• #1

Sich Verlieben - Vor oder nach dem ersten Sex?

Guten Morgen,

dies ist vielleicht vor allem eine Frage an die Männer hier:

Wenn man sich bei einer Frau nicht ganz sicher ist, ob es etwas Ernstes oder Langfristiges werden kann - vielleicht wegen der Lebensumstände, vielleicht weil sie nicht 100% der "Traumtyp" ist, vor allem aber wohl weil die Schmetterlinge noch nicht so ganz fliegen wollen - ist es dann eine gute Idee, den ersten Sex abzuwarten, bevor man seine Entscheidung über eine Fortsetzung der Bekanntschaft trifft...?

Oder anders formuliert: ist es generell eher zu viel erwartet, dass man sich schon weitgehend verliebt hat, bevor es zum Sex kommt? Ich persönlich kenne beide Varianten: vor dem Sex verliebt sein (und dann eben Glück oder Pech haben können - Glück, wenn es überhaupt soweit kommt, Pech, wenn es davor abbricht), oder sich erst nach/wegen dem Sex bzw. der dadurch entstandenen Nähe verlieben... Beides hat natürlich Vor- und Nachteile; Ersteres das Risiko, selbst verletzt zu werden, Letzteres das Problem des schlechten Gewissens, wenn man dann doch einen Rückzieher macht, wenn die Gefühle trotz Körperlichkeit ausbleiben.

Ich denke, man hört aus meiner Frage heraus, dass ich das nicht "sportlich" sehe, nach dem Motto "auf jeden Fall mitnehmen was geht".... hilfreich fände ich eure Erfahrungen.

manchmal
 
  • #2
Ich habe mich noch nie vor dem Sex in eine Frau verliebt. Allein der Gedanke, ist für mich schlicht unvorstellbar. Dafür ist die sexuelle Komponente in einer Beziehung zu wichtig. Heißt auch, passt es in diesem Bereich nicht, dann passt es grundsätzlich nicht.
 
  • #3
Also ich habe mal eine ähnliche Frage gestellt und muss sagen, dass es bei den Männern wie eben auch bei den Frauen beide Varianten gibt.
Es gibt Männer, die nur mit einer Frau schlafen, wenn sie vorher schon verliebt waren und welche, die es erst hinterher oder nach einiger Zeit sind.
Natürlich machen die Hormonausschüttungen beim Mann auch etwas mit ihm - es wird Oxytocin ausgeschüttet - ein Bindungshormon ... natürlich verlieben sich Männer auch durch Sex.

Fragst du jetzt als Frau oder als Mann?
Also ich habe selber als Frau die Erfahrung gemacht, dass ich mich durch den Sex nicht verliebt habe, wenn ich den Mann auch vor dem Sex nicht so wirklich spannend fand... oder es war dann nur ein Strohfeuer.
Deswegen rate ich eigentlich eher dazu, sich erst ein bisschen besser kennenzulernen...
in der Praxis hat das bei mir aber irgendwie nie so recht geklappt ;-)
Letztendlich ist es immer schwierig, sich erst NACH dem Sex kennenzulernen und dann festzustellen: Ach ne - doch nicht!
Als Mann bis du dann immer der A...
Als Frau kann man sich da besser rausreden und erzählt eben irgendwas von "Sorry, aber ich will ehrlich mit dir sein - ich bin noch nicht bereit für etwas Neues...!"
 
  • #4
Ich denke, dass die Chancen auf etwas langfristiges grundsätzlich besser stehen, wenn man vor dem Sex schon ein gutes Gefühl mit der Person hat und irgendwie verschossen ist. Damit meine ich nicht einfach nur heiß aufeinander sein. Klar kann es dann auch noch passieren, dass der Sex ein abturner wird, weil man nicht kompatibel ist. Aber wie Wahrscheinlichkeit, dass es dann richtig knallt ist meiner Ansicht nach viel größer, als wenn es anders herum läuft. Es kann auf jeden Fall nicht schaden den Sex bei einer Beziehungsanbahnung nicht direkt an den Anfang zu stellen, sondern eventuell mal ein paar Wochen abzuwarten.
 
  • #5
Jetzt stelle man sich vor, ein Mann sagt, er könne sich erst in eine Frau verlieben, wenn er mit ihr geschlafen habe. Das wäre die beste Begründung für unverbindlichen Sex. So nach dem Motto, bevor ich mich entscheide, muss ich mit der Frau telefoniert haben, sie getroffen haben und eine Proberunde im Bett gedreht haben.

