G

Gast

  • #1

Sind Singles, die bewußt allein bleiben unnormal?

Seit meiner Scheidung vor 3 J. bin ich (w45) Single. Ich habe einen Job, der mir Spaß macht, einen kleinen Freundeskreis, mache viel Sport und bin ein zufriedener, fröhlicher Mensch. Natürlich fände ich es schön, wieder einen Partner zu haben, aber es ergibt sich halt nicht. Die Männer, die ich (im realen Leben) kennen lerne, finde ich für mich entweder nicht attraktiv, weil sie sich mit ü50 körperlich gehen lassen, sind uninteressant, weil sie eine Haushälterin suchen, oder unter 35 und da gehe ich davon aus, dass die nur an einer Bettgeschichte interessiert sind. Also bleibe ich allein und lebe mein Leben. Viele Männer und Frauen fragen mich, warum ich keinen Partner finde, obwohl ich doch gut aussehen würde. Und immer habe ich das Gefühl nach der nicht ausgesprochenen Frage "Was stimmt mit ihr nicht?" Sage ich, dass ich zufrieden bin, so wie es ist, werde ich müde belächelt. Ich bin aber lieber allein, als unzufrieden in einer Beziehung, die nur aus Kompromissen besteht. Es gibt etwa 16 Millionen Singles in Deutschland, die können doch nicht alle gestört sein. Warum wird der Status Single nicht als Lebensweise anerkannt? Warum ist man nur mit Partner ein vollständiger Mensch?
 
  • #2
Du hast völlig Recht, man kann es nicht erzwingen und es ist besser allein gut zu leben, als zu zweit mittelprächtig.
Aber zwei Gefahren sehe ich:
(1) Je länger man sich in sein Allein-Leben "einspinnt", desto schwerer fällt es Kompromisse zu schließen. Und ohne Solche, gibt es nun mal keine Liebe/Beziehung.

(2) Ich lese hier oft, dass über ältere Frauen oder Männer geurteilt wird, sie würden sich "gehen lassen". Das mag bisweilen stimmen. Aber ich vermute, dass dieser Eindruck auch ganz oft Ausdruck des Unvermögens ist, das Alter in seinen Auswirkungen zu akzeptieren und den Menschen zu sehen und zu lieben (trotz Falten, grauer Haare, Gesicht mit weniger Spannkraft, paar Kilo zu viel, von Zipperlein oder sogar handfesten Erkrankungen geplagt etc.).
 
G

Gast

  • #3
Nein, du bist ganz normal. Mir geht es genauso. Ich glaube keiner ist richtig bewusst Single, vielleicht mal kurze Zeit, nach einer Trennung oder so...aber die Frustrationstoleranz ist halt unterschiedlich, meine ist auf Null.
Wenn man einfach nur jemanden haben will, hat man nartürlich jemanden. Aber das brauche ich nicht. Das sollte schon passen. Warum soll ich mir einen anlachen, der die Hälfte von mir verdient, Altlasten hat und mich obendrein optisch nicht umhaut. Und wie du sagst, womöglich noch ewig Kompromisse schließen. Und teilweise sind die dann auch noch unhöflich, oder haben keine Zeit, lieber mit Kumpels unterwegs oder so, nene...da warten wir lieber. Ich bin nicht hässlich, verdiene mein Geld, habe ne schicke Wohnung und ein schickes Auto und keine Altlasten, ich will dass mich ein Mann bereichert und aus basta Schluss. Denk dir nichts und pfeif auf das Gerade und die Rechtfertigungen, weil egal was du sagst ist es blöd, dann bist du eingebildet oder zu anspruchsvoll und wenn du dir so einen Loser anlachst bist auch der Depp, denen kannst eh nichts richtig machen, am besten gar nichts sagen...Weil wenn du dann mal einen hast, passt es ja auch nicht. Vergiss es, bleib bei dir und denk dir deinen Teil.
Viel Glück! Es kommt schon noch einer der unsere Seele beflügelt. Die wo so dumm reden wollen nur das es dir auch so dreckig geht, was geht die das eigentlich an. Ich hatte auch schon eine langjährige Beziehung, in der war ich auch Single, aber nach außen hat halt alles gepasst.
 
