• #1

Soll man gehen oder bleiben

Ich komme nicht weiter und brauche Hilfe. Ich war schon einmal verheiratet und aus dieser Ehe gingen zwei Kinder hervor. Als wir uns trennten waren die Kinder drei Jahre jung. Ich kam mit der Trennung relativ gut zurecht. Ich sehe habe meine Kinder alle zwei Wochen und das Verhältnis ist gut. Nun bin ich zum zweiten mal verheiratet und wir haben eine Tochter. Sie ist drei Jahre jung. Ich habe mich auf Arbeit in eine Kollegin verliebt und eine Affäre angefangen. Sie und ich wollten mehr. Zusammen leben weil es passt. Sie hatte sich von ihrem Mann und den großen Kindern getrennt. Wir haben uns eine Wohnung gesucht und dort wohnt sie noch allein. Ich konnte mich bis jetzt nicht von meiner Familie trennen. Ich hänge wahnsinnig an meiner Tochter und komme nicht damit klar sie zu verlassen. Meiner Frau gegenüber habe ich Schuldgefühle. Sie wusste von der anderen und hat mir alles verziehen. Ich weiß nicht wo ich hin gehöre.
 
  • #2
Ja, das ist ziemlich offensichtlich, daß du nicht weißt, wo du hingehörst. Du verbreitest Chaos und Drama pur in deinem Leben. Dafür bemitleide ich dich, irgendwie.
Auf der anderen Seite ist es natürlich deine Eigenverantwortung. Aber so wie du schreibst, sorry, empfehle ich dir erst mal 3 Jahre mit Schweigegelöbnis im Kloster, um das Chaos und die verbrannte Erde hinter der erst mal aufzuräumen.
Männer wie dich, gsd, waren nie welche, auf die ich reingekippt wäre. Mein Selbsterhaltungstrieb ist offenbar ziemlich gesund ausgeprägt.
 
  • #3
Sieht nach Konzept aus. Kinder in die Welt setzen, warten, bis sie drei sind, dann eine neue Partnerin suchen.

"Ich komme mit der Trennung gut zurecht" ist symptomatisch. Wie kommen denn Deine Kinder zurecht?
Du wirst immer wieder mal eine Frau treffen, die anziehender ist als die aktuelle Partnerin im Alltag. Ob dann sofortiges Wechseln immer die richtige Lösung ist, wage ich zu bezweifeln.
 
  • #4
Mach doch mal drei bis vier Wochen ganz alleine einen schönen Urlaub. Da findest du in Ruhe zu dir selbst. Und merkst, wen du am meisten vermisst. Eine extrem unkonventionelle Lösung wäre, wenn alle einverstanden wären, in irgendeiner Form mit beiden Frauen auf Dauer in einer festen Liebesbeziehung zu leben. Vermutlich wollen sie das nicht probieren (verständlich). Ich glaube, so ein Modell kann viele Vorteile bieten. Dann müsstest du deinen beiden Frauen aber auch jeweils noch einen Zweitmann erlauben, könntest du das? - Es ist ein Dilemma. Schritt für Schritt müsst ihr gemeinsam zu einer Lösung kommen. Aber fahr erstmal alleine weg, um nachzudenken.
 
  • #5
Beim lesen deines Frage fragte ich mich ob da ein Muster dahinter steckt? Warten bis die Kinder 3 sind und dann gehen, mit der Affäre am besten noch das 4. Kind zeugen, warten bis es 3 ist und sich wieder neu verlieben. Wie sich da überhaupt noch die Frage stellen kann "gehen oder bleiben". Mit einem Funken Empathie und Verantwortungsgefühl solltest du von ganz alleine auf die Antwort kommen.
 
  • #6
1)

und

Ich hänge wahnsinnig an meiner Tochter und komme nicht damit klar sie zu verlassen.
Hör auf, isoliert die Verhältnisse zu betrachten. Dein Fehler ist, daß Du nicht nur im Verhältnis mit der neuen, sondern insgesamt lebst und verschiedene Verhältnisse hast:

- Ehefrau 1
= Kind Nr. 1 Ehefrau 1
= Kind Nr. 2 Ehefrau 1

- Ehefrau 2
= Kind Ehefrau 2

- Deine neue Partnerin
= .... ?


Das Problem ist doch daß der Sex mit der Neuen gut sein kann aber auch mit ihr wird Euch der Alltag irgendwann einholen. Was machst dann ?

Vielleicht bist ja jemand, der den Alltag / die Langweile / die Eintönitgkeit nicht mag und deshalb mit jemand neuem anbandelt.

2)
Meiner Frau gegenüber habe ich Schuldgefühle. Sie wusste von der anderen und hat mir alles verziehen.
Die Ehefrau 2 verzeiht Dir und Du machst hinter ihrem Rücken mit der neuen weiter als sei nichts geschehen ?