Ich finde, sich in jemanden verlieben, bedeutet letztendlich nichts anderes, als sich für einen Menschen zu entscheiden. Mit allen drum und dran. Auch mit seinen sexuellen Fähigkeiten. Und wenn es beim ersten Mal nicht gut war, dann macht man es noch mal und dann noch mal und dann noch mal......Übung macht den Meister. ;)

Anekdote von einer guten Freundin, als sich mit Ü50 nochmal in das Abenteuer Online-Dating einging, da machten ihr viele Männer spätestens beim zweiten Treffen regelrecht Druck, dass man doch miteinander ins Bett gehen solle, damit es mal weiter geht. Notgeilheit betrifft nicht nur junge Männer. ;)
 
L

Lisachen

  • #6
M. E. kann man die Verliebtheit nicht steuern. Verliebtheit ist kein Knopf, den man betätigen muss. Ich persönlich habe mich noch nie in jemanden durch Sex verliebt sondern ich hatte Sex, weil ich verliebt war. Aber die Männer ticken sicherlich anders. Ich kann es jedenfalls nur empfehlen mein Stil nachzumachen. Mir hat es jedenfalls immer sehr viel Freude bereitet und ich hatte nie ein böses Erwachen am nächsten Morgen.
 
  • #7
Jetzt stelle man sich vor, ein Mann sagt, er könne sich erst in eine Frau verlieben, wenn er mit ihr geschlafen habe.
Na Frauen verlieben oft erst nach dem Sex und trotzdem haben sie nicht dauernd "Probefahrten".
Auch Männer haben manchmal Affären und haben es nicht geplant sich zu verlieben, weil die Außenumstände nicht passten und dann kam es aber doch so. Denke, dass da der Sex dann schon auch eine Rolle spielte.
Sex ist nunmal die innigste Art, sich gegenseitig seine Zuneigung zu zeigen - und wenn man sich öfter trifft ist es auch weit mehr als nur Triebabfuhr.
Männer neigen aber gerne dazu, das zu verharmlosen, vielleicht meinen einige, es sei unmännlich Gefühle zu entwickeln.
Ich hatte schon einige gute Kumpelfreunde, die sich bei mir ausheulten mit: ".... jetzt hab ich mich DOCH verliebt!"
Männer sind durchaus sensibel und mehrfacher Sex lässt fast keinen kalt. Gott sei Dank - muss ich dazusagen!
 
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  • #8
Dank euch schon mal sehr für die interessanten Rückmeldungen!
...in der Praxis hat das bei mir aber irgendwie nie so recht geklappt ;-)
[...]
Als Frau kann man sich da besser rausreden und erzählt eben irgendwas von "Sorry, aber ich will ehrlich mit dir sein - ich bin noch nicht bereit für etwas Neues...!"
Das ist ein nettes und sehr ehrliches Eingeständnis :) !
Och.... auch als Mann fallen einem da diverse Sprüche ein ("den Blues bekommen" oder so).

manchmal
 
  • #9
Na Frauen verlieben oft erst nach dem Sex und trotzdem haben sie nicht dauernd "Probefahrten".
Das gibt es. Allerdings können viele Frauen erst dann auf ein Sexangebot eingehen, wenn sie verliebt sind. Für viele sind Gefühle und Sexualität nur schwer trennbar.

Auch Männer haben manchmal Affären und haben es nicht geplant sich zu verlieben, weil die Außenumstände nicht passten und dann kam es aber doch so. Denke, dass da der Sex dann schon auch eine Rolle spielte.
Wenn jemand gleich zu Beginn sagt, er sieht das Ganze als Affäre, dann wissen alle Beteiligten Bescheid und können sich darauf einrichten. Das ist was anderes, als wenn jemand sagt, er könne nur dann eine Beziehung eingehen und sich verlieben, wenn er vorher quasi eine Sexprobe von der Frau bekommt. Oder in Aussicht stellt, wenn ich mit Dir schlafe, dann kann ich mich vielleicht in Dich verlieben. Sowas empfinde ich als unehrlich und ist letztendlich eine Masche, um an unverbindlichen Sex zu kommen.

Übrigens, ich sehe es ganz genauso, dass Sex eine sehr innige Art ist, sich gegenseitig seine Zuneigung zu zeigen. Da ist aber Ursache und Wirkung klar verteilt. Die Ursache ist nicht der Sex, sondern die Zuneigung.
 
