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Gast

  • #1

Soll / Darf / Muss der/die neue Partner/in die Vater- bzw. Mutterrolle bei Kindern

ab 8 Jahren übernehmen? Voraussetzung für die Beantwortung, der leibliche Vater / die leibliche Mutter ist noch vorhanden und hat auch Kontakt mit dem Kind. Ab 8 Jahren deshalb, weil kleinere Kinder (ich würde bis max. 6 Jahren gehen) anders betreut werden müssen - das ist klar. Möchte diese Diskussion gerne losgelöst aus der anderen, diskutierten Frage sehen - deshalb die neue Frage.
 
G

Gast

  • #2
Ab einem gewissen Alter übernimmt der neue Partner keine Mutter- oder Vaterrolle mehr. Auf jeden Fall aber ist er eine Respektsperson, die von den Kindern akzeptiert werden muss. So halte ich es mit meinen beiden Töchtern (11,15). Sie haben damit kein Problem, weil sie ja einen Papa haben. Das Leben geht weiter... das ist ihnen klar, meine Partnerwahl war exzellent...
 
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Annette

  • #3
Grundsätzlich, meine ich, ist immer der eigentliche Elternteil für die Erziehung seines Kindes zuständig.

Kinder brauchen Regeln und Klarheiten.
Ein neuer Partner sollte schon Teil der Familie werden.
Das heisst u.a. sich den von Elternteilen gestellten und eingespielten Grundregeln gegenüber der Kinder so anpassen, dass er / sie dem Elternteil somit unterstützend und vorbildhaft zur Seite steht. Anderseits auch in der Freizeit, den Kindern zeigen, dass er dazu gehört, dass sie dazu gehören.

Kinder brauchen auch Zeit um zu erfahren, der neue Partner nimmt mir nicht meine Mama/ Papa weg, sondern es macht jetzt so gemeinsam alles noch mehr Spass.

Diese erste Zeit ist oft anstrengend und erfordert wohl mehr Geduld und Verständnis von den Erwachsenen als von den Kindern, die immer bereits genug zu tragen haben aus den kaputten Familienverhältnissen.. und kann sehr belohnt werden mit einem schönen, harmonischem Familenleben.

Der neue Partner ist nicht Vater / oder Mutter , wenn die Kinder ihre Beziehung zu den Elternteil pflegen. Allerdings wird dieser Partner eine Vorbildrolle als Mann oder Frau übernehmen. Ganz automatisch.
Für Kinder so glaube ich , ist es einfacher, einen Freund zu akzeptieren, zu bewundern, ins Leben einzubinden und dabei immer zu wissen, dass er nicht den anderen Elternteil, der nicht mehr im Hause lebt, streitig macht und sie Ihre Liebe zum weggezogenen Vater / Mutter genauso pflegen dürfen.
 
  • #4
Wenn die Kinder bereits 8 sind, wenn der neue Partner in die Familie eintritt, dann dürfte es schwierig werden, ein elterliches Verhältnis zu dem Kind aufzubauen. Wenn das leibliche Elternteil besondere Distanz wahrt oder dem Kind nicht genug Nähe gibt, kann sich aber auch in diesem Alter noch eine gewisse, quasi-elterliche Beziehung entwickeln, die ich für wünschenswert halten würde. Viele ältere Kinder werden wohl aber abblocken und kein besonderes Verhältnis zu dem neuen Partner wünschen, was wohl eine der Haptursachen für das Unwohlsein des neuen Partners in der ihn nicht ganz akzeptierenden Familie darstellt.

Wenn die Kinder beim Eintritt des neuen Partners jünger als 8 waren, dann werden sie sicherlich auch weiterhin das familiäre, elterliche Verhältnis zu dem neuen Partner empfinden.

Je jünger die Kinder sind, desto familiärer kann sich das Zusammenleben anfühlen. Je älter sie bereits sind, desto schwieriger wird die Integration, desto eher fühlt der neue Partner sich dauerhaft als Fremdkörper.
 
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Gast

  • #5
Woher weißt Du das so genau, Frederika? "Je jünger die Kinder sind, desto familiärer kann sich das Zusammenleben anfühlen. Je älter sie bereits sind, desto schwieriger wird die Integration, desto eher fühlt der neue Partner sich dauerhaft als Fremdkörper." ????
 