Sorry aber entweder Du bleibst bei Deiner Frau oder Du bandelst mit der neuen an - beides ist nicht und beides verletzt Deine Frau schwer. Wenn Du nun jetzt zur neuen gehst wirst die vielleicht auch wieder verletzen wenn der Alltag Euch einholt. Deine Frau ist auch mal Deine Frau - Punkt, und zwar weil Du ihr auch versprochen hast, mit ihr durchs Leben zu gehen.
 
  • #7
Ich habe mal einen Bericht gelesen, dass der Mensch von seiner Natur her nicht monogam lebt. Sind Kinder gezeugt, so reichen etwa drei Jahre aus, bis diese das Gröbste überstanden haben. Dann ist der Mann bemüht, seine Gene an andere Kinder (mit anderen Frauen) weiterzugeben. Nunja man mag davon halten was man will. Jedenfalls ist der Mensch im Vergleich zum Tier glücklicherweise in der Lage, sein Verhalten zu reflektieren und das Rate ich auch dir.
Wie kann es denn sein, dass du deine erste Frau für die zweite verlassen hast, irgendwas wird an der zweiten ja gewesen sein, das du sie toller fandest. Warum wolltest du damals aus der Beziehung und jetzt wieder, ist es der gleiche Grund?
 
P

Provence

  • #8
Was für ein unreifes Chaos!
  • Familie Nr. 1: du hast aus dieser Beziehung zwei Kinder, » … kamst aber mit der Trennung gut zurecht«.
  • Familie Nr. 2: du hast ein weiteres Kind (insgesamt nun schon drei), an dem du sehr hängst und willst dich deshalb nicht trennen.
  • »Familie Nr. 3«: du hast dich wieder in eine Neue verliebt, mit ihr schon eine Wohnung angemietet (wann plant ihr das erste gemeinsame Kind?).
Und drei Jahre später folgt »Familie Nr. 4« ??? Wie willst du das denn fortsetzen? Statt einmal gründlich in dich zu gehen, den Scherbenhaufen zu betrachten und so gut es geht ihn zu beseitigen, suchst du hier Hilfe?

@Darling (#3) empfiehlt dir »einen schönen Urlaub«, ich glaube eher, dass den deine Noch-Ehefrau (aus Familie Nr. 2) nötig hätte. Und dir würde ich empfehlen, dich auch von der angepeilten 3. Familie zu trennen und erst einmal erwachsen zu werden.
 
  • #9
Mach doch mal drei bis vier Wochen ganz alleine einen schönen Urlaub.
Wovon denn? Der Mann hat mittlerweile für 3 Kinder Unterhalt zu zahlen, finanziert eine Familienwohnung mit der Frau, mit welcher er noch verheiratet ist und hat mit seiner Kollegin, mit der er noch nicht zusammenlebt ebenfalls eine Wohnung angemietet. Soviel verdienen die meisten Männer nicht, dass sie sich das Chaos, was sie im Leben anderer anrichten und wofür sie mit in der Haftung sind auch finanzieren können.

Lieber FS,
mach' doch, was Du willst und wann immer Dir was ins Hirn schießt. Du scheinst weder planen zu können, noch verfügst Du über rudimentäre Fähigkeiten zur Impulskontrolle.
Solange Du Frauen findest, die das alles mitmachen und zulassen, dass Du Tempo in ihr Leben bringst, weil sie dem selber keinen Inhalt geben können, ist es doch gut. Die Faruen sind erwachsen und selber verantwortlich, wen sie in ihrem Leben was tun lassen. Du belügst ja keine. Deine Frau weiß, dass Du eine Neue hast, die Neue weiß, dass Du noch mit Deiner Ehefrau zusammen lebst.

Naja, mit 40 wäre das dann schon die 3. Frau, mit der es passt. Das langt bei Dir doch nie für mehr als 3 Jahre. Du bist halt ein Windei, was egal ist, solange die Frauen mitspielen.

Ich konnte mich bis jetzt nicht von meiner Familie trennen. Ich hänge wahnsinnig an meiner Tochter und komme nicht damit klar sie zu verlassen.
Wenn Du nicht entscheidest, wird eine von den Frauen über kurz oder lang entscheiden - entweder Deine Jetzige, das Du auszuziehen hast oder die Neue, dass Du in der Wohnung dann eben doch nicht einziehen kannst und es mit Euch beendet ist.

Ich glaube auch nicht, dass es für Dich einen Unterschied ausmacht, ob Du selber planlos irgendwas machst oder ob eine Frau entscheidet, wie es für Dich weitergeht - Hauptsache, nichst bleibt, wie es ist.
Du bist ein unbeständiger Mensch und wirst das immer bleiben. Beständigkeit langweilt Dich, es muss immer irgendwas in Bewegung und Unruhe sein.

