• #1

Seine Gefühle sind weniger geworden. Was soll ich machen?

Hallo zusammen, ich bin neu hier und brauche ganz dringend euren Rat. Mein Freund und ich sind jetzt 2 Jahre zusammen. Er hat gesagt, seine Gefühle sind weniger geworden. Er guckt mich nicht mehr verliebt an und der Sex ist auch weniger geworden, sowie das küssen auch. Wir haben schon 2 Pausen eingelegt, er hat mich aber immer nach einer Woche angeschrieben, weil er mich vermisst. (Nicht wegen sex, falls das jetzt jemand denkt). Er hatte gesagt, man kann das nicht alles jetzt so wegschnmeißen. Und jetzt ist schon ein Monat Zeit vergangen und wir leben einfach so weiter. Wir verstehen uns super und lachen viel. Ich liebe ihn über alles. Aber ich weiß einfach nicht woran ich bin. Jetzt will er noch gerne mit mir in den Urlaub fahren, vor einem Monat wollte er das auch gerne, doch da meinte er dann irgendwann, ist eigentlich Quatsch nach Urlaub zu gucken, so wie seine Gefühle jetzt sind. Ich weiß einfach nicht mehr weiter.. was soll ich machen?
Danke im vorraus!
 
  • #2
Aus meinen eigenen Erfahrungen würde ich bei sowas die Bremse ziehen und mich trennen. Auch wenn es hart ist. Wenn nach zwei Jahren die Gefühle verschwinden, dann hat sich das Verliebtheitsgefühl nicht in Liebe verwandelt. Wenn die Beziehung dann eigentlich gut läuft, gibt es keinen konkreten Grund sich zu trennen, also lässt der, der eigentlich nicht mehr liebt, das noch so weiterlaufen, weil er ja auch hofft, es ändert sich wieder. Bei einer Phase nach vielen Jahren Beziehung kann das auch der Fall sein; bei so einer Phase nach zwei Jahren bin ich da eher skeptisch. Das ist genau der Punkt, an dem die Hormone nachlassen und man ohne rosarote Brille dasteht. Mein letzter Freund hat nach anderthalb Jahren aus dem Grund mit mir Schluss gemacht, dann hat er sich besonnen nach einer dieser berühmten "Pausen", kam zurück und nach noch mal anderthalb Jahren wars dann wieder das gleiche. Dann hab ich erst erfahren, dass er die letzten anderthalb Jahre auch die ganze Zeit gezweifelt hat, ob er mich noch liebt/überhaupt liebt, aber dachte, es läuft doch ganz gut. Das war also für mich totale Zeitverschwendung und ich hab mich um diese Zeit betrogen gefühlt. Ich möchte so etwas nicht noch mal. Wenn jemand merkt, seine Gefühle für mich sind weg, dann würde ich mich heute trennen.
Wenn er sich vorher immer so um die Zeit von seinen Freundinnen getrennt hat aus dem gleichen Grund, kann es auch sein, dass er einfach nicht wahrhaben will, dass sich die Verliebtheitsgefühle vom Anfang ändern. Aber auch da müsste er das selbst verstehen und ändern, und du könntest da wenig machen.