G

Gast

  • #4
Zu deiner Eingangsfrage ein ganz klares NEIN. Singles die bewusst alleine leben sind nicht unnormal.

Ich z.B. wüsste jetzt auf Anhieb nicht, warum ich einen Partner haben wollte. Mich stört das Alleine sein nicht, ich habe meine Wohnung, ich komme finanziell klar. Ich vermisse keine Zärtlichkeiten, Gespräche oder Sex. Also, welchen Grund sollte es für mich geben mir krampfhaft einen Partner zu suchen? Heißt ja nicht, das ich meine Lebenseinstellung nicht irgendwann ändern könnte/wollte.
 
G

Gast

  • #5
Ist Ihnen, liebe Fragestellerin, die Meinung anderer so relevant, dass Sie Ihr Leben danach ausrichten? Was andere von Ihrem Status als Single halten, sollte Ihnen egal sein. Sie fühlen sich in der derzeitigen Situation wohl? Dann haben die anderen das gefälligst zu akzeptieren.
 
G

Gast

  • #6
Ich bin m33 und finde es ganz okay, Single zu sein.
Mein Leben ist sehr gut ausgefüllt mit Job, Sport, anderen Hobbies, welchen ich in unregelmäßigen Abständen nachgehe und ist von vielen sozialen Kontakten geprägt.
Natürlich wäre es noch das Sahnehäubchen, wieder eine Partnerin zu haben, die zumindest etwas meine Lebensphilosophie und Interessen teilt, aber halt nicht zu jeden Preis.

Ich brauche nicht zwingend eine Frau in meinem Leben, um den Tag rumzubekommen.

Von bin ich offen, wenn sich die Option auf eine Partnerschaft ergibt, bin aber mehr oder weniger inaktiv bei der Suche danach.

Genieße die Zeit als Single und wenn Du jemanden kennenlernst bei dem es passt, kannst Du ja immer noch eine Partnerschaft eingehen!
 
G

Gast

  • #7
FS, Du schreibst nur von Männern ü50 und u35, die nichts für Dich sind. Ok! Aber was ist mit den Männern in Deinem Alter, sind die auch alle "nichts"? m44.
 
G

Gast

  • #8
Ich habe alleine ein Haus, geerbt und schuldenfrei, bin es momentan am renovieren neben meinem Vollzeitberuf und es macht mir Riesenspaß.

Aus meinem Umfeld höre ich das gleiche bla, bla, bla. Die einen sagen bleib alleine, ist besser für Dich, die andern sagen, bei dem Haus such Dir einen Mann, alleine schaffst Du das nicht.

Aber ich suche nicht, ich bin zu faul dazu und womöglich ambivalent.

Manchmal denke ich, wenn jetzt einer da wäre, der könnte das und jenes übernehmen, aber da merke ich wieder meinen Pragmatismus und ich weiß nicht, ob das mit Liebessehnsucht zu tun hat.

Aber mit 50 (bin kein Omityp, schwarzhaarig, schlank, sportlich) verliebe ich mich eh nicht mehr so wie einst im Mai, auch merke ich wie Du, dass mir immer weniger Männer zusagen, früher war ich schneller entflammbar, heute denke ich nur, der sieht zwar gut aus, aber nee, vergiß es, ich hab keinen Bock mehr auf Stress und laß es auch sein.

Im Grunde gehts mir gut.
 
G

Gast

  • #9
Warum wird der Status Single nicht als Lebensweise anerkannt? Warum ist man nur mit Partner ein vollständiger Mensch?
Weil du noch aus einer eher älteren Generation kommst, in der die Eltern einem so etwas vorgeschrieben haben, was sich gehört (also schnell eine Beziehung suchen, heiraten, Kinder bekommen, man hat nichts zu wollen). Heute ist es durchaus normal, längere Zeit Single zu bleiben - und wenn man gescheit ist, tut man das auch. In einer Zeit, in der jede 2. Ehe geschieden wird, [mod] noch heiratet! Nebenbei sind auch Frauen moderer geworden und hab es nicht mehr nötig, sich lebenslang von einem bösen Mann traktieren zu lassen, ihn zu bedienen und Pantoffeln vor die Füsse zu tragen, wie unsere Eltern das noch gemacht haben.
Lieber bleibe ich lebenslang alleine, als so ein Leben zu führen, wie meine Eltern es geführt haben.
 
