• #1

Soll ich ihn ansprechen?

Hallo zusammen!

Mir ist vor einigen Monaten ein Mann in meinem Arbeitsumfeld aufgefallen, der mir seitdem nicht aus dem Kopf geht. Ich bin nur ab und zu an diesem Standort und sehe ihn dann auch nur beim Reingehen oder Verlassen des Gebäudes oder zufällig mal auf dem Flur. Wir grüßen uns zumindest meistens, haben aber bei jedem Vorbeigehen Blickkontakt und er schaut mir immer recht offensichtlich hinterher. Ich habe auch schon mitbekommen, wie seine Kollegen ihn auf mich aufmerksam gemacht haben. Gestern hat er mich jedes Mal, wenn ich vorbei gelaufen bin, nicht aus den Augen gelassen und sein Kollege saß daneben und hat "blöd" gegrinst. Dadurch, dass er nie allein ist, traue ich mich einfach nicht, ein Gespräch anzufangen, obwohl ich sonst nicht auf den Mund gefallen bin und mit beiden Beinen fest im Leben stehe.
Ich weiß nicht, ob er schüchtern ist oder einfach kein weiteres Interesse besteht und er mich deshalb nicht anspricht. Hinzu kommt, dass ich in der Hierarchie weit über ihm stehe, so dass es vielleicht auch daran liegen könnte!? Also soll ich den ersten Schritt wagen? Wie soll ich das anstellen, ohne dass es zu offensichtlich ist, dass ich großes Interesse habe? Habe Angst, dass es sonst jedes Mal für mich peinlich wird, wenn ich dort bin. Wäre diesbezüglich gerade für eine Einschätzung der Männer hier sehr dankbar.
Miriam
 
  • #2
Gestern hat er mich jedes Mal, wenn ich vorbei gelaufen bin, nicht aus den Augen gelassen und sein Kollege saß daneben und hat "blöd" gegrinst.
Und du meinst, dieser Mann ist zu schüchtern um dich anzusprechen? Der ist ja nur eine Gehirnzelle davon entfernt, dir nachzupfeifen am Gang. Warum glaubst du grinst der Kollege blöd?
Er ist nicht schüchtern, er ist stillos. Er redet mit seinem Kollegen über dich. Was glaubst, reden die? Das ist die Frau, die ich heiraten will, wenn ich nicht zu schüchtern wäre sie anzusprechen?
Wohl kaum. Das Gespräch kannst du dir gerne auf Bauarbeiterniveau vorstellen.
 
  • #3
Wie wäre es mit: Du nimmst einen Zettel mit und tust so als wenn du dich damit auf ein Meeting oder sonstwas vorbereitest. Wenn du ihn dann triffst egal ob alleine oder in der Gruppe, oh das ist praktisch, dass ich sie hier treffe.

Könnten Sie mir bitte einen Kaffe bringen ( schwarz / mit Milch ), ich bin gerade etwas in Eile. Das wäre wirklich nett von Ihnen. Wenn er in einer Gruppe war dann eilst du ein Stückchen weiter außer Hörweite. ( Aber so das er dich wiederfinden kann / Oder du sagst den anderen dann ich bin gleich in Raum XY, können sie ihn mit dem Kaffee nachschicken wenn er wiederkommt? Danke! )

Wenn er dir dann den Kaffee gebracht hat und ihr alleine seid, dann bedankst du dich, fragst nach seinem Namen und ob er das mit dem Kaffetrinken mal außerhalb der Arbeitszeit wiederholen möchte. ( Oder ähnlich )

Viel Glück.
 
  • #4
Das Verhalten des Mannes + seines Kollegen kommt mir ungezogen vor, respektlos. Ich weiß nicht wie man am besten reagiert. Vielleicht konsequent ignorieren? Vielleicht direkt auf die beiden zugehen und eiskalt fragen was das soll? Ob sie Lust hätten, wegen Belästigung gemeldet zu werden? Also ich weiß nicht, jemand der sich so verhält, erscheint mir nicht attraktiv.
 
  • #5
er schaut mir immer recht offensichtlich hinterher.
Liebe FS,
das kannst Du nur sehen, wenn Du Dir den Hals nach ihm verrenkst (nach hinten schaust) und ich vermute mal, dass das die Ursache ist von:
wenn ich vorbei gelaufen bin, nicht aus den Augen gelassen und sein Kollege saß daneben und hat "blöd" gegrinst.
Du verhältst Dich offensichtlich sehr interessierst und machst Dich vor den Männern zum Gesprächsgegenstand. Ich weiß nicht, wie Deine Einstellung dazu ist und welches berufliche Bild Du abgeben möchtest, aber ich möchte im Beruf kein Gesprächsthema sein, welches Männer "blöd grinsen" lässt. Da wünsche ich mir deutlich mehr Respekt, was aber unmittelbar mit dem eigenen Verhalten zusammenhängt.