  • #10
Ich finde das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Ich persönlich sehe Verliebtheit nicht abhängig vom Sex sondern abhängig von einem fließenden Gesamtpaket aus Charakter, Gemeinsamkeiten, Bewegungsabläufe, Gerüche und Sex rundet die Sache dann ab. Andererseits gibt es auch Menschen die sich gerade wegen dem Sex verlieben, so kommt es nicht selten vor, dass man sich in Affären verliebt, Freier in Prostituierte. Sicherlich wird es bei dem ein- oder anderen auch etwas auslösen wenn man im Bett gut harmoniert.
 
  • #11
Übrigens, ich sehe es ganz genauso, dass Sex eine sehr innige Art ist, sich gegenseitig seine Zuneigung zu zeigen. Da ist aber Ursache und Wirkung klar verteilt. Die Ursache ist nicht der Sex, sondern die Zuneigung.
Das sage ich ja immer..
Habe aber das Gefühl, dass es gesellschaftlich einfach eher anerkannt ist, wenn v.a. Männer einfach sagen, das sie es ja einfach nur zur Triebabfuhr benutzen, was meiner Meinung nach höchstens im Puff oder beim ONS funktioniert, aber nicht bei länger andauernden Affären.
Ansonsten ist es doch so, dass keiner etwas versprechen kann bei einer Beziehungsanbahnung. So richtig weiß man das doch immer erst, wenn die erste heiße Phase der rosa Brille wieder vorbei ist und man beginnt, den Alltag miteinander zu leben.
 
  • #12
... mir ist selbst auch noch was eingefallen:
Nur wenn man miteinander schläft (im ganz einfachen Sinne des Wortes) bekommt man eine ganze Menge vom anderen mit - wie er gähnt, wie er einschläft, ob er noch was liest, wie er ganz verstrubbelt am Morgen aussieht, ob er sich über den Kaffee freut... - das alles trägt zumindest bei mir ganz gewaltig zum "Sympathiepaket" bei...

manchmal
 
  • #13
Ich habe immer nur mit einer Frau geschlafen, wenn ich auch verliebt war. Nur jemanden sexy finden reicht für mich definitiv nicht aus (schade eigentlich, denn es gab schon Situationen, wo man sich gegenseitig sexy fand und die Frau hätte gewollt, ich habe aber nicht mitgemacht).
@TiniHH: wenn man mit jemandem Sex hat und dabei ist man noch nicht mal verliebt, was ist denn das anderes als "Probefahren"?!
 
  • #14
Ich finde, sich in jemanden verlieben, bedeutet letztendlich nichts anderes, als sich für einen Menschen zu entscheiden. Mit allen drum und dran. Auch mit seinen sexuellen Fähigkeiten. Und wenn es beim ersten Mal nicht gut war, dann macht man es noch mal und dann noch mal und dann noch mal......Übung macht den Meister.
Kann mir nicht vorstellen, dass es Männer, die nach diesem Muster abfahren!
Bei mir ist es so:
Bevor es zum 1.Date überhaupt kommt, gehen einige Aktivitäten voraus mit Schreiben mit Telefonaten mit Bilderaustausch.
Beim 1. Date weiß mein Bauch ob es zu einem weiteren Treffen kommt, wenn ja mache ich gleich nächstes Date fest. Wenn es beim 2. Date immer noch positiv ist, so möchte ich danach beim 3. oder 4. Date auch kennen lernen wie die Kompatibilität im Bereich der Erotik stimmig ist. Ich könnte mich niemals vorher verlieben, denn wenn es bei der Erotik nicht stimmig ist, breche ich den Kontakt so oder so ab, brauch das nicht nochmal, da das Gesamtpaket für mich nicht passt, es gibt nichts Schlimmeres wenn die sexuellen Bedürfnisse in einer Beziehung für einen Teil. auf der Strecke bleiben, da bleibe ich niemals und kann das wärmsten so weiterempfehlen!
 
  • #15
Gar nicht! Wer sich aufgrund Sex verliebt, der entliebt sich auch nach einigen Monaten oder 2,3 Jahren wieder, wenn der Sex routiniert wird!

Männer, die lange Partnerschaften suchen, legen keinen gesteigerten Wert auf Sex. In einer Beziehung sind nämlich im Alltag einfach andere Dinge wichtiger.