w, 35
 
  • #3
Das Gefühle nach zwei Jahren nicht mehr wie am Anfang sind, ist zwar normal, aber dieses on-off Spielchen, mit dem er dich immer wieder drangsaliert ist nicht OK. Er sitzt schön am längeren Hebel, Abstand, dann hat er in der Zeit aber nichts besseres gefunden, Urlaub - och, jetzt doch nicht. Der macht mit dir, was er will. Zu diesem "man kann doch nicht einfach alles wegwerfen" habe ich ja eine ganz eigene Meinung. Meistens geht dem ganzen ein längerer Prozess voraus, wo man lange genug Zeit hatte zu überdenken und zu prüfen. Wenn sich eine Beziehung einfach nicht wirklich so wie man es braucht einrichten lässt, aus welchem Grund auch immer, ist das kein Wegwerfen. Weggeworfen wird bei hinterhältigem Warmwechseln. Dein Freund scheint zumindest solches zu planen. Ich nehme an er kommt nur einfach nicht unter, sonst hätte er sehr gerne weggeworfen. Ihr scheint auch nicht zusammen zu wohnen. Nach zwei Jahren wären andere schon zusammengezogen. Aber das macht die Sache jetzt auch einfacher. Lass dich nicht zum Spielball seiner Entscheidungen machen. Das mit dem Urlaub darfst du ihm ruhig übel nehmen. Entscheide DU jetzt was DU dir vorstellst, ob er deinen Wert sieht, und ob er das was dir zusteht noch bieten kann. Z. B. kein "Eigentlich will ich ja ne andere" Geeiere. Dann merkst du das du sehr wohl weißt wo du dran bist. Dann gibst du dir einen Ruck und ziehst einen Strich. Wenn seine Gefühle mal für einen gemeinsamen Urlaub, der für ein normales Paar ganz selbstverständlich ist mal reichen und mal nicht, wird das nie was. Seine Gefühle reichen aber aus um dir schwer vor den Kopf zu stoßen. Das kriegt er hin. Auch das körperliche Interesse wird nicht wiederkommen. Du brauchst dich da nicht schief angucken zu lassen. Manchmal ist "wegwerfen" schon angebracht. In dem Fall wirfst du auch nichts weg. Du ziehst die richtigen Konsequenzen. Wahrscheinlich tust du ihm noch einen Gefallen, in dem du ihm die Arbeit abnimmst. Da musst du dann drüberstehen und nach vorne gucken. w52
 
  • #4
Ganz ehrlich, wenn mir mein Partner so etwas sagen würde wäre ich ganz schnell weg, für immer. Ihr habt schon zwei Pausen eingelegt in der Beziehung, dass ist schon mal ein ganz schlechtes Zeichen. Er meldet sich nach einer Woche wieder und du machst das ganze Spiel mit und bist wieder bereit diese nicht gerade schöne Beziehung weiter plätschern zu lassen. Lasse es einfach sein, dass wird dich nicht glücklich machen.
 
  • #5
Hallo zusammen, ich bin neu hier und brauche ganz dringend euren Rat. Mein Freund und ich sind jetzt 2 Jahre zusammen. Er hat gesagt, seine Gefühle sind weniger geworden. Er guckt mich nicht mehr verliebt an und der Sex ist auch weniger geworden, sowie das küssen auch. Wir haben schon 2 Pausen eingelegt, er hat mich aber immer nach einer Woche angeschrieben, weil er mich vermisst. (Nicht wegen sex, falls das jetzt jemand denkt). Er hatte gesagt, man kann das nicht alles jetzt so wegschnmeißen. Und jetzt ist schon ein Monat Zeit vergangen und wir leben einfach so weiter. Wir verstehen uns super und lachen viel. Ich liebe ihn über alles. Aber ich weiß einfach nicht woran ich bin. Jetzt will er noch gerne mit mir in den Urlaub fahren, vor einem Monat wollte er das auch gerne, doch da meinte er dann irgendwann, ist eigentlich Quatsch nach Urlaub zu gucken, so wie seine Gefühle jetzt sind. Ich weiß einfach nicht mehr weiter.. was soll ich machen?
Danke im vorraus!
Ich denke es sind gemeinsame Projekte notwendig damit eine Partnerschaft wächst und gedeiht, z.B. Familiengründung.

Überlegungen zu solchen Projekten können aber auch Angst machen. Diese Angst führt dazu, dass man auf Abstand geht. Auch Überlegungen wie "das kann noch nicht alles gewesen sein" erzeugen solchen Abstand. Ebenso nicht ausgesprochene Verletzungen.

Zu letzteren kann gehören, dass man sich aus Zuneigung zu einer für einen selbst zu engen oder zu distanzieren Beziehung überwunden hat. Dies hält man ggf. nur begrenzt aus.

Ich denke eine Paartherapie bietet neutrale Moderation die Ursachen klären und Lösungen aufzeigen kann.
 
