• #1

Sollte ich die Freundschaft für die Freundin aufgeben?

Hallo zusammen

Ich habe mal eine kurze Frage.

Ich bin mit meiner Freundin seit knapp einem Jahr zusammen und wir haben es wirklich gut zusammen. Leider haben wir total unterschiedliche Ansichten was meine Ex-Freundin angeht.

Ich war mit meiner Ex-Freundin vor über 10 Jahren zusammen, seither sind wir gute Freunde. Wir haben einen gleichen Freundeskreis und treffen uns (im Freundeskreis, nicht alleine!) jeweils vielleicht einmal im Monat. Sie ist übrigens glücklich verheiratet und hat ein Kind. Es ist glaube ich allen im Umfeld klar, dass wir einfach Freunde sind und da nie mehr etwas laufen wird.

Meine Freundin will mir diese Treffen nun verbieten bzw. Sie erlaubt es nur noch, wenn sie auch dabei ist. Mir ist klar, dass das Thema "Ex" in einer Beziehung kompliziert ist, aber bin ich so falsch, wenn ich sage, dass das alles schon sooo lange her ist, dass wir uns notabene nicht alleine treffen und dass unter diesen Umständen eine etwas erwachsenere Lösung möglich sein sollte?

Oder muss ich für die Beziehung tatsächlich die Freundschaft und somit womöglich auch den Kontakt zur Clique aufgeben? Ist das nicht der Anfang vom Ende...? Was kommt dann als nächstes..?
 
  • #2
schwierige Situation hast du da. Was ist dir denn persönlich wichtiger? Deine Beziehung oder deine Freundschaft? Beides geht wohl nicht zusammen.

Also deine Freundin wusste doch von Anfang an, dass du mit ihr befreundet bist. Jetzt protestiert sie auf einmal. Ob es jetzt deine Ex oder schon immer platonische Freundin war, spielt im Prinzip keine Rolle. Deine jetzige Freundin ist eben eifersüchtig.

Also wenn ich an deiner Stelle wäre, dann würde ich mir wirklich überlegen, ob ich so eine Frau an meiner Seite wollte. Jetzt ist es die Freundin, später ein anderes Thema....das wird so weiter gehen. Meiner Ansicht nach hat sie keinen Grund eifersüchtig zu sein, denn schließlich hat deine Ex einen Mann und ein Kind. Ihr trefft euch ja auch nicht alleine, sondern in der Gruppe. Eine Frage habe ich noch: Ist sie immer bei den Treffen dabei und wie fühlt sie sich in dieser Gruppe?

Also Fakt ist:

ich würde mich nicht verbiegen lassen, wenn mein Freund mir etwas vorschreibt was ich zu tun habe- auch was Freundschaften angeht. Man kann sich das doch am Anfang anschauen und dann entscheiden, ob man damit leben kann oder nicht. Später meckern finde ich daneben. Ich frage mich tatsächlich, ob deine jetzige Freundin die richtige für dich ist...
 
  • #3
Hatte deine neue Freundin mal schlechte Erfahrungen mit sowas? Ist sie generell sehr eifersüchtig? Habt ihr ausführlich darüber geredet?
Ich habe meine Freundschaften mit Männern vor meinem Partner immer verteidigt. Da war auch eine dabei, die aus einer Affäre entstanden ist. Ich habe immer verständnisvoll reagiert, zugehört, diskutiert und meine Sicht dargelegt; habe also nicht gesagt "ne, vergiss es, friss oder stirb!". Aber ich würde niemals eine mir wichtige Freundschaft für einen Partner aufgeben, es sei denn, da ist etwas krasses vorgefallen. Ich würde auch niemals einem Partner den Umgang mit weiblichen Freunden verbieten. Ich denke, das gehört sich einfach nicht. Gerade, wenn die Freundin verheiratet und glücklich ist und Mutter, finde ich Eifersucht absurd.
Meine Technik war: ich habe versucht, meinen Partner mit meinen männlichen Freunden so schnell wie möglich zu verkuppeln, freundschaftlich. Bei manchen hat das ganz gut geklappt. Hab z.B. meinen besten Freund und meinen neuen Partner zusammen auf ein Konzert gehen lassen oder so, natürlich nicht offen "hier, freundet euch an", sondern geschickt. Habe beim Unterhalten gemeinsame Themen herausgestellt, die beide interessieren etc. Und meinem Partner immer das Gefühl gegeben, dass ich ihn absolut liebe (also auch keine Insider-Scherze, wenn man gemeinsam unterwegs ist). Genauso habe ich das bei Freundinnen von meinen Kumpels gemacht; direkt mit ihnen angefreundet, viel gelächelt, Interesse gezeigt etc.
Hier kommen sicher sehr viele Antworten, dass Freundschaft zwischen Männern und Frauen und Exen nicht geht. Das sieht eben jeder anders und eine allgemein Wahrheit gibt es nicht. Ich kann nur für mich sagen: Ich gebe für jemanden, der mir etwas verbieten will, sicher keine Freundschaft auf. Dann bin ich in einem wichtigen Punkt nicht kompatibel mit diesem Partner.
w, 34
 
