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Ares

  • #31
Oh man, ist das erbärmlich...ich wünsche dir eine Frau, die genau so ist wie du!
Eine, die in einer Beziehung Sex "normal" findet, auch wenn es gerade mal nicht um Fortpflanzung geht? Eine die auch noch mit ihm schläft, obwohl doch schon zwei Kinder da sind? Ja, die wünsche ich ihm auch, Du hast vollkommen Recht.

Und dazu sollte er sich ehrlicherweise trennen, denn mit dieser Frau wird er sein Leben nicht in einer treuen Partnerschaft verbringen (tut er ja jetzt schon nicht). So haben beide die Chance, in einer Beziehung das zu bekommen, was sie haben möchten. Sei es Sex nur zur Fortpflanzung oder einfach zum Spaß. Beides ist legitim, aber es muss eben bei beiden passen. Und da scheint seine Affäre, der gegenüber er ja auch ehrlich ist, geeigneter zu sein.
 
  • #32
Hallo Jörg,

Meine Meinung - es sind 2 Themen.

Du hast zu lange in einer Beziehung verharrt, die nichts mehr ist - und nicht mehr werden wird, dafür seid ihr zu unterschiedlich, zu eingefahrene Muster. Dir geht es nicht gut und es ist nicht nur die sexuelle Komponente.
Beende sie formal ordentlich, so friedlich wie möglich, erst mal eigene Wohnung, wütend Leben. Setz Dich damit auseinander, was schief gegangen ist, was Du wann hättest ändern können, was Du für Wünsche hast, und wie vielleicht eine zukünftige Beziehung für Dich sein sollte.
Deine neue Freundin - freue mich für Dich, dass Du sie hast, denn es ist ja nicht nur der Sex? Aber bitte, sei auch fair ihr gegenüber, sie hat Deinen Respekt verdient, halte sie nicht länger hin ( und irgendwann geht sie, wenn Du Dich nicht entscheidest ).
Reflektiere Dich, und wenn es für Dich passt, dann starte mit ihr eine echte Beziehung - nicht mit gleich zusammen ziehen - aber mit gemeinsamer Zeit... Lernt Euch richtig kennen. Und sie dann aber exklusiv.
Ich nehme jetzt an, dass Bordelle und Affären nicht wirklich Deine Art der Lebensgestaltung ist.
Freu Dich, dass Du diese Chance hat - und lebe :)

Viel Glück,
Lionne, w46
 
N

nachdenkliche

  • #33
Ich weiß, dass es moralisch bedenklich ist, den Partner zu hintergehen. Und wohl fühle ich mich dabei gar nicht. Allerdings habe ich hier auch nicht die "Moralkeule" erwartet. Wenn ich bei meiner Partnerin bin, fühle ich mich schlecht meiner Affäre gegenüber. Bin ich bei meiner Affäre, ist es genau andersherum.

Wenn ich jetzt mit meiner Partnerin schlafen würde, gehen wir mal davon aus, sie würde es auch wollen, würde ich vermuten, sie möchte nur ihren Kinderwunsch durchsetzen wollen.

So hilflos war ich noch nie in meinem Leben! Die Beziehungen vorher waren auch eher lang (>3 Jahre). Ich möchte die 10 Jahre nicht einfach so wegschmeißen und denke darüber nach, mich für eine gewisse Zeit (6 Monate) von Ihr zu trennen.
Du scheint es nicht zu wollen. Also dann trenne Dich für ca. 6 Monate. Danach ist es mit Sicherheit auch vorbei.
Sei bitte ehrlich und aufrichtig zu ihr.
 
  • #34
Du hast zu lange in einer Beziehung verharrt, die nichts mehr ist - und nicht mehr werden wird, dafür seid ihr zu unterschiedlich
Er ist in der glücklichen Lage, seine Frau betrogen zu haben, das ist ein handfester und nicht verhandelbarer Trennungsgrund. Treue Menschen haben es da wesentlich schwerer, da sie ja bereits längere Zeit mit den Zuständen leben, die jetzt plötzlich nicht mehr länger zumutbar sein sollen. Wenn es der neuen Frau also nichts ausmacht, der gefühlte Trennungsgrund zu sein - auf zu neuen Ufern!
 
