• #1

Sind Witwen bzw. Witwer die schlechteren potenziellen Partner?

Aus dem aktuellen Thread https://www.elitepartner.at/forum/frage/partnerin-sollte-uebersiedeln-nach-gran-canaria.66934/ ist mir aufgefallen, dass diese Personen doch ein Problem damit haben und am Alter alleine kann es ja auch nicht liegen. Es fehlt eventuell der Schlussstrich.

Ich habe in der Vergangenheit auch eine Witwe (Ü45) gedatet und da lief es ähnlich ab. Sie stellte ihren verstorbenen Mann auf ein Podest und suchte eventuell auch nur ein Duplikat des verstorbenen Mannes.
Damit kann wohl kaum jemand dienen, bzw. ich konnte und wollte damit nicht dienen.
Gut bei einen Date, wo der Datepartner nur über ihren EX herzieht, ist aber auch nicht besser und da denke ich mir so nebenbei, wie wird die Dame über mich herziehen, wenn wir uns dann trennen.

Fehlt der Witwe bzw. den Witwer die normale Trennung wie bei einer normalen Trennung oder ist der Witwer in den anderen Thread und meine Witwe beim Date der Ausnahmefall?
Irgendwie habe ich hier den Verdacht, dass eine Trennung a la Rosenkrieg manchmal besser ist, als wenn der Partner im Guten ein einfach so genommen wurde. Hier kann ja der Rosenkrieg auch eine heilende Wirkung erzeugen.

Eventuell hat ja hier jemand auch schon eine positive Erfahrung mit der Witwe bzw. den Witwer.

Dazu fällt mir jetzt noch ein Fall aus meinem Bekanntenkreis ein:
Eine Frau ist vor ca. 25 Jahren mit Ende 20 Witwe geworden und hat sich für ein Leben als AE und ohne Mann entschieden. Der einzige Mann in ihren Leben war ihr Sohn und sie will auch keinen anderen Mann. Alle Kandidaten konnten niemals mit den verstorbenen Mann mithalten.
 
  • #2
Lieber FS,

ich bin selber verwitwet, aber das Kapitel ist bei mir abgeschlossen. Ich selber habe mit Witwern ähnliche Erfahrungen gemacht wie du, hatte äußerlich Ähnlichkeiten mit der verstorbenen Frau etc.pp. Ich bin mit Witwern vorsichtig geworden und schaue sehr genau, ob er mich meint, oder eine Fortsetzung braucht, das gibt es aber auch bei Geschiedenen.
Wer seine Trennungen, egal welche, nicht konsequent aufgearbeitet hat, wird immer in alten Träumen nachhängen und das, was nicht so gut war, verdrängen und vergessen und zurück bleibt eine Ikone, der man nie das Wasser reichen kann.
Eine Trennung a la Rosenkrieg hinterlässt andere Spuren, die auch nicht förderlich für einen Neuanfang sind. Es liegt an dem Menschen jeweils persönlich und wie er damit umgeht, sagt auch viel über die Person aus.
 
  • #3
Hallo lieber FS,

du hast vollkommen recht und es war kein Zufall. Ich war über ein Jahr mit einem Witwer zusammen, aber auch viele Gespräche und Auseinandersetzungen haben nichts gebracht.Ganz furchtbar, er stellte seine Frau auf einen unerreichbaren Sockel. Die Kinder konnten es auch nicht verstehen. Das muss man sich nicht antun. Ich mache einen großen Bogen um Witwer. Ich bin auch deiner Meinung ,dass sie mit dem Partnerschaft nicht abschließend können, da sie mit Gewalt getrennt wurden.
 
  • #4
Ich bin selber seit knapp 15 Jahren Witwe. Natürlich ist es die ersten Jahre schwer sich von einem Partner zu lösen, der einem genommen wurde. Ich selber habe dafür 5 Jahre gebraucht. Ich denke aber, dass man nach einer gewissen Zeit wieder für was Neues offen ist, oder zumindest sein sollte. Es ist doch auch eine Chance, das Leben noch einmal ganz neu zu gestalten.
 
  • #5
Das kann man nicht verallgemeinern, denn Witwer und Witwen sind keine homogene Gruppe!

Das Spektrum der Verwitweten stammt aus allen Beziehungsmodellen. Von welchen, die seit ihrer Jugendzeit monogam immer zusammen waren ...bis zu welchen, die sich gerade erst, nach einem bewegten Leben, kennengelernt hatte. Auch welche, die eigentlich kurz vor der Trennung standen, als ein Partner stirbt, oder krank wird, sind darunter.

Nach meiner Beobachtung sind diejenigen, die sich vor dem Tod des Partners so verhalten haben, wie der 3x, 4x, oder 5x Singlemarkt ...also schon mehrere wechselnde Beziehungen hatte, vielleicht auch Affairenerfahrung, ONS-Erfahrung, Freundschaft+ etc. etc.. durchaus ziemlich kompatibel zu den Personen, die auf normale Art (durch Lebendtrennung) Single wurden.