Guter Sex bringt einen da nicht weiter. Selbstverständlich finden sich auch Paare durch den Sex, aber du wirst merken, das sind fast immer Geschichten von kurzer Dauer.
 
  • #16
Wenn es beim 2. Date immer noch positiv ist, so möchte ich danach beim 3. oder 4. Date auch kennen lernen wie die Kompatibilität im Bereich der Erotik stimmig ist.
Die entscheidende Frage ist doch, wie findet man die erotische Kompatibilität heraus? Muss man dazu vorher mit der Person schlafen?

Ich bin oft verwundert, welchen Stellenwert man dem ersten Sex einräumt. Dabei ist doch guter Sex von Vertrauen, viel Übung und Zusammenspiel abhängig. Und das kann doch bei den ersten Malen nie in dem Maße vorhanden sein.
 
  • #17
Sex ist essenzieller Bestandteil einer Beziehung, ohne Sex wäre es nur eine Freundschaft, erst der Sex macht aus einer Freundschaft auch eine echte Beziehung.
Ich persönlich war immer vorher mit den Frauen im Bett und habe mich dann verliebt. Natürlich ist mir auch klar, dass nicht jede Frau mit mir gleich beim ersten Date ins Bett geht aber das ist auch gut, denn daran sehe ich, dass es nicht die richtige für MICH ist.
Wichtig ist daher nicht, was das Forum oder die Gesellschaft sagt, sondern vor allem, dass es für einen selbst passt. Man muss dann unter Umständen länger nach dem richtigen Partner suchen aber ich denke, dass das besser ist als sich einen unpassenden Partner zu suchen mit dem es am Ende nicht rund läuft.
 
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  • #18
Da muss ich doch noch mal kurz was dazu schreiben:
So war meine Frage nicht gemeint
Die entscheidende Frage ist doch, wie findet man die erotische Kompatibilität heraus? Muss man dazu vorher mit der Person schlafen?
Mir ging es darum, wie ihr es - vor allem als Männer - damit haltet, mit jemandem intim zu werden, in den ihr noch nicht wirklich verliebt seid, ob eure Erfahrung eher dahin geht, dass man dadurch dem Sich Verlieben eine größere Chance gibt... oder ob man insgesamt besser abwartet, ob sich Gefühle einstellen.

Es geht mir also nicht um "wie Kompatibilität herausfinden".

manchmal
 
A

Arcturus

  • #19
Meine Erfahrung:

Verliebte ich mich in eine Frau vor dem Sex ist es fast immer nicht/nie zum Sex gekommen. Das waren meist nur kurze "Beziehungen", da meist damit Enttäuschungen verbunden waren, wennn es endlich doch mal zum Sex kam.
Alle anderen Fälle: Sex, danach verliebt. So war es auch bei allen meinen langdauernden Beziehungen. Die längste nach diesem Muster dauerte über zwanzig Jahre inkl. Ehe und wurde nicht durch mich/auf meinen Wunsch beendet.

Der erste Themenkomplex (Liebe zuerst aber kein Sex) datiert in die Zeit bis zum Alter von ca. 25 Jahren, danach nur noch seltenst.

Der zweite Themenkomplex (erst Sex, dann verliebt) beginnt ungefähr bei 18 Jahren und beweist sich immer wieder bis heute aufs Neue in seiner Richtigkeit.

Daher kommt es bei mir schon aus Lebenserfahrung nicht mehr dazu, daß ich mich verliebe vor dem ersten Sex. Das tue ich mir schon wegen der Begrenztheit der eigenen Lebenszeit und der damit einhergehende Begrenztheit der Zeit zum Glücklichsein nicht mehr an.
Grundsätzlich bremse ich mich emotinal solange, bis ich auch sicher gehen kann, daß meine Liebe erfüllt sein wird.

m47
 
  • #20
Da ich eine Frau bin, erzähle ich Dir die insgesamt etwa zwanzig Erfahrungen meiner vier sehr guten männlichen Freunde bezüglich Deiner Fragestellung:

> Die Vorher-schon-verliebt-Gewesenen hatten sich ausnahmslos alle durch den Sex noch mehr in ihre Auserwählte verliebt. Daraus wurden meist längerfristige, schöne Beziehungen.

> Die Vorher-nicht-verliebt-Gewesenen hatten sich durch den Sex nicht weiter in die Frau verliebt. Danach berichtete jeder von ihnen ausnahmslos, dass er sich diesen Sex hätte besser sparen sollen. O-Ton von einem: "Das nächste Mal würde ich es mir in so einem Fall lieber selber machen! ;-)".