Hinzu kommt, dass ich in der Hierarchie weit über ihm stehe, so dass es vielleicht auch daran liegen könnte!? Also soll ich den ersten Schritt wagen?
Bloss nicht. Du kannst nicht als in der Hierarchie höher stehende Frau den Pförtner aufreissen - mit keinem Promillegehalt der Welt, ohne anschließend beruflich erledigt zu sein. Wenn er nicht Manns genug ist, Dich anzusprechen - Finger weg, denn es wird schon über Dein offensichtliches Interesse geredet.

Darüber hinaus - als Frau hast Du mit beruflich niedrigrangigen Männern, die Dich nicht gewählt haben, sondern die Du zum jagen tragen musstest ein echtes Problem im Alltag. Der Mann wird Dir täglich zeigen, dass er um Klassen bessre ist als Du - in allem und dass Du nur wegen Frauenförderung über ihm stehst.
Downdating funktioniert für Frauen extrem selten. Wenn Du downdaten willst, dann außerhalb der Firma oder Du machst Dich zum Gespött sämtlicher Mitabeiter und Vorgesetzten. Für eine Frau ist die Hierarchieumkehr ist noch ein ganz anderes Ding als Chefarzt mit Putzfrau.

Habe Angst, dass es sonst jedes Mal für mich peinlich wird
Du bietest bereits Gesprächsanlass und das sollte Dich dazu bringen, Deine Hormone in den Griff zu bekommen und Dich weniger offensichtlich zu verhalten - ein knappes "guten Morgen" und nach vorn gucken beim Laufen. Er ist dran, wenn er was von Dir will.
Was willst Du mit einem schüchternen Männchen, was hinter Deinem Rücken mit dem Kollegen Zoten reißt?
 
  • #6
Und du meinst, dieser Mann ist zu schüchtern um dich anzusprechen? Der ist ja nur eine Gehirnzelle davon entfernt, dir nachzupfeifen am Gang. Warum glaubst du grinst der Kollege blöd?
Er ist nicht schüchtern, er ist stillos. Er redet mit seinem Kollegen über dich. Was glaubst, reden die? Das ist die Frau, die ich heiraten will, wenn ich nicht zu schüchtern wäre sie anzusprechen?
Wohl kaum. Das Gespräch kannst du dir gerne auf Bauarbeiterniveau vorstellen.
Möglich, aber nicht zwingend so. Bisher scheint es ja erstmal eher so, dass die anderen Dich ihm gegenüber erwähnen. Kann auch sein, dass sie sich ein bisschen lustig über ihn machen, weil er eine Frau sucht, aber sich nicht traut, weil sie auch mitbekommen haben, dass er Dir hinterherguckt und sich trotzdem nicht traut, kann man alles nicht wissen.

Ich halte mich persönlich eigentlich für sehr kultiviert und führe unter Garantie keine Gespräche auf Bauarbeiterniveau, aber wenn mich eine Frau fasziniert, kann ich mich auch oft nicht zurückhalten, ihr hinterherzugucken, obwohl ich ihr garantiert nie nachpfeifen würde.

Außerdem ist es doch eine ganz normale und gar nicht verwerfliche Form sozialer und emotionaler Interaktion, dass man mit Vertrauten über jemanden vom anderen Geschlecht redet, der/die einen fasziniert, oder? Machen das Frauen untereinander nicht genauso? Wess' einem das Herz voll ist, dess' geht einem der Mund über.

Ich wäre vorsichtig mit solchen Vorverurteilungen. Allerdings macht es solche Aufmerksamkeit der Kollegen oder Freunde für Euch natürlich nicht unbedingt leichter, Euch tatsächlich kennenzulernen: Jeder Schritt wird aufmerksam vom Publikum registriert ... Schon etwas respektlos und ungezogen.

Ich würde mich unter diesen Umständen an Deiner Stelle wahrscheinlich relativ zurückhalten und nicht darüber hinausgehen, vielleicht einmal höchstens durch ein angedeutetes Lächeln eine gewisse Ansprechbereitschaft zu signalisieren. So wie die Dinge liegen, muss, so finde ich, er über seinen Schatten springen.
 
R

rosenmann

  • #7
Er ist nicht schüchtern, er ist stillos. Er redet mit seinem Kollegen über dich. Was glaubst, reden die? Das ist die Frau, die ich heiraten will, wenn ich nicht zu schüchtern wäre sie anzusprechen?
Wohl kaum. Das Gespräch kannst du dir gerne auf Bauarbeiterniveau vorstellen.
Das zeigt mal wieder, das Frauen von männlichem Verhalten manchmal keinen Schimmer haben, sorry, woher nimmst Du diese Weisheiten?