In ein paar Jahren spielt das keine Rolle mehr, dann will Dich keine Frau mehr für Dein bevorzugtes Modell mit all Deinen Altlasten und Du hast Bewegung ohne Ende, wenn Du ihnen hinterher rennst.
 
  • #10
Deine ganzen Kinder tun mir wirklich leid. Nur alle 2 Wochen sehen ist ja nun auch nicht der Hit. Auch wenn du dir das kaum vorstellen kannst, aber die Frau verlassen heißt nicht unbedingt das Kind verlassen. Auch wenn du es bei deiner letzten Trennung scheinbar so praktiziert hast. Man kann eine Beziehung aufgeben aber seiner Pflicht dem Kind gegenüber gerecht werden. Dafür gibt es schließlich das geteilte Sorgerecht und das Kind kann die Hälfte seiner Zeit bei jedem Elternteil verbringen. Da du die Frauen immer nach der Verliebtheitsphase verlässt, 3 Jahre Laufzeit ist ja typisch dafür, ist es egal ob du dich trennst oder nicht, in 3 Jahren bist du in der selben Situation. Du solltest dich auf alle Fälle trennen, jedenfalls wenn du für die Mutter deines Kindes nur etwas positive Gefühle verbindest, um ihr die Chance zu geben noch einen Mann zu finden, der sie wirklich liebt. Allerdings solltest du dich nicht gleich in das nächste gemachte Nest setzten, sondern erstmal ein paar Jahre alleine leben, deinen Kindern ein guter Vater sein, bevor du dich in die nächste Beziehung stürzt
 
  • #11
Die Trennung von meinen ersten Kindern ist jetzt sieben Jahre her und ich war in meiner zweiten Ehe auch einige Zeit glücklich, auf der anderen Seite habe ich mich aber nie verstanden gefühlt. Wir haben uns oft gestritten was ich aus meiner ersten Ehe nicht kannte. Es war oftmals eine gewisse Distanz zwischen uns, also meiner jetzigen Frau. Bei der anderen Frau habe ich liebe gespürt. Man sieht sich und denkt man kennt sich ewig. Man hat so ein vertrautes Gefühl, fühlt sich wohl und total hin gezogen. Allerdings sagt mir mein gewissen das ich bei meiner Tochter bleiben soll und ich für sie da sein will. Tag für Tag. Sie aufwachsen und mit erziehen möchte, was wenn ich gehen würde nicht der Fall wäre. Ich würde also auf mein eventuelles Glück verzichten und für mein Kind da sein. Es würde mich kaputt und traurig machen wenn ich nicht mehr für sie da sein könnte. Ich war bei meiner Affäre schon mit all meinen Sachen eingezogen und bin am nächsten Tag wieder zu meiner Frau, weil die Sehnsucht nach meinem Kind so stark ist.
 
  • #12
Es war nicht mein Ziel Kinder in die Welt zu setzen und dann zugehen. Und noch ein Kind möchte ich auch nicht. Ich habe mich Hals über Kopf verliebt und fühle mich von ihr angezogen, allerdings weiß ich nicht ob mich das glücklich macht oder ob ich und die neue Beziehung daran zerbrechen, weil ich mit den Schuldgefühlen meiner Tochter gegenüber nicht klar komme und weil ich es eigentlich nicht wollte das sie wie meine ersten Kinder ohne ihren Papa aufwachsen müsste
 
  • #13
Ich habe mich Hals über Kopf verliebt und fühle mich von ihr angezogen, allerdings weiß ich nicht ob mich das glücklich macht oder ob ich und die neue Beziehung daran zerbrechen, weil ich mit den Schuldgefühlen meiner Tochter gegenüber nicht klar komme und weil ich es eigentlich nicht wollte das sie wie meine ersten Kinder ohne ihren Papa aufwachsen müsste
So hart es klingt: Schald den Kopf ein, werd' erwachsen und hör auf, nur auf Verliebtheit geilen Sex respektive dem Erkunden einer neuen Lebensart der neuen Partnerin abzustellen.

Deine "Schuldgefühle" sind klar durch eines zu erklären: Den Prozeß des Erwachsen - Werdens Deinerseits. Wenn Du das Ziel hast, daß Deine Kleine mit Vater aufwächst, wird das nicht einfach so geschehen sondern nur dadurch, in dem Du Dein Hirn einschaltest und auch was dafür tust - und vor allem in Deiner verworrenen Lage auch etwas bereit bist, dafür zu opfern.
 