M

morslucis

Gast
  • #4
Hallo @HansMaulwurf,
Ich bin absolut auf deiner Seite. Das Thema gab es hier aber schonmal als Seitenstrang eines anderen Threads, und da wurde klar, dass wir hier (in diesem Forum) ziemlich alleine mit der Meinung sind, man dürfe mit seinen Exen befreundet sein.
Ich versethe also mittlerweile, dass sowas manche Frauen gehörig zwickt.
Kennt denn deine Jetzt-Freundin deine Ex? Oder hälst du sie komplett aus deinem Freundeskreis raus? Vielleicht ist das ja der Grund, warum sie so reagiert (Sie fühlt sich ausgeschlossen).
Seit wann weiß deine Freundin von dieser Vergangenheit?
Das das ein wundes Thema ist spreche ich sowas schon direkt am Anfang beim Kennenlernen an.

Und die Antwort auf deine Titel-Frage ist natürlich "Nein!".
Freunde wirft man nicht einfach weg!

m33
 
  • #5
Hallo,

kurz und knapp: NEIN! Du musst überhaupt nichts aufgeben - weder die Freundschaft zur weit in der Vergangenheit liegenden, jetzt sogar schon verheirateten Ex, noch zum Freundeskreis. Dass deine Freundin das verlangt, zeugt eher von einem Minderwertigkeitskomplex sowie extremem Eifersuchts- und Vertrauensproblem ihrerseits. Das ist IHRE Baustelle, die sie bearbeiten sollte. Du musst ihr liebevoll, aber klipp & klar erklären, dass du diesen Kontakt NICHT aufgeben wirst sowie das Thema Vertrauen und vergangene negative Erfahrungen (vielleicht ist sie ein gebranntes Kind) ansprechen. Aber du wirst ein sehr unglücklicher Mensch, wenn du Freunde für eine krankhaft eifersüchtige Frau aufgibst. Sollte die Beziehung irgendwann vorbei sein, stehst du ohne Freundschaften da. Zudem würde niemals jemand, der dich wirklich liebt, Kontaktverbote aussprechen, nur weil er/sie mit sich selbst nicht klar kommt. Wäre deine Ex erst seit 'nem halben Jahr von dir getrennt und du über sie oder sie über dich noch nicht hinweg, könnte ich deine Freundin sogar verstehen - in dem Fall aber nicht. Mehr kann ich dir dazu nicht raten.
 
  • #6
Du bist seit 10 Jahren von Deiner Ex getrennt. Sie ist neu vergeben und Du auch. Und Ihr trefft Euch nur in der Gruppe. Sorry. Wenn Deine jetzige Freunding damit nicht klar kommt, dann hat sie eindeutig ein Defizit, das sehr gegen sie spricht. Für Dich spricht, dass Du es hinkriegst, nach einer Trennung einen normalen Umgang mit Deiner Ex zu pflegen. So etwas ist zivilisiert. Ich zum Beispiel kann sowas nicht.

Wir haben im Freundeskreis auch ein ehemaliges Paar. Sie sind nun beide schon lange neu verheiratet und treffen sich immer wieder, mit neuen Partnern in der Gruppe und es läuft prima.

Solltest Du diesen Treffen ausweichen, dann würdest Du auch Deinen Freundeskreis einbüssen, zumindest könntest Du an den gemeinsamen Treffen nicht teilnehmen und die sind ja essentiell für das Pflegen von Freundschaften.