  • #6
Ich lese nur "er, seine, er, ihm". Wo bist Du in dieser Beziehung?? Du liebst ihn über alles?? DICH solltest du über alles lieben und schauen, ob und wie es DIR in der Beziehung geht. Hör auf Dich, anzubiedern und schick den Mann endgültig in die Wüste. Du sollst nicht wissen wollen, woran Du bist, sondern schauen, ob ER gut genug für Dich ist!
 
  • #7
Erstmal würde ich mich zurückziehen und nicht passiv drauf warten, was er macht. Also das hier:
Jetzt will er noch gerne mit mir in den Urlaub fahren, vor einem Monat wollte er das auch gerne, doch da meinte er dann irgendwann, ist eigentlich Quatsch nach Urlaub zu gucken, so wie seine Gefühle jetzt sind.
würde ich umdrehen. Oder ist DIR jetzt noch nach Urlaub? Du darfst auch sagen, dass es keinen Sinn für Dich hat, jetzt nach Urlaub zu gucken bzw. in Urlaub zu fahren, so wie Du Dich nach seiner Ansage nun fühlst.
Sei nicht so passiv. Klar, Du willst die Beziehung noch, aber Du solltest sie nicht um jeden Preis wollen, sondern auch mal schauen, wie Du Dich selbst nun fühlst mit der Situation. Und dann nicht jedes Krümelchen an Zweisamkeit, das er Dir hinwirft, dankbar auflesen, sondern Dir überlegen, was Du für eine Beziehung willst. Ob Du mit einem Mann zusammensein willst, der gefühlsmäßig so zu Dir steht. Also in den Urlaub fahren, würde ich keinesfalls. Und ich denke auch nicht, dass Du mit der Absage an den Urlaub noch irgendwas kaputtmachst. Selbst wenn er erleichtert sagt "na dann können wir ja auch Schluss machen", hast DU das nicht bewirkt, sondern nur die Verzögerung verhindert.
Wenn er dann wieder rumrudert und sagt, so wäre das alles nicht gemeint gewesen und er will ja mit Dir zusammenbleiben, nur seine Gefühle wären eben derzeit so seltsam, dann würde ich davon ausgehen, dass er sich noch nicht ganz sicher ist, ob er mit Dir schlussmachen soll, und erst noch ein bisschen Beziehungsleben braucht, bevor er den Sprung ins kalte Wasser des Singlelebens machen kann.

Noch eine Frage: Kannst Du ausschließen, dass er sich in eine andere Frau verliebt hat? Falls nicht, würde ich meinen, dass es mit der anderen Frau noch nicht ganz klar ist, dass sie an ihm interessiert ist, und er deswegen noch nicht ganz den Absprung von Dir machen will.
Aber das muss nicht sein, dass da eine andere Frau ist. Vielleicht hat er sich auch so "entliebt" und quatscht einfach alles frei raus, was ihm in den Kopf kommt, weil er sich dessen nicht bewusst ist, was es mit Dir macht. Denn das einfach mal ungesagt machen, kann er auch nicht, falls er dann doch weiter mit Dir zusammen sein will.

Ich wiederhol mich noch mal: Fang Du an, die Entscheidungen zu treffen bzgl. Deiner Beziehung. Warte nicht drauf, ob er wieder verliebt sein kann in Dich oder nicht. Klar, wenn man hofft, harrt man aus, aber es gibt auch die andere Option, sich nicht erst noch in einer Warteschleife zu befinden, sondern dem anderen klarzumachen, dass er das ganz schnell verlieren kann, was ihm da so langweilig vorkommt.
 
  • #8
Hallo Void, danke für deine Antwort!
Ja, eine andere Frau kann ich ausschließen, also wirklich.
Aber irgendwie bemüht er sich ja trotzdem noch. Er ruft mich von selber an und fragt wie mein Tag war, plant treffen usw ( wir wohnen nicht zusammen).
 