G

Gast

  • #10
Ja, in Deutschland ist es leider so. Diejenigen, die aus einer komischen Neigung heraus mit einem Pferd zusammenleben, sind besser akzeptiert, als der Single.
Genaugenommen wird der Single bie uns am Allermeisten diskriminiert.
 
G

Gast

  • #11
Immer diese versuche zu erklären warum man Single ist. Und dann wird sich das ganze auch noch schön geredet.

Die Wahrheit ist, man bekommt keinen Partner ab, weil man selber total egoistisch ist und nicht bereit ist seine selbst zusammen gesponnenen Ansprüche zurück zu schrauben. Ihr wollt keine Kompromisse eingehen, einfach Lachhaft. Typisches denken von Narzissten. Ich, ich, ich....

Hört auf euch was vorzumachen. Ihr seit nicht freiwillig Single, sondern weil ihr für andere zu unattraktiv seit. Es paßt nicht weil.... zu groß, zu alt, falsche Haarfarbe etc. pp. Ihr tut alles dafür damit ihr Single bleibt.

Das gilt für beider Geschlecht.
 
G

Gast

  • #12
Natürlich ist es nicht unnormal, Single zu sein. Die Ansicht, es wäre nicht normal, stammt doch aus dem vor vorigen Jahrhundert. Als jeder geheiratet hat, ja heiraten musste, und die paar, die alleine blieben, das waren halt wirklich die, die körperliche oder psychische Makel hatten.

Von so einem Unsinn darf man sich doch heutzutage nicht leiten lassen. Ich habe viel mehr Respekt vor Leuten, die alleine leben, als vor solchen, die in unglücklichen Partnerschaften ausharren, nur um gesellschaftlich akzeptiert zu sein.

Du hast absolut recht damit, dass du dich nicht mit einem Mann einlässt, bei dem du von vorneherein weißt, es ist nichts. Ich (w42) habe ähnliche Erfahrungen gemacht wie du. Die meisten Single-Männer Ü40 oder 50 suchen eine Haushälterin, Therapeutin oder eine Frau, die sie die ganze Zeit bespaßt. Zudem sind viele über die Ex nicht hinweg, haben Altlasten, lassen sich gehen, leben ungesund und interessieren sich außer für Fußball und für ihre Kumpels für gar nichts. Wehe die Frau verdient mehr und kann intellektuell was entgegen setzen, das können sie nicht vertragen. Da bleib ich auch lieber alleine.

Viele Menschen können aber nicht alleine sein und lassen sich halt mit irgendjemandem ein, egal ob es passt oder nicht. Wer bewusst Single bleibt und sich damit selber treu bleibt, der zeigt, dass er charakterlich stark ist.

Dein Freundeskreis scheint ziemlich spießig zu sein. Du schreibst ja selbst, es gibt Millionen von Singles. Wieso freundest du dich nicht mit ein paar Singlefrauen an, die auf deiner Wellenlänge sind?
 
G

Gast

  • #13
G

Gast

  • #14
Zu deiner Eingangsfrage ein ganz klares NEIN. Singles die bewusst alleine leben sind nicht unnormal.

Ich z.B. wüsste jetzt auf Anhieb nicht, warum ich einen Partner haben wollte. Mich stört das Alleine sein nicht, ich habe meine Wohnung, ich komme finanziell klar. Ich vermisse keine Zärtlichkeiten, Gespräche oder Sex. Also, welchen Grund sollte es für mich geben mir krampfhaft einen Partner zu suchen? Heißt ja nicht, das ich meine Lebenseinstellung nicht irgendwann ändern könnte/wollte.
Sorry, genau das ist nicht "normal". Jeder "normale" Mensch sehnt sich nach Zärtlichkeit und einer intakten Partnerschaft. Nur weil es bei Ihnen nicht zutrifft, bedeutet das nicht, dass es nicht normal ist.
 
