sich eine Beziehung erwünscht. Sie macht was sie will , egal wie oft du schreibst, wir haben geweint und lagen uns in den Armen. Hör im Übrigen auf mit dem weinerlichen Unetrton und laufe ihr nicht hinterher, das wirkt etwas devot was du schreibst , auf Sex vor der Ehe verzichten, das bereust du alles irgendwann. Ich war ganz zum Anfang auch so und wollte der nette verständisvolle sein. Und jetzt mein Rat: DEN WILL NIEMAND !! Sie und das sehe ich auch so will da ausbrechen, leben und tut mir leid, ich wette mit dir sie hat sehr schnell einen neuen Freund, einen bärtigen rücksrichtslosen maskolinen Bär und dann erzählt sie, das hat sie sich immer gewünscht..
 
  • #14
Liebe (r) Tomyi,
Dieser Vergleich ist wirkich sehr gut!
Ich liebe solche Bilder, kann ich mich sehr gut dran orientieren..Ich hab sie natürlich dann auch immer wieder zum trainieren gedrängt. Klar, dass sie irgendwann wegläuft (nicht weit, weil 42 km schafft sie ja nicht :p). Ich hätte sie als Trainer auch schon längst entlassen, wollte ihr das aber ich antun. Ich vertrau drauf, dass sie irgendwann das Training wieder annimmt. Vllt bei einem anderen Trainer, wo die gleichen Probleme wieder kommen werden. Dann trifft sie vllt auch auf einen, der sie verlässt, das wird ihr weh tun, aber auch wachrütteln, ihre selbst Gerechtigkeit wird sie dabei überdenken. Und eventuell kommt sie eines Tages auch zu dem Trainer zurück, der sie ganz am Anfang doch so gut behandelt hat und sogar zur Iron woman gebracht hätte :p

Lieber Fs,
ich versuche es mit einem Vergleich. Angekommen Du läufst regelmäßig Marathon und bist entsprechend gut in Form. Du triffst eine Frau, die Dir erzählt, dass sie schon immer Marathon laufen will. Sie sagt, dass sie jetzt mit Dir beim nächsten Marathon mitlaufen will. Das wiederholt sie immer wieder.
Du siehst aber, dass sie weder durch Training ihre Ausdauer trainiert, noch ausreichend fit ist. Vielmehr raucht sie, setzt noch ein paar extra Pfunde an und hat Probleme mit ihren Füßen wegen ihrer Pumps.
Gleichzeitig bekundet sie aber, dass sie den Marathon will. Jetzt kommt meine Frage: Ist sie die Richtige, um Marathon zu laufen?

Du willst eine lange Beziehung. Dann suchst Du Dir jemanden mit Bindungsangst?



Du brauchst schon jemanden,die fit für Beziehung ist. Es reichen nicht die hohen Werte und Ziele. Es geht darum, ob ihr kommunizieren könnt, Bindungsfähig und konfliktfähig seid.

Wenn die Frau das nicht ist, kann Du das vergessen.
 
  • #15
Nun, Du bist inzwischen 32, also eigentlich solltest Du eine gewisse Lebenserfahrung haben.
Papa bist Du zudem auch. Sicher keine unbefleckte Empfängnis.

Mit Dir selbst ins Reine kommen, nicht nur analysieren, sondern verändern, wäre vielleicht eine Aufgabe? Überempfindliches Innere Kind, cholerisch?
Für die (Nach-) Versorgung, Beelterung dieses Kindes bist Du zuständig, niemals ein*e Partnerin.
Impulskontrolle kann man lernen.

Zu Deiner ehemaligen Freundin - sie ist deutlich jünger? War Dir diese Strenggläubigkeit wichtig?
Du hast ja eine Vergangenheit.
Religiosität bzw. Glaube, noch mal unterschiedlich - ist eines, aber wie man es lebt, nochmal etwas ganz anderes.
Man kann an Gott glauben, der Glaube einem wichtig, ohne religiös zu sein.