Ich kennen z.B. einen Mann einer Mitpatientin meiner Frau. Das Paar hatte sehr ähnliche Eckdaten, wie wir, aber anders als ich, ist er, nach einer angemessenen Trauerzeit (ein kanppes Jahr), ganz gut klar gekommen und hatte seit dem Tod seiner Frau eine Reihe von Beziehungen und Beziehungsversuchen. Er war dazwischen höchstens mal 2-3 Monate alleine.
Dieser Mann hat einfach dort weitergemacht, wo er aufgehört hatte, als er seine Frau kennengelernt hat ...das war nämlich erst mit Anfang 30 und vorher hatte er nach eigener Aussage "nichts anbrennen lassen".

So ein Witwer passt 100% zum normalen Singlemarkt!

Schwieriger ist es bei der Subguppe unter den Verwitweten, die im normalen Singlemarkt nicht enthalten ist, bzw. zwangsläufig nicht enthalten sein kann: Denen, die noch nie eine Beziehung versemmelt haben.
Diese Beziehungsvita führt zu einem unlösbaren Paradoxum, denn auch wenn man den verklärten Blick des Witwers, oder der Witwe bei Seite lässt, bewertet unsere Gesellschaft eine lange monogame Beziehung höher, als wechselnde gescheiterte Beziehungen. Wie soll also die Sichtweise zustande kommen, den verstorbenen Partner, mit der einen monogamen Beziegung nicht grundsätzlich höher zu bewerten, als jemanden aus dem normalen Singlemarkt, mit mehreren gescheiterten Beziehungen?

V.m46
 
  • #6
Gute Frage. Ich bin bei Witwer auch eher zurückhaltend. Habe einen gedatet, da hatte ich den Eindruck, dass er es einigermaßen verarbeitet hatte, doch natürlich hat er auch von seiner verstorbenen Frau erzählt und darüber ob es richtig ist , zu daten, denn normalerweise wäre er auf so einer Plattform gar nicht unterwegs.
 
  • #7
Lieber Magnus,

ich finde das Thema sehr spannend und möchte gern über meine Erfahrung schreiben.

Mein Partner ist verwitwet. Ich habe Krebs.

Wir wissen beide, wie kostbar Leben ist - und was für ein Geschenk unsere gemeinsame Zeit. Vielleicht haben uns unsere Erfahrungen großherziger werden lassen. Ich habe kein Problem damit, wenn er voller Liebe über seine tote Frau spricht. Sie war und ist durch ihre Kinder immer ein Teil seines Lebens. Ich hingegen habe, mein Päckchen zu tragen, weil mein Exmann mich verlassen hat, da er mich aufgrund meiner Brustkrebserkrankung sexuell nicht mehr attraktiv genug fand. Da fallen von meiner Seite nicht nur nette Worte.

M. E. nach ist es, eine Illusion zu glauben im Alter ü 40/ ü 50 einen Partner zu finden, der nicht durch sein Vorleben geprägt wurde.

Die einzig wichtige Frage ist: Liebt mich dieser Mensch, so wie ich geliebt werden möchte möchte? Selbstverständlich sollte dies auf Gegenseitigkeit beruhen. Und diese Frage stellt sich unabhängig vom Beziehungsstatus und anderen Dingen.

Ich wünsche dir eine unvoreingenommene Sicht.

w/ 47
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #8
In der allerersten Zeit meiner Partnersuche per Internet ( das war bei einer Stinoplattform ) traf ich zwei Witwer.
Der eine war nur halbschlimm, redete nur beharrlich über seine verstorbene Frau und die tolle Ehe. Der andere war richtig schlimm, denn er zeigte mir darüber hinaus sogar viele Bilder von der tollen Frau, solche, auf denen er mit ihr glücklich war und solche, auf denen das Paar mitsamt seinen beiden Kindern im Urlaub zu sehen war.
Dieser lies auch sehr eindeutig durchblicken, dass er eine Ersatzmutter für die Kinder suchte.

Nun, ich nahm schnell Reißaus und klickte fortan alle Witwer weg.

w 49
 
  • #9
nicht grundsätzlich höher zu bewerten, als jemanden aus dem normalen Singlemarkt, mit mehreren gescheiterten Beziehungen?
Ich verweise auf den "Gran Canaria"-Thread, wüsste nicht, was daran höher zu bewerten sei, wenn jemand nach dem Tod des langjährigen Partners beziehungsunfähig wird, da er den Klon sucht. Der mit den "gescheiterten" Beziehungen hats immerhin probiert. Der mit der "höherwertigen" monogamen Beziehung, unverschuldeter Single also, kann sich ja für den Rest seines Lebens auf die Schultern klopfen, sich dem gemeinen Plebs überlegen fühlen-ob diese Sichtweise glücklich macht, sei mal dahinhgestellt.
 
D

Dagobert

Gast
  • #10
Für mich? Kategorisch "NEIN". Wobei ... das kommt auch auf die potentielle Partnerin an. Betreibt sie einen ausufernden Totenkult, könnte ich mir irgendwann deplatziert vorkommen. Aber das muss sie ja selbst auch wissen. Da braucht sie meine Meinung nicht wirklich dazu.