  • #35
arum sollte sie sich rein für Deine sexuelle Befriedigung missbrauchen lassen?
Das muss sie nicht. Aber dann braucht auch keiner eine Beziehung. Eine Beziehung ohne sexuelle Basis ist eine Beziehung die in dieser Form vor vorneherein zu vereinbaren wäre.

Was du tun sollst?!- Wie wäre es mal mit etwas, dass sich "Aufrichtigkeit" nennt?!
Aha. Was soll das dann also heißen?

Es kann doch nur heißen dass er das tun soll, was wir alle im raten. Sie von seiner bisherigen Partnerin trennen. Soll sie sich jemanden suchen, mit dem sie eher kompatibel ist. Der FS ist es offensichtlich nicht. Fertig. Kann man auch unpolemisch und ohne Rätsel schreiben .
 
  • #36
So hilflos war ich noch nie in meinem Leben! Die Beziehungen vorher waren auch eher lang (>3 Jahre). Ich möchte die 10 Jahre nicht einfach so wegschmeißen
Du machst Dir nur selbs´t was vor.
Die 10 Jahre zählen so nicht, denn da seit Jahren in der Beziehung das Entscheidende nicht läuft und Du eigentlich schon lange gewußt hast, dass es aus ist.
Du solltest Dir auch darüber im klaren sein, dass Du in vieler Hinsicht Deiner Partnerin viele Jahre genommen hast, die sie biologischer Weise mehr vermisst als DU.

Sie darf sich darüber allerdings auch nicht beklagen, denn auch eine Frau von Mitte 30 darf nicht so dumm sein anzunehmen, dass ein solches Konstrukt noch irgendwie tragfähig wäre. Im Grunde wußte sie, als sie anfing, keine Lust mehr auf Dich zu haben auch schon, dass es aus ist.
So wird sie es jedenfalls sehen und im Anbetracht der Biologie ist das faktisch ja auch so. Ihr habe am Ende beide nur an Euch selbst gedacht und hübsch zusammengelebt.
Also werte die letzten Jahre mit Fremdgehn und Bordelle mal nicht unter dem Begriff Beziehung sonder unter dem Aspekt Betrug und Wohngemeinschaft mit zusätzlichen Leistungen. Dann sehen die 10 Jahre schon ganz anders aus.

Ich kann vieles an Deiner Situation nachvollziehen, und bin dann später quasi (nicht ganz, da erst in der Trennungsphase kennengerlernt) warmgewechselt.

Im Gegensatz zu Dir habe im aber mit meiner Ex mehrfach darüber gesprochen und sie versprach stets Besserung (ohne allerdings irgendwas ändern zu können.) Du aber bist noch nichtmal soweit gekommen.

Also trenn Dich sauber und fang endlich ein verantwortungsvolles Leben an.
 
  • #37
Ich habe auch mal 10 Jahre in einer Beziehung ausgeharrt, allerdings auf der Seite, auf der der Sex nicht mehr gewollt war. Rückblickend weiß ich jetzt, dass die Ursache dafür an ganz anderen Stellen war.
Die Beziehung hatte sich zu einer reinen Wirtschaftsgemeinschaft entwickelt gehabt. Jeder trug dazu bei, dass es finanziell gut lief. Da Kinder hierfür eine Gefahr gewesen wären, denn finanziell wären sie nur eine Belastung gewesen, waren diese auch ausgeschlossen.
Genau das gleiche höre ich bei Dir auch heraus. Ihr seid eine gut funktionierende Wirtschaftsgemeinschaft. Dafür leisten auch beide einiges, aber der Rest ist auf der Strecke geblieben.
Ich kann mich gut an solche Sätze erinnern wie: Wenn Du Blumen haben möchtest, kaufe sie dir doch einfach. Sag mir, was ich dir zu Weihnachten schenken soll, das bekommst du dann auch. Ganz pragmatisch stimmt das auch, wenn das Geld zusammengepackt ist, aber es hat deutlich das Problem gezeigt, dass es keine emotionale Nähe mehr gab.
Eine körperliche Nähe gab es dann auch nicht mehr, denn die hätte sofort zu Sex geführt. Zu dem ist jedoch für mich auch emotionale Nähe notwendig, es entstand ein Teufelskreis und eine Entfremdung.
Wir waren damals nicht in der Lage, das ganze zu durchbrechen sondern es kam zu einer Trennung ohne akuten Anlass, die für beide sehr schmerzhaft war. Die Zeit danach hat aber geholfen, einige Mechanismen zu verstehen und ich hoffe, dass ich jetzt inzwischen die Abwärtsspirale rechtzeitig erkennen würde. Dazu ist auf jeden Fall eine Zeit alleine notwendig, die es bei Dir wahrscheinlich auch bei einer Trennung nicht geben wird. Von daher vermute ich, dass Du irgendwann wieder in ähnliche Probleme stolpern wirst. Denn die Beziehungen davor waren zu kurz, diese gefährlichen Spiralen treten meiner Erfahrung nach immer erst deutlich später auf.
Ich würde an Deiner Stelle offen mit Deiner aktuellen Partnerin reden, ihr sagen, was in den letzten Jahren los war und gemeinsam schauen, was das Ergebnis davon ist. Dazu solltet ihr schauen, wie ihr es schafft ruhig miteinander zu reden und dem anderen zuzuhören. Vielleicht helfen da Redezeiten für jeden, in denen der andere auf keinen Fall unterbrechen darf. Denn ich vermute einfach mal, dass das bei euren Gesprächen nie stattfindet.
 