  • #14
Du kommst halt einfach nicht aus der 3 bis 4- Jahres-Endorphinschwelle heraus und fällst in ein gefühltes Loch, wenn das dann abebbt. Das wird dich aber bis zum Sankt Nimmerleinstag heimsuchen, wenn du nicht konzeptioneller und disziplinierter mit deinen Erwartungen umgehen lernst.
Bleib bei der jetzigen - die hat ja keine gravierenden "Mängel" und scheint eine nette Frau zu sein, richtig, sie hat halt nur gerade das Pech, dass sie nicht mehr so taufrisch wie die Kollegin ist, richtig? - und arbeite an der Beziehung, sonst hast du in 6 Jahren 7 Kinder von 5 verschiedenen Frauen oder so ähnlich. Boris Becker oder noch besser, Lothar Matthäus, sind da immer ein abschreckendes Beispiel für mich.

Denke auch daran, was solch ein Beziehungsverhalten über deinen Marktwert für deine zukünftigen anvisierten Frauen aussagen wird - wir Frauen sind (wie ihr Männer meist auch) recht überlegte Persönchen, und die wenigsten wollen einen Mann, der jetzt schon 3 Kinder hat, geschweige denn 2 Ex-Frauen. Ein potenzieller Partner verliert ja so schon an Attraktivität, wenn er/sie ein (!) einziges Kind aus einer gescheiterten Ehe mitbringt, und dann nimmt man den meist auch nur, wenn man selber Patchwork auf dem Buckel hat. Lies dir die zehntausend Threads im Forum dazu durch.

W,25
 
G

Ga_ui

  • #15
Was "passt" denn schon in dieser Welt? Auch diese Affäre wird eines Tages ausgelaufen sein, ein weiteres Kind wird entstehen, die gleiche Problematik wird aufkommen, weil du nicht gelernt hast, auch mal mit Langeweile und Frust in der Beziehung umzugehen. Ob du also bei dieser oder der nächsten Frau bleibst, ist irrelevant. Außer du lebst eben gerne für den kurzen Kick der neuen Verliebtheit einer Beziehung.
 
  • #16
Es war nicht mein Ziel Kinder in die Welt zu setzen und dann zugehen. Und noch ein Kind möchte ich auch nicht. Ich habe mich Hals über Kopf verliebt und fühle mich von ihr angezogen, allerdings weiß ich nicht ob mich das glücklich macht oder ob ich und die neue Beziehung daran zerbrechen, weil ich mit den Schuldgefühlen meiner Tochter gegenüber nicht klar komme und weil ich es eigentlich nicht wollte das sie wie meine ersten Kinder ohne ihren Papa aufwachsen müsste
Und deine ersten Kinder gehen dir nicht so ab wie deine neue Tochter es würde?
Ich kapier das nicht. Deine Gefühlswelt ist eine sehr selektive. Ich finde deine Beschreibungen ziemlich gruselig.
 
  • #17
Ich habe meine erste Frau nicht wegen meiner zweiten Frau verlassen. Ich bin fremd gegangen und sie hat es mit uns beendet. Ich war dann ein Jahr allein ehe ich meine zweite Frau kennengelernt habe. Es war auch nicht mein Wunsch eine Familie wieder zu zerstören. Ich habe mich verliebt und es hat so richtig gefunkt. Nun stehe ich vor den Problemen
 
  • #18
In Deinem zweiten und dritten Post klingst Du so, als hättest Du Dich schon entschieden. Ich finde es natürlich besser, wenn die Kinder die erste Rolle im Leben eines Menschen spielen, als irgendwelche Egoismen (wobei so einige Leute auch Eltern werden aus egoistischen Gründen und das Kind emotional total besetzen). Wenn man ein Kind bekommt, ist man halt nicht mehr das Einzelmensch, der nur für sich selbst Entscheidungen treffen kann. Verantwortung ist das für mich. Jetzt kommt das "aber". Ein Kind hat gar nichts davon, wenn die Elternteile seinetwegen unglücklich werden. Ich halte nichts davon, unreflektiert in Ehen und Beziehungen zu bleiben und dann zu sagen "es ist wegen der Kinder". Hier muss man zwar schon unterscheiden, ob es nur vorgeschobene Bequemlichkeit ist oder echtes Interesse, dass das Kind BEIDE Elternteile hat. Aber das Kind wird ja irgendwo "verarscht", wenn ihm vorgespielt wird, man sei eine glückliche Familie und man sei gern mit Mutter/Vater zusammen. Und später wird es vermutlich sagen "dieses Opfer hätte ich nicht gewollt".