  • #9
Wenn du mich fragst: Das ist so ein bindungsängstlicher Typ. Der kann Nähe nicht wirklich und dauerhaft aushalten. Wenn es ihm zu nah und zu verbindlich wird, hat er plötzlich "nicht mehr genügend Gefühle" für dich. Kaum habt ihr eine Woche Distanz, sehnt er sich aber wieder nach dir.
Er kann nicht richtig mit dir, aber auch nicht ohne dich.
Das hat, mMn, nicht mit dir als Person etwas zu tun, sondern wäre mit einer anderen Frau genau so.

Belies dich mal im Netz über "Bindungsangst". Ich tippe, da wirst du vieles wiederfinden, was du aus deiner Beziehung kennst.
Es ist sehr schwierig bzw. unmöglich, mit solchen Menschen eine normale Beziehung zu leben, in der man glücklich wird, weil diese Menschen vor Nähe und Verbindlichkeit immer Angst haben, sich dann unwohl fühlen und flüchten. Du bist dann immer vor den Kopf gestoßen und allein.

Der Haken an der Sache ist aber: Du bist nicht zufällig in einer Beziehung mit solch einem Bindungsvermeider. Das machst du nur, weil das Thema Bindung, Nähe-Distanz auch ein problematisches für dich selbst ist. Sprich: Auch du hast vermutlich Bindungsangst. Deshalb suchst du dir einen Mann, mit dem es zu keiner richtigen Beziehung kommt.
An dieser Stelle kannst du an dir selbst arbeiten, dir selbst auf die Schliche kommern. Das ist überhaupt das einzige, was du tun kannst. Einen anderen wirst du nie ändern können. Und, dich zu trennen wäre u. U. nur eine Symptombehandlung, wird aber die Ursachen in dir nicht bearbeiten und so wirst du früher oder später wieder in einer Beziehung mit dem selben Problem landen.


w54
 
  • #10
Hallo Void, danke für deine Antwort!
Ja, eine andere Frau kann ich ausschließen, also wirklich.
Aber irgendwie bemüht er sich ja trotzdem noch. Er ruft mich von selber an und fragt wie mein Tag war, plant treffen usw ( wir wohnen nicht zusammen).
Eine andere Frau hatte ich damals übrigens auch ausgeschlossen, kam mir gar nicht in den Sinn und er hat das bei seiner Mutter geschworen, dass das nicht stimmt. War dann aber doch so, dass da durchaus eine Frau war, mit der er in der Pause mal geschaut hat, ob es mit ihr besser passt. Ich hätte damals auch die Hand ins Feuer gelegt, dass dem nicht so ist. Also nur als Anmerkung; natürlich muss das nicht der Fall sein.
Aber dass er Interesse zeigt und sich meldet - geschenkt. Das bedeutet gar nichts. Vielleicht hat er ein schlechtes Gewissen; oder er will nicht alleine sein oder dich noch an sich binden während er sich löst. Wer bereits zweimal eine Pause fordert - also den würde ich dann nicht nach Kleinigkeiten beurteilen...
 
  • #11
Wenn du mich fragst: Das ist so ein bindungsängstlicher Typ. Der kann Nähe nicht wirklich und dauerhaft aushalten. Wenn es ihm zu nah und zu verbindlich wird, hat er plötzlich "nicht mehr genügend Gefühle" für dich. Kaum habt ihr eine Woche Distanz, sehnt er sich aber wieder nach dir.
Er kann nicht richtig mit dir, aber auch nicht ohne dich.
Das hat, mMn, nicht mit dir als Person etwas zu tun, sondern wäre mit einer anderen Frau genau so.

Belies dich mal im Netz über "Bindungsangst". Ich tippe, da wirst du vieles wiederfinden, was du aus deiner Beziehung kennst.
Es ist sehr schwierig bzw. unmöglich, mit solchen Menschen eine normale Beziehung zu leben, in der man glücklich wird, weil diese Menschen vor Nähe und Verbindlichkeit immer Angst haben, sich dann unwohl fühlen und flüchten. Du bist dann immer vor den Kopf gestoßen und allein.