G

Gast

  • #15
Ja, Singles, die bewusst allein bleiben, sind sehr normal, normaler als Menschen, die um alles auf der Welt eine Beziehung haben wollen, egal, wie diese aussieht.

Es ist ja bei den meisten Singles nicht so, dass sie kategorisch eine Beziehung ausschließen. Die meisten würden ja eine Partnerschaft eingehen, wenn ein Mensch ihnen gefällt. Damit meine ich nicht ellenlange NoGo-Listen, sondern ganz normale Vorstellungen.
Wenn man selber etwas älter ist, dann lernt man so schnell niemanden mehr kennen: die Nachbarn sind bekannt, die Leute im Job auch - da hat sich eben nichts gefunden für einen Beziehung. Die Onlinesuche gibt auch nichts her. Da werden viele zu bewussten Singles, statt eine unbefriedigende Beziehung einzugehen. Die meisten hier hatten das ja auch schon und oft waren es langjährige Ehen.

Ich merke an mir, dass ich mit zunehmender Singlezeit tatsächlich immer wählerischer wurde, denn Alleinsein ist schon eine echte Komfortzone, vor allen Dingen, wenn frau einen gut bezahlten Job und eine genauso erfreuliche Altersversorgung hat. Natürlich vermisse ich Nähe, Zärtlichkeit, Sex, gute Gespräche, gemeinsame reisen usw, aber nicht mit irgendwem, sondern mit einem Menschen, der mein Herz erreicht.

Ich muss ehrlich sagen, dass zu einer Partnerschaft für mich körperliche Nähe gehört und da schaue ich eben auf meinen Körper und wie der sich mit zunehmenden Alter verändert, obwohl ich schlank bin, Sport treibe, seit der Kindheit gute Hautpflege betreibe, nicht rauche, die Sonne meide. Ich bin da realistisch.

Ich kann akzeptieren, dass gleichaltrige Männer mich nicht mehr attraktiv finden, wenn ihnen überall die Photoshop-retuschierten Bilder von knapp bekleideten 16-jährigen Models gezeigt werden.
Ich finde gleichaltrige und ältere Männer in der Regel auch nicht mehr so attraktiv, dass ich sie berühren möchte. Insoweit sind Männer und Frauen sich da einig, auch wenn die meisten Frauen das nicht aussprechen.
Insofern beschränken sich meine Kontaktwünsche mittlerweile eher auf Freundschaften, d.h. ich bleibe bewusst Single, weil eine richtige Partnerschaft wegen körperlicher Unattraktivität bei mir und bei gleichaltrigen Männern und nicht mehr drin ist.
 
G

Gast

  • #16
Was soll denn da unnormal sein ?
Bisexualität, alles sei erlaubt. Bloss Single sein und es auch bleiben ist dann unnormal, krankhaft, gestört und gehört umgehend verboten.
 
  • #17
Ich würde das Singleleben immer einer schlechten Partnerschaft vorziehen. Als ich Single war wurde ich ausgerechnet von Frauen bedauert deren Männer fürs Fremdgehen bekannt waren. Ich war immer ein glücklicher und zufriedener Single. w52
 
G

Gast

  • #18
Für mich kommt eine Ehe oder Vollzeit-Klammer-Beziehung nicht mehr in Frage.
Partner gerne - aber nur mit getrenntem Haushalt. Ist mir egal ob es normal ist.
Es geht mir gut damit. Besser glücklich als Single, als traurig in erner festgefahrenen Beziehung.
Ich frage mich ob die hohe Scheidungsrate normal ist.
Oder noch schlimmer, die vielen AEs, ist dass normal, wohl kaum.
w48
 
G

Gast

  • #19
Zu #12 der FS: Interessant, da fällst Du anscheinend voll in die sog. "Dating-Lücke". Das wurde hier schon öfter diskutiert, dass für Frauen in Deinem Alter die Männer dünn gesät sein sollen, was bei Dir, in Deinem Umfeld, tatsächlich der Fall ist. Nungut, es brauchen ja nicht viele zu sein, einer würde auch reichen. Ich wünsche Dir trotz allem viel Erfolg, vielleicht findest Du ja den einen! m44.
 