A

Apollo

  • #6
Ich glaube, Frederika, du sprichst wahr.
Wie Annette es beschreibt, wird es wohl kaum funktionieren. In meinen Ohren klingt das nach Wunschdenken. Der neue Partner wird sich nicht mit den Erziehungsnormen der Eltern identifizieren können. Er wird als Erwachsener selbst eine Vorstellung davon haben, wie Kinder erzogen werden sollten. Wenn er nicht mitreden kann und von den Kindern nicht akzeptiert wird, droht er zum Außenseiter zu werden, den das Schicksal der Kinder nichts angeht. So entsteht aber mit Sicherheit keine neue familiäre Gemeinschaft. Man kann nicht einen neuen Partner wollen, der sich dann aber bitte im Sinne des Expartners funktionieren soll. Dies halte ich für eine Illusion. Man braucht die Eifersüchteleien der Kinder auch nicht allzu ernst zu nehmen, denn die gibt es unter ihnen immer und gab es sie auch schon zu der Zeit, wo ihre leiblichen Eltern noch zusammen waren. Außerdem ist Eifersucht gar nicht zu vermeiden.

Der neue Partner als Assistent in der Erziehung der Kinder des getrennt lebenden / geschiedenen Paares: das ist eure Vorstellung. Kann Illusion vollkommener sein? Er spielt also im Leben der Frau nicht die erste Rolle, sondern das ist immernoch der außer Haus lebende, nicht mehr zur Familiengemeinschaft gehörende Exmann.
Ich würde jedoch behaupten, daß dem Exmann in der neuen Gemeinschaft nur eine beschränkte / utergeordnete Rolle zukommen sollte. Er hat darin nichts zu suchen. Das Neue geht dem Alten vor. Wie sonst soll eine neue Gemeinschaft entstehen, wenn noch die alten Regeln gelten? Ergo: neue Gemeinschaft - neue Regeln.
 
G

Gast

  • #7
Danke Annette - wir stehen mit unserer Meinung zwar ziemlich alleine da, aber was soll es!

Die Kinder haben erstmal genug mit der Trennung zu tun - und es ist ganz wichtig, zu zeigen, der andere Elternteil ist nach wie vor da.

Ich bin dagegen, dass der/die Neue die Vater/Mutterrolle übernimmt - würde es auch bei den Kindern meines Partners nicht machen wollen, bzw. ich mache es auch nicht! Warum auch, es gibt das leibliche Elternteil.

Im andere Thread entstanden dazu heftigste Diskussionen. Meine Meinung ist, dass Respekt vor dem anderen (gilt für Erwachsene und Kinder gleichermaßen) und aufgestellte Regeln im Zusammenleben die Authorität automatisch mit einher gehen lassen.

Ich spreche aus Erfahrung und wir kommen damit gut klar.
 
G

Gast

  • #8
Apollo und Frederika, Ihr seid Euch aber schon im klaren darüber, dass es natürlich gern akzeptiert wird, dass Ihr keine Beziehungen mit Leuten haben wollt oder eingehen wollt, die bereits Kinder haben. Doch es sei auch gesagt, dass Euch deswegen auch nicht viele haben wollen. Ihr wirkt leicht frustriert und enttäuscht vom Leben. Auf der ewigen Suche. Leute ohne Kinder wirken ab einem gewissen Alter auch vielleicht durchaus sonderbar. Und oft frißt sie der Neid, vor allem Frauen! Aber mir würde nie einfallen, sie auszusortieren.
Wie gesagt, jedem das seine, daher sei auch eine Meinung wie die Eure willkommen. Doch ich möchte nur mal klarstellen, dass eben auch Ihr durch so manches Raster fällt. Es kommt mir ein wenig so vor, als würde hier in "gute" und "weniger gute" Singles eingeteilt werden. Derweil gibt es tausend andere Dinge, die wichtig wären.
So long, Doris
 
G

Gast

  • #9
OK Apollo, wenn der neue Mann seine Vorstellungen bei fremden Kindern so verwirklichen will, dann kann er auch gleich die kompletten Kosten für diese Kinder übernehmen - und der leibliche Vater, der hier ja sozusagen zum Zahlvater dekradiert wird, kann sein Geld, das er als Kindsunterhalt zahlen soll, sparen bzw. für seine neue Lebensplanung nutzen.
 