Bei meiner Partnerin, 3 Kinder, bin ich ständig irgendwie konfrontiert mit dem Ex. Das lässt sich nicht vermeiden. Laufe ich sofort davon? NEIN! Ich unterstütze sie dabei.

Ich mache meiner Partnerin schon klar dass, sollte ich vor ihr das Zeitliche segnen, ICH ERWARTE, dass sie ihr Leben "lebensfreudig und frei" führt. Über den ein oder anderen positiven Gedanken an mich, täte ich mich aber freuen.

Die Frage, ob "verwitwete" schlechtere Partner sein könnten,
finde ich eigenartig.
 
  • #11
Wie soll also die Sichtweise zustande kommen, den verstorbenen Partner, mit der eine

....ich brauchte ungefähr sechs Jahre, um das zu verarbeiten, Hinzu kam, dass ich drei kleine Kinder hatte und mir bewußt war, dass ein Mann nach mir keinen Arm ausstrecken wird. Ich habe mich dann irgendwann auf die Socken gemacht, um zu schauen, was es überhaupt für männliche Wesenheiten auf dem Markt gibt. Das hat mir sehr geholfen und mir das nötige Vertrauen geschenkt, um 10 Jahre nach dem Tod meines Mannes, sichtbar auf dem Singlemarkt nach einem neuen Glück Ausschau zu halten.
Jeder verarbeitet so etwas anders und viele vergessen, ihr Herz frei zu machen. Sie suchen tatsächlich oft so etwas Ähnliches, was sie hatten, wieder, egal wie lange sie verheiratet oder zusammen waren und wie gut oder schlecht die Beziehung war.
Ich kannte einen Witwer, der zwar sehr lange, aber sehr schlecht verheiratet war und erst nach dem Tod seiner Frau, eine wirkliche Verbundenheit fühlte, es gab Witwer die waren so gut verheiratet, dass sie neugierig auf ein neues, ganz anderes Leben waren, es gab Witwer, die ewig in ihrer Trauer und der Vorstellung über den Tod hinaus, die Treue zu halten, verharrten. Es gab Witwer, die sch kopfüber in wahre Abenteuer stürzten, um vergessen zu können, es gab Witwer, die ihre Ansprüche immer höher schraubten, um nicht in einer Beziehung zu landen, die unbewusst die Liebe zu seiner verstorbenen Frau infrage stellt.
Eine Sichtweise kann zustande kommen, wenn man den Menschen und seine Geschichte persönlich kennenlernt. Dann erst merkt man auch sehr schnell, wie es um das gelebte Witwendasein bestellt ist.
 
  • #12
Hallo Magnus.
Ich (47J) bin seit fast 13Jahren Witwe.
Mein Mann starb an Krebs. Er war "damals" die Liebe meines Lebens. Nie wieder würde es einen Mann wie ihn geben.
Sicher kamen danach wieder andere Männer, aber natürlich konnte ihm niemand das Wasser reichen.
Ich war also noch nicht bereit, ihn gehen zu lassen.
Irgendwann habe ich den Männern abgeschworen.
Was wollte ich mit denen, die nicht rochen wie er, die nicht lachten wie er, die nicht tanzen konnten wie er, die nicht lieben konnten wie er?!

ich habe dann mal angefangen, mich mit dem Thema Trauer eingehender zu beschäftigen.
Es dauerte eine ganze Weile, bis ich es begriffen hatte.
Ich wollte keinen Mann, der ist wie er.
Heute habe ich seit fast drei Jahren einen Partner, den ich sehr liebe.
Was ich nicht geglaubt hätte.
Ja, es ist schwierig, sich mit Witwen/Witwer einzulassen, welche noch nicht abgeschlossen haben.
 
  • #13
Der einzige Mann in ihren Leben war ihr Sohn und sie will auch keinen anderen Mann.

Aha, weil eine Frau keinen Mann will - weil sie speziell dich nicht will, weil ihr Leben glücklich ausgelastet ist mit ihrem Sohn, ist sie ein schlechterer Mensch und auch ein potenziell schlechterer Partner?

Das echte Problem ist, dass so wirklich alle Männer denken. Die Männer halten sich für den besten Fang überhaupt, worüber die arme Single- und Witwenfrau doch froh sein kann. Deswegen werden auch so viele Frauen so gnadenlos angemacht und ein "Nein" seitens der Frau wird nicht akzeptiert.

Zur Richtigstellung: Auch junge Menschen suchen ständig nach Duplikaten der Vorgänger, nur wird das akzeptiert.

Dass man mit 45 und wenn man sein halbes Leben miteinander verbracht hat und schon einiges erlebt hat, den Menschen an seiner Seite auf ein Podest hebt würde jeder tun, der Empathie hat (außer du vielleicht).