G

Gast

  • #20
Sorry, genau das ist nicht "normal". Jeder "normale" Mensch sehnt sich nach Zärtlichkeit und einer intakten Partnerschaft. Nur weil es bei Ihnen nicht zutrifft, bedeutet das nicht, dass es nicht normal ist.
Hier Gast 3
Wie ich geschrieben habe, ich bin in der Lage meine Lebenssituation zu ändern, wenn ich das will.

Die von Gast 13 beschriebene Situation ist viel zu einseitig gedacht. Normal? Ist es normal jeden Tag Spaghetti zu essen? Oder jeden Tag 12 Stunden zu arbeiten? Warum passt denn die Definition "normal" nicht mit Single zusammen?
 
G

Gast

  • #22
Ich war mein halbes Leben bisher in Beziehungen und lebe nun zum ersten Mal als Single. Und ich muss sagen, ich finds klasse. Habe mir eine komplette Butze selbst eingerichtet und betreibe alle meine Hobbies jetzt noch viel intensiver. Auf der Toilette hängt der Pirelli Kalender, nach der Arbeit wird erstmal intensiv Computer gezockt, zum Essen gibt es Fleisch, Fleisch und noch mehr Fleisch und das schönste ist die Ruhe, die in der Luft liegt. :) Ich kann sonntags um 6 Aufstehen um Laufen zu gehen, kann überall meine Hanteln rumliegen lassen, bis ich selbst drüber fliege. Ich finde alles was ich irgendwo hin gelegt habe auch genau dort wieder. Die Spülmaschine macht den Abwasch wenn ich Bock hab und ich kann 30 Minuten Duschen auf 50 Grad ohne das einer über Energiekosten meckert.

Das ist nicht negativ Gegenüber meiner ehemaligen Mitbewohnerin gemeint, es macht mich nur unglaublich glücklich. Schön ist auch das ich endlich meine Dauerkarte fürs Stadion voll nutzen kann und keiner mich nachts wach macht weil ich schnarche.

Die Nachteile des Singlelebens sind die ewig nervenden Päärchen Freunde die einen dauerhaft auf Parties "nett gemeint" verkuppeln wollen. Und der Trennungsschmerz der noch tief sitzt und wohl ein paar Jahre andauern wird.

Aber dafür kann ich jetzt im Badezimmer meine kräftige Rülpstechnik verbessern. :)

An die TE: mach dir nichts draus, was Andere sagen. Wir Kommen und Gehen alleine in und auf diese Welt, einen Partner zu finden ist Glück aber keine Fleißaufgabe oder Pflichterfüllung. Bewahre dir immer ein offenes Herz für die Menschen, für Freunde und Familie und sei stark für sie alle. Sie schaffen es nämlich nicht allein. ;)

Gruß m30
 
G

Gast

  • #23
Gast Nr. 10:

Was du da schreibst, stimmt nicht.

Akzeptiere bitte, dass es GLÜCKLICHE Singles gibt, die sich ein Leben mit einem Partner gar nicht mehr vorstellen können.

Menschen sind nun mal verschieden.
 
G

Gast

  • #24
Die Welt resp. die Menschheit hat sich verändert. Viele Menschen haben eine klare Vorstellung wie ihr Partner sein sollte, resp. wie ihr Leben sein sollte. Und werden diese Kriterien nicht erfüllt, so geht man auch keine Partnerschaft mehr ein.
Die moderne Frau ist a) finanziell unbhängig und kann somit b) ihr Leben frei gestalten. Dies jedoch (Ursache) führt unweigerlich zu einer Reaktion, weshalb eine gewisse Inkompatibilität entsteht.
Auf den Punkt gebracht: Wünsche, Vorstellungen, Ansprüche usw. was die Partnersuche massiv erschwert.
Willkommen im 2013.
 
G

Gast

  • #25
Hört auf euch was vorzumachen. Ihr seit nicht freiwillig Single, sondern weil ihr für andere zu unattraktiv seit. Es paßt nicht weil.... zu groß, zu alt, falsche Haarfarbe etc. pp. Ihr tut alles dafür damit ihr Single bleibt.

Das gilt für beider Geschlecht.
Es ist vermessen, arrogant und respektlos, so über das Leben und Denken von anderen Menschn zu hetzen.
 