Es könnte so sein, wer weiß. Ich kenne das unter Jungs aber auch anders, ich lasse in der Männerrunde durchblicken, dass ich eine bestimmte Frau toll finde, soweit, so gut. Es gibt dann eben Typen, die das lustig finden und dann solche Spielchen machen, Grinsen, wie in diesem Fall oder andere komische Verhaltensweisen. In so einem Moment bereue ich dann, meine Gedanken geäußert zu haben.

Das ist nach meiner Sichtweise eher respektlos dem Mann gegenüber, der die Frau toll findet, denn es kann den Augenblick durchaus versauen, nichts, was nicht wieder gerade gebogen werden kann, aber es kann nerven, ist für mich Schulhofniveau

Insofern, liebe FS, ich würde mir das ganze noch weiter anschauen, ich würde nicht gleich davon ausgehen, dass der Herr sich lustig macht, klar kann man immer vom Schlimsten ausgehen, das machen ängstliche Menschen. Jeder wie er möchte.
 
  • #8
Wie wäre es mit: Du nimmst einen Zettel mit und tust so als wenn du dich damit auf ein Meeting oder sonstwas vorbereitest. Wenn du ihn dann triffst egal ob alleine oder in der Gruppe, oh das ist praktisch, dass ich sie hier treffe.

Könnten Sie mir bitte einen Kaffe bringen ( schwarz / mit Milch ), ich bin gerade etwas in Eile. Das wäre wirklich nett von Ihnen. Wenn er in einer Gruppe war dann eilst du ein Stückchen weiter außer Hörweite. ( Aber so das er dich wiederfinden kann / Oder du sagst den anderen dann ich bin gleich in Raum XY, können sie ihn mit dem Kaffee nachschicken wenn er wiederkommt? Danke! )

Wenn er dir dann den Kaffee gebracht hat und ihr alleine seid, dann bedankst du dich, fragst nach seinem Namen und ob er das mit dem Kaffetrinken mal außerhalb der Arbeitszeit wiederholen möchte. ( Oder ähnlich )

Viel Glück.
Ähhhhh du hast noch nie in einem Büro gearbeitet, oder? Man fragt nicht einen wildfremden Kollegen nach Kaffee außer man will den Tussi-Preis gewinnen. Nach dem Motto - meine Zeit ist wichtiger als Ihre, Sie wildfremder Kollege/ oder vielleicht CEO. Er könnte der CEO sein, wär das nicht superpeinlich?
 
  • #9
Ähhhhh du hast noch nie in einem Büro gearbeitet, oder? Man fragt nicht einen wildfremden Kollegen nach Kaffee außer man will den Tussi-Preis gewinnen. Nach dem Motto - meine Zeit ist wichtiger als Ihre, Sie wildfremder Kollege/ oder vielleicht CEO. Er könnte der CEO sein, wär das nicht superpeinlich?
Mir ist das schon bewusst. Nur hat sie ja schon gesagt, dass sie deutlich über ihm steht. Welcher eventuelle Ruf ist denn besser? Der Ruf leicht zu haben zu sein, oder der Ruf leicht arrogant zu sein? Klar beides doof, aber dann doch lieber für eine Tussi gehalten werden. :)

Wenn dir etwas besseres einfällt als "Finger weg", würde ich den gerne hören. Alternativ halt warten bis er mal alleine ist und dann nach dem Kaffee fragen. ( Aber dann müsste man schon Geduld haben )
 
  • #10
Wohl kaum. Das Gespräch kannst du dir gerne auf Bauarbeiterniveau vorstellen.
Schreibt hier bitte nichts , wovon ihr nichts versteht.
Ich hatte immer schon, als ich noch eigene Baustellen hatte, sehr großen Respekt von meinen Leuten auf der Baustelle. Die Vorarbeiter und Meister sind selten dümmer, sie lösen ihre Problem einfacher, besser und direkter als wir Akademiker, und sie sind durchschnittlich auch glücklicher.
Bauarbeiterniveau haben hier viele nicht. Zu hoch.
 