Ich wäre an deiner Stelle sehr vorsichtig, wie ich Menschen kritisiere oder angehe, die im Leben mehr Verlust erlitten haben als Gewinn, z.B. durch Tod und deren komplette Existenz dadurch bedroht ist. Nicht nur, dass das gesundheitlich gefährlich werden kann für dich, sondern dass du dich damit gesellschaftlich auf ziemlich dünnem Eis bewegst.

Kann es nicht sein, dass du dich solchen Frauen als Mann eher aufdrängst? Frauen ab +40 kommen immer alleine klar. Man hat viel Kampf im Leben bestritten, mehr mit Männern durchgemacht als so mancher Mann je erleben wird. Man klebt nicht mehr am Röckchen des Mannes. Kann man es sich auch gar nicht leisten. Nach dem Tod des Partners geht es weiter, man muss schnell Geld verdienen, Immobilien übernehmen, doppelte Kosten tragen. Da kann man es sich nicht mal annäherend leisten, irgendwie emotional instabil zu werden oder sich darüber Gedanken zu machen, was wohl ein neuer Partner über einen denkt.

Und warum bist du überhaupt auf Witwensuche?
 
  • #14
@Gast712 , warum greifst du denn @Magnus so an? Er hat doch zB gar nicht gesagt, dass er einer der "Kandidaten" der nur noch für ihren Sohn lebenden Witwe war.
Und
Ich wäre an deiner Stelle sehr vorsichtig, wie ich Menschen kritisiere oder angehe, die im Leben mehr Verlust erlitten haben als Gewinn, z.B. durch Tod und deren komplette Existenz dadurch bedroht ist. Nicht nur, dass das gesundheitlich gefährlich werden kann für dich, sondern dass du dich damit gesellschaftlich auf ziemlich dünnem Eis bewegst.
klingt für mich ja fast wie eine Drohung.
Ich kann wirklich nicht verstehen, was dich dazu animiert, dich in einem Thread, in dem jemand aufgrund von Erfahrungen eine absolut angemessen formulierte Frage gestellt hat und alle anderen Diskussionsbeiträge sachlich und höflich sind, so aggressiv und abfällig zu äußern.
 
  • #15
Lieber FS,
ich halte den GC-Thread für kein Witwer-/Witwenthema. Es ist ein Irrtum eines draus zu machen. M.E. ist der GC-Thread ein Thema: wegen extremer Frühverrentung und Langzeiturlaub in südlicher Rentnerenklave aus der Zeit gefallener alter Mann hat unrealistische Vorstellungen im Hinblick auf seinen Marktwert und was moderne Frauen sich als Partner wünschen.

Beim Thema Witwe/Witwer geht es um andere Themen:
- um das Abschied nehmen koennen, nach dem Tod
- um unfreiwillige Trennung durch plötzlichen Tod (Unfall, Suizid)
- um unfreiwillige Trennung nach langer Krankheitsphase
- um Idealisierung/Übererhoehung des Partners (besonders schwierig, wenn die Beziehung noch keine Verschleisserscheinungen zeigte)

Ich kenne Witwer im Bekanntenkreis, die nach dem Tod der Partnerin Zeit für den Abschied brauchten, genauso viel und genauso intensive Auseinandersetzungen darum führten, die reflektierte Menschen um normale Beendigungen von Langzeitpartnerschaften führen.
Das ist ein gewisser Menschentyp, der eine hohe persönliche Reife hat. Danach war das Thema durch und es war Offenheit für eine neue Partnerschaft vorhanden.
Bei Konflikten in der neuen Partnerschaft wurden die Dinge in ihrem aktuellen Kontext geklärt, mit der neuen Partnerin, statt die Verstorbene zu idealisieren und zu bedauern, dass es sie nicht mehr gibt.
Das waren übrigens alles Männer, die jung verwitwet waren und binnen 5 Jahren mit einer neuen Partnerin eine Familie gründeten.

Ich kenne aber auch ältere verwitwete Männer, die immer gegen ihre verstorbene Ehefrau grantelten, keine gute Beziehung führten und sie im Nachgang unangemessen idealisierten, weil sie sie bei ihren Versuchen, eine neue Partnerschaft einzugehen die gleichen Probleme wie mit der verstorbenen Frau hatten (das Problem lag beim Mann, nicht bei der Frau). Dann gab es Streit oder die Frau trennte sich und der Mann zeigte eine vollkommen verblendete/idealisierte Sicht auf die vorherige Ehe.

Ich hatte mit einem Witwer einen Beziehungsversuch. Die Beziehung scheiterte nicht daran, dass er seine Exfrau (Suizid) idealisierte, sondern dass er (Psychotherapeut) unfähig war, die Kinder bei der Trauerbewaeltigung zu unterstützen und sie daher die Partnerschaft in Anbahnung unterminieren konnten.
 

Laleila

Cilia
  • #16
Ich weiss nicht ob Witwer/n die schlechteren Partner sind. Für emotional völlig freie Menschen vielleicht.