G

Gast

  • #26
Als "Langzeitsingle" gehöre ich (m, Mitte 40) zu der von dir erwähnten "Problemgruppe". Als "unnormal" würde ich mich aber nicht bezeichnen, auch wenn die meisten meiner Freunde und Bekannten in einer festen Beziehung (in der Regel Ehe) leben. Genau wie bei der FS wundern sich auch bei mir viele, warum ich bei all meinen "Vorzügen" keine Frau habe bzw. finden kann.

Ganz glücklich bin ich nicht mit meinem Leben, denn irgendwie fehlt doch eine Partnerin für viele Dinge im Leben, die eigentlich nur zu zweit Freude machen. Aber man hat sich eben mit dem eigenen Status "arrangiert" und in vielerlei Hinsicht kann man natürlich auch seine Freiheiten mehr genießen - weil man eben auf niemanden Rücksicht nehmen muss und sich z. B. auch viel mehr leisten kann, da man keine (geschiedenen) Ehefrauen und keine Kinder zu versorgen hat.

Trotzdem glaube ich nicht, dass viele Singles in meinem Alter "bewusst" allein bleiben, sondern das häufig als Schutzbehauptung vertreten, um nicht bemitleidet oder als Versager abgestempelt zu werden. Insgeheim hoffen doch die meisten Singles darauf, endlich mal ihren Traumprinzen oder ihre Traumprinzessin zu finden und ich mache da keine Ausnahme. Doch leider ist es für einen eher etwas zurückhaltenden und nicht unbedingt wie ein Filmstar aussehenden Mann (auch wenn er kultiviert, vielseitig interessiert und akademisch gebildet ist) eben sehr schwierig, den oft viel zu hohen Ansprüchen der weiblichen Singles gerecht zu werden (leider geht es zu vielen doch nur um Optik oder finanziellen Status). Und so bleiben eben alle alleine...

Aber man darf die Hoffnung und das Suchen nicht aufgeben und sich im häuslichen Sofa festkrallen. So gesehen bietet die Online-Suche da ganz gute Möglichkeiten, wenn man schon nicht direkt vor der Haustür jemanden findet.
 
G

Gast

  • #27
Ja, in Deutschland ist es leider so. Diejenigen, die aus einer komischen Neigung heraus mit einem Pferd zusammenleben, sind besser akzeptiert, als der Single.
Genaugenommen wird der Single bie uns am Allermeisten diskriminiert.
Das stimmt doch gar nicht-Singles werden in Deutschland nicht diskrimiert, sondern-wenn überhaupt-in Ländern, wo noch das Familienleben überwiegt. In Deutschland mag es sehr viel mehr Singles geben als in Ländern, in denen noch die Familie sehr wichtig ist-aber diskriminiert in Deutschland-den Eindruck habe ich gar nicht. Es ist eher fast das Normale in Deutschland, Single zu sein als in einer Beziehung mit Zusammenwohnen/in einer Ehe.

Eine Beziehung bedarf Kompromissbereitschaft. Menschen in Deutschland sind heutzutage nicht mehr besonders kompromissbereit, hinzu kommt es, dass sie finanziell sich selbst versorgen können oder Anspruch auf H4 haben-somit bevorzugen viele das Singleleben als Kompromisse eingehen zu wollen.

Single zu sein ist heutzutage absolut normal und drückt die Realität aus-man braucht sich wirtschaftlich nicht mehr, sondern nur emotional. Und emotional möchte man keine großen Kompromisse eingehen, wenn man keinen wirtschaftlichen Zwang einer Beziehung verspürt. In Ländern, wo man sich wirtschaftlich nicht zwingend braucht, ist das Singleleben weit verbreitet und völlig normal geworden. Egoismus, Rücklosigkeit etc. kommen dort zum Vorschein. Ja, es ist normal oder zumindest das Gängige hierzulande, dass man lieber Single bleibt als eine Beziehung einzugehen, in der man nicht mehr gewinnt als verliert (auf welcher Ebene auch immer). Und es ist nicht einfach, wenn zwei eine Win-Win-Situation haben wollen-aber eigentlich nur dann geht man in Deutschland eine Beziehung ein-wenn beide gleich davon profitieren.