G

Gast

  • #10
@ Apollo
Jeder hat seine ureigenste Vorstellung davon, wie Kinder erzogen werden sollen. Nur werden diese Vorstellungen tatsächlich bis ins kleinste Detail abgecheckt, bevor Kinder in die Welt gesetzt werden? Nein.
Wenn nun Single und Single aufeinander treffen, sich lieben, heiraten, ihr erstes Kind bekommen, wird plötzlich offenbar, dass hier die konkrete Vorstellung etwas anders war. Es gibt Diskussionen. Vielleicht auch Streit.
Wenn nun ein Mann auf eine Frau trifft, die schon Kinder hat, wird es auch Diskussionen geben. Auch hier ist dann eben wichtig, dass beide kommunizieren können und beide kompromissbereit sind. Liebe Männer, ihr werdet nicht drumrum kommen :)

Ich sehe es nicht so, dass sich der neue Mann einfach anpassen, als Teil dazu kommen soll. Es muss eine völlig neue Familie gebildet werden, ein behutsamer Prozess. Ein Prozess, in dem alle gefordert sind! In diesem Prozess ist es nur bedingt möglich, Rücksicht auf die Vorstellungen des leiblichen Vater zu nehmen, der ja wünschenswerter Weise eine Parallelfamilie aufbaut.

In fundamentalen Angelegenheiten sind Absprachen aller Beteiligten notwendig. Grundbedingungen, damit es funktioniert: Toleranz der jeweils anderen Familie, Akzeptanz der neuen Partner durch die leiblichen Eltern, Entscheidungsfreude jedes beteiligten Erwachsenen, keine Diskussionen vor den Kindern.

@ Frederika
Ich beziehe mich auf deine Antwort aus dem anderen Thread. Werte. Ich werde mir einen Mann suchen, und hoffentlich auch finden, der ähnliche Werte wie ich vertritt. Damit dürfte die grobe Richtung schon stimmen. :)


Ulrike
 
A

Apollo

  • #11
An #8
Kinder erzieht man erstens nicht mit Geld, sondern mit Gefühl und Verstand. Zweitens: wozu hat sie sich getrennt, wenn sie die neue Beziehung imernoch so leben möchte als wäre ihr Exmann darin anwesend? Kein normaler Mann akzeptiert das. Begreift ihr denn nicht, daß das sehr leicht zur Entzweiung führen kann?
 
G

Gast

  • #12
@6 Ja, so sieht es wohl aus , wir stehen mit unserer Meinung alleine da.. vermutlich sind wir auch die Einzigesten die aus Erfahrung sprechen und es so erlebt / gestaltet haben.

Im übrigen spreche ich auch aus Erfahrung, wenn Kinder 7-9 Jahre sich hervorragend in eine neue familienähnliche Gemeinschaft eingelebt haben und es genossen haben.. Genauso wars bei einen 13-Jährigen... Natürlich ist der Umgang mit einem "großen" schon nicht mehr so kindlich.

@5 "Der neue Partner wird sich nicht mit den Erziehungsnormen der Eltern identifizieren können. "....
Ich vermute Du hast keine Kinder. So viele unterschiedliche Erziehungsnormen gibt es vielleicht gar nicht- andere Länder ausgenommen-

Doch Grundregeln stehen fest: wann gehen Kinder schlafen, wann / wie oft ist das WE beim anderen Elternteil usw. und solche Grundbausteine kann ein neuer Partner nicht einfach umhauen.
Und ich denke, wenn eine Partnerschaft harmoniert, harmoniert auch das Denken, Wertebewußtsein usw... dann sind die Einstellungen über Erziehung auch meist gar nicht so weit entfernt.

Wir kamen wunderbar klar und es war für alle schön.
 
  • #13
@#11: Da Du nicht registriert bist, gelingt es mir nicht zuzuordnen, welche Meinung Du jetzt zum Titelthema hast. Dürfen und sollen die neuen Partner eine gewisse Mutter- und Vaterfunktion übernehmen oder nicht?
 
A

Annette

  • #14
#11= annette

Meine Meinung steht bei #2.

Mutter/ Vaterrolle übernehmen ist etwas für Adoptiveltern,

nicht für neue Partner Jemanden mit Kindern, die ihren 2. Elternteil haben.
 