Du sagst ja nun, dass Du wegen Dir selbst in Deiner Ehe bleiben willst, weil Du Deine Tochter aufwachsen sehen willst. Also wenn Du dafür nichts von ihr erwartest - ok. Ebenso, wenn Du es nicht unerträglich findest, mit Deiner zweiten Frau zusammenbleiben zu müssen wegen Deiner Tochter. Dh. die Ehe ist gut erträglich und Du hast Dich "nur" fremdverliebt.
Insofern finde ich Deine Entscheidung gut. Klar tut es weh, die andere Frau loszulassen. Aber wenn Du zurückdenkst, könnte ich mir vorstellen, dass es bei Deiner ersten Trennung auch wie große Liebe aussah und dann eben die zweite Ehe passierte. Ich würde diesem ersten Feuer, wenn man jemanden kennenlernt, nicht mehr trauen, wenn es so gelaufen ist. Ich denke auch, dass wenn dann eine Singlezeit besser wäre, um rauszufinden, was man eigentlich in Beziehungen will und wer am besten zu einem passt. Vielleicht wäre die Geliebte auch nicht geeignet.
Und ich würde mal drüber nachdenken, ob ich fliehen will aus Beziehungsstress, statt meine Bedürfnisse zu kommunzieren. Manche haben Angst davor, weil der Partner sauer darüber sein könnte. Nur - das ist ja in allen Beziehungen so, dass manches eben nicht passt und es deswegen einen Kompromiss geben muss. Aber dafür muss man eintreten, statt zu schweigen für die Harmonie.
 
  • #19
Du bist unschlüssig und mutest allen Beteiligten ziemlich viel Chaos zu. Das merkst du selbst und begründest das mit der Vaterrolle weil das etwas vernünftiger und verantwortungsbewusster klingt. Nach der ersten Ehe ist das nachvollziehbar, nach der zweiten Ehe aber nicht mehr. Die Schuldgefühle musst du mit dir selber ausmachen.

Es geht nicht um "gehen oder bleiben" sondern darum, dass du für dich selbst überlegst, was dir wichtig ist und was du möchtest, dich entscheidest und dazu stehst. Ohne hin und her und ich will eigentlich so wegen dem Kind aber eigentlich anders wegen der Affaire.

Und "nur" wegen dem Kind zur zweiten Ehefrau zurück ist auch nicht nett. Die Frau hat ja auch jemanden verdient, der bei ihr ist weil er sie liebt. Ist ja nett von der Frau, dass sie dir verziehen hat, aber auf Dauer stehst du mit der Haltung dem Liebesglück der zweiten Ehefrau im Weg. Und ´ne unglückliche Mutter ist für das Kind auch nicht schön.

Last but not least frage ich mich, wie du das mit dem Kindesunterhalt gestemmt bekommst. Nach meiner Erfahrung bekommt man Scheidung(en) und Unterhaltsansprüche nur geregelt, wenn man entweder sehr gut verdient bzw. vermögend ist oder sehr wenig verdient oder irgendwie mogelt. Als Normalo mit durchschnittlichem Einkommen oder auch mit überdurchschnittlichem Einkommen stösst Mann eigentlich ganz zwangsläufig an Grenzen bzw. bezieht in solche Fragestellungen wie "ziehe ich mit der Affaire zusammen oder nicht" auch ökonomische Überlegungen mit ein, wenn man sich vor Augen hält, was Kindesunterhalt für drei Kinder nach Düsseldorfer Tabelle bedeutet.
Und dann die Frage der Zeiteinteilung: Alle zwei Wochenenden die Kinder aus erster Ehe, die anderen Wochenenden das Kind aus zweiter Ehe. Die Woche über arbeiten und Beziehung mit der Affaire... Glückwunsch, wenn das für dich eine Option ist und du das schaffst.
Und wenn du gerne ein noch besserer Vater sein möchtest und mehr für deine Kinder da sein möchtest, spricht natürlich auch nichts dagegen, bspw. deine Kinder aus erster Ehe auch zwischendurch zu unterstützen und sie unter der Woche ´mal bspw. zum Training vom Sportverein zu fahren oder was auch immer. Oder Elternabende, Schulaufführungen, Geburtstage, Urlaube zusammen. Da gibt es jede Menge Möglichkeiten, sich als Vater zu engagieren, für die Kinder da zu sein und für sie zu sorgen. Das gibt, denke ich, ein gutes Gefühl für alle.
 
  • #20
..."ich würde also auf mein evtl. Glück verzichten und für meine Tochter da sein".

Und irgendwann wird sie Dir dafür auch richtig dankbar sein - wie heldenhaft und großzügig Ironie off