Gerade hier sollten Werte zusammen passen, Du äußerst Dich
Sie: egoistisch, selbstgerecht, viel Doppelmoral
Dann passte es vielleicht genau an dem Punkt eben nicht, und daran entzündeten sich immer wieder Eure Streitigkeiten?

Wie es sei - diese Überlegungen helfen vielleicht bei der Verarbeitung.
Ansonsten akzeptiere, dass es vorbei ist.

Was sie nun macht, betrifft Dich nicht.
Es macht für sie Sinn, schnell zu suchen. Die Suche wird nicht einfach sein, und wenn sie Familie will, läuft die Zeit.

W, 50
 
  • #16
Danke, hier nochmal der FS:
Auf die Theorie mit dem #13 " wollte der nette verständisvolle sein. Und jetzt mein Rat: DEN WILL NIEMAND !! Sie und das sehe ich auch so will da ausbrechen, leben und tut mir leid, ich wette mit dir sie hat sehr schnell einen neuen Freund, einen bärtigen rücksrichtslosen maskulinen Bär und dann erzählt sie, das hat sie sich immer gewünscht.. " -> seh ich prinzipiell auch so, bzw verstehe ich. Sie würde da bestimmt schwach werden. Dennoch wünsche ich mir einfach jmd zu finden, der was beim Thema Glauben und Religiösität am wichtigsten ist, sich trotz fleischlicher (Selbst-)sucht dennoch zu gedulden und es dann einfach für die Zeit der Ehe zu behalten. DA wird es bei mir kein Rütteln mehr geben. Der bequemste Weg ist nicht immer der Beste. Ich empfehle dazu auch sich mit dem Konstrukt "Die Hure in jeder Frau" zu befassen.


Bzgl wie sie jetzt damit umgeht: Geht mich nichts an: stimmt! Ist die Trennung akzeptiert?: Ja! Wünsch ich ihr einen Partner mit dem sie sich wohlfühlt und ihre Träume verwirklichen kann: ja, definitv! Kann eine Beziehung nochmal funktionieren: liegt nicht in meinen Händen, sie müsste wollen. Ich muss mich auf jeden Fall verändern und das Konstrukt Verlustangst-fehlende Selbstliebe-Umgang mit inneren Kind- unbewusst Druck ausüben wenn Partnerin meine Bedürfnisse nicht erfüllt - endlich mal endgültig auflösen. Deswegen gibts bei mir auch erstmal kein Dating.
Nice-to-have wäre natürlich wenn Sie auch nochmal ihre Kompromissbereitschaft/Liebe die sie ihrem Partner schenken könnte überdenken würde. Aber der Hauptpunkt liegt erstmal bei mir.
 
  • #17
Ich finde nichts schlimmes daran, mit dem Sex zu warten. In der Ehe hat man dann ja noch genügend Spaß und es ist doch toll, bis dahin den Menschen nicht in- aber wenigstens auswendig kennenzulernen ;) Wenn man ganz lange und ehrlich drüber nachdenkt hat dieses Konzept viel gutes, nur wird das heute, wir auch im Thread zu lesen, schnell als absolut nicht wünschenswert dargestellt. Ich bleib bei meiner Meinung diesbzgl.
Deine Meinung dazu toleriere ich natürlich, abgesehen davon, dass ich mit der Hintergrundinfo geschieden und 10jähriger Sohn denke, so ist das dann auch rein christlich nicht gedacht. Aber das ist Deine Baustelle.

Was ich nicht akzeptiere ist die Aussage, dass, wer "lange und ehrlich darüber nachdenkt" zu Deinem Schluss kommen muss. Menschen, die ein christliches Weltbild (was auch immer das dann sein soll) nicht als ihres ansehen pauschal dann ja als nicht lange oder ehrlich nachdenkend darzustellen, ist für mich höchstens typisch christliche Intoleranz. Und weiter will ich mich darüber nicht aufregen, denn deswegen bin ich ja ganz bewusst ausgetreten...
 