  • #11
Hallo FS, Mir tut es Leid wie Manche hier in Forum Anderen hart anpacken, aber sie haben leider oft Recht.
Ich kann dir nur einen Tipp geben. Reißt dich zusammen wenn du ihn das nächstes Mal begegnest . Bleib einfach stehen ohne nervös zu wirken. Behält es im Kopf dass du höher in der Hierarchie stehst. Das wird dir die Nervosität abnehmen.
Frag ihn einfach freundlich und unverfroren ob ihr euch von früher kennt? Sag ihm so was wie ; du kommst mir bekannt vor. Ich bin mir die ganze Zeit nicht sicher gewesen ob wir uns kennen oder ob du nur jemand ähnelst der ich früher kannte. ich verwechsele oft Gesichte.
Dann wurdest du von seiner Reaktion sehen ob er wirklich Interesse hat und wie es dann weiter geht.
Damit gibst du ihm die Chance mit dir ins Gespräch zu kommen und gleichzeitig kannst du den Kollegen den Wind aus dem Segel nehmen ,falls sie deiner offensichtliche Interesse belustigten .Damit hast du entweder die Chance den Mann kennen zu lernen oder dein Gesicht wahren..
Falls er Klug ist oder Interesse hat wurde er mit machen.
Wenn nicht kommt , schenk ihn nie wieder einer Sekunde deiner Aufmerksamkeit.
Damit hast du Ihn und seiner affigen Kollegen zu verstehen gegeben dass du nur immer Interesse gezeigt hast weil du ihn mit einem Bekannten verwechselt hattest.

Ich habe immer erfolg damit gehabt.
Ich bin einmal einfach zu einem Mann gelaufen, der mir gefallen hat und frech gefragt ob er mein Anwalt ist, natürlich fand er das lustig und sagte vielleicht. Aber welche Fall habe ich denn für dich übernommen? Dann sagte ich dass ich hätte mich für einen kurzen Moment getäuscht. Er war tatsächlich Anwalt und wir haben einen tollen Abend gehabt.Er fand das sehr erfrischend.
Obwohl wir noch im Kontakt sind, daraus ist nicht geworden weil ich stellte fest dass er viel trinkt.
Viel Glück w
 
  • #12
Und du meinst, dieser Mann ist zu schüchtern um dich anzusprechen? Der ist ja nur eine Gehirnzelle davon entfernt, dir nachzupfeifen am Gang. Warum glaubst du grinst der Kollege blöd?
Er ist nicht schüchtern, er ist stillos. Er redet mit seinem Kollegen über dich. Was glaubst, reden die? Das ist die Frau, die ich heiraten will, wenn ich nicht zu schüchtern wäre sie anzusprechen?
Wohl kaum. Das Gespräch kannst du dir gerne auf Bauarbeiterniveau vorstellen.
Es lebe das Vorurteil. Sowohl gegenüber Männern im allgemeinen als auch gegenüber Bauarbeitern. Da schwingt so unglaublich viel Männerverachtung drin in den paar Sätzen...

Die lass ich dir auch gerne, wenn du glücklich mit dieser Sicht auf Männer bist.
Aber denkbar wäre ja auch z.B.:
Er ist schüchtern und weiß, dass Frau hierarchisch viel höher steht, und dass das seine Chancen nicht gerade erhöht (siehe vieles, was meine Vorredner/innen hier an Bedenken geäußert haben). Er bekommt gleichwohl mit, dass du ihn offenbar auch registrierst und nicht völlig desinteressiert bist. Besagter Kollege grinst vielleicht nur deshalb blöde, weil es ihn belustigt, dass sein Kollege sich nicht traut. Vielleicht grinst er aber auch, weil er deine Unsicherheit spürt. Ich sehe aber auch in dem Fall nicht ein, dass er für das Grinsen seines Kollegen quasi in Sippenhaft genommen wird.

Ähhhhh du hast noch nie in einem Büro gearbeitet, oder? Man fragt nicht einen wildfremden Kollegen nach Kaffee außer man will den Tussi-Preis gewinnen.
In meinem Büro (>200 Leute) ist es übrigens völlig normal, sich gegenseitig auf 'nen Kaffee oder auch zum Mittagessen in der Kantine zu verabreden und keine Frau kriegt dafür nen "Tussi-preis", wenn sie die Initiative ergreift. Als wenn eine kaffeeinladung quasi schon das halbe Vorspiel für den Geschlechtsakt wäre. Herrscht bei euch noch das Mittelalter?

An die FS
Hi Miriam,
ich verstehe absolut, dass da große Hürden bestehen für dich. Ich bin aber generell sehr skeptisch, was das Anbandeln unter Kollegen angeht - unter diesen Vorzeichen ist es fast ein no-go. Ich kann nicht einschätzen, wie stark er dich fesselt/fasziniert. Solange seine Kollegen dabei sind, würde ich auf keinen Fall auf ihn zugehen. In dieser speziellen Konstellation muss m.E. zwingend er sich als erster bewegen, wenn er wirklich was will.

m/43
 
  • #13
Welcher eventuelle Ruf ist denn besser? Der Ruf leicht zu haben zu sein, oder der Ruf leicht arrogant zu sein? Klar beides doof, aber dann doch lieber für eine Tussi gehalten werden.
Mitnichten ist Tussi die bessere Wahl, nicht wenn die Frau auf Dauer eine gute berufliche Postion innehaben will. Die Tussi zu mimen ist der beste Weg zur beruflichen Selbstdemontage.
Einer Frau in Führungsposition hat hingegegen ein gewisses Maß an Arroganz (Distanzierheit) selten beim Erklimmen weiterer Karrierestufen geschadet. Es nützt eher mehr, ein bisschen arrogant/distanziert rüberzukommen, statt einen auf Tussi zu machen und mit einem beruflichen Underdog eine Affäre anzufangen, über die im Vorfeld schon rumgezotet wird.