Der Haken an der Sache ist aber: Du bist nicht zufällig in einer Beziehung mit solch einem Bindungsvermeider. Das machst du nur, weil das Thema Bindung, Nähe-Distanz auch ein problematisches für dich selbst ist. Sprich: Auch du hast vermutlich Bindungsangst. Deshalb suchst du dir einen Mann, mit dem es zu keiner richtigen Beziehung kommt.
An dieser Stelle kannst du an dir selbst arbeiten, dir selbst auf die Schliche kommern. Das ist überhaupt das einzige, was du tun kannst. Einen anderen wirst du nie ändern können. Und, dich zu trennen wäre u. U. nur eine Symptombehandlung, wird aber die Ursachen in dir nicht bearbeiten und so wirst du früher oder später wieder in einer Beziehung mit dem selben Problem landen.


w54
Darüber habe ich so noch gar nicht nachgedacht. Ich hatte tatsächlich von Anfang an Angst, dass er es nicht ernst meint und habe dann auch erstmal nicht so die Gefühle aufgebaut. Er meinte auch mal zu mir, dass ich damals als er mich kennengelernt hat, nicht so ich sag jetzt mal „bindend“ war. Mir war alles egaler und das fand er wohl besser.
Aber es ist doch klar, dass man am Anfang einer Beziehung anders ist als jetzt?
 
  • #12
Aber es ist doch klar, dass man am Anfang einer Beziehung anders ist als jetzt?
Ja, kann man sich ein bisschen wie eine Wippe vorstellen. Ihr habt jetzt die Rollen getauscht, zur Zeit bist du diejenige, die mehr Nähe will. Das ist aber deshalb so, weil er inzwischen distanzierter ist.
Ihr werdet nie beide gleichzeitig Nähe wollen - oder beide gleichzeitig Distanz. Das schließt sich in so einer Beziehung aus. Eben wie auf einer Wippe. Der eine kann nur oben sein, weil der andere gerade unten ist und umgekehrt.

Ich war auch schon in deiner Rolle, deshalb kenne ich mich da aus. Meine Erfahrung ist, dass bindungsgestörte Männer IMMER am Anfang viel aktiver die Beziehung suchen und sehr aktiv forcieren, dass man überhaupt ein Paar wird. Die reizen natürlich bevorzugt Frauen, die nicht so leicht zu haben sind, entweder, weil sie zunächst uninteressierter, gleichgültiger wirken, oder, weil sie weit weg wohnen, oder weil sie gebunden, also nicht zu haben sind ... usw.
Als ich dann soweit war, mich einzulassen, mich verliebt hatte (man könnte auch sagen: als er mich erobert hatte), ging er plötzlich völlig auf Distanz.
Das ist ein Komm-her!-Geh-weg!-Spiel, auch On-Off-Beziehung genannt, in Dauerschleife.

w54
 
  • #13
Also wenn dein Jahrgang 95, dann sind meine Söhne nicht viel jünger.

Ok 4 Jahre aber eben nicht Beziehungserprobt, nicht erfahren etc.

Einer hat nun seine erste Freundin und nach einem halben Jahr war er fix und fertig, weil er keine 24/7 mehr Dauerprickeln hatte.

Ich habe ihm "untersagt" wie sonst, alles immer sofort raus zu lassen was er denkt.
Warum....weil ich es selbst doch schon mal erlebt habe.
Unsichere Momente
Die man bitte erstmal mit sich selbst ausmacht, bevor man den anderen belastet.
Bei den beiden ist alles wieder Happy und er "voll" dabei.
Sie wurde auch nicht unsicher gemacht

Hier eiert deiner rum und Du machst es ihm leicht und Dir schwer.

Auch wenn es schwer ist, machst Du das mit, macht er weiter....Deshalb Kante zeigen!

Zieh Grenzen und zeig, dass Du nicht sein punshingball bist.

Geh aus
Warte nicht
Frage nicht
Lass ihm nicht jede Option offen
 
  • #14
Ich denke es sind gemeinsame Projekte notwendig damit eine Partnerschaft wächst und gedeiht, z.B. Familiengründung.
das ist aber in der Situation nicht ernsthaft ein Rat, oder ? es haben schon viele versucht eine schon gescheiterte Beziehung mittels Schwangerschaft zu retten. Mir ist kein Fall bekannt wo das dauerhaft ein Mittel zur Rettung der maroden Beziehung gewesen wäre....
 