  • #38
Kann das gut verstehen, mir ergeht es ähnlich. Bin seit 17 Jahren mit meinem Freund zusammen und muss jetzt erkennen, dass wir sexuell nicht zusammen passen. Wir hatten die letzten Jahre nur 2-3 Mal pro Jahr Sex. Da die Beziehung ansonsten sehr schön war, habe ich das in Kauf genommen. Am liebsten wäre ihm aber gewesen, wenn ich ganz darauf verzichtet hätte.

Als ich mich plötzlich sehr stark in einen anderen Mann verliebt habe, ist mir klar geworden, dass ich auf Sex nicht verzichten kann. Was ich auch so meinem Freund gesagt habe. Es war natürlich ein Schock und er konnte nicht glauben, dass ich "nur" wegen Sex unsere Beziehung aufgebe, aber so konnten wir offener miteinander sprechen.

Wir haben dann noch alles mögliche versucht. Das Ergebnis war, dass er zu den wenigen Menschen gehört, die mit Sex wirklich nichts anzufangen wissen. Das hat nichts mit der langjährigen Beziehung, dem Alter, dem Aussehen, Krankheiten, Stress, der Ernährung, oder was auch immer zu tun, das war bei ihm schon immer so, das ist für ihn ganz normal und das kann man nicht ändern.

Vielleicht ist es bei deiner Freundin ähnlich? Dass der Sex am Anfang nur Neugier war und "ausprobieren wollen", aber kein wirkliches Begehren? Macht sie Selbstbefriedigung? Falls ja, was empfindet sie dabei?
Frag doch deine Freundin mal ganz freundlich, was ihr die Partnerschaft mit dir bringt und was sie sich generell unter einer Partnerschaft vorstellt. Vielleicht taucht in ihrer Schilderung gar kein Sex auf?

Also versuch herauszufinden, ob ihr in Bezug auf Sex überhaupt kompatibel seid. Wenn nicht, trenn dich von ihr. Du wirst so nicht glücklich, was auch immer du versuchst.
Wenn es wirklich nur der Arbeitstress sein sollte und sie tatsächlich Sex in ihrem Leben braucht, kannst du dich entscheiden ob dir deine Beziehung den Aufwand Wert ist (das ist ziemlich nervenaufreibend und langwierig) oder ob du nicht lieber neu anfängst.
Trennung auf Zeit bringt dich nicht weiter. Entweder du arbeitest an deiner Beziehung oder du beginnst neu.
 
G

Ga_ui

  • #39
Die Schuld liegt ganz bei dir! Du hättest dich viel eher trennen müssen! Auf was wartest du? Kein Mensch macht sowas 10 Jahre mit, außer krank zu sein oder krank zu werden!

Was hast du davon jetzt? Fremdgegangen ohne Ende, Bordellbesuche. Ich hoffe für dich wenigstens, dass es sich gelohnt hat, sonst wäre es ja schade um das ganze Geld... Außerdem: Einmal Fremdgeher, immer Fremdgeher. Das trägst du jetzt mit dir rum und wirst es noch häufiger machen, weil die Grenze schon überschritten ist.