Da Tussis auch selten gute Beziehungen haben, taugt dieser Tipp aus Männersicht nur was, um Frauen im Arbeitumfeld zu Affärenmaterial zu dressieren.

Liene FS,
der "Mann-zum-Kaffee-holen-schicken"-Tipp ist so ziemlich das absurdeste, was ich hier jemals gelesen habe und kann nur von jemandem kopmmen, der nur irgendwo allein im Keller arbeitet, nicht von jemandem, der schonmal ein paar beruflich erfolgreiche Jahre im Bürobereich absolviert hat.
Das ist noch schlimmer, als die Idee als beruflich höherstehende Frau, einen niedrigrangigen Kollegen anzugraben. Das kannst Du im Freizeitzbereich probieren, wenn Du akuten Männernotstand hat, aber nicht im Job.
 
  • #14
Zuerstmal muss ich auch sagen, dass hier teilweise ganz schön vorurteilbehaftet geredet wird. Aber ich werd nicht weiter darauf eingehen, sondern lieber der FS antworten:

Die Situation ist nicht einfach. Solange Du ihn nicht irgendwo allein triffst wird und sollte nix passieren. Alles was unter Beobachtung der Kollegen passiert ist schwierig. Gibt es nicht eine Kaffeeküche oder einen ähnlichen Ort, wo man öfter mal allein hingeht und zufällig andere Kollegen trifft? Solche Orte würde öfter frequentieren in der Hoffnung dass Du ihn da mal zufällig triffst ohne Kollegenanhang.
Wenn die Situation dann mal da ist, dann würde ich freundlich lächeln, aber das Ansprechen muss er übernehmen.
 
  • #15
Und du meinst, dieser Mann ist zu schüchtern um dich anzusprechen? Der ist ja nur eine Gehirnzelle davon entfernt, dir nachzupfeifen am Gang. Warum glaubst du grinst der Kollege blöd?
Er ist nicht schüchtern, er ist stillos. Er redet mit seinem Kollegen über dich. Was glaubst, reden die? Das ist die Frau, die ich heiraten will, wenn ich nicht zu schüchtern wäre sie anzusprechen?
Wohl kaum. Das Gespräch kannst du dir gerne auf Bauarbeiterniveau vorstellen.
Liebe Miriam,

Bei dem, was Du schreibst, kommt bei mir genau obige Deutung in den Kopf.

Da hat einer längst gemerkt, dass Du Interesse hast und lacht sich im besten Fall mit seinen Kollegen scheckig über die Tusse aus der höheren Etage.
Dieser Mann will nichts von Dir, Deine Signale sind angekommen.
Wenn Du noch mehr Signale setzt, dann verlierst Du endgültig an Würde.
Es ist auch Dein Arbeitsplatz, an dem Du noch länger sein magst.

Geh innerlich auf Distanz, meide ihn jetzt nicht offensichtlich, sondern gehe einfach Deine gewohnten Wege und wenn Du ihm begegnest, dann reagiere distanziert - höflich.
Kopf hoch, Selbstbewusstsein raus.

Und auch wenn ich sonst lieber optimistisch sein mag, falls er noch in Deinem Sinn reagieren sollte, befürchte ich, dass es nicht mehr als eine kurze Bettgeschichte, eingepackt mit den richtigen Liebesgesäusel würde, die dann auch noch zur Belustigung der Kollegen beitragen darf.
 
  • #16
In meinem Büro (>200 Leute) ist es übrigens völlig normal, sich gegenseitig auf 'nen Kaffee oder auch zum Mittagessen in der Kantine zu verabreden und keine Frau kriegt dafür nen "Tussi-preis", wenn sie die Initiative ergreift.
Bitte noch mal den Kaffee-Tipp ganz genau durchlesen und in den Kontext des Eingangspostings stellen. Es ging nicht darum, sich auf einen Kaffe in der Kantine zu treffen, sondern die hierarchisch höher angesiedelte Frau, sollte den Mann, an dem sie zu offensichtlich gezeigtes Interesse hat zum Männchen machen - ihn bitten, einen Kaffee zu besorgen und ihn ihr nachzutragen.