Nein, erwachsen wäre
- Ordnung in das Chaos bringen!
- Sich von der Frau, die man betrügt, nicht wertschätzt, nicht liebt, trennt. Friedlich, einvernehmlich.
- Sich selbst wirklich reflektiert, nicht ein permanentes Warmwechseln, immer auf der Suche nach dem, was nicht da ist, dem immer vermeintlich besseren. Beziehungen bekommt man anfänglich geschenkt - aber dann ist es Arbeit, verlangt Pflege.
Einfach, dann zu wechseln, wenn es nicht mehr so rosa ist, statt mal etwas dafür zu tun das es positiv bleibt. Übrigens, irgendwann sind auch die tollsten Männer nicht mehr so unwiderstehlich, werden älter.
- Auch die Affäre verabschieden, sich sauber trennen, statt mit ihr Spielchen zu machen.
- Erst mal das eigene innere Chaos aufräumen.
Und vor allem
- Sich als verantwortungsvoller Papa beweisen - der Vorschlag kam schon, geteiltes Sorgerecht, geteilter Aufenthalt. Dann hätte die Tochter von Dir sogar mehr als jetzt. Denn ich gehe mal davon aus, momentan Vollzeit Berufstätigkeit, dazu Zeit für die sonstigen Hobbies und Beschäftigungen. Wie oft siehst Du Deine Tochter mit 3 Jahren real - frühs beim Frühstück, abends noch vor dem Zubettgehen? Und am Wochenende?
Bei Deinen früheren Kindern bist Du weit von wirklichem Engagement entfernt, warum sollte es da anders sein. Eine aktive Vaterrolle kann man in und außerhalb der Beziehung führen, wenn man wirklich will. Und jetzt nicht den Spruch, die böse Ex hat es erfolgreich verhindert.

Irgendwie fehlt mir, entschuldige bitte, sowohl Verständnis als auch Mitgefühl für dieses unreife, verantwortungslose Verhalten.

Es ist Zeit erwachsen zu werden, mit Ü40!
 
  • #21
Ich war dann ein Jahr allein ehe ich meine zweite Frau kennengelernt habe. Es war auch nicht mein Wunsch eine Familie wieder zu zerstören. Ich habe mich verliebt und es hat so richtig gefunkt. Nun stehe ich vor den Problemen
Hm. Ich glaube, Du musst Dein Beziehungsmuster überdenken. Ich hatte es in meinem anderen Beitrag schon angedeutet. Anscheinend gehst Du mit Vorstellungen in Beziehungen, die nicht zulassen, dass sich längere Stabilität einstellt.
Kannst Du denn Konflikte aushalten oder wählst Du Dir den falschen Frauentyp aus, der Dich nach kurzer Zeit, wenn geklärt ist, wie die Frau ist, langweilt? Was hast Du vermisst in Deiner Beziehung? Ich meine, wenn ich mal von mir ausgehe, dass ich mich verliebe, aber dabei in einer Beziehung mit einem anderen Mann bin, dann habe ich schon festgestellt, dass mir in meiner Beziehung was Entscheidendes fehlt. Sonst hätte ein anderer Mann keine Chance. Also denke ich, dass Du in Deiner zweiten Ehe schon länger was vermisst hast. Jetzt wäre für mich die Frage, ob das überhaupt in einer Beziehung findbar wäre (dh. z.B. ständige Schmetterlinge ohne Alltag und mal Streit) oder ob Du tatsächlich mit der neuen Frau eine passendere Partnerin hättest. In welche Eigenschaften genau hast Du Dich denn verliebt? Wann hast Du in Deiner zweiten Ehe festgestellt, dass es nicht die Partnerin ist, die Du dir wünschst, und warum bist Du geblieben?
 
  • #22
Ich hänge wahnsinnig an meiner Tochter und komme nicht damit klar sie zu verlassen. Meiner Frau gegenüber habe ich Schuldgefühle. Sie wusste von der anderen und hat mir alles verziehen. Ich weiß nicht wo ich hin gehöre.
Ich kann dir da helfen. Ich weiss nämlich, wo du hingehörst - nach Hause zu deiner Familie. Also der Frau, mit der du verheiratet bist und dem kleinen Mädchen, für das du der wichtigste Mann auf der ganzen Welt bist.
Es war auch nicht mein Wunsch eine Familie wieder zu zerstören. Ich habe mich verliebt und es hat so richtig gefunkt.
Erwachsene Menschen tragen Verantwortung und das bedeutet, auch mal auf etwas zu verzichten. Selbst wenn's weh tut. Selbst wenn man eine Zeit lang mit etwas zu kurz kommt, und der Himmel nicht voller Geigen hängt, und man mal nicht von einer Frau angehimmelt wird, und das Kind im Trotzalter ist.
Ich habe Verständnis für Menschen, die sich noch in jemand anderes verlieben. Kein Mensch kann dir alles geben, was du brauchst. Und immer findet man jemanden, der die eine Lücke, die man hat, dann aufzufüllen scheint. Das kann ich nachvollziehen. Aber deswegen alles hinzuschmeissen, wenn man ein Kind hat, da bin ich entschieden dagegen.
Wir haben uns oft gestritten was ich aus meiner ersten Ehe nicht kannte. Es war oftmals eine gewisse Distanz zwischen uns, also meiner jetzigen Frau.
Ich schätze mal, das ist jetzt wieder so ein Punkt, wo du hoffst, mit der nächsten Frau wirds besser. Aber ich kann dir garantieren, in 3-4 Jahren fällt dir dafür was anderes auf, was die vorherige Frau hatte und was ihr fehlt. Streit und Distanz - das sind Kommunikationsprobleme. Da kann man dazu lernen. Solche Dinge sind lern- und veränderbar. Erwarte aber nicht, dass sich die Frau ändern muss, sondern arbeite an dir selber.
 