  • #15
@#13: Ich glaube, wir liegen eigentlich gar nicht so weit auseinander, definieren die Begriffe nur anders. Wie in dem anderen Thread zum Thema ausgeführt, sind für mich bestimmte Tätigkeiten wie Trösten und Umarmen und alles, was eigentlich die Intimsphäre verletzen würde (Anziehen/Körperpflege/Festhalten) für mich Mutterfunktionen, also Dinge, die eigentlich den Eltern vorbehalten sind, um die aber in einer neuen, vertrauten Familienstruktur die neuen Partner nicht drumherum kommen.

Wie man das dann nennt, ist eigentlich fast egal. Fragen wir doch eher: Sollen und dürfen die neuen Partner solche Funktionen ausüben, die sonst den Eltern vorbehalten sind?
 
A

Annette

  • #16
ich würde sagen, dass bestimmen die Kinder von sich aus. Ich nehme übrigens nicht nur meine Eltern in den Arm, auch meine besten Freunde, umarme sie, tröste sie.

Ich habe es so erlebt: zuerst haben sich die Kinder ( +-8) sehr zickig verhalten, eine hing rechts und die andere links an ihm..frei nach dem Motto "mein Papa" .. es war schon manchmal eine Geduldsübung, doch ich wußte, die Kinder brauchen erst die Sicherheit, dass sie ihren Papa nicht weggenommen bekommen.. ja..und nach einiger Zeit brach das Eis. Die eine wollte immer zu mir auf den Schoß, kroch morgens zu mir ins Bett für "Frauengespräche" und schickte ihren Papa raus.. und die andere war etwas zurückhaltender... Die Kinder bestimmen es selbst wie viel Nähe sie möchten..und es freundschaftlich.

Was den Eltern vorbehalten ist, ist die Erziehung.
 
  • #17
@#15: Hm, Du bist auf das Umarmen eingegangen, nicht aber auf Anziehen/Körperpflege/Festhalten etc., was bei kleinen Kindern auch dazu gehört. Beantworte doch mal meine Frage aus #14, 2.

Die Erziehung ist den Eltern vorbehalten? Auch Kindergärtnerinnen und Lehrer beteiligen sich an der Erziehung. Auch ein neuer Partner, der die Welt erklärt, Antworten auf Fragen gibt, vielleicht sogar spontan aufklären muss, wenn solche Fragen kommen, der Grenzen setzen muss, wenn es gefährlich wird (Spielen an Steckdose, Klettern auf hohe Bäume) erzieht die Kinder aktiv. Du definierst hier entweder Erziehung ganz anders als ich oder Du guckst an diesen Aspekten komplett vorbei.
 
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Gast

  • #18
@ 11 = Annette?

Nein, ihr steht nicht allein da. Ich nahm hier ausschließlich Stellung zur Position des neuen Partners, entsprechend der Frage.
Hier wurde eine Diskussion fortgesetzt, die unter "Warum sind Kinder in einer neuen Beziehung eine Last?" schon begonnen wurde. Deshalb schrieb ich hier nicht ausdrücklich, dass der leibliche Vater auch der Vater bleibt / bleiben muss. Das hatte ich schon im anderen Thread zum Ausdruck gebracht. Auch der Begriff Vater- bzw. Mutterrolle wurde dort diskutiert. Ich wollte mich einfach nicht wiederholen.

Was soll's. Ihr seid offensichtlich dort, wo ich noch hin will. Seufz :)

Ulrike
 
A

Apollo

  • #19
Ja genau! Ihr sagt es ungesagt - oder besser gesagt - ihr sagt es anders herum, was wir oben schon mal ansprachen und es fällt euch nicht mal auf, daß ihr "Praktiker" euch selbst widersprecht. Denn was soll das bitte heißen: "die Kinder bestimmen das von sich aus"? Sie bestimen also, ob und wie sie erzogen werden möchten, weil sie, aus eurer Sicht, intellektuell auf der Höhe von Erwachsenen sind? Wozu seid ihr da und nennt euch Eltern oder Erzieher? Und außerdem: wenn sie nicht wollen, dann ist der neue Partner schon mal als Miterziehungsberechtigter aus dem Spiel. Aber ihr Leugnet das weiter oben. Ihr behandelt Kinder als wären sie Erwachsener. Nur: wenn sie das wären, bräuchten sie keine Erziehung von euch. Ihr kommt mir eher als Statisten als Erzieher vor.
 