Wer als Frau in so einer Position ist, weiß (sofern halbwegs bei Verstand), dass man sich so einem männlichen Kollegen gegenüber nicht verhält und gegenüber einem Mann, an dem sie Interesse hat schonmal garnicht.
Will sie eine halbwegs ausgeglichene Beziehung führen (Downdating führt bei den wenigsten Frauen zu guten Beziehungen), dann ist das so ziemlich der destruktivste Auftakt, den eine Frau machen kann, denn er zeigt Geringschätzung des Mannes insbesondere wenn noch der "dumm grinsende" Kollege daneben steht - deswegen Tussi-Preis für die beschriebene Aktion.

Hingegen hat der "kenne-ich-Dich-irgendwoher?"-Tipp das einzige Potenzial, aus der beschriebenen Situation vielleicht noch was zu machen - vermutlich ist der richtige Zeitpunkt dafür schon verpasst.

.... ich lasse in der Männerrunde durchblicken, dass ich eine bestimmte Frau toll finde, soweit, so gut. Es gibt dann eben Typen, die das lustig finden
... und die Frau, die in der Gemengelage drin steckt, ist sehr gut beraten, sich direkt zurückzuziehen und sich nicht zum Gesprächsgegenstand von beruflich gelangweilten, männlichen Labertaschen zu machen.
Jede Frau, die ein bisschen Lebenserfahrung hat, weiß, dass im Jobumfeld Dinge über Jahre weitergetragen und aufgebauscht werden, wenn sie schon längst erledigt sind. Jeder alkoholisierte Mann, der Interesse an einer Affäre oder einem ONS hat, versucht bei der nächsten Betriebsfeier bei ihr zu landen, weil er glaubt, für ihn sei auch was bei ihr drin. Diese Dinge gehen immer zulasten der Frau, wenn sie beruflich auf dem Weg nach oben ist erst recht.
 
  • #17
Schreibt hier bitte nichts , wovon ihr nichts versteht.
....Die Vorarbeiter und Meister sind selten dümmer, sie lösen ihre Problem einfacher, besser und direkter als wir Akademiker....
Bauarbeiterniveau haben hier viele nicht. Zu hoch.
Es geht hier nicht um berufliche Problemlösekompetenz, sondern darum, wie eine Männerrotte sich im beruflichen Kontext gegenüber Frauen verhält und sich gegenseitig hochheizt. Und es tut mir fürchterlich Leid, sagen zu müssen, dass Männer in Outdoorberufen, allen voran die hier referenzierten Bauarbeiter in dieser Hinsicht ein ganz und gar armseliges Bild für ihre Gattung abgeben.
Das täglich gezeigte Niveau der Nachrufe von Bauarbeitern habe ich allerdings von noch keinem akademisch gebildeten Mann erlebt. wenn das für Dich noch zu hoch ist - tja, was soll frau dazu sagen, außer Dich weiträumig meiden.
Ich weiß, dass akademisch gebildete Männer sehr frauenverachtend sein können in ihren Männerrunden, aber sie passen auf, damit in der Öffentlichkeit nicht aufzufallen, denn im Bürobereich werden sie dafür von den Gleichstellungebeauftragten in Verbindung mit Personalrat udn Personalabteilung erledigt, wenn sie "Bauarbeiterverhalten" gegenüber einer Kollegin zeigen - wenn die Frau das einfordert.
Die FS scheint sich über das Interesse der Männer eher zu freuen, machen auch viele Frauen, was es für Männer sehr schwierig macht, im Jobumfeld eine Frau anzusprechen.

Es lebe das Vorurteil. ....gegenüber Bauarbeitern..... Männerverachtung
Leider verhält sich diese Berufsgruppe derartig, dass das kein Vorurteil ist, sondern für Frauen tägliche Lebenserfahrung.
Selbst als ältere Frau wird man von dieser Spezies noch dämlich angemacht - ist mir gestern erst passiert. Meine schlagfertige Antwort darauf war männerverachtend und ich bin stolz drauf.
 
  • #18
Hallo Miriam,ich gehöre auch zu den eher schüchternen Männern, die es nicht wagen eine Frau anzusprechen. Frauen wollen ja in der Regel auch einen adäquaten oder einen beruflich besser gestellten Mann haben. Von daher rechnet man(n) sich bei so einer Dame auch keine Chancen aus. Fragen Sie ihn doch einfach mal ganz,ganz nett, warum er immer über Sie lachen würde. Ob es wohl an Ihrer Kleidung läge oder sonst wie. Machen Sie dabei ein wenig auf hilflos und teilen Sie ihm mit, dass es Sie ein wenig kränkt. Das weckt im Mann den Beschützerinstinkt und Sie hätten ein schönes Gesprächsthema. Ich wollt mir hätten Frauen solche "Brücken"gebaut.
 