Naja, immerhin hast du dir ein Kind mit dieser Frau erspart. Man muss ja immer das Positive sehen. Ja, ich würde auch defintiv jetzt auch auf weiteren Sex mit deiner Partnerin verzichtet, denn sie wird dir auf jeden Fall ein Kind anhängen. Das ist ja ihr Ziel und die meisten Männer sind nicht so klever, ein Kondom zu verwenden.

Darf man nochmal fragen, auf was du eigentlich wartest? Ich sehe die Situation nicht so hilflos, wie du annimmst. Ich würde ein klärendes Gespräch führen, dass du dich trennen wirst. Weswegen weißt du ja. Wenn sie derart fies drauf ist, würde ich ihr auch beichten, dass du oft fremdgegangen bist, weil Sex nun mal wichtig ist und du auch ebenfalls kein Kind willst.

Ihr habt unterschiedliche Zukunftsvorstellungen, da muss man sich trennen und den Partner wieder frei geben.

Ich würde sagen: Raus aus der Komfortzone, Hintern zusammenkneifen! Jetzt fängt das wahre Leben an. So ein klärendes Gespräch wird dir nicht erspart bleiben.
 
  • #40
Danke für die zahlreichen Antworten, die verschiedenen Sichtweisen, die Tipps und Hinweise!

Dass ich selbst Fehler gemacht habe, steht außer Frage.

Zu einer Beziehung gehören immer zwei Menschen und niemals liegt die "Schuld" auf nur einer Seite. Hinzu kommt, dass ich hier nur meine Sicht der Dinge offenlegen kann und meine Schilderungen deshalb sehr subjektiv sind. Ein notorischer Fremdgänger bin ich dennoch nicht. Dass man auch künftig fremdgehen wird, nur weil man diese "Grenze" einmal überschritten hat, halt ich - bezogen auf mich - für nicht richtig.

Eine finale Entscheidung habe ich noch nicht getroffen. Gelernt habe ich, dass weniger entscheidend ist, was die letzten Jahre passiert ist. Vielmehr ist entscheidend, wie man sich die kommenden Jahre vorstellt und ob es hier einen gemeinsamen Konsens geben kann.

Vor diesem Hintergrund werde ich ein sehr offenes Gespräch mit meiner Partnerin führen. Sie hat es verdient, dass Sie erfährt, was mich bewegt, was mich umtreibt und wo ich Unsicherheiten sehe. Dadurch werden sich die bestehenden Probleme nicht lösen lassen, aber es wird mir besser gehen, wenn ich allmorgendlich in den Spiegel schaue. Anschließend hat auch sie die faire Möglichkeit, eine Entscheidung zu treffen.

Was haltet Ihr davon?

Was die Gefühle angeht, die meiner Affäre entgegenbringe, bin ich derzeit etwas unsicher. Natürlich mag ich sie, vielleicht auch mehr. Aber vielleicht ist es auch nur der jahrelange "Sexentzug", der genau zu diesem Kribbeln führt. Da ist aus meiner Sicht nicht ganz einfach zu definieren.

Ein Abstand von ein paar Wochen - zu beiden Personen - würde mir wahrscheinlich gut tun, denn um andere Menschen glücklich zu machen, sollte man zunächst selbst wissen, was man wirklich will.
 
A

Ares

  • #41
...sehr offenes Gespräch mit meiner Partnerin ... Anschließend hat auch sie die faire Möglichkeit, eine Entscheidung zu treffen. ...
Ein Abstand von ein paar Wochen - zu beiden Personen -
Ich denke, das ist eine faire und gute Vorgehensweise. Ich würde nur überlegen, wie sehr Du ins Detail gehst. Ich denke aber nicht, dass Du die Beziehung damit retten kannst. Die Gefahr, dass sie sich anders verhält, bis sie schwanger ist, wäre mir zu groß. Und eine Entscheidung kann sie nicht wirklich treffen. Sie möchte, aus welchen Gründen auch immer, keinen Sex und wird sich bestenfalls dazu erpresst fühlen.
 
  • #42
Vor diesem Hintergrund werde ich ein sehr offenes Gespräch mit meiner Partnerin führen. Sie hat es verdient, dass Sie erfährt, was mich bewegt, was mich umtreibt und wo ich Unsicherheiten sehe.
Äh - das hast du bist jetzt nicht getan? Eure Kommunikationskultur ist wirklich unterm Hund.
So wie du das ganze schilderst - auch deine kühle und übersachliche Wortwahl, der Mangel an Emotionen - war das nie eine Beziehung, so wie ich sie mir vorstelle, mit sehr viel menschlicher Nähe und Intimität. Lass es bleiben.
 