G

Gast

  • #20
@Apollo et al.:

Wie viele Kinder erziehst DU den eigentlich oder ist das - wie bei einigen anderen hier - wieder alles nur Theorie?Warum lasst ihr Kinderlosen- die ihr doch sowieso keinen Partner mit Kind(ern) akzeptieren würdet, nicht einfach mal eure ewigen Belehrungen und eure Besserwisserei ? Konzentriert euch doch auf die auch Kinderlosen und probiert dann gemeinsam aus, wie viel eure tollen Theorien in der Praxis taugen. Doris hat mal ein wahres Wort gesprochen: In diesem Forum wird so viel über Alleinerziehende gehetzt, eigentlich könnte es euch doch egal sein, oder aber es spricht doch der eigene Frust...

Und falls ihr es doch noch selbst ausprobieren wollt: bei euren hohen Ansprüchen kann es noch Jahre dauern, bis der oder die Richtige gefunden ist - und: die Kinderwunschpraxen sind voller Mittdreißger, die gerne Eltern werden würden...
 
G

Gast

  • #21
Ich gehöre auch noch (leider) zu den Theoretikern, habe aber absolut kein problem damit wenn mein neuer Partner Kinder mit in die Beziehung bringt!! Ich glaube ich würde eher etwas angst haben, weil ich nicht weiß wie die Kids reagieren! Geb #19 absolut Recht, ich glaube man kann erst wirklich sagen wie man sich Verhält wenn man in so einer Situation steckt!! Kindererziehung ist ein sensibles Thema und man kann an einem Kind schneller Schaden anrichten als man denkt!! Würde es aber toll finden wenn ich das ein oder andere in die Erziehung miteinbringen könnte!!!! Also Alleinerziehende Daddys meldet euch :)
 
G

Gast

  • #22
Danke 19 und zusätzlich aktueller Anlass: Die Freundin meines Ex (wir haben ein Kind, sie hat zwei) hat Knall auf Fall (nach 2,5 Jahren Beziehnung) meinen Ex wegen eines dahergelaufenen Anderen verlassen - mein Kind ist nun traurig und ich muss es als leibliche Mutter ausbaden und seine Psyche wieder aufpäppeln. In Vorfeld hat die Freundin nämlich versucht, sich die Sympathie einerseits zu erkaufen und das Vertrauen zu erhalten - nun ist ihr alles nichts mehr wert. Was sie ihren Kindern seelisch antut, ist mir egal - was sie jedoch mit meinem Kind macht, kann mir nicht egal sein. Ich kann nur froh sein, dass mein Ex und sie nicht zusammen gewohnt haben, sonst wäre der Schaden jetzt noch viel größer.
 
A

AnnaHH83

  • #23
Ich muss zugeben, dass ich hier zu den Theoretikern gehöre... Kenne diese Geschichte eher aus Sicht des Kindes...

Ich schätze eine pauschale Antwort auf die Frage, in wieweit ein neuer Partner die Vater/ Mutterrolle übernehmen sollte, gibt es nicht. Es hängt davon ab, wie viel Kontakt zu dem leiblichen Elternteil besteht und wie das Verhältnis ist.

Grundsätzlich bin ich aber der Meinung, dass sich der neue Partner eher anpassen sollte an den Erziehungsstil. Ein Kind, was 8 oder 10 Jahre in die eine Richtung erzogen wurde kann man doch nicht auf einmal völlig anders erziehen. Auf der anderen Seite stelle ich es mir äußerst schwierig vor, wenn der neue Partner gar nichts dazu sagen darf, zumindest wenn man sich bereits auch Wohnungstechnisch zusammengetan hat. Da der Partner dann ja ständig anwesend ist, im Gegensatz zum anderen leiblichen Elternteil.

Ich jefenfalls habe mir mit 12 Jahren von den neuen Partnern meiner Eltern nichts vorschreiben lassen und es versetzt mir noch heute einen Stich, wenn die Frau meines Vaters sich als Mutter oder Schwiegermutter, oder mein Stiefvater mich als seine Tochter betitelt, denn meine leiblichen Eltern sind und bleiben meine Eltern und ihre neuen Partner sind im besten Falle "elterliche Freunde" für mich.