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Gast

  • #1

seht ihr es als Problem wenn ein Partner mehr Geld verdient als der andere?

 
G

Gast

  • #2
Es kommt darauf an wie groß der Unterschied ist. Klaffen die Gehälter oder vielleicht auch die Gesamtvermögen der Familien weit auseinander kann es schon problematisch sein und zwar auf unterschiedlichsten Ebenen.
 
  • #3
das zwei das selbe einkommen haben ist mehr die ausnahme.
 
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Gast

  • #4
Wo ist das Problem? Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
 
  • #5
#1 und #2 haben den Nagel schon auf den Kopf getroffen: Genau gleich viel wird man nie verdienen! Es kommt also darauf an, wie stark sich die Gehälter unterscheiden.

Ich finde, letztlich geht es weniger um das Gehalt als um den sozialen Hintergrund: Man muß in der selben Liga spielen, ein ähnliches Niveau haben, einen ähnlichen Lebensstandard, dann gibt es auch keine Probleme. Und dann ist es auch egal, ob einer nun 60,000 und der andere 80,000 verdient. Wenn die Unterschiede zu groß werden, dann hapert es meistens eben nicht nur am Gehalt, sondern vor allem auch an Gesprächsthemen, ähnlichen Erlebnissen und Ansichten.

Ich gebe aber zu, daß es für viele Männer immer noch ein Problem zu sein scheint, wenn die Frau mehr verdient, selbst wenn es nur 15% sind. Das finde ich etwas albern. Bei größeren Differenzen habe ich dafür Verständnis, denn kein Mann läßt sich gerne aushalten. Andersherum gefällt es mir persönlich zwar auch nicht, aber es scheint eine Menge Frauen zu geben, denen das nichts ausmacht. Halte ich aber eher für den falschen Weg.

Letztlich sollte man als Paar etwas gemeinsam aufbauen wollen, z.B. Haus und Familie, und auch einen gemeinsamen Lebenswandel führen, z.B. Urlaube. Wenn da die Gehaltsunterschiede zu groß sind, dann entstehen Konflikte, weil einer sich immer mehr leisten kann als der andere -- und letzterer ständig Geschenke annehmen muß.
 
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Ars_Vivendi

  • #6
Es kann ein Problem sein, muss es aber nicht.

Wie schon geschrieben wurde, hängt das davon ab, wie groß der Unterschied ist und ob sich der Unterschied auf den Lebensstil auswirkt.
Wenn beide so viel verdienen, dass der Lebensunterhalt 50:50 finanziert werden kann und jeder für sich den Rest seines Geldes für was auch immer ausgeben kann, sehe ich wenig Probleme.
Wenn einer sich den Lebensstil der anderen nicht leisten kann und die ihn quersubventionieren muss, dann kann das problematisch werden.

Ich bin da ein Fan von "Augenhöhe" und für mich bedeutet das eben genau die Möglichkeit, bei gleichem Lebensstil 50% zum Lebensunterhalt beitragen zu können. Das sehen aber manche anders und natürlich hängt es auch von anderen Faktoren, wie z. B. Familienplanung, ab.
 
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Gast

  • #7
Letztlich sollte man als Paar etwas gemeinsam aufbauen wollen, z.B. Haus und Familie, und auch einen gemeinsamen Lebenswandel führen, z.B. Urlaube. Wenn da die Gehaltsunterschiede zu groß sind, dann entstehen Konflikte, weil einer sich immer mehr leisten kann als der andere -- und letzterer ständig Geschenke annehmen muß.
Wenn ich mir mit meinem Partner als PAAR etwas aufbauen will. Ich habe Paar groß geschrieben, dann machen wir das gemeinsam, unabhängig von irgendwelchen Einkommen. Einfach deshalb, weil ich meinen Partner liebe und mit ihm zusammen sein will, ihn eventuell heiraten will und Kinder möchte. Wieso sollte sich da der eine mehr leisten können/sollen als der andere? Erschließt sich mir nicht. Wir leisten uns das zusammen! Ich schenke doch nicht meinem Partner den Lebensunterhalt, das Haus, den Urlaub. Wer so denkt, braucht sich über den fehlenden Partner nicht zu wundern.
Ich verdiente/verdiene schon immer mehr als mein Partner. Dafür bringt er etwas anderes in unsere Beziehung ein. Man muss nicht immer alles am Geld festmachen.
w
 
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Gast

  • #8
Große Unterschiede in finanziellen Angelegenheiten erweisen sich oftmals als problematisch. Früher dachte ich immer, dass es in einer Beziehung kein "mein Geld" und "dein Geld", sondern nur ein "unser Geld" gibt. Da habe ich mich aber gewaltig getäuscht.

Ich hatte zwar noch keinen Partner, der sehr viel mehr verdiente als ich. Die Männer verdienten ungefähr genauso viel, einer weniger. Aber im Gegensatz zu mir stammten die Männer (bis auf den mit dem niedrigeren Gehalt) aus wohlhabenden Familien und hatten so einiges geerbt, was sie ausschließlich als "ihren Besitz" und nicht als "unseren Besitz" betrachteten. Zwei Männer wollten selbst im Winter bei Minusgraden mit offenem Fenster schlafen, während ich kein Auge zu bekam. Ich bat sie das Fenster zu schlafen, aber dann hießt es: "Das hier ist MEIN Haus, hier bestimme ich ob und wann das Fenster geschlossen wird!" Einer wollte mich dazu zwingen, Dinge zu essen, die mir nicht schmeckten (nein, er hatte nicht für mich gekocht) - weil wir in SEINER Wohnung waren. Ein anderer Mann weigerte sich, die laute Musik im Auto leiser zu machen bzw. auszuschalten, obwohl ich starke Kopfschmerzen hatte. Wir saßen in SEINEM Auto. Seiner Meinung nach musste ich froh sein, weil er sich ganze 5 Minuten Zeit nahm, um mich nach Hause zu bringen.

Unabhängig von Geld, Verdienst, Erbschaft und Besitz sollte man sich einen Partner, der diesbezüglich ähnliche Vorstellungen hat. Ein Mensch, der alles in "meins" und "deins" aufteilt und die Meinung vertritt, ich wäre ihm für immer und ewig zu Dankbarkeit verpflichtet, weil ich sein Zuhause und sein Auto betreten "darf", ist definitiv kein Partner für mich.