  • #15
Ich meine, dass eine Frau, die weiß, dass der Mann sie nicht/nicht mehr richtig liebt, aber deshalb keine Konsequenzen zieht, immer in einer ganz schwachen Position ist. Die still und geduldig abwartet, mit ihren Gedanken nur noch bei ihm ist. Das kann sehr lange Zeit so gehen. Und eines grausigen Tages kommt dann der finale (symbolische) Tritt in den Allerwertesten. Und dann kommt zum großen Liebeskummer noch das Gefühl hinzu, eine Menge Lebenszeit verschwendet zu haben - wegen des zu langen Wartens auf einen Mann, der sie nie so wirklich gewollt hat. Das ist dann richtig bitter.
 
  • #16
Aber irgendwie bemüht er sich ja trotzdem noch.
Klar, er will ja nicht, dass Du selbst abspringst, und vielleicht tut es ihm auch leid, dass er keine Lust mehr auf die Beziehung hat. Oder er braucht wieder diese Spannung, dass Du es so siehst wie am Anfang - unverbindlich. Dann kriegt er Fracksausen, plötzlich allein dazustehen, und gibt sich wieder Mühe.

Du bist noch sehr jung, denk ich mal. Ich sag Dir jetzt was, falls es nicht dieses Unverbindlichkeitsspiel ist, sondern er wirklich die Beziehung nicht mehr will, aber noch nicht bereit ist fürs Ende. Ich hab es auch erst spät kapiert. Man will immer solche Handlungen wie Bemühen eines anderen um einen selbst gern so interpretieren, dass es geschieht, weil derjenige einen so mag. Leider verfolgen manche Leute damit nur eigene Interessen, die nicht mal was mit Zuneigung zu tun haben, sondern nur damit, dass man nützlich ist. Bis sie einen Besseren finden oder selbst bereit sind zum Absprung z.B..
Klar, auch die Leute, die aus Angst vorm Alleinsein nachgiebig sind, tun das nur aus eigenen Interessen. Aber sie sind die Nachgiebigen, mit denen was gemacht wird, an denen gehandelt wird, die sich manipulieren lassen zu warten, zu kämpfen, zu geben. Der Ausnutzer, der einen Nützlichen braucht, und der Schwache, der sich ausnutzen lässt, weil er nicht allein sein kann - einer nimmt und bestimmt, der andere gibt und wird Spielball der Launen des anderen.

Dreh das um und guck auf Dich, Du kannst auch entscheiden, ob Du abwarten willst, bis Du "gegangen wirst", oder ob Dir die Situation so mies erscheint, dass Du selbst gehst. Bestimmst Du Dein Leben oder andere?

Ich war genauso passiv in bestimmten zwischenmenschlichen Bereichen. Bis mir mal eine "Freundin" einen Tritt verpasste und ich entdeckte, dass auch ich Kontakte beenden kann und sich das gut anfühlt. Die Freundschaft gab schon lange nicht mehr das her, was ich darunter verstand (Jedes zweite der spärlichen Treffen wurde kurz vorher wieder abgesagt z.B., oder ich wurde zeitlich mit eingeschoben, wenn mal was anderes Nützliches zu machen war.). Es war ein merkwürdiges Gefühl, nicht mehr in der Warteposition zu sein, sondern selbst zu sagen, dass man es dann ganz lassen kann. Je eher Du das verstehst, dass Du allein genauso oder besser dran bist als mit einem Wackelkandidaten, der sich nur aus Mitleid mit Dir abgibt oder wenn er gerade nicht woanders seine Langeweile loswerden kann oder dem Du nur noch irgendwie nutzt, umso besser ist das für Dich. Sieht vielleicht nicht so aus im Moment, weil Du noch Hoffnung hast, dass sich alles in Wohlgefallen auflöst. Meine Erfahrung mit dieser Hoffnung ist, dass sie nur die rosa Brille ist, um die harte Realität nicht zu sehen, die doch auf einen zukommt. Man verschiebt das nur zeitlich.