Lieber Hans, ich sag Dir mal was aus meiner Lebenserfahrung heraus: es werden genau diese Freunde sein, deren Freundschaft Du aufs Spiel setzt, die Dich auffangen, wenn es mit Deiner Freundin auseinander gehen sollte. Denk mal darüber nach. Viel Glück.
 
  • #7
Also wenn Deine Ex verheiratet ist und ein Kind hat, liegt doch die Trennung auch schon ne Weile zurück. Ich denke mal nicht, dass Du von der Ex-Beziehung in die neue Beziehung nahtlos gehüpft bist, ihr beide, also Du und die Ex, die Beziehung beendet habt, also sie nicht Dich verlassen hat und Du ihr noch hinterhertrauerst oder alles, was deine neue Freundin macht, vergleichst mit der Ex.

Solltest Du aber immer noch denken, dass die Ex Deine erste große Liebe und Traumfrau war, gern und viel von ihr reden, die Treffen von Deiner Seite aus gern mehr sein könnten und Du Dich eigentlich gern nur unter 4 Augen treffen wollen, kann ich schon verstehen, dass Deine neue Freundin ein Problem mit Dir und Deiner Ex hat. Allerdings macht sie es dann falsch. Sie sollte eure Beziehung beenden, statt anzufangen, einen Menschen einkrallen zu wollen, der eigentlich lieber ne andere Frau hätte.

Ich kannte mal ein Paar, das sich nach über 10 Jahren auch trennte, weil der Mann es satt hatte, solche Vorschriften zu bekommen. Er war nicht mal mehr mit der Ex befreundet, sie tauchte nur auf Geburtstagen auf von einer Person, mit der er befreundet war, und die Partnerin machte ein Drama draus, obwohl die Trennung von der Ex auch schon vor dem Beginn ihrer Beziehung geschah und - da sie ja schon 10 Jahre zusammen waren - halt auch 10 Jahre zurücklag. Aber seit Anbeginn der Beziehung war eben die Ex Thema, und das änderte sich all die Jahre auch nicht. Er hatte sich angepasst und ist nicht mehr zum Geburtstag einer Bekannten gegangen. Irgendwann fühlte er sich total unter der Fuchtel. Er hatte immer schon fiese, verletzende Bemerkungen gemacht, um seine Partnerin eifersüchtig zu machen, weil es ihn wohl nervte, dass sie ihn so einengte. Soll heißen, er hat sich gerächt für die Einengung. Bis er sie ganz sprengte.

Also wenn das so ist, wie Du schreibst, und die Ex nicht Deine allerbeste Busenfreundin ist, mit der Du täglich schreibst und telefonierst und alle intimen Details Deiner jetzigen Partnerschaft besprichst oder über Deine Freundin redest, seh ich keinen Grund, dass Du die Treffen aufgibst. Wenn Deine Freundin bei den Treffen dabei ist, fühlt sie sich dann ausgegrenzt?

Ich finde schon, Du solltest hier nicht nur Deinen Standpunkt einnehmen, sondern drauf achten, dass Deine Freundin sich auch wohlfühlt bei den Treffen. Soll heißen, dass Du schon Rücksicht nehmen solltest, indem Du drauf achtest, sie mit einzubeziehen in die Gespräche, statt dauernd olle Kamellen aufzuwärmen. Das hat man ja öfter, dass die Partnerperson nur doof daneben sitzt, wenn sich der andere mit seinem Freundeskreis amüsiert über alte Anekdoten, das ist total langweilig. Abgesehen davon, dass man die Freunde des Partners nicht unbedingt als eigene Freunde wählen würde. Aber die Treffen aufgeben, würde ich nicht, wenn Deine Ex quasi nur einmal im Monat bei diesen Treffen in Deinem Leben ist.
 
  • #8
Es ist ganz einfach: entweder ist dir das deine neue Partnerin wert oder eben nicht.
Wenn sie deine Reaktion ( es zu lassen) diesmal und auch in naher Zukunft registriert wird sie irgendwann Vertrauen fassen. Sie hat offensichtlich ein Vertrauensproblem (Kindheit oder selbst erlebt). Sie selbst sollte auch unbedingt daran arbeiten . Das ist ihr sicher nicht bewusst . Ich kenne die Thematik aus eigener Erfahrung.
Nimm sie doch einfach mit und zeig ihr, vor der Ex, dass du zu ihr stehst und geh besonders liebevoll, zärtlich mit ihr um.
 