> Bei den Ich-bin-mir-noch-nicht-sicher-bei-meinen-Gefühlen-ihr-gegenüber-Fällen war es bei der Hälfte sofort nach dem Sex vorbei, weil dabei unverblümt bemerkt wurde, dass es doch nicht passte. Bei einem Viertel wurde daraus eine kurze, eher "lauwarme" Beziehung, so nach dem Motto: "Naja, besser als gar nichts!". Bei einem Viertel nur eine Sex-Affäre, die im Sande verlief, sobald sich der Mann in eine neue Frau verguckt hatte.
 
  • #21
Ich könnte mich niemals vorher verlieben, denn wenn es bei der Erotik nicht stimmig ist, breche ich den Kontakt so oder so ab, brauch das nicht nochmal, da das Gesamtpaket für mich nicht passt, es gibt nichts Schlimmeres wenn die sexuellen Bedürfnisse in einer Beziehung für einen Teil. auf der Strecke bleiben, da bleibe ich niemals und kann das wärmsten so weiterempfehlen!
Und das nur nach einer Nacht obwohl die erste Nacht einerseits sehr schön sein kann aber andererseits auch ein Fiasko. Einen Menschen nach nur einer Nacht zu beurteilen, wie er sexuell tickt, wo sich die beiden noch kaum kennen und sich nicht genug vertrauen, um sich zu öffnen und sich hinzugeben ist wie beim ersten Händedruck die Diagnose eines Patienten zu stellen - so sinngemäss zitiere ich B.Shaw.

Die Sexualität wird immer schöner und schöner, wenn man sowieso schon Gefühle füreinander entwickelt hat mit länger dauernden Beziehung wird sie vertrauter und inniger.
 
  • #22
Ich bin oft verwundert, welchen Stellenwert man dem ersten Sex einräumt.
Und ich bin verwundert wie man so naiv sein kann und glaubt, dass die sex. Bedürfnisse von Mann zu Frau und umgekehrt gleich sein kann. Habe genügend Erfahrung um das zu wissen, dass es eben so nicht ist! Übrigens wie oft liest man hier, dass die Kompatibilität im Sexbereich eben nicht passt?
 
  • #23
ist es dann eine gute Idee, den ersten Sex abzuwarten, bevor man seine Entscheidung über eine Fortsetzung der Bekanntschaft trifft...?
Bei mir: nein. Es käme nämlich gar nicht erst zum Sex. Folglich auch nicht zu einer darauf fußenden Entscheidung. Sex ist für mich kein Prüfungsfach, sondern wird erst durch den strikten Willen zur Partnerschaft (also wenn meinerseits die Entscheidung bereits gefallen ist) überhaupt vorstellbar.
 
  • #24
Wer meint nur Sex haben zu können wenn er vorher schon verliebt ist, gut. Nur sollten diese Personen sich dann aber auch nicht darüber beschweren, wenn die andere Personen nach der ersten Nacht die Reißleine zieht und den Kontakt abbricht. Genau das und die Klagen darüber, kann man immer und immer wieder im Forum lesen. Letztlich selber Schuld. Denn es ist mehr als naiv zu glauben, wenn der Mann erst mal verliebt ist, kann der Sex ruhig schlecht sein, der wird schon bei mir bleiben.....
Es ist völlig legetim, für beide Geschlechter, an sich anbahnende Beziehung zu beenden, wenn es sexuell nicht harmoniert. Ob das der Fall ist, merkt man schon nach einer Nacht.
 
  • #25
nd das nur nach einer Nacht obwohl die erste Nacht einerseits sehr schön sein kann aber andererseits auch ein Fiasko. Einen Menschen nach nur einer Nacht zu beurteilen, wie er sexuell tickt, wo sich die beiden noch kaum kennen und sich nicht genug vertrauen, um sich zu öffnen und sich hinzugeben ist wie beim ersten Händedruck die Diagnose eines Patienten zu stellen - so sinngemäss zitiere ich B.Shaw.
Jaja alles schön.
Auch ich habe mich in meine heutige Partnerin genau in dem Moment verliebt, als sie mir zeigte, dass sie mich (körperlich) begehrt. Das war zwar noch nicht (ganz) der Sex, aber quasi die kurze Zeit davor.