Würde ich plötzlich meinen Mann verlieren. Puh. Ich bräuchte im Nachhinein nichts idealisieren, er ist tatsächlich der perfekte Mann. Wahrscheinlich könnte/wollte ich mich nie mehr so auf einen Mann einlassen.
Gedanklich am ehesten noch auf einen Witwer, der eine ebenso tolle Ehe hatte, mit dem man gemeinsam trauern und einander halten kann. Gegenseitig Respekt für die noch vorhandene Liebe zum verstorbenen Partner hat, gemeinsam schöne Erinnerungen an diese pflegt und versucht sie nicht zu vergessen/verdrängen, sondern als geliebte verstorbene Familienmitglieder zu integrieren.
Ich finde Gustsvos Erwartungen an eine zukünftige Partnerin schon ziemlich unrealistisch aber in einem Punkt konnte ich ihn verstehen. Als er darüber schrieb, dass er den verstorbenen Partner einer Witwe als potentiellen Freund betrachten und er die Frau in ihrer Trauer so annehmen könne.
 
  • #17
Gedanklich am ehesten noch auf einen Witwer, der eine ebenso tolle Ehe hatte, mit dem man gemeinsam trauern und einander halten kann. Gegenseitig Respekt für die noch vorhandene Liebe zum verstorbenen Partner hat, gemeinsam schöne Erinnerungen an diese pflegt und versucht sie nicht zu vergessen/verdrängen, sondern als geliebte verstorbene Familienmitglieder zu integrieren.
Ich habe wirklich vollstes Verständnis dafür, dass man seinem verstorbenen Partner den ersten Platz im Herzen nicht wegnehmen mag und man ihn sehr präsent im Leben behalten möchte.
Aber was ich nicht nachvollziehen kann: Wozu braucht man dann einen neuen Partner? Das finde ich dann, ehrlich gesagt, etwas vermessen und wirklich glücklich kann einen die neue Partnerschaft dann doch auch niemals machen. Denn der neue Partner wird nie zum wichtigsten Menschen werden. Genau diesen Anspruch hätte ich aber schon an eine Partnerschaft.
Wenn ich für den einen Menschen, mit dem ich eine Partnerschaft habe, nicht die Nr. 1 bin, wäre das für mich (nur) eine gute Freundschaft. Genau so, wie ich als Witwe doch unglücklich wäre, wenn ich mit einem neuen Partner schlafe, aber heulen könnte, weil es nicht mein (verstorbener) Mann ist. Das ist nicht sehr viel anders, als wenn jemand eine unfreiwillige Trennung hinter sich hat und noch nicht über den Ex hinweg ist.

w51
 

Laleila

Cilia
  • #18
Ich habe wirklich vollstes Verständnis dafür, dass man seinem verstorbenen Partner den ersten Platz im Herzen nicht wegnehmen mag und man ihn sehr präsent im Leben behalten möchte.
Aber was ich nicht nachvollziehen kann: Wozu braucht man dann einen neuen Partner? Das finde ich dann, ehrlich gesagt, etwas vermessen und wirklich glücklich kann einen die neue Partnerschaft dann doch auch niemals machen. Denn der neue Partner wird nie zum wichtigsten Menschen werden. Genau diesen Anspruch hätte ich aber schon an eine Partnerschaft.

Vielleicht weil es erfüllend und schön ist sein Leben und Erleben zu teilen. Zärtlichkeit, Zuwendung und Liebe zu empfangen und zu geben.
Ich kann mir Vorstellen, dass man auf solch einem Weg zum wichtigsten lebenden Menschen füreinander werden kann und auch sehr glücklich. Daran finde ich gar nichts vermessen.
Wenn man eine Beziehung mit einem Elternteil eingeht, wird man wahrscheinlich auch nicht der wichtigste Mensch in dessen Leben sein, aber der wichtigste nach dem Kind.
Da bin ich lieber der wichtigste lebende Mensch im Herzen eines Partners. Und ich kann mir vorstellen, wenn beide dasselbe erlebten, es gemeinsam verarbeiten und die verstorbenen Partner dabei gegenseitig liebevoll respektieren kann daraus eine ausgesprochen glückliche Beziehung entstehen, auch ohne dass man beim Sex 'heulend' an die Verstorbenen denkt.

Wie gesagt, ich weiss es nicht, aber so sähe in meiner Vorstellung und für mich persönlich die Chance auf ein neues Glück aus.
 
  • #19
@Gast712: Wo habe ich eigentlich geschrieben, dass ich die Frau wollte oder starkes Interesse hatte?
Die Frau wäre für mich aus mehreren Gründen schon ein absolutes NOGO.

1. Kenne ich Sie von der Jugend auf an, da ihr älterer Bruder ein sehr guter Freund von mir ist.

2. Kannte ich auch ihren verstorbenen Mann sehr gut, da ich ihn noch aus der Unizeit kannte.

3. War ich auch damals bei der Hochzeit des Paares eingeladen.

Wie du siehst gibt es so viele Gründe für mich, dass ich kein Interesse habe oder vielleicht sehe ich dies nur ein wenig falsch und verbohrt.