  • #9
Mir ist klar, dass das Thema "Ex" in einer Beziehung kompliziert ist, aber bin ich so falsch, wenn ich sage, dass das alles schon sooo lange her ist, dass wir uns notabene nicht alleine treffen und dass unter diesen Umständen eine etwas erwachsenere Lösung möglich sein sollte?
Ich denke schon, dass es unter diesen Umständen möglich sein sollte/könnte.
Die Frage ist nur, was stört deine Freundin bzw wovor hat sie Angst?
Bis jetzt hat sie es akzeptiert?
Gab es einen bestimmten Anlass, dass sie es plötzlich verbieten oder dabei sein will? Was denkt sie was passiert, wenn sie nicht dabei ist?
War da schon mal irgendwas in die Richtung, dass sie jetzt an eurer Freundschaft zweifeln lässt?
Von heute auf morgen wird sie das ja nicht einfach so stören.
Oder ist das schon länger Thema?
Will sie vielleicht auch einfach nur zu eurem Freundeskreis dazu gehören, genauso wie deine Ex & fühlt sich vielleicht ausgeschlossen oä?
 
  • #10

Ganz genau.

Ja, also ich sehe das wie du, finde das Verhältnis völlig in Ordnung, zumal nicht einmal Treffen allein zu zweit stattfinden, selbst das wäre für mich völlig in Ordnung unter diesen Umständen.

Deine Freundin ist ein krankhaft eifersüchtiger Kontrolletti, leidet offenbar unter erheblichen Minderwertigkeitskomplexen.

Die werden aber nicht besser wenn du dich ihr unterwirfst und deinen Freundeskreis aufgibst, sie wird nur neue Forderungen stellen, weil ihre Minderwertigkeitsgefühle nicht durch Dich zu beheben sind, das kann sie nur selber.

Selbst wenn du eine Burka trägst , wird sie immer noch eifersüchtig auf die Verkäuferin an der Kasse sein, wenn du ihr auch nur einen schönen Tag wünschen würdest.
 
  • #11
Ich finde die Forderung deiner Freundin unangebracht! Wenn man sich auf einen neuen Partner einlässt, sollte man akzeptieren können, dass er einen Freundeskreis mitbringt, zu dem evtl. auch noch die Ex-Freundin dazugehört. Es ist ja auch nicht so, dass du sie alleine, datemässig treffen würdest, sondern lediglich als Bestandteil eurer Clique. Und ca. einmal pro Monat ist nun auch nicht gerade viel.

Persönlich könnte ich mit so einer eifersüchtigen Person keine Beziehung haben. Meiner Meinung nach ist der Kontakt zu Ex-Partnern (und allgemein Freundschaften zum anderen Geschlecht) ein Punkt, in dem man wirklich ähnliche/gleiche Vorstellungen haben sollte, sonst ist der Stress von Anfang an vorprogrammiert und das dauerhaft!

Ich würde ihr klipp und klar sagen, dass du den Kontakt zur Ex-Freundin und damit zur Clique nicht abbrechen wirst und überlegen, ob ihr mit solch unterschiedlichen Vorstellungen tatsächlich zusammen (langfristig) glücklich werden könnt.
 
  • #12
Deine - finde ich klasse - Freundschaft zur Ex würde ich nie aufgeben. Sie war ein Teil Deines Lebens und wenn ihr Euch jetzt gut versteht, ist doch klasse. Bei Deiner Freundin scheint mir viel Unsicherheit dahinter zu stecken. Traut sie Dir nicht so ganz? Mangelndes Selbstbewusstsein evtl.? Aber bitte lass Dich nicht so bevormunden.
 
  • #13
Immer eine Diskussion zwischen zwei Lagern.

Ich kenne zwar in mir auch eine leichte innere Anspannung, wenn es um die Ex geht.
Umgekehrt bin ich die mit dem langjährigen Freund und freundschaftlichem Umgang mit dem Exmann.

Ich fände einen @INSPIRATIONMASTER für mich also genauso als No-Go wie umgekehrt.

Bei deiner Konstellation wäre ich als Partnerin völlig tiefenentspannt.