  • #19
Fragen Sie ihn doch einfach mal ganz,ganz nett, warum er immer über Sie lachen würde. Ob es wohl an Ihrer Kleidung läge oder sonst wie. Machen Sie dabei ein wenig auf hilflos und teilen Sie ihm mit, dass es Sie ein wenig kränkt.
Die Idee ist gut, aber noch viel zu wenig! Ich würde das weiter ausbauen.
Bei der nächsten Präsentation vielleicht den Kaffee auf den Laptop schütten? Oder gleich ein paar Riesenfehler ins Excel Spreadsheet einbauen, um nachher mädchenhaft kichern zu können und am Rocksaum zupfen?
Ja, davon brauchen wir mehr. Frauen die sich klein und dumm machen.
Ironie off.
Ehrlich, Deserteur, Männer die auf sowas anspringen, die brauchen wir nicht!
 
  • #20
Niemals etwas auf der Arbeit anfangen, weder Sex nich Affäre noch Beziehung. Das spart Nerven, hilft nachhaltig den Job zu behalten und schadet dem Ruf nicht. Ihn anzusprechen oder gar mit Zetteln zu nerven kann als Belästigung gewertet werden, insbesondere wenn ein Hierarchiegefälle herrscht. Ich jedenfalls würde jede Vorgesetzte melden, die sich mir gegenüber so verhält.
Such besser in Deiner Freizeit nach einem Abenteuer, liebe FS, nicht Dir eines auf die beruflichen Füße fällt.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #21
@ Lily- Sie sucht doch nur eine Möglichkeit ihn anzusprechen ohne aufdringlich zu wirken. Wenn er auch interessiert ist ergibt sich ein freundliches Gespräch. Wenn nicht, dann wollte sie eben nur mal wissen weshalb er über sie lacht. So bräuchte sie sich keine "Blöße" geben, denn schließlich wollte sie ja "nichts" von ihm. So einfach ist das !
 
N

nachdenkliche

  • #22
Niemals etwas auf der Arbeit anfangen, weder Sex nich Affäre noch Beziehung. Das spart Nerven, hilft nachhaltig den Job zu behalten und schadet dem Ruf nicht. Ihn anzusprechen oder gar mit Zetteln zu nerven kann als Belästigung gewertet werden, insbesondere wenn ein Hierarchiegefälle herrscht. Ich jedenfalls würde jede Vorgesetzte melden, die sich mir gegenüber so verhält.
Such besser in Deiner Freizeit nach einem Abenteuer, liebe FS, nicht Dir eines auf die beruflichen Füße fällt.
Sehe ich genauso! Falls sich wider erwarten doch so etwas wie eine Beziehung daraus entwickeln sollte, und das dann unglücklich endet, hängt der Arbeitsplatz daran, man muss sich zwangsläufig sehen und..und..und..Ich habe solch einen Fall auch in der Firma in der ich arbeite. Das geht nicht gut, wie wir hier im Forum auch ganz oft lesen können.
 
  • #23
@ Lily- Sie sucht doch nur eine Möglichkeit ihn anzusprechen ohne aufdringlich zu wirken. Wenn er auch interessiert ist ergibt sich ein freundliches Gespräch. Wenn nicht, dann wollte sie eben nur mal wissen weshalb er über sie lacht. So bräuchte sie sich keine "Blöße" geben, denn schließlich wollte sie ja "nichts" von ihm. So einfach ist das !
OK, die zwei Stufen höher stehende Angestellte fragt den 2 Hierarchiestufen drunter stehenden Angestellten, warum er über sie lacht und ob es an ihrer Kleidung liegt.
Gehts noch? Das ist in deiner Welt keine Blöße geben?
Das ist in meiner Welt schon selbst-sabotierendes Verhalten, wenn sich das in der Firma rumspricht. Kopfschütteln und Grinsen am Gang garantiert, und dann nicht mehr nur von den beiden.
 
  • #24
Werte Lily, dann mach doch mal einen besseren Vorschlag,wenn sie diesen Mann unbedingt kennenlernen möchte, ohne mit der Tür ins Haus fallen zu wollen. Gar nicht so leicht,wenn man hinterher evtl. nicht als "abgeblitzte Frau" dastehen möchte. Gilt umgekehrt auch für Männer
 
  • #25
Werte Lily, dann mach doch mal einen besseren Vorschlag,wenn sie diesen Mann unbedingt kennenlernen möchte, ohne mit der Tür ins Haus fallen zu wollen. Gar nicht so leicht,wenn man hinterher evtl. nicht als "abgeblitzte Frau" dastehen möchte. Gilt umgekehrt auch für Männer
Mein Vorschlag ist, daß sie Job und Privatleben trennt. Nur weil sie ihn unbedingt kennenlernen will, muß man ihr keine Ratschläge gegen, dieses unvernünftige Verhalten unterstützen. Mein Vorschlag geht einen Schritt weiter - die Metaebene sozusagen - er inkludiert schon die möglichen Folgen.
 