  • #18
Und hinterfrage Deine Religiosität, wenn das möglich ist.
Es war ja klar dass dieser "Rat" kommen musste. Als sei Religiosität eine Krankheit die man heilen müsse. Etwas womit sich ein moderner, "aufgeklärter" Mensch doch eigentlich nicht mehr befassen sollte. Wie sehr mir diese herablassende, überhebliche Ansicht auf die Nerven geht...

In gewissem Sinne möchte ich Dir aber trotzdem zustimmen, es jedoch deutlich anders formulieren:

"Hinterfrage nicht Deine Religiosität an sich, aber hinterfrage die fundamentalistische Art wie Du sie lebst".

Für mich hört sich das stark so an als bewegtest Du Dich in evangelikal-freikirchlichen oder katholisch-traditionalistischen Kreisen (ist das so?). Und die Leibfeindlichkeit in diesen Kreisen sehe auch ich kritisch. Ich bin auch gläubiger Christ, aber mit dem Sex bis zur Ehe warten wäre mir niemals in den Sinn gekommen.

Man kann auch Christ sein und trotzdem ein positives, entspanntes Verhältnis zur Sexualität haben, auch wenn sie nicht innerhalb der Ehe gelebt wird.
 
  • #19
Es war ja klar dass dieser "Rat" kommen musste. Als sei Religiosität eine Krankheit die man heilen müsse. Etwas womit sich ein moderner, "aufgeklärter" Mensch doch eigentlich nicht mehr befassen sollte. Wie sehr mir diese herablassende, überhebliche Ansicht auf die Nerven geht...

In gewissem Sinne möchte ich Dir aber trotzdem zustimmen, es jedoch deutlich anders formulieren:

"Hinterfrage nicht Deine Religiosität an sich, aber hinterfrage die fundamentalistische Art wie Du sie lebst".

Für mich hört sich das stark so an als bewegtest Du Dich in evangelikal-freikirchlichen oder katholisch-traditionalistischen Kreisen (ist das so?). Und die Leibfeindlichkeit in diesen Kreisen sehe auch ich kritisch. Ich bin auch gläubiger Christ, aber mit dem Sex bis zur Ehe warten wäre mir niemals in den Sinn gekommen.

Man kann auch Christ sein und trotzdem ein positives, entspanntes Verhältnis zur Sexualität haben, auch wenn sie nicht innerhalb der Ehe gelebt wird.
Okay. Das ist jetzt wirkich ein interessanten Thema.
Religiositãt und Krankheit empfinde ich auch so. Ich bin als aufgeklärte extrem Naturwissenschaftlicher Mensch durch hinterfragen zur Religion gekommen. Hinterfragen Sie lieber ihre Aufklärung ;)

Ja, sie traditionell, nicht katholisch aber SELK (selbständig evangelisch Lutherisch) und ich freikirchlich mittlerweile. Ich kann nichts schlechtes erkennen, mit dem Sex bis nach der Ehe zu warten wenn man auch sonst Gott vertraut 🤷🏻‍♂️.

Umgekehrt führt unsere sexualisierte Welt aber zu so viel leid etc. Siehe die ganzen Frauen die kein bock mehr auf ONS haben auf tinder.
 
  • #20
Btw, sie hat mir heute geschrieben und sich für die Ruhe bedankt und will mit mir nochmal sprechen (sobald ich bereit bin). Ob das nun was positives oder negatives zu verheißen hat. Mal sehen 🤷🏻‍♂️. Ich denke ich brauch noch etwas Zeit
 
  • #21
Da war doch von Anfang an der Wurm drin und ihr habt beide bis zur Selbstaufgabe versucht, etwas passend zu machen was nicht passend ist.
Iht wart auch kein Jahr zusammen sondern sie hat dir dir Hälfte der Zeit Körbe gegeben.
Ist das deine sture oder cholerische Art, dies nicht zu akzeptieren? Sie scheint labil zu sein, eine Frau mir Charakter hätte dir eine klare Ansage gemacht und fertig.
Sie ist schwach und du herrisch - was für eine furchtbare Kombination.
Oder ist es eure Kirche, ihr habt einfach zu wenig Auswahl und müsst nehmen was kommt?
Ansonsten ist euer Weltbild nämlich das normale, Familie, Sport, Bildung ist doch Standard, daran kann es nicht scheitern.