  • #23
Dein Fehler ist nicht deine Unbeständigkeit, sondern dass du deinen Lebensentwurf nicht daran anpasst.

Scheinbar bist du ein Verliebtheits-Junkie, der sich nach Abklingen des Hormonrausches in einer Beziehung tödlich langweilt. Da tut es auch nichts zur Sache, dass du deine 1. Ehe nicht aktiv beendest hast, sondern wegen Fremdgehens von deiner Frau rausgeschmissen wurdest. Es ist ziemlich offensichtlich, dass längeres monogames Zusammenleben mit einer Frau nicht dein Ding ist.

Das willst du dir aber irgendwie nicht eingestehen, sondern machst bei jeder neuen Frau wieder auf ewige Liebe. Vermutlich glaubst du selbst daran, dass das jetzt endlich die EINE ist, mit der es "für immer" hält...

Es wäre an der Zeit, mal ein Bewusstsein für deine eigenen Verhaltensmuster zu entwickeln. Das klappt aber nur, wenn du nicht jedes Mal wieder ganz und gar in deiner neuen "großen Liebe" aufgehst und dir das Hirn bis in den hintersten Winkel von Endorphinen vernebeln lässt, sondern zumindest mit einem kleinen Teil deines Verstandes nüchtern bleibst und dein eigenes Handeln und Fühlen reflektierst.

Erst dann wirst du vermutlich sehen können, das all deine "großen Lieben" nach dem selben Muster ablaufen; dass die jeweils Neue mitnichten "besser" ist, sondern du einfach immer wieder den Kick einer neuen Verliebtheit brauchst.

Mit dieser Erkenntnis bleiben dir zwei mögliche Optionen: entweder entscheidest du, bei deiner jetzigen Frau zu bleiben, weil du mit der Neuen absehbar bald am selben Punkt stehen wirst. Oder du verlässt deine Frau, kümmerst dich aber weiter um deine Kinder und beschränkst dich in Zukunft auf unverbindliche Affären, in denen du 1. keine Kinder zeugst!! und 2. der jeweiligen Frau von Beginn an ehrlich kommunizierst, dass du immer wieder den Reiz des Neuen brauchst. Vielleicht findest du auch eine Frau, die ähnlich gestrickt ist und mit dir eine offene Beziehung versuchen will. Auf diese Weise könntest du Sicherheit und Abwechslung vereinbaren.

Aber immer und immer wieder, wie in Endlosschleife, mit einer neuen Frau anbändeln, mit ihr auf "für immer und ewig nur du und ich" machen und dann noch Kinder zeugen, das geht einfach nicht.
 
  • #24
Was mir nicht in den Kopf will, warum kümmerst du dich nicht um deine Kinder, wenn sie dir doch so viel bedeuten? Dafür musst du nicht mit den Müttern zusammen leben. Was ich auch krass finde, nur die Tochter aus der 2. ehe löst solche Empfindungen bei dir aus, die anderen Kinder sind dir egal.
 
  • #25
Auch wenn die Fraun hier im Forum das nicht hören wollen, aber so lange es Frauen, wie die Kollegin von Maik gibt, die einen Typen wollen, der zwei Mal eine Familie mit kleinen Kindern in den Sand gesetzt hat, weil er fremd ging, braucht Maik nichts zu lernen!

Maik, mach einfach so weiter! Es gibt keinen Grund für Dich irgendwas zu befürchten!
Wenn Du bei Deiner Frau und Deinem Kind bleibst, wird sich vielleicht Deine Kollegin wieder verabschieden, aber dann wird sich schon irgendeine andere Frau finden, mit der Du wieder fremd gehen kannst. Oder Du trennst Dich von deiner Frau, zeihst zu Deiner Kollegin und in einiger Zeit suchst Du Dir halt wieder eine weitere Zweitbeziehung.

Die gute Nachricht für Dich: Es wird sich immer eine finden!