  • #43
. Dass man auch künftig fremdgehen wird, nur weil man diese "Grenze" einmal überschritten hat, halt ich - bezogen auf mich - für nicht richtig.
Hier muss ich Ga_ui recht geben. Ist schon so.

Vor diesem Hintergrund werde ich ein sehr offenes Gespräch mit meiner Partnerin führen. Sie hat es verdient, dass Sie erfährt, was mich bewegt, was mich umtreibt und wo ich Unsicherheiten sehe. Dadurch werden sich die bestehenden Probleme nicht lösen lassen, aber es wird mir besser gehen, wenn ich allmorgendlich in den Spiegel schaue. Anschließend hat auch sie die faire Möglichkeit, eine Entscheidung zu treffen.
Wenn es eine offenes Gespräch werden soll, müsstest Du Deine Affäre und die Bordellbesuche offenlegen. In diesem Falle wird das Gespräch allerdings sehr kurz.... und über den Ausgang braucht Du Dir keine Illusionen zu machen.....

Wir raten Dir hier mehrheitlich, Dich zu trennen.
DÁS ist es, was Du hier lesen kannst. Wir habe offensichtlich alle etwas mehr Erfahrung als Du und wissen, wann es lohnt vom Pferd abzusteigen.....
 
  • #44
Ich denke nicht, dass du deine Affäre liebst. Wer hat denn in der Beziehung zu deiner Freundin die Hosen an? Ich vermute sie.
Sie dein emotionaler Halt, deshalb bist du so abhängig.
Du hast für sie vermutlich eine Versorger Rolle, insofern ist sie abhängig, begehren tut sie dich offensichtlich nicht.
Irgendwie scheinst du sie auf einen Podest zu stellen, wie Mutter-Sohn. Das sind alles wilde Spekulationen von mir, aber ich habe den Eindruck, dass sie dich auf irgendeine Weise im Griff hat.
 
  • #45
Hier muss ich Ga_ui recht geben. Ist schon so.
Und ich muss dir hier wiedersprechen. Es ist nicht so. mir ist selbst vor vielen Jahren dieser Fehler unterlaufen und habe meine damalige Frau genau einmal betrogen. Das mein lieber, bereue ich bis zum heutigen tag, selbst nach so vielen Jahren. Das werde ich mir niemals verzeihen. Aber ich kann dir sagen, dass dies nie wieder bei meiner Exfrau, noch bei meiner heutigen Partnerin vorgekommen ist und geschehen wird. Weil ich das nicht zulasse. Ich habe nicht diese Gedanken. Und wenn ich sie hätte, würde ich eine Beziehung beenden. Es gibt Sicher diese Notorischen Fremdgänger. Aber es ist nicht jeder Mensch so. Da kannst du ganz Sicher sein. Es gibt doch noch Menschen die sich weiter entwickeln und aus ihren Fehlern lernen. Genau wie du. Sonst würdest du hier nicht lesen und schreiben. Wie auch viele andere hier.
m45
 
  • #46
Viel erwähnen hier immer wieder das Wort "Beziehung", mir erschließt sich allerdings nicht ganz warum? Zu einer Beziehung gehört zwingend Sex. Den habt ihr nicht! Kennst du den Spruch, eine Beziehung ohne Sex ist nur eine Freundschaft? Allerdings trifft auch das bei euch nicht zu, denn zu jeder Freundschaft gehört eine offene Kommunikation..... Das was euch verbindet ist der Punkt, das ihr eine Wohnung teilt, wie in einer WG. Nicht mehr und nicht weniger! Dachte beim Lesen des Threads, du wärst von Ihr ggf. finanziell abhängig, scheint aber nicht der Fall zu sein. Ist es vielleicht umgekehrt der Fall?
Mein Tipp, schnell die Beine in die Hand nehmen und dein Leben wieder genießen. Bitte bedenke, du hast nur eins und bereits mehr als genug Zeit mit dieser Personen verschwendet!
 