Selbst ihr älterer Bruder sagt, dass sie einfach noch dem Tode seines Schwagers unvermittelbar ist.

Vielleicht liegt es auch daran, dass der Mann mit Ende 20 innerhalb eines Jahres an Krebs verstorben ist.

Erst einmal danke für die ganzen Antworten und wie ich sehe haben ja der oder die eine oder andere auch mehr negative wie positive Erfahrungen mit Witwen bzw. Witwer gesammelt.
 
  • #20
@Gast.... Grundgütiger, ich bin auch schon sehr jung verwitwet und weiß, was Existenzkämpfe bedeuten, aber was kann ein anderer Mensch dafür? Warum teilst du so viele Unterstellungen aus und siehst nur Böses? Das macht hart und ungerecht und lässt Unterschiede und Feinheiten nicht mehr erkennen. Damit machst du genau das, was dir wohl widerfahren ist. Ja, genau das fiel mir oft auf, dass ein Hinterlassener manchmal sehr ichbezogen ist, schließlich hat er sehr viel Leid erfahren, was ja niemand verstehen kann. Nein, alle Männer sind nicht so, nur sehr wenige. Aber wenn man diese Erfahrung so elementar gemacht hat, sollte man in sich hineinfühlen, ob die Wut für erlittenes Leid im Herzen sie angezogen hat.


Es spielt keine Rolle, ob ein Mensch verwitwet, oder geschieden ist. Alle haben ihre Päckchen zu tragen und bringen sie mit in eine Beziehung. Entscheidend für eine neue Gemeinsamkeit ist, ob eine Verarbeitung stattgefunden hat, was doch niemals bedeutet, dass man gute Erinnerungen ausmerzt. Es ist weniger empathisch, wenn eine neue Liebe sich hinten anstellen muss, weil der, der gegangen ist noch sehr viel Raum einnimmt. Genauso wenig empathisch ist es, wenn andere wegen eines erlittenen Schicksals, leiden müssen. Wenn man so *empathisch* ist, dann weiß man, dass es auch den anderen auf eine Art trifft und berührt......
 
  • #21
Und ich kann mir vorstellen, wenn beide dasselbe erlebten, es gemeinsam verarbeiten und die verstorbenen Partner dabei gegenseitig liebevoll respektieren kann daraus ...
OK, so, wie du das hier beschreibst, wird der Tod des Partners aber dann auch verarbeitet. Mir ging es darum, wenn das nicht ausreichend der Fall ist … Aber natürlich ist diese "Grenze", wann genug Verarbeitung gelaufen ist, so dass eine neue glücklichmachende Beziehung möglich ist, und wann noch nicht, häufig schwer festzustellen.
"Vermessen" meinte ich, weil es auch sehr häufig nur das "Nicht-alleinsein-können" ist, weshalb sich Verwitwete mit einem neuen Partner zusammentun. Das ist dann eher ein emotionales Ausnutzen des neuen Partners, weil der nicht so viel zurückbekommt, aber als Einsamkeitsvertreiber gut genug ist.

Wenn man eine Beziehung mit einem Elternteil eingeht, wird man wahrscheinlich auch nicht der wichtigste Mensch in dessen Leben sein, aber der wichtigste nach dem Kind.
Das ist ja nun genau nicht zu vergleichen, weil die Liebes- und intime Beziehung zu einem Kind (hoffentlich!) auf einer anderen Ebene stattfindet, als die zum Partner.
Auf der partnerschaftlichen Ebene konkurrieren nachfolgende und vorhergehende Partner, aktiv oder passiv, mehr oder weniger, mindestens subtil, immer miteinander.


w51
 
  • #22
Ein verwitweter Mensch hat zumindest mal bewiesen, dass er zu einer Beziehung fähig ist und ich muß nicht rätseln, warum seine Beziehung kaputt gegangen ist und ob mir diese Gründe vielleicht auch mal zum Verhängnis werden könnten.

Ausserdem wird es kein Ex-Back geben, kein Ex, zu dem man zurückkehren kann.
 
  • #23
Hallo, bin neu hier und hatte bis vor wenigen Wochen noch eine Beziehung zu einem Witwer.
Wir waren drei Jahre lang ein Paar , aber auch ich mußte die Erfahrung machen das man immer die Nummer zwei ist.Es war eine schöne Zeit aber immer wieder wurde einem ganz klar gesagt das die verstorbene Frau die Partnerin überhaupt war.(zusammen eine Firma aufgebaut,3 Kinder großgezogen,die Welt gesehen,)
Manchmal glaube ich das er niemanden wirklich eine Chance geben kann , weil er dann seine verstorbene Frau in seinen Augen verraten würde.
Mir wurden Gegenstände von ihr geschenkt und einmal überlegte er auch ob ich nicht mal durch ihren alten Kleiderschrank schauen wollte.Allerdings hat er dann selbst gemerkt daß das etwas zu weit ging.(sie war damals schon 7 Jahre tot und er bereits zweimal umgezogen)aber ihre Kleidung war immer noch in einem extra Schrank untergebracht.
Von einem Freund der mit einer Witwe eine Beziehung führt habe ich ähnliches gehört.
Darum kann ich mir eine Beziehung zu einem Witwer nicht mehr vorstellen
 
  • #24
Seit etwas mehr als einem Jahr bin ich Witwer; meine Lebenspartnerin, mit der ich fast 30 Jahre zusammen war, zwei gemeinsame Kinder großzog und die ich sehr liebte, habe ich nach einer schweren Krankheit verloren.