Und Doppelmoral habt ihr beide, Sex ist auch ohne Penetration Sex. Ich hatte mal eine türkische Freundin, sie musste als Jungfrau in die Ehe und hatte daher nur analen Sex, den aber mit mehr Männern als sie zählen konnte. Sie ging als Jungfrau in die Ehe und ich fand es total lächerlich, sie übrigens auch.
Passt perfekt zu euch, vorne hui und hinten pfui aber Hauptsache sonntags in der Kirche laut Halleluja singen.....
Aber jedem das seine und um auf deine Frage zurück zu kommen:
Sie ist Single und kann daten wen sie will, es geht dich einen feuchten Dreck an. Sie wollte dich wahrscheinlich nie und du bist verletzt aber das ist dein Problem und nicht ihres.
Und so wie du über sie sprichst, verstehe ich deine Aufregung nicht, du müsstest doch froh sein das sie endlich weg ist.
Und für das nächste Mal: wenn es am Anfang schon nicht klappt, einfach direkt aufhören!
 
  • #22
Ja, sie traditionell, nicht katholisch aber SELK (selbständig evangelisch Lutherisch) und ich freikirchlich mittlerweile. Ich kann nichts schlechtes erkennen, mit dem Sex bis nach der Ehe zu warten wenn man auch sonst Gott vertraut 🤷🏻‍♂️.

Umgekehrt führt unsere sexualisierte Welt aber zu so viel leid etc. Siehe die ganzen Frauen die kein bock mehr auf ONS haben auf tinder.
Ich denke, jeder sollte glauben und ausleben, was er möchte. Doof finde ich es nur, wenn es dann den Kindern aufgezwungen wird (wenn die nämlich Sex vor der Ehe haben möchten, aber die Eltern das ihnen austreiben wollen), dann geht es über die eigene Entscheidung hinaus und man zwingt andere zu seinen Werten.
Freikirchen sind mir ehrlich suspekt, da kenn ich lauter Leute mit sehr extremen und seltsamen Ansichten, aber gut. Jedem das seine. Ich bin evangelisch aufgewachsen mit Konfirmation usw, kenne mich also in der Kirche ganz gut aus, mein Freund ist als Muslim mit Koranschule aufgewachsen.
Was dann aber gleich wieder bei dir kommt, ist ja eine Abwertung von Leuten, die eben nicht dem folgen. Sexualisierte Welt erzeugt viel Leid. Wenn deine Sicht von anderen akzeptiert werden soll, dann brauchst du nicht gleich dahinter die Sicht der anderen als schlecht darzustellen. Sowas finde ich wirklich nervig. Man kann in religiösen Ländern dann z.B. finden, dass die Leute extrem früh heiraten (oder verheiratet werden..), damit sie dann Sex haben können und sich dann ebenso schnell wieder scheiden lassen, weil es eben nicht passt, oder Scheidung geht nicht und dann leben viele in unglücklichen Ehen. Alles hat seine Vor- und Nachteile und alles kann Leid oder Freude bringen.
Wie man als Wissenschaftler zur Religion kommt, finde ich übrigens interessant, beim Bio-Studium hat das eher dazu geführt, dass einige ihren Glauben aufgegeben haben (bei mir hat sich der Atheismus nur gefestigt), aber das nur am Rande, gehört ja nicht zum Thema.
 
  • #23
Umgekehrt führt unsere sexualisierte Welt aber zu so viel leid etc. Siehe die ganzen Frauen die kein bock mehr auf ONS haben auf tinder.
ONS und Sex nur in der Ehe sind gewissermaßen die beiden Gegenpole. Dazwischen gibt es viele Abstufungen. Fundamental Religiöse bevorzugen aber statt Graustufen schwarzweiß oder gut vs. böse.