Dennoch liegt es ja an der eigenen Haltung zu dem Thema.
Geht mir etwas völlig gegen den Strich, kann ich es sagen.
Man findet einen Kompromiss oder nicht aber ändern kann ich den anderen nicht und völlig daneben finde ich etwas zu verbieten.

Wenn jemand vor mir stehen würde und mir irgendetwas wortwörtlich verbietet, wäre bei mir ein emotionaler Abbau.
Vorallem bei Dingen, die zu mir und meinem Leben gehören.

Natürlich wäre es ein Kompromiss gewesen, sie von deiner Seite her mehr einzubeziehen und sie nicht völlig aussenvorzulassen.

Aber ich lehne die Mittel ab.
 
  • #14
Als erwachsener Mensch habe ich eine Vergangenheit. Die würde ich nie verleugnen und wenn das von mir erwartet würde, hätte ich ein gewaltiges Problem mit dieser Forderung.

Ich habe sogar noch Kontakt zu meiner ersten Liebe ... und das ist verdammt lange her. Dennoch sehen wir uns ab und zu, schreiben uns oder telefonieren. Verbieten würde meinem heutigen Liebsten nie in den Sinn kommen, denn er ist sich meiner sicher. Genauso gehe ich etwa einmal im Monat mit meinem früheren Mann essen, die gemeinsame Zeit von fast 30 Jahren ist ja nicht einfach tot, nur weil wir (heute) nicht mehr zusammen leben. Aber sie verbindet unverändert, schließlich haben wir uns über viele Jahre geliebt, wir haben viel zusammen erlebt und gemeistert - das ist doch nicht auf einmal aus der Welt, nur weil wir uns entschieden haben, getrennte Wege zu gehen.

Es ist - so sehe ich das - ein wunderbares Glück, nach einer Trennung weiterhin miteinander klar zu kommen, sich etwas zu sagen haben. Erotik spielt da überhaupt keine Rolle, aber das Interesse am neuen Lebensweg des anderen. Wer das nicht akzeptiert ... mir gar die Pistole auf die Brust setzt, na ja, den würde ich ganz schnell verlassen.
 
  • #15
Ich war mit meiner Ex-Freundin vor über 10 Jahren zusammen, seither sind wir gute Freunde.

Das Problem mit andersgeschlechtlichen sog. "guten Freunden" ist ein statistisches und es ist sehr gut zu erfassen, bzw. die Zahlen in Relation zu gleichgeschlchtlichen "besten freunden" sind erdrückend!

Konkret: Wie hoch schätzt ihr die Wahrscheinlichkeit, dass gleichgeschlechtliche beste Freunde ihre sexuelle Ausrichtung ändern und ein Paar werden, bzw. etwas sexuelles miteinander haben? Ich denke, wir reden über eine Zahl mit einigen Nullen hinter dem Komma!

Wie oft kommt es, im Gegensatz dazu, bei unterschiedlich geschlechtlichen guten Freunden dazu, dass sie ein Paar werden, oder "wieder" werden, oder mal was sexuell miteinander laufen haben? Ich denke, hier sind wie schon mindestens im einstelligen Prozentbereich!

Man kann es auch anders ausdrücken: Die edle Idee von andergeschlchtlichen "guten Freunden" zersetören die Leute, die sich nicht an die Regeln halten und die Zahl von solchen sexuellen Kontakten weit über die Zahl von Fällen der Änderung der sexuellen Ausrichtiung treiben!

FS, Deine Freundin hat also einen statistisch eindeutig greifbaren Grund für ihre Befürchtung!

V.m48
 
  • #16
Wow danke Euch vielmals für die zahlreichen Reaktionen und Tips!
Ich bin froh, dass ich mit meiner Ansicht nicht alleine dastehe.

Ich muss meine Freundin aber schon noch etwas in Schutz nehmen, ansonsten ist sie nämlich nicht übermässig eifersüchtig. Nur bei der Ex sieht sie rot.

Ich habe Ihr gegenüber den Kontakt zur Ex nie verschwiegen. Sie hat sie auch schon ein paar wenige Mal getroffen. Es ist meines Wissens auch nie etwas vorgefallen, dass Ihre Reaktion erklären könnte.