Es hat ein Jahr gedauert, sie wirklich loszulassen und frei für ein neues Leben zu werden; glücklicherweise waren wir uns einig, dass das Leben weitergeht und es war ihr sehr wichtig, dass eine neue Frau ihren Platz einnehmen darf.

Natürlich wird meine neue Partnerin, sehr sehr wichtig sein; und ich werde lernen müssen, wie ich mit meiner verstorbenen Frau umgehe, welche Rolle sie hat; es ist mir wichtig den Vergleich garnicht erst aufkommen zu lassen, es ist eh alles anders jetzt.

Klar ist, dass die nun lebende Frau Priorität hat und ich alles daran setzen werde auch mit ihr eine sehr gute Partnerschaft zu führen; da ist der Vergleich vielleicht zulässig: setze ich mich genauso ein wie zuvor und habe ich vielleicht einiges gelernt.

Man kann ja auch fragen: was ist besser eine Partnerschaft die vom Tod oder vom Anwalt geschieden wurde?

Im diesem Prozess des Umgangs mit der Vergangenheit / dem Package / eben der Verstorbenen ist zu hoffen, dass ich als Witwer etwas Kredit bekomme und es ist zu erwarten, dass ich die nötige Sensibilität meiner neuen Partnerin gegenüber entwickle.
 
  • #25
Seit etwas mehr als einem Jahr bin ich Witwer...
....ist zu hoffen, dass ich als Witwer etwas Kredit bekomme.
Ich denke, wenn du vermitteln kannst, dass du wirklich abgeschlossen hast, kann eine neue Frau sich auf dich einlassen wollen.

Bei mir haben Witwer leider den Kredit verspielt, ich habe zwei schlechte Erfahrungen gesammelt und muß das ja nicht ohne Not wiederholen.
Der erste Witwer hat mit schon beim ersten Date Fotos gezeigt:
er und die Kinder, er und die Frau, alle vier zusammen. Urlaubsbilder und solche aus dem Garten, immer glücklich, alle lachen.
Neee, also echt ! Ich bin schnell geflüchtet.
Bei dem zweiten war ich immerhin zuhause, es war unser drittes Date.
Da haben mich die vielen Fotos an den Wänden und die noch immer erkennbare 'weibliche Hand' in die Flucht geschlagen.
Die verstorbene Frau war immer noch präsent, vor allem in seinen Erzählungen und es war klar, dass ich keinen Platz oder sagen wir, keinen in der ersten Reihe bekommen würde.

Wenn ich im RL einen Mann kennenlernen würde, er mir gut gefiele und es dann erst später rauskommen würde, dass er erst seit kurzem Witwer ist, würde ich es nicht allein wegen des Witwer-Status' abbrechen, erst recht nicht, wenn der Tod der Frau lange her ist, 10 Jahre oder so, aber in einer Kontaktbörse würde ich einem Witwer unbedingt absagen.
Wie gesagt, man muß schlechte Erfahrungen nicht immer weiter wiederholen.

Ich wünsche dir aber viel Erfolg und denke, wenn du von deiner verstorbenen Frau so wenig wie möglich erzählst, keine Fotos in deiner Wohnung hast und ihren ganzen Deko-Krempel entfernst, vor allem Sachen, die sie gebastelt oder gemalt hat bzw. wenn man das nicht erkennen kann und du nicht darüber sprichst, dann ist es für die neue Frau nicht so schwer und es kann klappen.
Bedenke, dass keine Frau gegen Windmühlen kämpfen will.

Sage nie
- da war ich früher immer mit meiner Frau
- das hat sie immer so gerne gegessen
- das hat sie immer an Weihnachten für uns gekocht
aber auch keine negativen Dinge
- klasse, dass du mit mir wandern gehst, meine Frau wollte das nie
( sag nur, 'klasse, dass du mit mir wandern gehst. Punkt. )
- du bist so unglaublich lieb uns sanft, meine Frau hat immer gemeckert, wenn ich den Müll nicht rausgebracht habe
( bringe einfach den Müll raus. Punkt )
Am besten redest du so wenig wie möglich über deine Frau.
Und ach, nenne sie nicht 'meine Frau', denn das will ja die neue sein.
Wenn du also unbedingt über deine verstorbene Frau reden mußt, sage ihren Vornamen.