  • #47
Hallo Jörg, du machst das schon genau richtig. Ich kenne deine Situation nur all zu gut - besser gesagt: kannte. Nach unendlichen Jahren - fast 20 - habe ich mich getrennt. Bei uns war´s jetzt nicht so, dass es gar keinen Sex gab, aber: Sex gab´s halt so als Belohnung - Beine breit, "schau, dass du bald fertig machst" (igit). Berührungen waren nicht erlaubt (!!!) und wurden auch nicht gegeben. Meine Haut wurde auch beim sogen. Sex so gut wie nicht berührt. Es war Sex - schlimmer als im Puff. Ich habe Nächte durchgeweint, weil ich seit Monaten nicht mal meine Hand - im Bett oder am Tag - auf sie legen durfte.
Ich habe sie wirklich über alles geliebt. Nur so konnte ich überhaupt so lange durchhalten. Viele haben mich gefragt, wie ich denn das überhaupt so lange aushalten konnte. Und ich denke, ich habe alles versucht. Und du hast das sicher auch. Also sei stolz auf dich!
Alle die hier moralisieren wollen, dürfen zuerst mal bei sich selbst beginnen. Über andere derart zu urteilen - das sagt ja schon vieles. Puff hin oder her - es ist immer noch besser, als niemals so was ähnliches wie ein Gefühl von begehrenswert zu sein zu spüren. Auch wenn es nur eine Illusion war.
Urteile können nur derjenige, die in deinen Schuhen deinen Weg gegangen ist, über die selbsten Steine gefallen, und wieder genauso aufgestanden ist....
Ich kann dir nur dazu gratulieren, dass du endlich auch mal zu DIR selbst stehst und sagst: ja, ich möchte Sexualität in meinem Leben leben. Ja, ich hätte es sehr gerne mit dieser Partnerin gelebt. Ich habe mein Bestes gegeben - so wie auch sie. Auch sie konnte halt nicht anders - aus welchen Gründen auch immer.
Aber jetzt darf ein neues Leben beginnen. Ich kann dir aus meiner eigenen Erfahrungen und aus vielen Beobachtungen sagen, dass deine jetzige Freundin wahrscheinlich nicht deine nächste langjährige Beziehung sein wird. Sie ist wichtig für dich, um zu erkennen, dass das Leben wieder lebenswert ist! Danke ihr dafür. Aber du hast sie aus einer Energie heraus kennengelernt, wo du noch zu viel mit deiner alten Partnerin verstrickt warst.
 
  • #48
Wichtig ist, dass du dir viel Zeit nimmst, um in dich zu gehen, wie du zu dieser Situation gekommen bist, wo du dich selbst verleugnen musstest, um es ihr "recht" zu machen. Eine Liebesbeziehung hat nichts mit Recht-machen zu tun. Auch nicht für deine Ex dir gegenüber! Es hat etwas mit Schenken und Benktwerden zu tun. Geben und "Nehmen" find ich ganz schlimm. "Nehmen" ist etwas gegen den Willen des anderen.
Du schreibst, dass auch die Gespräche nur mit Vorwürfen gegen dich abgegangen sind. Auch das kenne ich selbst. Es ist ein Fordern. Du sollst ihr "ein Kind machen", usw. gegen deinen Willen. Sowas ist übergriffig. Auch sie hat das Recht, sich selbst zu entscheiden, keinen Sex zu wollen. Aber das ist ihre Entscheidung. Deine Entscheidung ist eine andere.
Danke ihr für diese wichtige Zeit mit ihr. Lerne daraus, nicht mehr gegen dich selbst zu gehen, und lerne klar deine Wünsche auszusprechen. Kläre deine Vergangenheit und auch deine Kindheit, woher deine Programmierung kommt, um es so lange in so einer Beziehung auszuhalten.
Es geht nicht um sie, es geht nur um dich!
Und dann kann ich dir versprechen: es wird eine ganz wunderbare Zeit kommen. Stell sie dir in den wunderbarsten Formen vor. Und sie wird kommen! Auch die Frau deiner Träume wird kommen. Aber erwarte es nicht gleich in den nächsten 3 Monaten.
Du bist auf dem richtigen Weg!
 
  • #49
Hier der FS:

Danke für die zahlreichen Denkanstöße und Tipps. Gern gehe ich nochmals auf offene Punkte ein:
  1. Meine Partnerin ist wirtschaftlich von mir abhängig, das war nicht immer so, die letzten Jahre über hat es sich jedoch so entwickelt.
  2. Zwischenzeitlich habe ich für eine räumliche Trennung gesorgt, zumindest temporär wohnen wir nicht mehr zusammen.
Ich selbst zeige momentan ein sehr ambivalentes Verhalten.