Es ist heutzutage sehr einfach emotionale und sexuelle Bedürfnisse auch ohne eine Beziehung zu stillen-in einer Freundschaft oder Affäre. Das wird von vielen Männern fevorisiert und bestimmt mittlerweile auch von einem Teil der Frauen.

Single zu sein ist für viele Freiheit pur-und für den Sex und eine schöne Freizeit findet man immer Partner-auch ohne Beziehung. So haben heutzutage viele Singles alles-Freiheiten, Sex, schöne Freizeit, eigenes Auskommen und Null Verpflichtungen. Ich kenne viele Frauen und Männer, die bewusst Singles sind und schöne Wochenenden mit jemandem verbringen-aber vom Status her beide gerne Single bleiben. Nein, ich verurteile das nicht-wenn beide es freiwillig und selbstbestimmt so leben wollen, ist es ok für mich.

Nach einer Scheidung leben viele 45+ ganz bewusst als Singles und suchen gerne Freundschaften plus, die die Vorzüge des Singlelebens nicht stören und nur die Vorteile aber nicht die Nachteile einer Beziehung bieten.
 
G

Gast

  • #28
Ich lebe auch gerne allein .. und besonders seitdem ich mich (fast) von den gesellschaftlichen Zwangshaltungen frei gemacht habe. Auf die kritische und quälende Frage, ob es denn Spass mache, z.b. alleine mit dem Rad rumzugurken, antworte ich meist mit Gegenfragen. a) Ist es denn immer schön, zusammen zu sein? b) Können Sie mit Ihrem Partner alles gemeinsam machen?
Meistens löst das beim anderen doch etwas aus... und ich bin aus der "Rechtfertigungshaltung" heraus!

Es wird einem ja grundsätzlich als Single "vorgeworfen", nicht kompromissbereit zu sein.., aber ich sehe nicht, dass "Paarmenschen" angeblich diese Eigenschaft so uneingeschränkt mitbringen.
Die meisten sind ja u.a. deswegen in einer Beziehung, weil sie nicht alleine sein können.. , wo ist dann da der Kompromiss bzw. erfordert nicht jedes Leben Kompromissbereitschaft in den unterschiedlichsten Lebensbereichen?

ich als Single bin doch mehr als kompromissbereit, wen ich mich z.b. mit einer Paarhälfte zu einem Zeitpunkt treffe, den die Paarhälfte mir vorschreibt und auch zu seinen Bedingungen, während der andere, die "Vorzüge" seiner Partnerschaft genießt und gleichzeitig, sich des "verfügbaren" Singles bedient. Wo ist da die viel gerühmte Kompromissbereitschaft des Paarmenschen und der "Egoismus" des Singles??

Ich mag diese gesellschaftlichen Platitüden immer weniger und empfinde unsere Zeit da als sehr rückwärts gerichtet und in festen Strukturen verharrend.
 
G

Gast

  • #29
Liebe FS

du denkst aber selten schlecht von dir selbst !
du verinnerlichst was andere über dich sagen.
du bist mitnichten so fröhlich denn du suchst ANPASSUNG.

Mit dem Singlestatus erntest du nur gar keine Ablehnung solange alle irgendwie Single sind. Nachher verschieben sich die Normen. Folglich redet man dir ein du seist nicht normal. Wie in dem blöden Witz "Nur die Inga, die kriegt keine Kinda" (weil die Inga unfruchtbar ist). Ergo wird die gemobbt (besonders gern von Frauen).
Manche machen sich einen Spass draus endlich besser dazustehen als "andere". Es geht zu wie im Sandkasten: bätsch, ich habe (Mann, Haus, Auto, Kinderschar, weissderKuckuckwas). Und du, bätsch, hast das alles nicht.

Willst du wirklich auf Sandkastenniveau mitmachen ? Oder eigene Entscheidungen treffen ?
 
  • #30
Was ist schon normal und wer gibt das vor ?
ICH werde das auch ständig gefragt aber der richtige begegnet mir halt nicht. ABer es ist schwer sich bei so aussagen nicht unfähig zu fühlen.