  • #26
Deserteur,
ich gehöre (noch) auch eher zu den etwas gehemmteren Typen, wenn es um das Ansprechen von Frauen geht (bin aber deutlich auf dem Weg der Besserung :) ), aber dein Vorschlag ist eher was für eine Hollywood-Schnulze als für das reale Leben. Kein Mann kann und sollte erwarten, dass Frau sich derartig verbiegt, nur weil er außer Hinterherschauen nichts zustande bekommt. In der geschilderten Konstellation erst Recht. Abgesehen davon, dass auch ich von Arbeitsplatz-Beziehungen gar nix halte (und es früher oder später selbst im besten Fall ratsam ist, dass einer von beiden sich einen neuen Job woanders sucht), geht er in Sachen innerbetrieblicher Reputation das bei weitem geringere Risikjo ein, wenn er sie anspricht. Dafür wäre es halt nur sehr günstig, mal allein aufzutauchen bei so einer Gelegenheit und nicht im Rudel und dann noch begleitet von einem Grinsebärchen. Soll heißen, wenn ich er wäre und tatsächlich Interesse an ihr hätte, würde ich mir jegliche Kollegen und Zeugen vom Hals halten, weil diese für beide den Erstkontakt zusätzlich erschweren. Wenn er aber nur im Rudel dort herumhängt, ist das im Umkehrschluß für mich ein ziemlich klares Signal, dass er null ernsthaftes Interesse hat und vermutlich dort tatsächlich nur aus Jux und zum Belustigen zugegen ist.
m/43
 
  • #27
@ Lily- Sie sucht doch nur eine Möglichkeit ihn anzusprechen ohne aufdringlich zu wirken. Wenn er auch interessiert ist ergibt sich ein freundliches Gespräch. Wenn nicht, dann wollte sie eben nur mal wissen weshalb er über sie lacht. So bräuchte sie sich keine "Blöße" geben, denn schließlich wollte sie ja "nichts" von ihm. So einfach ist das !
Sie gibt sich also keine "Blöße", wenn sie sich als hilflose Frau darstellt ..weil es ja positiv ist, wenn sie ihm nicht signalisiert, dass sie an ihm interessiert ist? Seltsam verquetschte Logik.
Werte Lily, dann mach doch mal einen besseren Vorschlag,wenn sie diesen Mann unbedingt kennenlernen möchte, ohne mit der Tür ins Haus fallen zu wollen. Gar nicht so leicht,wenn man hinterher evtl. nicht als "abgeblitzte Frau" dastehen möchte. Gilt umgekehrt auch für Männer
Natürlich kann sie auf einen treffen, der sich davon macht, weil sie den ersten Schritt auf ihn zugeht. Aber das ist dann letztlich auch ein Problem des Mannes, dem die Gelegenheit entgeht, diese Frau kennenzulernen. Es gibt tausende Möglichkeiten, aus einer Situation heraus mit einem Menschen ein Gespräch anzufangen. Da braucht sie sich nicht klein zu machen, es reicht, wenn sie sie selbst ist..und er braucht auch keine Anleitung von Neil Strauss dazu (mal abgesehen davon, dass Frauen sowieso schnell merken, wenn sie nicht wirklich gemeint sind, auch wenn sie das aus Höflichkeit nicht immer zum Thema machen).
 
  • #28
Ich denke, dass große Problem ist die gemeinsame Firma.
Kleinigkeiten wie nach Kaffee fragen und einen Korb bekommen, wiegt einfach mehr.
Man sieht sich dann peinlich berührt wieder im Notfall.
Warum eine Frau mit Interesse direkt als Tussi abgestempelt wird, ist mir allerdings schleierhaft und lehne ich auch als unsoziale Bewertung ab.
Ausserdem sollen die Menschen ihre eigenen Erfahrungen machen können!

Es ist schwer Dir den richtigen Rat zu geben.
Denn die grinsenden anderen, sagen ja nichts über ihn aus.
Ich selbst bin in einer großen Firma und froh, dass ich dort bisher emotional neutral bleiben konnte.
Deshalb denke ich, gib selbst nicht zuviel Gas. ..Es sei denn du kannst damit umgehen, wenn er schnell weg springt.

Überlege es Dir am Arbeitsplatz!
Und wenn nicht, dann schau ob nicht eine Gelegenheit kommt.
Kaffee geht bei uns auch unauffällig. ..Und noch mehr, in allen Büros Milch dafür suchen.
 
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