Was mich eben auch am meisten stört ist diese «Friss oder Stirb» Mentalität. Ich muss mich entscheiden für die rote oder blaue Pille. Kein Raum für Diskussionen oder Kompromisse die vielleicht für beide gangbar wären. Und der Witz ist, dass sie mir in anderen Diskussionen immer fehlende Empathie vorwirft. Aber Sie versetzt sich gar nicht in meine Lage. Dass sie von mir verlangt eine jahrelange Freundschaft zu beenden. Ich habe dagegen versucht die Sache für meine Freundin so gut es geht zu erleichtern. Ich schreibe der Ex kaum mehr, gehe ihr bei den Treffen so gut es geht aus dem Weg – soweit, dass es die Ex nun auch gemerkt hat und mir zu liebe selbst auf Distanz geht.

Und jetzt wo ihr mich fragt, ich weiss ja nicht mal genau, was sie an den Treffen konkret stört – zu sehr haben wir uns auf die «Entscheidung» eingeschossen..
 
  • #17
Ich würde sie fragen, wie das denn praktisch aussehen soll? Du beendest die Freundschaft mit Deinen Freunden? Oder Du überredest Deine Freunde, Deine Ex aus deren Freundeskreis zu werfen?

Die einzige Lösung wäre ja, dass Du Dich aus dem Kreis der Freunde löst.

Und würde das ein Mann von seiner Freundin verlangen, dann würden wir hier von einem Narzisten sprechen, der seine Freundin unter Kontrolle bringen will, indem er ihr das soziale Umfeld wegnimmt.

Die Frau muss lernen, dass sie bestimmte Dinge aushalten muss, wenn sie einen Partner hat.

Wie ist es denn sonst bei Euch? Versucht sie dich zu kontrollieren und immer auf Dir drauf zu hocken? Hast Du eigene Hobbies, die Du ohne sie ausübst? Gehst Du auch mal ohne sie aus dem Haus?
 
  • #18
Als ich meinen Mann kennengelernt habe, hatte ich zwei Männerfreundschaften, ein Ex und einfach ein Kumpel, mit dem nie was lief, weil ich z. B. nicht die Frau für ihn bin, die ihn reizt, also fürs Bett. Beide kannte ich damals schon 10 und 15 Jahre und ich würde bis heute, nicht mit mir diskutieren lassen, und mir diese Freundschaften verbieten lassen. Ich brauche die Jungs einfach, es ist eine tiefe Freundschaft, die ich um nix auf der Welt aufgeben würde. Mein Mann hat beide kennengelernt, Freundschaften sind es nicht, da der Typ Mann jeweils anders ist, dass passt einfach nicht! Würde mir mein Mann das verbieten, würde ich mich eher von ihm trennen, als von meinen Freundschaften und sowas würde ich auch deiner jetzigen Frendin sagen, denn sie kennst Du erst seit 1 Jahr und wer weiß, was da sonst noch kommt. Entweder sie akzeptiert es oder ihr lasst es bleiben, wenn sie dich dann verlassen würde, kann die Liebe nicht so glühend sein, um solch Forderung zu stellen!
 
  • #19
Wenn du und deine Ex Euch wirklich nur ab und zu in der Gruppe seht, ist das doch völlig in Ordnung.
Deine neue Freundin sollte damit klar kommen. Stell sie vor und dann ist gut.
Im anderen Tread wird die neue Freundin verleugnet, die Ex darf nicht wissen dass sie existiert und dergleichen. Ausserdem treffen sich der Typ und die Ex wöchentlich (soweit ich mich erinnere) und dies immer alleine - das hier die neue Freundin Redebedarf hat, ist klar.
Aber in deinem Fall ist es völlig anders und absolut akzeptabel.
 
  • #20
Wenn der eingestellte Kontakt zur Ex automatisch auch den Verlust deines Freundeskreises bedeutet, würde ich der neuen Freundin ganz deutlich klar machen, dass zwischen euch nix läuft und auch nie wieder laufen wird und sie deshalb ihre Kontroll- und Eifersucht in den Griff kriegen muss. Ihr seid lange auseinander und pflegt seit vielen Jahren einen normalen, platonischen Umgang, dann hat sie da auch jetzt kein Recht dazwischenzugrätschen.
Wenn ich mich zwischen meinem Partner und einem guten und langjährigen Freundeskreis entscheiden müsste, wäre die Entscheidung immer für den Freundeskreis. Partner kommen und gehen, echte Freunde bleiben für immer! Bei der Argumentation von manchen Foristen müsste man sich ja mit jedem Partnerwechsel einen neuen Freundeskreis suchen. Könnte ja sein dass dort Frauen oder Männer sind die dem neuen Herren / der neuen Dame mal wieder nicht mehr in den Kram passt. Geht garnicht sowas.
 