Vorher war ich meistens eher unglücklich verliebt oder hatte Beziehungen mit Frauen , die ich letztlich nicht wirklich geliebt habe.
 
O

oh ja

  • #26
Begeistern tue ich mich ja schnell ein mal.... aber ich kann nicht sagen, ich wäre wie vom Blitz getroffen plötzlich verliebt, wenn ich von der Frau eigentlich nichts weiß...

Verlieben ist für mich dann doch eher ein Prozess!

Und zu diesem Prozess (des sich Kennenlernens) gehörte bisher nun mal auch Sex! ... genauso wie vieles andere auch!

Nur der Sex reicht nicht... und ohne geht es auch nicht!
 
  • #27
Ich habe mich noch nie in eine Frau verliebt, die schon relativ früh deutlich machte dass sie Sex wollte. Kann auch kaum verstehen wieso ich mich durch Sex verlieben sollte. Neugieriger hat es genau erfasst; Ursache und Wirkung wird oft verwechselt.

Wobei noch hinzuzufügen ist, dass es auch bei beidseitiger Verliebtheit noch nicht unbedingt so weit sein muss, denn "Sex mit Liebe" kann es nur in Kombination mit Vertrautheit geben. "Verliebtheit" alleine reicht oft nicht aus für eine dauerhafte Partnerschaft.
 
  • #28
Mein Freund und ich waren schon weit vor dem ersten Sex ineinander verliebt, und zwar so richtig verliebt. Als wir dann miteinander schliefen, wurde daraus eine Beziehung. Der Sex mit ihm war so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich hatte schon vorher ein gutes Gefühl, dass wir auf allen Ebenen, also auch hier, kompatibel sind. Und so war es auch. Jetzt sind wir schon fast 1,5 Jahre zusammen und es hat nicht nachgelassen.
 
  • #29
Das ist schlicht und einfach eine Frage der ERFAHRUNG, nicht des Alters. Selbst ältere Menschen beiderlei Geschlechts sind oft derart ahnungslos, dass es mich fassungslos macht!

Hat man den Rubikon bereits überschritten, mit diversen Beziehungen, Trennungen, Scheidung und Freundschaft plus, Affären usw. dann verliebt man sich nicht mehr wie ein Teenager oder Leserinnen von Groschenromanen oder Fans von Rosamunde Pilcher.
Dann weiß auch Frau, dass für guten Sex Liebe nicht ausreicht und Verliebtheit schon gar nicht, sondern dass es da entscheidend auf das Know How und die physiologische Ausstattung ankommt.

Das ist natürlich bei denjenigen, die nur Durchschnittssex kennen und meinen, das sei schon etwas ganz Tolles, wegen der Nähe usw. nicht so. - Was man nicht kennt, das vermißt man halt nicht.

Natürlich gibt es eine platonische Liebe oder eine platonische Anziehung. Die Männer, die auf Sex verzichten wollen, die gibt es aber wohl nur extrem selten. Daher ist es sehr naiv, sich in einen Mann zu verlieben, von dem man weder weiß wie er bestückt ist, noch wie seine sexuellen Vorlieben sind. - Wer da noch nie Schiffbruch erlitten hat, der hat nicht unbedingt die richtigen Partnerwahlkriterien, sondern schlichtweg bisher einfach nur Glück gehabt und ganz sicher nur wenige Sexualpartner erlebt. Was beileibe nichts Schlechtes ist, denn da bleibt einem auch einiges erspart!

FAZIT: Verliebtheit oder gar Liebe vor dem Sex ist ein unkalkulierbares Risiko und wer damit bisher gut gefahren ist, der hatte sicher noch nicht viele Sexualpartner. Jeder mit Erfahrung testet erst einmal was er bekommt und kauft die Katze nicht im Sack.
 
  • #30
Natürlich ist mir auch klar, dass nicht jede Frau mit mir gleich beim ersten Date ins Bett geht aber das ist auch gut, denn daran sehe ich, dass es nicht die richtige für MICH ist.
Du würdest also eine Frau ablehnen, weil sie nicht beim ersten Date ins Bett mit Dir geht? Okay, jeder hat so seine Ansprüche, bestimmt werden sich da welche finden.

Ich finde Sex in einer Beziehung auch sehr wichtig. Allerdings denke ich nicht, dass Sex eine konstante Größe zwischen zwei Menschen ist, den man schon beim ersten Mal gut hinbekommt. Sondern er ist wie in allen Teamsportarten ;) verbesserungsfähig.