Du hattest geschrieben, dass ihr zwar keinen Sex aber andere schöne gemeinsame Erlebnisse im Bett hattet. Ging das in diese Richtung?

Sex ist auch ohne Penetration Sex. Ich hatte mal eine türkische Freundin, sie musste als Jungfrau in die Ehe und hatte daher nur analen Sex, den aber mit mehr Männern als sie zählen konnte. Sie ging als Jungfrau in die Ehe
An der richtigen Stelle fummeln ist für mich auch ohne Penetration Sex. Dieses nur Penetration ist Sex erinnert an den Oval Office Skandal um Bill Clinton. Der hatte ähnlich argumentiert.

Absolut albern aber vielleicht vor dem Hintergrund starker fundamentalistischen christlicher Strömungen in den USA, die Fremdgeher ungern wählen, ein dort in sich logischer Relativierungsversuch.
 
  • #24
Warum soll sie nicht sofort anfangen neu zu daten? Die Beziehung ist beendet. Sie hat ohnehin in diesem Lebensbereich ein Erfahrungsdefizit. Man kann auch schnell lernen und das dann in einer neuen Beziehung umsetzen.

Soll sie jetzt ein nicht benötigtes Trauerjahr einlegen, damit Du Dich ausreichend gewürdigt fühlst?
 
  • #25
halbes Jahr kennenlernphase, dann 1 Jahr zusammen, also kennen wir uns anderthalb jahre. im ersten halben Jahr hab ich mir zwei, drei Körbe eingefangen aber das ist okay, sie war von Anfang an interessiert hatte aber Zweifel weil ich schon Kind hatte und wegen ihrer Bindungsangst halt (wahrscheinlich Verletzung aus Schulzeiten).
Ich weiß nicht, über was sie mit mir reden will, entweder will sie es nochmal probieren, wofür ich mit Abstand auch dafür wäre (dann müsste man erstmal schauen wie gut wir uns noch verstehen und wenn es zu passen scheint drüber reden wie wir es hinbekommen, dass es diesmal besser klappt), oder halt einfach nochmal loswerden woran es ihrer Meinung nach lag, worauf ich dann gerne verzichten kann.

Über die Doppelmoral die du oben ansprichst mit Sex auch ohne Penetration ist Sex ist mir auch schon aufgefallen und werd ich entsprechend dran arbeiten.

Falls es interessiert kann ich gerne berichten, wie es weiter ging...
 
  • #26
Ich kann nichts schlechtes erkennen, mit dem Sex bis nach der Ehe zu warten wenn man auch sonst Gott vertraut 🤷🏻‍♂️.
Hoffentlich nicht bis NACH der Ehe...
Vor allem, wenn Ehen ja ein Versprechen für Immer sein sollen.

Bist Du eigentlich geschieden, oder wie bist Du Vater geworden?

Da wäre dann die erste Doppelmoral. Nichts gegen Religiosität - aber solche Hilfskonstrukte, wie beim Sex, das ist sorry, lächerlich.

Entweder stehe ich zu dem, was ich tue. Aber Wasser predigen, und Wein trinken... Nun ja.

W, 50
 
  • #27
wegen ihrer Bindungsangst halt (wahrscheinlich Verletzung aus Schulzeiten).
Echte Bindungsangst entsteht aus traumatischen Erfahren bzw. Fehlkonditionierung und keineswegs nebenbei in der Schule.

Wenn du tatsächlich ihre erste Beziehung bist, dann im Verhältnis zu nahen Verwandten wie z.B. ihren Eltern. Zu große Nähe oder Distanz bewirkt so etwas. Zu Nähe würde würgende religiöse Indoktrinierung passen, siehe auch die o.g. Jungferschaft der Türkin.

Wie stark sich dies auswirkt hängt von diversen Faktoren ab. Instabile Personen sind gefährdeter als andere. Die Türkin wirkte z.B. nicht instabil.