Betrachte ich die Situation "von außen", habe ich den Glauben daran verloren, dass diese Beziehung zu retten ist. Diesen Umstand führe ich auf eine gewisse Angst meinerseits zurück: Die ganzen Jahre über hatten wir die Möglichkeit, etwas zu ändern. Wenn sich jetzt schlagartig etwas verändern sollte, würde ich den Eindruck gewinnen, es sein nur "aufgesetzt" und hätte permanent die Angst, dass die Beziehung wieder in ihren inakzeptablen Ursprungszustand verfällt.

Und dann gibt es die emotionale Seite, mein Bauch oder mein Herz sagen mir immer wieder, dass dieser Mensch etwas Besonderes ist. Dass ich mich nicht "einfach so" trennen sollte, dass ich etwas Wertvolles verlieren würde.

Jeder rät mir zur Trennung! Aber ich bin hin- und hergerissen, das kann ich mir selbst nicht mehr erklären. Unter dieser Situation leide ich sehr. Hat schon jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

Mit meiner "Affäre" verbringe ich viel Zeit, bei ihr stimmt all das, was in der anderen Beziehung gefehlt hat. Nicht nur der Sex, es ist auch so eine sehr angenehme Art der Kommunikation vorhanden und ich fühle mich ganz wohl.

Aus welchem Grund kann ich nicht abschließen mit dieser offensichtlich gescheiterten Beziehung?
 
  • #50
Aus welchem Grund kann ich nicht abschließen mit dieser offensichtlich gescheiterten Beziehung?
Weil in der Zweitbeziehung, die Du Affäre nennst, auch nicht alles stimmt. Du stopfst mit ihr die Löcher, die zu Hause klaffen: Sex, der nur erfüllend ist, wenn Harmonie herrscht. Angenehme Kommunikation, weit weg von der verfahrenen Beziehung, die auch einmal angenehm war, bevor sich die Beteiligten aus den Augen verloren haben.

Im Eingangspost beschreibst Du deine Einsamkeit, auch dass Du schon vorher Problemen ausgewichen bist, indem Du nicht treu warst. Du wolltest ein offenes Gespräch führen, das Klärung bringen sollte. Wie steht deine Partnerin zur Affäre und worauf wartet ihr durch die (wohl) räumliche Trennung unter einem Dach? Wie wertvoll ist sie tatsächlich für dich, wenn Du auf Abstand gehst und viel Zeit mit der Affäre verbringst? Ich halte deine Ambivalenz für eine hausgemachte Ausrede, keine Entscheidung treffen zu müssen.

Die Trennung „light“ ist kein Fortschritt, wenn Du sie als wertvolle Person „eigentlich“ nicht verlieren willst und doch nichts dafür tust. Du triffst dich lieber weiter mit der Affäre, was ihr wohl nicht verborgen bleibt. So wirst Du immer hin- und hergerissen sein, wenn keine der Frauen eine konsequente Entscheidung für dich trifft.

Die Entfremdung zur Partnerin wird weiter gehen, vom Willen diesen Prozess aufzuhalten, schreibst Du nichts, verlieren willst Du sie auch nicht. Die Affäre wartet immer noch, dich ganz zu bekommen. Dass sie nur Defizite ausgleicht, weiß sie wohl auch nicht. Warst Du überhaupt schon einmal richtig verliebt und kennst dieses Gefühl, das jeden Zweifel ausschließt? Vielleicht liegt darin dein Lösungsansatz.
 
  • #51
Der Tipp ist zwar abgegriffen, aber was ist mit einer Paarberatung, eventuell bei einem Sexualtherapeuten? Die Umstände sind doch günstig bei euch. Ihr liebt euch, ihr seid im Grunde zufrieden, nur beim Sex gibt es unterschiedliche Bedürfnisse. Das kann man vielleicht mit professioneller Hilfe in den Griff bekommen. In eurem Fall finde ist, ist das einen Versuch wert.
I
m Grunde solltet Ihr Euch überlegen, ob diese Art am Limit zu leben, Euch wirklich glücklich macht.

Wie sind denn die weiteren Planungen?