  • #21
Moin Hans,

aus eigener leid oller Erfahrung kann ich dir sagen, gebe niemals deine Freunde für die Beziehung auf. Das wird doch unglücklich machen und wenn du dann die Beziehung beendest, wird es ein Stück Arbeit deine Freunde zurück zu gewinnen.

Gruß
M34
 
  • #22

Das ist die alles entscheidende Frage. Hier wirst du beiden Seiten hören: Verbieten geht gar nicht und Freundschaft aufgeben. In diesem Fall würdest du den Großteil Deiner Freunde aufgeben - richtig? Das wäre mir zuviel. Die Frage ist wirklich was dann noch kommt. Verbieten lasse würde ich mir gar nichts. Aber die Liebe... Was wiegt stärker? Versuche abzuwägen. Aber dieses Verbot käme mir nicht in den Sinne ganz im Gegenteil zu den fast immer absoluten Posts von Inspirationmaster #7

M 48
 
  • #23
Hmm...frag sie doch mal wovor sie Angst hat? Wurde sie schonmal betrogen und hat sich damals geschworen dass sie dafür sorgt dass es NIE wieder passiert?
Anders kann ich mir ihre Forderung nicht erklären. Angemessen ist es nicht ausser Du bist flirty oder spielt mit ihrer Eifersucht und Verlust Angst was einige Menschen tun, um die Eifersucht des Partners als "liebesbeweis" zu provozieren. Das waere was anderes.
 
  • #24
Das Problem ist wirklich, dass beide Pillen ab jetzt Gift enthalten.

Du bekommst einen Knacks wegen des Verbots der Freundschaften ( sind ja mehrere), denn auch diese können sich verraten fühlen.
Deine Freundin fühlt sich verraten, wenn Du es nicht tust.

Jede Pille enthält Gift mit Langzeitwirkung und gärt in einem...nichts ist mehr so wie vorher.

Ohne die Diskussion in ihrer Absolutheit hätte ich gesagt: soll sie doch regelmäßig mitgehen und am besten mal locker mit dem Ehemann sprechen...der scheint ja wohl kein Problem zu haben.

Trotzdem ahnt deine Freundin wohl nicht, wie sehr ihr Verbot irgendwann völlig nach hinten losgehen kann.
 
  • #25
Ich schreibe der Ex kaum mehr, gehe ihr bei den Treffen so gut es geht aus dem Weg – soweit, dass es die Ex nun auch gemerkt hat und mir zu liebe selbst auf Distanz geht.
Finde ich okay, ich meine, Du gehst ja nicht nur wegen ihr zu den Treffen. Aber ich würde den Freundeskreis nicht aufgeben für die neue Freundin, und in dem Freundeskreis ist nunmal die Ex.

Wie gehst Du denn sonst so damit um, diese Ex zu haben? Ich finde, es klingt alles entspannt und gesund. Da hatten wir hier schon ganz andere Threads, wo dann die "beste Freundin und Ex" die vertraute Person war und die Partnerin da nicht zwischen kam in dem Sinne, dass sie DIE Person des Vertrauens wurde bei dem Mann. Der hat sogar über seine Partnerin mit der Ex geredet und Beziehungsinterna besprochen.

Ich würde auch mal Deine Freundin fragen, was sie befürchtet. Vielleicht hat sie in einer Frauenzeitschrift gelesen, dass Männer immer noch Sex mit der Ex wollen würden, und Männer und Frauen niemals nur so befreundet sein können, weil der Mann immer was von der Frau wollen wird (was auch meine Erfahrung ist), übersieht aber, dass der Fall bei euch anders ist, denn es handelt sich ja um einen FreundesKREIS und nicht um eine beste Freundin.
 