V.m45
 
  • #26
Auch wenn die Fraun hier im Forum das nicht hören wollen, aber so lange es Frauen, wie die Kollegin von Maik gibt, die einen Typen wollen, der zwei Mal eine Familie mit kleinen Kindern in den Sand gesetzt hat, weil er fremd ging, braucht Maik nichts zu lernen!
Wieso sprichst Du von "Frauen des Forums", also allen? Das ist doch schon lange klar, vielleicht nicht allen Frauen, aber doch vielen, dass ein Mann sich nicht ändern muss. Das wird immer so sein, dass es unerfahrene Frauen/Männer gibt, die "Futter" sind für andere unreflektierte Komplexe und - nicht zu vergessen - selber auch "Futter" brauchen für ihre Traumwelten. Oder Leute, die auf einmal Schmetterlinge fühlen, die sie zuvor nicht kannten, und denken, alles ist anders in ihrem Fall.
Ich finde es auch gar nicht ärgerlich, wenn Männer (und natürlich auch Frauen, aber ich interessiere mich partnerschaftsmäßig nur für Männer) nichts dazulernen, weil sie für eine Frau, die diese Erkenntnisse schon hat, gar nicht anziehend wirken und man deswegen also auch nicht weinen muss, wenn der Mann das Muster weiterlebt mit irgendwelchen anderen Frauen, die diese Erfahrungen noch machen müssen.
Es ist ja auch gar nicht so leicht, Selbstreflexion zu betreiben und seine eigenen Beziehungsmuster zu durchschauen. Manche schaffen das ihr Leben lang nicht, und wenn man sich auf was anderes konzentriert (z.B. ne Karriere), hat man auch gar keine Zeit dazu und rattert einfach wie ein Uhrwerk durch sein Leben.
 
R

RumTaTa

  • #27
Ich frage mich gerade nur wie wenig Selbstwert eine Frau haben muss, die ein Verhältnis mit einem Mann eingeht, der drei Kinder von zwei verschiedenen Frauen hat.

Mir reicht schon eine Exfrau + Kind als Armutszeugnis dafür, dass der Mann als Vater und Ehemann nicht taugt. Und ja, dein Verhältnis zu den Kindern mag 'noch' gut sein. Aber warte mal ab wie die über dich reden, wenn sie erwachsen sind...
 
  • #28
Mir reicht schon eine Exfrau + Kind als Armutszeugnis dafür, dass der Mann als Vater und Ehemann nicht taugt. Und ja, dein Verhältnis zu den Kindern mag 'noch' gut sein. Aber warte mal ab wie die über dich reden, wenn sie erwachsen sind...
Moment... Vielleicht trifft dies im Fall vom Fragesteller zu, wenn dies ein Muster sein sollte. Aber das kann man doch nicht von jedem geschiedenen Mann und Vater schliessen. Und man könnnte es ja auch verkehrt herum betrachten und argumentieren, dass es auch ein Armutszeugnis für die Frau und Mutter sein könnte...
 
R

RumTaTa

  • #29
Moment... Vielleicht trifft dies im Fall vom Fragesteller zu, wenn dies ein Muster sein sollte. Aber das kann man doch nicht von jedem geschiedenen Mann und Vater schliessen. Und man könnnte es ja auch verkehrt herum betrachten und argumentieren, dass es auch ein Armutszeugnis für die Frau und Mutter sein könnte...
Es ist ein Armutszeugnis für die Frau bzw. Mutter, wenn diese den Mann verlässt und er die Kinder großzieht. Und ja, dass gibt es inzwischen auch oft genug, habe ich in meinem entfernten Bekanntenkreis.

Wenn das zusammenleben zwischen zwei Menschen nicht mehr passt und beide (sofern gemeinsame Kinder vorhanden sind) sich das Sorgerecht teilen, dann ist das völlig iO. Wenn aber der Mann, wie der TE, ein Wochenendvater ist, zeigt dies, dass er als Vater und Ehemann nichts taugt. Frau Nr. 2 kann sich somit schon selbst an die Nase fassen. Die Leidtragenden sind wie immer die armen Kinder!
 
  • #30
Es ist ein Armutszeugnis für die Frau bzw. Mutter, wenn diese den Mann verlässt und er die Kinder großzieht. Und ja, dass gibt es inzwischen auch oft genug, habe ich in meinem entfernten Bekanntenkreis.

Wenn das zusammenleben zwischen zwei Menschen nicht mehr passt und beide (sofern gemeinsame Kinder vorhanden sind) sich das Sorgerecht teilen, dann ist das völlig iO. Wenn aber der Mann, wie der TE, ein Wochenendvater ist, zeigt dies, dass er als Vater und Ehemann nichts taugt. Frau Nr. 2 kann sich somit schon selbst an die Nase fassen. Die Leidtragenden sind wie immer die armen Kinder!
Liebe RumTaTa
Ich hatte dich so verstanden, dass du dieses Armutszeugnis generell jedem geschiedenem Mann mit Kind ausstellst. Mein Missverständnis, sorry.
Trotzdem kannst du aus einem Wochenendvater nicht schliessen, dass er sich das Sorgerecht nicht teilt, auch nicht, dass er als Vater nichts taugt. Dass er aber als Ehemann in Bezug auf die Ex-Ehe, nichts mehr taugt, versteht sich ja aber auch (hoffentlich) von selbst.