Das alles kommt dir seltsam vor ?
Du merkst, dass du meine Ratschläge nicht umsetzen möchtest, weil du gerne über deine Frau reden, sie weiter 'meine Frau' nennen und ihre selbstgebastelten Kerzenhalter benutzen möchtest ?
Dann vergiß es besser mit der Suche nach einer neuen Partnerin.
Es wäre nicht fair ihr gegenüber.
Mir haben die beiden Männer meine Zeit gestohlen.

w 49
 
  • #26
Alle Kandidaten konnten niemals mit den verstorbenen Mann mithalten.

Mit einem verstorbenen Partner konkurrieren zu wollen, ist immer vergeblich. Dagegen kommt niemand an. Als Witwer oder Witwe sollte man nur dann auf Partnersuche gehen, wenn man nicht alleine bleiben will. Dass sie keinen Menschen finden, der so ist wie der, den sie verloren haben, sollte ihnen klar sein.

In der Regel sind Witwer auf dem Heiratsmarkt begehrter als Witwen, weil sie meist finanziell besser gestellt sind und auch später höhere Renten haben.
 
  • #27
...wie ich mit meiner verstorbenen Frau umgehe, welche Rolle sie hat; es ist mir wichtig den Vergleich garnicht erst aufkommen zu lassen, es ist eh alles anders jetzt.

Ich denke, es ist sinnvoll, Dich mit der Rolle Deiner verstorbenen Frau zu beschäftigen und ihr einen passenden Platz einzuräumen, sicher mit positiven Erinnerungen besetzt, aber eben zu Deiner Vergangenheit und nicht zu Deiner Gegenwart gehörend.

Jeder von uns wird Partner hin und wieder mit Expartnern vergleichen, gerade dann, wenn die Beziehung, wie auch immer, nicht durch eigenen Entschluss beendet wurde. Ich finde einen Vergleich auch in Ordnung. Ein Vergleich hilft, an manchen Punkten zu arbeiten, die vielleicht noch nicht optimal sind. Schwierig wird es, wenn Du Deine verstorbene Frau auf einen Sockel stellst, der weit über dem steht, was Deine künftige Partnerin erreichen kann. Du solltest einfach Deine jetzt vergangene Beziehung so weit abgeschlossen haben, dass Du eine neue Beziehung eingehen kannst und Dich darauf wieder einlassen und freuen kannst. Alles andere wäre der neuen Partnerin gegenüber unfair.
 
  • #28
@Lebens_Lust
vielen Dank für Deinen Kommentar, den ich sehr gut nachvollziehen kann; eine realistische Einordnung des in meinem Falle verstorbenen Partners finde ich sehr wichtig und dazu gehört auch die Beschäftigung mit diesem.

Dem kategorisch unter den Tisch kehren des ehemaligen Partners kann ich nichts abgewinnen, man muss sich dem einfach stellen; manches war gut und manches war schlecht.

Und eine Frau, die erwartet, dass ich meine verstorbene Partnerin quasi totschweige und ihre Spuren tilge, will ich nicht.

Wie soll ich die Kinder außen vor lassen?

Natürlich kommt das alles bei einem ersten Treffen auf den Tisch.

Viel wichtiger ist doch der Umgang mit den Fakten des Lebens, ist man miteinander in der Lage die Historie des anderen zu akzeptieren und mit ihr umzugehen.

Eine neue Liebe darf mir schon vertrauen, dass sie die Nummer eins ist und sie wird nicht enttäuscht werden.
 
L

LadyBink

Gast
  • #29
Aus deinem Post liest sich so unheimlich viel Kränkung, Abwertung und Frust. Einen eben noch erhofften Beziehungskandidaten nach einer höflichen Abfuhr derart abzuwerten, zeugt von einem sehr eitlen, bösartigen und egozentrischen Charakter. Witwer und Witwen sind meiner Erfahrung nach heterogen. :)
Unter ihnen ist sicher der ein oder andere Giftbeutel darunter. Im Regelfall würde ich aber immer das Date mit dem WItwer nehmen. Und wieso? Einfach mal nachlesen, was viele der "verlassenen Männer" über ihre Ex im Speziellen oder die Frauenwelt im Allgemeinen vom Stapel lassen. Jeder Mensch braucht Liebe und Nähe. Wenn genug für mich und eine gemeinsame Beziehung übrig bleibt, kann er gerne von der verstorbenen Partnerin Bilder aufhängen oder mir von ihr viel erzählen. Auch in meinem Leben gab und gibt es ja Menschen, denen ich noch immer sehr zugetan bin oder zugetan war und die auch weiterhin ihren Platz auf welche Weise auch immer einnehmen.
 
  • #30
Die Frage ist doch eher die:
Wie wird mit der Vergangenheit umgegangen?
Kann eine Frau damit leben, dass ein Bild ihrer Vorgängerin an der Wand hängt? Dass Kinder evtl. nach ihrer Mutter fragen? Dass er regelmässig ans Grab geht und das auch alleine machen will? Das Grab und das Andenken bewahrt?
Analog natürlich die Fragen an die Männer.
Ich denke, wenn man bereit ist, dem jeweils anderen eine Vergangenheit zuzugestehen, regeln sich diese Fragen von alleine. Denn wer möchte selbst schon sofort vergessen werden?
 
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