  • #26
Wir haben einen gleichen Freundeskreis und treffen uns (im Freundeskreis, nicht alleine!) jeweils vielleicht einmal im Monat.
Würde ich mir auch nicht verbieten lassen, aber kann es sein, wie einige schon gefragt haben, dass deine Freundin sich ausgegrenzt fühlt? Trefft ihr die Freunde gemeinsam?
Wenn dir die jetzige Beziehung wichtig ist, du deine Partnerin liebst, dann wirst du dich zurückziehen, niemals wollte ich, dass meine Partnerin solche Kontakte hat, wie du sie pflegst!
"Solche Kontakte"?! Was soll denn das heissen? Da gehts um seinen ganz normalen Freundeskreis. Darf deine Partnerin also ihre Freunde nicht mehr treffen?

"Inspirationsmaster", du kommst mir vor wie ein Troll, der möglichst viel Zwietracht säen möchte. Komm mal ein bisschen runter von deiner Selbstgerechtigkeit, oft ist es wirklich nur nervig.
 
  • #27
Lieber FS,
ich würde die Freundschaft nicht aufgeben sondern so eine unangenehme, einengende Partnerschaft.
Wo das hinführen soll ist exakt die richtige Fragestellung. Jetzt ist es die Ex, die Du selten in der Gruppe siehst, dann sind es die Freunde, schließlich Familie, Hobbys usw. bis Du kein eigenes Leben mehr hast.

Du findest leichter eine andere Frau wenn Du ein halbwegs angenehmer Zeitgenosse bist, als ein neues Sozialleben, wenn es mit ihr zuende ist.
 
  • #29
Wie oft kommt es, im Gegensatz dazu, bei unterschiedlich geschlechtlichen guten Freunden dazu, dass sie ein Paar werden, oder "wieder" werden, oder mal was sexuell miteinander laufen haben? Ich denke, hier sind wie schon mindestens im einstelligen Prozentbereich!

Ich weiß zwar nicht, wo du immer deine Statistiken herzauberst, aber ich schätze mal ganz grob, dass die Wahrscheinlichkeit morgen bei einem Verkehrsunfall zu sterben, definitiv höher ist.

Also was soll's? Sollte man jede Beziehung vermeiden, weil ein Risiko besteht, dass man verlassen wird? Dieses Restrisiko besteht nunmal und nennt sich Leben.

Ich habe sogar die Erfahrung gemacht , dass immer alles was nach der Beziehung kam, die ich für so toll hielt und so unglücklich war wenn es nicht funktioniert hat, dass alles danach viel besser war,. Man muss nur den Mut haben loszulassen und abzuschließen, um sich auf etwas Neues einlassen zu können.

Genausogut kann morgen eine wunderschöne fremde Frau daherkommen, die meinen Partner verzaubert und er verlässt mich.

Was macht es also für einen Unterschied, ob mein Partner mich für eine fremde Frau oder für eine Ex Freundin mit der er vor zehn Jahren mal was hatte verlässt? Keinen!. Ich bin dann trotzdem allein.

Eine Fremde hätte noch den Reiz des Neuen und Unbekannten. Bei der Ex weiß man, was man hatte und vor allem nicht mehr wollte.

Letzteres ist für mich das Hauptargument dafür, sicher nicht wieder etwas mit einem Ex anzufangen, mit dem ich nur noch befreundet bin.

Weil ich eben ganz genau weiß, dass es nicht funktioniert und nicht passt.

Gleiches gilt für andere platonische Freunde. Es passte nicht als Partner deswegen ist man nur befreundet.
 
  • #30
Hallo HansMaulwurf,
deine Freundin soll dir ihre Beweggründe Punkt für Punkt aufschlüsseln. Und du legst ihr dar, warum du an dieser Freundschaft festhalten möchtest und was du und die Ex bereits unternommen haben (z.B. Distanzierung), um ihr die Sorge zu nehmen, ihr könntet insgeheim eine enge Verbindung suchen, die sie außen vor lässt. Solltet ihr weiterhin keinen Kompromiss finden und deine Freundin auf der Durchsetzung ihrer Interessen beharren, ist für dich der Zeitpunkt gekommen, diesen Test um Macht für dich zu entscheiden: Sie ist überschreitet deine Grenzen und du kannst ihr nun zeigen, dass du nicht alles mit dir machen lässt. Sei stark! Wenn sie dich liebt, wird sie diesen für sie schwierigen Punkt akzeptieren müssen.
 
Top