Ein signifikanter Hang zur Erlösung im Übersinnlichen, egal ob esoterisch oder fundamentalistisch religiös, ist für mich generell ein Indiz für eine instabile bzw. schwache Persönlichkeit oder für Gehirnwäsche.

Das bedeutet nicht, dass ich Spiritualität oder Religion grundsätzlich ablehne. Ich lehne nur den Glauben an Wunder und Gebote die meinen Lebensalltag regulieren wollen ab.

Werte wie z.B. Nächstenliebe und Treue ordne ich aber nicht unter solchen Geboten ein. Sex- oder Bekleidungsregeln aber schon.

Ja. Berichte wie es weiter geht.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #28
Meiner Meinung nach soll jeder machen, was er möchte, solange es anderen nicht schadet, aber hier noch ein Gedanke: Ist es nicht Teil des göttlichen Plans, dass Menschen auch außerhalb der Ehe Sex und Spaß dabei haben? Denn in seiner Allwissenheit wusste Gott davon, dass dies geschehen würde, noch vor der Erschaffung des Menschen, und trotzdem hat er ihn so erschaffen, also hat er es gewissermaßen genau so gewollt, oder? Außerdem ist auch die Unvollkommenheit Teil einer vollkommenen Welt.
 
  • #29
Wir treffen uns Samstag wahrscheinlich. Sie scheint schon sehr viel Sehnsucht zu haben (so wie ja auch ich)..

zu #28: Nein, du meinst Gottes Plan sind tausende gebrochene, vor allem Frauenherzen? Oder Aids oder unglückliche Kinder? Weit gefehlt. Genau das geschieht alles nicht wegen Gott sondern Abwesenheit von Gott. Genauso wie Weltkriege etc kein Argument gegen Religion/Gott sein können, weil es naiv zu glauben ist, dass er einfach alles so lenkt wie er möchte, sondern er hat uns mit freiem Willen geschaffen.
Dazu vielleicht eine Stelle aus der Bibel: "Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir erlaubt, aber nichts soll Macht haben über mich."
1 Korinther 6:12
 
  • #30
zu #28: Nein, du meinst Gottes Plan sind tausende gebrochene, vor allem Frauenherzen? Oder Aids oder unglückliche Kinder? Weit gefehlt. Genau das geschieht alles nicht wegen Gott sondern Abwesenheit von Gott. Genauso wie Weltkriege etc kein Argument gegen Religion/Gott sein können, weil es naiv zu glauben ist, dass er einfach alles so lenkt wie er möchte, sondern er hat uns mit freiem Willen geschaffen.
Dazu vielleicht eine Stelle aus der Bibel: "Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir erlaubt, aber nichts soll Macht haben über mich."
1 Korinther 6:12
Ich kenne deine Sichtweise, das ist eine dualistische Unterteilung der Welt in zwei Prinzipien (gut/böse bzw. Licht/Dunkel) und sehr manichäisch gedacht. In gewisser Hinsicht ist es ein simples Schwarz-Weiß-Denken. Wenn ich an Gott als Person glauben würde, also ein anthropomorphes Gottesbild hätte, würde ich denken, dass er auch das "Leid" erschaffen hat und sich daran erfreut, denn aus einem gebrochenen Herzen, Kummer und Schmerz kann auch viel Gutes erwachsen. Im Nachhinein erkennen wir oft, dass das, was im Moment schmerzvoll war, uns langfristig genützt hat, weil wir dadurch vielleicht neue Wege eingeschlagen sind oder daraus gelernt haben, und dann sind wir dankbar auch für jede "schlechte" Erfahrung, die uns geprägt hat, und werden erkennen, dass eigentlich alles, was geschieht, gut ist bzw. einfach nur IST (ohne Unterscheidung in gut und schlecht), und dies führt zu einer glücklichen Lebenshaltung der Akzeptanz und Toleranz. Du gehst dann gleich viel positiver und gelassener durchs Leben, das hilft dir bestimmt auch bei deinen Beziehungsproblemen, sei ein bisschen entspannter und nicht so dogmatisch (wenn du es mal versuchen magst).